Kritik zu Gotham 1.12: What the Little Bird Told Him

SPOILER

Die zwölfte Episode war wieder eine Folge, in der eine Menge passiert, sich aber auch viele Wege kreuzen und daher versuche ich einfach mal Schritt für Schritt zu rekapitulieren, was alles passiert ist. Den Start macht dabei das großartige Intro, in dem Jack Gruber eine Art Einbruchsmontage spendiert bekommt. Wir sehen, wie er mit einem Kleintransporter zum lokalen Elektroladen fährt und sich dort Zugriff verschafft, in dem er den Türknauf in einen elektischen Türöffner verwandelt. Unterlegt ist das ganze mit Johnny Cashs God's Gonna Cut You Down und wirkt für mich schon fast kinoreif. Das war übrigens nicht der einzige Ohrenschmaus. Mir ist die gesamte Episode immer wieder aufgefallen, wie gut der Soundtrack doch war. Ich weiß nicht ob das schon immer so war, kann es mir aber gut vorstellen, denn negativ ist mir das Sounddesign bis jetzt nicht aufgefallen. Was ja eigentlich dafür spricht.

Der Fokus der Story liegt in What the Little Bird Told Him jedoch nicht auf Gruber sondern ganz klar auf Don Falcone. Seine geliebte Liza wird entführt, doch es stellt sich schnell heraus, dass Fish Mooney dahinter steckt, denn sie selbst ruft ihn an und macht ihm ein Angebot: Er soll seine Macht abgeben und die Stadt verlassen. Falcone ruft daraufhin den Pinguin an, der gerade bei Maroni herumspitzelt.

Zwischenzeitlich stellt sich jedoch heraus, dass Gruber hinter Maroni her ist und lässt daher sein Restaurant hochgehen, was Cobblepot kurzzeitlich ins Koma versetzt.  Zwischenzeitlich wacht er kurz auf und verkündet im Halbschlaf dass er unbedingt los muss, da er Geschäfte mit Falcone zu erledigen hat. Maroni und seine Gäste werden nach zum Schutz vor weiteren Angriffen allesamt ins Gotham Police Department geschafft um Gruber dorthin zu locken. Dieser taucht dort auch auf (nachdem der Pinguin sich dann doch endlich auf den Weg gemacht hat) und legt den Laden still. Einzig Gordon, der auf Anweisung von Nygma seine Stiefel aus nicht leitendem Material trägt, kann Gruber noch aufhalten. Jedoch nicht in einem Feuergefecht, sondern durch einen Becher Kaffee, den Gordon ganz einfach über Grubers Apperatur kippt und ihn so ganz schnell ungefährlich macht. Das kam zwar unerwartet, war aber irgendwie cool. Es muss ja nicht immer der heroische Kampf zwischen Gut und Böse sein, bei dem mindestens einer der beiden Teilnehmer ins Krankenhaus oder die Leichenhalle wandert.

Aber zurück zu Falcone: Nachdem Cobblepot endlich bei ihm ist; verrät ihm dieser, dass Liza von Beginn an für Mooney gearbeitet hat und alles nur eine Falle war, um ihn vom Thon zu stoßen. Falcone handelt entsprechend und macht Mooney bei der vermeindlichen Übergabe mit Nachdruck klar, dass er nicht mit dem Deal einverstanden ist. Ich fand sehr cool, dass man sich entschieden hat, in dieser Folge sowohl die Entführung als auch dessen Konsequenzen zu zeigen und dies nicht zu einem Cliffhanger nach dem anderen degradiert hat um die Handlung zu strecken.

Neben den genannten Ereignissen sehen wir nochmal Barbara, die sich offensichtlich von Montoya verabschiedet hat und nun Unterkunft bei ihren Eltern sucht. Diese sind sichtlich wenig von ihrem plötzlichen Auftauchen begeistert, lassen sie aber vorerst bei sich übernachten. Es war sehr schön, Gordons hoffentlich-bald-Ex-Freundin für ihr Verhalten bestraft zu sehen. Ich glaube bis jetzt war mir kein Seriencharakter von Anfang an so unsympatisch und ließ mich der Episode entgegen fiebern in der er die Show verlässt. Naja, außer Geoffrey Lannister vielleicht. Wie auch immer, zum Ende der Folge bandeln Gordon und Dr. Thompkins an, was ja sehr für eine baldige Verabschiedung von Barb spricht. Hoffentlich.

Ansonsten wäre noch zu erwähnen, dass auch Nygma wieder paar Szenen bekommen hat, die aber leider wieder mal nur zeigen wie wenig ihn seine Kollegen ernst nehmen. Ich hoffe, dass der nächste Arc sich um den Riddler drehen wird, denn Cory Michäl Smith spielt die Rolle absolut großartig und ich bin mir sicher, dass sein Riddler mindestens so gut wird wie Robin Lord Taylors Pinguin. Ich bin froh, Gotham von Anfang an eine Chance gegeben zu haben, denn die Show entwickelt sich mit jeder Folge immer weiter zu einer meiner Lieblingsserien.

Patrick schreibt seine Meinung außerhalb von Robots & Dragons als Herr moep0r getarnt in seinem Blog auf omgwtfbbq1337.de

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