Kritik zu Gotham 1.18: Everyone has a Cobblepot

SPOILER

Als Flass aus seiner Haft entlassen wird, weil Bullock zu einer Falschaussage gezwungen wird, gehen Dent und Gordon auf die Barrikaden und decken dabei ein dunkles Geheimnis auf.

Der Mooney-Arc nimmt langsam aber sicher ein bisschen Fahrt an, jetzt wo sie es irgendwie geschafft hat, aus dem Keller des Doll Makers in seine Management-Etage zu wandern. Ihre Geschichte ist zwar nach wie vor äußerst unglaubwürdig, aber wie wir sehen konnten, ist ihr Überleben auch als Manager des Organhandels nicht gesichert, der letzte wurde ja auch kurzfristig entlassen. Sehr interessant fand ich am Doll Maker, dass er seine Experimente nicht nur des Geldes wegen durchführt, sondern da er auch daran interessiert ist herauszufinden, was einen Menschen zu sich selbst macht und wie viel man am Koerper verändern kann ohne die Identität zu beeinflussen. So tiefgründig und philosophisch habe ich Gotham bis jetzt ja noch gar nicht eingeschätzt, mal sehen wohin das noch führt.

Auf der anderen Seite kann ich hier das Verhalten der anderen Gefangenen mal wieder überhaupt nicht nachvollziehen. Sie haben Mooney als Boss anerkannt und glauben jetzt wirklich, dass sie von ihr befreit werden und die Insel in einem Stück verlassen koennen? Also bitte.

Die Idee, Bullock zu einer Falschaussage zu zwingen um Flass wieder laufen zu lassen, war gar nicht so schlecht, denn so ermittelt Gordon in dieser Woche mal wieder in den eigenen Reihen. Als Zuschauer bekommen wir zwar so mal wieder auf die Nase gerieben, wie korrupt die Stadt doch ist, aber auf der anderen Seite ist es halt auch ganz nett, Gordon mal nicht einfach nur dabei anzufeuern, wie er den nächsten Villain of the Week jagt, sondern für ihn auch was auf dem Spiel steht. Gemeinsam mit Harvey Dent, der einzigen anderen unbestechlichen Figur Gothams,  macht er sich auf den Weg gegen die Korruption und die Episode fühlt sich zwischenzeitlich tatsächlich ein bisschen an wie Sin City. Eine Parallele, die ich durchaus zu schätzen weiß.

Cobblepot Choo Choo

Die Geschichte um Loebs Tochter hat mir auch gut gefallen, denn auch wenn er ein dunkles Geheimnis hat, macht ihn seiner Väterlichkeit irgendwo doch wieder ein bisschen sympathisch und sein Handeln nachvollziehbarer als beispielsweise ein Mord. Wieso er seine Mitarbeiter jedoch zwingt, sich direkt zum Einstand beim GCPD eine Leiche in den Keller zu legen, ist mir weiterhin schleierhaft.

Mein Liebling der Episode war mal wieder der titelgebende Cobblepot selbst, der in dieser Episode wieder richtig aufdreht und in Fahrt kommt wie ich ihn liebe. Seine Szenen als Undercover Cop waren grandios, seine Bitte nach einem Gefallen von Gordon äußerst clever und das Finale mit den beiden Aufpassern von Loebs Tochter noch das Sahnehäubchen oben drauf.

Interessant war, dass weder Barbara noch Leslie in dieser Episode auftauchten und Gordons Romanzen mal komplett in den Hintergrund gerückt sind. Wenn ich ehrlich bin, mag ich Bullock sowieso viel lieber als Barb und Leslie zusammen, von daher..

Ansonsten bleibt noch zu erwähnen, dass es sehr schoen anzusehen war, als Alfred mal von Bruce Bettruhe verordnet bekam, statt wie klassisch im Batverse genau anders herum.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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