Dark Matter: Interview mit Roger R. Cross

Weltraum, Raumschiffe, Schiffspiraten! Lange war es in diesem Bereich im Fernsehen ruhig. Eigentlich verwunderlich, denn jede der Serien, die eine Raumschiff-Crew hatte, hat irgendwie Kultstatus erreicht, egal, wie lang sie lief (und das meistens nur eine Staffel).

Der Sender Syfy bricht jetzt das Weltraum-Schweigen und schickt einige neue Serien ins Rennen, darunter Dark Matter, erdacht von Stargate-Machern Joseph Mallozzi and Paul Mullie. Was uns erwartet, erzählt uns Hauptdarsteller Roger R. Cross im Interview!

Erste, ganz wichtige Frage: Magst du Raumschiffe? Bist du begeistert, Teil einer Weltraum-Serie zu sein?

Ich bin sehr begeistert, besonders wegen genau dieser Weltraum-Serie. Ich war immer großer Sci-Fi Fan und wir haben schon ein ziemlich cooles Raumschiff, das muss ich zugeben. Ich habe also sehr viel Spaß daran, an Bord zu sein und es zu erkunden. 

Also bist du auch ziemlich froh darüber, dass es endlich wieder eine Serie mit Raumschiffen im Fernsehen gibt? Davon gibt es im Moment ja eigentlich fast gar keine.

Das stimmt, es gibt wirklich keine. Aber wir werden das in dieser Show richtig gut machen. Es ist wirklich etwas, das momentan fehlt. Ich denke, dass vor allem Sci-Fi Fans davon angetan sein werden und wir liefern auf jeden Fall ab.

Erzähl uns etwas über deinen Charakter „Six“. Was zeichnet ihn aus und was sind seine „inneren Dämonen“?

Oh, das kann ich nicht erzählen. Gerade das macht den Kern der Staffel aus. Aber natürlich hat er mit ein paar inneren Dämonen zu kämpfen. Alle müssen sich ihren Dämonen stellen. Dabei werden sie sich aber auch selbst gleichzeitig beschützen und bekämpfen müssen. Wir machen ein paar Sachen anders, genau wie im richtigen Leben. Wir haben alle verschiedene Vorstellungen davon, wie Dinge angepackt werden sollen. Manche denken, man sollte zuerst schießen und dann Fragen stellen, aber manchmal muss man wieder vorsichtiger und diplomatischer sein. Aber trotzdem wird die Vergangenheit jeden einzelnen einholen.

Also ist die „zweite Chance“ auch ein großes Thema. Jeder hat sein Gedächtnis verloren und damit die Chance, neu anzufangen, egal, wie ihre Vergangenheit ausgesehen hat.

Genau das ist die große Frage. Genau das ist das Spannende. Sind wir die Summe unserer vergangenen Taten und wenn wir herausfinden, wie wir früher waren und wir neu anfangen könnten, würden wir uns ändern? Aber natürlich ist das nicht so einfach. Wir haben Dinge getan, die uns jetzt einholen und um die wir uns kümmern müssen. Wir wissen also nicht, was auf uns zukommt und auch keine Ahnung, wer Freund oder Feind ist. Jeder muss sich auch der Frage stellen, ob er seine Vergangenheit hinter sich lassen kann oder für immer deren Opfer sein wird. 

Dark Matter Crew Part

Was können wir von der Show erwarten? Ist sie eher dunkel und seriös oder viel Spaß und Action?

Es ist eher was dazwischen. Es gibt eine Menge Spaß und eine ganze Menge Action. Es gibt viele Kämpfe und sehr viele Effekte. Und selbst in den ernsten Situationen gibt es viel Humor. Die Autoren sind großartig darin, das einzubauen. Auf der anderen Seite muss man sich aber auch dem Problem stellen, dass Söldner Menschen töten. Es gibt Tod und Zerstörung, die darauf folgt. Man ist sich nie sicher, ob Menschen, denen man begegnet, helfen oder töten wollen. Was macht man also? Schießt man zuerst und stellt dann die Fragen, weil das einfach der sicherste Weg ist? Aber dann könnte man wiederum jemanden verlieren, der einem nur helfen möchte. Man muss also sehr vorsichtig sein. 

Uns erwarten also Kämpfe zwischen Menschen und auch, ganz wichtig, Raumschiffe?

Definitiv! Es wird ziemlich große Schiffskämpfe geben. Mein Charakter ist der Pilot der Marauder und fliegt den Kampfjet des Schiffes – da wird einiges los sein.

In der Serie gibt es einige böse große Firmen und deshalb auch einigen Ärger zwischen den Menschen. Gibt es auch einen Schuss Mystery?

Es gibt natürlich einige menschliche Konflikte, die meisten innerhalb der Crew. Es ist interessant zu sehen, wie sie zusammenwächst, wenn sie sich den äußeren Gefahren stellen muss. Ich kann nicht zu viel erzählen, aber es wird viele verschiedene Arten geben, wie sich die Dinge ereignen und wie alle damit umgehen. Trotzdem findet man sich als Zuschauer immer darin wieder und kann sich selbst fragen, wie man mit der Situation umgehen würde. Die verschiedenen Meinungen der Schiffscrew werden dabei sicherlich auch die Meinungen der Zuschauer widerspiegeln. 

Du hast erwähnt, dass du großer Science-Fiction-Fan bist. Welche Serie ist deine Liebste und kannst du Dark Matter mit einer anderen Show vergleichen?

Als ich klein war, habe ich sehr gerne Buck Rogers gesehen. Das war meine Lieblingsserie in meiner Kindheit und ich habe jede Folge mit meinem Bruder geschaut. Dark Matter kann man irgendwie als ein Crossover zwischen Guardians of the Galaxy und Kampfstern Galactica bezeichnen. Es ist aber eher ein eigenes Ding. Es gibt Humor, viel Action, gleichzeitig aber auch ernste Themen. Die Autoren sind wirklich gut und haben eine Welt erschaffen, von denen sie selbst Fan sind. Also haben sie es einfach umgesetzt und Spaß damit gehabt. 

Dein Charakter „Six“ hat die Rolle des Piloten. Hättest du dich lieber in einer anderen Rolle gesehen?

Oh, ich liebe die Rolle des Piloten. Ich bin selbst Pilot. Als ich das erste Skript gelesen habe und klar wurde, dass Six der Pilot ist, habe ich es sofort ins Herz geschlossen. Jeder der Crew hat aber nicht nur die eine Fähigkeit. Alle sind Kämpfer. Alle sind Söldner und wissen, sich zu wehren. Aber auch zu töten. 

Deine letzte Serie Continuum hat ihre letzten sechs Folgen im Juli. Kannst du uns erzählen, was uns hier erwartet?

Wie man am Ende der letzten Staffel gesehen hat, kommt eine Gruppe komplett neuer Leute in die Vergangenheit, um die Zukunft zu ändern, so wie es Matthew Kellog gerne hätte. Die letzten Folgen schließen die offenen Fragen ab, auch, ob es Kiera nach Hause schafft. Es ist auch fraglich, ob es die Zukunft ist, die sie kennt, jetzt, da sie neue Beziehungen eingegangen ist. Kann und will sie in diese Zukunft zurückkehren?  Kann sie dieselbe Mutter sein, die sie war? All das hat sich jetzt aufgrund unserer Entscheidungen verändert. Die letzten Folgen werden ein guter Abschluss sein. Wir konnten leider nicht so viel umsetzen, wie die Autoren gerne gewollt hätten, aber trotzdem haben sie einen großartigen Job gemacht, die Serie zu Ende zu bringen.

Vielen Dank für das Interview!

Hat mich sehr gefreut.

Dark Matter - Trailer

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