Comic-Tipp: Zombie War

Aktuell verkauft sich alles, was auch nur einen Fetzen toten Fleisch an sich hängen hat wie geschnitten Brot. Das gilt auch für Comics: Marvel hat seine Marvel Zombies, DC die Blackest Night, Splitter lässt die Zombies auf die Welt los und bei Cross Cult ist der Urvater der Comic-Zombie-Serien The Walking Dead ein Dauer-Seller.

Und was ist Zombie War? Älter! Eckiger! Globaler! Finaler!

1992 brachte der amerikanische Independent Verlag Fantaco – eigentlich ein Comicladen – einige Comics des Zeichners Kevin Eastman (Teenage Mutant Ninja Turtels) raus, darunter auch Zombie War. Wer bei den TMNT an die TV Zeichentrick-Serie und auch beim zugrundeliegenden Comic an Unterhaltung für Minderjährige denkt, liegt völlig falsch. Was im Kinderprogramm niedlich und spannend war basierte auf einem fantastischen Comic, der härter, blutiger und erwachsener als Spider-Man und Co war. Eastmans Grafik besticht durch seine groben und breiten Strich, der nicht viel Anderes als durchweg quadratische Köpfe zuzulassen scheint. Seine Seiten haben das Flair eines aus der letzten Reihe weitergegebenen Ergebnisses langweiliger Biologiestunden. Und das macht Spaß!



Hier sind naive Menschen an ihrem aus drei Strichen bestehendem glücklichen Gesichtsausdruck zu erkennen, und die wild verstreuten Gedärme stellt man sich unweigerlich in den vielen dunklen Strichen vor, die von dem aus dem Nichts kommenden Stachelband und vor allem von dem noch menschlichen Kadaver voller klaffender Wunden darauf herausquellen.

Um was geht’s? Jina ist eine Top-Pilotin und rammt fast ein UFO, das lässt die Toten auferstehen. Die Toten haben Hirn, sind schnell und können alle Arten von Waffen bedienen. Außerdem wollen sie die Erde beherrschen und alle Lebenden auslöschen. Jina jagt daraufhin das Ufo, schießt es ab, muss wegen der traurigen Geschichte des abgeschossenen UFO-Piloten weinen und zusammen werden sie versuchen, die Welt zu retten.



Grund genug für einige wirklich gewalttätige Wimmelbilder voller wie schon beschriebener aufgespießter, angebissener oder enthaupteter Menschen-Soldaten und nasenloser oder mordender Zombies. Die in zwei Heften abgeschlossene Geschichte geizt nicht mit Toten, zeigt zwei Mal nackte Brüste, lässt den Leser immer mal wieder an ein Überleben glauben und endet irgendwie offen.

Aber seit mehr als 20 Jahren ist nicht mehr passiert in Eastmans Zombie-Krieg. Vielleicht ändert sich das ja, wenn IDW den ziemlich unbekannten Zombie-Klassiker im Oktober neu auflegt und ihm sogar Farbe spendiert. Es würde mich nicht wundern, wenn – wie bei den TMNT – Eastmans Zombies ein bisschen niedlicher bald durchs Kinderprogramm morden. ;)

Zombie (1978) Filmposter
Originaltitel:
Dawn of the Dead
Kinostart:
02.08.79
Laufzeit:
118 min
Regie:
George A. Romero
Drehbuch:
George A. Romero
Darsteller:
David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross, David Crawford, David Early
Die Geschichte von Dawn of the Dead ist schnell erzählt. Tote stehen aus ihren Gräbern auf und fressen die Lebenden. Wer von einem solchen Zombie gebissen wird, verwandelt sich nach dem Tod ebenfalls in einen Zombie und so weiter.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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