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Netflix, Disney+ & Amazon Prime Video: Die neuen Genreproduktionen im Mai

Auch im Mai versuchen die Streaming-Dienste, ihre Abonnenten wieder mit neuen Inhalten bei der Stange zu halten. Grund genug, einmal einen Blick auf die Genre-Highlights zu werfen, welche die Zuschauer im nächsten Monat bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erwartet.

Bei Netflix können Trash-Fans den 1. Mai nutzen, um noch einmal nachzuvollziehen, warum Nintendo über Jahrzehnte keine Videospielverfilmungen basierend auf seinen Spielhelden erlaubte. So ist ab dem 1. Mai Super Mario Bros. verfügbar. Zudem wartet Ende des Monats, am 22. Mai, mit E.T. ein echter Klassiker. Ansonsten halten sich die Genreneuveröffentlichungen im kommenden Monat in Grenzen. Nennenswert ist noch The Nun, der ab dem 10. Mai verfügbar ist.

Ähnlich überschaubar wie bei den Filmen sieht es auch im Serienbereich aus. Am 29. Mai startet die neue Comedy Space Force, bei der es darum geht, dass ein General eine neue Weltraumabteilung für die amerikanischen Streitkräfte aufbauen soll, worauf er jedoch nur wenig Lust hat. Zudem startet im Mai in den USA die Serienadaption Snowpiercer, für die sich Netflix hierzulande die Ausstrahlungsrechte gesichert hat. Bisher hat der Streaming-Dienst aber noch keinen Starttermin für den deutschen Markt enthüllt.

Bei Disney+ wartet auf die Zuschauer am 1. Mai das Finale von The Mandalorian. Anschließend feiert der Streaming-Dienst den Star-Wars-Tag am 4. Mai mit dem Start von Disney Galerie: The Mandalorian, einer Doku, die auf die Entstehung der Serie eingeht. Die weiteren neuen Folgen werden dann immer freitags veröffentlicht.

Ebenfalls am Star-Wars-Tag erscheint zudem die Dokumentation Empire of Dreams: The Story of the Star Wars Trilogy. Zudem gibt es die 1. Staffel von Star Wars Resistance. Staffel 2 folgt dann am 15. Mai.

Marvel-Fans erhalten ebenfalls am 15. Mai mit Marvel Studios: Expanding the Universe einen Ausblick auf die Zukunft des MCU. Da die Dokumentation in den USA aber schon seit November verfügbar ist, dürften sich die neuen Informationen in Grenzen halten.

Abgesehen von Star Wars und Marvel erweitert Disney+ sein Repertoire zudem um drei weitere Genre-Filme. Am 15. Mai beginnt dies mit Ice Age – Kollision voraus, eine Woche später folgen am 21. Mai Tron Legacy und am 22. Mai Nachts im Museum.

Bei Amazon Prime Video gibt es im Mai ebenfalls ein paar erwähnenswerte Filmneuzugänge. Den Anfang macht der Science-Fiction-Film Code 8, der ab dem 2. Mai verfügbar ist. Zwei Tage später folgt die russische Produktion Weltengänger. Darüber hinaus gehören ab dem 24. Mai Das Haus der geheimnisvollen Uhren und ab dem 25. Mai The War of the Worlds – Krieg der Welten – Teil 1 und 2 zum Angebot.

Black Widow, Captain Marvel 2, Black Panther 2 & Mulan: Disney verschiebt zahlreiche Starttermin

Disney hat weitere Starttermin-Verschiebungen angekündigt. Diese betreffen alle großen Blockbuster des Studios, die dieses Jahr in die Kinos kommen sollten. Black Widow macht den Anfang: Nachdem der Start des Marvel-Films im letzten Monat erst einmal abgesagt wurde, hat Disney ein weiteres Mal einen neuen Termin festgelegt. Der Actionfilm mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle soll nun am 6. November diesen Jahres erscheinen.

Ein Starttermin, der ursprünglich für die andere große Marvel-Veröffentlichung namens The Eternals vorgesehen war. Dieser soll nun am 12. Februar 2021 in die US-Kinos kommen. Das scheint auch eine Art Domino-Effekt auszulösen, der alle anderen Marvel-Veröffentlichungen beeinflusst. Der neue Startplan der kommenden Marvelfilme sieht wie folgt aus: 

  • Shang-Chi and the Legend of Ten Rings: 7. Mai 2021
  • Doctor Strange in the Multiverse of Madness: 5. November 2021
  • Thor: Love and Thunder: 18. Februar 2022
  • Black Panther 2: 6. Mai 2022
  • Captain Marvel 2: 8. Juli 2022

Das Mulan-Realfilm-Remake startet nun am 24. Juli diesen Jahres, obwohl noch nicht wirklich klar ist, ob Kinos bis dahin schon wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen können. An diesem Datum sollte eigentlich der Abenteuerfilm Jungle Cruise mit Emily Blunt und Dwayne Johnson in die Kinos kommen, dessen Starttermin nun auf den 20. Juli 2021 verlegt wurde. 

Auch der berühmte Archäologe Indiana Jones bleibt nicht verschont. Den ursprünglichen Start im Sommer 2021 wird er wohl nicht mehr einhalten können. Stattdessen können Fans mit einer Veröffentlichung am 29. Juli 2022 rechnen. Ein paar ursprüngliche Starttermine sollen nach aktuellem Stand aber weiterhin eingehalten werden. Hierzu gehören der Pixar-Film Soul (19. Juni), das Musicalremake West Side Story (18. Dezember) von Steven Spielberg und der Ridley-Scott-Film The Last Duel (25. Dezember). 

Für New Mutants, Woman in the Window, Antlers und The Personal History of David Copperfield gibt es weiterhin keine Starttermine.

Neu im April bei Disney+

Vor einer knappen Woche startete der Streamingdienst Disney+ auch in Deutschland. Aufgrund der derzeitigen Situation zwar mit veringerter Bandbreite, dennoch erfolgte der Start wie geplant. In Frankreich zum Beispiel müssen sich die Fans noch etwas gedulden. Hier hatte man den Start auf den 7. April verschoben.

Das aktuelle Programm umfasst Filme und Serien von Disney, Pixar, Marvel, Star Wars, National Geographic sowie die Disney+ Originals.

Für April wurde nun der Earth Month angekündigt. Hierfür wird es gerade in der Sparte National Geographic einige neue Inhalte geben.

Aber auch in den anderen Sparten nimmt Disney+ im April neue Katalog-Titel auf. Ab 9. April wird Die Hexe und der Zauberer verfügbar sein, tags darauf folgen Edward mit den Scherenhänden, Nachts im Museum und Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal. Der vierte Teil von Toy Story ist ab 11. April zu sehen, und ab dem 15. April ist Christopher Robin verfügbar.

Immer freitags gibt es zudem wöchentlich neue Folgen zur finalen Staffel von Star Wars: The Clone Wars. Dasselbe gilt für die Original-Serie The Mandalorian.

Disney+ will wegen Corona ebenfalls seine Datenübertragung reduzieren

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Disney+

Am Dienstag geht der Streaming-Dienst Disney+ hierzulande an den Start und will auch in Deutschland möglichst schnell viele Abonnenten gewinnen. Ähnlich wie Netflix setzt Disney aufgrund der Corona-Epidemie allerdings zunächst einmal auf etwas reduzierte Qualität, um den Datenverkehr geringer zu halten.

Aufgrund der Quarantäne in vielen Ländern gibt es Befürchtungen, dass das Netz mit der hohen Nutzungslast überfordert sein könnte. Besonders Streaming macht mittlerweile einen großen Anteil am weltweiten Datenverkehr aus, weshalb sowohl Netflix als auch YouTube und Amazon bereits angekündigt haben, ihre Bandbreite zu reduzieren. Auch Disney+ will nun rund 25 Prozent weniger Datenverkehr produzieren.

Am Deutschlandstart an sich ändert sich dabei zunächst nichts. Disney+ wird hierzulande, wie geplant, ab dem 24. März verfügbar sein. Anders sieht die Sache in Frankreich aus. Dort folgt das Unternehmen einem Wunsch der französischen Regierung und verschiebt den Starttermin seines Streaming-Dienstes. Die Disney-Fans in Frankreich müssen sich nun bis zum 7. April gedulden.

Disney+: Der neue Streaming-Dienst startet in Deutschland früher

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Der neue Streaming-Dienst Disney+ startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in einigen anderen europäischen Ländern eher als ursprünglich geplant. So hat Disney bekannt gegeben, dass der Startschuss nun offiziell am 21. März und damit eine Woche früher erfolgen wird.

Darüber hinaus wurden auch die Preise für den Dienst bestätigt. Das Monatsabo wird demnach für 6,99 Euro erhältlich sein, wer gleich ein ganzes Jahr abonniert, der zahlt 69,99 Euro. Abonnenten können die Inhalte gleichzeitig auf vier verschiedenen Endgeräten abrufen und zeitlich unbegrenzte Downloads auf zehn Geräte vornehmen. Zudem lassen sich sieben verschiedene Profile erstellen, auf Basis deren Sehverhalten dann individuelle Empfehlungen gegeben werden.

Zum Start können sich die Abonnenten unter anderem auf die neue Star-Wars-Serie The Mandalorian freuen. Im Gegensatz zu den USA, wo die neuen Episoden jeweils wöchentlich erschienen sind, dürfte hierzulande nun direkt die gesamte Staffel verfügbar sein. Darüber hinaus gibt eine umfassende Bibliothek an Serien, die viele Disney-, Marvel- und Lucasfilmproduktionen enthalten wird.

Der Streaming-Dienst wird auf nahezu allen bekannten Mobilgeräten, internetfähigen TV-Geräten, Spielekonsolen und Smart TVs zum Start verfügbar sein.

Disney+: Deutscher Starttermin bekannt gegeben

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In wenigen Tagen startet Disney in den USA mit ihrem lange angekündigten und stark beworbenen eigenen Streamingdienst. Nun ist bekannt, ab wann Disney+ auch in Deutschland zu beziehen ist - bis zum 31. März muss man sich hierzulande noch gedulden.

Es ist zu anzunehmen, dass heiß erwartete Neuproduktionen wie etwa The Mandalorian auch hier direkt den Start mit antreten. Für den US-Start hat Disney einen über drei Stunden langen "Trailer" präsentiert, der an die 600 Titel, die bei Disney+ verfügbar sein werden, in chronologischer Reihenfolge vorstellt. Ob das Angebot aus dem Disney-Archiv in Deutschland auch direkt so umfangreich sein wird, ist noch offen.

Disney betritt den Streamingmarkt zudem mit einem Kampfpreis. Mit 6,99 Dollar im Monat beziehungsweise 69,99 Dollar als Jahresabo gehört Disney+ zu den günstigen Diensten.

Disney+ Europe Announcement Trailer

Basically Everything Coming to Disney+ in the U.S. | Start Streaming November 12

Disney+ enthüllt Film- und Serien-Line-up zum Start des Streaming-Dienstes

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Disney+

Am gestrigen Montag hat Disney das komplette Line-up für den Start seines Streaming-Dienstes Disney+ veröffentlicht. Dabei ließ das Unternehmen zunächst einmal seine Twitter-Leitungen glühen und veröffentlichte zu jedem der fast 600 Titel einen eigenen Tweet.

Damit jedoch nicht genug, anschließend folgte auch noch ein Trailer, der alle Starttitel enthält. Das Video zeigt jeweils einen kurzen Ausschnitt des jeweiligen Films beziehungsweise der Serie in chronologischer Reihenfolge ihrer Veröffentlichung. Den Anfang macht Schneewitchen und die Zwerge, zum Schluss gibt es die Star-Wars-Serie The Mandalorian zu sehen. Bei fast 600 Titeln nimmt dies natürlich einige Zeit in Anspruch, wer sich das gesamte Video anschauen möchte, der muss einiges an Zeit mitbringen. Die Laufzeit beträgt über 3 Stunden. Wem dies zu lange dauert, der findet die komplette Liste auch bei den Kollegen von Comingsoon.

Disney+ startet am 12. November zunächst einmal nur in USA, Kanada und der Niederlande. In Deutschland und anderen europäischen Ländern soll das Angebot im kommenden Jahr verfügbar sein. Die Kosten liegen in den USA bei 6,99 Dollar pro Monat oder 69.99 Dollar pro Jahr.

Basically Everything Coming to Disney+ in the U.S. | Start Streaming November 12

Avengers, Aladdin, Captain Marvel & Co: Disney stellt neuen Jahreseinspielrekord bereits im Juli auf

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Avengers: Infinity War

Schon in den vergangenen Jahren konnte kein Filmstudio an den Kinokassen so viel Geld umsetzen wie Disney. So stellte der Konzern mit 7,61 Milliarden Dollar 2016 auch einen neuen Einspieljahresrekord auf. In diesem Jahr hat Disney allerdings ein ganz neues Level an Dominanz erreicht. Der bisherige Rekord von 2016 wurde am vergangenen Wochenende bereits gebrochen und dies wohlgemerkt im Juli.

Mit 7,67 Milliarden Dollar hat Disney aktuell so viel Geld an den Kinokassen eingenommen wie noch nie ein Filmstudio zuvor. Knapp 5 Milliarden Dollar stammen dabei von den Märkten außerhalb der USA, was ebenfalls einen neuen Rekord darstellt. Größte Einnahmequelle ist natürlich Avengers: Endgame, der mit 2,793 Milliarden Dollar der einspielstärkste Film aller Zeiten ist. Aber auch Captain Marvel (1,128 Milliarden Dollar), Aladdin (1,010 Milliarden Dollar), Der König der Löwen (968 Millionen Dollar) und Toy Story 4 (919 Millionen Dollar) trugen zum Erfolg bei.

Nach aktuellem Stand ist gar nicht mal unwahrscheinlich, dass der Konzern am Ende des Jahres sogar die Marke von 10 Milliarden Dollar knackt. Mit Die Eiskönigin 2, Maleficent: Mächte der Finsternis und Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers warten noch drei namhafte Starts, von denen zwei ebenfalls die Milliarde anpeilen dürften. Am Ende des Jahres könnte Disney im besten Falle sogar ganze sieben Milliarden-Filme vorweisen, da Der König der Löwen und Toy Story 4 die Marke ebenfalls anpeilen.

Kritik zu Aladdin – Eine Wunderlampe der Überraschung

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Aladdin

Ein bisschen stutzt man, wenn einem die Laufzeit von Disneys Neuverfilmung ihres 27 Jahre alten Trickfilms zu Ohren kommt: 128 Minuten? Für einen Film, der auf einem Film basiert, der nur knapp 90 Minuten lang lief? Schnell macht man sich da Sorgen, schließlich könnte Disney die Neuauflage verhauen, mit unnötigen Actionszenen, noch mehr Kitsch oder irgendwelchen Nebenhandlungen, die niemand wirklich braucht.

Disneys Neuauflagen von Filmen wie Die Schöne und das Biest oder Das Dschungelbuch aus jüngster Zeit wurden zwar mit Anerkennung, aber auch nicht ohne Kritik aufgenommen. Ach, schon die Originalfilme, inklusive Aladdin, mussten sich gewisser Kritik, vor allem in Hinsicht auf stereotype Darstellung fremder Kulturen oder der Rolle von Frauen gefallen lassen – und das zurecht. Und nun legt Disney Aladdin neu auf, der zusammen mit Der König der Löwen wohl wie kein anderer Zeichentrickfilm die gerade jetzt ins Kino gehende Generation von Ex-Kindern geprägt hat. Was da alles schief gehen kann!

Gaunerfilm-Regisseur, Whitewashing und, naja, Musicals

Da war zunächst die Auswahl des Regisseurs: Guy Ritchie hat die Inszenierung übernommen. Anfangs legt man da vielleicht den Kopf schief, aber dann fällt ein der Groschen. Ritchie hat seine Bekanntheit nicht nur mäßigen Action-Filmen wie King Arthur: Legend of the Sword zu verdanken, sondern zuallererst seinen Gaunerkomödien wie Snatch – Schweine und Diamanten. Das passt, denn irgendwie ist Aladdin auch eine kleine Gaunerkomödie.

Dann sind da die Schauspieler: Viel berechtigte Kritik mussten sich diverse Hollywood-Produktionen anhören, die sogenanntes Whitewashing betrieben haben, also ethnisch eindeutige Rollen wie asiatische (Ghost in the Shell) oder nah-östliche (Exodus: Götter und Könige) Figuren mit westlichen Schauspielern wie Scarlett Johansson oder Christian Bale zu besetzen, weil diese sonst nicht in der Logik der Studios zu vermarkten wären. Schon beim Casting wurde darauf geachtet, den vage arabischen Hintergrund Aladdins auch bei den Schauspielern abzubilden. Das gelang: Aladdin-Darsteller Mena Massoud hat ägyptische Wurzeln, Naomie Scott als Jasmin hat ein indisches Elternteil, Dschaffars Rolle wird von Marwan Kenzari verkörpert, der tunesisch-niederländischer Herkunft ist. Will Smith spielt übrigens auch mit.

Schließlich fragt man sich auch, wie die zahlreichen Musikstücke gut in die Geschichte integriert werden können, schließlich waren die schmissigen Lieder ein elementarer Teil der Disney-Magie der frühen Neunziger. Hier kann man klar und eindeutig sagen: Das ist nicht gelungen. Der Film bleibt einfach in Teilen ein verdammtes Musical, in dem Leute mehr oder weniger plötzlich anfangen zu singen und zu tanzen – damit muss man entweder klar kommen oder nicht. Immerhin treiben einem so manche Musikstücke die nostalgischen Tränen in die Augen, was man als gelungene Darstellung des Ganzen interpretieren kann.

Vorlagengetreu und mit Mut zur Ergänzung

Jetzt wurde viel über die Ängste und Vorbereitungen im Vorfeld gesprochen, wie sieht es nun mit der Umsetzung aus? Da hält sich Aladdin sehr eng an seine Vorlage: Wer das Original von 1992 kennt, der wird in der Story nur neue Details erkennen und nicht wirklich überrascht sein. Ein paar Informationen wurden umgebaut, einige Figuren wie der Sultan oder Jasmins Kammerzofe wurden ausgebaut oder hinzu geschrieben. Vor allem Jasmin bekommt mehr Kontur und soll nicht länger schlicht verheiratet werden: Sie möchte der neue Sultan sein und tritt somit in Konflikt mit ihrem eher traditionell orientieren Vater. Der wiederum ist nicht die Karikatur aus dem Original, sondern ein um eine gute Herrschaft bemühter Sultan. Hier beweist Disney, dass man mit der Zeit gehen kann, ohne eine gute Geschichte zu opfern. Zusätzlich zu ihren neuen Szenen und ihrer Motivation hat Jasmin auch zwei neue Songs auf den Leib geschrieben bekommen, die eine nette Ergänzung sind, aber die es nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber naja – Musicals.

Aladdin selbst ist relativ unverändert und wird von Mena Massoud auch glaubhaft verkörpert, lediglich sein Schauspiel ist manchmal etwas flach – aber da ist er nicht der einzige, leider. Bleibt noch Will Smith, der als blauer Dschinni versucht, es an Witz und Verve mit Robin Williams aufzunehmen, der den hyperaktiven Geist aus der Flasche 1992 seine Stimme verlieh (und darüber mit Disney in argen Streit geriet). Natürlich scheitert Smith daran, die Klasse des 2014 leider verstorbenen Schauspielers und Komikers zu erreichen, was auch daran liegen kann, dass ein computergenerierter Dschinni auch mit den heute mächtigen Digitalisierungsverfahren immer noch nach einem computergenerierten Dschinni aussieht. Aber zumindest nutzt der Film die Möglichkeiten des Computers für ein paar gelungene Witze und optische Bonbons. Will Smith macht seinen Job übrigens gut und gibt dem blauen Geist ein paar Nuancen, die ihn als Charakter greifbarer werden lassen. Dschaffar kann als Bösewicht ebenfalls halbwegs überzeugen, auch wenn er als Charakter und Gegenspieler etwas weniger greifbar ist und seine Motivation etwas abgekürzt erscheint.

Eine Mischung aus Bollywood und Disney

Bleibt die gesamte Inszenierung der Neuauflage. Wer Ritchies Filme gesehen hat, der weiß: Rasant kann der Mann. Das lässt sich auch hier verfolgen: Die Szenen auf Agrabahs Straßen sind mit einer gewissen spielerischen Rasanz in Szene gesetzt und auch später, beispielsweise beim Einzug Prinz Ali Ababuas in die Straßen der Stadt, entfaltet der Film eine farbenprächtige Opulenz, die man so nur aus Bollywood-Filmen kennt. Die Regie hat hier die absolut richtige Entscheidung getroffen, sein Material nicht ganz ernst zu nehmen und den Prachtregler auf 11 zu drehen, was dem Film eine angenehm leichte Note aus dem indischen Kitsch-Kino gibt.

Nebenbei ist Aladdin auch witzig, wobei manche Scherze etwas gewollt erscheinen, aber das kann man bei der insgesamt hohen Qualität verzeihen. Lediglich das Ende des Films wirkt etwas gestreckt, aber bis hierhin fühlt man sich so gut unterhalten, dass die letzten zehn Minuten zu viel Film auch nicht unangenehm zu Buche schlagen.

Am Ende lässt einen Aladdin mit dem positiven Gefühl zurück, dass Disney hier mit der Regie, den Schauspielern und dem gesamten Plan tatsächlich ein Glücksgriff gelungen ist, der im zynischen Geschäft der Filmproduktion recht unerwartet kommt. Aber dafür umso positiver überrascht.

Fazit

Aladdin ist eine rasant inszenierte, in der Handlung aber wenig innovative Neuauflage des Zeichentrickfilms, die überraschend viel Spaß macht und auch Erstseher unterhalten kann.

ALADDIN - 2. Offizieller Trailer (deutsch/german) | Disney HD

Disney's Aladdin Official Trailer - In Theaters May 24!

Star Wars, Avatar und Co.: Disney verkündet Kinostartpläne bis 2027

Mit Star Wars: Episode IX aka Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers endet im Dezember die gewaltige Saga. Doch mit Star Wars ist noch lange nicht Schluss. Neben zahlreichen Ankündigungen bis ins Jahr 2027 hinein hat Disney nun auch die Startdaten der nächsten drei Star-Wars-Filme bekannt gegeben. Nach einer kleinen Pause können sich Fans ab 2022 nicht nur auf Weihnachten, sondern auch einen neuen Kinostart freuen. Die noch titellosen Filme sollen am 16. Dezember 2022, 20. Dezember 2024 und 18. Dezember 2026 weltweit Premiere feiern.

James Cameron lässt sich mit der Fortsetzung seines 3D-Erfolgs Avatar ohnehin ordentlich Zeit. Da kommt es auf die erneute Verschiebung um ein Jahr nun auch nicht mehr an. Nach aktuellem Stand startet Avatar 2 am 17. Dezember 2021 in den Kinos, gefolgt von Avatar 3 am 22. Dezember 2023, Avatar 4  am 19. Dezember 2025 und Avatar 5 schließlich am 17. Dezember 2027. Also ebenfalls mitten im Weihnachtsgeschäft, aber ohne dass sich Disney mit Star Wars an den Kassen selbst Konkurrenz macht.

Zeitnaher stehen noch 2019 die Filme Tolkien (5. Mai), Aladdin (24. Mai), Dark Phoenix (7. Juni), Toy Story 4 (21. Juni), Der König der Löwen (19. Juli), Ad Astra (20. September), Maleficent: Mistress of Evil (18. Oktober), Frozen 2 (22. November) und Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (20. Dezember) an (jeweils US-Termine).

Neben vielen weiteren Filmen, darunter natürlich auch noch einige unbenannte Disney-Live-Action-Adaptionen, kam es auch bei The New Mutants (4. April 2020) und Cruella (23. Dezember 2020)  zu Verschiebungen.

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