Game of Thrones

Game of Thrones: Dreharbeiten zum Prequel haben begonnen

Während die Ursprungsserie erst kürzlich geendet hat, haben die Dreharbeiten zum Piloten der Prequel-Serie von Game of Thrones bereits begonnen, in der Hoffnung, dass auch bald eine Serienbestellung folgen wird. 

Nordirland, das schon während der gesamten Drehzeit der ursprünglichen Serie ein Zuhause bot, steht wieder als Drehort zur Verfügung. Im Moment ist noch unklar, ob auch in anderen Ländern gedreht wird. 

Jane Goldman (X-Men: Erste Entscheidung) wird als Showrunner fungieren und dabei von Autor George R.R. Martin unterstützt. Regisseurin S.J. Clarkson (Jessica Jones) übernimmt die Regie. Martin zufolge, soll die Geschichte etwa 5000 Jahre vor den Ereignissen in Game of Thrones spielen. Königsmund und der Eiserne Thron existieren zu dieser Zeit noch nicht.

Laut Martin, soll die Serie im englischen Original The Long Night heißen. Naomi Watts, Miranda Richardson und John Simm gehören unter anderem zur Besetzung. Mit einem Serienstart ist allerdings frühestens Ende 2020 zu rechnen, wobei ein Start im Frühjahr 2021 realistischer erscheint.

Game of Thrones: Lena Headey über das Schicksal von Cersei in der finalen Staffel

Vor einem Monat lief die finale Folge von Game of Thrones, die Episode "The Iron Throne" und holte bei HBO einen Zuschauerrekord. Die vorletzte Folge der Serie - "The Bells" - offenbarte das Schicksal von Cersei und Jamie Lannister. Ein Schicksal, mit dem nicht nur einige Fans haderten. Auch Lena Headey, Darstellerin von Cersei, hatte anfangs ihre Probleme damit, was das Drehbuch für ihre Figur vorgesehen hatte.

Im Gespräch mit The Guardian enthüllte Headey, was sie den Showrunnern David Benioff and Dan Weiss mit nicht mehr ganz so nüchternen Kopf sagen möchte - sie hätte sich für Cersei einen besseren Tod gewünscht. 

"Es ist klar, dass man von seinem Tod träumt. Man konnte auf sämtliche Arten in dieser Serie sterben. Also war ich irgendwie enttäuscht. Allerdings denke ich, dass sie nicht alle hätten zufrieden stellen können. Egal, was sie getan hätten, ich vermute, dass es immer einen Abstieg von diesem Aufstieg gegeben hätte."

Bereits nach der Ausstrahlung der vorletzten Episode äußerte Headey ihre Enttäuschung über das Schicksal ihrer Figur gegenüber Entertainment Weekly. Ihre Reaktion auf die entscheidende Szene sei zuerst gemischt gewesen, da sie sich für Cersei einen großen Kampf gewünscht hätte.

Erst, als sie mit Nikolaj Coster-Waldau, der Jamie Lannister verkörperte, über die Szene gesprochen hatte, hätte sie den Ansatz des Drehbuchs zu schätzen gelernt:

"Je mehr wir darüber gesprochen haben, desto mehr schien es das perfekte Ende für sie zu sein. Sie kamen gemeinsam auf die Welt und nun verließen sie diese gemeinsam. [...] Vielleicht war es das erste Mal, dass Cersei mit sich im Frieden war."

Dragons: Der Podcast zu Game of Thrones 8.06

PODCAST

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Der Eiserne Thron ist nicht mehr. Mit dem Finale der achten Staffel geht Game of Thrones zu Ende und nimmt den symbolträchtigen (vermutlich unbequemen) Stuhl gleich mit. Nach acht Jahren, acht Staffeln und 73 Episoden ist der Kampf entschieden.

Nach der eher desaströsen vorletzten Episode, die ziemlichen Gegenwind hervorbrachte, sind Johannes, Anne, Hannes und Nele mit dem eigentlichen Finale überraschend zufrieden. Es wird sich jede Menge Zeit genommen, um sich von den noch verbliebenden Hauptcharakteren zu verabschieden, so dass ein runder Abschluss gelingt. Das lässt nun doch versöhnlich über die Schwierigkeiten der letzten beiden Staffeln hinwegsehen und sich auf die schönen Momente konzentrieren.

Der Winter war da. Er ist vorbei. Der Sommer kommt. Die passende Musik hatte Jens Dewald für uns parat.

Game of Thrones: Serienfinale holt Zuschauerrekord

Game of Thrones verabschiedet sich mit einem Zuschauerrekord bei HBO. Die finale Folge der Fantasy-Serie wollten am Sonntagabend in den USA 19,3 Millionen Zuschauer sehen, der bisherige Rekordwert lag bei 18,4 Millionen Zuschauern und wurde in der vergangenen Woche aufgestellt. Die Live-Werte beinhalten sowohl die Fernsehzuschauer als auch die Nutzer von Angeboten wie HBO NOW.

Mit 13,6 Millionen Fernsehzuschauern stellte Game of Thrones zudem einen weiteren Rekord für HBO auf. Bei keiner Serienausstrahlung des Senders schalteten mehr Menschen live ein. Bisheriger Rekordhalter war der Auftakt der 4. Staffel von The Sopranos, der 2002 auf 13,4 Millionen Zuschauer kam. Im Schnitt erreichte jede Episode von Game of Thrones auf den verschiedenen Plattformen in Staffel 8 44,2 Millionen Menschen. Damit konnte sich die Serie zum Abschied um fast 10 Millionen Zuschauer im Vergleich zu Staffel 7 steigern.

Die finale Folge von Game of Thrones trägt den Namen "The Iron Throne" und klärt endgültig die Frage, wer sich den Thron von Westeros sichern kann. Zudem wird das Schicksal von Daenerys, Jon Snow, Tyrion und den verbleibenden Starks enthüllt. Unsere Kritik zur Episode findet ihr hier.

The Iron Throne - Kritik zum Serienfinale von Game of Thrones

SPOILER

Nach acht Jahren, acht Staffeln und 73 Episoden ist der Kampf um den Eisernen Thron entschieden. Mit "The Iron Throne" trägt das Serienfinale von Game of Thrones den passenden Namen, denn die Frage des Herrschers wird nun final geklärt. Der Weg dahin brachte allerdings einiges an Drama, dem dann ein bittersüßes Ende folgte.

Das Ende der Königin

Ob und wie gut "The Iron Throne" funktioniert, hängt vermutlich sehr stark davon ab, ob man sich als Zuschauer mit den Geschehnissen in der vergangenen Episode arrangiert/abgefunden hat. "The Bells" traf, freundlich ausgedrückt, eher auf kontroverse Zuschauerreaktionen, wobei vor allem die Wandlung von Daenerys als zu abrupt oder nicht nachvollziehbar kritisiert wurde. Im Staffelfinale gibt es zu dem Thema auch generell keine Diskussion mehr. Die Königin beschreitet endgültig den Pfad der dunklen Seite der Macht und ängstigt ihre einst engsten Verbündeten Jon und Tyrion nicht nur durch brutale Befehle in Hinblick auf die überlebenden Lannister-Soldaten, sondern auch mit einer brachialen Ansprache.

In einer parallelen Welt, in der Game of Thrones nicht zwei verkürzte Staffeln Zeit hatte, um seine Geschichte zu beenden, sondern drei komplette Staffeln erhalten hat, wäre sicherlich auch hier mehr Platz für die Ausarbeitung der Figuren und ihre Entwicklung gewesen. Auch wenn Tyrion im späteren Verlauf noch einmal auf die wiederholten grausamen Taten der Königin hinweist, und dabei auch dem Zuschauer den Spiegel vor das Gesicht hält (so lange die Grausamkeiten gegenüber bösen Männern begangen wurden, waren sie akzeptabel), ist die Entwicklung immer noch schwer zu akzeptieren. Schließlich ist Daenerys auch die Frau, die ihre Drachen einmal für Monate einsperrte, weil sie für den Tod eines Kindes verantwortlich waren. Dass diese Königin nun ohne ein Wimperzucken selbst ganze Familien auslöscht und dabei keine Schuld fühlt, ist trotz der Dinge, die ihr in Westeros wiederfahren sind, schwer nachvollziehbar.

Auf der anderen Seite nehmen sich die Autoren dagegen sehr viel Zeit für Jons Entscheidung. Hier dauert es beinah zu lang und man möchte ihn schon während seines Gesprächs mit Tyrion schütteln. Vielleicht wäre die Sache etwas anders gewesen, wenn Jons Liebe zuletzt nachvollziehbarer gewesen wäre. Letztendlich liefen seine letzten Treffen mit Daenerys aber immer darauf hinaus, dass er sie zuerst abwies und ihr dann seine Treue versicherte. Unsterbliche Liebe sieht anders aus. Der finale Moment zwischen den beiden Figuren ist allerdings sehr gut inszeniert, vor allem wenn man vergessen kann, welche Abkürzungen die Autoren genommen haben, um diesen zu erreichen.

Dass dabei auch der Eiserne Throne sein Ende findet, ist auf der einen Seite ebenfalls irgendwie passend. Mit dem Ende der Targaryens wird auch der Thron eingeschmolzen. Es wirkt aber wieder etwas gewollt, dass es dann ausgerechnet der Drache ist, der den Thron quasi eindampft, die Szene an sich macht dies aber nicht weniger eindrucksvoll.

Game of Thrones Staffel 8.06

Der letzte Lannister

Auch wenn Jon und Daenerys wichtige Rollen spielen, die klare Hauptfigur des Serienfinales ist Tyrion Lannister. Der Letzte der Lannister war fast in allen wichtigen Momenten der Folge vertreten und drückte ihnen seinen Stempel auf. Hier muss man auch noch einmal den Hut vor Peter Dinklage ziehen, der für eine der besten TV-Darstellungen überhaupt verantwortlich war und im Staffelfinale noch einmal sein ganzes Können zeigen darf. Bisher wurde der Darsteller schon drei Mal für seine Arbeit in Game of Thrones mit einem Emmy ausgezeichnet, nach dieser Folge ist ein vierter Preis alles andere als unwahrscheinlich.

Tyrion ist es auch, der am Ende die Frage des neuen Herrschers entscheidet. Neben der Wahl von Bran, die aus Tyrions Sicht durchaus nachvollziehbar ist, während sie auf der anderen Seite so gar nicht zu Brans Charakter passen will, ist auch die Art und Weise der Entscheidungsfindung wieder etwas arg einfach. Nachdem mehrere Jahre lang jeder Adlige mit einer halbwegs großen Armee seinen Anspruch auf den Thron anmelden konnte, wird die Sache nun sehr schnell und ohne Diskussion abgenickt. Gleiches gilt auch für die Entscheidung, dass der Norden nun selbstständig wird. Dies wird ebenfalls ohne große Kontroverse hingenommen und es darf durchaus die Frage gestellt werden, warum die anderen Königreich sich Bran überhaupt unterordnen.

Auch ist es etwas unverständlich, was genau Figuren wie Ser Davos oder Ser Brienne überhaupt bei dem Treffen verloren haben, abgesehen davon, dass die Charaktere Hauptfiguren in Game of Thrones sind. Mit mehr Zeit wäre die Szene sicherlich etwas nachvollziehbarer gewesen, aber diesen Kritikpunkt hat man nun auch schon oft genug angebracht. Die Frage nach dem neuen König musste geklärt werden und die Lösung an sich, dürfte zumindest für die Menschen von Westeros keine schlechte sein.

Game of Thrones Staffel 8.06

Was am Ende bleibt

Nachdem der neue König gefunden ist, heißt es nun Abschied nehmen und dies nicht nur für die Zuschauer. Jon wird gewissermaßen aus dem Reich verbannt, wobei Tyrion die Entscheidung als eine bezeichnet, mit der niemand wirklich zufrieden ist und die daher wohl der ideale Kompromiss war. Beinah möchte man diese Aussage auf das Ende von Game of Thrones selbst beziehen. Der gewaltigen Erwartungshaltung der Fans an die finalen Folgen konnten die Macher am Ende vielleicht einfach nicht gerecht werden und so ist die finale Staffel vielleicht der Kompromiss, der zwar immer noch unterhält, aber niemanden wirklich zufriedenstellt.

Auf der anderen Seite fühlt sich das Ende für viele Figuren zumindest richtig an. Jon ist zurück im Norden, vereint mit einem Freund und seinem treuen Wolf, ohne die Verantwortung, die er nie wirklich wollte. Sansa ist unabhängig und muss sich niemandem gegenüber rechtfertigen. Arya sucht eine neue Herausforderung, während Tyrion nun die Chance bekommt, ein besseres Königreich aufzubauen. Dabei hat er mit Bronn, Sam, Ser Davos und Ser Brienne tatkräftige Unterstützung (das Ganze hat sogar durchaus Potenzial für eine Comedyserie).

Trotz des an sich positiven Endes vermeiden die Macher von Game of Thrones ein süßes Happy End und lassen die Figuren mit einer gewissen Bitternis zurück. Zu viele Menschen mussten sterben, um in der Welt von Westeros an diesen Punkt zu kommen. Als Zuschauer fällt das Abschiednehmen am Ende ebenfalls nicht leicht. Auch wenn die 8. Staffel es vielen Fans nicht einfach gemacht hat, war Game of Thrones doch ein Fernsehereignis, wie es bisher noch nie zu sehen war. Trotz holprigen Endes lieferte Game of Thrones in seinen acht Jahren doch so viele tolle, spannende, tragische und mitunter auch witzige Momente, wie nur wenige Serien es bisher geschafft haben.

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Dragons: Der Podcast zu Game of Thrones 8.05

PODCAST

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In "The Bell" ging der Kampf um den Eisernen Thron endgültig in die heiße Phase. Wirklich heiß.

Game of Thrones wird ohnehin an so ziemlich allen Orten beinahe immer diskutiert. Doch diese Woche schlägt die vorletzte Episode der Serie besonders hohe Wellen und erntet ordentlich Kritik. Es macht gar eine Petition die Runde, die HBO bewegen soll doch bitte ein neues, alternatives Ende produzieren zu lassen.

So weit geht es bei uns nicht, doch auch Hannes, Johannes, Nele und Anne sind alles andere als zufrieden. Trotz der durchaus gelungenen Inszenierung mit beeindruckenden Bildern.

Dabei liegt das Problem gar nicht darin, dass etwas konkretes nicht so gekommen ist wie gewünscht. Wirklich feste Erwartungen für die Figuren gab es ohnehin nicht. Aber es mag den Schreibern nicht so recht gelingen, nachvollziehbar zu den scheinbar vorgegebenen Endpunkten zu gelangen, ohne teilweise die komplette Charakterentwicklung der vergangenen Jahre zu ignorieren.

Der Podcast wird abermals von der wunderbaren Musik von Jens Dewald eingerahmt.

Game of Thrones: Trailer und Bilder zum Serienfinale

Alles ist bereit für das große Finale von Game of Thrones. Am Sonntag zeigt der amerikanische Sender HBO die letzte Folge seiner Erfolgsserie. Deren Titel wird nach wie vor geheim gehalten, dafür wurden im Vorfeld nun aber ein paar Bilder und ein kurzer Trailer veröffentlicht. Diese geben schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das Ende der Serie.

Nachdem die Schlacht um Kings Landing geschlagen ist, dürfte sich im Finale nun entscheiden, wer den Platz auf dem Eisernen Thron einnimmt. Zudem wird sich der eine oder andere Charakter mit seinen Entscheidungen in der vorletzten Serienfolge auseinandersetzen. So dürften viele Menschen alles andere als glücklich über Daenerys und ihre Art der Schlachtführung in Kings Landing sein, während die Königin selbst ebenfalls noch ein paar offene Rechnungen hat.

Auch wenn sich die kritischen Stimmen der Fans zur aktuellen Handlung mehren, die Popularität von Game of Thrones ist ungebrochen. So schalteten bei der Ausstrahlung der vergangenen Episode in den USA 12,5 Millionen Menschen ein. Keine Serie lief bei HBO bisher besser. Rechnet man die digitalen Zahlen von HBO GO und HBO Now noch hinzu, kommt die Episode sogar auf 18,4 Millionen Live-Zuschauer.

Wer sich die Zeit bis zum Finale noch etwas vertreiben möchte, der kann sich ein umfangreiches Making-of zur letzten Folge ansehen. Unsere Kritik zu der Episode gibt es hier.

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Game of Thrones | Season 8 Episode 6 | Preview (HBO)

Game of Thrones | Season 8 Episode 5 | Game Revealed (HBO)

The Bells - Kritik zu Game of Thrones 8.05

SPOILER

In der vorletzten Episode liefern die Macher von Game of Thrones noch einmal ein optisches Highlight ab. Die Schlacht um King's Landing ist gekommen und erweist sich in Hinblick auf einige Hauptfiguren der Serie als tödlicher als der Kampf gegen den Nachtkönig. Leider offenbart "The Bells" aber inhaltlich so einige Schwächen.

Zwei Seiten einer Medaille

Wer bei Game of Thrones auf die Auswahl der Regisseure achtet, der weiß, wenn der Name Miguel Sapochnik fällt, geht es actionreich zur Sache. Sapochnik ist für fast jede große Schlacht der Serie verantwortlich und vor diesem Hintergrund war es keine Überraschung, dass die Serienmacher auch die Auseinandersetzung um Kings Landing in seine Hände legten. Aus inszenatorischer Sicht hat sich dies auch erneut voll ausgezahlt. "The Bells" ist ein visuelles Highlight selbst für eine Serie, die für hohe Schauwerte bekannt ist. Die Bilder, die der Regisseur auf die Fernsehbildschirme bringt, reißen einfach mit, wobei besonders das Leid der Zivilbevölkerung sehr intensiv eingefangen wurde.

Dummerweise können das Drehbuch und die Entwicklung der Figuren mit den Schauwerten nicht mithalten. Erneut offenbart Game of Thrones seine in den letzten Staffeln entwickelte Schwäche, Dinge über das Knie zu brechen, einfach weil keine Zeit für eine vernünftige Entwicklung vorhanden ist. So verhalten sich Figuren in "The Bells" nicht nur wieder einmal unchrakertisch dumm, es kommt auch zu Entscheidungen, die sich einfach falsch anfühlen beziehungsweise deren amateurhafter Aufbau viel kaputt macht. An erster Stelle wäre da natürlich die Drachenkönigin zu nennen.

Die Akte Daenerys

Dass Daenerys einen gewissen Wahnsinn in sich trägt, wurde im Laufe der Serie immer wieder einmal eingestreut. In Staffel 7 und 8 haben die Autoren die Königin dann zusätzlich eine ganze Reihe von Niederlagen erleiden lassen und zudem zunehmend isoliert. Trotzdem wirkt die Entscheidung, eine ganze Stadt und ihre Bevölkerung niederzubrennen, nicht nachvollziehbar. Zu einem Zeitpunkt, an dem Daenerys die Schlacht gewonnen hat, wird sie plötzlich zu einer Massenmörderin. Hätte es in diesem Moment irgendeinen Auslöser gegeben, wäre die Sache vielleicht etwas glaubhafter gewesen. Letztendlich ist die gesamte Schlacht aber ein einziger Triumph für Daenerys, sodass ihre Entscheidung einfach nur wie ein billiger Schockmoment wirkt.

Vieles davon hätte sich mit einem vernünftigen Aufbau vermeiden lassen. Daenerys wurde sechs Staffeln lang als die Heldin und Retterin für die Zuschauer aufgebaut, nur um sich dann in einer überschaubaren Anzahl von Episoden zu einer wahnsinnigen Königin reduzieren zu lassen. Klar gab es immer wieder Anzeichen, das Umlegen des Schalters kommt aber dann trotzdem zu plötzlich, vor allem weil ihre Tat einfach zu brutal ist. In gewisser Weise lässt sich die Entwicklung mit Anakin Skywalker in den Star-Wars-Prequels vergleichen. Auch da gab es hier und da Anspielungen, am Ende war der Wandel aber nicht wirklich nachvollziehbar, sondern fand einfach nur statt, weil er zu einem bestimmten Punkt passieren musste.

Game of Thrones Staffel 8.05

Mal funktioniert's, mal nicht

Die Entwicklung von Daenerys ist nicht die einzige fragwürdige Drehbuchentscheidung in "The Bells". Auch die Art und Weise wie die Schlacht verläuft, dürfte einigen Zuschauern sauer aufstoßen. Wurden die Harpunen gegen die Drachen in der vergangenen Folge noch als Wunderwaffe präsentiert, haben sie plötzlich überhaupt keinen Effekt mehr. Das Ganze geht soweit, dass die Waffen auf den Burgmauern noch nicht einmal geladen scheinen, wenn Daenerys und Drogo auftauchen. Tatsächlich scheinen die Kämpfer von King's Landing nun genauso unvorbereitet auf den Drachen wie in der vergangenen Woche Daenerys beim Angriff der Iron Fleet. Hier biegen sich die Autoren leider vieles so zurecht, wie sie es gerade brauchen.

Dies gilt auch für Lord Varys, dem ersten namhaften Opfer der Episode. Der Konflikt zwischen Varys und Tyrion rund um die Frage, wem man denn nun Loyalität schuldet, hatte das Potenzial für einen spannenden Handlungsstrang. Da dafür aber die Zeit fehlt, wird Varys abserviert. Der Mann, der über Jahrzehnte im Hintergrund Komplotte schmiedete, ist nun tatsächlich so dumm, sich einfach erwischen zu lassen. Im Gegensatz zu seinem einstigen Kollegen Littlefinger gibt es zudem nicht einmal einen Grund. Bei Littlefinger konnte man argumentieren, dass dieser sich von seiner Liebe zu Sansa blenden ließ. Varys war dagegen überhaupt nicht dazu gezwungen, ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt und so sorglos aktiv zu werden. Einzig die Tatsache, dass Game of Thrones nächste Woche endet, sorgte für diese Entwicklung.

Game of Thrones Staffel 8.05

Doppeltes Duell

Zu den optischen Highlights von "The Bells" zählte auch die lang erwartete Konfrontation zwischen Sandor und seinem Bruder Gregor. Die Inszenierung der Auseinandersetzung ist, wie so vieles in der Folge, hervorragend und auch das Ende erweist sich als spektakulär. Auch hier handelt es sich aber wieder mehr um Schein als Sein. So beeindruckend der Kampf ist, so sehr fühlt er sich wie Fanservice an.

Ein Duell der beiden Brüder wurde erwartet, also muss es unbedingt noch in die Folge. Die Entwicklung dahin mag aber nicht so recht überzeugen. Klar, hat Sandor den Hass auf seinen Bruder nie hinter sich gelassen, aber so wirklich spielte dieser für die Figur in den vergangenen Jahren kaum eine Rolle. Warum er unbedingt jetzt seinen Bruder konfrontieren muss, ist daher nicht nachvollziehbar. Immerhin bringt die Folge die Beziehung zwischen Sandor und Arya zu einem runden Abschluss. Die wirklich schöne Abschiedsszene funktioniert aber vor allem, weil sie über einen Zeitraum aufgebaut wurde.

Während das erste Duell zumindest optisch überzeugen kann, ist der zweite Zweikampf leider vollkommen unnötig. Dies beginnt bereits damit, dass Jamie überhaupt versucht, wieder in die Stadt zu schleichen. Dass es ihn am Ende wieder zu seiner Schwester zieht, macht die Figur irgendwie kaputt. Jamie Lannister war ohne Zweifel die Figur, welche die größte Entwicklung in Game of Thrones durchmachte, nur um dann am Ende doch wieder zu seiner Schwester zurückzulaufen. Ähnlich wie bei Arya und Sandor gibt es aber auch für Jamie eine schöne Abschiedsszene, allerdings nicht mit Cersei, sondern seinem Bruder Tyrion. Auch dieser Moment ist sehr gelungen.

Dafür erscheint der Kampf zwischen Jamie und Euron Greyjoy komplett unnötig. Auch ohne seine Verletzungen hätten Jamie und Cersei in den Katakomben den Tod finden können, während vermutlich kein Zuschauer Euron eine Träne nachgeweint hätte, wenn dieser einfach ertrunken wäre. So durfte er noch einen letzten sinnfreien Auftritt absolvieren, in einem Kampf, der weder sonderlich spannend noch irgendwie herausragend inszeniert war.

Game of Thrones Staffel 8.05

Feuer und Asche

Gemeinsam mit Jamie findet auch Cersei kurz vor dem Serienfinale ihr Ende. Allen Fantheorien zum Trotz gibt es am Ende tatsächlich niemanden, der die aktuelle Besitzerin des Eisernen Thrones tötet. Stattdessen ist es die einstürzende Stadt. Das mag vielleicht nicht das große Highlight sein, allerdings war es auch lange Zeit ein Markenzeichen von Game of Thrones, dass nicht jeder Antagonist auch wirklich ein befriedigendes Ende aus Sicht der Zuschauer erlebt. In gewisser Weise geht es zumindest in diesem Punkt zurück an die Wurzeln.

Faktisch unsterblich ist dagegen Arya, zumindest bis zum Serienfinale. Die Szenen der jüngsten Stark in Kings Landing sind in jedem Falle sehr mitreißend und zeigen die Schrecken des Krieges auf extreme Weise. Trotzdem ist es nicht sehr realistisch, was Arya im Laufe der letzten Minuten alles überlebt, vor allem wenn man bedenkt, dass alles um sie herum stirbt.

Fazit

Mit der vorletzten Episode liefern die Macher von Game of Thrones erneut ein optisches Highlight ab. Die Schlacht um Kings Landing ist extrem emotional inszeniert und bietet viele Schauwerte. Leider scheitert die Sache am Drehbuch. Viele getroffene Entscheidungen wirken sehr gewollt. Die fehlende Zeit für eine nachvollziehbare Entwicklung der Figuren, die seit einiger Zeit ein zunehmendes Problem der Serie wird, findet hier ihren negativen Höhepunkt und dürfte die Angst vieler Zuschauer in Hinblick auf ein enttäuschendes Serienfinale noch weiter schüren.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© HBO

Game of Thrones: Trailer und Bilder zu Episode 8.05

Game of Thrones neigt sich dem Ende zu. Am Sonntag zeigt der Sender HBO die fünfte Folge der 8. Staffel, bei der es sich auch gleichzeitig um die vorletzte Episode der Serie überhaupt handelt. Für die Folge wurden im Vorfeld nun ein Trailer und eine Reihe von Bildern veröffentlicht.

Wie gewohnt halten sich die Informationen zur Episode in Grenzen. So gibt es beispielsweise auch noch keinen offiziellen Titel. Es darf allerdings davon ausgegangen werden, dass in dieser Folge der Kampf um Kings Landing auf dem Programm steht. Die Inszenierung übernahm dabei erneut Miguel Sapochnik.

Der Regisseur war zuvor unter anderem für die Folgen "Hardhome" und "Die Schlacht der Bastarde" verantwortlich. Zudem inszenierte er in Staffel 8 die Schlacht um Winterfell. Entsprechend dürfte auch die 5. Folge eine actionreiche Angelegenheit werden, wobei die Zuschauer dieses Mal wohl keine Helligkeitsprobleme bekommen sollten.

Wer sich vor dem Start der Folge noch einmal auf Game of Thrones einstimmen möchte, denen empfehlen wir einen Blick auf das ausführliche Making-of zur vergangenen Episode The Last of the Starks. Die Kritik zur Folge gibt es hier.

Game of Thrones | Season 8 Episode 5 | Preview (HBO)

Game of Thrones | Season 8 Episode 4 | Game Revealed (HBO)

Game of Thrones: Microsoft veröffentlich mysteriösen Teaser auf Twitter

Nur 12 Sekunden dauert der kleine Teaser, den Microsoft kürzlich über den Xbox-Twitter-Account veröffentlicht hat. Zu sehen sind jede Menge Feuer und am Ende des Teasers das Wappen des Hauses Targaryen. Untertitelt ist das Ganze mit "And now your wait begins. Stay tuned". Wobei es sich bei dem angekündigten Projekt handelt, wird aber nicht mit Sicherheit klar.

Möglicherweise arbeitet Microsoft an einem Rollenspiel im Fantasy-Universum von Game of Thrones. Gerüchte über ein solches Spiel gab es schon einmal vor etwa zwei Jahren. Zu dieser Zeit hieß es aber, dass Bethesda an einem solchen Spiel arbeiten würde. Bei den Gerüchten soll es sich im Nachhinein aber um Falschinformationen gehandelt haben.

Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass die Spieler bereits auf der diesjährigen E3 neue Informationen zu dem mysteriösen Teaser erhalten. Immerhin hat Microsoft eine der größten Pressekonferenzen angekündigt, die das Unternehmen bisher hatte. Aber auch Bethesda käme immer noch als Kandidat in Frage. Immerhin hat das Studio bereits erklärt, dass es dieses Jahr keine Neuigkeiten zu The Elder Scrolls 6 und Starfield geben wird. Die Ankündigung eines Spiels im Game-of-Thrones-Universum wäre mit Sicherheit ein guter Ersatz.

Als Entwickler kämen aber auch Obsidian Entertainment oder inXile infrage. Im vergangenen Jahr kaufte Microsoft beide Studios. Bleibt abzuwarten, wann die Spieler mehr Informationen zu dem Teaser erhalten.  

 

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