Game of Thrones

Die meist-heruntergeladensten Serien sind ...

Die Serie Game Of Thrones hat sich zum zweiten Jahr in Folge auf Platz eins der meist-heruntergeladenen Serien gehalten. Seltsam ist dabei, dass die Show laut Torrentfreaksogar mehr Downloads (5.900.000) als Zuschauer (5.500.000) hatte, während es bei den Plätzen zwei bis zehn meist andersherum war.

  1. Game of Thrones (5.900.000 Downloads / 5.500.000 Zuschauer)
  2. Breaking Bad  (4.200.000 / 10.280.000)
  3. The Walking Dead (3.600.000 / 16.110.000)
  4. The Big Bang Theory (3.400.000 / 20.440.000)
  5. Dexter (3.100.000 / 2.800.000)
  6. How I Met Your Mother (3.000.000 / 9.400.000)
  7. Suits (2.600.000 / 3.520.000)
  8. Homeland (2.400.000 / 2.380.000)
  9. Vikings (2.300.000 / 6.000.000)
  10. Arrow (2.200.000 / 3.240.000)

Mini-Teaser für vierte Staffel Game of Thrones

Und wenn wir sagen "Mini", dann ist das auch ernst gemeint. Ganze sechs Sekunden sind es geworden, versteckt in einem Promo-Video, mit dem HBO seine aktuellen und neuen Serien bewirbt. Falls euch True Blood, Silicon Valley, True Detective usw. nicht interessieren, könnt ihr im folgenden Video die ersten 1:36 Minuten ignorieren und die letzten 58 Sekunden auch...

HBO's End of Year Promo (LQ)

Zeit für Abenteuer: Spiel zu Game of Thrones kommt

Telltale Games hat bekannt gegeben, dass es Game of Thrones als eine Reihe von Videospielen adaptieren wird. Das gleiche serielle Format hat das Entwicklerstudio schon mit großem Erfolg bei der Adaption von The Walking Dead verwendet und es bietet sich auch für George R.R. Martins komplexe und dicht bevölkerte (mit gelegentlichen Verlusten) Welt an. Die Spiele entstehen in Zusammenarbeit mit HBO und basieren auf der Serie, nicht auf den Büchern. Wernn Telltale Game sich treu bleibt, darf man ein Point-and-Click-Adventure mit gelegentlichen Kampfeinlagen erwarten und eine Handlung, die sehr stark von den eigenen Entscheidungen bestimmt wird. Game of Thrones soll 2014 herauskommen, die zweite Staffel The Walking Dead erscheint am 17. Dezember.

Das Studio hat außerdem einen Spin-off zu Borderlands mit dem Titel Tales from the Borderlands angekündigt. Auch diese Serie soll 2014 starten.

VGX 2013: Game of Thrones Telltale Reveal

VGX 2013: Tales from the Borderlands

Bastelstunde: Schneeflocken zu Star Wars & Game of Thrones

Advent, Advent: Holt Papier und Schere raus, heute basteln wir gemeinsam schöne Schneeflocken mit Star-Wars- und Game-of-Thrones-Mustern.

Bei Anthony Herrera Designs könnt ihr euch die Vorlage für 13 Star-Wars-Flocken runterladen und ausdrucken. Von Darth Vader bis Rancor ist alles dabei.

Wem die Symbole der verschiedenen Häuser aus Game of Thrones besser gefallen, wird bei Krystal Higgins fündig. Die typischen Embleme und Wappen der Häuser Stark, Targaryen, Lannister, Baratheon, Greyjoy und Tully könnt ihr dort ebenfalls herunterladen, ausdrucken und drauf losschneiden.

Viel Spaß dabei!

Thor 2: Interview mit Regisseur Alan Taylor und Kevin Feige

SPOILER

Produzent Louis D'Esposito, Tom Hiddleston, Regisseur Alan Taylor, Natalie Portman, Chris Hemsworth und Produzent Kevin Feige.

Produzent Louis D'Esposito (von links), Tom Hiddleston, Alan Taylor, Natalie Portman, Chris Hemsworth und Kevin Feige.

Die Stars und Macher von Thor: The Dark World sind vor Kurzem zur Premiere des Films nach Deutschland gekommen und Susanne von Robots-and-Dragons hat die Gelegenheit genutzt, mit ihnen über das neueste Werk aus dem Marvel-Universum zu unterhalten. Für die, die es nicht wissen, Produzent Kevin Feige ist gleichzeitig Herr über das gesamte Marvel-Filmuniversum und Alan Taylor ist der Regisseur des Streifens, der sich seine Sporen bei Game Of Thrones verdient hat.

Achtung - im Text verbirgt sich ein dicker Spoiler, der noch einmal gekennzeichnet ist. Wer vorab nichts wissen will, sollte diese Frage überspringen. Außerdem legen wir euch noch die Filmkritik von Cornelia Stegemann ans Herz.

Was war die größte Herausforderung, diese Geschichte zu erzählen?

Alan Taylor: Es gab unendlich viele Herausforderungen, was soll ich nur auswählen? Ich denke, die Geschichte und die Charaktere weiterzuführen. Ich musste erst einmal auf die Geschichte hören. Die Charaktere wurden im ersten Film so gut von Ken Branagh auf den Weg gebracht, dass wir uns wirklich Gedanken um sie machen. Dann war es eine Herausforderung, zu überlegen, welches neue Territorium sie glaubhafterweise als Nächstes erobern würden. Wir haben Glück, dass wir diese Schatzkiste haben und das Chris [Hemsworth], der Thor spielt, und Tom [Hiddleston], der Loki spielt alles getan haben, worum wir sie gebeten haben. Letzten Endes mussten wir diese Beziehung nur so weit vorantreiben, wie wir konnten.

Tom Hiddleston und Chris Hemsworth

Ich denke, viele haben gelesen, dass Joss Whedon beim Script Hand angelegt hat. Alan und Kevin, könnt ihr uns verraten, welche Szenen das waren?

Feige: Das wurde etwas übertrieben. Wir arbeiten auf Age Of Ultron, den nächsten Avengers-Film hin, darum halten wir Joss über alles auf dem Laufenden, damit er weiß, wo die Charaktere stehen, die er in Avengers zurückbekommt. Aber natürlich hat er auch ein enormes Talent, wenn er also einen Vorschlag oder einen Rat bei einer frühen Version des Scripts beisteuern will, hören wir uns das natürlich an.
Ich habe einige Leute sagen hören, dass der Humor in
The Dark Kingdom so gut wäre, die dann fragten, ob das alles auf Joss Whedons Einfluss zurückzuführen wäre – so ist es aber nicht. Die Szene, die mir einfällt ist die mit Loki und Thor auf dem Boot. Joss hat einige dieser Textzeilen vorgeschlagen.

Taylor: Genau, die Szene und die, in der Thor und Jane sich zum ersten Mal wiedersehen. In beiden Fällen standen die Szenen bereits im Script und Marvel hat halt Zugang zu unglaublichen Menschen. Er [Joss] kam, ist die Szenen einmal durchgegangen und ist wie ein echter Superheld wieder ausgeflogen. So habe ich diesen Moment beschrieben und es ist wohl viral gegangen, weil ich die Worte „Joss“ „Whedon“ benutzt habe (lacht).

Ihr habt bei diesem Film mehr auf die visuellen Aspekte geachtet, als Branagh, oder?

Taylor: Ja, das stimmt. Einen Look zu entwickeln, der über die Geschichte und die Charaktere, hinausgeht, ist mir sehr wichtig. Vielleicht liegt es daran, dass ich einige Zeit in einer schmutzigen Fantasiewelt (lacht) namens Game Of Thrones verbracht habe und mir das deswegen noch im Blut lag. Ich denke, wir haben die Chance ergriffen um Asgard und Vanaheim und all diese anderen Reiche so darzustellen, dass sie sich sehr real anfühlen. Marvel schien darauf offensichtlich bei dieser Art Geschichte auch Lust zu haben. Kevin [Feige], vielleicht gibst du uns noch eine Rechtfertigung dafür, dass die Welt im ersten Film etwas sauberer ausgesehen hat und nun etwas schmutziger geworden ist.

Kevin Feige: Natürlich haben wir beim ersten Film auch auf die visuellen Aspekte geachtet. Der ursprüngliche Produktionsdesigner Bo Welch hat den Look von Asgard, den Bifröst und Heimdalls Observatorium geschaffen. Wir wollten die Geschichte auf das Level der Straße hinunterbrechen. Wo leben die Menschen, wo gehen sie hin, um etwas zu trinken und zu feiern? Und ja, im ersten Film, als wir Asgard zum ersten Mal besuchen, war alles für die Krönung gesäubert und zurechtgemacht worden. Nun ist einige Zeit vergangen und alles ist etwas verwohnter.

Alan TaylorAlan, hast du ein bisschen von Game Of Thones nach Asgard gebracht?

Taylor: Vielleicht unterbewusst. Ich wollte gerne in Island drehen, so wie wir das bei Game Of Thrones gemacht haben. Ich wollte gerne so viel wie möglich an Originalschauplätzen mit echten Sets arbeiten, das war eine bewusste Entscheidung, aber das habe ich bei Game Of Thrones so gelernt. Natürlich läuft da unterbewusst etwas ab. Beide Welten sind offensichtlich so andersartig. Die Grundaufgabe ist, ein Fantasiereich einer gewissen Größe zu nehmen und sie zugänglich und glaubwürdig zu machen und dich glauben zu machen, dass du mit ihr ein vertrautes Verhältnis hast. Das kann man so ungefähr vergleichen. Aber diese Welt ist viel lustiger (lacht)

[Achtung Spoiler!!!]

Nun, da du Game Of Thrones erwähnt hast, muss ich nach einer Gemeinsamkeit fragen. In der Begräbnisszene wurde ein Boot mit einem Pfeil in Brand gesetzt – war das einer Referenz an die Serie?

(lacht) Nun, es gibt ein paar Sachen, die gleichzeitig passiert sind. Das war in unserem Fall wirklich nur eine Verbeugung vor der historischen Mythologie, Wikingerritualen und keltischer, germanischer und nordischer Symbolik. Das war eine wunderschöne Sache. Als wir erst einmal wussten, dass wir jemand Wichtiges umbringen würden, war es schön, ein echtes Begräbnis zeigen zu können. Game Of Thrones hat letzten Endes in der gleichzeitig gedrehten Staffel das Gleiche gemacht, was ich nicht wusste. Dann gibt es ja auch noch die Parallele mit abgehackten Körperteilen (lacht).

Eine Frage an Kevin: Wie ist es, das Marvel-Filmuniversum zu gestalten und dann auch noch die neue TV-Serie einzubinden? Das hat noch niemand vorher getan.

Feige: Die Filme miteinander zu verknüpfen, das machen wir inzwischen ein paar Jahre. Wir haben ein eng verbundenes Netz in den Marvel-Studios und unter den Produzenten und ausführenden Produzenten ein sehr gut funktionierendes System geschaffen. Die TV-Division ist neu bei Marvel und Agents of S.H.I.E.L.D. ist ihr erstes Projekt. Dabei werden auch Stichworte aus den Filmen aufgenommen. Die Serie ist so entwickelt, dass sie für sich selbst stehen kann und eigene Geschichten erzählt, aber gelegentlich wird, weil beides in derselben Welt spielt, in den Filmen etwas passieren, das sich auch in der Serie niederschlägt. Wir arbeiten daran, irgendwann auch ein paar andere Charaktere auf den Bildschirm zu bringen.

Die Produzenten Louis D'Esposito (links) und Kevin Feige

Leitet Thor 2 die Fortsetzung von The Avengers ein?

Feige: Ja, genauso wie Iron Man 3. Thor hat – ohne diejenigen, die den Film noch nicht gesehen habe zu Spoilern – am Ende von The Dark Kingdom eine wichtige Entscheidung getroffen. Das wird beeinflussen, wo wir ihn am Anfang von Avengers 2 treffen. Für Tony Stark ist es das Gleiche. Der Film, der die meiste Verbindung zu allem hat und primäre Brücke zwischen Avengers und Avengers 2 fungieren wird Captain America: Return Of The First Avenger, der im nächsten Jahr herauskommt.

Du hast an einer ausgezeichneten Fernsehserie gearbeitet, Alan. Glaubst du, dass das Fernsehen heutzutage besser geeignet ist, große, mythologische Geschichten zu erzählen?

Taylor: Das ist eine Frage, die ich mir auch immer wieder stelle, weil ich ständig zwischen Film und TV hin und hergewechselt bin. Fast jede Welt, die man sich aussucht, wird schnell kompliziert. Groß? (lacht) Ob man große Geschichten besser im Fernsehen erzählen kann? Manchmal ja und manchmal nein. Das Fernsehen ist toll, weil man eine gewisse Dauer hat und eine Geschichte über eine bestimmte Zeit verteilt erzählen kann. Man kann tiefer in die Charaktere einsteigen, sie bekommen unterschiedliche Schichten, auch sekundäre Charaktere. In diesem Sinne ist TV fantastisch und groß. Ein Teil von mir genießt beim Regieführen diese Art der Darstellung und es ist toll, große Sachen zu machen. Wenn die Produktion groß wird und die Welt groß wird, dann wird auch der Bildschirm groß. Für Regisseure ist es heutzutage wohl ideal, sich daran zu gewöhnen, zwischen beiden Medien hin und herzuwechseln, um die Freude die du beim Fernsehen hast erleben kannst und ebenso beim Film. Soderbergh macht jetzt TV, Ang Lee hat für einen Pilotfilm unterschrieben.

Alan Taylor mit Jaimie Alexander (Sif) am Set.

Alan, du scheinst von historischen Projekten fasziniert zu sein, gibt es dafür einen Grund?

Ich glaube, dass das wahrscheinlich die Schuld meiner Mutter ist. Sie ist mit uns nach Italien gezogen, als ich noch sehr jung war. Sie hat uns durch alle möglichen Kirchen geschleppt, um uns die Bilder anzusehen, weil sie das studiert hat. Ich habe auch ziemlich lange Geschichte studiert. Ich bin auch mal nach Deutschland gekommen und zwar nach Murnau, südlich von München, um beim Goethe-Institut Deutsch zu lernen.

Du bist doch auch mit einer Deutschen verheiratet?

Taylor: Da sieht man mal, wie weit ich bereit bin, zu gehen (lacht).

Hast du einen Lieblingssatz auf Deutsch?

Taylor: Jaaaa....

Können wir den hören?

Taylor: Vielleicht. Aber um erst einmal die Frage zu beantworten, ich habe erst auf einen Ph.D. hingearbeitet und bin dann auf die NYU gewechselt, um Film zu studieren. Darum fühle ich mich zu Projekten wie Deadwood, Rome oder Game Of Thrones hingezogen. Ich finde es toll, wenn ich zusammenfügen kann, was zu einem glaubwürdigen, historischen Reich wird. Jetzt fühle ich mich wie eine Eintagsfliege, ich kann nur einen Satz auf Deutsch sagen.

Lass hören.

Taylor: Ähhh. Nie habe ich ein Mädchen so geliebt wie dich.

Gut gemacht!

Taylor: Jetzt werde ich rot.

Nach dem Abspann gibt es ja noch zwei Szenen.

Taylor: Ja, das hat Marvel schon so gemacht, als ich dazugestoßen bin. Ich finde es toll, es ist so, als ob man auf den Hinterhof geht und etwas ausgräbt. Da die Filme immer komplizierter werden, bleiben nur die übrig, die gewillt sind, zu warten.

Feige: Die Szene, die einen Hinweis auf weitere Filme gibt, kommt sehr schnell im Abspann. Die Szene ganz am Ende ist nur so zum Spaß.

Taylor: Die letzte Einstellung ist eine meiner Liebsten im ganzen Film (lacht). Das haben wir sehr spät angefügt und ich finde sie sehr sehr schön.

Loki guckt mal wieder listig

Werden wir jemals einen Loki-Film sehen?

Feige: Viele haben angefangen, danach zu fragen. Ich liebe das, weil es zeigt, dass die Leute wirklich gut finden, was wir und Hiddleston mit Loki gemacht haben. Wir haben schon eine Idee, wo wir mit ihm hinwollen, aber Loki-Storys sind die besten Thor-Storys und umgekehrt. Wenn wir ihn daraus herauslösen, könnte es sein, dass wir ihm die Grundlage entziehen, auf deren Basis ihn viele Fans so sehr lieben. Aber wir denken mit Sicherheit darüber nach.

Vielen Dank für das Gespräch!

Premierenfotos: Copyright Uwe Geisler für Future Image

TV-Tipp: ZDF zeigt Krimireihe mit Iain Glen

Iain Glen in hamburg

Ein kleiner, etwas vom sonstigen Genre abweichender Programmhinweis: Das ZDF zeigt ab Sonntag, 27. Oktober, jeweils um 22 Uhr, die sechsteilige Krimireihe Jack Taylor mit Iain Glan (Ser Jorah Mormont/Game Of Thrones) in der Titelrolle. Glen spielt einen Ex-Polizisten aus der irischen Stadt Galway, der seinen Job verliert, weil er einem Politiker eine runtergehauen hat. Daraufhin verdingt er sich als Privatdetektiv.

Die Spielfilmreihe basiert auf den Romanen von Ken Bruen und wurdean Originalschauplätzen in Galway und zum Teil auch in Bremen gedreht. Die Aufnahmen für Kneipe, die Jack als Büro nutzt, sind zum Beispiel in der Hansestadt gedreht worden.

  • 27. Oktober: "Der Ex-Bulle"
  • 3. November: "Auge um Auge"
  • 10. November: "Gefallene Mädchen"
  • 17. November: "Königin der Schmerzen"
  • 24. November: "Tag der Vergeltung"
  • 1. Dezember: "Das schweigende Kind"

Was die Zuschauer erwartet, erzählt Glen in einem Interview, das das ZDF freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Was für ein Typ ist Jack Taylor?

Jack ist ein sehr in sich gekehrter Ire. Er wird von der Polizei ge­feuert, weil er bei einem Einsatz die Kontrolle verloren hat. Ihm ging die überhebliche Art eines Politikers gegen den Strich, und er schlug zu. Jack ist grauenvoll kritisch und ein ziemlicher Schnüffler. Privat hat er mit inneren Dämonen zu kämpfen – er ist Alkoholiker. In seinem Leben musste Jack viel durchmachen. Die Beziehung zu seiner Mutter ist völlig kaputt. Und sein Vater, der ihm immer sehr nahe stand, starb bereits, als Jack noch ein klei­ner Junge war.


Mögen Sie Ihre Figur?

Er ist eine komische Mischung: Jack. Warum ich es genieße, ihn zu spielen, ist seine dunkle Seele. Die Meisten können nur schwer mit ihm umgehen. Er kann sehr fies sein und unhöflich. Oft denkt er gar nicht nach und ist sehr selbstsüchtig. Aber tief in seinem Inneren ist er ein unheimlich moralischer Mensch und ganz bestimmt moralischer als ich.


Inwiefern?

Jack hat dieses Talent, Gerechtigkeit für die Menschen zu sehen, die aus eigener Kraft gar nicht schaffen, darum zu kämpfen oder die in eine ganz falsche Richtung laufen. Er versucht, die Verbre­chen zu bekämpfen, die von Polizei und Staat zu wenig beachtet werden. Meist, weil sie Menschen betreffen, die weniger von Inte­resse sind. Man muss ihn für seinen Ehrgeiz einfach bewundern. Wir brauchen Leute wie Jack in unserer Gesellschaft. Er kämpft mit aller Kraft für Gerechtigkeit. Dabei macht er auch vor großen Instanzen nicht Halt, vor Regierung, Politik, Religion. Ich habe auch einen Gerechtigkeitssinn, aber ehrlich gesagt, würde ich mich nicht so ins Zeug legen wie er. Ich bin eher introvertiert und kümmere mich um die Dinge in meinem persönlichen Umfeld. Ich kämpfe eher nicht für die Gesellschaft als solches. In der Rolle aber genieße ich das sehr. Jack Taylor ist mein Lieblingscharak­ter. Ich hatte bisher Glück mit meiner Karriere, und ich durfte viele verschiedene Rollen spielen. Aber Jack ist für mich ganz besonders.


Was zeichnet die Serie in Ihren Augen noch aus?

Es ist die Kombination aus vielem, was "Jack Tylor" als Serie so einzigartig macht. Definitiv der Drehort Galway und die Tatsache, dass wir genau die Schauplätze verwenden, die Ken auch in sei­nen Romanen ausgewählt hat. Dann die Figuren-Konstellationen, die eingebaut werden. Zum Beispiel Jacks schwierige Beziehung zu seiner Mutter oder der Priester. In einer Krimiserie ist das recht ungewöhnlich. Entscheidend eben auch Jacks Bereitschaft, sich komplett für eine Sache einzusetzen. Er wird immer so grau­sam zugerichtet. Als Einzelkämpfer ist er völlig auf sich angewie­sen. Er geht an düstere Ort und trifft genauso düstere Gestalten. Und natürlich die starken Dialoge. Marteinn, unser Drehbuchau­tor, ist sehr bemüht, so nah wie möglich bei den tollen Dialogen von Ken zu bleiben. Darin liegt immer ein Funke Ironie. Die Ver­brechen sind sehr düster, bizarr und unheimlich irisch. Aber dank Jack gibt es immer ein Lichtstrahl in der Geschichte.

(Interview: Katrin Hensel-Ovenden/ZDF; Foto: Susanne Döpke/Future Image)

Promo of Jack Taylor TV Pilot - The Guards

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