Game of Thrones

Game of Thrones: Kritik zum Staffelfinale 7.07 "Der Drache und der Wolf"

SPOILER

Nach nur sieben Folgen kommt Staffel 7 von Game of Thrones bereits zu ihrem Ende. Das Finale erreicht mit rund 80 Minuten fast die Länge eines Spielfilms und legt einen großartigen Grundstein für die letzten sechs Folgen der Serie.

Dass Game of Thrones in Richtung Serienende galoppiert, war in der gesamten Staffel sehr deutlich spürbar. Das Erzähltempo in den sieben Folgen war so unglaublich hoch, dass man sich durchaus die Frage stellen darf, warum die Staffel unbedingt verkürzt werden musste. Teilweise wurden Handlungsstränge in einer Episode abgehandelt, für die man früher eine ganze Staffel genutzt hätte. Auch die Tatsache, dass die Autoren mittlerweile alle Logik in Hinblick auf Reisezeiten über Bord geworfen haben, sorgte wiederholt für Irritationen.

Das Staffelfinale spielt allerdings auch viele der Stärken aus, welche die siebte Staffel trotz des hohen Tempos und einiger logischen Ungereimtheiten so unterhaltsam gemacht haben. Es gibt erneut jede Menge Wiedersehen, aber auch erste Treffen von Figuren, die sich bisher nur vom Hörensagen kannten. Mit fast 40 Minuten bestimmt das Treffen der verschiedenen Herrscher von Westeros einen Großteil der Folge, was gleichzeitig auch das Highlight darstellt.

Die Starks

Bevor wir uns dem großen Aufeinandertreffen widmen, werfen wir erst einmal einen Blick nach Winterfell. Die Handlung auf dem Hauptsitz der Starks wirkt in den vergangenen Wochen leider wie ein Füller und auch die Auflösung ändert daran wenig. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass der Konflikt der beiden Stark-Schwestern etwas konstruiert war, damit beide irgendwas zu tun hatten.

Als Zuschauer konnte man sich durchaus darüber wundern, warum Bran nicht einfach eingriff und den Konflikt löste. Die Art und Weise, wie er es am Ende dann auch tatsächlich tat und seinen Schwestern half, Petyr Baelish für den Verrat an ihrem Vater zu bestrafen, war nett inszeniert, aber auch unnötig kompliziert aufgebaut. Letztendlich ging es nur darum, dem Zuschauer Angst zu machen, dass Arya eventuell ihre Schwester töten könnte. Die Informationen, mit denen Baelish letztendlich seinen verdienten Tod fand, hätten auch problemlos schon vor Wochen enthüllt werden können.

Die Lennisters

Interessanterweise war Baelish tatsächlich das einzige große Opfer in Staffel 7. Zwar gab es den einen oder anderen Tod, die Hauptfiguren haben es aber alle unversehrt in die finale Staffel geschafft. Besonders überraschend dürfte dies bei Cersei gewesen sein. Zum Staffelbeginn sahen die Chancen für ihr Überleben alles andere als gut aus. Wie so oft, schafft es die Königin auf dem Eisernen Thron aber, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Cersei beweist jedoch nicht nur ihre Überlebensfähigkeit, sondern auch ihre Hinterhältigkeit. In einer starken Szene mit Tyrion gelingt es ihr, den kleinen Bruder zu täuschen und damit auch Daenerys und Jon. Wobei man zugeben muss, dass Tyrion in der Staffel nicht mehr ganz so clever war wie bisher. Der Angriff auf Casterlystein schlug fehl und kostete die Unterstützung der Tyrells, die Idee, einen Untoten zu fangen, führte zum Tod eines Drachen und der Plan, einen Waffenstillstand mit Cersei auszuhandeln, gibt dieser die Chance, einen Verrat zu planen.

Allerdings geht auch Cersei nicht als große Gewinnerin aus dem Staffelfinale hervor. Ihr Verrat kostet sie am Ende die Loyalität von Jamie. Der Zwillingsbruder der Königin kämpft schon länger mit seinem Gewissen und nun scheint dieses endlich gewonnen zu haben. Es ist sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich Cersei und Jamie die Gefahr aus dem Norden interpretieren. Beide lassen sich, wie von Tyrion beabsichtigt, von dem gefangenen Untoten überzeugen. Cersei sieht im Nachtkönig allerdings nicht nur eine Gefahr, sondern eine Chance, was Jamie letztendlich vor Augen führt, wie weit seine Schwester gehen will.

Die Targaryens

Während Jamie und Cersei auseinandergehen, finden Jon und Daenerys zueinander. Die Liebesbeziehung hatte sich die Staffel über angedeutet, hinterlässt aber trotzdem einen Nachgeschmack. Zugegeben, die Targaryens sind keine Kinder von Traurigkeit, was das Thema Inzest betrift. Die Tatsache, dass zwei der beliebtesten Figuren miteinander schlafen, während gleichzeitig enthüllt wird, dass sie Tante und Neffe sind, ist trotzdem etwas komisch.

Die Enthüllung ist aber zumindest inszenatorisch sehr gut gelungen. Hier ging es vor allem darum, alle Zuschauer auf ein Level zu bringen. Dass Jon Snow ein Targaryen ist, dürfte wohl die beliebteste Fantheorie von Game of Thrones sein und galt für viele Zuschauer als klar. Die Finalepisode bestätigt die Sache nun endgültig und enthüllt zudem Jons wahren Namen: Aegon Targaryen.

Der Name ist überaus interessant, da Jons Vater Rhaegar schon einen Sohn namens Aegon hatte. Anscheinend mochte er den Namen so sehr, dass auch der Nachwuchs mit seiner wahren Liebe ihn tragen sollte. In den Büchern könnte dies eine spannende Konstellation bringen. So ist Aegon hier noch am Leben und versucht, ebenfalls den Eisernen Thron zu besteigen. Dazu hat er sich die Hilfe der Goldenen Kompanie gesichert, eben jener Söldnerarmee, die Cersei in der Serie gerade anwerben möchte. Die Serie scheint Aegon allerdings auszusparen. Es ist unwahrscheinlich, dass man in den finalen sechs Folgen noch einen weiteren Anwärter für den Thron präsentieren wird.

Für Game of Thrones dürfte die Enthüllung in der kommenden Staffel einige Spannungen bringen. Jon hat nun rein technisch gesehen den größeren Anspruch auf den Thron. Wobei man zugeben muss, dass Anspruch den bisherigen Anwärtern selten viel geholfen hat. Trotzdem dürfte es interessant werden, wie Daenerys reagiert, wenn sie erfährt, wer ihr neuer Geliebter wirklich ist. Auf der einen Seite ist Jon eine Gefahr, auf der anderen aber auch eine Chance, dass ihre Linie nicht ausstirbt. Dass Tyrions Blick zudem alles andere als Begeisterung zeigte, als er Jon vor der Tür seiner Königin sah, wird wohl ebenfalls für Zündstoff sorgen.

Die Action zum Schluss

Staffel 7 von Game of Thrones endet mit einer ungemein spannenden Episode, die zwar kein Actionhighlight darstellt, dafür aber viele spannende Charaktermomente bringt. Erst in der letzten Szene gab es dann noch einmal etwas Action zu sehen. Lange hat es gedauert, doch nun ist die Mauer endlich gefallen. Während man als Fan hofft, dass Tormund vielleicht doch überlebt hat (es gab keine Leiche zu sehen), marschiert der Nachtkönig nun nach Westeros und damit zum großen Finale, das hoffentlich im kommenden Jahr ausgestrahlt wird.

Game of Thrones: Straße in Australien darf wegen der öffentlichen Ordnung nicht "Lannister" heißen

Das eher ungewöhnliche Verhältnis von Cersei und Jaime Lannister wird den Zwillingen nicht nur in den Büchern und der TV-Show Game of Thrones zum Verhängnis, sondern nun auch im realen Leben. So sollte eine Neubausiedlung in der australischen Stadt Geelong Straßennamen der Fantasy-Charaktere tragen, jedoch war nicht jeder der Einwohner darüber erfreut. Während die Namen "Stannis", "Greyjoy" und "Winterfell" problemlos für Straßen genehmigt wurden, zog man bei "Lannister" die Reißleine.

So scheinen die Einwohner keine Einwände gegen Charaktere zu haben, die nicht davor zurückschrecken, Kinder zu verbrennen, jedoch aber gegen Familienmitglieder, die ein sexuelles Verhältnis miteinander eingehen. So berichten die Bauherren davon, dass die Nachbarschaft protestiert habe, da der "Name eine Referenz auf Inzest sein soll". Der Kompromiss, die Straße in "Lannaster Rd" umzubenennen, wurde ebenfalls verwehrt.

Eine Vertreterin der Stadtverwaltung begründete das Verbot des Namens damit, dass dieser die öffentliche Ordnung nicht stören sowie bestehende Gemeinschaftswerte nicht gefährden dürfe. Wegen des naheliegenden Stadtzentrums wurde die entsprechende Straße nun "Precinct Rd" getauft. Jedoch gibt es hierbei auch wieder Ärger: Nun beschweren sich die Bewohner der ehemaligen "Lannister Rd", die sich über die Umbenennung ärgern.

Derzeit wird die siebte Staffel von Game of Thrones ausgestrahlt. Die achte Staffel soll im kommenden Jahr das Ende der Serie einläuten.

Game of Thrones: Staffelfinale 7.07 ist die bisher längste Episode der Serie

Wie HBO nun offiziell bestätigt, wird das Finale der siebten Staffel von Game of Thrones die bisher längste Episode der Serie. Die Episode 7.07 "The Dragon and the Wolf" hat eine Laufzeit von knapp 80 Minuten und erreicht damit beinahe Filmcharakter. Zweifelsohne wird das Finale mit großen Enthüllungen und Wendungen aufwarten, bevor die Zuschauer in eine mindestens einjährige Sendepause entlassen werden.

Zuletzt hielt das Finale von Staffel 6 "The Winds of Winter" mit einer Laufzeit von 68 Minuten den Rekord als längste Episode. Die Folgen der aktuellen Staffel liefen jeweils zwischen 50 und 60 Minuten, lediglich 7.06 "Beyond the Wall" stellte mit 70 Minuten einen kurzzeitigen Rekord auf, der vom Finale nun direkt übertroffen wird.

Die achte Staffel umfasst weitere sechs Episoden. Von Seiten bei HBO möchte man den Showrunnern David Benioff und D. B. Weiss ausreichend Zeit für die Drehbücher und die Vorbereitungen geben, sodass die letzte Staffel eventuell auch erst 2019 ausgestrahlt werden könnte.

Die Dreharbeiten sollen im Oktober starten.

Game of Thrones: Season 7 Finale Preview (HBO)

Game of Thrones: Trailer zum Staffelfinale

Das Finale der 7. Staffel von Game of Thrones steht vor der Tür. Passend dazu hat der amerikanische Sender HBO einen Trailer zur letzten Episode der Staffel veröffentlicht. Die Vorschau verspricht ein spannendes Finale, da eine große Zusammenkunft der drei selbst ernannten Herrscher von Westeros bevorsteht. Anhand des Trailers ist zu erkennen, dass es zu einer ganzen Reihe von Wiedersehen und Treffen kommt, da man Charaktere zusammenbringt, die sich noch nie oder sehr lange nicht mehr gesehen haben.

Darüber hinaus gewährt HBO den Fans erneut einen Blick hinter die Kulissen der Serie. Wie schon bei den Episoden "Sturmtochter" und "Kriegsbeute" hat man zu "Jenseits der Mauer" ein neues Making-of-Video veröffentlicht. Dieses fokussiert sich erneut auf den actionreichen Teil der Serie. Das Video wirft einen genauen Blick auf die Entstehung des Kampfes zwischen der Untotenarmee und der Gruppe rund um Jon. Dabei kommen wie immer nicht nur die Darsteller zu Wort, sondern auch die Produzenten, Regisseur Alan Taylor und verschiedene andere Beteiligte an der Episode.

Game of Thrones: Season 7 Finale Preview (HBO)

Game of Thrones: The Frozen Lake (HBO)

Game of Thrones: Season 7 Episode 5: The Night King and Viserion (HBO)

Game of Thrones Staffel 7: Neue Folge zu früh online gestellt

Der spanische Ableger von HBO hat unbeabsichtigt die sechste Folge von Game of Thrones, die eigentlich erst am kommenden Sonntag hätte veröffentlicht werden sollen, verfrüht auf seine Streaming-Website gestellt. Der Sender bemerkte den Fehler nach einer Stunde und nahm die Episode wieder offline. Bis dahin hatten jedoch bereits zahlreiche Nutzer digitale Kopien der Folge erstellt und auf verschiedenen Plattformen geteilt.

Dies stellt bereits den zweiten Leak von Folgen der beliebten Serie innerhalb von zwei Wochen dar, denn auch die vierte Folge der siebten Staffel von Game of Thrones, "The Spoils of War", gelangte zwei Tage vor dem offiziellen Ausstrahlungstermin ins Internet.

Verantwortlich dafür sollen vier Personen sein, die mit dem indischen Unternehmen Prime Focus Technologies in Verbindung stehen, die für die Datenverwaltung des Senders Star India zuständig ist. Die Polizei wurde auf die besagten Personen, unter denen sich auch Angestellte von Prime Focus Technologies befinden sollen, aufmerksam, weil die veröffentlichte Episode mit der ID eines Mitarbeiters aufgerufen und über die Email-Adresse eines weiteren Mitarbeiters verbreitet wurde.

Game of Thrones: Maisie Williams und Sophie Turner sprechen über 7.04 “Kriegsbeute”

SPOILER

Es hat sechs Jahre und fünf Staffeln gedauert, bis sich die beiden Stark-Schwestern wiedersehen konnten. Bereits am Ende der ersten Staffel wurden Arya und Sansa Stark voneinander getrennt. Während Sansa ihren Weg von Königsmund über Hohenehr zurück nach Winterfell fand, marschierte Arya quer durch die sieben Königslande, landete im Haus von Schwarz und Weiß in Braavos und kehrte über Umwege ebenfalls nach Winterfell zurück.

In der vierten Folge der aktuell 7. Staffel, mit dem Titel “Kriegsbeute”, treffen sich die beiden Schwestern erstmals wieder. Im Interview mit der Website Entertainment Weekly sprachen die beiden Schauspielerinnen über diese Szene.

Für beide war es schwer, als erste gemeinsame Szene ihr Wiedersehen zu drehen. Es habe wohl mehrere Stunden gedauert, bis sie die nötige Ernsthaftigkeit spielen konnten. Da die beiden eine enge Freundschaft verbindet, war es für Sophie Turner schwierig, in ihre Rolle zu finden.

"Unsere erste Szene war die Wiedervereinigung und wir haben sie so oft vermasselt. Wir konnten uns einfach nicht zusammenreißen. […] Ich war so nervös. Ich hatte so viel Angst. Es ist, als würde man für seine Mutter schauspielern. […]"

Darüber hinaus haben die Macher der Serie erneut einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen veröffentlicht. Wie schon nach der Seeschlacht in “Sturmtochter” geht das Video ausführlich auf die Entstehung der Schlacht zwischen den Lennisters und der Dothraki-Horde ein. Dabei kommen sowohl die Darsteller als auch Filmschaffenden zu Wort.

Wie sich die Geschichte von Arya, Sansa und den weiteren Charakteren weiterentwickelt, erfahren die Fans im Verlauf der 7. Staffel. Folge 5 wird am kommenden Montag auf Sky ausgestrahlt.

Game of Thrones: The Loot Train Attack (HBO)

Game of Thrones: Season 7 Episode 5 Preview (HBO)

Game of Thrones: Wissenschaftler versuchen den Erfolg der Serie zu erklären

Game of Thrones zählt zu den beliebtesten Serien der Welt. Aber warum das eigentlich so ist, habe sich auch einige Forscher der Cass Buisness School der University of London gefragt. Auf ihrer Website haben die Forscher fünf Gründe ermittelt, die ihrer Meinung nach für den Erfolg von Game of Thrones verantwortlich sind.

Der erste Grund sind die Parallelen zur Realgeschichte. Game of Thrones verschafft dem Zuschauern Einblicke in verschiedene Welten und lässt Völker auftreten, die es in ähnlicher Form wirklich gegeben hat. Die Eisenmänner als Wikinger, die Dothraki als plündernde mongolische Horde oder die Dornischen als arabische Krieger. Auch die Geschichte von Game of Thrones basiert im Wesentlichen auf den Rosenkriegen (1455-1485), in denen die Häuser Lancaster und York um die englische Krone kämpften. Diese beiden Häuser werden in der Serie durch die Starks und die Lannisters verkörpert. Durch die realen Hintergründe wird die Geschichte von der Serie greifbarer, ebenso wie Geschichte an realen Kriegsschauplätzen oder in Gedenkstätten.

Der zweite Grund liegt darin, dass sich die Zuschauer mit den Charakteren und deren Werdegang identifizieren können. Anders als in Herr der Ringe gibt es in Game of Thrones kein simples Gut und Böse. Die Serie besteht eher aus Graustufen, die den Zuschauer mitfiebern lassen. Entscheidet sich mein Lieblingscharakter dafür gut zu sein oder böse oder sogar beides? Tyrion Lannister ist dafür ein passendes Beispiel, da er genau zwischen einem heroischen Elben und einem bösen Ork liegt.

Als dritten Grund führen die Forscher die Einblicke in die verschiedenen Familien und deren Einstellung gegenüber schwierigen Themen an. Der Zuschauer erlebt Entscheidungsprozesse, die auch in seinem Leben schon einmal eine Rolle gespielt könnten, zum Beispiel das Streben nach Rache. Dadurch wird das ganze Geschehen unmittelbarer. Hierzu tragen auch die Schauplätze bei, die zu großen Teilen auf real begehbaren Orten beruhen. Kulissen aus Königsmund können beispielsweise in der kroatischen Stadt Dubrovnik bewundert werden. In der marokkanischen Stadt Ouarzazate gibt es hingegen Kulissen aus der Stadt Yunkai.

Grund Nummer vier könnte simpler nicht sein, trifft aber auf viele Medien zu. Durch Serien, Spiele und Bücher haben Menschen die Möglichkeit, ihrem Alltag zu entfliehen und andere Welten kennenzulernen.

Der letzte Grund mag auf den ersten Blick eigenartig klingen, erklärt sich aber doch recht einfach. Menschen müssen in ihrem Leben immer wieder mit Rückschlägen, Probleme und Ereignissen klarkommen, die schrecklich für sie sind. Nach diesen Charakteren suchen sie in Game of Thrones und werden zuhauf fünfig. Sansa Stark erlebt beispielsweise viele schreckliche Dinge, bevor sie ihren Stiefbruder Jon Schnee wiederfindet. Von körperlicher Gewalt bis zu sexuellem Missbrauch muss sie im Lauf der Geschichte vieles über sich ergehen lassen. Trotz all dieser Torturen überlebt Sansa und findet letztlich ihre Rache. Die zeigt dem Zuschauer, dass man auch aus dem tiefsten Tal herauskommen kann und auch, dass man nicht an allem Elend schuld ist.

Frans Timmermans, Vizepräsident der Europäischen Kommission sieht den Erfolg im Bezug zur heutigen Zeit:

“Es ist verwirrend, es ist episch, es geht um Gut und Böse, aber es ist nicht Schwarz und Weiß. Es geht um Herausforderungen ... ähnlich wie heutzutage in unserer Gesellschaft“.

Game of Thrones: A Telltale Game – Entwickler stellen erste Episode des Spiels kostenlos zur Verfügung

Aktuell läuft die 7. Staffel zu Game of Thrones und die kommt bei den Fans bisher richtig gut an. Den Hype um die Serie nutzt der Entwickler Telltale sehr clever, um Werbung für sein Adventure zu Game of Thrones zu machen. Die erste von insgesamt sechs Episoden schließt an die Geschehnisse der dritten Serienstaffel, also der Roten Hochzeit, an und ist derzeit gratis verfügbar.

Im Spiel bedient sich das Entwicklerstudio nicht der Buchvorlage, sondern nutzt direkt die Schauspieler aus der HBO-Serie. In Episode 1, mit dem Titel Eisen von Eis, übernimmt der Spieler die Kontrolle über die Familienmitglieder des eigens für das Spiel eingefügten Hauses Forrester oder deren Diener. In einer Art interaktivem Film samt Quick-Time-Events erlebt der Spieler die Geschichte des Hauses, seines Dilemmas und dessen Lösung.

Die gesamte Staffel gibt es derzeit für 27,99 Euro bei Steam. Im Telltale-Bundle im Humble Store gibt es die ganze Staffel derzeit sogar schon für etwa 9 Euro. Die Gratis-Episode für alle diejenigen, die nicht die Katze im Sack kaufen möchte, findet sich hingegen nur im Telltale-Store.

Wer sich die Wartezeit bis zur nächsten Folge also etwas verkürzen will, darf sich im Verlauf der gesamten Staffel des Spiels auf ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten, wie Magaery Tyrell, Tyrion Lannister und Daenerys Targaryen freuen – übrigens samt ihrer englischen Originalstimmen.

Game of Thrones: A Telltale Games Series – Episode 1, ‘Iron from Ice’ Launch Trailer | PS4, PS3

Hackerangriff bei HBO: Drehbuch von Game of Thrones angeblich gestohlen

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Jon Snow in Game of Thrones

Laut Entertainment Weekly hat es am Sonntagabend einen Hackerangriff auf die Server des Pay-TV-Senders HBO gegeben. Angeblich wurden mehrere unveröffentlichte Folgen diverser Serien ins Netz gestellt. Zudem drohten die Angreifer, dass sie noch mehr Material veröffentlichen wollten. Die Angreifer sollen 1,5 Terabytes an Datenmaterial erbeutet haben. Dabei soll es sich auch um ein Drehbuch für die kommende Episode von Game of Thrones handeln, außerdem wurde bereits eine Folge der Serien Ballers und Room 104 online gestellt.

Ein Mitarbeiter Nachrichtenagentur AFP und zahlreiche weitere Medienschaffende haben am Sonntag eine anonyme E-Mail erhalten, die angeblich von den Hackern stammen soll. Darin wird vom grössten Leck der Cyberspace-Ära gesprochen. Die Hacker kündigten außerdem an, dass sie mit denjenigen, die den Leak weiterverbreiten würden, "in Kontakt treten wollten, um mit ihm zu sprechen." Als Schlusssatz der Email heisst es martialisch: "HBO wird untergehen".

Bisher hat HBO noch keine genauen Angaben gemacht, was noch alles gestohlen worden sein könnte. Allerdings bestätigte der Sender den Angriff.

Kritik zu Game of Thrones 7.03: "Die Gerechtigkeit der Königin"

SPOILER

Vor dem Start der siebten Staffel von Game of Thrones versprachen die Macher den Fans, dass die neuen Folgen, nun da man auf das Serienfinale zusteuert, deutlich an Erzähltempo gewinnen werden. Die ersten beiden Episoden ließen den Zuschauer davon zunächst noch recht wenig spüren. Mit "Die Gerechtigkeit der Königin" machen die Produzenten ihre Ankündigung nun allerdings war. In der Folge passiert unglaublich viel, ohne dass man dabei die Charaktermomente vergisst.

Feuer und Eis

Den Höhepunkt der Folge bekommen die Fans ohne lange Wartezeit gleich zum Auftakt serviert. Das Treffen von Jon Snow und Daenerys mag zu Beginn nicht so harmonisch verlaufen, wie man es sich als Zuschauer vielleicht wünscht, doch gerade deshalb ist die Szene so sehenswert.

Die spannendsten Konflikte sind häufig die, in denen beide Seiten nachvollziehbare Argumente auf ihrer Seite haben. Als Zuschauer hat man Jon und Daenerys in den vergangenen Jahren kennengelernt, und aufgrund der moralischen Vorstellungen der beiden erscheint eine Allianz durchaus sinnvoll. Wie Jon in der Folge allerdings treffend feststellt, kennen sich die beiden aber letztendlich nicht, sodass auch kein Vertrauen besteht.

In gewisser Weise repräsentiert Tyrion den Zuschauer, da er beide Herrscher kennt und daher ähnliche Verbindungen wie die Menschen vor dem Fernseher ziehen kann. Der Berater von Daenerys lässt auch nicht locker, sodass es am Ende zu einer ersten Annäherung kommt. Gerade weil Peter Dinklage in den ersten beiden Folgen wenig zu tun hatte, war es schön zu sehen, dass der Darsteller in "Die Gerechtigkeit der Königin" wieder stärker in den Fokus rückte.

Der Krieg um Westeros

Während die Verbindung von Jon und Daenerys auf eine positive Entwicklung hoffen lässt, laufen die kriegerischen Unternehmungen der selbst ernannten Königin alles andere als gut. Daenerys ist mit einer großen Übermacht nach Westeros aufgebrochen und schien auf dem Papier unaufhaltsam. Die Autoren der Serie verbringen die siebte Staffel bisher jedoch damit, ihre Macht deutlich zurechtzustutzen. Schon zwei Alliierte hat man Daenerys mittlerweile genommen, und so langsam darf man beginnen, sich Sorgen zu machen.

Nach dem erneuten Rückschlag dürften die Drachen in den Mittelpunkt rücken, allerdings könnte man auch hier ein mulmiges Gefühl bekommen. So beharrte Daenerys in der Folge fast schon zu selbstsicher darauf, dass ihre Drachen unaufhaltsam sind, während Cersei eine Andeutung des genauen Gegenteils fallen ließ. Bedenkt man, dass eine Gruppe von Drachen bei einem Kampf gegen eine Art Eiswesen und seine Zombiehorden kampfentscheidend sein könnte, erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass die Serienmacher Drogon und seine Brüder vor dem finalen Konflikt eventuell vom Spielfeld nehmen oder zumindest auf die Bank setzen.

Game of Thrones Die Gerechtigkeit der Königin

Die Lannisters im Aufwind

Im Gegensatz zu Daenerys läuft es für Cersei und ihre Verbündeten außerordentlich gut. Die Königin auf dem Eisernen Thron stand zum Beginn der Staffel mit dem Rücken zur Wand, nun hat sie gleich mehrere wichtige Siege eingefahren. Die Rache an Ellaria entspricht dann auch der Grausamkeit, die man von Cersei erwarten konnte. Als Zuschauer hätte man durchaus zwischenzeitlich auf den Gedanken kommen können, dass Gregor Clegane hier eine Rolle spielen könnte. Schließlich trieb sich die Figur die ganze Zeit im Hintergrund herum. Letztendlich blieb dem Zuschauer aber eine weitere Vergewaltigungsszene erspart, was die Bestrafung aber nicht weniger brutal machte.

Auch Olenna Tyrell findet in "Die Gerechtigkeit der Königin" ihr Ende, allerdings geht die alte Dame mit erhobenem Haupt und mit einem letzten Nadelstich in Richtung Cersei. Die Szene zwischen ihr und Jamie ist jedoch nicht nur aus diesem Grund ein weiteres Highlight der Folge. Der Versuch von Olenna, Jamie von der Bosheit seiner Schwester zu überzeugen, mag zunächst scheitern. Irgendwie hat man aber trotzdem das Gefühl, dass dieser weiterhin mit Cerseis Entscheidungen ringt.

Zu diesen zählt ohne Zweifel auch der neue Verbündete Euron, der in einer kurzen Szene mit Jamie deutlich macht, dass er vor niemandem Respekt hat. Man muss allerdings zugeben, dass Euron schon sehr offensichtlich als Ersatz für Ramsey platziert wurde, während dieser seinerseits die Nachfolge von Joffrey antrat. So richtig kommen die Macher von Game of Thrones anscheinend ohne den offensichtlich sadistischen Antagonisten nicht aus. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Serie sonst sehr stark versucht, ihre Charaktere als Menschen mit verschiedenen Seiten zu zeigen, wirkt besonders Euron etwas aufgesetzt.

Game of Thrones Die Gerechtigkeit der Königin

Ein Stark-Wiedersehen

Neben dem Treffen von Jon und Daenerys bot "Die Gerechtigkeit der Königin" ein weiteres emotionales Aufeinandertreffen. Konnte man zunächst glauben, dass Arya ihren Weg nach Winterfell gefunden hatte, stellte sich der Besucher von Sansa als Bran heraus. Als Zuschauer wird einem jedoch schnell deutlich, wie sehr sich Bran mittlerweile verändert hat. Er wirkt sehr entrückt und scheint nun voll in seiner neuen Rolle aufzugehen. Das Wiedersehen der beiden Geschwister war jedoch trotzdem schön anzusehen, und vermutlich dürfte ein weiteres nicht lange auf sich warten lassen.

Fazit

"Die Gerechtigkeit der Königin" bietet Game of Thrones auf höchstem Niveau. Die Handlung ist vollgepackt mit vielen Entwicklungen und trotzdem vergisst man die wichtigen Charaktermomente nicht. Sollte es auch in den kommenden Wochen in diesem Tempo weitergehen, kommt einiges auf die Zuschauer zu.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© HBO

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