Hörspiel

Der dunkle Wald: Der WDR setzt das Hörspiel Die drei Sonnen im Oktober fort

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Die drei Sonnen

Nachdem letzte Weihnachten das Hörspiel Die drei Sonnen nach dem gleichnamigen ersten Teil der Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu im WDR lief, war zu erwarten, dass der Sender zeitnah auch den zweiten Band adaptieren würde. Nun kommt die Fortsetzung Der dunkle Wald schneller als erwartet ins Radio. Bereits am 1. Oktober wird die erste Folge auf WDR 5 ausgestrahlt.

Die Handlung von Die drei Sonnen begann in den 60er-Jahren, inmitten der chinesischen Kulturrevolution. Eine Gruppe von Forschern arbeitete in einem chinesischen Geheimprojekt an einem möglichen Erstkontakt mit Außerirdischen. Das Projekt glückt und auch die Außerirdischen freuen sich über die Nachrichten von der Erde - sind sie doch auf der Suche nach einer neuen Heimat, da ihr Planet vor dem Untergang steht.

Die Menschheit hat noch einige Jahre Zeit, um sich auf die Invasion der Trisolarier vorzubereiten. Jedoch haben die Aliens bereits aus der Ferne damit begonnen, die Erde mit ihnen getreuen menschlichen Vasallen zu unterwandern. Außerdem haben die Trisolarier Zugriff auf sämtliche Daten der Menschheit, was die Vorbereitungen auf ihre Ankunft zusätzlich erschwert.

In der Hörspieladaption wirken unter anderen Walter Renneisen (Gimli im Herr-der-Ringe-Hörspiel), Santiago Ziesmer (Synchronsprecher von Sponge Bob), Ilse Strambowski (Die Vampirschwestern), Carlos Lobo (Synchronsprecher von Javier Bardem), Max Mauff (Sense8) und Sebastian Rudolph (Dark) mit.

WDR 5 sendet das Hörspiel Der dunkle Wald in vier Teilen jeweils von 15.05 bis 16 Uhr. Als Wiederholung sind sie jeweils am selben Tag von 21.04 bis 22.00 Uhr auf WDR 3 zu hören. Los geht es am 1. Oktober. Die weiteren Teile folgen am 2., 3. und 4. Oktober. Alle Folgen des Hörspiels stehen nach der Sendung im WDR-Hörspielspeicher zum befristeten Download zur Verfügung.

Gruselkabinett und Dreamland-Grusel kündigen neue Hörspiele an

UPDATE

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Dreamland-Grusel Galgendorf

Update

Auf der Webseite von Dreamland Production finden sich jetzt doch die Erscheinungstermine für die nächsten beiden Folgen. Galgendorf erscheint bereits am 28. September und Epsiode 37 Die dämonische Statue folgt auch schon im November 2018.

Originalmeldung

Zwei Hörspiellabels haben ihre Horrortitel für das kommende Jahr bekannt gegeben. Titania Medien bringt am 28. Februar bereits die 144. Folge in der Reihe Gruselkabinett heraus. Dafür haben die Produzenten Der gewaltige Gott Pan von Arthur Machen ausgewählt. In der 1894 erschienen Erzählung geht es um zwei Wissenschaftler, die durch ein Experiment in die Dimensionen des antiken Gottes Pan vorstoßen wollen.

Mit Der rote Raum folgt am 29. März ein weiteres Hörspiel nach H. G. Wells. Die eher unbekannte Geschichte handelt von einem jungen Mann, der mit modernster Technik den Spuk in einem alten Schloss aufklären will.

Folge 147 Die Höllenfahrt des Schörgen-Toni basiert, anders als die meisten Gruselkabinett-Produktionen, nicht auf einer literarischen Vorlage. In ihr hat das Ermittlerduo Colin und Alwyne Hargreaves aus Allen Upwards Heimgesucht seinen vierten Auftritt in der Reihe.

Außerdem werden 2019 die Hörspiele Das unheimliche Puppenhaus (M. R. James), Im Labyrinth der großen Pyramide (Louisa May Alcott) und Flaxman Low – Der Fall Teufelsmoor (E. & H. Heron) erscheinen.

Bei Dreamland Production scheint man bei der Planung noch nicht so weit zu sein. Dort werden nur die Titel und Autoren der nächsten Hörspiele ohne Erscheinungstermine angekündigt. Informationen zu den Inhalten der jeweiligen Folgen gib es bisher nicht.

Nur zu Folge 36 findet man auf der Facebook-Seite ein paar weitere Hinweise. Galgendorf stammt aus der Feder von Paul Burghardt und Tom Steinbrecher und ist nach Im Bann der Teufelskrähe eine zweite Hommage an die Jugendkrimiserie Tom und Locke von TKKG-Erfinder Stefan Wolf. Neben Sascha und Kerstin Draeger ist in der Episode auch Andreas Fröhlich (Die drei ???) zu hören.

Außerdem sind Der letzte Tropfen (Michael Harich), Geisternebel (Evelyn R. Boyd) sowie von Raimund Junker die Folgen Die dämonische Statue und Mutter in Produktion. Wer die Horrorreihe noch nicht kennt, für den hat das Label die erste Dreamland-Grusel-Folge auf You Tube hochgeladen.

Sherlock Holmes ermittelt im Fall Der schwarze Peter: Hörspiel nach Arthur Conan Doyle

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1904 erschien die Geschichte Der schwarze Peter von Arthur Conan Doyle in dem Sammelband Die Rückkehr des Sherlock Holmes. Genau 100 Jahre später, im Jahr 2004, wurde die Erzählung gemeinsam von SWR, MDR und RBB vertont. In dem Hörspiel ermittelt der Meisterdetektiv im Fall eines ermordeten Seemannes.

Für Dr. Watson beginnt dieses Abenteuer wieder einmal sehr merkwürdig, als sein Freund Sherlock Holmes eines Morgens im Jahr 1895 das Zimmer mit einem riesigen Speer unter dem Arm betritt. Damit, so erklärt der Detektiv, hat er im Schlachthaus vergeblich versucht, ein totes Schwein zu durchbohren.

Holmes wurde von Polizeiinspektor Hopkins um Hilfe gebeten. Dieser kommt im Mordfall des alten Seemanns Peter Carey nicht weiter. Der wegen seiner Wutanfälle und seines Jähzorns bekannte Kapitän wurde in seinem Haus von einer stählernen Harpune durchbohrt. Womit sich für Watsons Holmes Versuche im Schlachthaus erklären lassen.

Für den Inspektor ist der Bankierssohn John Hopley Nelligan der Hauptverdächtigen. Nelligan hatte versucht, in Careys Hütte einzubrechen. Doch während für die Polizei der Fall geklärt zu sein scheint, stellt Holmes seine ganz eigenen Ermittlungen an, die ihn tief in die Welt der Seefahrer führt.

In dem Hörspiel sind unter anderem Walter Renneisen (Gimli im Herr-der-Ringe-Hörspiel) und Peter Fitz (23 – Nichts ist so wie es scheint), sowie die Theaterschauspieler Christian Brey, Philipp Otto und Marius Marx zu hören.

Deutschlandfunk sendet das Kriminalhörspiel am 1. September von 0.05 bis 1 Uhr in der Reihe Mitternachtskrimi.

NeuNuernberg: 1Live veröffentlicht Trailer zur Hörspielserie

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Der Radiosender 1Live hat einen kurzen Trailer zu NeuNuernberg von Martin Heindel veröffentlicht. Das Hörspiel besteht aus insgesamt 12 Teilen und erzählt in einer nahen Zukunft über einen deutschen Bürgerkrieg in Bayern.

In einem zukünftigen Deutschland ist der Süden, insbesondere Bayern, zum Sammelbecken einer neuen Nationalbewegung geworden. Während sich Baden-Württemberg zunächst neutral verhält, ruft man in Bayern den Freistaat Deutschland aus. Nach einem Bürgerkrieg steht die Zone NeuNuernberg unter UN-Mandat – faktisch herrscht dort aber Anarchie.

Mit einer Gruppe Journalisten reist die Praktikantin Luzy Pape in die entmilitarisierte Zone ein. Kurz nach ihrer Landung werden die Presseleute angegriffen. Luzy schafft es nicht zurück zum Hubschrauber und muss sich nun allein durchs Kampfgebiet durchschlagen. Nachdem sie Zeugin eines Massakers an Zivilisten wird, beschließt sie NeuNuernberg nicht zu verlassen, sondern als neutrale Berichterstatterin aus der Zone zu senden.

Die Regie übernahm der Autor Martin Heindel selbst, der auch schon die Genrehörspiele Eifelgeist, Der Wald, Die Fabrik und Eigentlich müssten wir tanzen inszenierte. In dem Hörspiel sind unter anderen Marleen Lohse (Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt), Tommi Piper (Synchronstimme von Alf), Michael Schenk (Der Baader Meinhof Komplex), Hans Peter Hallwachs (Aragorn im Herr-der-Ringe-Hörspiel) und Max Mauff (Sense8) zu hören.

1Live sendet die ersten vier Folgen am Donnerstag den 20. September von 23 bis 0 Uhr. Die Episoden 5 bis 8 folgen am 27. September zur selben Sendezeit. Das Ende der Serie ist dann am 4. Oktober zu hören. NeuNuernberg steht nach der Sendung befristet im WDR-Hörspielspeicher zum Download zur Verfügung.

Geister-Schocker 76: Kritik zum Hörspiel Kreuzfahrt in die Hölle

In den 70er- und 80er-Jahren, als sich nur sehr wohlhabende Menschen eine Kreuzfahrt leisten konnten, öffneten TV-Serien wie Das Traumschiff und The Loveboat ein Fenster in eine Luxuswelt voller Exotik und Liebeswirren. Das scheint auch auf mehrere Autoren der damals beliebten Gruselromanhelfte inspirierend gewirkt zu haben. Eine dieser Geschichten von Bob Collins hat Romantruhe Audio nun unter den Titel Kreuzfahrt in die Hölle vertont.

Auffallend ist, dass sich in der Geister-Schocker-Reihe bereits zwei weitere Hörspiele zum Thema Kreuzfahrt befinden: Geister-Schocker 41: Das Monster aus dem Jenseits und die Folge 13: Kreuzfahrt in die Hölle aus der Feder von Wolfgang Hohlbein. Einen Punkt für mangelnde Kreativität kann man für den doppelten Titel also gleich zu Beginn abziehen.

"Alles, was wir auf der Sardonia erlebt haben, ist scheinbar weit hergeholt – aber alles ist geschehen oder zweifeln Sie daran?"

Die Geschichte beginnt auf den Galapagos-Inseln. Das Kreuzfahrtschiff Sardonia will gerade aus dem Hafen von St. Christobal auslaufen, als zwei FBI-Agenten mit einem mysteriösen Gefangenen zusteigen. Darauf wird der Reporter Guy Grant aufmerksam, der sich an die Ferse der beiden Polizisten heftet. So wird er Zeuge eines mysteriösen Mordes. Als sich Kapitän Fancher dazu entschließt, das Festland anzusteuern, um die beiden FBI-Agenten und ihren Gefangenen los zu werden, ist es bereits zu spät.

Es kommt zu weiteren unheimlichen Todesfällen und übersinnlichen Ereignissen. Zuletzt scheinen sich auch das Meer und das Wetter gegen das Kreuzfahrtschiff zu wenden. Der Journalist Grant versucht, zusammen mit der Schiffsärztin Dr. Meredith und dem Ersten Offizier Holcomb, den Täter zu ermitteln und so den drohenden Untergang des Schiffes zu verhindern.

"Ich fasse es nicht. Sie haben den Mistkerl k.o. geschlagen, und das Schiff ist wieder zur Ruhe gekommen."

Die Geister-Schocker hatten schon immer einen großen Hang zum Trash. Es gab durchaus gelungen spannende Folgen wie Der Satansorden von Chalderon oder Der Götze vom anderen Stern, die sich deutlich an Filmvorbildern orientieren. Dazwischen gab es Episoden wie Die Geliebte der Bestie mit gewollt lustigen Anspielungen an Lost und Star Wars.

Kreuzfahrt in die Hölle fällt in eine andere Kategorie. Die Story über einen übersinnlich begabten Killer auf einem Passagierschiff hat durchaus gute Ansätze für eine solide Horrorerzählung. Auf die üblichen beliebten Trash-Zutaten wie Riesenmonster, glupschäugige Außerirdische oder wahnsinnige Wissenschaftler wird nicht zurückgegriffen. Dennoch schaffen es die Machern nicht, eine unheimliche Stimmung zu erzeugen.

Dies liegt nicht in der Geschichte begründet, sondern daran, wie sie erzählt wird. Es wird gleich in die Handlung eingestiegen, ohne erst mal die Stimmung auf dem Kreuzfahrtschiff einzufangen. Der Erzähler kommt eigentlich immer zu Wort, wenn er nicht gebraucht wird. Gerade am Ende fehlt er hingegen, sodass es zu Handlungssprüngen kommt, welche der Hörer schwer einordnen kann. So sind plötzlich Personen tot, die in der Szene zuvor gerade noch gesprochen haben. Das es einen Orts- und Zeitwechsel gab, ist nur schwer nachzuvollziehen.

Außerdem kommt es zu unlogischen Entwicklungen, und die Motivation der einzelnen Personen sind zum Teil recht schleierhaft. So lässt sich vielleicht noch erklären, warum der Reporter Grant das Kommando übernimmt – als Held der Geschichte ist es einfach seine Berufung. Aber warum die Brücken-Crew des Schiffes ihn ohne große Bedenken als neuen Anführer akzeptiert, wird nie klar.

"John, John ... Scheiße, dieses scheiß Tablett hat ihn geköpft"

Das größte Manko für eine unheimliche Atmosphäre sind aber die Dialoge. Sie lassen den Hörer öfter laut auflachen als vor Angst zusammenzucken. In einer Szene zu Beginn wird jemand auf mysteriöse Weise durch ein fliegendes Silbertablett geköpft. Der Erzähler schildert auch pflichtbewusst, wie der Kopf vom Körper fällt. Trotzdem spricht der Zeuge der Bluttat seinen Kollegen zweimal an, ehe er feststellt, dass dieser tot ist und wohl nicht mehr antworten wird.

Solche absurden Dialoge werden in dem Hörspiel noch öfter geführt. Dennoch ist zu erkennen, dass man versucht hat, ein ernsthaftes Gruselhörspiel zu produzieren. Die Macher sind nur auf äußerst amüsante Art und Weise daran gescheitert. Gerade diese Tatsache macht die Folge so unterhaltsam. Während manche Trash-Komödien nicht wirklich lustig sind, gibt es bei Kreuzfahrt in die Hölle einige, wenn auch unfreiwillige, gute Lacher.

Immerhin muss man der Geschichte zugute halten, dass es zum Ende noch eine nicht vorhersehbare Wendung gibt. Produziert wurde das Hörspiel auch auf dem hohen Niveau der anderen Folgen der Reihe. Niemand scheint lustlos oder bewusst reinen Trash abliefern zu wollen.

"Wie sah der Mann aus?" „So wie er beschrieben wurde, Sir."

So hat man auch bei dieser Folge wieder drauf geachtet, erfahrene Synchron- und Hörspielsprecher zu engagieren. Diese liefern auch alle einen guten Job ab – sind aber manchmal Opfer ihrer Dialogzeilen, die sie sprechen müssen.

Als Reporter Guy Grant ist Alexander Doering zu hören. Es ist der Synchronsprecher von Dominic Monaghan in Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie. Ihm zur Seite stehen Tanja Geke (Synchronsprecherin von Zoe Saldana) als Dr. Meredith und Martin Kessler (Synchronsprecher von Nicolas Cage und Vin Diesel) als Gregory Holcomb.

In weiteren Rollen sind Marius Claren (Synchronsprecher von Jake Gyllenhaal und Tobey Maguire), Tim Knauer (Synchronsprecher von Dean O'Gorman in der Hobbit-Trilogie), Dirk Hardegen (Sprecher in den Hörspielen Drachenlanze, Geisterjäger John Sinclair und Bernhard Hennens Die Elfen) und Jörg Adae (Ödipussi) zu hören.

"Keine Panik, na der hat gut reden."

Einzig Helgo Liebig (Sprecher von verschiedenen Rollen in den alten Masters-of-the-Universe-Hörspielen) als Erzähler und einige kleinere Nebenrollen fallen im Vergleich zu den anderen Sprechern in ihrer Leistung ab. Das wirkt sich gerade in Liebigs Fall negativ aus. Gute Erzähler wie Christian Rode (Dreamland Grusel), Joachim Kerzel (Geisterjäger John Sinclair) oder Karlheinz Tafel (Erzähler der ersten Geister-Schocker-Folgen) konnten mit ihren markanten Stimmen auch bei schwachen Geschichten eine unheimliche Grundstimmung erzeugen.

Jeder, der schon einmal Halloween, Pyscho oder Der Weiße Hai gesehen hat, weiß auch wie sehr die Musik zur Erzeugung von Angst eingesetzt werden kann. Die musikalische Begleitung der Kreuzfahrt in die Hölle plätschert leider völlig belanglos am Ohr des Hörers vorbei.

"Warum, Sie haben doch ein Mittel gegen Smith und seine magische Fähigkeiten gefunden – Ihre Faust."

Den Umfang des CD-Booklets hat das Hörspiel-Label auch gekürzt. Zum Start der Reihe umfasste es noch zehn Seiten voller Informationen zu den Sprechern, dem Künstler der Covers, den Autoren der Folge, Kurzgeschichten, Minicomics oder Beiträge zur Geschichte der Gruselwelle der 70er und 80er Jahre. Zuletzt gab es auf wenigen Seiten zumindest noch Basisinformationen zu Autoren, Sprechern und der Romanvorlage.

In der aktuellen Folge werden nun nur noch die Sprecher und ihre Rolle aufgeführt. So kann man auch nicht mehr nachvollziehen, ob der doppelte Titel Kreuzfahrt in die Hölle bei Geister-Schocker 13 und 76 erst bei den Hörspielen auftrat oder auf die original Gruselromane zurückgeht.

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. So hat sich Romantruhe Audio nur den Standard angepasst, den man bei den meisten Hörspielen zurzeit vorfindet, die im Booklet alle ohne große Extras auskommen. Die Aufmachung der CD ist insgesamt gelungen. Das Coverbild hat zwar nur wenig mit der Geschichte zu tun, gibt aber durchaus die Trash-Stimmung des Hörspiels wieder.

"Mein Bedarf an Schiffen ist vorläufig gedeckt."

Fazit

Die Geister-Schocker-Reihe bleibt eine Wundertüte – man weiß nie genau, was man bekommt. Mit der Folge 76 ist Romantruhe Audio sicher kein Meisterwerk gelungen. Die Macher sind auf amüsante Weise daran gescheitert Gruselstimmung zu erzeugen – aber die Kreuzfahrt in Hölle ist dennoch unterhaltsam und streckenweise unfreiwillig komisch.

Der Meister des jüngsten Tages: Hörspiel nach einem Roman von Leo Perutz

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Zusammen mit Alfred Kubin (Die andere Seite) und Gustav Meyrink (Der Golem) gehörte Leo Perutz zu den bekanntesten deutschsprachigen Fantastik-Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. In seinem Büchern vermischt Perutz immer wieder Realität und Wahnvorstellungen. Sein Roman Der Meister des jüngsten Tages beginnt wie ein Krimi, der dann aber immer mehr ins Fantastische abdriftet – nur um am Ende, wie oft in Perutz' Werken, noch einmal einen völlig neuen Dreh zu bekommen.

Der Roman spielt in Wien kurz vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Hofschauspieler Eugen Bischoff wird in seinem Gartenpavillion erschossen aufgefunden. Auf der Tatwaffe sind nur seine eigenen Fingerabdrücke zu finden. Dennoch gerät der Rittmeister von Yosch, ein früherer Geliebter von Bischoffs Frau, in Verdacht.

Der Rittmeister soll den Schauspieler aus Eifersucht in den Selbstmord getrieben haben. Einzig sein Freund Solgrub ist noch von Yoschs Unschuld überzeugt. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt Solgrub auf zwei weitere mysteriöse Todesfälle.

Der Bayrische und Österreichischer Rundfunk produzierten nach der Romanvorlage 1988 ein Hörspiel. Zu hören sind unter anderen Michael Heltau, Kurt Sowinetz, Heinz Moog, Paulus Manker, Erich Auer, Michael Keller, Jaromir Borek, Alexander Buczolich und Gerhard Steffen.

Deutschlandfunk sendet Der Meister des jüngsten Tages in zwei Teilen. Los geht es am Samstag den 04. August von 0.05 bis 1.00 Uhr. Der zweite Teil folgt zur selben Uhrzeit am 11. August.

Zombies mal anders: Zwei Radiohörspiele über Untote

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Nachdem dem Erfolg der Verfilmung der Comicreihe The Walking Dead haben die Zombies ihren Siegeszug rund um den Globus angetreten und auch den öffentlichen Rundfunk in Deutschland infiziert – wie zuletzt das Hörspiel Die Infektion bewies. Am 22. Juli gibt es nun zwei Radioproduktionen, die sich dem Thema Zombies von einer ganz eignen Seite annähern.

Bereits um 19.04 bis 20 Uhr sendet WDR 3 das Hörspiel Schlange und Regenbogen. Darin wird der junge Ethnobiologe Wade Davis von seinem Professor nach Haiti geschickt. Dort soll er das Geheimnis um das Zombiegift aufdecken, welches Menschen in einen todesähnlichen Schlaf versetzt und sie nach dem Aufwachen zu willenlosen Sklaven verwandelt. Schnell findet Wade heraus, dass neben dem Gift auch der berüchtigte Voodoo-Zauberer eine Rolle spielt. Allerdings muss er auch erkennen, dass die haitianischen Geheimgesellschaften keine Nachforschungen dulden. Das Hörspiel beruht auf den wahren Erlebnissen des Wissenschaftlers Wade Davis.

Von 21.05 bis 22 Uhr folgt auf NDR Info Der Sündenhund. In dem Hörspiel aus dem Jahr 1989 steht der Schüler Peter im Zentrum, der von seinem Stiefvater niedergeschlagen wurde und bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird. Als er erwacht, hält er sich für einen Zombie. Da Zombies natürlich nicht sprechen, begegnet Peter den Fragen der Ärzte mit Schweigen. Der Junge versinkt in einer Welt aus Wahn, Horrorvideoszenarien und tatsächlich erlebtem Grauen.

Eigentlich müssten wir tanzen – endzeitliches Hörspiel im Kulturradio

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Vier Freunde verbringen ihr alljährliches Treffen auf einer abgeschiedenen Berghütte. Doch als sie wieder in die Zivilisation zukehren wollen, machen die Vier nach und nach schreckliche Entdeckungen. Sie finden mehrere Leichen und von einigen Gebäuden im nächsten Ort sind nur noch Ruinen übrig geblieben. Es scheint, als ob während des Wochenendes still und leise die Apokalypse ausgebrochen wäre, ohne das die Freunde in ihrer Berghütte etwas davon mitbekommen hätten.

Ihre Wanderung durch die tote Welt stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe. Einen Grund für das Ende der Zivilisation finden sie nicht. Stattdessen wird die Gruppe mit weiteren unheimlichen Vorfällen konfrontiert.

In Eigentlich müssten wir tanzen sind Florian Lukas (Grand Budapest Hotel), Jens Harzer (Babylon Berlin), Bert Cöll (Vesemir in The Witcher 3: Wild Hunt), Sebastian Weber (Otto's Eleven) sowie Nic Roman zu hören. Das Hörspiel stammt aus dem Jahr 2013. Die Regie übernahm Martin Heindel, der auch schon die Genrehörspiele Eifelgeist, Der Wald und Die Fabrik inszenierte.

Kulturradio rbb sendet das Hörspiel am 29. Juni von 22.04 bis 23.04 Uhr.

Running Wild: Hörspiel über ein Massaker in einer Luxuswohnanlage auf 1Live

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In einer abgeschirmten und hoch gesicherten Luxuswohnanlage kommt es zu einem mysteriösen Massenmord. Alle 32 erwachsenen Bewohner der Siedlung Pangbourne Village werden ermordet aufgefunden. Die Polizei ist ratlos, wie es trotz hoher Zäune, Überwachungskameras und Wachdienste in der Siedlung zu diesem Massaker kommen konnte.

Das größte Rätsel stellt aber das Schicksal der Kinder von Pangbourne Village dar – von ihnen fehlt jede Spur. Erst als das jüngste der verschwundenen Kinder traumatisiert aufgefunden wird, beginnt Psychiater Dr. Greville zu ahnen, was geschehen sein könnte.

Das Hörspiel basiert auf der Geschichte Running Wild von James Graham Ballard. Der Autor schrieb im Laufe seiner Karriere mehrere, zum Teil recht experimentelle, Science-Fiction-Romane. Unter anderen verfasste er die Buchvorlage zum Kinofilm High-Rise mit Tom Hiddleston.

In dem Hörspiel aus dem Jahr 2011 sind unter anderen Bernhard Schütz, Karl Kranzkowski, Juliane Brötzmann und Konstantin Bühler zu hören. Die Regie bei dem Hörspiel führten Georg Zeitblom und Christian Wittmann, die zusammen schon das Hörspiel Die Körperfresser inszenierten.

1Live sendet Running Wild am 7. Juni von 23 bis 0 Uhr. Anschließend steht das Hörspiel im WDR-Hörspielspeicher befristet zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Johnny Sinclair: Neue Hörspielserie um einen jungen Geisterjäger

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Johnny Sinclair

Das Hörspiellabel Folgenreich (Star Wars, H. G. Wells) nimmt mit Johnny Sinclair eine neue Serie ins Programm auf. Die Reihe basiert auf Sabine Städings Roman Johnny Sinclair – Beruf: Geisterjäger. Die Ähnlichkeiten mit seinem berühmten Kollegen John Sinclair sind bewusst gewählt. Beide Geisterjäger entstammen den Verlagshaus Lübbe. Die Heftromanserie von Jason Dark erscheint dort im Bastei Verlag.

Bei Johnny Sinclair handelt es sich nicht um den jungen John Sinclair und auch nicht um seinen Patensohn Johnny Conolly, der in der Bastei-Heftromanserie Dark Land gegen Vampire, Dämonen und andere Monster antritt. Johnny Sinclair ist ein zwölfjähriger Junge, welcher auf der schottischen Burg Greyman Castle lebt.

Der Junge hat eine besondere Begabung: er kann Gespenster sehen. Deswegen entwickelt er den Plan, Geisterjäger zu werden. Mit Rat zur Seite steht ihn dabei der sprechenden Totenschädel Erasmus von Rothenburg.

Folgenreich empfiehlt die Serie ab zehn Jahren. Für die Hörspielproduktion sind Sebastian Breidbach (Sinclair – Dead Zone) und Dennis Ehrhardt (Dorian Hunter, Die Elfen) verantwortlich. Ehrhardt löste 2012 Oliver Döring ab und produziert seitdem die beiden Hörspielserien Geisterjäger John Sinclair und Sinclair Classics.

Diesem Sommer sind drei Hörspiele von Johnny Sinclair geplant. Die erste Folge erscheint am 29. Juni. Teil zwei und drei sollen im August und September folgen. Weitere Adationen der anderen Bände der Buchreihe sind in Planung.

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