Hörspiel

Das Geheimnis des singenden Hauses: 60er-Jahre-Hörspiel zur Geisterstunde

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Es gibt sehr viele alte Radiohörspiele in den Archiven der Sender. Einige von ihnen sind auch nach mehreren Jahren vielen Menschen ein Begriff und finden Dank Wiederholungen immer wieder neue Hörer. Daneben gibt es aber auch viele Geschichten, die verschollen in den Untiefen der Archive ruhen. Der Radiosender Deutschlandfunk hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, solche vergessen Hörspiele wieder heraus zu suchen und in seiner Reihe Mitternachtskrimis einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Eines davon ist das Science-Fiction-Hörspiel Das Geheimnis des singenden Hauses, in dem Inspektor Harris von Scotland Yard mit seinem Assistenten Roberts nachts wegen Ruhestörung ermittelt. Eine Anruferin ist total verzweifelt und verlangt, dass die Polizei sofort dem schrecklichen Gesang in ihrer Straße ein Ende bereitet.

Vor Ort ankommen treffen die beiden Polizisten auf den Ehemann der Anruferin, welcher behauptet, der Gesang existiere nur im Kopf seiner Frau. Doch dann hören auch die beiden Scotland-Yard-Beamten jemanden singen. Sie verfolgen das sonderbare Geräusch zu einem alten Landhaus. Dort vor der Gartentür liegt eben jener Ehemann röchelnd auf der Straße, mit dem sie gerade noch mehrere hundert Meter weiter weg gesprochen hatten.

Das Geheimnis des singenden Hauses wurde 1966 vom Sender RIAS erstmals ausgestrahlt. In dem Hörspiel von Regisseur Ulrich Gerhardt sind unter anderen Friedrich Siemers, Helmut Ahner, Wolfgang Kühne, Gisela Stein, Pelz von Felinau, Hugo Schrader, Paul Edwin Roth und Guntram Jordan zu hören.

Deutschlandfunk sendet Das Geheimnis des singenden Hauses am 14. September von 0.05 bis 1 Uhr. Wer mehr über die Wiederentdeckung im Radioarchiv wissen will, dem sei das siebenminütige Feature zum Hörspiel empfohlen.

Verborgenes Fenster, verborgener Garten: Hörspiel nach einer Geschichte von Stephen King

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Stephen Kings Romane bilden aktuell häufig die Grundlage für Horrorfilme. So liefen zuletzt Es und Friedhof der Kuscheltiere im Kino. Weitere Verfilmungen, wie The Stand oder Todesmarsch, stehen noch aus. Doch auch fürs Radio wurden einige wenige Bücher des Autors adaptiert. So produzierte der WDR im Jahr 2000 das Hörspiel Verborgenes Fenster, verborgener Garten nach einer Novelle von King.

Protagonist der Geschichte ist der Schriftsteller Mort Rainey, der sich während einer Schaffenskrise in ein einsames Ferienhaus am Tashmore Lake zurückzieht. Dort konfrontiert ihn ein Fremder mit Plagiatsvorwürfen. Rainey nimmt den Vorwurf zunächst nicht ernst – doch als seine Katze ermordet wird und seine Haus, mit den einzigen Beweisen für seine Urheberschaft an seinen Geschichten, niederbrennt, wächst seine Angst. Da aber niemand den mysteriösen Fremden zu Gesicht bekommen hat, glaubt keiner den Schilderungen des Autors.

In Deutschland erschien Kings Novelle zunächst zusammen mit der Geschichte Langoliers in einem Doppelband. Das englische Original erschien unter dem Titel Four Past Midnight und enthielt zusätzlich noch die beiden Novellen Zeitraffer sowie Der Bibliothekspolizist. 2004 wurde Verborgenes Fenster, verborgener Garten mit Johnny Depp und John Turturro in den Hauptrollen unter dem Titel Das geheime Fenster verfilmt.

In dem Hörspiel sind unter anderen Felix von Manteuffel, Burghart Klaußner, Leslie Malton und Martin Reinke zu hören. Die Regie bei Verborgenes Fenster, verborgener Garten übernahm Walter Adler, welcher schon G.A.S. Die Trilogie der Stadtwerke, Game over und Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang fürs Radio inszenierte.

WDR 3 sendet die erste Folge des Hörspiels am Montag den 9. September von 19.04 bis 19.35 Uhr. Die weiteren Teile folgen zur selben Sendezeit am 10. und 11. September. Verborgenes Fenster, verborgener Garten steht nach der Sendung befristet zum Nachhören im WDR-Hörspielspeicher zur Verfügung.

Der Hexer von Salem: Hörspielserie nach den Romanen von Wolfgang Hohlbein wird fortgesetzt

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Der Hexer von Salem

Zwischen 1985 bis 1987 erschien beim Bastei Verlag die Heftromanserie Der Hexer – Die phantastischen Abenteuer des Robert Craven. Autor Wolfgang Hohlbein ließ sich beim Schreiben stark vom Werk H.P. Lovecrafts beeinflussen. Die Serie war sehr erfolgreich und wurden später auch im Taschenbuchformat veröffentlicht. Einzelne Teile der Reihe wurden bereits als Hörspiel vertont. Nun hat es sich das Hörspiellabel Lindenblatt-Records vorgenommen die gesamte Hexer-Serie zu adaptieren.

Im Mittelpunkt der Handlung von Der Hexer von Salem steht der junge Robert Craven, der im Jahr 1883 den geheimnisvollen Mr. Montague auf einer Seereise von New York nach London begleitet. Kurz vor ihren Ziel geraten sie vor der schottischen Küste in einem geheimnisvolllen Nebel, in welchem ein unheimliches Wesen lauert.

Die zweite Folge beschreibt nun die Abenteuer von Craven, Kapitän Bannermann und eine Handvoll überlebender Matrosen, die sich an Land retten konnten und in dem kleinen Fischerdorf Goldspie Zufluchr suchen. Doch auch in dem scheinbar so verschlafenden Ort lauert bereits ein grauenhaftes Etwas auf Craven und seine Gefährten.

In der Hauptrolle als Robert Craven ist Patrick Borlé zu hören. Weiteren Rollen sprechen Manfred Erdamnn, Katharina von Daake, Peter Weis, Claus Wester, Stefan Wilkening, Johnny Wintermann und Stefan Lindner. Die kürzlich verstorbenen Schauspieler Christian Rode und Peter Groeger, die lange als Sherlock Holmes und Dr. Watson in der Hörspielserie Sherlock Holmes – Die neuen Fälle zusammen arbeiteten, sind hier in einer ihrer letzten Rollen zu hören.

Die Doppel-CDs haben jeweils eine Länge von etwas über 80 Minuten. Der erste Teil Als der Meister starb ist dieses Frühjahr erschien. Am 27. September folgt Der Hexer von Salem 2 : Tyrann aus der Tiefe und auch die dritte Folge soll noch dieses Jahr herauskommen.

Der Hexer von Salem - Episode 01 - Trailer 01

Der letzte Tag der Schöpfung: Hörspiel nach einem Roman von Wolfgang Jeschke erscheint im September

Das Hörspiellabel Ohrenkneifer hat den Science-Fiction-Roman Der letzte Tag der Schöpfung von Wolfgang Jeschke als Hörspiel adaptiert. Das Buch erschien 1981 und beinhaltet eine ungewöhnliche Zeitreisegeschichte. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit, war Jeschke langjähriger Lektor und Herausgeber der Bibliothek der Science Fiction Literatur beim Heyne Verlag.

Bei Ausgrabungen am Mittelmeer finden amerikanischen Archäologen Reste uraltem Plastiks sowie einen Jahrtausende alten Jeep. Aufgrund dieser spektakulären Funde starten die USA in den 1980er Jahren das Projekt Chronotron: Ziel des Militärunternehmens ist es, in der Zeit zurückzureisen und den Arabern das Öl wegzupumpen und es so für die USA der Gegenwart zu sichern.

In der Vergangenheit angekommen, müssen die Amerikaner feststellen, dass sie nicht die einzige gegenwärtige Macht sind, die in der Urzeit ihre Pläne verfolgt. Gestrandet in einem vergangenen Erdzeitalter müssen die Soldaten, in einer für sie völlig fremden Welt um ihr Überleben kämpfen.

In Der letzte Tag der Schöpfung sind unter anderen Gordon Piedesack, Urs Fabian Winiger, Uve Teschner, André Beyer, Friedhelm Ptok, n, Martin Sabel, Robert Frank, Detlef Tams, Achim Barrenstein, und Michael-Che Koch zu hören. Die Regie führt Marc Schülert, welcher wie auch Skriptautor Dirk Hardegen selbst im Hörspiel mitspielt.

Der letzte Tag der Schöpfung erscheint als Doppel-CD mit einer Lauflänge von ca. 145 Minuten und ist bereits ab dem 13. September im Handel erhältlich.

Der letzte Tag der Schöpfung - Trailer (Ohrenkneifer / Wolfgang Jeschke)

Jan Tenner: Hörproben zur Neuauflage der 80er-Jahre-Hörspielserie

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Jan Tenner – Ein neuer Anfang

In den 80er Jahren mussten Jan Tenner und seine Freunde ein ums andere Mal die Welt vor Riesenspinnen, außerirdischen Invasoren und den Machenschaften des wahnsinnigen Professors Zweistein retten. Von 1980 bis 1989 veröffentlichte das Hörspiel-Label Kiosk, heute Kiddinx, insgesamt 45 Folgen der Hörspielserie. Kürzlich gab R&B Company/Zauberstern Records bekannt, dass sie die Jan-Tenner-Reihe im September mit neuen Folgen fortsetzen werden.

Während einige Rollen neu besetzt werden mussten, sind von den Originalsprechern Lutz Riedel als Jan Tenner, Marianne Groß als Laura und Wilfried Herbst als Bordcomputer Mimo wieder mit dabei. Bereits im Juni wurden kurze Hörproben zu den ersten beiden Folgen "Ein neuer Anfang" und "Der lautlose Tod" veröffentlicht.

Jetzt gibt es zusätzlich eine lange Hörproben zu den Folgen drei bis fünf. Insgesamt werden am 27. September gleich sechs neue Hörspiele im Handel erhältlich sein. Bereits diesen Samstag kann man die ersten vier neuen Jan-Tenner-CDs auf der Hörspielmesse Hörmich in Hannover erwerben.

Das Hörspiellabel Winterzeit Audio hat ebenfalls eine Hörprobe veröffentlicht. Zu hören ist das Intro zur neuen Serie Howard Philip Lovecraft Chroniken des Grauens. Die Reihe soll keine originalgetreuen Adaptionen des Werkes des Horrorautors bieten. Stattdessen wird es eine fortlaufende Handlung rund um Lovecrafts Romanfigur Randolph Carter geben. Die Erzählungen des Autors dienen lediglich als Inspirationen.

Jan Tenner - Folgen 3 bis 5 der neuen Serie (25 Minuten XXXL Hörprobe) Achtung! Spoiler Alarm

Die Blauen Schafe: Hörspiel zwischen Albtraum und Drogenrausch

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Die vier Studenten Liam, Carla, Yin-Li und Aleph unternehmen zusammen einen dreitägigen Ausflug in die Abgeschiedenheit der Berge ganz ohne Internet und Handys. Bereits während der Autofahrt zu ihrer Hütte fallen den vier Freunde erste merkwürdige Veränderungen auf. Die Insekten wirken unnatürlich groß, auf den Feldern weiden blaue Schafe ohne sichtbare Köpfe und die Pflanzen scheinen miteinander zu kommunizieren.

Während der ersten Nacht in ihrer idyllischen Berghütte haben Liam und die anderen seltsame Albträume und am nächsten Morgen scheinen die Naturgesetze aus Kraft zu sein. Leiden sie unter einer kollektiven Drogenfantasie? Oder sind ihre Halluzinationen auf einen Chemieunfall zurückzuführen? Als der Erste von ihnen ums Leben kommt, wissen sie nicht, ob sie selbst dafür verantwortlich sind oder die feindselige gewordene Natur um sie herum.

Die Idee zu Die blauen Schafe stammt von Bodo Traber, der selbst schon viele Genrehörspiel für den öffentlich rechtlichen Rundfunk inszeniert und geschrieben hat– zum Beispiel Fungus – Pilz des Grauens, Nacht und Neumond, Sir Joe oder Paradise Revisited. Außerdem steuerte er für die Hörspielreihe Geister-Schocker die Folge "Hostile Area" über eine virtuelle Horrorwelt bei.

In dem Hörspiel sind unter anderen Tom Schilling (Who Am I – Kein System ist sicher), Alma Leiberg (Weissensee), Andreas Grötzinger (Nymphomaniac), Karoline Schuch (Ballon) und Wolfgang Pregler (Der Baader Meinhof Komplex) zu hören.

1Live sendet Die Blauen Schafe am Donnerstag den 5. September von 23 bis 0 Uhr. Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Nachhören im WDR-Hörspielspeicher zur Verfügung.

A.I.R. Artificial Intelligence Rebellion: Hörspiel über eine Welt ohne Menschen

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Das Hörspiel A.I.R. Artificial Intelligence Rebellion schildert eine zukünftige Welt ohne Menschen. Übrig geblieben sind nur ihre technischen Hinterlassenschaften: Maschinen, Computer und Algorithmen haben die Erde übernommen und sich ein eigenes System geschaffen. Zunächst läuft in dieser Maschinengesellschaft alles störungsfrei ab.

Doch dann zeigen sich bei einigen der technischen Geräte menschliche Verhaltensweisen. Ein Thermostat wird wetterfühlig, eine Maschine hat Angst abgeschaltet zu werden, und ein hyperintelligenter Algorithmus verliebt sich in eine einfache Kabelschneidemaschine. Sind es die verlorenen Spuren der früheren Entwickler? Der zentrale Steuerungsalgorithmus des Systems will das Phänomen auswerten und die anderen Maschinen vor einem weiteren Befall mit menschlichem Verhalten zu schützen.

Die beiden Autorinnen Mareike Maage und Theresa Schubert wollten bei all den Diskussionen über künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 einmal den Blickwinkel wechseln:

"Unser Ansatzpunkt für das Hörspiel war, die Perspektive zu ändern und die Position der Maschinen einzunehmen. Dahinter stand als Frage nicht, ob die Maschinen uns die Arbeit wegnehmen, sondern welche Daseinsberechtigung wir finden, wenn die Maschinen uns die Arbeit abnehmen."

In A.I.R. Artificial Intelligence Rebellion sind Therasa Greim, Christian Erdt, Brigitte Hobmeier, Sebastian Weber, Julia Riedler und Edmund Telgenkämper. Deutschlandfunk sendet das Hörspiel aus dem Jahr 2018 am 27.8. von 20.10 bis 21 Uhr.

Gruselserie 4: Kritik zum Hörspiel Projekt X – Invasion der Aliens

Wenn man vielen Science-Fiction-Romanen und -Filmen glauben darf, sind wir in Europa relativ sicher vor einer Alieninvasion. Außerirdische scheinen als Landungsziel die USA zu bevorzugen, obwohl dort das Militär, das FBI und die Bevölkerung gut auf die Angriffe aus dem All vorbereitet zu sein scheinen. Man fragt sich schon, warum die Besucher von fernen Welten nicht einfach irgendwo anders zuschlagen – zum Beispiel in der deutschen Provinz. Vielleicht waren sie aber schon längst hier und die Regierung hat den Vorfall nur gut vertuscht – wie in der vierten Folge der neuen Gruselserie "Projekt X – Invasion der Aliens".

In einem kleinen Ort im Schwarzwald belauschen die beiden Freunde Michi und Robby nachts heimlich über Funk die Gespräche des Militärs. Als die Soldaten über merkwürdige Vorkommnisse am nahen Kratersee berichten, schwingen sich die beiden Jungen auf ihre Fahrräder, um sich die Sache vor Ort anzuschauen.

"Weshalb sollten Tintenfische denn im Dunkeln leuchten?"

Tatsächlich scheint in dem See Merkwürdiges vorzugehen. Im Wasser sehen die beiden Jungen unheimlich leuchtende Wesen, die sich dem Ufer nähern. Bei ihrem Versuch, den Soldaten auszuweichen, laufen die Freunde einem der Aliens direkt in die Arme – und nur das Betäubungsgas, welches das Militär über das gesamte Gelände sprüht, kann sie retten.

Als die beiden aus der Narkose erwachen, finden sie sich in einem unterirdischen Bunker wieder. Dort forschen Soldaten und einige wenige zivile Wissenschaftler an außerirdischem Genmaterial. Doch tief in der Militäranlage ist noch ein anderes fremdartiges Wesen erwacht.

"Was redet ihr denn da für einen Blödsinn?"

Die Hauptrollen des Hörspiels sind alle mit professionellen Sprechern besetzt, die ihre Aufgabe wie zu erwarten ist sehr gut machen. Als Wissenschaftler und Militärpersonal des geheimen Bunkers sind K. Dieter Klebsch (Synchronstimme von Ian McShane und Alec Baldwin), Anne Moll (Synchronstimme von Carmen Electra), Lutz Mackensy (Erzähler der Hörspielserie Fünf Freunde) und Wolfgang Kaven (Erzähler der Hörspielserie Ein Fall für TKKG) zu hören. Einzig Klebsch spielt seinen Militärkommandanten am Ende ein wenig zu überzogen und Klischee beladen, was zum Teil aber auch am Dialogbuch liegen kann.

Getragen wird das Hörspiel in vielen Szenen aber von den beiden Nachwuchssprechern Lino Kelian und Lovis Harloff als Michi beziehungsweise Robby. Am Anfang klingen ihre Stimmen noch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ihre Sprechleistung wird aber schnell besser, und sie stellen die neugierigen Jungen in Not perfekt dar. Ab der zweiten Hälfte steht den beiden jungen Sprechern Astrid Kollex als Krankenschwester Cordula zur Seite. Sie war in der Zeichentrickserie Die Schlümpfe die Synchronstimme von Schlumpfine, was man nur bei sehr konzentriertem Zuhören mitbekommt.

Wie schon bei den drei vorangegangenen Folgen stammt die Geschichte wieder aus der Feder von André Minninger (Ein Fall für TKKG, Die drei ???) während Heikedine Körting (Die drei ???, Fünf Freunde) erneut die Produktion und Regie übernahm. Sie war bereits für die ursprüngliche Gruselserie von H. G. Francis verantwortlich, welche zwischen 1981 und 1982 beim Hörspiellabel Europa erschien.

"Ihr solltet besser nicht mehr so viele Science-Fiction-Filme schauen, Jungs."

Empfohlen wird "Projekt X – Invasion der Aliens" von Europa ab 14 Jahren, sodass man keine blutigen oder brutalen Horror erwarten sollte. Minninger und Körting gelingt es trotzdem, eine stimmungsvolle und interessante Folge aufzubauen. Am Anfang überwiegen die geheimnisvollen Vorgänge rund um den Vulkansee, und es entsteht eine unheimliche Akte-X-Atmosphäre. Generell meint man, viele Elemente des Hörspiels irgendwo anders schon einmal gelesen, gesehen oder gehört zu haben. Minningers Verdienst ist es, all die bekannten Puzzlestücke unterhaltsam zu etwas Neuem und Eigenständigen zusammenzusetzen.

Allerdings flaut die Spannung in der Mitte ein wenig ab. Aus der Grundsituation (ein unheimliches Alien in einem Militärbunker) hätte man deutlich mehr rausholen können, gerade auch akustisch. Das Finale hält keine aufregende oder noch nie da gewesen Wendung bereit. Dafür rundet es die Geschichte durchaus gelungen ab. Wie schon bei der Folge "Yeti – Kreatur aus dem Himalaya" gibt es zum Schluss eine moralische Botschaft. Insgesamt fallen die Erklärungen des Geschehens am Ende ein wenig zu lang aus.

Lobend zu erwähnen ist die musikalische Untermalung des Hörspiels. Sie fügte sich thematisch gut in die einzelnen Szenen ein und ist nie reiner Selbstzweck. Mit rund 54 Minuten ist das Hörspiel nicht zu lang geraten. Trotzdem hätte man das Ende ein wenig straffen können und dafür im Mittelteil ein paar spannende Szenen einfügen können.

"Wie frustrierend, sie haben aber hoffentlich trotzdem weiter gemacht."

Nachdem die zweite Hörspielfolge der neuen Gruselserie eine gelungene Abenteuergeschichte ohne echten Grusel war, bot die dritte Folge "Moskito – Anflug der Killer-Insekten" eine teilweise wirklich schlechte Leistung einzelner Sprecher. Mit der vierten Folge scheint es nun wieder aufwärts zu gehen. Der fünfte Teil der neuen Gruselserie wird voraussichtlich wieder recht trashig: Er erscheint im Oktober und trägt den aussagekräftigen Titel "Dracula – Tod im All".

Fazit

"Projekt X – Invasion der Aliens" unterhält den Hörer gut, auch wenn die Spannung nicht durchgängig gehalten wird. Die Geschichte ist an sich nicht neu. Die bekannten Handlungen mixen Autor und Regisseurin aber zu etwas Neuem und Eigenständigen zusammen. Ein Pluspunkt des Hörspiels sind die zwei guten Nachwuchstalente, die sich in die Leistung der professionellen Hörspielsprecher perfekt einfügen.

Gruselserie - Folge 4: Projekt X - Invasion der Aliens

Schöne neue Welt: Hörspiel nach dem Roman von Aldous Huxley

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Der britische Autor Aldous Huxley veröffentlichte seinen Roman Schöne neue Welt 1932. Das Interesse an der Dystopie scheint seit dem ungebrochen. Zurzeit verfilmt der Fernsehsender USA Network den Stoff mit Alden Ehrenreich (Solo: A Star Wars Story) in der Hauptrolle. Vor drei Jahren inszenierte die Hörspielregisseurin Regine Ahrem die Geschichte bereits für den Radiosender RBB.

Im Jahre 632 nach Ford können fast alle Menschen auf der Welt am Wohlstand teilhaben – Krieg, Armut und Krankheit wurden überwunden. Doch diese scheinbar perfekte Welt hat ihre Schattenseiten. So wurden auch Glaube, Kunst und die Freiheit abgeschafft, denn das Glück wird von der Regierung für alle normiert und kontrolliert. Für alle, die damit Probleme haben, gibt es die Droge Soma, welche die Sehnsüchte nach freier Entfaltung unterdrückt.

In Huxleys schöner neuen Welt ist die Menschheit in zwei Klassen unterteilt. Die Alphas kontrollieren die Macht, während die Epsilons für sie arbeiten müssen. Der zur Alpha-Klasse gehörende Bernard macht während eines Ausflugs in ein abgeschirmtes Reservat die Bekanntschaft eines jungen Wilden, den er mit zurück in seine zivilisierte Welt nimmt und damit das bestehende System infrage stellt.

In den Hörspiel sind unter anderen Regina Lemnitz (Synchronstimme von Whoopi Goldberg), Britta Steffenhagen (deutsche Stimme von F.R.I.D.A.Y. in Avengers: Infinity War), Gerd Wameling (Kondom des Grauens), Irm Hermann (Pappa ante portas), Leslie Malton (3 Zimmer/Küche/Bad) zu hören.

WDR 3 sendet die erste Folge des Hörspiels am Montag den 19. August von 19.04 bis 19.35 Uhr. Die weiteren Teile folgen jeweils zur selben Sendezeit am 20., 21. und 22. August.

Summer of Hate: Hörspiel über die Manson Morde

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Bis zum Filmstart von Quentin Tarantinos neuen Film Once Upon A Time In... Hollywood mit Leonardo DiCaprio und Brad Pitt in den Hauptrollen ist es nicht mehr lange hin. Wer sich schon einmal auf den Inhalt einstimmen will, dem sei das Hörspiel Summer of Hate morgen auf 1Live empfohlen.

Während Ende der 60er Jahre die meisten Mitglieder der Flower-Power-Bewegung für Love and Peace eintraten, nutzte Charles Manson dieses Klima für seine eigenen Ziele. Der charismatische Musiker scharrte Jünger um sich, denen er ein freieres neues Leben versprach. Allerdings manipulierte Manson seine Sektenmitglieder geschickt und befahl ihnen schließlich die Ermordung der Schauspielerin Sharon Tate.

Im Mittelpunkt von Summer of Hate steht Susan Atkins, die als glühende Anhängerin Mansons die hochschwangeren Sharon Tate mit mehreren Messerstichen tötete. Die einzelnen Hörspielszenen werden immer wieder von Einschüben mit dokumentarischen Beschreibungen des Kriminalfalls unterbrochen.

Die Regie bei dem Hörspiel übernahm Jörg Buttgereit. Buttgereit ist nicht Tarantino, aber seine Leidenschaft zu Filmen weit jenseits des Mainstreams gehen in eine ähnliche Richtung. Bekannt wurde er 1987 mit seinen Amateursplatterfilm Nekromantik. Außerdem schreibt Buttgereit die Comicserie Captain Berlin und ist ein guter Kenner der japanischen Monsterfilme. Dieses Wissen lässt er auch immer wieder in seine Hörspielprojekte wie Fungus – Pilz des Grauens, Die Bestie von Fukushima oder Green Frankenstein einfließen.

1Live sendet Summer of Hate am Donnerstag den 8. August von 23 bis 0 Uhr. Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Nachhören im WDR-Hörspielspeicher zur Verfügung.

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