Lucifer

Lucifer: Erste Details zur 4. Staffel

Fans und Serienschaffende hinter Lucifer sind gleichermaßen anhaltend im Freudentaumel, nachdem kürzlich Netflix die eigentlich bereits abgesetzte Serie übernahm und weiterführt. Nun gibt es erste Details zur vierten Staffel.

In einem Interview mit TVLine bestätigen die beiden Showrunner Joe Henderson und Ildy Modrovich, dass die Dreharbeiten bereits im August wieder aufgenommen werden. Wie es für Netflix typisch ist wird die neue Staffel nur 10 Episoden umfassen statt der bisherigen Seasons mit je über 20 Folgen, wie es bei US-Netzwerkserien üblich ist. Allerdings könnte die ein oder andere bereits gedrehte, aber noch nicht ausgestrahle Sonderfolge mit eingewoben werden.

Desweiteren erwähnen Henderson und Modrovich, dass sie ursprünglich die vierte Staffel ohnehin zweigeteilt geplant haben, was so auch gleich in zwei Staffeln aufgeteilt passieren könne. Unterschwellig scheint man nun also schon gleich mit einer Verlängerung bei Netflix zu spekulieren.

Bezüglich der Lauflänge möchten sie sich grob an den bisher gängigen 43 Minuten orientieren. Natürlich bietet der Wechsel zu einem Streamingdienst mehr Freiheiten, doch sie sehen nicht plötzlich Folgen mit doppelter Laufzeit. Immerhin dürfe man nicht vergessen, dass der Schnitt und das gezwungene Rauslassen mancher Szenen einer Geschichte durchaus gut tun kann. Andererseits ist es auch nett nun besonders schöne Momente mit reinnehmen zu können, ohne auf eine strikte Zeitbegrenzung achten zu müssen.

Sie selbst haben übrigens auch sehr kurzfristig von der guten Nachricht erfahren:

"Das wurde uns erst 10 Minuten bevor die offizielle Ankündigung rausging mitgeteilt. Wir hatten also gerade so einen kleinen Vorsprung, weil alles so schnell ging. Mein Agent hat mich angerufen und gleich drauf gab es ein sehr nettes, lustiges Telefonat mit Peter Roth (Warner Bros. TV). Ich glaube er hat Tom Ellis zuerst angerufen und ihm gesagt, er soll seine Hörner spitzen."

Als Begründung, warum Netflix ausgerechnet Lucifer rettet, wurden vor allem zwei Punkte genannt: Zum einen scheint man dort die Serie wirklich zu mögen und zum anderen gefiel die Aktion von Darstellern und Fans - sie wurden tatsächlich gehört und trugen so zur positiven Entscheidungsfindung bei.

Zumindest in den USA werden über kurz oder lang auch die ersten drei Staffel bei Netflix verfügbar sein. Ob dies auch in Deutschland passiert, wo Amazon bisher die Erstrechte an Lucifer inne hatte, ist noch offen.

Lucifer: Netflix übernimmt und bestellt Staffel 4

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Lucifer Still Monster

Da fällt nicht nur den Darstellern ein Stein vom Herzen, auch die Fans jubilieren: Netflix übernimmt Lucifer und hat eine vierte Staffel bestellt.

Trotz starker Fanbasis sanken die Quoten merklich, so dass Fox im Mai nach drei Staffeln das vorzeitige Aus beschloss - somit würde die Serie mit einem Cliffhanger enden. Wie mittlerweile üblich startete eine Social-Media-Kampagne, um Lucifer zu retten. Mit Erfolg, wie sich nun zeigt.

Dabei galt es eine zusätzliche Hürde zu überwinden: Eigentlich hat Hulu für die USA die Streamingrechte inne. In Deutschland war Lucifer zuerst bei Amazon Prime zu sehen.

Tom Ellis spielt Titelheld Lucifer. Der Fürst der Unterwelt hat keine wirkliche Lust mehr an seinem Job. Deprimiert und gelangweilt verlässt er seinen Thron und zieht nach Los Angeles. Hier findet er Freude daran, der Polizei bei der Aufklärung von Verbrechen zu helfen und die Täter zu bestrafen. Lucifer basiert lose auf dem gleichnamigen Comiccharakter von Vertigo. 

Wieviele Episoden die vierte Staffel erhält und wann sie erscheinen wird, ist noch nicht bekannt.


 

LUCIFER | Offizieller Trailer | AMAZON EXCLUSIVE Serie

Lucifer: Hauptdarsteller Tom Ellis bestätigt das Aus für die Serie

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Lucifer Still Weaponizer

3 Staffeln lang konnte Lucifer sich auf Fox halten, nun kommt das Aus für die Serie. Hauptdarsteller Tom Ellis bestätigte die Gerüchte via Twitter:

"Es war die schönste Erfahrung über die letzten 3 Jahre, Lucifer zu spielen und mich in euch, die Fans, zu verlieben. Es erfüllt mich mit großer Traurigkeit, dass ich die Gerüchte bestätigen muss, nach denen einige von euch mit gefragt haben. Fox hat #lucifer in der Tat abgesetzt, es tut mir so leid, Leute. #amBodenzerstört"

Auch Showrunner Joe Henderson meldete sich zu Wort:

"Also... ja. #Lucifer wurde abgesetzt. Und es tut verdammt WEH! Ich habe diese Serie so verdammt geliebt und alle haben ihr Herzblut in die Serie gestellt. Herzzereißend erklärt es nicht mal annähernd."

Anscheinend konnten die aktuellen Quoten den Sender nicht zufrieden stellen. Unter den Serien bei Fox rangierte Lucifer zuletzt unter den Top 10 der Serien, hatte aber im Schnitt um die zwanzig Prozent weniger Zuschauer als noch mit der Debüt-Staffel. In einer kürzlich erfolgten Umfrage bei TVline nach der Serie, für die man sich eine weitere Staffel wünscht, konnte sich Lucifer noch an die Spitze setzen. Augenscheinlich konnte dies Fox jedoch nicht überzeugen.

Damit läuft am Montag mit der Episode "A Devil of My Word" die finale Folge der Serie. Ebenfalls am Montag wird Fox den neuen Sendeplan ab Herbst verkünden. 

MagicCon 2018: Lucifer-Hauptdarsteller Tom Ellis angekündigt

Der britische Schauspieler Tom Ellis, Hauptdarsteller von Lucifer, ist erstmals bei der MagicCon in Bonn zu Gast.

In der mittlerweile dritten Staffel verkörpert er den Teufel persönlich, der die Hölle satt hat und sich eine Auszeit auf der Erde gönnt. Lucifer betreibt den Nachtclub Lux und unterstützt nebenbei das LAPD an der Seite der Polizistin Chloe Decker (Lauren German).

Ellis erhielt Gesangs- und Klavierunterricht und konnte sein Gesangstalent in der Serie bereits mehrmals unter Beweis stellen. 

Weitere Rollen verkörperte er unter anderem in Doctor Who, Merlin und Once Upon A Time. Tom Ellis ist an allen Con-Tagen anwesend. Sein Autogramm kostet 65 Euro, ein Foto mit ihm ist für 80 Euro zu haben.

Die MagicCon findet vom 23. bis 25. März 2018 im Maritim Hotel Bonn statt. Die Gästeliste umfasst bisher außerdem Ian Somerhalder (The Vampire Diaries), Beverley Elliott (Once Upon A Time), Anna Popplewell (Die Chroniken von Narnia), Craig Parker (Reign), Dean O’Gorman (Hobbit-Trilogie), Graham McTavish (Hobbit-Trilogie, Outlander), Adam Brown (Hobbit-Trilogie), Stephen Hunter (Hobbit-Trilogie) und Michael Malarkey (The Vampire Diaries). Moderiert wird die Veranstaltung  von "Mini-Mark" Lori Dungey.

Infos und Tickets gibt's auf www.magiccon.de.

Lucifer playing "All Along the Watchtower" HD

Kritik zu Lucifer 2.16 - God Johnson

SPOILER

Mit "God Johnson" präsentiert Lucifer im Endspurt von Staffel 2 sicherlich eine Folge, die mit Spannung erwartet wurde: Endlich. Endlich gibt sich Gott (Timothy Omundson) persönlich die Ehre. Diese Folge kann doch nur rundum gelungen sein.

Und dann ist die Enttäuschung groß, dass "God Johnson" zwar eigentlich in Ordnung ist. Uneigentlich jedoch ärgerliche Schwächen aufweist.

Denn aus dem Handlungsort hätte man sehr viel mehr machen können. Umso verwunderlicher ist es, dass die herausragenden Momente der Episode verpuffen und mit denen für Lucifer so üblichen trivialen Lösungen aufwartet.

Es ist nichts Neues, dass Figuren, die von sich entweder behaupten, aus einer anderen Zeit zu stammen (wie bei Sleepy Hollow) oder sich im Kampf gegen Dämonen und Vampire befinden (wie die Folge "Zwei Welten" bei Buffy grandios unter Beweis stellte), erst einmal in eine psychiatrische Einrichtung verfrachtet werden. So kann ein Mann, der von sich selbst sagt, er wäre Gott (with a capital G), auch nur eingewiesen werden.

Earth is His favourite toy

Und da sitzt er nun. Buchstäblich. Leider findet das Drehbuch hier nicht die Balance zwischen einem Gott, der sich verborgen hält, und dem Gott, der Interesse an seiner Schöpfung hat. Dabei ist es noch Charlotte (Tricia Helfer), die dem Zuschauer verrät, dass sie zum Beispiel für die Sintflut verantwortlich war - wohl aus Eifersucht. Sie nennt seine Schöpfung immerhin sein Spielzeug. Da ist der passive Gott, der in der Episode zu sehen ist, schon eher irritierend.

Gerettet wird die eher schwache Figur dann zum Glück von Timothy Omundson. Dank Supernatural hat der Schauspieler bereits genügend Erfahrung in der Darstellung biblischer Figuren und beweist hier quasi mit der Beförderung von Kain zu Gott, warum er der Richtige für diese Rolle ist. Wer Omundson am Ende der Folge als verwirrten Menschen Earl Johnson sieht, kann fast nicht glauben, dass er wenige Szenen zuvor noch der leidlich gütige und in sich ruhende Gott war.

You are a patronizing, sinister helicopter parent

Ebenso ist ihm anzusehen, dass ihm das Zusammenspiel mit Tom Ellis Spaß gemacht hat. Wenn ein Vater auf seinen trotzigen, zornigen Sohn trifft, sind die Emotionen, die solche Momente auslösen, spürbar. Ellis zeigt hier wieder einmal, dass Lucifer alles andere als ein eindimensionaler Charakter ist. Da flackert die ewig unterdrückte Wut in ihm hoch, am liebsten scheint er seinem Vater sofort an die Gurgel gehen zu wollen - und ihm nächsten Moment ist auch Lucifer scheinbar das Kind Samael, das bei einem Elternteil nicht in Ungnade gefallen sein möchte.

Aber auch der Rest der Figuren bekommt seinen entsprechenden Auftritt in der Folge. Schade ist es, dass Ella (Aimee Garcia) da eher zum naiven Dummchen verkommt, das als gläubige Christin jedenfalls musikalisch unter einem Stein gelebt haben muss. Anders ist es nicht zu erklären, dass ihr Joan Osbornes "What if God was one of us" nicht geläufig ist.

You are literally the judgiest person in the universe

Das Verhalten von Chloe (Laura German) ist mittlerweile prädestiniert für nervöses Augenzucken - der Moralapostel, der dann aber plump versucht, durch Bezirzen an Informationen zu kommen, ist ausgelutscht und passt nicht zur ihr. Und so langsam irritiert es auch, dass gerade ihr helles Köpfchen die Situation immer noch nicht durchblickt hat.

Ebenfalls irritierend ist Maze (Lesley-Anne Brandt). Die Autoren möchten anscheinend nicht, dass die starken Momente für sie überhand nehmen. Es ist ermüdend, Maze als dauersexbesessene Figur präsentiert zu bekommen. Hier eine Anspielung auf einen Dreier, bei dem sie sich auch nur mit einer voyeuristischen Position begnügen würde. Da ein Hinweis, dass Herrenbesuch am Abend eigentlich nur mit Sport auf der frisch bezogenen Matratze enden kann. Gerade bei "God Johnson" wirkt diese Charaktereigenschaft reichlich deplatziert - vor allem, da Maze in den Folgen zuvor andere Facetten zeigen durfte, die ihr besser zu Gesicht stehen.

Amenadiel (D.B. Woodside) ist in der Episode lediglich ein Sidekick. Eine der wohl unlogischsten Entscheidungen des Autorenteams. Immerhin ist sein Vater seit einer Ewigkeit mal wieder persönlich auf Erden. Und dann wird ausgerechnet der ältere Bruder Lucifers von einem Aufeinandertreffen ausgeklammert. Stattdessen darf Woodside ein komödiantisches Talent unter Beweis stellen, indem er die peinliche Situation beim Abendessen auf die Spitze treibt. Es spricht für Woodside, dass er in solchen Szenen vollen Einsatz zeigt.

Einen optischen Leckerbissen präsentiert "God Johnson" jedoch. Der Ausbruch von Gott und Lucifer aus der Psychiatrie ist hervorragend inszeniert und mit Hamilton Leithauser + Rostam "In a Black Out" musikalisch passend unterlegt. Man hätte der Episode gewünscht, dass sie das Potential, das sie hier offenbart, ausgeschöpft hätte.

Fazit

"God Johnson" zeigt gute Ansätze, verläuft sich jedoch in Trivialitäten und plumpen Lösungen. Um Lucifer persönlich zu zitieren: “I’m not angry. I am bloody furious.” Es bleibt zu hoffen, dass “Sympathy for the Goddess” die Weichen für ein packendes Staffelfinale stellt.

Wer selbst ein Blick auf die Episode werfen möchte, erhält seit dem 11. August Gelegenheit. Die 2. Staffel der Serie ist bei Amazon Prime vollständig verfügbar.

Lucifer Staffel 3: Comic-Con-Trailer & Tom Welling ergänzt den Cast

Auf der Comic-Con in San Diego wurde nicht nur ein erster Trailer zur dritten Staffel von Lucifer gezeigt, auch wird das Ensemble um eine weitere Hauptfigur ergänzt, wie TV Live berichtet. Tom Welling, bestens bekannt als Clark Kent aus der langjährigen Superman-Serie Smallville, übernimmt in der neuen Staffel die Rolle des Polizisten Marcus Pierce. Dieser ist ebenso charmant, charismatisch und gutaussehend wie Lucifer (Tom Ellis), jedoch mit einer Persönlichkeit genau das Gegenteil: bescheiden, vorausschauend und geachtet. Pierce' Beziehung zu Chloe (Lauren German) ist Lucifer ein Dorn im Auge.

Tom Welling war nach 10 Staffeln Smallville (2001-2011) nur sehr vereinzelt als Schauspieler tätig, zuletzt in der Independent-Produktion The Choice - Bis zum letzten Tag (2016).

Der gefallene Engel Lucifer Morningstar entflieht der Hölle und eröffnet einen Nachtclub in Los Angeles. Er genießt mit jeder Menge Alkohol und Sex das Dasein auf Erden. Schließlich können weder Frauen noch Männer seinem Charme widerstehen. Als Lucifer Zeuge eines Mordes wird, kreuzen sich seine Wege mit Detective Chloe Decker. Diese ist aus unerfindlichen Gründen immun gegen ihn und übt auf den Höllenfürsten eine gewaltige Faszination aus. Für ihn steht fest: Er muss mehr über diese Frau herausfinden. Am besten, indem er mit ihr zusammenarbeitet.

Die Serie basiert lose auf dem von Neil Gaiman, Sam Kieth und Mike Dringenberg geschaffenen Comiccharakter. Jedoch bedient Lucifer sich nur der Prämisse und orientiert sich nicht weiter am Verlauf der Comicserie.

Die neue Lucifer-Staffel startet am 02. Oktober beim US-Sender Fox, zusammen mit der neuen X-Men-Serie The Gifted.

Comic-Con 2017: LUCIFER Sizzle Reel | LUCIFER

Kritik zu Lucifer 2.15 - Deceptive Little Parasite

SPOILER

Nach der sehr schwachen Folge der letzten Woche zieht das Erzähltempo mit der aktuellen Folge von Lucifer wieder deutlich an.

Seit der Folge "Candy Morningstar" wissen wir, dass es Azraels Klinge braucht, um die Pforten des Himmels öffnen zu können. Mit passenden Seitenhieben geht die Serie darauf ein, dass Menschen bestimmte Vorstellungen vom Himmel haben. So darf Doktor Linda (Rachael Harris) die sehr naive Vorstellung ihres Himmels beschreiben: Sie fragt danach, ob alle in weißen Roben unterwegs sind oder es dort Harfen gibt. Hier beweist die Serie erneut, dass sie geschickt auf spezielle Stereotypen, die die meisten Menschen von religiösen Dingen haben, eingehen kann.

"Emotions can't be controlled, Lucifer!"

Der Schwerpunkt der Episode liegt aber klar darauf, wie die verschiedenen Charaktere mit ihren Emotionen umgehen. Sehr schön zu sehen ist, dass hier auch auf Nebenrollen wie Trixie (Scarlett Estevez) und Ella (Aimee Garcia) eingegangen wird. Gerade bei Ella werden wir diesbezüglich vermutlich noch einiges erwarten können. Sie deutet an, dass vermeintlich fröhliche Menschen nicht immer so fröhlich sind, wie sie es nach außen darstellen. Sehr offen gibt sie zu, dass sie öfters von trüben Gedanken geplagt wird. Für Chloe (Lauren German) war es bestimmt ein Augenöffner, dass ihre Tochter ihre eigenen Emotionen versteckt, um ihre Mutter nicht sehr zu belasten. Damit ist die Serie endlich wieder auf die Mutter-Tochter-Beziehung eingegangen, die zum Teil arg vernachlässigt wurde.

Besonders positiv ist in diesem Kontext auch das Zusammenspiel von Tom Ellis und Scarlett Estevez zu vermerken, da die beiden trotz ihres Altersunterschieds ein sichtlich gut eingespieltes Team bilden. Es wäre vermessen zu sagen, dass die Jungdarstellerin auf Augenhöhe mit Ellis spielt, dennoch stimmt die Chemie zwischen ihnen. Es sind kaum merkliche Gesten, die verraten haben, wie Lucifer zu Trixie steht.

"The only way to get over this pain is to go through it."

Gewohnt stark sind wieder einmal die Szenen zwischen Lucifer und Amenadiel (D.B. Woodside). Der Moment, in dem Amenadiel dazwischen geht, als er sieht, dass sein Bruder kurz davor ist, in Tränen auszubrechen, ging unter die Haut. Schon in der Vergangenheit hat die Serie bewiesen, dass gerade die Momente zwischen Amenadiel und Lucifer zu den absoluten Highlights gehören. Selbst Geschwisterstreitigkeiten werden so ausgetragen, wie man es vermutlich von den eigenen Geschwistern kennt. Besonders beeindruckend ist, dass Amenadiel nicht stetig nur auf die Rolle des beschützenden großen Bruders reduziert wird. Zwar tritt er für Lucifer dann ein, wann und wenn man es von ihm erwartet, jedoch bietet er seinem kleinen Bruder auch grundsätzlich einmal die Stirn. Der einzige Kritikpunkt an dieser Stelle ist, dass man etwas näher darauf eingehen können, ob Amenadiel in der Tat nicht eifersüchtig auf Lucifer ist. Denn in der Verlauf der Episode wurde mehr als einmal erwähnt, dass Lucifer in seinem Status des Lichtbringers eine besondere Rolle spielt.

"A foursome isn't an emotion, Mum!"

Der Fall der Woche war wie gewohnt nicht sehr spannend. Dennoch gab es hier einige Seitenhiebe auf Helikopter-Eltern und die vermeintliche Perfektion, die heutzutage von vielen Eltern erwartet wird. Sei es, dass Kinder ihre Emotionen im Zaum halten müssen, um als perfekte kleine Wesen dazustehen. Oder von Müttern erwartet, wird dass sie auf alles Rücksicht nehmen und an alles denken; zum Beispiel, dass mindestens glutenfreie Muffins zu einer Schulveranstaltung gebacken werden. Ebenfalls eine Stärke von Lucifer.

Das Ende der Folge gibt sogar einen guten Anhaltspunkt dafür, warum Charlotte (Tricia Helfer) so auf eine Lösung drängelt und Lucifer im Verlaufe der Episode dazu angestachelt hat, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Es bleibt abzuwarten, wie Charlotte ihre weiteren Pläne schnellstmöglich durchsetzen wird.

Fazit

Den Tiefpunkt der vergangenen Woche hat Lucifer glücklicherweise schnell vergessen lassen. Gerade die Nebencharaktere bekommen eine schöne Tiefe, wie wir es nur aus wenigen Folgen kennen. Der Ausblick auf "God Johnson" für die kommende Woche lässt zudem auf einen weiteren Höhepunkt der Serie hoffen.

Lucifer 2x16 Promo "God Johnson" (HD) Season 2 Episode 16 Promo

Kritik zu Lucifer 2.14 - Candy Morningstar

SPOILER

Lange mussten wir auf die neuen Folgen von Lucifer warten. Die Serie nahm sich eine Auszeit von ganzen drei Monaten. Nun kehrt der Teufel mit der Episode "Candy Morningstar" aus seiner Pause zurück.

"I've been through hell recently", erklärt Lucifer (Tom Ellis) im Laufe der Folge, und manchmal fühlt es sich so an, als wäre man für diese Folge selbst durch die Hölle gegangen. Folge 13 endete immerhin mit einem Cliffhanger: Lucifer war plötzlich aus seiner Wohnung im Lux verschwunden.

Die neue Folge setzt zwei Wochen nach seinem Verschwinden ein. Die Zurückgebliebenen rätseln um seinen Verbleib. Und irgendwie erwartet man auch eine wahnsinnig ausgeklügelte Antwort auf die Frage. Dennoch verweigert die Folge genau das.

"Only a deeply damaged soul would make such a poor choice."

Und genau daran krankt "Candy Morningstar" auch. Irgendwie bekommt die Folge nicht den richtigen Dreh, um das Gefühl, das in den letzten Folgen vor der Pause aufgebaut worden ist, wieder greifbar zu machen. Gerade bei Chloe (Lauren German) wirkt es so, als würde sie die gesamte Folge lang nicht wie ihr Charakter agieren. Ihr Verhalten Lucifer gegenüber ist höchst unlogisch, man sollte meinen, dass sie ihren Partner mittlerweile besser kennt. Die Folge steht im Widerspruch zu allem, was die Autoren in den vergangenen Folgen vor der Pause mühsam und stetig aufgebaut haben. In manchen Szenen wirkt Chloe wie eine Drama Queen, nur um dann in der nächsten sichtlich Spaß daran zu haben, eine falsche Candy Morningstar zu geben.

"Just friends."

Generell muss man sich mehr als einmal fragen, ob die Charaktere jetzt durchgedreht sind. So wartet Lucifer auf einmal mit einer angeblichen Ehefrau namens Candy (Lindsey Gort) auf, die, wie er stetig betont, keine Stripperin ist, sondern eine exotische Tänzerin. Dass dies nicht plausibel sein kann, braucht nicht erst am Ende enthüllt werden. Die gesamte Geschichte um eine plötzliche Ehefrau Lucifers gestaltet sich von Anfang an unglaubwürdig; selbst die oberflächliche psychologische Betrachtung, dass er sich damit nur schützen wollte, ergibt die ganze Folge lang keinen Sinn.

Und so quält sich "Candy Morningstar" durch einen Fall, der den Zuschauer nicht wirklich packen kann, da er mal wieder, wie bei Lucifer leider mittlerweile üblich, maximal unspannend ist. Ein Musiker wird tot aufgefunden: Letztlich ist der eigentliche Mörder mal wieder eine halbe Überraschung, die sehr an den Haaren herbei gezogen wird wirkt.

"He was the best hugger."

Lediglich bei näherer Betrachtung enthält die aktuelle Folge von Lucifer ein paar Aspekte, die für den weiteren Verlauf relevant sind. So haben Ella (Aimee Garcia), Amenadiel (D.B. Woodside) und Maze (Lesley-Ann Brandt) wenig Screentime, dennoch sind ihre kleinen Dialogstückchen sehr auf den Punkt und zum Teil höchst pointiert ("Her bra size equals her IQ."). Maze gibt quasi im Vorbeigehen preis, dass Lucifer es nicht mag, wenn er manipuliert wird. Ella hingegen freut sich wie ein kleines Kind in der Folge darüber, dass ihr Lieblingspaar Lucifer und Chloe vermeintlich wieder vereint ist. Und Amenadiel setzt alles daran, um die Familie wieder zusammen zu bringen.

Er zeigt seinem kleinen Bruder auf, dass dieser im Bezug auf seine Mutter Charlotte (Tricia Helfer) nicht so skeptisch sein sollte. Auch bei Charlotte wird in dieser Folge immer deutlicher, dass sie nicht alles zu ihrem eigenen Vorteil getan hat. Die letzte Folge ließ uns schließlich damit zurück, dass die Mutter einiges für ihren Sohn geopfert hat.

"Is this burning an Eternal Flame?"

Am Ende der Episode wird schließlich enthüllt, in welche Richtung es weitergehen könnte. Das erste Mal im Verlaufe der Serie wird der Himmel direkt angesprochen, familienintern Silver City genannt. Lucifer muss einsehen, dass seine erste Rebellion gegen seinen Vater nur deshalb nicht gefruchtet hat, weil die richtigen Waffen gefehlt haben. Somit wird der Fokus für die nächste Folge klar auf die Flammende Klinge gelenkt. Diese Waffe ist in der Lage, alles zu durchschneiden. Der Clou an der Sache ist, dass Lucifer sie nicht mehr suchen muss, sondern sich diese bereits in seinem Besitz befindet.

Als kleines Sahnehäubchen präsentiert die Folge erneut einen singenden Teufel. Die Songauswahl ist definitiv mit einem Augenzwinkern zu verstehen und fügt sich in diese Folge passend ein. 

Dennoch ist zu wünschen, dass das Erzähltempo in den weiteren Folgen bei Lucifer demnächst wieder einmal kräftig anzieht. Denn zum Beispiel weist er selbst in dieser Folge erneut darauf hin, dass er niemals lügen würde. Bereits mit der letzten Folge haben wir erfahren, dass er Chloe auch gar nicht anlügen kann. Es bleibt abzuwarten, wann die Serie endlich aufklären wird, welche Bedeutung ihr zukommt und wieso Lucifer einige Sachen in ihrer Gegenwart überhaupt nicht möglich sind.

Fazit

Die lange Pause hat Lucifer nicht gut getan, die Auftaktfolge erscheint unrund und gehört zu den Tiefpunkten von Staffel 2. Die kommenden Folgen müssen beweisen, dass "Candy Morningstar" ein Ausrutscher ist.

Lucifer 2x15 Promo "Deceptive Little Parasite" (HD) Season 2 Episode 15 Promo

Lucifer: Neuer Teaser gewährt einen ersten Blick auf Timothy Omundson

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Tom Ellis als Lucifer und D.B Woodside als Amenadiel in Lucifer "A Good Day to Die"

In genau vier Wochen hat die "merkwürdige" Pause, wie Tom Ellis sie kürzlich auf Twitter bezeichnete, in Staffel 2 von Lucifer ein Ende. Für den Sender Fox Anlass genug, den Teaser "Lucifer is back" zu veröffentlichen. 

Den Mittelpunkt bilden dabei Lucifer (Tom Ellis), sein Bruder Amenadiel (D.B. Woodside) sowie Mom/Charlotte (Tricia Helfer) - und es gibt einen ersten Blick auf Timothy Omundsen in seiner Rolle als God Johnson.

Johnson wird als charmant, aber auch geheimnisvoll beschrieben. Seine Behauptung, niemand geringerer als Gott selbst zu sein, hat ihm einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung beschert. Eigentlich will Lucifer diese Behauptung als Schwindel enttarnen. Jedoch kann Johnson ihm Dinge erzählen, die in der Tat nur Gott wissen könnte. Den ersten Auftritt dürfte Omundsen damit in Episode 2x16 namens "God Johnson" haben.

Staffel 2 von Lucifer wird letztlich nur 18 Episoden umfassen, dies gab Showrunner Joe Henderson letzten Monat über Twitter bekannt. Die restlichen vier Folgen könnten auch für sich allein stehen, zudem hatte Fox bis zum Herbst keinen Platz mehr für die komplette 22 Folgen umfassende Staffel. Wie viele Episoden die kommende Staffel 3 der Serie umfasst, ist noch nicht bekannt.

Am 1. Mai kehrt Lucifer erst einmal aus seiner Pause zurück, die Episode "Candy Morningstar" bildet den Auftakt. Das Staffelfinale wird am 29. Mai ausgestrahlt und heißt "The Good, the Bad and the Crispy".

Lucifer Is Concocting A Plan | Season 2 Ep. 14 | LUCIFER

Lucifer is back. Get ready for the Spring Premiere on Monday, May 1.

Posted by Lucifer on Sonntag, 2. April 2017

Lucifer: Fox kürzt Staffel 2 auf 18 Folgen

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Lucifer Still Homewrecker

Eigentlich war für Lucifer nachträglich eine komplette Staffel 2 bestellt worden. Im Herbst hatte Fox neun weitere Folgen geordert, sodass die aktuelle Staffel damit 22 Episoden umfasst hätte.

Joe Henderson, Showrunner der Serie, gab jetzt jedoch bekannt, dass die letzten fünf Folgen im Mai ausgestrahlt werden - damit würden nun vier Episoden fehlen. Henderson gab über Twitter jedoch die Erklärung dazu:

"Diese Staffel sollte einen Handlungsbogen von 18 Folgen umfassen, da wir ursprünglich 18 Folgen bekommen sollten. Aber dann waren es mehr! Überraschung! Also haben wir entschieden, vier Folgen zu schreiben, mit denen wir ein bisschen spielen konnten. Tiefer in die Geschichte der Charakter eindringen, ein wenig mit dem Format spielen. Wir wussten nicht, ob man es in dieser Staffel oder der nächsten ausstrahlt. Jetzt wissen wir's. Die schlechte Nachricht ist, dass ihr auf sie warten müsst. Ich weiß, dass das nervt. Die gute Nachricht ist aber, dass es mindestens 22 Episoden in der nächsten Staffel von Lucifer sind. Vielleicht 26?? Wahrscheinlich 24? So früh ist das schwer zu sagen."

Auf Nachfrage von Twitter-Usern erklärte er zudem, dass die vier Folgen für sich allein stünden, jedoch auch Handlungen aufgreifen, die bereits bekannt sind. Allerdings stellen die Folgen auch Neues vor, das in der kommenden Staffel vorkommt. Zudem gibt es wohl noch den simplen Grund, dass der Sender bis zum Herbst keinen Sendeplatz für die zusätzlichen Folgen hat.

Einen Ausblick auf das Finale von Staffel 2 konnte Henderson sich außerdem auch nicht verkneifen:

"Das Ende von Staffel 2 ist genau da, wo wir es geplant haben. Und es ist wahnsinnig toll."

Hauptdarsteller Tom Ellis meldete sich per Twitter ebenfalls zu Wort:

"Damit das klar ist... das sind keine schlechten Nachrichten. Es ist eine Entscheidung zur Zeitplanung, aber weil wir euch so gern mögen, bekommt ihr mit Staffel 3 dann 26 Folgen. Die letzten fünf Folgen von Staffel 2 werden im Mai ausgestrahlt... dann startet Staffel 3 im Herbst ohne diese 'merkwürdige' Pause. Ganz einfach."

Die 'merkwürdige' Pause von Staffel 2 nimmt am 1. Mai mit der Folge "Candy Morningstar" ihr Ende. Das Staffelfinale wird am 29. Mai bei Fox ausgestrahlt und trägt den Titel "The Good, the Bad and the Crispy".

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