Marvel Cinematic Universe

Disney+: Auch Marvel Television wird Serien für den Streaming-Dienst produzieren

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Die zukünftigen Abonnenten des Streaming-Dienstes Disney+ können sich ab dem kommenden Jahr auf mehrere Marvel-Serien freuen, die kürzlich auf der Comic-Con in San Diego nun auch offiziell enthüllt wurden. Dabei wird es aber wohl nicht bleiben. So erzählte Jeph Loeb, Chef von Marvel Television, kürzlich in einem Interview, dass auch Marvel TV Serien für den Streaming-Dienst entwickelt.

Die Struktur bei Marvel ist generell etwas nicht ganz einfach. Während die Kinofilme unter der Aufsicht von Marvel Studios entstehen, war für alle bisherigen TV-Produktionen Marvel Television verantwortlich. Die nun angekündigten Serien wie Loki oder The Falcon and the Winter Soldier entstehen aber nun nicht bei Marvel Television, sondern Marvel Studios. Entsprechend werden sich die Geschehnisse auch auf das Kinouniversum auswirken. Marvel TV ist nach Aussagen von Jeph Loeb nicht an der Produktion der Serien beteiligt, plant aber eigene Formate.

Aktuell produziert Marvel TV Agents of SHIELD, Runaways und Cloak & Dagger. Darüber hinaus sind die Serien Ghost Rider und Helstrom sowie die Animationsserien Hit-Monkey, MODOK, Tigra & Dazzler, Howard the Duck und The Offenders angekündigt. Marvel Studios arbeitet an Loki, The Falcon and the Winter Soldier, WandaVision, Hawkeye und der Animationsserie What If...?.

Marvel Cinematic Universe: Weitere Details zu Thor 4, Black Widow und Phase 4

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In der Nacht zum Sonntag enthüllte Marvel-Chef Kevin Feige auf der Comic-Con in San Diego offiziell Phase 4 des Marvel Cinematic Universe. Aufgrund der späten Stunde und der Menge an Informationen können aber schnell einmal ein paar Dinge untergehen, weshalb wir noch einmal auf ein paar Details eingehen wollen.

Im Gespräch mit Collider bestätigte Kevin Feige noch einmal, dass es sich bei den zehn angekündigten Filmen und Serien, die 2020 und 2021 erscheinen um die komplette Phase 4 handelt. Änderungen sind nicht komplett ausgeschlossen aber generell sollen es diese Projekte sein. Damit wäre Phase 4 mit zwei Jahren nicht nur die kürzeste, es würde auch erstmals kein Avengers-Film innerhalb einer Phase erscheinen. Stattdessen wäre Thor: Love and Thunder das Finale, wobei Thor auch gleichzeitig der einzige Held ist, der in jeder Marvel-Phase mit einem Solofilm vertreten war.

Das dritte Soloabenteuer des Avengers-Gründungsmitgliedes dürfte zudem zwei Thor-Versionen zeigen. So wird Natalie Portman nicht nur zurückkehren, sie soll sich auch selbst ein Kostüm überwerfen und zu einer weiblichen Thor werden. Auf der Comic-Con schwang Portman bereits den Hammer Mjolnir. Als Inspiration dient der Comic The Mighty Thor von Jason Aaron, in dem eine an Krebs erkrankte Jane Forster ebenfalls zu einer weiblichen Thor wurde und zum Hammer griff. Inwiefern die Verwandlung um Film erfolgen wird, ist noch unklar.

Darüber hinaus wird auch Tessa Thompson Valkyrie in Thor: Love and Thunder zurückkehren. Thompson erklärte auf dem Panel, dass sich Valkyrie als neuer Herrscher von Asgard nun auf die Suche nach einer Königin begeben wird. Mittlerweile hat auch Kevin Feige bestätigt, dass die Heldin damit die erste LGBTQ-Haupfigur im MCU sein wird.

Während Thor: Love and Thunder das Ende von Phase 4 darstellen wird, bildet Black Widow den Auftakt. Auf der Comic-Con wurde auch gleich erstes Videomaterial aus der Comicverfilmung gezeigt. Dieses zeigte die Rückkehr von Natasha nach Budapest und war sehr actionreich, wobei die Action an den Stil der Bourne-Filme erinnert haben soll.

Zudem wurde mit dem Taskmaster der Gegenspieler von Black Widow enthüllt, allerdings ist immer noch nicht klar, wer diesen spielen wird. Dafür gibt es im Netz nun ein erstes Konzeptbild des Schurken, der schon einmal einen Eindruck vermittelt. Zudem wurde die Rolle von David Harbour (Stranger Things, Hellboy) ziemlich sicher enthüllt. Der Darsteller wird als Red Guardian, einer russischen Version von Captain America zu sehen sein.

Mit Black Panther 2, Guardians of the Galaxy 3, Captain Marvel 2 und vor allem Fantastic Four und Blade kündigte Kevin Feige zudem noch eine ganze Reihe von weiteren Filmen an. Für diese müssen sich die Fans aber definitiv bis Phase 5 oder später gedulden. Vor 2023 wird keiner dieser Helden in die Kinos kommen. Auch gibt es im Falle von Fantastic Four und Blade noch keine Informationen zu den Kreativen hinter der Kamera. Bisher ist lediglich Mahershala Ali als Vampirjäger Blade bestätigt.

Hier noch einmal alle Projekte der Phase 4 im chronologischen Überblick:
1. Mai 2020 – Black Widow
Herbst 2020 – Falcon and the Winter Soldier
6. November 2020 – The Eternals
12. Februar 2021 – Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings
Frühling 2021 – WandaVision
Frühling 2021 – Loki
7. Mai 2021 – Doctor Strange in the Multiverse of Madness
Sommer 2021 – What if...?
Herbst 2021 – Hawkeye
5. November 2020 – Thor: Love and Thunder

Marvel Studios: Panel für die Comic-Con in San Diego angekündigt

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Marvel Studios kehrt zurück zur San Diego Comic-Con. Nachdem das Filmstudio im vergangenen Jahr die Convention ausließ, ist es dieses Jahr wieder mit einem großen Panel in der Halle H vertreten. Das Panel findet in der Nacht zum Sonntag, den 21. Juli um 2.15 Uhr deutscher Zeit statt.

Offiziell angekündigt ist bisher nur Marvel-Chef Kevin Feige, der allerdings Gesellschaft von einigen Überraschungsgästen erhalten soll. Um wen es sich dabei genau handelt, ist bisher noch unbekannt. Fans dürften sich von der Veranstaltung aber vor allem Informationen über die kommende Phase 4 erhoffen. Bisher hüllte Marvel sich weitestgehend in Schweigen darüber, wie es nach Avengers: Endgame und dem aktuell gestarteten Epilog Spider-Man: Far from Home mit dem MCU weitergeht.

Auch wenn bereits bekannt ist, dass Marvel an Filmen wie Black Widow, The Eternals, Shang-Chi, Guardians of the Galaxy 3, Doctor Strange 2 und Black Panther 3 arbeitet, fehlen bisher noch viele offizielle Bestätigungen sowie die Kinostartdaten. Auch die Frage, wie es denn mit den Avengers weitergeht, ist noch ungeklärt.

Interessant könnte zudem der Cast von The Eternals werden. Mit Angelina Joli, Salma Hayek, Richard Madden und Kumail Nanjiani kursieren aktuell einige prominente Namen. Vielleicht bringt das Panel bei der Comic-Con auch hier einige konkrete Informationen.

Darüber hinaus ist auch das Thema Serien interessant. So befinden sich gleich mehrere Mini-Serien für den neuen Streaming-Dienst von Disney in Entwicklung. Bestätigt sind The Falcon and The Winter Soldier, WandaVision und Loki. Auch hier könnte das Panel weitere Einblicke bieten.

Kritik zu Spider-Man: Far From Home - Eurotrip

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Spider-Man: Far From Home Scene Still

Peter Parker (Tom Holland) begibt sich mit seinem Naturwissenschafts-Kurs auf Europatour. Eigentlich will er dabei seine Superhelden-Existenz kurz vergessen, aber dann tauchen überall auf der Welt sogenannte Elementals auf, die Städte wie Venedig oder Prag verwüsten. Zwar versucht Peter als Spider-Man zu helfen, doch ohne den plötzlich auftauchenden Mysterio (Jake Gyllenhaal) wären er und Nick Fury (Samuel L. Jackson) ziemlich aufgeschmissen. Doch bald stellt sich heraus, dass der mysteriöse Superheld andere Beweggründe hat.

Vor Beginn der Pressevorführung verlas eine Mitarbeiterin eine Bitte: Man möge doch bis zum Ende des Films sitzen bleiben, aber vor allem nichts spoilern und daher auch kein Wort über die Charakterentwicklung der Figuren verlieren. Jeder hätte verdient, den Film so unbefangen zu schauen wie die versammelten Presseleute. Natürlich hat die Dame mit dem letzten Satz Recht. Aber die von Marvel mit befeuerte Spoiler-Paranoia lässt einen als Kritiker schon recht ratlos zurück: Worüber soll man den nun schreiben, wenn man von der Geschichte und den Charakteren nichts erzählen darf, da empfindliche Gemüter dies als Spoiler werten könnten? Zumindest bei Spider-Man: Far From Home kann man da aber Entwarnung geben: Weder Geschichte noch Charakterentwicklung geben viel her, was man verraten könnte.

Nach der Endgamokalypse

Viel wichtiger für Fans des MCU: Der Film schließt die Geschehnisse um die Avengers-Filme, zuletzt Avengers: Endgame, ab und thematisiert immer mal wieder nebenbei die Lücke von fünf Jahren, welche die Ereignisse dieses Handlungsbogens hinterlassen haben. Dabei ist bereits der Beginn des Films ein Spoiler, für all jene, die Endgame nicht gesehen haben. Menschen, denen der MCU-Zirkus aber weniger bedeutet, werden so immerhin kurz über die für Peter und seine Freunde wichtigen Ereignisse informiert. So ist der Film auch dann gut verständlich, wenn man sich nur grob in Marvels Comic-Universum auskennt.

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Spider-Man: Far From Home Scene Still

Allerdings bleibt kaum Zeit, nach dem Warum und Wieso zu fragen: Spider-Man: Far From Home erzählt sehr zügig seine Geschichte und spart dabei zum Glück nicht mit Humor. Die Marvel-Filme hatten schon immer eine gewisse Leichtigkeit in der Erzählung, mit viel Gewicht auf Witzen und Lacher, auch da bildet der zweite Spider-Man-Film mit Tom Holland keine Ausnahme. Im Gegenteil, er gehört wahrscheinlich mit zu den witzigsten Werken aus dem MCU. Das, und die natürlich sehr klischeehafte und karikierende Darstellung der verschiedenen europäischen Länder, erinnert dabei stellenweise an Europareise-Komödien wie dem Klassiker Hilfe, die Amis kommen (im Original National Lampoon‘s European Vacation) oder dem eher zotigen Teenie-Film Eurotrip.

Natürlich rummst es trotzdem in den Kämpfen mit den Elementarwesen ordentlich, an CGI wird nicht gespart und Spider-Man darf zeigen, was er drauf hat. Da bietet der Film auch nicht mehr oder weniger als die anderen Marvel-Teile. Der anfangs sympathische Bösewicht Mysterio könnte da noch etwas rausreißen, zumal Jake Gyllenhaal seine Figur gut und überzeugend spielt – nur leider scheitert Spider-Mans Gegenspieler ein wenig an den Ambitionen der Autoren. Denn wo Mysterio eine Aussage zur Rolle von Superhelden in einer Post-Endgame-Welt hätte treffen können, entpuppt er sich vielmehr als gewöhnlicher Bösewicht mit nicht völlig eindeutigen Motiven, der gegenüber Peter Parker auch keine weiterentwickelnde Rolle einnehmen kann. Sprich: An der Begegnung mit Mysterio wächst Peter Parker charakterlich nicht wirklich weiter. Sein grundsätzlicher Gegensatz, also seinem Wunsch nach einer ruhigen Existenz als High-School-Schüler und den weltrettenden Aufgaben eines Superhelden, bleibt genauso erhalten wie sein ambivalentes Verhältnis zu seinem ehemaligen Idol. Aber jetzt sei besser geschwiegen, bevor noch jemand "Spoiler" krakeelt.

Es geht um die Wahrheit - und Superhelden

Zudem entwickelt Spider-Man: Far From Home gegen Ende den Willen, eine Aussage über unser heutiges Verhältnis zu Wahrheit zu treffen, angesichts von Diskussionen um "alternative Fakten", "Lügenpresse" und ähnliches. Doch taucht dies nur am Rande auf, genau wie die etwas selbstironische Betrachtung von CGI und Motion Capturing. Aber vor allem am Ende konzentriert sich Spider-Man: Far From Home viel stärker darauf, seine Superhelden-Geschichte zum Abschluss zu bringen, wodurch die Diskussion um Wahrheit und unserem Verhältnis zu ihr untergeht. Aber gerade das zum Thema des Films zu machen, hätte ihn aus der mittlerweile etwas erschöpfenden Masse an Comic-Verfilmungen herausheben können.

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Spider-Man: Far From Home Scene Still

In Sachen MCU schließt dieser Film die dritte Phase ab und schildert die Nachwirkungen des Kampfes um die Infinity-Steine. Allerdings ist noch nicht zu erkennen, wie viel Einfluss die Ereignisse in Europa auf das gesamte MCU haben könnten.

Fazit

So bleibt Spider-Man: Far From Home ein durchaus witziger, unterhaltsamer Superhelden-Film, der allerdings auch nur mehr vom Gleichen liefert, mit ein paar Variationen in Thema, Aufbau und Struktur. Fans des MCU bekommen das, was sie erwarten und haben Spaß, alle anderen können Popcorn-Kino genießen und Comic-Muffel sollten sich fragen, warum sie überhaupt eine Karte gekauft haben.

Kevin Feige über das MCU, Spider-Man, Venom und Black Widow

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Am 04. Juli startet Spider-Man: Far From Home in den Kinos und Kevin Feige, der Chef von Marvel Studios, spricht sowohl über den Film als auch über die weiteren Pläne für das Marvel Cinematic Universe. Dessen dritte Phase kulminierte in den Ereignissen von Avengers: Endgame.

Die Rechtelage im Marvel Cinematic Universe ist ein wenig kompliziert: So gehören die Lizenzen zur Verfilmung Spider-Mans eigentlich Sony Pictures, die sich mit Marvel zusammentaten, um die zukünftigen Filme um den Spinnenmann in das erfolgreiche MCU zu integrieren. Letztes Jahr veröffentlichte Sony dann Venom, über eine wichtige Figur aus dem Spider-Man-Universum, die aber im Film nicht in das MCU eingegliedert ist. Ob dies noch geschieht, liegt bei Sony, sagt Kevin Feige:

„Ich denke, es liegt vermutlich in Sonys Händen. Sony hat diese beiden Charaktere und hat Venom in ihrer Welt. Ich kenne ihre Pläne für weitere Venom-Filme nicht oder ob sie das überhaupt tun. Aber es erscheint mir recht sicher.“

Eine weitere Figur, die in den Marvel-Universen gewildert hat, ist Deadpool. Durch den Aufkauf von Deadpool-Rechteinhaber 20th Century Fox durch Disney liegen diese Rechte und auch die Rechte an den X-Men nun in Marvels Reichweite:

„Natürlich reden wir über die Zukunft all dieser Marken von Fox. Darüber, wie wir diese einspannen und wann wir das tun. [Ein Gerücht, dass Spider-Man und Deadpool zusammen einen Film bekommen] ist aber speziell nicht der Fall.“

Außerdem äußerte sich Feige auch über einen möglichen Black-Widow-Film. Gerüchte besagen, dass Black-Widow-Darstellerin Scarlett Johansson kurz davor stünde, die Dreharbeiten zu starten oder diese sogar schon begonnen hätten. Dazu äußerte sich Feige nicht, deutete aber an, dass der Film dann ein Prequel sein müsste. Solche Prequels könnte man auf verschiedene Weisen gestalten, so dass das Publikum neue Erkenntnisse über die Vorgänge im Marvel-Universum erlangen könne:

„Ich denke da an Better Call Saul als wunderbares Beispiel für ein Prequel, das beinahe komplett auf eigenen Füßen steht, jenseits von Breaking Bad, weil es uns über so viele Dinge informiert, die wir vorher noch nicht wussten. […] Die Zeit wird also zeigen, welchen Weg wir mit einem möglichen Film zu Black Widow einschlagen.“

Spider-Man: Far From Home, über den Feige ja eigentlich reden wollte, stellt übrigens einen Übergang zwischen der dritten und vierten Phase des Marvel Cinematic Universe dar.

SPIDER-MAN: FAR FROM HOME - Trailer - Ab 4.7.19 im Kino!

Marvel Cinematic Universe: Anthony Mackie äußert sich zur Zukunft von Captain America

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Falcon & Winter Soldier

Während der Celebrity Fan Fest Convention in San Antonio hat Anthony Mackie sich zu seiner Zukunft im Marvel Cinematic Universe geäußert. Jeder, der Avengers: Endgame bereits gesehen hat, weiß, dass so ein Gespräch nicht ohne Spoiler auskommen kann.

Am Ende des vierten Avengers-Film reicht der gealterte Steve Rogers (Chris Evans) seinen Schild an seinen Freund Sam Wilson aka Falcon (Anthony Mackie) weiter. In einem Interview (Video ab Minute 4:04) darauf angesprochen, wie sich die Rolle von Captain America nun verändert wird, antwortet Mackie:

"Chris [Evans] ist ein fantastisches Cap und ich habe das Gefühl, dass er mit dieser Figur in der Lage war etwas zu tun, was nur sehr wenige Leute in irgendeinem Cinematic Universe oder einer Filmreihe tun konnten, weil er für so viele Filme Cap gespielt hat. Das zu übernehmen, ein Teil des Vermächtnisses zu sein, ist eine riesige Herausforderung. Viele Leute werden erwarten, dass ich Chris Evans im selben Anzug bin, nur halt ein schwarzer Typ. Aber das wird definitiv nicht passieren."

In den Comics hat die Identität Captain Americas bereits mehrfach gewechselt. So trugen dort unter anderen kurzfristig Sam Wilson (Falcon ), Clint Barton (Hawkeye) und Bucky Barnes (Wintersoldier) das Kostüm mit dem Sternenbanner.

Im MCU ist die Nachfolge nun entschieden. Offen ist nur, wann der neuen Captain seinen ersten Auftritt bekommt. Naheliegend wäre die geplante Mini-Serie Falcon & Winter Soldier, welche an die Geschehnisse von Avengers: Endgame anschließen soll und Sam Wilson und Bucky Barnes (Sebastian Stan) in den Mittelpunkt stellt. Doch zu genauen Details der Handlung hüllt sich Marvel bisher in Schweigen.

Anthony Mackie wird zunächst in der 2. Staffel der Serie Altered Carbon zu sehen sein, wo er die Hauptrolle des Takeshi Kovacs von Joel Kinnaman übernimmt.

Anthony Mackie, Benedict Wong & Lee Pace en la Celebrity Fan Fest (16/06/19)

Nach Avengers: Endgame - Wie wird Phase 4 des Marvel Cinematic Universe aussehen?

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Avengers 4 Endgame

Nachdem Avengers: Endgame nun bereits seit mehr als einer Woche in den Kinos ist, lohnt sich so langsam ein Blick auf die Zukunft des Marvel Cinematic Universe. Bisher hielt sich Marvel, getreu seiner Geheimhaltungspolitik, extrem bedeckt, was die eigene Zukunft im Kino anbelangt. Auch wer auf ein paar Antworten in Endgame gehofft hat, wurde enttäuscht. Selbst auf die berühmte Abspannszene wurde verzichtet, mit der man den Fans zumindest einen kleinen Ausblick hätte bieten können. Dies hält uns jedoch nicht davon ab, auf Basis der bisher bekannten Informationen einmal munter zu spekulieren.

Die Zukunft des MCU wird ab Phase 4 erstmals nicht nur aus Filmen, sondern auch aus Mini-Serien bestehen, die von Marvel für den kommenden Streaming-Dienst Disney+ produziert werden. Aktuell sind vier dieser Projekte bekannt: Loki, Scarlet Witch & Vision, Winter Soldier & Falcon sowie Hawkeye. Im Falle von Falcon könnte eine Namensänderung anstehen, schließlich hat Sam Wilson nun den Schild von Captain America übernommen.

Bei Loki ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Geschichte nach dessen gezeigter Flucht in Endgame einsetzt, die ihm die in der Zeit gereisten Tony Stark und Scott Lang ermöglichten. Mit dem Infinity Stein ausgestattet, stehen ihm alle Türen offen. Gerüchten zufolge ist aber auch eine Art Prequel nicht unwahrscheinlich. Demnach würde Loki in verschiedenen Zeitebenen auf der Erde sein Unwesen treiben. Da Zeitreisen im MCU nun aber offiziell möglich sind, wäre dies auch ohne ein Prequelsetting möglich.

Es steht zu erwarten, dass die Helden der TV-Serien nicht auch noch jeweils eigene Filme erhalten. Sie dürften im Kino weiter eine Rolle spielen, ein zusätzlicher Solofilm rund um den neuen Captain America oder Hawkeye im Mittelpunkt ist aber nicht sonderlich wahrscheinlich. Trotzdem dürfte Marvel keine Probleme haben, genug Helden auf die Kinoleinwand zu bekommen. Allerdings sind da schon einige Filme zu befüllen.

Aussagen von Kevin Feige zufolge verfolgt Marvel nach dem Abschluss von Phase 3 einen Fünf-Jahres-Plan. Mit dem aktuellen Schnitt von drei Filmen pro Jahre würde Phase 4 also insgesamt 15 Filme umfassen. Das ist schon eine beachtliche Zahl. Startdaten für die nächsten neun Filme wurden schon vor einiger Zeit festgelegt, wenn auch keine Film konkret zugeordnet wurden. Nach aktuellem Stand kommen zu folgenden US-Terminen neue MCU-Projekte in die Kinos: 1. Mai 2020, 31. Juli 2020, 6. November 2020, 12. Februar 2021, 7. Mai 2021, 5. November 2021, 18. Februar 2022, 6. Mai 2022 und 29. Juli 2022.

Der ursprüngliche Plan Marvels dürfte sicherlich gewesen, Phase 4 mit Guardians of the Galaxy Vol.3 zu eröffnen. Dessen Dreharbeiten waren eigentlich für Anfang dieses Jahres geplant. Nach der ganzen Twitter-Affäre rund um Regisseur James Gunn hat sich dies nun erledigt. Trotzdem war Guardians 3 tatsächlich der Film, über den Endgame noch am meisten enthüllte. So dürfte sich Thor dem Team für das dritte Kinoabenteuer anschließen, bei dem die Suche nach Gamora zudem eine größere Rolle spielen wird.

Den Platz von Guardians of the Galaxy Vol.3 als Auftaktfilm des von Phase 4 MCU scheint nun Black Widow einzunehmen. Hier ist das Casting am weitesten fortgeschritten, wobei der Drehstart für den Sommer geplant ist. Nach den Geschehnissen in Endgame ist es ziemlich sicher, dass der Film ein Prequel wird, wobei interessanterweise bisher kein Auftritt von Hawkeye bekannt ist, was aufgrund der Historie der beiden Figuren doch logisch wäre. Stichwort: Budapest.

Den Sommerfilm des kommenden Jahres könnte der erste Auftritt der Eternals werden, wobei es aber auch Berichte über einen Kinostart im November gab. Auch hier wird aktuell fleißig gecastet. Mit den Eternals führt Marvel eine komplett neue Gruppe von Figuren ein, die in den Comics seit vielen Jahrtausenden leben und immer wieder Einfluss auf die Menschheit nehmen. Auch Thanos ist in den Comics ein Nachfahre der ersten Eternals.

Damit wäre noch der dritte Film für das Jahr 2020 offen. Ein Kandidat scheint Shang-Chi zu sein, der erste MCU-Film mit einem asiatisch-stämmigen titelgebenden Charakter. Bisher gibt es aber noch keine Darsteller für das Projekt, aber mit Destin Daniel Cretton zumindest einen Regisseur. Für einen Novemberstart im kommenden Jahr hätte Marvel auch noch ein paar Monate Zeit für das Casting und die Drehvorbereitungen.

Das Jahr 2021 dürfte dann ein paar Fortsetzungen bringen. Sehr wahrscheinlich machen die Guardians im Februar den Anfang. Anschließend gilt das zweite Kinoabenteuer von Doctor Strange als Kandidat für den Mai-Start. Abgerundet wird das Jahr dann vermutlich durch Black Panther 2. Eine Fortsetzung von Captain Marvel ist ebenfalls zu erwarten, aber wohl nicht vor 2022.

Wie es danach weitergeht, ist sehr offen. Mit bisher sieben gelisteten Filmen haben wir nicht einmal die Hälfte der wahrscheinlich 15 Kinoabenteuer aus Phase 4. Mindestens ein weiterer Avengers-Film scheint garantiert. Naheliegend wäre hier direkt auf den Namen New Avengers zurückzugreifen, denn das Team dürfte sich wohl sehr stark von dem den ersten beiden Teilen unterscheiden. Auch dritte Abenteuer von Spider-Man und Ant-Man & the Wasp scheinen garantiert zu sein.

Spannend wird zudem sein, mit wem es die Avengers in Zukunft aufnehmen werden. Bleibt Marvel dem bisherigen Konzept treu, ein großer Gegenspieler, der über eine Horde an CGI-Monstern verfügt, ist Annihilus eine Option. Auch wenn eine erneute Invasionsstoryline etwas repetitiv wäre. Alternativ könnten es die Avengers auch mit einer Gruppe von Superschurken zu tun bekommen. Zudem bietet sich nach den ganzen Zeitreisen natürlich Kang, der Eroberer, an.

Ein interessanter Kandidat für einen eigenen Film ist zudem Nova. Gerade aufgrund der zunehmenden Bedeutung des kosmischen Universums in den Marvel-Filmen erscheint die Figur eine logische Wahl. In den Comics stand Nova lange Zeit bei vielen kosmischen Geschehnissen im Zentrum. Auch könnte Marvel anschließend einen anderen Weg gehen und Annihilus nicht auf die neuen Avengers, sondern nur auf seine kosmischen Helden wie die Guardians, Thor, Captain Marvel und den dann neu eingeführten Nova treffen lassen. Die Basis hierfür wäre die Comicvorlage Annihilation. Diese brachte in den Comics auch die Guardians zusammen. Auch Adam Warlock, dessen Erschaffung im Abspann von Guardians of the Galaxy Vol. 2 angedeutet würde, könnte hier eine Rolle spielen.

Ein weiteres spannendes Team wären die Young Avengers. Die jugendliche Version der Avengers feierte 2005 Premiere und konnte schnell an Popularität gewinnen. Mit der Einführung der Skrulls in Captain Marvel und der nun um fünf Jahre gealterten Cassie Lang, Tochter von Ant-Man, hat Marvel auch erste Grundlagen für die Mitglieder des Teams gelegt. So tritt Cassie in den Comics in die Fußstapfen ihres Vaters und wird zur Superheldin Stature, während ein weiteres Mitglied ein Skrull ist, der sich das Aussehen eines jungen Hulk gibt.

Was genau Marvel für die Zukunft plant, dürfte das Studio noch in diesem Jahr enthüllen. Sehr wahrscheinlich wird dies aber erst nach dem Start von Spider-Man: Far from Home im Juli passieren, der als Epilog von Phase 3 dient.

Marvel Studios: Erster Auftritt der X-Men im MCU könnte noch Jahre dauern

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Nachdem der Kauf von 21st Century Fox inklusive dem Filmstudio 20th Century Fox durch Disney nun offiziell abgeschlossen ist, hat Marvel Studios erstmals in seiner Geschichte die Rechte an den X-Men. Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass Figuren wie Wolverine oder Deadpool nun bald auf die Avengers treffen können. Marvel-Chef Kevin Feige ließ in einem Gespräch mit io9 nun jedoch erneut durchblicken, dass ein solches Aufeinandertreffen doch noch eine ganze Weile auf sich warten lassen wird.

"Es wird eine Weile dauern. Wir sind gerade am Anfang. Der Fünfjahresplan, an dem wir aktuell arbeiten, wurde schon in Gang gesetzt, bevor es zum Kauf kam. Für uns dreht es sich aktuell weniger darum, wann die Figuren auftauchen werden und eher um das Gefühl, sie wieder zu Hause zu haben. Sie sind alle wieder da. Aber es wird eine lange Zeit dauern."

Es bleibt abzuwarten, wie Marvel tatsächlich mit den X-Men verfährt. Auch ist es durchaus möglich, dass eventuell noch einmal ein Film außerhalb des MCU produziert wird. Vor allem Deadpool ist hier ein Kandidat, dessen Popularität durch die beiden Kinoabenteuer zu groß erscheint, um ihn für Jahre nicht auf die Kinoleinwand zurückzubringen.

Mit dem MCU geht es in wenigen Wochen mit Avengers: Endgame weiter, der am 24. April in die Kinos kommt. Das nächste X-Men-Abenteuer ist Dark Phoenix. Hier ist der Kinostart für den 6. Juni geplant.

Shang-Chi: Destin Daniel Cretton soll die Regie des Marvel-Films übernehmen

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Shang-Chi

Marvel Studios haben mit Destin Daniel Cretton einen Regisseur für ihren geplante Shang-Chi-Film gefunden. Es wäre die erste Marvel-Comicverfilmung, bei der ein Superheld mit asiatischem Wurzeln im Mittelpunkt der Handlung steht. Cretton inszenierte unter anderen die Filme Schloss aus Glas und Short Term 12.

Obwohl Shang-Chi bereits 1973 in einem Comic auftrat, gehört er noch heute zu den unbekannteren Marvel-Helden. Die Figur wurde von Steve Englehart und Jim Starlin als Reaktion auf den Erfolg von Bruce Lees Der Mann mit der Todeskralle entwickelt.

In den Comics ist Shang-Chi der Sohn eines reichen Chinesen, der an einem abgeschiedenen Ort zu einem Martial-Arts-Kämpfer ausgebildet wird. Nach dem Abschluss seines Trainings arbeitet er, für seinen Vater. Schon bald muss er allerdings feststellen, dass dieser scheinbar mehrere Hundert Jahre alt ist und finstere Ziele verfolgt. So kommt es zu einer bittere Feindschaft zwischen Vater und Sohn.

Mit Shang-Chi will Marvel ähnlich vorgehen wie bei Black Panther. Sowohl die Besetzung als auch die Verantwortlichen sollen aus dem asiatischen Raum stammen beziehungsweise Amerikaner mit einem asiatischen Wurzeln sein. Entsprechend wurde mit Dave Callaham (Wonder Woman 1984) schon ein asiatischstämmiger Autor an Bord geholt. Zur der Besetzung des Superheldenfilms gibt es bisher noch keine Informationen.

Aktuelle läuft mit Captain Marvel bereits der 21. Film des MCU in den Kinos. Mit Avengers Endgame endet im April die 3. Phase des Cinematic Universe. Auch wenn sich viele weitere Projekte in Entwicklung befinden, hat bisher nur Spider-Man: Far from Home ein offizielles Startdatum. Deswegen ist auch noch nicht bekannt, wann Shang-Chi sein erstes Kinoabenteuer erleben wird.

Vision & Scarlet Witch: Jac Schaeffer als Showrunner für die Marvel-Serie verpflichtet

Die geplante Serie rund um die Marvel-Charaktere Vision und Scarlet Witch hat einen Showrunner. Wie der Hollywood Reporter berichtet, hat Marvel Jac Schaeffer verpflichtet, um die kreative Ausrichtung der Serie zu bestimmen. Schaeffer wird auch als Autorin aktiv sein und die erste Episode schreiben.

Jac Schaeffer kennt sich in Marvels Cinematic Universe durchaus aus. Die Autorin wirkte am Drehbuch von Captain Marvel mit und wird zudem den Solofilm rund um Black Widow schreiben.

Die geplante Serie wird neue Abenteuer von Scarlet Witch und Vision zeigen, die erstmals in Avengers: Age of Ultron zu sehen waren. Seit Avengers: Infinity War sind die beiden Figuren auch ein Paar, wobei sie auch zu den Opfern von Thanos' Fingerschnippen zählen. Es wird erwartet, dass sowohl Paul Bettany als auch Elizabeth Olsen ihre Rollen in der Serie wieder aufnehmen.

Insgesamt befinden sich aktuell drei Marvel-Serien für Disneys kommenden Streaming-Dienst Disney+ in Entwicklung. Neben dem Projekt rund um Scarlet Witch und Vision ist auch eine Serie mit Loki und ein Team-up von Falcon und dem Winter Soldier geplant. Letzteres wird von Malcolm Spellman (Empire) geschrieben. Termin für die drei Serien gibt es bisher noch nicht. Disney+ soll in der zweiten Jahreshälfte von 2019 an den Start gehen.

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