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Marvel-Comic-Kritik zu Captain America (Neustart) 1 & 2

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Captain America Comic

Spätestens seit dem Kinostart von Marvel’s The Avengers im April 2012 gab es endgültig keine Zweifel mehr daran: Das Marvel Cinematic Universe war inzwischen zu einem allseits beachteten Ausnahmephänomen innerhalb der Entertainment-Industrie geworden. Dies hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf Marvels ursprüngliches Kerngeschäft: die Comic-Sparte. Schlagartig wurde die Erwartungshaltung an bestimmte Heftserien wesentlich höher, denn immerhin war die Entstehung des MCU gleichbedeutend mit dem Heranführen einer völlig neuen Generation an die Helden, die den Verlag schon seit Jahren prägen. 

Die Folge: Comic-Shops wurden plötzlich auch wieder vermehrt von jüngeren Menschen aufgesucht. Und diese hatten nicht mehr nur Interesse an den großen Namen der Konkurrenz des Unterhaltungsriesen wie Batman oder Superman, sondern auch an Iron Man, Thor, Hulk oder … an Steven "Steve" Grant Rogers alias Captain America. Diejenigen, die sich in der jüngeren Vergangenheit mit Paperbacks eingedeckt hatten, in denen sich alles um einen gewissen Supersoldaten drehte, hatten wenig Grund zur Klage. Dies lag vor allem an Autor Nick Spencer und dessen Run, der seinen Höhepunkt im Sercret-Empire-Event fand, was wiederum maßgeblich den von Ta-Nehisi Coates vorbereitete. 

Dieser zeichnete zuvor für Black Panther verantwortlich und erntete für seinen Run, der zugleich seinen ersten (längerfristigen) Ausflug in die Welt der Panels darstellte, viel Lob – normalerweise arbeitet Coates als Buchautor und Journalist. Man durfte also gespannt sein, wessen fiktionale Marvel-Reise er nun wie weiterspinnen würde. Als schlussendlich feststand, dass es sich um die von Steve Rogers handeln würde, dürften nicht wenige umgehend der Veröffentlichung der neuen Nummer 1 entgegengefiebert haben. Politische Intrigen, überraschende Wendungen, vermeintliche Freunde, die sich als Feinde herausstellen: All dies sind die Zutaten, die man von einer gelungenen Cap-Story erwartet – und auch von einer rund um Wakanda und dessen Bevölkerung.

Neuanfang

Das "Secret Empire" gehört der Vergangenheit an – oder etwa nicht? Die Bevölkerung der USA weiß theoretisch, dass sie lange Zeit getäuscht und Captain America übel mitgespielt worden ist. Offenkundig sind jedoch einige Wunden noch nicht wieder verheilt und werden es wohl auch nicht so schnell wieder sein. Eine beträchtliche Anzahl an Bürgern kann dem Nationalhelden der Vereinigten Staaten von Amerika bislang einfach nicht wieder vollumfänglich vertrauen – so sehr sie sich auch anstrengen. Die vergangenen Ereignisse wiegen noch zu schwer.

Steve Rogers ist all dies bewusst, und er kann die Vorbehalte ihm gegenüber auch durchaus bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Dennoch trifft es ihn, dennoch beschäftigt es ihn. Doch er hat gar keine Zeit, um zumindest mit sich selbst irgendwie ins Reine zu kommen, da Klone von seinem alten Widersacher Nuke alias Frank Simpson auf der Bildfläche erscheinen und sich mehr als einmal mit ihm anlegen. Wie so oft ist dies aber lediglich ein Ablenkungsmanöver. Die Strippenzieher im Hintergrund wollen schlicht, dass ihnen der einstige Liebling Nordamerikas nicht (zu früh) in die Quere kommt – eine Rolle in ihrem großen Spiel haben sie nämlich für ihn vorgesehen; es ist nur zu bezweifeln, ob sie dem ersten Avenger auch zusagt.

Hinzu kommt, dass auch seine Beziehung zu seiner zweiten großen Liebe Sharon Carter, der Großnichte seiner ersten großen Liebe Margaret "Peggy" Carter, zuletzt eine Menge aushalten musste. Obwohl sich beide ihrer Gefühle füreinander vollkommen sicher sind, hat das Paar mit viel Ballast zu kämpfen, den sie über die Zeit angesammelt haben und nach wie vor ansammeln. Denn nicht nur Steve hadert mit seiner Vergangenheit und sucht in einer Welt, die sich stark verändert hat, seinen Platz. Auch die ehemalige S.H.I.E.L.D.-Agentin scheint den ihren noch nicht hundertprozentig gefunden zu haben. Und die Tatsache, dass keines der beiden Leben, die der Mann mit dem berühmten Schild führt, wirklich intakt ist, macht ihn verwundbar und anfällig für Fehler. Manche kommen ihn teuer zu stehen …

Unter Anklage

… und führen sogar zum Verlust seiner Freiheit: Captain America wird inhaftiert. Selbstredend haben auch hier seine Gegner ihre Finger im Spiel. Doch die Personifikation von Moral, Anstand und Rechtschaffenheit kann aus dem Gefängnis heraus wenig ausrichten, und so sind ihm seine Feinde irgendwann nicht nur einen, sondern gar mehrere Schritte voraus – ihm und Sharon alias (ehemals) Agent 13. Letztere gerät zwischenzeitlich in eine noch prekärere Situation und trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass all das erst der Anfang ist …

Es passiert immer wieder, dass ein Autor eine Heftserie übernimmt und es zunächst einmal etwas dauert, bevor sich seriös beurteilen lässt, ob die richtige Person mit der richtigen Aufgabe betraut worden ist oder eher nicht. Dass die Kombination aus Ta-Nehisi Coates und der Captain-America-Reihe eine ist, auf die dies nicht zutrifft, erkennt man im Grunde bereits nach den ersten Seiten. Man wird direkt in die Handlung hineingezogen und interessiert sich von Anfang an für das Geschehen und die  Akteure. Denn hier ist ganz offensichtlich jemand am Werk, der nicht nur die Figur verstanden hat, sondern auch weiß, wie er sie einsetzen muss. 

Der Kopf der in Deutschland einst als "Die Rächer" bekannten Gruppe funktioniert schließlich immer schon am besten als Gegenpol zu einer Welt voller Intrigen, politischer Ränkespiele und Hoffnungslosigkeit. Bricht ihm selbst nun ebenfalls der Boden unter den Füßen weg, spricht sogar noch mehr für einen vielversprechenden Run. Zumal man konsequent darüber im Unklaren gelassen wird, ob die triumphale Rückkehr des Captains alleine ausreichen würde, damit es auch Steve Rogers wieder nachhaltig besser geht – anhaltende Spannung scheint folglich garantiert.

Einen entscheidenden Anteil an diesem gelungenen Erst- und Zweiteindruck haben auch die beteiligten Künstler: Neuanfang respektive die Einzelheftausgaben 1 bis 6 sowie ein Free-Comic-Book-Day-Special hat Leinil Francis Yu bebildert, Unter Anklage beziehungsweise die Einzelheftausgaben 7 bis 12 Adam Kubert. Liest man beide Sammelbände hintereinander, dürfte vielen der Zeichnerwechsel auffallen. Liest man sie hingegen mit einem gewissen zeitlichen Abstand voneinander, weit weniger. Es kommt in jedem Fall zu keinem krassen Bruch in Sachen Look, da die jeweiligen Stile gut zusammenpassen. Alles ist etwas kantiger und dennoch realistisch. Ihre für die Kolorierung zuständigen Kollegen setzen zudem vornehmlich auf dunkle Farben, was eine insgesamt gelungene visuelle Umsetzung des präsentierten Inhalts abrundet. 

Fazit

Ta-Nehisi Coates hat einen klaren Plan für Captain America. In den von ihm erdachten Abenteuern passiert nichts einfach so, nichts erscheint überflüssig und alles wirkt sehr stimmig. Will heißen: Wer bereits seit Längerem mit dem Gedanken gespielt hat, sich intensiver mit Steve Rogers auseinandersetzen zu wollen oder wem schlicht nach einem starken Cap-Geschichte ist, macht mit Comics aus dieser Serie nichts verkehrt.

Marvel-Comic-Kritik zu Savage Sword of Conan 1 & Age of Conan: Bêlit

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Savage Sword of Conan 1

Dass Robert E. Howard 1932, also in dem Jahr, in dem eine sehr besondere Comic-Reise ihren Anfang nahm, auch nur geahnt hat, dass die Figur, die er gerade im wahrsten Sinne des Wortes auf seine Leser losgelassen hatte, einmal Kultstatus erreichen würde, darf stark bezweifelt werden. Dass anno 2020 die Nennung des von ihm erdachten Heldennamens alleine genügt, um selbst bei Nicht-Popkultur-Enthusiasten sofort ein Bild vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen, ebenfalls. Und doch gehört Conan aus heutiger Sicht unbestreitbar zu den Charakteren, die einen festen Platz in allen Comic-Shops dieser Welt haben. Zumal der verlorene Sohn neuerdings (seit Anfang 2019) wieder in den Schoß der Marvel-Familie zurückgekehrt ist, der er bereits von 1970 bis 2000 angehört hatte.

Nach dem Dynamite- und Dark-Horse-Comics-Logo sollte folglich wieder der berühmte rote Schriftzug die Cover der barbarischen Hefte zieren. Und der Hauptserie annehmen sollte sich niemand Geringerer als einer der Top-Autoren des Verlags: Jason Aaron - nach eigener Aussage einer der größten Conan-Fans überhaupt, der nicht erst mit seinem fantastischen Thor-Run bewiesen hat, was er zu leisten imstande ist. Schnell war aber klar, dass das House of Ideas von Anfang an plante, die Hyborische Welt mit all ihren Facetten als Schauplatz zahlreicher neuer Abenteuer, die durchaus auch - vom Conan-Status-quo aus betrachtet - in der Vergangenheit spielen können, nutzen wollte. So gehörte neben dem eben angesprochenen Conan - Der Barbar noch Savage Sword of Conan sowie die Anthologie-Reihe Age of Conan zum Start-Line-up, für die (wenig überraschend) andere Kreativteams zuständig waren respektive sind. 

Der Kult von Koga Thun

Das im letzten Absatz angesprochene Savage Sword of Conan macht auch in der neuen Ära seinem Namen alle Ehre: Denn dieser Titel stand schon vor vielen Jahren für die etwas brutaleren und gelegentlich auch etwas freizügigeren Geschichten, die sich gezielt an ein erwachseneres Publikum richteten. Autor Gerry Duggan, den die meisten wohl mit Deadpool assoziieren dürften, war sich dieses Umstands ganz offensichtlich bewusst. Denn er schont Conan in der ersten von ihm verantworteten und in sich abgeschlossenen Story in keiner Weise.

Im Gegenteil: In Der Kult von Koga Thun ertrinkt der populäre Muskelprotz nicht nur fast, sondern muss einigen Menschenhändlern unmittelbar danach auch noch mit Nachdruck erklären, warum sich ein Cimmerier nicht einfach so verkaufen lässt. Außerdem begibt er sich gemeinsam mit dem Sklaven Suty auf eine gefährliche und ungewöhnliche Schatzsuche, die - wie sollte es auch anders sein? - keinen guten Ausgang nimmt. Dies hat hauptsächlich mit einigen Schlangenmenschen zu tun, deren Oberhaupt besagter Koga Thun ist.

Für Neueinsteiger dürfte es ungewöhnlich sein, dass man beim Lesen eher das Gefühl hat, dass Zeichner Ron Garney eigentlich als dominanter Erzähler fungiert und weniger Duggan. Wer sich allerdings etwas besser mit dem fiktionalen Mythos rund um den etwas anderen Helden auskennt, weiß, dass dieser noch nie zu den Vielrednern gehört hat. Wenige Sprechblasen und Zusatzinformationen sind daher seit jeher im Conan-Kontext Regel statt Ausnahme. Dies bedeutet einerseits, dass den Bildern automatisch noch mehr Bedeutung als ohnehin schon zukommt, jedoch ebenso, dass die Worte einen möglichst nicht aus der Handlung herausreißen dürfen. Es gibt die kurzen Momente zum Verschnaufen, in denen man als Leser neue Eindrücke auf sich wirken lassen kann. Die meisten Seiten leben aber von Action, Wucht und Dynamik, von kräftigen Farben und insbesondere von Garneys kantigem Stil. Wenn die intensive Auseinandersetzung mit einem Paperback rund um den Barbaren förmlich zu einem Erlebnis wird, spricht das letztlich für die Arbeit der zuständigen Comic-Schaffenden.

Age of Conan: Bêlit - Die Königing der schwarzen Künste

Die Königin der Schwarzen Küste

Wer sich so gar nicht mit dem einst von Arnold Schwarzenegger verkörperten Protagonisten anfreunden kann, dem sei gesagt: Dieser ungemein facettenreiche Kosmos hat noch viele weitere spannende Figuren zu bieten, zum Beispiel Bêlit. Der Leser lernt diese noch als junges Mädchen kennen, das nur ein Ziel hat: Piratin werden, Kapitänin, eine Herrscherin der See; oder anders gesagt: Sie möchte in die Fußstapfen ihres Vaters Arathasis treten. Das Verhältnis zwischen ihm und seiner Tochter war schon immer ein spezielles, was der Beginn des Ganzen auf tragische Weise unterstreicht.

In den meisten Panels geht es dann auch um ihre Zeit als Kommandantin der Tigerin, dem Schiff, auf dem die toughe und machtbewusste Antiheldin praktisch aufgewachsen ist und an dessen Steuer sie im Prinzip von klein auf stehen wollte. Es geht vor allem auch darum, eine Anführerin zu zeigen, die all jenen, die ihr schaden könnten, das Richtige entgegenzusetzen weiß. Dabei profitiert Bêlit auch davon, dass viele dieser zumeist sehr eitlen Zeitgenossen sie trotz des Rufes, den sie sich in Windeseile erarbeitet hat, unterschätzen. Dies hat umgekehrt zur Folge, dass sie nur sehr wenige Menschen an sich heranlässt respektive vertraut.

Dieser Umstand macht es selbst für diejenigen, die ganz eindeutig ihr Bestes wollen, sehr schwer, die Kriegerin zu unterstützen. Und Hilfe kann sie eigentlich dringend gebrauchen. Denn wer stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und wenig zimperlich agiert, macht sich sehr schnell sehr viele Feinde - gerade auch dann, wenn man bevorzugt mächtigen Männern auf den Schlips tritt. All das macht diese Figur allerdings auch so interessant. Zumal die Frau, in die sich Conan einmal verlieben wird, auch mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen hat. Diese Momente werden ebenso wie alle anderen wunderbar von Kate Niemczyk zu Papier gebracht. Die Zeichnerin legt großen Wert auf eine sehr realistische Darstellung des präsentierten Geschehens - dies gilt auch für übernatürliche Phänomene. Jedoch sind es nicht nur die Bilder, die einen länger auf einer Seite verharren lassen. Autorin Tini Howard ist es ebenfalls zu verdanken, dass man ein Teil dieser Crew bleiben und auf hoher See sowie an Land weitere Abenteuer dieser Art erleben möchte.

Fazit

Die ersten Bände von Savage Sword of Conan und Age of Conan sind der beste Beweis dafür, dass es eine kluge Entscheidung von Marvel war, seinen verlorenen Sohn wieder im Kreise der Familie zu begrüßen.

Die Hyborische Welt und ihre Bewohner unterscheiden sich spürbar von vielem, was die Welt der Popkultur ansonsten zu bieten hat, weswegen auch nicht zu befürchten steht, dass den verschiedenen Kreativ-Teamsbald nicht mehr genug einfallen wird, um jeder der neuen Reihen gerecht werden zu können. Wer Conan will, der bekommt Conan und erfreulicherweise sogar noch deutlich mehr.

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Marvel-Comic-Kritik: Avengers - Der letzte Kampf

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Avengers Der letzte Kampf

Die größte Herausforderung für einen Comic-Autor, der auf Superhelden spezialisiert ist, dürften die Team-Titel sein. Also jene Reihen, in denen mehrere Weltenretter gleichzeitig im Fokus stehen. Denn hier sind stets Geschichten gefordert, die Gründe dafür liefern, warum es mehrerer Erdenbeschützer bedarf, um das irdische oder intergalaktische Gleichgewicht  wiederherzustellen. Und das wiederum bedeutet, dass man die zumeist titelgebenden Protagonisten auch allesamt in Aktion erleben können muss, wenn man die Treuesten der Treuen nicht verärgern will. Dass man im Sinne der übergeordneten Universumskontinuität darauf achten sollte, dass das Erzählte nicht im Widerspruch zu den in den Solo-Heften präsentierten Abenteuern steht, versteht sich eigentlich von selbst - was nicht heißt, dass auch immer so verfahren wird.

Wenn eine Ausgabe überdies den Schriftzug “Avengers“ ziert, ist die Erwartungshaltung der Fans mittlerweile (verständlicherweise) ungleich größer als noch vor einigen Jahren. Die Rächer, wie besagte Heldenvereinigung hierzulande einst genannt wurde, gehören schließlich inzwischen zu den absoluten Popkulturschwergewichten, weshalb besagte Erwartungshaltung in Bezug auf deren Panel-Einsätze vielleicht nicht so hoch ist wie bei dem neuesten MCU-Ableger, aber doch höher als bei anderen Serien, die man im Comic-Laden seines Vertrauens finden kann. Wenn auf dem Cover eines XXL-Paperbacks zudem Avengers - Der letzte Kampf zu lesen ist, liegt die Vermutung nahe, dass dies bei vielen direkt Endgame-Assoziationen auslöst.

Mögen die Spiele beginnen …

Tatsächlich unterscheiden sich Film und Comic in vielerlei Hinsicht, dies muss allerdings nicht zwangsläufig gegen das eine und für das andere Medium sprechen. Dass mit Al Ewing oder Mark Waid zwei von Marvels absoluten Topautoren gemeinsam ihre Idee von einer Schlacht epischen Ausmaßes in die Tat umsetzen durften, die von Zeichnern wie Paco Medina oder Kim Jacinto außerdem bildgewaltig umgesetzt wurde, spricht in jedem Fall nicht gegen No Surrender respektive Der letzte Kampf. Sie basiert auf einer an sich recht simplen Ausgangssituation: Die Erde wird Schauplatz eines intergalaktischen Wettstreits zweier mächtiger Kontrahenten und die Cape- und/oder Maskenträger werden unfreiwillig gewissermaßen zu einer Art dritten Partei, die zwischen die Fronten gerät. Ihre einzige Option besteht letztlich darin, selbst Teil des Spiels zu werden.

Mit dem Grandmaster (En Dwi Gast), der - verkörpert von Jeff Goldblum - auch schon auf den Kinoleinwänden weltweit zu bewundern war, und dem Challenger, also zwei der legendären Elders of the Universe, bekommen es die Erdenbeschützer jedenfalls mit Gegnern zu tun, die zweifellos Thanos-Niveau haben. Während im Marvel Cinematic Universe jedoch die eine große violette Bedrohung dem Äquivalent zu DCs Justice League gegenüberstand, ist im extradicken Sammelband die Rollenverteilung bei Weitem nicht so eindeutig. Denn im Prinzip müssen die Avengers sich gegen die beiden Ältesten durchsetzen, während diese an sich nur daran interessiert sind, über den jeweils anderen zu triumphieren. Nicht unterschlagen werden darf an dieser Stelle aber, dass die Weltraumgranden (absolut standesgemäß) nicht selbst in den Ring steigen, sondern über eigene Teams verfügen, die sie für sich kämpfen lassen: Der Grandmaster setzt sein Vertrauen auf die von ihm rekrutierte Lethal Legion, eine etwas willkürlich zusammengewürfelt anmutende Gruppe intergalaktischer Bösewichte, wohingegen der Challenger die Black Order, die Popkulturbegeisterte eigentlich mit Thanos verbinden dürften, ins Rennen schickt.

Dies macht in zweierlei Hinsicht Sinn: Zum einen ist so gewährleistet, dass der Heldengroßeinsatz plausibel erscheint. Und zum anderen kann die Truppe dann wiederum ebenfalls so aufgeteilt werden, dass es nicht Seite für Seite „knallt“, sondern die Handlung auch auf interessante Weise vorangetrieben werden kann. Wer sich allerdings bereits auf ein Wiedersehen mit Iron Man, Black Widow oder dem (männlichen) Thor gefreut hatte, sollte besser zu einer anderen Lektüre greifen. Gerade Neueinsteigern sei gesagt, dass die cineastische und die gezeichnete Marvel-Wirklichkeit nicht immer in Einklang zu bringen sind - allein schon deshalb, weil beide Medien unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten folgen. Im Comic-Bereich etwa können die Händler in den USA normalerweise wöchentlich oder zweiwöchentlich ihre Regale mit neuem Lesefutter für ihre Kunden auffüllen. Nur: Damit diese auch zuschlagen wollen, braucht es natürlich echte Highlights - gerade auch angesichts der vielen Reihen (mit teilweise ähnlichem thematischen Schwerpunkt), gegen die es sich durchzusetzen gilt.

Alles ein wenig anders – aber gut

Das Haus der Ideen setzte - insbesondere in den vergangenen zwei Jahrzehnten - mit Vorliebe auf Events, um wieder und wieder auf sich aufmerksam zu machen. Unter anderem hatten diese (logischerweise) nachhaltige Status-quo-Veränderungen zur Folge: Beispielsweise schlüpften diverse neue Heroen in alte Kostüme oder um konkret zu werden: Wer sich in der jüngeren Vergangenheit ein Spider-Man-, Iron-Man-, Captain-America- oder Thor-Heft zugelegt hat, dem konnte es passieren, dass sich die enthaltenen Geschichten nicht um die üblichen Verdächtigen drehten. Während Sam Wilson (Falcon) in Der letzte Kampf jedoch längst nicht mehr den Schild trägt, mit dem Steve Rogers mittlerweile wieder für Furore sorgt, entdeckt man einen gewissen Hammer weiterhin in Jane Fosters Händen, die als (weiblicher) Thor Teil der Avengers ist. So oder so geht es hier aber nicht in erster Linie um die Stars aus der ersten Reihe. Auch die Mutantenfraktion muss ohne Wolverine, Professor X, Magneto, Jean Grey oder Cyclops auskommen. Rogue und Beast sind noch die prominentesten Vertreter der X-Men. Das ist allerdings eindeutig auch so gewollt.

Denn diese Miniserie ermöglicht es zahlreichen Charakteren, zu denen selbst Kenner spontan nur wenig einfallen würde, wieder einmal (oder erstmals so richtig) von sich reden zu machen, zum Beispiel Citizen V alias Roberto da Costa, Lightning alias Miguel Santos oder Wonder Man alias Simon Williams. Die Autoren gehen gar so weit, dass sie nahezu alle Wendepunkte von vermeintlichen No-Names herbeiführen lassen, wodurch auch langjährige Comic-Sammler keinesfalls Gefahr laufen, sich zu langweilen. Ebenjene Momente sind darüber hinaus gut platziert und maßgeblich dafür verantwortlich, dass das auf den insgesamt 396 Seiten Erzählte sehr rund und in sich stimmig daherkommt - immer unter der Voraussetzung, dass man akzeptieren kann, dass selbst die Stars (Captain Marvel, Black Panther oder Vision), die mitwirken, mehrheitlich kaum Einfluss auf den Verlauf des Geschehens nehmen.

Fazit

Avengers - Der letzte Kampf spielt einerseits in einer Art luftleerem Raum und enthält gleichzeitig andererseits einige Szenen, die für die weitere Zukunft aller Marvel-Helden von entscheidender Bedeutung sind. Deswegen ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass diejenigen, die sich einmal auf dieses Mammutwerk eingelassen haben, es zeitig wieder beiseitelegen - allein die enorm detaillierten Zeichnungen und die äußerst gelungene Kolorierung zwingen einen förmlich dazu, zu blättern und zu blättern und zu blättern …

Marvel-Comic-Kritik zu X-Men Blue 1 und X-Men Gold 1

Von den Comic-Legenden Jack Kirby und Stan Lee erschaffen erfreut sich die Gruppe X, wie sie hierzulande ursprünglich hieß, seit ihrem ersten Auftritt 1963 – nicht nur in den USA - großer Beliebtheit. Wobei es durchaus dauerte, bis die X-Gen-Träger für Marvel auch aus finanzieller Hinsicht als Erfolg verbucht werden konnten. Dass sich dieser irgendwann einstellte, lässt sich auch daran ablesen, dass es nur wenige Titel gibt, die in so vielen unterschiedlichen Inkarnationen (zahlreiche Ableger inklusive) ihren Weg in die Händlerregale gefunden haben: All-New, All-Different X-Men, Uncanny X-Men, Astonishing X-Men, Young X-Men, X-Force, X-23, X-Treme X-Men und natürlich - vollkommen logisch - X-Men.

Außerdem gab es vor vielen Jahren bereits einen parallel erscheinenden Doppelpack, dem Marvel vor einiger Zeit wieder zu einem Comeback verholfen hat: X-Men Gold sowie X-Men Blue. Und damit trug man in gewisser Weise der Tatsache Rechnung, dass sich die Avengers-Kollegen, die sich auch schon einmal mit den in Deutschland einst als Rächer bekannten Helden duelliert haben, sehr häufig in ihrer langen Historie in unterschiedlichen Teams formiert haben. Angesichts der über die Jahrzehnte spürbar gestiegenen Zahl an Mutanten, die - in den allermeisten Fällen - Gutes tun und die Menschen vor mächtigen Bedrohungen schützen, ist dies auch nicht weiter verwunderlich.

Reise ins Blaue

Wenn man sich überlegt, wer im Marvel-Kosmos ein besonderes Verhältnis zu Zeitreisen hat, dann landet man sehr schnell bei den X-Men, und selbstredend dem legendären Comic, dessen filmische Adaption 2014 seine Premiere auf den Lichtspielhausleinwänden dieser Welt feiern durfte: X-Men: Days of Future Past beziehungsweise X-Men: Zukunft ist Vergangenheit. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit spielte ebendiese eine bedeutende Rolle, denn im Fokus der X-Men-Blue-Reihe stehen die jüngeren Ichs einiger der berühmtesten Absolventen einer ganz bestimmten Schule: unter anderem Scott Summers alias Cyclops sowie Jean Grey alias Marvel Girl - nicht zu verwechseln mit Ms. Marvel oder Captain Marvel.

Dieser Umstand für sich genommen wäre schon ein Garant für zahlreiche interessante Geschichten. Weiß man allerdings darüber hinaus noch um die Begleitumstände, die überhaupt erst dazu geführt haben, dass diese “Jungspunde“ in der Gegenwart, also ihrer Zukunft, landen konnten, steigert es das Leseerlebnis nur umso mehr. Denn dass Eingriffe in den Verlauf der Zeit nie folgenlos bleiben, wissen längst nicht mehr nur Comic- oder Science-Fiction-Liebhaber, sondern ebenso Freunde des Mainstreamkinos. Enorm spannend ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich die Personalie Cyclops. Doch diese wird in diesem Band lediglich kurz angerissen.

Primär geht es eindeutig darum, den Lesern die Gruppe von jungen Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten näherzubringen, und zwar so, dass sie von der sympathischen Truppe noch sehr viel mehr erfahren wollen. Dass sie Thomas Samuel Eamon Cassidy aka Black Tom Cassidy oder Cain Marko alias Juggernaut bekämpfen, ist daher ziemlich nebensächlich. Wichtiger als ihre Gegner ist vielmehr das Zusammenspiel des bereits genannten Duos mit seinen Freunden Robert Louis “Bobby“ Drake/Iceman, Hank McCoy/Beast und Warren Worthington III/Angel, wenn es hart auf hart kommt. Und das ist – wie soll man es sagen? - durchaus ausbaufähig. Die Chemie zwischen den Fünfen stimmt jedoch definitiv - als Beleg dienen unter anderem diverse Frotzeleien, die überdies Ausdruck der positiven Grundstimmung sind, die innerhalb der Gruppe herrscht. 

Cullen Bunn wird es dabei aber sicher nicht bewenden lassen. Schließlich verraten diverse Panels schon, dass Erik Lehnsherr, also Magneto, diesmal durchaus gewillt ist, nicht wieder dem Bösen zu verfallen, aber möglicherweise nicht davor gefeit. Und wenn die Leserschaft zudem auf einer der letzten Seiten unter anderem an Emma Frost erinnert wird, ist das im Grunde ein Versprechen des Autors, dass er noch eine Menge in der Hinterhand hat.

Der Look von Reise ins Blaue erinnert sehr an Zeichentrickserien, was tatsächlich eher ungewöhnlich, allerdings keinesfalls schlecht ist. Im Gegenteil: Die Stile von in erster Linie Jorge Molina und Julian Lopez, die sich nebenbei bemerkt fantastisch ergänzen, passen nämlich gut zu dieser jugendlichen Dynamik, die die Reihe ganz offensichtlich bestimmt …

X-Men: Gold

Ein neuer Morgen

…, und bei Ein neuer Morgen waren zwar andere Zeichner am Werk, jedoch offenkundig welche, die einen ähnlichen Ansatz verfolgt haben dürften wie ihre Blue-Kollegen. Die Arbeiten von Ardian Syaf und R. B. Silva haben zweifellos ebenfalls etwas “Cartoonhaftes“, kommen insgesamt aber etwas erwachsener daher. Alles ist etwas kantiger und weniger verspielt, was wiederum gut zu diesem Titel passt. Immerhin ist Old Man Logan Teil des Gold-Teams und hebt dessen Altersschnitt enorm.

Zu ihm gesellen sich Kurt Wagner/Nightcrawler, Pjotr Rasputin/Colossus, Rachel Summers/Prestige, Ororo Munroe/Storm sowie Katherine Anne "Kitty“ Pride/Shadowcat, die die Anführerin dieses Sextetts ist - und (wie auch Jean Grey) eine äußerst mächtige Mutantin. Diese steht hingegen noch etwas mehr im Mittelpunkt des Geschehens als ihr Pendant im anderen Band. Es geht in diesem Paperback natürlich auch darum, diese X-Einheit etwas besser kennenzulernen, allerdings treibt Marc Guggenheim, der unter anderem der Arrow-TV-Serie seinen Stempel aufgedrückt hat, die Handlung wesentlich schneller voran, ohne dabei überhastet vorzugehen.

Von Beginn an wird deutlich, dass die X-Men nach ihrem Kampf mit den Inhumans erst wieder das Vertrauen der Menschheit zurückgewinnen müssen. Bedenkt man, dass sie eigentlich seit jeher von Vielen skeptisch beäugt worden sind und sich deshalb permanent mit Vorurteilen auseinandersetzen mussten und müssen, ist das doppelt bitter. Selbst wenn sie direkt vor den Augen einiger New Yorker anderen Stadtbewohnern das Leben retten, sorgt dies nicht für ungeteilten Jubel. Und exakt darin besteht eine der Stärken dieses Titels.

Diesmal geht es eben nicht nur um die fehlende Akzeptanz oder um die Vorbehalte den X-Gen-Trägern gegenüber, sondern vornehmlich darum, sich zunächst einmal wieder einigermaßen zu rehabilitieren - sofern das überhaupt möglich ist. Doch auch ihr Sieg über die neueste Version der Bruderschaft der bösen Mutanten kann ihr öffentliches Image nicht einfach so aufpolieren. Spätestens mit dem Auftauchen von Olivia Trask, ihres Zeichens Enkelin von Bolivar Trask, dürfte jedoch zumindest für die Treuesten der Treuen klar gewesen sein, dass die Sentinels in irgendeiner Form involviert sein würden - und wenn sie es sind, bedeutet das zumeist nichts Gutes.

Kitty ist außerdem Charles Xaviers Nachfolgerin als Schuloberhaupt und man sieht ihr förmlich an, wie sehr sie sich bemüht, und dass sie alles und noch mehr gibt, aber gleichzeitig auch schmerzhaft lernen muss, wie wenig planbar Erfolg auf dem Superhelden-Level ist. Sie und ihre Mitstreiter stürzen sich allerdings trotzdem wieder und wieder ins Getümmel, um zu helfen - in der Hoffnung auf Anerkennung.

Fazit

X-Men Blue 1 wie auch X-Men Gold 1 eignen sich wunderbar für Neueinsteiger, die mit Marvels personifizierten “X“ bisher kaum oder keinerlei Berührungspunkte hatten. Bunn und Guggenheim haben jedoch eindeutig darauf geachtet, dass man langjährigen Fans ebenso bedenkenlos zu diesen beiden Auftaktausgaben raten kann. Die Autoren halten nämlich zweifelsohne noch einige Asse zurück, bevor sie sie im richtigen Moment aus dem Ärmel schütteln werden.

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Bericht von der Comic Con Germany 2019: Stuttgart im Zeichen der Popkultur

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Comic Con Germany

Etwa eine halbe Stunde dauert es dann doch, bis man via S-Bahn die Strecke "Stuttgart Hauptbahnhof - Messe/Flughafen“ zurückgelegt hat. Der Weg von der Haltestelle bis zum Ziel ist aber dafür extrem überschaubar und vor allem optimal ausgeschildert - nein, so selbstverständlich, wie man meinen könnte, ist dieser Umstand nicht. Conventions aller Art mit Popkultur-Bezug, also etwa auch der AnimagiC, ist eines gemein: Je näher man dem Veranstaltungsort kommt, desto mehr Cosplayern und Gleichgesinnten begegnet man, sodass schon vor Betreten der Halle das gewisse Con-Feeling aufkommt.

Auf den ersten Blick wird deutlich: Der Status quo kann nur der Anfang sein, da die Location wirklich alle Voraussetzungen mitbringt, um die Comic Con Germany in den kommenden Jahren in einem gesunden Rahmen wachsen lassen zu können. Womit wir schon beim Thema wären: Wo steht die Messe, und was wären mögliche nächste Schritte? Zum mittlerweile vierten Mal war die Landeshauptstadt Baden-Württembergs am 29. und 30. Juni 2019 das Ziel von Popkultur-Begeisterten aus ganz Deutschland.

An dieser Stelle sei noch ein letztes Mal erklärt, dass es mehrere German Comic Cons in unterschiedlichen Städten (etwa München oder Frankfurt), allerdings nur eine Comic Con Germany gibt, und zwar - wie schon erwähnt - einmal im Jahr in Stuttgart. Die Neckar-Metropole wurde sicher nicht zufällig Heimat dieses sympathischen Events für Geeks und Nerds; immerhin ist dort seit jeher der Panini-Verlag ansässig, der sämtliche Marvel- und DC-Helden in seinem Portfolio hat, unter dem Panini-Manga-Label sogar gezeichnete Abenteuer aus Japan herausbringt und sicherlich einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran hat, dass das Nerdtum hierzulande endgültig der Nische entwachsen zu sein scheint.

Der zweite Big Player aus der Region ist Cross Cult respektive Manga Cult aus Ludwigsburg. Insbesondere alle Zombie-Freunde wissen, dass deren Logo auf den The-Walking-Dead-Bänden zu finden ist, die sie sich in regelmäßigen Abständen zulegen. Daher war es auch nicht wirklich überraschend, dass man nach Betreten der Halle 1 gerade diese beiden Stände praktisch nicht verfehlen konnte, da sie nicht nur von ihrer Lage profitierten, sondern ebenfalls schlicht zu den größten gehörten.

Comic Con Germany

Das dritte deutsche Branchenschwergewicht ist der Splitter Verlag, der jedoch nur indirekt anwesend war. Titel aus dessen Sortiment erwerben konnte man bei der Sammlerecke Comics und Romane. Damit aber nicht genug: Neben einem der zahlreichen mit Neuheiten, Klassikern und längst nicht mehr zu bekommenden (auch gebrauchten) Schätzen gefüllten Regale fanden an beiden Tagen zudem Signierstunden der aufstrebenden Newcomerin Katrin "Radacs“ Gal statt, die mit ihrem Erstlingswerk Radius 1: Rebellion aktuell für Furore sorgt und an deren Arbeit Verlag und Leser wohl noch viel Freude haben werden.

Eine kleine Zeichnung inklusive Unterschrift war allerdings auch wenige Meter entfernt bei Panini (etwa von Daniela Schreiter, Mark Brooks oder Arild Midthun) oder bei Cross Cult (von Cristin Wendt und Eduardo Risso) zu bekommen. Trotz des erwartbaren großen Andrangs nahmen sich die Künstler allesamt viel Zeit für die kleinen und großen Fans und hatten auch stets für sie noch ein freundliches Wort übrig. Überhaupt war die Atmosphäre sehr harmonisch und familiär, was in dieser Community glücklicherweise keine Seltenheit ist. Die Besucher äußern sich beispielsweise auch sehr wertschätzend den Cosplayern oder den Künstlern, die an ihren Tischen Kostproben ihres Könnens auslegten, gegenüber.

Verschweigen darf man dennoch nicht, dass es der Con zweifellos gutgetan hätte, wenn beispielsweise die bekannten Schriftzüge von Carlsen oder Egmont über einem eigenen, geräumigen Stand zu sehen gewesen wären. Denn schließlich bemüht man sich in Hamburg wie auch in Berlin seit einer halben Ewigkeit darum, seinen Lesern eine vielversprechende Auswahl an Comics und Manga anzubieten - ein Unterfangen, das bis zum heutigen Tage in den allermeisten Fällen geglückt ist. Und auch die Manga-Experten von Altraverse, Kazé Manga oder Tokyopop hätten ihre treuen Anhänger sicher glücklich gemacht, wenn sie eine Delegation nach Stuttgart entsandt hätten - wobei man fairerweise anführen muss, dass mit der DoKomi und der AnimagiC zwei der wichtigsten Anime-Manga-Messen ebenfalls im Sommer stattfinden.

Immerhin Pyramond - nach wie vor ein Verlags-Geheimtipp - hatte es mitsamt einer spannenden Auswahl an innovativen und sehr abwechslungsreichen Titeln in den Südwesten verschlagen. Grundsätzlich bleibt jedoch festzuhalten: Mehr Aussteller dieser Kategorie würden nicht nur mehr Zeichnern und Autoren zu noch mehr Aufmerksamkeit verhelfen, sondern auch schlicht dafür sorgen, dass die Comic Con Germany noch stärker mit dem verbunden wird, was dem Namen nach ihren Kern bilden sollte: gezeichnete Fiktion.

Comic Con Germany

In Sachen Merchandise ist man schon auf einem guten Weg und was die Gäste anbelangt, hat man seit dem Startschuss 2016 stets ein interessantes Line-up zusammenstellen können - in der Regel entstammen die Eingeflogenen zwar nicht dem A-Lister-Regal, allerdings ist das Ganze auch immer eine Frage des Blickwinkels: Denn Star-Trek-Fans würden Jonathan Frakes (William T. Riker) und Brent Spiner (Data) wohl eher nicht mit einem "B“ versehen, und Game of Thrones zeichnet ohnehin aus, dass sich selbst vermeintliche Neben- oftmals final als Hauptfiguren entpuppen, die dann wiederum zu Fanlieblingen werden - dies gilt selbst für Sadisten wie Ramsay Bolton, der von Iwan Rheon, dessen Panel-Auftritt wirklich sehr sympathisch war, großartig gespielt wurde.

Und wer sich eher im Superhelden-Kosmos wohlfühlt, durfte sich über die Abstecher der zwei MCU-Gesichter Pom Klementieff (Mantis) und Karen Gillan (Nebula) freuen - Letztere hat zudem im Doctor-Who-Universum ihre Spuren hinterlassen und arbeitet gerade daran, mit ihren Auftritten in den neuen Jumanji-Filmen (The Next Level startet im Dezember 2019) Kultstatus zu erlangen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich ein Trip nach Stuttgart wirklich lohnt, weil es neben all den Khal Drogos und Aquamen (Jason Momoa ist der Mann für die Cosplay-Rollen), lebensgroßen R2D2s, die durch den Raum düsen, Lizenz-Lego-Sets, tollen Prints, den unterschiedlichsten (Sammler-)Figuren und selbstverständlich Comics vor allem um eines geht: Den Besuchern tolle Tage zu bereiten. Diesmal waren es etwa 35.000, von denen höchstwahrscheinlich viele 2020 erneut mit dabei sein werden - sicherlich auch ein Verdienst des Organisationsteams und der unzähligen Helfer, deren Einsatz ohnehin nie genug gewürdigt werden kann.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Florian Kaiser

Marvel Neustart: Gratis-Comic zum Marvel-Tag 2019

Schon vor dem Gratis Comic Tag im Mai können Superheldenfans ein Heft für umsonst bekommen. Am Samstag den 26. Januar veranstaltet der Panini Verlag in Deutschland seinen Marvel-Tag und verteilt bei allen teilnehmenden Händlern ein Comicheft gratis. Im Mittelpunkt dabei steht diesmal der Marvel Neustart.

Generell haben Superheldengeschichten, die über Jahre und Jahrzehnte laufen, ein Problem - die Hauptfiguren altern und sterben nicht. Das ist zum einen gut, da sich viele Generationen an ihren Geschichten erfreuen können. Es führt aber auch dazu, dass die Handlungen von Traditionen, lieb gewonnen Figuren und Geschichten überfüllt sind und sich so nichts wirklich Neues erzählen lässt.

Um neuen Lesern den Einstieg zu erleichtern, hat Marvel in den letzten Jahren den Autoren viel Raum für frische Ideen eingeräumt. So wurde Thors Hammer von einer Frau geschwungen, Miles Morales hatte als alternativer Spider-Man sein Auftritt und statt Bruce Banner verwandelte sich zuletzt Amadeus Cho in den unglaublichen Hulk.

Nun sollen die klassischen Helden in leicht modernisierter Form zu ihren Ursprüngen zurückkehren. Aber auch die neuen Figuren sollen mit dem Neubeginn nicht spurlos aus dem Comicuniversum verschwinden.

Zum Marvel-Tag können die Fans die neu erscheinenden Serien mit Variantcovern erstehen. Dazu gibt es die streng limitierte Marvel-Neustart-Metallbox sowie ein speziell für den Tag aufgelegten Marvel-Gratis-Comic.

Eine Liste der teilnehmenden Händler finde man hier.

Abschied von Steve Ditko

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Spider-Man: Homecoming

Der Comic-Künstler Steve Ditko ist im Alter von 90 Jahren in seiner New Yorker Wohnung gestorben. Dies bestätigte das New York Police Department gegenüber The Hollywood Reporter. Er wurde am 29. Juni in seiner Wohnung aufgefunden und starb den Vermutungen der Polizei zufolge wohl zwei Tage zuvor.

Ditko wurde als zweites von vier Kindern am 2. November 1927 in Johnstown, Pennsylvania geboren. Das künstlerische Talent erbte er von seinem Vater Stephen.

In den 1950er-Jahren wurden seine ersten Arbeiten veröffentlicht: Er war für die Zeichnungen von Bruce Hamiltons Stretching Things verantwortlich. Mitte der 50er landete er schließlich bei Atlas Comics, dem Vorgänger von Marvel. Dort erschuf er zusammen mit Stan Lee die Figur des Spider-Man. Ditko war komplett für das charakteristische blau-rote Aussehen der Figur verantwortlich. Ebenfalls stammt die Figur des Doctor Strange von ihm. 

Nach einer Auseinandsetzung mit Stan Lee verließ Ditko den Verlag und arbeitete zwischenzeitlich für Charlton, DC Comics sowie unabhängige Verlage. 1979 kehrte er aber zu Marvel.

Ditko lebte zurückgezogen in New York, über sein Privatleben ist wenig bekannt. So weit bekannt, hat er nie geheiratet und hinterlässt auch keine Kinder. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass er den Folgen eines Herzinfarkts erlag.

Marvel-Comic-Kritik: Doctor Doom: Iron Man 1: Rollentausch

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Doctor Doom: Iron Man: Bd. 1: Rollentausch Cover

Als vor einigen Monaten der große Fox-Disney-Deal verkündet wurde, war in diversen Artikeln zu diesem Thema vor allem zu lesen, dass ab sofort X-Men, Fantastic Four und Avengers im Bedarfsfall Seite an Seite kämpfen könnten. Selbstverständlich ist das angesichts der besonderen Kinohistorie der Marvel-Helden nicht weniger als eine kleine Sensation, dennoch ist ein anderer Nebeneffekt dieses Milliardengeschäfts für die unmittelbare Zukunft des MCU womöglich noch entscheidender. Die Rede ist von all den Superschurken und Antihelden, die von nun an nur darauf warten, auf Cap & Co. losgelassen zu werden.

DCs großem Konkurrenten wird sicher nicht zu Unrecht immer wieder vorgehalten, dass dessen cineastisches Universum bisher nicht sonderlich viele überzeugende Gegenspieler hervorgebracht hat. Darauf, dass man diesen Vorwurf auch noch in zehn Jahren vorbringen wird, sollte man wohl nicht mehr wetten. Insbesondere die Frage nach dem Thanos-Erbe, also dem nächsten “Ära-Endgegner“, schien man lange kaum auf befriedigende Weise beantworten zu können. Jetzt sieht die Situation mit einem Male völlig anders aus, und die Liste der Kandidaten wird gefühlt mit jeder Minute, die man darüber nachdenkt, länger und länger. Einen klaren Favoriten gibt es aber trotzdem: Victor von Doom, kurz: Dr. Doom.

Er war die Schlüsselfigur in Secret Wars, einem der vielleicht bedeutendsten und besten Comic-Events des Verlages - zumindest wenn man sich nur auf die so Event-lastige jüngere Vergangenheit bezieht. Der Herrscher von Latveria wird in dieser an die ähnlich gelungene Storyline Marvel Super Heroes Secret Wars aus den 80ern angelehnte Geschichte nämlich zu einer Gottheit. Der Wissenschaftler und Magier stellte allerdings schnell fest, dass ihm diese als omnipotentes Wesen zur Verfügung stehende schier grenzenlose Macht nicht so erfüllte, wie er sich das erhofft hatte. Dieses Gefühl setzte bei ihm einen Denkprozess in Gang, der schließlich in der Entscheidung mündete, der neue Iron Man werden zu wollen.

Vom Gott zum Helden?

Ohne allen, die Civil War II noch lesen wollen, zu sehr den Spaß zu verderben: Ja, Tony Stark musste längere Zeit vertreten werden, und bei einer dieser Vertretungen handelte es sich tatsächlich um den Erzfeind der Fantastischen Vier. Diese Entwicklung mag den einen oder anderen langjährigen Fan verwundern, sie wird jedoch so nachvollziehbar begründet, dass man sie als das vielleicht größte Plus dieses Sammelbandes bezeichnen muss.

Was bringt einen an sich schon immer eher ambivalenten Bösewicht dazu, sein Handeln grundsätzlich zu hinterfragen? Brian Michael Bendis liefert in diesem die ersten sechs Einzelheftausgaben von Infamous Iron Man, wie die Serie in den USA heißt, umfassenden Trade hierauf die passende Antwort. Allmacht ist nicht gleichbedeutend mit Erfüllung oder Glückseligkeit, sie sorgt vielmehr für eine innere Leere, die in erster Linie dann unerträglich wird, wenn man unsterblich ist.

Doctor Doom: Iron Man: Bd. 1: Rollentausch

Es ist folglich eine Art Sinnsuche, die bei dem einstigen Despoten zu einem Sinneswandel geführt hat. Und dieser hat letztlich in ihm die Überzeugung reifen lassen, dass er trotz einer gewissen anderen Person - auf die an dieser Stelle nicht näher eingegangen wird -, die ebenfalls in den berühmten Eisenanzug geschlüpft ist, als neuer Iron Man für Recht und Ordnung sorgen sollte. Der Verfasser hat ganz bewusst nicht die Formulierung ”für das Gute kämpfen“ gewählt, da man von jemandem, der derart lange auf der dunklen Seite zu Hause war, nicht erwarten kann, sofort zu wissen, was Superhelden eigentlich auszeichnet.

So geht der Aushilfs-Avenger zwar von der ersten dieser 140 Seiten an konsequent gegen das organisierte Verbrechen vor und nutzt seine Insiderinformationen, um zahlreiche alte Bekannte aufzuspüren, fasst sie aber nicht gerade mit Samthandschuhen an. Sein Vorgehen lässt zudem nicht unbedingt vermuten, dass er den Überführten zutraut, von sich aus seinem Beispiel zu folgen.

Umgekehrt trauen S.H.I.E.L.D. und vor allem Maria Hill, das neben Nick Fury und Phil Coulson mutmaßlich bekannteste Gesicht der berühmten Organisation, dem vermeintlich Geläuterten nicht so recht über den Weg. Und Letztere bringt das auch ziemlich deutlich zum Ausdruck. Die Folge: Doom steht zwischen allen Fronten und besitzt keinesfalls die Freiheiten, die etwa ein Tony Stark hatte. Selbst Doctor Amara Perera, der einzige Mensch, dem er offenbar vertraut, weiß nicht so ganz, wie sie zu ihm steht. Und zu allem Überfluss holen den Protagonisten dann außerdem noch die Schatten seiner familiären Vergangenheit ein. Diese vertrackte und komplizierte Situation ist zweifelsohne das zweitgrößte Plus der Reihe.

Doctor Doom: Iron Man: Bd. 1: Rollentausch

Brian Michael Bendis beweist mit einem seiner letzten Marvel-Abenteuer abermals, weshalb er auch nach all den Jahren - kleinere qualitative Ausreißer nach unten hin oder her - als einer der Besten der Branche gilt. Interessanterweise gar nicht mit einem gigantischen Event oder einem Plot, der danach schreit, am Erscheinungstag direkt vergriffen zu sein, sondern mit einem Blick in das Innerste eines der wahrscheinlich bedeutsamsten gezeichneten Antagonisten überhaupt. Und dem kongenialen Partner des mittlerweile zu DC gewechselten Autors, Zeichner Alex Maleev, mit dem er bereits an New-Avengers-, Daredevil- oder Moon-Knight-Runs gearbeitet hat, ist es zu verdanken, dass jedes dieser Panels die Sicht der Hauptfigur auf die Welt transportiert. Sein etwas kantiger, härterer Stil und die bei Tageslicht vornehmlich verwendeten blassen und in der Nacht/im Untergrund dagegen sehr dunklen Farben müssen zweifellos in diesem Zusammenhang Erwähnung finden.

Fazit

Doctor Doom: Iron Man 1: Rollentausch ist das Paperback, das alle lesen sollten, die entweder glühende Anhänger von Reed Richards‘ ärgstem Widersacher, Freunde von sehr persönlichen Geschichten mit Tiefgang in einem Superhero-Setting oder beidem sind.

Der marktführende Comic-Verlag mag zuletzt nicht mit jedem Titel seine Leserschaft zufriedengestellt haben, allerdings ist der hier besprochene ein Beleg für die Ausreißer nach oben, die der Entertainment-Gigant scheinbar stets in seinem Programm haben wird.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Marvel Comics/ Panini

Avengers 1.000.000 BC: Comics erkunden die Herkunft der Helden

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Marvel Legacy: Avengers 1.000.000 BC

In der Miniserie Marvel Legacy von Autor Jason Aaron (Doctor Strange: Der Preis der Magie) tauchten die prähistorischen Avengers zum ersten Mal auf. Aaron schreibt nun auch die reguläre Avengers-Serie weiter. Zur Seite steht ihm dabei der Zeichner Ed McGuinness (Spider-Man/Deadpool). Die erste Ausgabe erscheint im Mai und dort sollen auch die Avengers 1.000.000 BC wieder auftreten.

Neben den Abenteuern der bekannten Avengers in der Gegenwart wird in den Comics auch die Herkunftsgeschichte der Steinzeitsuperhelden erzählt werden. Den Anfang macht der prähistorische Ghost Rider und sein dämonisches Mammut in Avengers #7. Für die Zeichnungen dieser Ausgabe ist Sara Pichelli (Spider-Men II) zuständig.

Neben den Ghost Rider sind Bashenga, der erste Black Panther, der Zauberer Agamotto und Thors Vater Odin mit dem Hammer Mjolnir Mitglieder der prähistorischen Avengers. Außerdem gehören die erste Iron-Fist-Kämpferin, eine frühere Inkarnation von Phonix und ein Steinzeitmensch mit dem Star-Brand von Quasar auf der Brust, der stark an den Hulk erinnert, zu der Heldengruppe.

Die prähistorischen Superhelden waren ein Teil des Marvel-Legacy-Relaunches. Anders als beim vorherigen Marvel-Now-Relaunch aus dem Jahr 2012, welcher den Fokus auf jüngere und neue Helden legte, sollen nun die langjährigen und bekannten Helden des Verlags wieder in den Mittelpunkt rücken.

MARVEL COMICS 2018: A Fresh Start

Fresh Start: Marvel Comics kündigt weiteren Relaunch an

SPOILER

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Marvel Comics Fresh Start

Marvel Comics steht vor einem weiteren Relaunch. Wie der amerikanische Comicverlag ankündigte, will man im Mai mit dem Versprechen "Fresh Start" einen neuen Status Quo schaffen. Dabei verspricht Marvel neue Serien, neue Autoren und Zeichner für die verschiedenen Helden und neue Richtungen, die man einschlagen möchte.

Das Thema Relaunch ist für Marvel-Comic-Leser in den vergangenen Jahren zu einem ständigen Begleiter geworden. Seit 2012 hat der Verlag jährlich unter verschiedenen Titeln einen kleinen Neustart gewagt. So gab es Marvel NOW!, All-New Marvel NOW!, Avengers NOW!, All-New, All-Different Marvel, Marvel NOW! 2.0 und zuletzt Marvel Legacy. Der Erfolg des jeweiligen Relaunches war jedoch immer nur von kurzer Dauer und die Verkaufszahlen der Comics sanken. Zudem gab es immer wieder Kritik der Fans, dass Marvel seine bekannten Helden durch vielfältigere Figuren ersetzte. Anstatt jedoch neue Charaktere zu erschaffen, steckte man sie einfach in bekannte Kostüme, was nicht immer auf Gegenliebe stieß.

Mit Fresh Start soll nun wieder alles anders werden. Unter anderem hat mit C.B. Cebulski ein neuer Chefredakteur die Geschicke des Verlags übernommen, während man in Dan Buckley auch gleich einen neuen Verleger gefunden hat. Die beiden Herren sollen Marvel Comics nun wieder an alte Erfolge anknüpfen lassen.

Rein inhaltlich hat der Verlag bisher lediglich zwei Serien bekannt gegeben. Am interessantesten dürfte Avengers sein, welches das Flagschiff des Relaunches darstellt. Die neue Serie von Autor Jason Aaron und Zeichner Ed McGuinness soll 18 Mal im Jahr erscheinen, aber gleichzeitig auch die einzige Avengers-Reihe bleiben. Zuletzt erschienen mit Reihen Avengers, New Avengers, Uncanny Avengers oder Secret Avengers eine Vielzahl von Avengers-Comics, was nun erst einmal der Vergangenheit angehört.

Eine weitere Veränderung ist die gemeinsame Rückkehr von Thor, Captain America und Iron Man in das Aufgebot der Avengers. Die drei Herren sind erstmals seit Jahren wieder im Team vereint. Unterstützt werden sie zunächst von Captain Marvel, Black Panther, Ghost Rider (Robbie Reyes), She-Hulk und Doctor Strange. Diese Helden können sich aber im Laufe der Veröffentlichung immer wieder ändern. Lediglich Thor, Captain America und Iron Man gehören fest zum Line-up.

Neben dem Neustart der Avengers erhält auch Venom im Mai eine neue Reihe. Als Autor ist Donny Cates (Doctor Strange, Thanos) aktiv, während Ryan Stegman (Amazing Spider-Man: Renew Your Vows, Uncanny Avengers) zeichnet. Zum Auftakt bekommen es Eddie Brock und der Symbiont mit einem schrecklichen Wesen zu tun, das Tausende von Jahren alt ist.

Avengers #1

MARVEL COMICS 2018: A Fresh Start

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