Spider-Man: Far from Home

Kritik zu Marvels Phase 3 Teil 2: Doppelte Ladung Avengers, Captain Marvel, Ant-Man & Spider-Man

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Avengers: Infinity War

Nachdem wir vor zwei Wochen bereits einen Blick auf den ersten Abschnitt von Marvels Phase 3 geworfen haben, um herauszufinden, wie gut die insgesamt elf Filme nun wirklich waren, geht es jetzt in die heiße Phase. Mit Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame brachte Marvel eine zehnjährige Geschichte zu ihrem vorläufigen Höhepunkt, und gleichzeitig stellte man auch noch ein paar Rekorde auf. Zudem gab es noch drei weitere Solofilme, die wir auch noch einmal unter die Lupe nehmen. Und natürlich wartet am Schluss das Ranking der gesamten Phase.

Avengers: Infinity War

Ich gebe zu, ich war etwas skeptisch im Vorfeld von Avengers: Infinity War. Zu groß und komplex schien der Plan von Marvel zu sein, um tatsächlich in einem Film zu funktionieren. Allein die Castliste war so umfangreich, dass man sich einfach die Frage stellen musste, wie diese Figuren alle in einem Film untergebracht werden können. Die Russo-Brüder hatten jedoch schon mit Civil War bewiesen, dass sie mit einem großen Ensemble umgehen können und erwiesen sich auch im Falle von Infinity War als die perfekte Wahl für die Regie.

Trotz vieler Handlungsplätze und jeder Menge Figuren funktioniert Infinity War irgendwie und fesselt von der ersten Minute an. Eine wichtige Rolle spielt dabei sicherlich Thanos, der jeglichen bisherigen Marvel-Konventionen trotzt und sich zum besten Bösewicht des MCU aufschwingt. Auch die unterschiedlichen ersten Aufeinandertreffen der verschiedenen Helden sind hervorragend geraten. Lediglich die Charakterisierung von Peter Quill aka Star-Lord gefällt mir in Infinity War rein gar nicht, da er leider jegliche Intelligenz in der Zeit nach Guardians of the Galaxy Vol. 2 verloren zu haben scheint. Das Gesamtbild stört dies aber nur wenig.

Das Ende des Films brachte zudem einen der größten Cliffhanger der letzten Jahre. Klar, als Comicleser konnte man durchaus erahnen, worauf es hinauslaufen würde, vor allem weil ja die Fortsetzung schon für das folgende Jahr angekündigt war. Dem Moment im Kino nahm dies aber nur sehr wenig von seiner Emotionalität.

Ant-Man and the Wasp

Ant-Man ist meiner Meinung nach eine schwer einzuordnende Reihe in Marvels Cinematic Universe. Irgendwie ähneln die Filme für mich einem Cousin, der zwar zu Familienfeiern eingeladen wird, auf den aber nicht so wirklich jemand Lust hat. Vielleicht hängt dies auch mit der Entstehungsgeschichte zusammen. Ursprünglich war Ant-Man das Baby von Regisseur Edgar Wright, der nach mehreren Jahren Arbeit an dem Projekt sich mit Marvel aber nicht auf eine gemeinsame Linie einigen konnte. Ein neues Team übernahm, trotzdem fühlte sich Ant-Man danach an, als wäre der Film vor allem deshalb in die Kinos gekommen, weil man den ganzen bisher betriebenen Aufwand irgendwie rechtfertigen musste.

Der erste Film war dann die Quintessenz dessen, was ich in Teil 1 dieser Kritik als SMU (Standard Marvel Unterhaltung) definiert habe. Ein kurzweiliger Film, den man allerdings auch schnell wieder vergessen hat. Ant-Man and the Wasp bleibt dieser Linie komplett treu. Der Film macht durchaus Spaß und dürfte allen gefallen, die auch den ersten Teil mochten. Wirklich herausragen kann er jedoch nicht. Auch die Tatsache, dass der Kinostart nach Avengers: Infinity War erfolgte, die Handlung aber quasi davor spielte, erscheint mir bis heute keine glückliche Entscheidung.

Zudem muss man noch einmal kritisieren, wie extrem Marvel gute Darsteller in eindimensionalen Schurkenrollen verschwendet. In Ant-Man and the Wasp erwischt es Walton Goggins, der sich nun zu Schauspielern wie Mads Mikkelsen, Michael B. Jordan, Jeff Bridges Christopher Eccleston, Corey Stoll oder Lee Pace gesellt. Hier bleibt wirklich zu hoffen, dass in Phase 4 Besserung einkehrt.

Captain Marvel

Ganze 21 Filme hat das Marvel Cinematic Universe benötigt, um eine weibliche Heldin zur Titelfigur zu machen. Zudem fällt diese Rolle nicht Scarlett Johanssons Black Widow, sondern Brie Larsons Captain Marvel zu. Das Endergebnis ist für mich einer der besseren SMU-Filme. Dies beginnt bereits beim Setting, das mit den 90er-Jahren eine angenehme Abwechslung zum 80er-Hype darstellt, der seit einigen Jahren so allgegenwärtig ist. Zudem funktioniert das Team aus Samuel L. Jackson und Brie Larson für mich extrem gut und brachte einigen Spaß auf die Leinwand.

Ein weiterer positiver Aspekt war die Handlung, die tatsächlich ein paar Überraschungen bot, welche zumindest ich nicht habe kommen sehen. Auch die Tatsache, dass Ben Mendelsohn einmal nicht als langweiliger Bösewicht verheizt wurde, wie so oft in den vergangenen Jahren (Rogue One: A Star Wars Story, Ready Player One, Robin Hood) ist sehr erfrischend. Klar reißt Captain Marvel am Ende keine Bäume aus und wird auch innerhalb des MCU nie zu den Top 5 der besten Filme gehören, Spaß macht er trotzdem.

Mein größter Kritikpunkt ist tatsächlich die Abspannszene, in der Carol in der Gegenwart auf die Avengers trifft. Ich hatte darauf gehofft, dass diese Szene nur einen Appetithappen darstellt. Leider stellte sich dann heraus, dass dies tatsächlich alles war, was der Zuschauer vom ersten Aufeinandertreffen zu sehen bekommt. Hier hätte ich mir deutlich mehr gewünscht, wobei dies genau genommen eher ein Kritikpunkt an Avengers: Endgame ist.

Avengers: Endgame

Ein ganzes Jahr mussten die Fans sich gedulden, bis der Cliffhanger aus Infinity War endlich aufgelöst wurde. In dieser Zeit betrieb Marvel eine sehr extreme Geheimhaltungspolitik, die teilweise aber auch etwas albern war. Allein das Geheimnis um den offiziellen Filmtitel war spätestens nach der Enthüllung kaum die Aufregung wert. Auf der anderen Seite muss man aber auch festhalten, dass der Film wirklich einige Überraschungen bot, was eben daran lag, dass Marvel zum Glück nicht die Filmhighlights unbedingt in Trailern und Clips spoilern musste.

Endgame begann zunächst einmal etwas zäh für meinen Geschmack, fand sich dann aber und erwies sich als der perfekte Abschluss für die Infinity Saga. Die Idee der Zeitreisen und die Umsetzung sind einfach super gelungen, auch wenn man natürlich die Logik wieder einmal nicht zu genau hinterfragen darf. Abstriche muss der Film allerdings bei Thanos hinnehmen. Endgame fokussiert sich so stark auf die Helden, das für den Gegenspieler kaum wirklich Zeit bleibt. So entwickelt sich Thanos dann leider doch wieder nur zu einer eindimensionalen Bedrohung, die am Ende einfach nur alles Leben auslöschen möchte. Gerade nach der Darstellung in Infinity War ist dies besonders schade.

Die finale Schlacht kann aber auch ein schwacher Thanos nicht negativ beeinflussen. Selbst als jemand, der mittlerweile kaum noch von CGI-Massenschlachten vom Hocker gerissen wird, ist der Endkampf eine der besten Kampfszenen der letzten Jahre, wobei das Highlight natürlich der Portalmoment ist. Für mich ist dies quasi das Marvel-Äquivalent zur Ankunft der Rohirrim vor Minas Tirith. Einfach pure Gänsehaut, die am Ende auch dafür gesorgt hat, dass Endgame in meinem Ranking einen Ticken besser ist als Infinity War.

Spider-Man: Far From Home

Nach dem ganzen Hickhack zwischen Disney und Sony in den vergangenen Wochen kann man fast vergessen, dass Phase 3 des MCU im Juli ja mit dem sehr erfolgreichen Spider-Man: Far from Home geendet ist. Gute Kritiken, eine starkes Einspielergebnis und viele positive Stimmen machten das zweite Soloabenteuer von Spider-Man zu einem Erfolg. Im Gegensatz zu vielen Fans vertrete ich hier aber anscheinend eine eher unpopuläre Meinung. Für mich stellt Far from Home leider einen Rückschritt für Spider-Man da.

Das soll nicht heißen, dass der Film nicht unterhalten kann. Die Darsteller und der Humor sorgen für einen kurzweiligen Trip, bei dem ich aber nie das Gefühl loswerden konnte, dass hier viel mehr drin gewesen wäre. Dies beginnt bereits mit dem Setting. Die Europareise und auch die Art, wie sie aufgebaut ist, fühlt sich extrem gewollt und wie ein Gimmick an. Auch die Actionszenen an sich erzeugen ein ähnliches Gefühl und scheinen nur dazu da zu sein, um CGI-Gekloppe vor eindrucksvollen Kulissen zu zeigen. Dazu kommt der Mysterio-Twist, den jeder Zuschauer, der irgendwie schon einmal von der Comicfigur gehört hat, meilenweit kommen sieht. Vor allem weil Captain Marvel in diesem Jahr bereits gezeigt hat, wie es deutlich besser geht, ist dies enttäuschend.

Mein Hauptproblem ist aber die Entwicklung von Peter Parker, die in dem Film auf der Stelle tritt. Far from Home stellt die zentrale Frage, wer die Nachfolge von Tony Stark antritt und ob Peter Parker dafür bereit ist. Am Ende des Films gibt es dazu aber keine wirkliche Antwort. Klar, Peter stoppt Mysterio, kehrt dann aber nach New York zurück und schwingt weiter als Spider-Man durch die Stadt. Das hat er aber auch schon am Anfang des Films gemacht. Einziger Unterschied ist, dass er nun eine Freundin hat. Auf die Frage, ob Peter in die Fußstapfen von Tony tritt, gibt es eigentlich nur die Antwort "Schauen wir mal", und das ist mir nach 130 Minuten etwas wenig. Allerdings weiß zumindest die Abspannszene noch einmal zu überraschen und macht Lust auf mehr. Hoffentlich orientiert sich Teil 3 dann wieder etwas stärker am ersten Film.

Damit wären wir am Ende unserer Betrachtung von Phase 3 des MCU angekommen, sodass nun eigentlich nur noch das Ranking offen ist. Natürlich ist dies nur eine persönliche Meinung, schreibt gern eure eigene Rangliste in die Kommentare.

  1. Captain America: Civil War
  2. Avengers: Endgame
  3. Avengers: Infinity War
  4. Guardians of the Galaxy Vol. 2
  5. Spider-Man: Homecoming
  6. Captain Marvel
  7. Ant-Man and the Wasp
  8. Spider-Man: Far From Home
  9. Thor: Tag der Entscheidung
  10. Doctor Strange
  11. Black Panther

Spider-Man im MCU: Tom Holland half bei der Einigung zwischen Marvel und Sony

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Spider-Man: Far From Home Scene Still

Nachdem das Tischtuch zwischen Sony und Disney in Hinblick auf Spider-Man scheinbar endgültig zerschnitten schien, kam es vor ein paar Wochen doch noch zu einer überraschenden Einigung zwischen den beiden Unternehmen. Nun hat der Hollywood Reporter einen neuen Bericht veröffentlicht, der ein paar Hintergründe des Streits und ihrer Lösung beleuchtet. So soll Spider-Man-Darsteller Tom Holland mitverantwortlich für die Rückkehr von Peter Parker im MCU gewesen sein.

Nachdem Sony das Ende der Zusammenarbeit zwischen den Filmstudios bekannt gegeben hatte, trat Holland bei der Disney-Convention D23-Expo auf, um den kommenden Pixar-Film Onwards zu bewerben. Der Darsteller wurde frenetisch gefeiert und nutzte den Fansupport, der auch online sehr stark war, um Sony-Chef Tom Rothman zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Hier dürfte auch die Tatsache eine Rolle gespielt haben, dass Holland neben Spider-Man auch in Sonys Verfilmung von Uncharted die Hauptrolle spielt und damit in gleich zwei wichtigen Franchises für das Studio ein Schlüsselfaktor ist.

Neben Rothman soll Holland auch Dsiney-CEO Bob Iger kontaktiert haben, um auch bei diesem für Neuverhandlungen zu werben. Das Hauptargument Hollands war dabei in beiden Fällen wohl der große Fansupport.

Gescheitert waren die Gespräche zuvor an der Geldfrage. Als sich das Ende des ursprünglichen Deals näherte, soll Disney eine neue Zusammenarbeit vorgeschlagen haben, bei der sich beide Unternehmen Kosten und Einnahmen zu 50 Prozent teilen. Dem Artikel des Hollywood Reporters zufolge zeigte sich Sony davon wenig begeistert, worauf Disney im Januar vorschlug, 25 Prozent des Films zu finanzieren und dafür auch zu 25 Prozent an den Einnahmen beteiligt werden wollte.

Sony soll sich anschließend fast sechs Monate lang zu diesem Vorschlag nicht geäußert haben. Kurz vor dem Start von Spider-Man: Far from Home hatte Disneys Vize-Chef Alan Horn dann genug und brach die Verhandlung zunächst ab. Als Far from Home dann auch noch an den Kinokassen mehr als 1 Milliarde Dollar einspielte, verhärteten sich die Fronten noch mehr. Sony hatte neues Selbstvertrauen gewonnen, nachdem Venom im vergangenen Jahr an den Kinokassen sehr erfolgreich war, während Disney mit Avengers: Endgame zuvor den einspielstärksten Film aller Zeiten in die Kinos gebracht hatte, woraus auch Spider-Man: Far from Home Profit schlagen konnte.

Mittlerweile haben sich die Studios auf eine neue Zusammenarbeit geeinigt. Disney finanziert 25 Prozent des nächsten Solofilms von Spider-Man und erhält dafür 25 Prozent der Einnahmen. Zudem wird Spider-Man in einem weiteren MCU-Film mit von der Partie sein. Auch wurde schon vorsichtig angedeutet, dass dies nicht das Ende der Zusammenarbeit beider Studios sein muss, wobei es abzuwarten bleibt, wie sich die Sache entwickelt.

Spider-Man: Sony-Chef erteilt baldiger Rückkehr ins Marvel Cinematic Universe eine Absage

Fans, die sich noch Hoffnungen auf eine Einigung im Spider-Man-Streit zwischen Sony und Disney gemacht haben, müssen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Auf dem Variety's Entertainment & Technology Summit gab Sony-Pictures-Chef Tony Vinciquerra ein kleines Update zur Situation und erklärte, dass die Tür für den Moment geschlossen ist, fügte dann aber auch ein kryptisches "das Leben ist lang" hinzu.

Weiterhin äußerte sich Vinciquerra zur Zusammenarbeit mit Marvel und erklärte, dass man keinen Groll gegen das Studio hegen würde, auch wenn man sich nicht über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in Hinblick auf Spider-Man einigen konnte. Als Grund für das Ende der Zusammenarbeit deutete der Sony-Chef noch einmal den vollen Terminkalender von Marvel-Chef Kevin Feige an. Allerdings war Feige auch nicht die einzige Person, die an den beiden Spider-Man-Filmen gearbeitet hat.

Trotz des Abschieds von Spider-Man aus dem MCU sieht Vinciquerra den Charakter daher nicht in Gefahr. Dafür führte er auch die jüngsten Erfolge von Sony mit Filmen wie Venom und Spider-Man: A New Universe sowie der Serie The Boys an. Diese sind ein Beweis dafür, dass das Studio durchaus weiß, wie man Superhelden inszeniert. Auch wenn Spider-Man im MCU sehr erfolgreich war, macht sich Vinciquerra keine Sorgen.

"Spider-Man war erfolgreich ohne die Event-Filme, lief etwas besser mit den Event-Filmen, aber jetzt wo wir unser eigenes Filmuniversum haben, wird er auf andere Charaktere treffen. Ich glaube, wir sind mehr als in der Lage, die Sache fortzuführen."

Ein weiterer Spider-Man-Film ist aktuell noch nicht angekündigt. Gerüchten zufolge will Sony zwei weitere Fortsetzungen mit Tom Holland in der Hauptrolle produzieren. Deutlich konkreter sind die Planungen für Venom 2 mit Tom Hardy in der Hauptrolle, der im Oktober 2020 in die Kinos kommen soll. Bereits für Juli 2020 ist Morbius geplant, bei dem Jared Leto die Hauptrolle übernehmen wird. Auch dieser Film soll zu Sonys eigenem Spider-Man-Filmuniversum gehören.

Marvel & Sony: Kevin Feige und Tom Holland äußern sich zum Ende von Spider-Man im MCU

In der vergangenen Woche sorgte die Nachricht für Schlagzeilen, dass Sony und Disney ihre Zusammenarbeit rund um das Spider-Man-Franchise nicht mehr fortsetzen werden. Marvel-Chef Kevin Feige wird in Zukunft nicht mehr als Produzent an den Spider-Man-Filmen arbeiten, was gleichbedeutend mit dem Abschied des Spinnen-Helden aus Marvels Cinematic Universe ist.

Auf der Disney-Convention D23 Expo haben sich nun sowohl Feige als auch Spider-Man-Darsteller Tom Holland zu den Entwicklungen geäußert. So war Feige im Gespräch mit Entertainment Weekly vor allem dankbar dafür, Spider-Man überhaupt für eine Zeit im MCU haben zu können.

"Spider-Man erfüllt mich immer noch mit Dankbarkeit. Wir konnten fünf Filme mit Spider-Man im MCU machen, zwei Einzelfilme und drei mit den Avengers. Es war ein Traum, von dem ich nie geglaubt habe, dass er einmal in Erfüllung geht. Es war aber nie geplant, dass es für immer weiter geht. Wir wussten, wir haben nur eine beschränkte Zeit, in der wir die Geschichten erzählen konnten, die wir immer erzählen wollten. Und dafür werde ich immer dankbar sein."

Tom Holland zeigte sich gegen Entertainment Weekly ähnlich glücklich über das Erreichte und bestätigte zudem, dass er auch weiterhin in der Rolle des Wandkrabblers zu sehen sein wird, unabhängig davon, ob dieser im MCU durch die Gegend schwingt.

"Am Ende haben wir fünf großartige Filme gemacht. Es waren fünf tolle Jahre. Ich hatte die Zeit meines Lebens. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich weiter Spider-Man spielen und den Spaß meines Lebens haben werde. Es wird weiter spaßig sein, egal wie es am Ende aussieht. Die Zukunft von Spider-Man wird anders sein aber nicht weniger großartig. Wer werden neue Wege finden, ihn noch cooler zu machen."

Gerüchten zufolge plant Sony mindestens zwei weitere Solofilme mit Tom Holland in der Hauptrolle. Wann genau diese erscheinen sollen, ist aber noch unklar.

Sony und Marvel beenden Zusammenarbeit: Kein Spider-Man mehr in Marvels Cinematic Universe

Nach fünf Auftritten ist die Zeit von Spider-Man in Marvels Cinematic Universe auch schon wieder vorbei. Wie Deadline berichtet und Sony mittlerweile in einer Pressemitteilung bestätigt hat, wird Marvel-Studios-Chef Kevin Feige nicht mehr als Produzent der kommenden Spider-Man-Filme fungieren. Dies ist gleichbedeutend mit dem Abschied der Figur aus dem MCU.

Sony gab als Grund für die Entscheidung von Disney die hohe Arbeitsbelastung von Feige mit anderen Projekten an, die es schwer machen würde, an Filmen zu arbeiten, die nicht von dem Studio produziert würden. Laut Deadline soll allerdings es aber einen anderen Grund für das Ende der Zusammenarbeit zwischen Disney und Sony geben: das Geld.

Der ursprüngliche Deal zwischen Disney und Sony beinhaltete fünf Auftritte von Spider-Man, zu denen auch zwei Solofilme gehörten. Dabei finanzierte Sony die Filme allein und strich rund 95 Prozent der Einnahmen ein. Diese Vereinbarung wollte Disney für die Zukunft zu seinen Gunsten ändern. So schlug man Sony eine 50/50-Partnerschaft vor, sodass sich beide Studios Ausgaben und Einnahmen jeweils zur Hälfte geteilt hätten. Davon war Sony aber nur wenig begeistern, da Disney ohnehin schon die Merchandise-Rechte an Spider-Man hält.

Die Verantwortlichen rund um die Sony-Chefs Tom Rothman und Tony Vinciquerra lehnten das Angebot von Disney ab. Anschließend soll es auch ein Gegenangebot gegeben haben, von diesem wollte aber wiederum Disney nichts wissen, weshalb man Kevin Feige praktisch von Spider-Man abzog, was in der Folge den Abschied der Figur aus dem MCU bedeuten dürfte.

Kevin Feige selbst soll, im Gegensatz zu den Aussagen in Sonys Pressemitteilung, weiterhin starkes Interesse an Spider-Man gehabt haben. Nach dem Erfolg von Venom gab es zwischen Feige und Tom Rothman sogar Gespräche, die Zusammenarbeit über weitere Filme auszubauen. Dem hat nun das Scheitern des Deals zwischen Sony und Disney einen Riegel vorgeschoben.

Bei Sony selbst scheint man die Sache auch gar nicht als so großes Problem zu sehen. Der Erfolg von Venom und Spider-Man: A New Universe scheint das Selbstvertrauen des Studios in die eigenen kreativen Fähigkeiten wieder gestärkt zu haben. So geht man davon aus, dass Spider-Man auch ohne Kevin Feige in guten Händen ist. Aktuell sind wohl zwei weitere Solofilme mit Tom Holland in der Hauptrolle geplant, für die man auch Regisseur Jon Watts wieder an Bord holen möchte. Unterschrieben hat dieser aber noch nicht. Zudem arbeitet Sony an weiter an verschiedenen Spider-Man-Spin-offs wie Venom 2 oder Morbius.

Spider-Man: Far from Home - Sony kündigt Extended Kinofassung für Ende August an

Spider-Man: Far from Home kommt am übernächsten Wochenende in einer verlängerten Version erneut in die Kinos. Die Extended-Version soll insgesamt vier Minuten länger sein und dabei auch eine bisher noch nicht gezeigte Actionszene enthalten. Aktuell ist der Kinostart am 29. August nur für den amerikanischen Markt bestätigt, inwiefern der Film auch hierzulande im Extended Cut laufen wird, ist noch nicht bekannt.

Die Comicverfilmung war in diesem Sommer ein echter Hit für Sony. Mittlerweile ist Spider-Man: Far from Home sogar offiziell der finanziell einspielstärkste Film, den das Studio in seiner Geschichte veröffentlicht hat. So beträgt das Einspielergebnis aktuell 1,109 Milliarden Dollar, womit die Comicverfilmung auch auf Platz 4 der weltweiten Kinojahrescharts steht.

In der Fortsetzung von Spider-Man: Homecoming sind unter anderem die Rückkehrer Tom Holland als Peter Parker, Zendaya Coleman als Michelle aka MJ, Jon Favreau als Happy Hogan, Jacob Batalon als Ned und Marisa Tomei als Tante May zu sehen. Darüber hinaus gibt es auch ein Wiedersehen mit Samuel L. Jackson und Cobie Smulders als Nick Fury und Maria Hill, während Jake Gyllenhaal den Comiccharakter Mysterio erstmals auf die Leinwand bringt.

Wie schon beim ersten Teil war Jon Watts für die Regie verantwortlich, und auch die Drehbuchautoren Chris McKenna and Erik Sommers kehren zurück. Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Tschechien und London statt.

Einspielergebnis: Der König der Löwen weiter an der Spitze der Kinocharts

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Der König der Löwen

Platz 1 der Kinocharts in Deutschland und den USA ist weiter fest in der Hand von Der König der Löwen. An ihrem zweiten Wochenende konnte die Neuverfilmung des beliebten Zeichentrickfilms in den USA rund 75,5 Millionen Dollar einspielen und setzte sich damit ohne Probleme an die Spitze. Weltweit kommt die Produktion mittlerweile auf ein Einspielergebnis von rund 962 Millionen Dollar. Damit steht Der König der Löwen bereits auf Platz 5 der Jahrescharts.

Bester Neustart war in den USA am vergangenen Wochenende Once Upon A Time In... Hollywood. Der neueste Film von Quentin Tarantino spielte zum US-Start 40,3 Millionen Dollar ein. Bisher startete in den USA noch kein Werk des Regisseurs besser. In Deutschland kommt Once Upon A Time In... Hollywood am 15. August in die Kinos.

Komplettiert werden die Top 3 in den Vereinigten Staaten von Spider-Man: Far from Home, der noch einmal 12,3 Millionen Dollar einspielen konnte. Die Comicverfilmung knackte in der vergangenen Woche zudem die Marke von einer Milliarde und steht nun bei einem Einspielergebnis von 1,036 Milliarden Dollar.

Auch Aladdin kann sich nun in die Reihe der Milliardenfilme einreihen. Disneys Märchenverfilmung ist generell der vierte und gleichzeitig der dritte Film des Studios, dem dieses Kunststück in diesem Jahr gelingt. Mit Toy Story 4 (aktuell 917 Millionen Dollar) und Der König der Löwen dürften schon bald zwei weitere folgen.

In Deutschland gibt es aktuell ebenfalls kein Vorbeikommen an Der König der Löwen. Am zweiten Wochenende spielte die Neuverfilmung hierzulande 6,1 Millionen Euro ein und lockte 630.000 Besucher in die Kinos. Insgesamt steht Der König der Löwen nun bereits bei 2,15 Millionen Besuchern und ist nun nach Avengers: Endgame (5 Millionen Besucher) und Drachenzähmen leicht gemacht 3 - Die geheime Welt (2,24 Millionen Besucher) schon der dritt erfolgreichste Film des Jahres.

Auf den weiteren Plätzen der Top 3 folgen in dieser Woche Spider-Man: Far from Home mit 110.000 verkauften Tickets und 1,04 Millionen Euro und Pets 2 mit 135.000 Zuschauern und 975.000 Euro.

Einspielergebnis: Der König der Löwen regiert die Kinocharts

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Der König der Löwen

Der Disney-Konzern dominiert in diesem Jahr die Kinocharts und es scheint, als könne der Konzern nichts falsch machen. Am vergangenen Wochenende startet weltweit Der König der Löwen und wieder einmal gab es kein Vorbeikommen an einer Disney-Produktion. Allein in den USA spielte der Film am Startwochenende 185 Millionen Dollar ein und stellte damit den Rekord für den besten Juli-Start auf.

Weltweit steht die Neuverfilmung zudem schon bei 531 Millionen Dollar, sodass Disney sich vermutlich schon auf einen weiteren Milliarden-Erfolg einstellen kann. In diesem Jahr konnten bereits Avengers: Endgame (2,790 Milliarden Dollar) und Captain Marvel (1,128 Milliarden Dollar ) die Milliarden-Marke überspringen. Mit Aladdin (988 Millionen Dollar) und Toy Story 4 (859 Millionen Dollar) machen sich zudem zwei weitere Produktionen Hoffnungen. Behält man Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers im Kopf könnte Disney am Ende des Jahres sogar auf sechs Milliarden-Filme kommen.

Die größte Konkurrenz in den Jahrescharts macht sich Disney aktuell in gewisser Weise selbst. So sicherte sich die Sony-Produktion mit Marvel-Beteiligung Spider-Man: Far from Home Platz 2 in den US-Charts. Die Superhelden-Fortsetzung spielte noch einmal weitere 21 Millionen Dollar ein und befindet sich weltweit mit 970 Millionen Dollar ebenfalls auf dem Weg zur Milliarde.

Komplettiert werden die Top 5 in den USA durch Toy Story 4 (14,6 Millionen Dollar), Crawl (6 Millionen Dollar) und Yesterday (5,1 Millionen Dollar).

In Deutschland kann sich der Auftakt von Der König der Löwen ebenfalls sehen lassen. Mit 1,1 Millionen Besuchern und 11,2 Millionen Euro gelang der Disney-Produktion der zweitbeste Start des Jahres. Nur Avengers: Endgame war bisher angelaufen. Die Neuauflage startete sogar etwas besser als das Original, der 1994 zum Auftakt auf 1 Million Besucher kam.

Ähnlich wie in den USA ging Platz 2 in den Charts auch hierzulande an Spider-Man: Far from Home. Am dritten Wochenende wollten 150.000 Menschen den Film sehen, was für Einnahmen in Höhe von 1,5 Millionen Euro sorgte. Damit war Spider-Man knapp besser als Pets 2, der auf 145.000 Besucher und 1,1 Millionen Euro kam. Dahinter folgen Yesterday mit 70.000 Besucher und 625.000 Euro und Annabelle 3 mit 50.000 Besucher und 450.000 Euro.

Einspielergebnis: Spider-Man weiter an der Spitze der Kinocharts

Spider-Man: Far from Home stand auch am vergangenen Wochenende an der Spitze der weltweiten Kinocharts. In den USA spielte die Comicverfilmung rund 45,3 Millionen Dollar ein, was Platz 1 in den Kinocharts bedeutet. Weltweit kamen noch einmal weitere rund 100 Millionen Dollar hinzu. Damit steht Spider-Man: Far from Home nun knapp vor der Marke von 850 Millionen Dollar. Dies ist auch gleichzeitig Platz 4 in den weltweiten Jahrescharts.

So ist es interessanterweise ausgerechnet eine Sony-Produktion, an der die Marvel Studios beteiligt waren, welche die Disney-Dominanz in den Top 5 der Jahrescharts durchbricht. Mit Avengers: Endgame (2,780 Milliarden Dollar), Captain Marvel (1,128 Milliarden Dollar), Aladdin (960 Millionen Dollar) und Toy Story 4 (771 Millionen Dollar) befinden sich aktuell vier Disney-Produktionen unter den Top 5.

Platz 2 in den US-Charts sicherte sich Toy Story 4, der sich mittlerweile weltweit den 800 Millionen Dollar nähert. Diese dürften in jedem Falle fallen, schließlich steht der Kinostart in einigen Ländern, wie beispielsweise auch Deutschland, noch aus. Komplettiert werden die Top 5 in den USA von Crawl (12 Millionen Dollar), Stubber (8 Millionen Dollar) und Yesterday (6,7 Millionen Dollar).

In Deutschland wirkt sich das nachlassende Sommerwetter auch spürbar auf die Besucherzahlen in den Kinos aus. In Ermangelung namhafter Neustarts lieferten sich Spider-Man: Far from Home und Pets 2 ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 1 in den US-Charts. Nach Zuschauerzahlen sicherte sich die Animationsfortsetzung die Spitzenposition. So wollten 355.000 Zuschauer den Filmen sehen. Das zweite Kinoabenteuer von Spider-Man kam dagegen auf 310.000 Zuschauer, spielte mit 3,2 Millionen Euro aber etwas mehr ein.

Platz 3 ging an Neustart Yesterday, der 135.000 Besucher in die Kinos lockte und 1,2 Millionen Euro einspielen konnte. Dahinter folgen Annabelle 3 (110.000 Zuschauer und 960.000 Euro) und Aladdin (90.000 Zuschauer und 770.000 Euro).

Einspielergebnis: Spider-Man an der Spitze der Kinocharts

Spider-Man: Far from Home hat sich wie erwartet an die Spitze der weltweiten Kinocharts gesetzt. In den USA lief die Comicverfilmung aufgrund des Feiertags am Donnerstag bereits am Dienstag an. Innerhalb von sechs Tagen konnte die Fortsetzung in den Vereinigten Staaten 185 Millionen Dollar umsetzen. Damit ist Spider-Man: Far from Home aktuell rund 30 Millionen Dollar besser als der Vorgänger Homecoming.

Auch außerhalb der USA läuft es gut für die Sony-Produktion. Abgesehen von Italien ist Far from Home nun in allen Märkten angelaufen und konnte bereits 580 Millionen Dollar einspielen. Neben den USA ist erneut China der zweitstärkste Markt. Hier kommt Spider-Man: Far from Home nach zwei Wochen auf rund 167 Millionen Dollar.

Mit dem Start der Comicverfilmung ist auch die Zeit von Toy Story 4 an der Spitze der US-Kinocharts vorbei. Trotzdem spielte die Fortsetzung noch einmal 34,3 Millionen Dollar ein, was Platz 2 in den US-Charts bedeutet. Insgesamt steht die Animationsfortsetzung nun weltweit bei 649 Millionen Dollar, wobei der Kinostart hierzulande immer noch aussteht. In Deutschland läuft Toy Story 4 erst am 15. August an.

Komplettiert werden die Top 5 in den USA durch Yesterday (10,7 Millionen Dollar), Annabelle 3 (9,7 Millionen Dollar) und Aladdin (7,6 Millionen Dollar). Letzterer hat mittlerweile die Marke von 900 Millionen Dollar übersprungen und steht nun bei 921 Millionen Dollar.

In Deutschland sorgte Spider-Man: Far from Home ebenfalls für neues Leben an den Kinokassen. Nachdem in den vergangenen Wochenenden regelmäßig sehr überschaubare Zahlen geschrieben wurden, geht es nun wieder bergauf. Die Comicverfilmung lockte hierzulande 435.000 Zuschauer in die Kinos und spielte 4,5 Millionen Euro ein. Damit konnte sich die Fortsetzung gegenüber Homecoming deutlich steigern. Dieser startet mit 300.000 Zuschauern.

Wie stark sich das schöne Wetter in den vergangenen Wochen auf die deutschen Kinos auswirkte zeigt sich am deutlichsten an Pets 2. Zum Auftakt lockte die Fortsetzung am Startwochenende nur 200.000 Zuschauer in die Kinos. Eine Woche später waren es mit 320.000 Besucher deutlich mehr. Die Einnahmen betrugen 2,6 Millionen Euro.

Platz 3 geht an Annabelle 3 mit 120.000 Zuschauern und 1,1 Millionen Euro. Dahinter folgen Aladdin (70.000 Besucher, 610.000 Euro) und Drei Schritte zu Dir (65.0000 Besucher und 550.000 Euro).

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