Star Trek

Programmtipp: Themenschwerpunkt Star Trek bei Arte

Am 8. September 1966 startete Raumschiff Enterprise im amerikanischen Fernsehen. Damals war nicht vorherzusehen, welch Langlebigkeit und großen kulturellen - aber auch technischen - Einfluss die Serie haben wird. Zum 50. Jubiläum würdigt Arte das Phänomen Star Trek mit einem Programmschwerpunkt.

Los geht es am 5. September mit der Webserie Kirk me up, Käpt'n. Die zehn Folgen á 4 Minuten werden auf der Online-Plattform creative.arte.tv abrufbar sein. Neben dem Star-Trek-Experten Larry Nemecek, Raumfahrer Jean-François Clervoy und Schauspielerin Terry Farrell (Dax, Deep Space Nine) kommen auch diverse Wissenschaftler und Fans zu Wort. Gefilmt wurde auch auf der FedCon in Bonn. Künstlerisch untermalt wird jede Episode mit einem Werk von dem Lego-Künstler Samsofy.

Der eigentliche Themenabend ist am 9. September. Um 21.50 Uhr startet die neue Dokumentation Building Star Trek - Das Erfolgsgeheimnis einer Serie. Rahmenhandlung der Koproduktion von ZDF und Arte ist die Restaurierung des Originalmodells der alten Enterprise im Smithsonian Air and Space Museums in Washington. Die Brücke des Schiffes wurde vom Science-Fiction-Museum in Seattle rekonstruiert. Auf der Suche nach originalen Requisiten beleuchtet die Dokumentation die Bedeutung der Serie und die Auswirkung auf das reale Leben.

Weiter geht es um 23.20 Uhr mit einer Doku aus dem Jahr 2013. True Stories: Star Trek blickt mehr auf die Entstehungsgeschichte. Das Vordringen in den Weltraum, die Bedrohung durch den kalten Krieg und Rassenunruhen bereiteten den Boden für die Fiktion einer Welt, in der Menschen die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten der Erde überwunden haben. Eine Sache, die in den Bann zog, auch wenn die Urprungsserie bereits nach drei kurzen Staffeln abgesetzt wurde. Doch der erfolgreiche Verkauf weltweit und die anhaltende Begeisterung der Fans führte zu einer Fortsetzung. Die Dokumentation erzählt diese Entstehung und wie die Serie zur Marke wurde.

Abschließend gibt es ab 00.15 Uhr noch eine Spezialausgabe des Popkultur-Magazins von Arte. In Tracks Spezial: Science Fiction wird der Frage nachgegangen, wie die Welt der Zukunft wohl aussieht und wie sich die Menschen diese vorstellen. Dabei wird auch zurückgeschaut und nachgeprüft, welche Zukunftsphantasien der Vergangenheit wirklich eingetroffen sind - etwa die selbstfahrenden Elektroautos auf der Titelseite der LA Times im Jahr 1988.

William Shatner entschuldigt sich für Star Trek V - zumindest ein bisschen

Die klassischen Star-Trek-Kinofilme waren mit einem besonderen Fluch belegt: Die Filme mit geraden Zahlen zählen zu den besseren Teilen, die ungeraden Teile eher zu den schwächeren. Zwischen Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986) und Star Trek VI: Das unentdeckte Land (1991) legte das Franchise mit Star Trek V: Am Rande des Universums (1989) eine Bruchlandung hin. Der Film wurde sogar mit einer Goldenen Himbeere für den schlechtesten Film, den schlechtesten Darsteller (Shatner) und Regisseur (Shatner) ausgezeichnet.

Neben den schlechten Spezialeffekten wurden viele Aspekte der egozentrischen Handlung kritisiert: sei es der vergleichsweise hohe Anteil an Situationskomik, Uhuras Tanzszene in der Wüste oder die "Schmerz-Sequenz" nach der Hälfte des Films, welche die komplette Handlung zum Stillstand brachte und mit Kirks berüchtigter Rede endet ("Ich brauche meinen Schmerz, um zu wissen, wer ich bin."). Im Interview mit Entertainment Weekly sprach Shatner mit dem Magazin in der Kolumne 'Apology' (Entschuldigung) über einen weiteren, wichtigen Kritikpunkt: das Ende des Films, welches ganz anders werden sollte als das, was letztendlich auf der Leinwand zu sehen war:

"Ich bekam die Gelegenheit, mit Star Trek V einen millionen Dollar schweren Film zu drehen, hatte jedoch keine Unterstützung, als es um die sinnvolle Verteilung des Budgets ging. Als wir das Ende drehten, brauchten wir einen guten Gegner und viele Spezialeffekte. Wir hatten jedoch kein Geld mehr. Das tut mir sehr leid.

Ich musste bereits gedrehtes Material verwenden und ein paar Mal kräftig draufspucken. Das Publikum sollte bahnbrechende Granitmonster zu sehen bekommen, die Steine und Feuer spucken. Stattdessen konnte ich nur ein paar Kiesel vor die Kamera werfen."

Rückblickend hat sich der Schweregrad der Kritik am Film wieder relativiert, viele Fans haben ihn trotz einiger Fehltritte nachträglich ins Herz geschlossen. Ob Steinmonster den Film allerdings gerettet hätten, sei mal dahingestellt.

Star Trek v The Final Frontier- Cosmic Thoughts

Star Trek: Bewegender Trailer zur Dokumentation For the Love of Spock

Im September erscheint erstmals die Dokumentation For the Love of Spock von Adam Nimoy. Bereits zu Lebzeiten seines Vaters Leonard existierten Pläne für den Film, der den Einfluss des Charakters und seine Beziehung zur Rolle seines Lebens in den Mittelpunkt stellen sollte. Adam Nimoy finanzierte das Projekt 2015 erfolgreich mit einer Kickstarter-Kampagne.

Der Sohn der verstorbenen Legende versammelt viele seiner Freunde und Kollegen, u.a. William Shatner, J. J. Abrams, Chris Pine, Zoe Saldana, Simon Pegg, Karl Urban, Zachary Quinto, Jim Parsons, George Takei, Jason Alexander, Nichelle Nichols, Walter Koenig oder Catherine Hicks. Auch wird es viel neues Videomaterial zu Leonard Nimoy geben.

"[Der Film] ist als Tribut an meinen Vater und an Spock gedacht. Wir haben sehr viel Material, mit dem wir arbeiten können, da mein Vater sehr gern Geschichte erzählte und auch mit der Rolle sehr verbunden war."

Leonard Nimoy starb im Februar 2015 im Alter von 83 Jahren. For the Love of Spock wird im September uraufgeführt, ab November wird der Film als DVD, Blu-ray und bei iTunes zu haben sein.

Hier der erste, bewegende Trailer:

For the Love of Spock Official Trailer #1 (2016) Leonard Nimoy Documentary Movie HD

Flashback: Der Weltraum ... - Kritik zu J.J. Abrams Star Trek

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Szenenbild aus J. J. Abrams Star Trek (2009)

Ja, auch ich hab ihn gesehen! Nein, ich rede nicht von Die Ludolfs - der Film, sondern von einer kleinen Außenseiterproduktion namens Star Trek. Ohne zu spoilern, kann ich nur bestätigen, was Simon Pegg im Interview dazu sagte: “Dies ist das Prequel, das sich die Star-Wars-Fans gewünscht hätten”.

Die Hauptfiguren

Zuerst einmal die wichtigste Frage: schneidet Zachary Quinto irgendwelche Köpfe auf, um neue Fähigkeiten zu erlangen? Nein, obwohl sein Spock so perfekt ist, dass man glauben könnte, er habe Nimoy das Gehirn ausgesaugt. Quinto ist Spock; die Mannerismen, der durchgedrückte Rücken, die arrogant wirkende Haltung, die Verletzlichkeit hinter der Fassade und die präzise Aussprache. Es stimmt einfach alles. Näher am Original ist nur noch Karl Urban, dessen McCoy jede Szene beherrscht, in der er auftritt. Das bringt uns natürlich zu Kirk, der zentralen Figur des Films. Chris Pine versucht zum Glück nicht, Shatners unnachahmlichen Schauspielstil zu kopieren, aber trotzdem ist er Kirk, jünger, ungezähmter, (noch) draufgängerischer, aber deutlich erkennbar Kirk.

Die anderen Besatzungsmitglieder (Zoe Saldana als Uhura, deren Vornamen Kirk die ganze Zeit herauszufinden versucht und Anton Yelchin als 17jähriger Chekov, den sein Akzent vor Probleme stellt) sind ebenso gut besetzt. Scotty (Simon Pegg) taucht zwar erst in der Mitte des Films auf und hat recht wenig zu tun, macht seine Sache aber so gut, dass man hofft, im nächsten Film mehr von ihm zu sehen.

Die Nebenfiguren

Die Nebenrollen sind ähnlich liebevoll besetzt, von Bruce Greenwood als Pike bis zu Winona Ryder als Amanda. Den großen Gastauftritt eines Star-Trek-Schuspielers will ich hier nicht spoilern. Die meisten von euch werden das zwar ohnehin schon wissen, aber es soll nur gesagt werden, dass er toll ist. Die einzige echte Fehlbesetzung ist Ben Cross als Sarek, der in seinen Szenen ein bisschen so aussieht, als habe man ihm einen Phaser in den Hintern gerammt. Die Assoziation liegt aber vielleicht auch daran, dass ich kurz zuvor Crank 2 gesehen habe. Wer den Film kennt, wird wissen, was ich meine.

Die Enterprise

Kommen wir zur nächsten Hauptfigur: der Enterprise. Sie sieht der alten von außen deutlich ähnlicher als von innen und erinnerte mich ein wenig an die aus Star Trek - Der Film. Allerdings wirkt sie enger, es ist viel los auf den Gängen, überall bewegt sich etwas. Dadurch wirkt das Schiff auf eine Weise echt, die ich bisher in vielen ST-Filmen und vor allem in den Serien vermisst habe. Der restliche “Look” passt sich der Enterprise an. Er ist glatt, aber nicht gelackt, organisch, ohne schmutzig zu wirken und im Fall von Vulkan bombastisch und unterkühlt, was vor der roten Landschaft übrigens wirklich cool aussieht und eine nette Parallele zum Verhalten der Vulkanier darstellt.

Die Handlung

Nachdem wir also geklärt hätten, dass Besatzung und Aussehen super sind, wenden wir uns mal der Handlung zu. Sie wird eindeutig von den Charakteren angetrieben, was auf der einen Seite super ist, auf der anderen jedoch dazu führt, dass man weniger Sorgfalt beim eigentlichen Plot walten lässt und versucht, gewisse Mankos durch Geschwindigkeit auszugleichen. Ich konnte den Film am Premierentag zweimal sehen, morgens in der Presse und abends noch mal mit Publikum, und beim ersten Mal fielen mir zwei extrem unwahrscheinliche Wendungen tatsächlich nicht auf, weil der Film so schnell erzählt ist, dass man schon in der nächsten Szene ist, bevor man über die letzte nachdenken kann. Beim zweiten Mal fielen die… nennen wir es mal… Bequemlichkeiten der Autoren deutlicher auf. Eisplanet + 2 Personen, mehr sage ich dazu nicht.

Aber abgesehen davon ist der Film ungeheuer spannend erzählt und schafft es mit einem simplen Trick, die Kritik der Hardcore-Fans ins Leere laufen zu lassen.

Kurz noch etwas zur Musik: Bei ersten Mal fand ich den Score aufdringlich, beim zweiten Mal gefiel er mir richtig gut. Interessant ist, dass es keine Referenzen zu den ST-Filmen oder den Serien gibt, dafür aber jede Menge (auch außerhalb des Soundtracks) zur Originalserie. Das ist sicherlich kein Zufall und macht auch Sinn.

Als letztes muss ich leider noch auf ein Manko eingehen, das mich davon abhält, Star Trek II vom Podest des besten Star-Trek-Films aller Zeiten zu stoßen, und das ist der White-Trash-Romulaner, Entschuldigung, Nero (Eric Bana). Er ist der Böse, der zwar eine nachvollziehbare Motivation hat, aber natürlich trotzdem böse und ein wenig irre ist. Wir sollen uns auf die Konfrontation zwischen ihm und unseren Helden freuen, um den Ausgang bangen (okay, nicht wirklich) und uns fragen, wie sie es schaffen sollen, ihn zu besiegen. Das Problem ist nur, dass die Figur nicht bedrohlich wirkt und bis zum Ende blass bleibt. Nero ist kein Khan. Seine Wut ist nicht klar genug, sein Verhalten streckenweise unlogisch und seine Tätowierungen machen es schwer, ihn von seinen ebenfalls kahlköpfigen und tätowierten Helfern zu unterscheiden. Nero ist eine schwache Figur, und Eric Bana gelingt es nicht, mehr aus ihr herauszuholen. Schade.

Fazit

Hätte man Nero soviel Sorgfalt zugestanden wie der Besatzung, wäre der beste Star-Trek-Film aller Zeiten dabei herausgekommen. Ja, sogar besser als Star Trek V - Am Rande des Universums… okay, kleiner Scherz. Ja, ich weiß, ganz kleiner Scherz. Niemand schlägt den Shatner.

Abgesehen von Meyer.

Und Nimoy.

Und Abrams.

Und sogar Frakes.

Mit einem Film.

Star Trek läuft am 15. Juli um 20:15 Uhr auf ProSieben.

Star Trek (2009) Theatrical Trailer 1 (HD 720p)

Ein schwuler Sulu in Star Trek: George Takei findet die Entscheidung "unglücklich", Simon Pegg verteidigt sie

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Star Trek Beyond Hikaru Sulu Charakterposter

Das Bekanntwerden von John Chos Hikaru Sulu als homosexueller Charakter in Star Trek Beyond schlägt hohe Wellen (Originalartikel). Neben hitzigen und emotionalen Debatten unter den Fans zeigt sich auch Original-Sulu George Takei nur bedingt begeistert von der Entscheidung. Takei machte 2005 seine Homosexualität öffentlich und stieg zu einer prominenten Ikone und einem Aktivisten der LGBT-Bewegung auf. Dass gerade Sulu der erste schwule Hauptcharakter im Star-Trek-Kanon wird, war auch als Tribut an den Schauspieler gedacht. Doch für Takei entspricht es nicht dem, was Star-Trek-Erfinder Gene Roddenberry für den Charakter im Sinn hatte, wie er im Interview mit The Hollywood Reporter erklärt:

"Ich bin erfreut, dass es einen schwulen Charakter gibt. Leider wird dadurch die Grundidee von Gene Roddenberry verdreht, der sich sehr viele Gedanken [um die Charaktere] machte. Ich finde es unglücklich.

Die Macher sollten sich einfallsreicher zeigen und einen Charakter entwerfen, der eine homosexuelle Vergangenheit mitbringt, anstatt plötzlich Sulu zu outen, der bisher immer ein heterosexueller Charakter war."

Diese Entscheidung hinterlässt bei Takei den fragwürdigen Eindruck, dass Menschen ihre Sexualität einfach wechseln könnten. Bereits im Vorfeld äußerte er seine Bedenken zu der Entscheidung, diese wurden aber wohl nicht berücksichtigt.

Bei The Guardian reagierte Scotty-Darsteller und Drehbuchautor Simon Pegg auf Takeis Äußerungen:

"Ich habe einen Mordsrespekt vor George Takei. Sein großes Herz, sein Mut und sein Humor sind eine Inspiration. Seinen Gedanken zu unserem Sulu muss ich jedoch auf respektvolle Weise widersprechen.

Er hat Recht, es ist bedauerlich. Es ist bedauerlich, dass es in der Kinoversion des tolerantesten und integrativsten Science-Ficition-Universums bis jetzt keinen LGBT-Charakter gab.

Wir hätten einen neuen homosexuellen Charakter einführen können, er oder sie wäre aber nur über die Sexualität definiert gewesen, wäre als 'der homosexuelle Charakter' angesehen worden und hätte lediglich eine Alibi-Funktion übernommen.

[Regisseur] Justin Lin, [Autor] Doug Jung und ich mochten den Gedanken, jemanden zu nehmen, den wir bereits kennen, zu dem das Publikum bereits eine Meinung besitzt und frei von Vorurteilen ist.

Die sexuelle Orientierung ist nur eine von vielen persönlichen Eigenschaften, kein definierendes Merkmal. Das Publikum würde außerdem die Schlussfolgerung treffen, dass es bereits von Anfang an, zumindest in der Kelvin-Zeitlinie, eine LGBT-Präsenz gab und ein homosexueller Held nichts Neues oder Fremdes darstellt.

Auch sollte erwähnt werden, dass unser Sulu sich zu keinem Zeitpunkt zurückhalten hätte müssen. Warum auch? Es wurde lediglich noch nicht gezeigt.

Ich bin nicht der Meinung, dass Gene Roddenberrys Entscheidung, die Enterprise-Crew der Haupt-Zeitlinie komplett hetero zu machen, eine künstlerische Entscheidung war. Vielmehr war sie eine Notwendigkeit der damaligen Zeit.

Star Trek bekommt richtigerweise viel Anerkennung für den ersten Kuss im Fernsehen zwischen einem Weißen und einer Schwarzen. Die Episoden "Platons Stiefkinder" fuhr jedoch die niedrigsten Quoten der ganze Serie ein.

Das Publikum war damals nicht soweit und zwang Roddenberry dazu, seine innovativen Ideen anzupassen. Hätte er Sulus Sexualität mit George erforschen können, so habe ich keinen Zweifel daran, dass er es getan hätte. Roddenberry war ein Visionär und Pionier, doch man sucht sich sein Kämpfe mit Bedacht aus."

Sulus Homosexualität wird am Anfang von Star Trek Beyond in einer kurzen, dialogfreien Szene thematisiert, die ihn mit seinem Lebenspartner und deren Tochter Demora zeigt.

Star Trek Beyond Trailer #3 (2016) - Featuring "Sledgehammer" by Rihanna - Paramount Pictures

Star Trek im Museum: Smithsonian stellt restauriertes Originalmodell der USS Enterprise aus

Kein Ort, an dem zuvor noch niemand gewesen ist, aber trotzem ziemlich cool: Anlässlich des 40jährigen Jubliäums des berühmten Smithsonian National Air and Space Museums wird in Washington neuerdings das originale Modell der USS Enterprise aus der alten Star-Trek-Serie aus den 60er Jahren ausgestellt.

Neu ist das Modell für das Smithsonian an sich nicht - bislang hing es im Geschenkeladen des Museums. Ein denkbar schlechter Ort für solch einen Gegenstand, wie Chef-Konservator Malcolm Collum zugibt:

"Es ist ein ikonischer Kunstgegenstand, also muss es auch als ein solches sorgsam behandelt und konserviert werden, damit es so authentisch wie möglich erhalten bleibt"

Da das Modell zum Filmen genutzt wurde, ist es nicht makellos. So gibt es eine "Kameraseite" als Blickfang und wenn man drumrum läuft, sieht man die weniger dekorative Seite, wo sich auch Kabel für die Lichter und Motoren befinden. Die innenliegenden Lichter wurden durch LEDs ersetzt. Das Schiff wird nun in einer modernen, klimakontrollierten Glasvitrine präsentiert.

Wer es nicht selbst nach Washington schafft, für den haben die Kollegen von TrekCore ein Video nebst Erläuterungen parat:

Warp Power Online - Enterprise at the Smithsonian (2016)

Star Trek: CBS und Paramount geben strenge Richtlinien für Fan-Filme vor

Seit vielen Jahren inspiriert Star Trek Fan- und Amateurfilmemacher auf der ganzen Welt. Gerade nach dem Ende der letzten TV-Serie und dem Reboot im Kinouniversum waren es vor allem die Fans, die dafür sorgten, dass das klassische Star Trek weiterlebte. Dies alles fand unter der Duldung von Paramount und CBS statt, die als Rechteinhaber vergleichsweise großzügig agierten und den Fans viel Spielraum ließen. Nachdem die Projekte in den vergangenen Jahren immer professioneller wurden, und zudem nicht immer ganz klar war, inwiefern mit dem Fan-Film tatsächlich finanzielle Interessen verbunden waren, scheint sich die Einstellung der Verantwortlichen nun aber geändert zu haben. Gerade auch mit dem Start der neuen Star-Trek-Serie bei CBS dürften professionelle Projekte kaum noch eine Chance haben. Dies zeigte sich bereits beim Projekt Axanar, deren Macher sich nach wie vor einen Rechtsstreit mit Paramount und CBS liefern.

Um zukünftigen Projekten wie Axanar einen Riegel vorzuschieben, haben die Rechteinhaber nun eine Reihe von strengen Richtlinien veröffentlicht, an die sich Fan-Filmemacher halten müssen. Wer gegen diese Vorgaben verstößt, muss damit rechnen, dass sein Projekt Post von der Rechtsabteilung von CBS und Paramount erhält. Hier einmal die wichtigsten Punkte:

  • Ein Fanfilm darf fortan eine zusammenhängende Geschichte von 15 Minuten innerhalb eines Teils beziehungsweise insgesamt 30 Minuten bei einem Zweiteiler nicht überschreiten. Weitere Episoden, Sequels, Prequels oder komplette Staffeln sind verboten.
  • Der Film darf nicht die Bezeichnung Star Trek im Namen tragen, muss aber mit dem Titelzusatz "A Star Trek Fan Production" gekennzeichnet sein. Der Zusatz "offiziell" ist jedoch untersagt. Außerdem muss ein Disclaimer mit genau festgelegtem Wortlaut benutzt werden.
  • Als Kostüme (Uniformen etc.) und Ausstattung darf nur offizielles Merchandise genutzt werden.
  • Sämtlicher Inhalt muss eigenen Ursprungs sein. Reproduktionen, Nachstellungen oder Clips aus Star Trek sind untersagt.
  • Alle Beteiligten am Projekt müssen Amateure sein. Dies betrifft sowohl die Personen vor als auch hinter der Kamera. Es darf keine Bezahlung geben und keiner der Mitarbeiter darf jemals für ein offizielles Star-Trek-Projekt von Paramount oder CBS gearbeitet haben.
  • Finanzieller Gewinn ist nicht erlaubt, allerdings dürfen Spendenkampagnen abgehalten werden. Die Spendensumme muss aber unter 50.000 Dollar bleiben.
  • Der Vertrieb von DVDs und Blu-Rays ist verboten (auch unentgeltlich). Streams sind erlaubt, aber ebenfalls nur, wenn dadurch keine Einnahmen erzielt werden.
  • Inhaltlich muss der Fanfilm zudem familienfreundlich bleiben.


Die komplette Liste der Richtlinien gibt es in englischer Fassung hier. Paramount und CBS behalten sich das Recht vor, Änderungen vorzunehmen, falls neue Punkte relevant werden.

Star Trek Enterprise II - Der Anfang vom Ende: Beeindruckender Fanfilm aus Deutschland

Star Trek Enterprise II - Der Anfang vom Ende ist ein beeindruckender Fanfilm, der die Abenteuer von Captain Jonathan Archer und seiner Crew auf der Enterprise NX-01 weitererzählt und nach einer achtjährigen Produktionszeit im Juni offiziell veröffentlicht wurde.

Dabei handelt es sich um eine Fortsetzung des ersten Stop-Motion-Abenteuers Der Zeitspiegel (YouTube-Link), der 2009 auf der FedCon in Bonn gezeigt wurde und von den Fans gut aufgenommen wurde.

Nach dem ersten Teil kehrt die Crew der Enterprise in eine Realität zurück, die nicht auf der ihnen bekannten Zeitlinie verläuft. In Der Anfang vom Ende kämpft die Föderation der Zukunft gegen eine kybernetische Lebensform, die alles organische Leben vernichten will. Die Crew um Captain Archer erhält Hilfe aus der Zukunft. Eine bisher unbekannte Art der Kommunikation ermöglicht eine Verbindung durch Raum, Zeit und Vertrauensbarrieren.

Mit der Fortsetzung ist dem Schweinfurter Jürgen Kaiser und seinem 37-köpfigen Team ein qualitativer Quantensprung gelungen. Die aufwendigen Stop-Motion-Animationen wurden mit beeindruckenden Computeranimationen kombiniert. Für die Sprechrollen konnten professionelle Sprecher und Schauspieler aus ganz Deutschland gewonnen werden.

T’Pol-Sprecherin Sabrina Heuer-Diakow hat bei den meisten der Aufnahmen per Skype Regie geführt, um das Zusammenspiel der Rollen und die Umsetzung der Charaktere in eine Einheit zu bringen.

In weitere Sprechrollen zu hören sind u.a. Lars von Velsen (Radiomoderator), René Dawn-Claude (Sprecher und Radiomoderator), Yannick Zenhäusern (Synchronsprecher), Verena Strauß (Sprecherin), Thomas Karallus (u.a. Synchrostimme von Kevin James), Ingo Albrecht (u.a. Station Voice von Radio ffn), Ingo Schmoll (Moderator bei 1Live), Sebastian Walch (Synchronsprecher), Erik Schäffler (Sprecher und Schauspieler), Valentin Gagarin, Verena Strauß, Jan Sommer und Eva Rahner.

Gudo Hoegel, die deutsche Synchronstimme von Scott Bakula, konnte für den Prolog gewonnen werden.

Für alle weiteren Informationen rund um den Film findet ihr auf der Homepage enterprise-fanfilm.de, wer das Thema weiter verfolgen möchte, dem sei auch die offizielle Facebookseite ans Herz gelegt.

Jürgen Kaiser arbeitet bereits an seinem nächsten Projekt. Es geht diesmal aber nicht um Star Trek, sondern um die Ghostbusters. Mehr wurde uns auf Nachfrage leider auch nicht verraten. Wir bleiben gespannt am Ball.

Star Trek ENTERPRISE II Der Anfang vom Ende

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