Supernatural

Arrow, The Flash, Supernatural & Co. - The CW verlängert acht Genreserien frühzeitig

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Arrow

Der kleinste der frei empfangbaren US-Networks The CW zeigt Selbstbewusstsein und Entschlossenheit und verlängert frühzeitig acht Serien um eine weitere Staffel, die ab Herbst 2015 ausgestrahlt werden. Dazu gehören Arrow, Jane the Virgin, Reign, Supernatural, The 100, The Flash, The Originals und The Vampire Diaries.

CW-Chef Mark Pedowitz erklärte die Entscheidung: "Jede dieser Serien hat dazu beigetragen, unser heutiges Image als intelligenten, provokanten Sender für Qualitätsunterhaltung mitzugestalten. Mit dieser frühzeitigen Entscheidung können sich die Produzenten schon jetzt Gedanken um ihre Handlungsbögen machen."

The CW hat in den letzten Jahren kontinuierlich an Zuschauernschaft dazugewinnen können. Vor allem konnte der Sender wieder mehr männliche Zuschauer begrüßen, dank Serien der DC-Comichelden Arrow und The Flash.

Der Robots-&-Dragons-Jahresrückblick: Der Frühling 2014

Während das Jahr 2014 vergleichsweise ruhig für Sci-Fi & Fantasy-Fans begann, nahm es in den Monaten April bis Juni gehörig an Fahrt auf. Im zweiten Teil des Robots-&-Dragons-Jahresrückblicks blicken wir nicht nur auf die großen Kinostarts zurück, sondern beschäftigen uns auch mit dem Drehstart eines der am meist-erwarteten Filme des nächsten Jahres.

Die verbesserten Agents und ein gescheitertes Spin-off
Captain America: The Return of the First Avenger war nicht nur ein erstes Filmhighlight des noch jungen Jahres 2014. Der Film hatte abgesehen von der Tatsache, dass er 130 Minuten spannende Unterhaltung bot, einen weiteren positiven Nebenaspekt. Mit den Veränderungen, die Captain America mit sich brachte, machte auch die Marvel-Serie Agents of S.H.I.E.L.D. einen qualitativen Sprung, auf den viele Zuschauer gehofft hatten. Konnte die Serie zu Beginn durchaus als Enttäuschung bezeichnet werden, ging es schon mit dem Jahreswechsel inhaltlich deutlich bergauf. In der zweiten Staffelhälfte wurde Agents of S.H.I.E.L.D. seinen Vorschusslorbeeren dann endlich gerecht und konnte zudem seine neu gewonnen Stärke auch im zweiten Serienjahr behaupten.
Gar nicht erst in Serie wurde dagegen ein ganz anderes Projekt geschickt. Mit Bloodlines plante der Sender CW seine erfolgreiche und langlaufende Serie Supernatural, um ein Spin-off zu erweitern. Über einen Backdoor-Piloten sollten die neuen Charaktere eingeführt werden, was jedoch nur bedingt auf Gegenliebe stieß. Trotz des Mafia-Settings erinnerte die Bloodlines am Ende zu sehr an CW-Serien wie Vampire Diaries und fand weder bei Kritikern noch bei Fans sonderlich viel Anklang. Letztendlich entschied sich der Sender gegen eine Bestellung, sodass Sam und Dean erst einmal auch weiterhin allein auf Monster- und Dämonenjagd gehen. Ein neuer Versuch für 2015 ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Eine 700-Millionen-Dollar-Enttäuschung
The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro sollte für Sony der große Kassen- und Publikumserfolg des Jahres 2014 werden. Am Ende kam jedoch ein Film heraus, mit dem niemand so wirklich zufrieden war. Dabei waren die Pläne des Studios doch so groß gewesen. Über eine Milliarde Dollar wollte Sony mit The Amazing Spider-Man 2 einnehmen und in der Folge ein eigenes Spider-Man-Filmuniversum schaffen. In den Wochen vor dem Filmstart spürte man als aufmerksamer Internetuser fast schon, wie sehr Sony den Erfolg erzwingen wollte. Praktisch kaum ein Tag verging, an dem nicht ein neuer Trailer oder Clip veröffentlicht wurde. Man konnte sich am Ende des Gefühls nicht erwehren, dass man den Film womöglich schon vollständig gesehen hatte, wenn man nur alle gezeigten Szenen in die chronologische Reihenfolge bringen würde. Dem entfachten Hype konnte The Amazing Spider-Man 2 am Ende jedoch weder an den Kinokassen noch bei den Kritikern und vielen Kinobesuchern gerecht werden. Trotz durchaus starker 700 Millionen Dollar war Sony mit dem Einspielergebnis nicht wirklich zufrieden. Die geplante Milliarde wurde verfehlt und bei Produktionskosten von 200 Millionen sowie Marketingausgaben von geschätzten 190 Millionen blieb die Gewinnspanne am Ende deutlich unter den Erwartungen.

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Reboots, Remakes und Fortsetzungen
Der Hollywood-Trend, bekannte und erfolgreiche Stoffe fortzusetzen oder neu zu interpretieren, war auch im Jahr 2014 präsent. Neben The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro gab es im Mai im Kino beispielsweise mit X-Men: Zukunft ist Vergangenheit eine weitere Comic-Fortsetzung zu sehen. Im Gegensatz zu Sony zeigte sich Fox jedoch mit den eingespielten 746 Millionen Dollar sehr zufrieden. Regierückkehrer Bryan Singer schuf den erfolgreichsten X-Men-Film bisher und so war es wenig verwunderlich, dass die im Vorfeld getätigte Ankündigung einer weiteren Fortsetzung mit X-Men: Apocalypse ebenfalls von Singer inszeniert werden soll.
Ähnlich erfolgreich schlug sich auch ein(e) Reboot/Remake/Neuverfilmung in diesem Jahr an den Kinokassen. Mit dem größten Godzilla aller Zeiten gelang es Regisseur Gareth Edwards, die erste amerikanische Adaption von Roland Emmerich vergessen zu machen und für viele Zuschauer einen spannenden Film abzuliefern. Den größten Kritikpunkt, die vergleichsweise geringe Screentime des Monsters, kann man nun eventuell in Teil 2 angehen. Auch bei Godzilla wird bereits an einer Fortsetzung gearbeitet.
Neben der Veröffentlichung von einigen Remakes und Fortsetzungen im Jahr 2014 arbeitete Hollywood zudem stark daran, dass es auch in den nächsten Jahren keinen Mangel an solchen Projekten geben dürfte. Sehr beliebt sind dabei mittlerweile Serienadaptionen bekannter Kinofilme. So gab MTV beispielsweise bekannt, dass man eine Serie basierend auf dem Horrorfilm Scream plane. Auch beim Thema Fortsetzungen stehen Serie hoch im Kurs. Nachdem FOX mit Erfolg, mit 24: Live Another Day, eine erfolgreiche Mini-Serien-Fortsetzung zu 24 im Mai startete, lies sich NBC von der Idee anstecken. So soll die ehemalige Hitserie des Senders Heroes unter dem Namen Heroes: Reborn als Miniformat eine Wiederaufstehung erleben. Im Kino wirde ebenfalls schon fleißig an weiteren Reboots gebastelt. Roland Emmerich möchte sich erneut seinem Erfolgsfilm aus den 90ern Stargate widmen und eine neue Trilogie veröffentlichen. Und wo wir gerade bei Erfolgen aus den 90ern sind. Auch für die Power Rangers gibt es ein Wiedersehen im Kino, wie im Mai bekannt wurde.

Marvels Regisseure
Für Marvel Studios dürfte das Jahr 2014 als weiteres Erfolgsjahr in die Geschichte eingehen. Eine kleine Delle gab es im Mai allerdings doch zu vermelden. Das Studio und Regisseur Edgar Wright entschieden sich, nicht mehr zusammenzuarbeiten. Damit stiegt Wright aus der Produktion des Films Ant-Man aus, an dessen Zustandekommen er maßgeblich beteiligt war. Die Gründe für den Ausstieg sollen primär auf inhaltlicher Ebene gelegen haben und gerade Wright äußerte sich im Anschluss durchaus enttäuscht. Einen neuen Regisseur fand Marvel in Payton Reed, der bisher vor allem im Bereich Komödien aktiv war.
Mit Reed verpflichtet Marvel allerdings nicht nur einen neuen Regisseur im Juni 2014. Auch für Doctor Strange konnte das Studio den Regieposten besetzten. Diese Aufgabe wird in die Hände von Scott Derrickson gelegt, der bisher vor allem als Regisseur von Der Exorzismus von Emily Rose sowie des letzten Remakes von Der Tag, an dem die Erde stillstand bekannt ist.

Die Rückkehr in eine weit entfernte Galaxie
Lange hatte es gedauert, doch im Mai war es dann endlich soweit: Regisseur J.J. Abrams gab den Cast für den siebten Teil der Star-Wars-Saga bekannt. Neben den Rückkehrern Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Anthony Daniels, Peter Mayhew und Kenny Baker, schließen sich auch John Boyega, Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson und Max von Sydow der Darstellerriege an. Mit den Dreharbeiten begann die Produktion im Mai, allerdings musste man zwischenzeitlich eine Pause einlegen. Harrison Fords Verletzung im Juni führte zu einer Verzögerung von zwei Wochen. Am 3. November fiel dann die letzte Klappe und Star Wars 7 galt offiziell als abgedreht.

Supernatural feiert Jubiläum: Kritik zur 200. Folge

Mit der 200. Folge stößt Supernatural in einen elitären Kreis vor, den bisher nur sehr wenige Genre-Serien erreichen konnten. Für das Jubiläum haben sich die Macher eine ganz besondere Folge ausgedacht, die in vielen Bereichen nicht nur eine Hommage ist, sondern auch eine Verbeugung vor den Fans. "Fan Fiction" überzeugt dabei auf ganzer Linie und geht doch einen Weg, den man vielleicht in dieser Weise nicht erwarten konnte.

In "Fan Fiction" machen sich Dean und Sam auf den Weg zu einer Mädchenschule, in der eine Lehrerin vermisst wird. Als die beiden dort ankommen, finden sie zunächst jedoch kaum einen Hinweis darauf, dass es sich um ein übernatürliches Verbrechen handeln könnte. Stattdessen treffen sie auf eine Theatergruppe, die ein ganz besonderes Stück plant: Ein Supernatural-Musical. Nach anfänglicher Fassungslosigkeit müssen Sam und Dean feststellen, dass im Umfeld des Musicals doch nicht alles so unschuldig ist, wie es zunächst scheint. Gemeinsam mit der Autorin des Musicals Marie machen sie sich daran, die Geschehnisse aufzuklären.

Die 200. Folge von Supernatural stammt aus der Feder von Robbie Thompson und wurde von Philip Sgriccia inszeniert. Beiden gelingt ein hervorragender Job, das Jubiläum passend umzusetzen. Dabei setzt die Folge, wie bereits zu erwarten war auf besonders viel Humor. Allein die Szene, in der Sam und Dean feststellen, was genau auf der Bühne vor sich geht, ist schon ein Highlight für sich. Witzige Folgen gehören immer wieder zum Repertoire der Serie und "Fan Fiction" stellt in jedem Falle mit das Besten da, was Supernatural in diesem Bereich hervorgebracht hat. Dabei vergisst die Serie jedoch auch nicht die emotionale Ebene. Das Band der Brüder ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und gerade zum Ende hin gibt es eine großartige Szene, welche die beiden Winchesters ebenfalls nicht unberührt lässt.

Etwas überraschend ist die Tatsache, dass die Macher in "Fan Fiction" auf (nahezu) jegliche Gastauftritte verzichtet haben. Selbst Castiel und Crowley sind in der Folge nicht vertreten. Trotzdem vermisst man sie nicht wirklich, da sich praktisch alle Figuren innerhalb des Musicals wiederfinden lassen. Selbst Charaktere wie der dritte Winchester-Bruder Adam, den viele sicherlich kaum noch in Erinnerung haben, finden sich in der Produktion wieder. Dazu kommt ein Monster der Woche, dass sich auch ein wenig von den bisher bekannten Wesen abheben kann und daher ebenfalls interessant ist. Einen Cameo haben sich die Macher in der Serie jedoch trotzdem erlaubt und auch dieser ist wirklich toll geraten.

Schauspielerisch darf in "Fan Fiction" wieder einmal Jensen Ackles als Dean glänzen. Ackles gelingt der Spagat zwischen den humorvollen und den emotionalen Szenen auf hervorragende Art und Weise und es macht einfach nur Spaß ihm zu zusehen. Auch Jared Padalecki liefert eine gute Vorstellung ab, bekommt jedoch nicht die Möglichkeiten sein Können zu zeigen. In den Nebenrollen macht besonders Katie Sarife als Marie, die Autorin und Regisseurin des Musicals, Spaß. Der glühende Supernatural-Fan sorgt nicht nur für witzige Moment, sondern hält Sam und Dean auch immer wieder unbewusst einen emotionalen Spiegel vor das Gesicht.

Dass in "Fan Fiction" gesungen wird, war bereits in den Promos im Vorfeld erkennbar. Als Zuschauer muss man sich jetzt allerdings keine Sorgen machen, dass Sam und Dean plötzlich beginnen ihre Gefühle in Liedform darzubieten. Die Musikszenen sind passend in die Handlung der Folge eingebunden und fallen so nicht negativ auf. Auch sind sie in erheblich geringerem Umfang vorhanden, als man zunächst annehmen konnte.

Fazit
Das 200. Jubiläum von Supernatural zeigt, warum die Serie so viele Fans auf der ganzen Welt besitzt. Die Macher haben sich für eine Folge entschieden, die nicht nur die Serie selbst, sondern eben auch die Millionen treuen Fans weltweit feiert. Humor und Emotionen finden sich in "Fan Fiction" in einer perfekten Mischung und so bekommen die Zuschauer eine denkwürdige Folge geboten.

Supernatural - Fan Fiction Clip 1

Supernatural - Fan Fiction Clip 2

Supernatural: Vorschau auf die 200. Episode

Supernatural erreicht einen weiteren Meilenstein. Am Dienstag, den 11. November wird in den USA die 200. Episode ausgestrahlt. Produzent Jeremy Carver beschreibt die Jubiläumsfolge als "musical-ish" und sie wird außerhalb des bekannten Handlungsrahmen spielen. Sie trägt den Titel "Fan Fiction" und soll ein Dankeschön an alle Fans sein, die der Serie all die Jahre die Treue gehalten haben.

Sam und Dean untersuchen das Verschwinden eines Lehrers und müssen erstaunt feststellen, dass dessen High School eine Musical inszeniert, dass auf dem Leben der beiden basiert.

"Fan Fiction" ist für Supernatural nicht die erste Meta-Episode, die völlig losgelöst und frei von etablierten Regeln ihr eigenes Ding macht. In der Episode "The French Mistake" (Season 6, 2011) finden sich die beiden auf dem Set einer TV-Serie mit dem Titel "Supernatural" wieder und Menschen halten sie für die Schauspieler Jensen Ackles und Jared Padalecki.

Supernatural 10x05 Extended Promo - Fan Fiction (The 200th Episode)

Supernatural: Felicia Day kehrt in Staffel 10 zurück

SPOILER

Felicia Day ist offiziell als Gaststar für die 10. Staffel von Supernatural bestätigt. Nach ihren Auftritten in Staffel 7, 8 und 9 wird es auch in der aktuellen Season wieder eine Folge mit dem Fan-Liebling Charlie geben. Mittlerweile könnte man dabei schon fast von einem jährlichen Ereignis bei Supernatural sprechen. Bis auf Staffel 8 war Felicia Day in den vergangenen Staffeln jeweils genau in einer Episode mit von der Partie (In Staffel 8 waren es 2). Wann genau die Folge mit Charlie ausgestrahlt wird, ist aktuell noch unklar. Der Zeitraum dürfte aber irgendwo zwischen Dezember und Januar liegen.

Spoiler!
Charlie war nach ihrem letzten Auftritt in Supernatural mit Dorothy in das Land Oz gezogen, um Dorothy bei der Befreiung der Bewohner zu helfen. Diese Reise soll Charlie stark beeinflusst und ihre Spuren hinterlassen haben. Allerdings hüllen die Produzenten sich aktuell noch in Schweigen darüber, warum Charlie überhaupt wieder in unserer Welt landet. Es gilt also wie immer abzuwarten.

Supernatural: Poster für die 10. Staffel

Supernatural macht die 10 Staffeln voll und zählt damit weiterhin zu dem dienstältesten Serienformat des kleinen Networks The CW. Doch es ist kein Ende in Sicht, im Moment stehen die Zeichen dafür ein frivoles Weiterleben nach diesem Meilenstein. Für Serienproduzent Jeremy Carver gibt es noch genügend Geschichten zu erzählen und äußert lieber nicht über die verbleibende Laufzeit der Serie.

Die erste Episode der neuen Staffel wird am 07. Oktober ausgestrahlt. The CW präsentiert der Serie folgendes Werbeposter.

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Supernatural: Kein Ende in Sicht

Kein Ende in Sicht für Supernatural. Noch vor zwei Jahren sah eigentlich alles danach aus, dass die Serie nach der kommenden zehnten Staffel ihr Ende finden wird. Doch im Moment steht die Zeichen dafür ein frivoles Weiterleben nach diesem Meilenstein.

Für Serienproduzent Jeremy Carver gibt es noch genügend Geschichten zu erzählen und äußert lieber nicht über die verbleibende Laufzeit der Serie. Sollte es jedoch irgendwann einmal zum Ende kommen, möchte er genügend Vorlauf haben, um Supernatural befriedigend abzuschließen. Und wie soll das Ende aussehen?

"Ich weiß, dass [Serienerfinder] Eric Kripke immer ein bestimmtes Ende im Sinn hatte. Dieses hat er mir jedoch nie verraten. Ich habe ein Bild im Kopf, möchte aber auch genügend Raum lassen ... "

Auch wenn die Popularität in den letzten Jahren etwas nachgelassen hat, steht Mark Pedowitz, Chef des kleinen US-Networks The CW, hinter seiner Lieblingsserie. Obwohl der Versuch eines Pilotfilms für den Ableger Supernatural: Bloodlines in der neunten Staffel nicht erfolgreich war, bleibt er weiterhin "sehr offen für einen weiteren Spinoff".

Die zehnte Staffel startet im Herbst.

Supernatural: Spin-Off Versuch Nr. 2

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Supernatural gehört zu den erfolgreichsten Serien, die der Sender CW momentan zu bieten hat. Im Herbst gehen die Gebrüder Winchester in ihr zehntes Jahr und werden - vermutlich - wieder durch einen bedeutungsschwangeren Keil getrennt und wieder zusammengeführt, um die Probleme von 90210 Heaven zu lösen. Ganz abgesehen davon, in jeder Folge in Todesgefahr zu geraten.

Da das Ende der Serie abzusehen ist, will man natürlich ein Spin-Off nachlegen. Den Grundstein dafür hat die vor kurzem in den USA ausgestrahlte Folge Bloodlines gelegt. Sie fungierte als Backdoor-Pilot, ging dann aber auch gleich wieder zur Hintertür raus. 

Das lässt der Sender nicht lange auf sich sitzen. Laut Mark Pedowitz, Chef des Senders, ist ein neuer Versuch bereits im nächsten Jahr zu erwarten. Um was es sich dabei handelt, ist noch nicht bekannt, wird aber noch diesen Sommer besprochen.

Aber das soll euch nicht davon abhalten, eigene Spin-Off-Ideen zu kreieren!

Die Winchester bekommen Zuwachs: Kritik zum Piloten von Supernatural Bloodlines

Supernatural-Fans haben sich den 29. April im Kalender groß angestrichen. Nach vielen Meldungen über Casting und Setting ist an diesem Tag endlich der angekündigte Backdoor-Pilot innerhalb der Mutterserie über den Bildschirm geflimmert. Die Folge, die ebenfalls Namen Bloodlines trägt, beginnt ein neues Kapitel der Serie, welches dann im Herbst als eigene Serie fortgesetzt werden soll.

Supernatural Bloodlines hat zu Beginn den großen Vorteil, dass man auf eine vollständig entwickelte Welt zurückgreifen kann. Daher ist die Prämise des Spin-off auch relativ schnell etabliert. Die bekannten Monster der Serie leben in Chicago in einer Art Mafia-Verhältniss. Fünf Monster-Familien (Gestaltwandler, Werwölfe, Vampire, Ghuls und Dschinn) haben die Stadt untereinander aufgeteilt und herrschen jeweils über ihren Bereich. Als das Oberhaupt der Gestaltwandler umgebracht wird, steht ein offener Krieg zwischen Gestaltwandler und Werwölfen bevor. David Lassiter (Nathaniel Buzolic), der Bruder des Getöteten, kehrt daraufhin zu seiner Familie zurück. Er stellt eigene Ermittlungen an, um den Krieg doch noch zu verhindern. Dabei trifft er auf Ennis Roth (Lucien Laviscount), einen Polizisten, der sich am Tatort befand, als der Mord geschah. Ennis ist selbst auf der Suche nach dem Mörder, da auch seine Freundin bei der Aktion ums Leben kam. Er hatte bis vor Kurzem jedoch keine Ahnung, dass es Monster wirklich gibt. Ein Treffen mit den Winchesters öffnet ihm jedoch schnell die Augen. Als dann die ehemalige Geliebte (Melissa Roxburgh) des Gestaltwandlers David entführt wird (eine Werwölfin), machen sich alle vier auf, um den Killer zu stoppen.

Nachdem der Abspann des Piloten zu sehen ist, muss man als Erstes festhalten, dass Supernatural Bloodlines mit hoher Wahrscheinlichkeit wenig mit der Mutterserie zu tun haben wird. Das muss grundsätzlich nicht schlecht sein, allerdings stehen die Macher durchaus vor einer schwierigen Aufgabe. Gerade die Charaktere benötigen noch einiges an Arbeit.
Dass Sam und Dean in der ganzen Folge nur eine Nebenrolle einnehmen würden, war zu erwarten gewesen und gibt den Autoren Zeit, die verschiedenen Figuren einzuführen. Dieser Part nimmt auch den Großteil der ersten 20 Minuten ein. Dabei greift man jedoch sehr stark in der Klischee-Kiste. Es wirkt teilweise, als hätten die Macher die Figuren nach dem Baukastenprinzip ausgewählt.

  • arroganter Oberwerwolf-Schönling – check
  • einen von Rache getriebenen Underdog – check
  • schwarzes (aber für den Zuschauer doch sympathisches) Schaf der Familie – check
  • bitchy Schwester - check
  • obligatorische Romeo-und-Julia-Lovestory – check

Dass die Figuren nicht weiterhin diese Klischees bleiben, ist eine der wichtigsten Aufgaben, die nun vor den Autoren liegt.


Die Grundprämisse ist dabei generell durchaus interessant. Wenn man sich auf die Intrigen und Machtkämpfe zwischen den Familien konzentriert, nicht in Gefahr läuft in Soap-Gewässer abzudriften, dann kann Supernatural Bloodlines eine gute Serie werden. Problematisch wird es, wenn man sich entweder auf Monster-of-the-Week-Folgen beschränkt, oder ein zweites Vampire Diaries etablieren möchte. Gerade im Piloten waren die Soap-Elemente durchaus schon sehr stark ausgeprägt. Dies mag für den klassischen CW-Zuschauer Sinn machen, bei den Supernatural-Fans stößt es sicherlich nicht überall auf Gegenliebe. Wichtig wird dazu, wie die anderen drei Familien in die Dynamik der Serie passen. Im Piloten fokussierten sich die Geschehnisse vor allem auf die Gestaltwandler und Werwölfe. Von den Vampiren, Ghuls und Dschinn gab es nur wenig zu sehen.



Das Casting ist kann ebenfalls als gelungen bezeichnet werden. Zwar wurden in typischer CW-Manier wieder nur Schauspieler gecastet, die alle aus einer Model-Akademie stammen könnten, aber die Chemie ist gerade zwischen Lucien Laviscount und Nathaniel Buzolic durchaus vorhanden. Die beiden können die Serie mit Sicherheit tragen, wenn denn die Handlung stimmt. Am Ende wird es vermutlich darauf ankommen, ob eine Supernatural-Serie ohne Sam und Dean überhaupt möglich ist. Die beiden sind der zentrale Punkt der Mutterserie und in Bloodlines gibt es bisher keinen Charakter, der an es mit ihnen aufnehmen könnte. Daher kann das Spin-off am Ende nur durch eine gute Geschichte überzeugen. Eine Chance sollte man den Machern aber definitiv geben.

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