The Walking Dead

The Walking Dead: Erstes Foto aus Staffel 8

Entertainment Weekly hat ein erstes Foto aus der achten Staffel von The Walking Dead veröffentlicht. Die Aufnahme zeigt die beiden Fanfavoriten Daryl (Norman Reedus) und Carol (Melissa McBride). Beide sind entsprechend der Geschehnisse im Staffelfinale für einen bewaffneten Konflikt gekleidet.

In der neuen Staffel soll es endlich zum lang erwarteten Krieg zwischen Negan und seinen Verbündeten auf der einen und Alexandria, Hilltop und dem Königreich auf der anderen Seite kommen. Im Gegensatz zu den letzten Staffeln planen die Macher, die Geschichte weniger häufig nur auf einzelne Figuren zu fokussieren. So standen in den vergangenen Jahren in einigen Folgen immer noch ein paar Hauptcharaktere im Mittelpunkt, während andere mitunter gar nicht zu sehen waren. Von diesem Konzept hat man sich in Staffel 8 verabschiedet.

Die neuen Folgen werden am Herbst bei AMC zu sehen sein. Ein genaues Startdatum ist bisher aber noch nicht bekannt. Mit großer Wahrscheinlichkeit startet Staffel 8 im Oktober.

The Walking Dead Staffel 8

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© AMC

The Walking Dead: AMC-Senderchef machen sinkende Quoten wenig Sorgen

Josh Sapan, Chef des Senders AMC, sorgt sich nach eigenen Angaben nicht über die sinkenden Quoten von The Walking Dead in der vergangenen Staffel. Bei dem MoffettNathanson Media & Communications Summit in New York City sprach Sapan unter anderem auch über die Serie und erklärte, dass man noch eine ganze Weile mit The Walking Dead plane.

Auch wenn Sapan zugab, dass die Serie quotentechnisch etwas nachgeben hat, sieht er das Format vor allem in kreativer Hinsicht nach wie vor auf hohem Niveau. Zudem gehört The Walking Dead auch mit gesunkenen Quoten immer noch zu den erfolgreichsten Formaten im amerikanischen Fernsehen und steht Sapan zufolge sogar vor Erfolgsformaten wie Empire oder The Big Bang Theory.

Das Finale der siebten Staffel von The Walking Dead erreichte 11,3 Millionen Zuschauer. Damit sanken die Quoten um 20 Prozent im Vergleich zu Staffel 6 und insgesamt auf das niedrigste Niveau für ein Walking-Dead-Staffelfinale seit Staffel 2. Auch der Staffeldurchschnitt zeigt einen Einbruch der Zuschauerschaft. Mit einem Durchschnitt von 11,34 Millionen Zuschauern sinkt die aktuelle Staffel nach Staffel 1 (5,97 Mio) und Staffel 2 (8,99 Mio) auf den drittschwächsten Wert der Serie.

In der achten Staffel wollen die Showrunner sich einigen Kritikpunkten der Fans annehmen. So soll die Handlung sich pro Folge nicht mehr nur einigen Charakteren widmen, sondern stärker zwischen den Handlungsorten hin und her springen. Dadurch möchte man das Erzähltempo anziehen und mehr Spannung schaffen. Ob dies gelingt, erfahren die Zuschauer im Herbst. Ein offizielles Startdatum der neuen Folgen gibt es aber noch nicht.

The Walking Dead: Neue Charaktere & mehr Erzähltempo in Staffel 8

Wenn The Walking Dead im Herbst auf die TV-Bildschirme zurückkehrt, dann können sich die Fans auf mindestens zwei neue Charaktere freuen. Wie TVLine berichtet, ist die Produktion aktuell auf der Suche nach Darstellern für zwei weitere Verbündete von Rick und seinen Getreuen. Dabei handelt es sich zunächst einmal Dillon. Dieser wird als gut aussehender Mann in seinen 20ern beschrieben. Zu seinen Fähigkeiten sollen unter anderem auch Sarkasmus gehören.

Der zweite Charakter trägt den Namen Abbud. Bei ihm handelt es sich um einen Moslem, der sehr sympathisch und von Natur aus sehr einnehmend sein soll. Allerdings ist er wohl auch nicht der nervenstärkste Charakter. Da Abbud viel Zeit allein in der Zombiewelt verbracht hat, ist er etwas schreckhaft.

Die Darsteller, die für die jeweiligen Rollen gesucht werden, sollen als wiederkehrende Charaktere die Staffel über auftreten. Besonders bei Dillon stehen die Chancen aber wohl sehr gut, dass er den Konflikt mit Negan überlebt. Der Castingaufruf impliziert ein Engagement über die achte Staffel hinaus.

Wenn die neuen Figuren im Herbst zu Rick und seinen Verbündeten stoßen, dann soll dies auch in einer deutlich spannenderen Geschichte geschehen. So sprach Showrunner Scott M. Gimple kürzlich mit Entertainment Weekly über die Zukunft der Serie, wobei auch eine Schwäche von The Walking Dead thematisiert wurden.

"Die Art und Weise, wie sich die Handlung zu einem großen und intensiven Konflikt ausgeweitet hat, wird sich auch auf die Struktur auswirken. Wir rücken ab von einzelnen Geschichten in einer Folge und teilen sie über mehrere Folgen auf, sodass immer wieder kleine Stücke der Handlung zusammenkommen. Nach Staffel 7 wollten wir in Staffel 8 eine andere Struktur wählen, nachdem wir wussten, in welche Richtung die Geschichte geht. Die Entwicklung wird daher nun schneller sein und wahrscheinlich gibt es nicht mehr die stark charaktergetriebenen Folgen."

Dass die Handlung sich pro Episode gern einmal nur einer paar bestimmten Charakteren widmet, war ein häufig genannter Kritikpunkt von The Walking Dead in den vergangenen Staffeln. Uninteressanten Figuren und Nebengeschichten sorgten oft dafür, dass die Serie an Tempo verlor. Dies scheint man in Staffel 8 nun korrigieren zu wollen. Ob der neue Weg den Machern gelingt, erfahren die Zuschauer im Herbst. Auch wenn ein konkretes Startdatum noch fehlt, dürfte es wahrscheinlich im Oktober weitergehen.

The Walking Dead: Rick ist in Staffel 8 bereit, alles zu opfern

Mit dem Finale der siebten Staffel von The Walking Dead ist ein offener Krieg zwischen Negan und Rick ausgebrochen. Der Konflikt zwischen den beiden Gruppen wird in der kommenden achten Staffel im Herbst das bestimmende Handlungselement sein. Dabei ist vor allem Rick bereit, alles zu unternehmen, um Negan zu stoppen.

In einem Interview mit TVLine sprach Showrunner Scott Gimple über den anstehenden Konflikt und erklärte, dass der Rick zum Beginn von Staffel 8 sich deutlich von dem aus den ersten Folgen der siebten Staffel unterscheiden wird.

"Rick ist bereit, jeden Verlust zu akzeptieren. Selbst Michonne, Carl und Judith oder sogar sein eigenes Leben würde der Anführer von Alexandria opfern, wenn es bedeuten würde, dass seine Leute das Leben bekommen, dass sie verdienen. Die Welt gehört ihnen allen und nicht nur einer Person."

Allerdings entwickelt sich Rick nicht zu einem kaltblütigen Killer. Sollte es zu Verlusten kommen, würden diese den Anführer durchaus trotzdem treffen. Allerdings ist er sich der Bedeutung des Kampfes bewusst und auch der Tatsache, dass für den Sieg wahrscheinlich Opfer gebracht werden müssen.

Die achte Staffel von The Walking Dead kehrt im Herbst auf die TV-Bildschirme zurück. Ein genaues Startdatum steht allerdings noch aus. Bevor es weitergeht, wartet allerdings erst einmal das Spin-off Fear the Walking Dead auf die Fans. Die erste Folge von Staffel 3 wird am 4. Juni ausgestrahlt.

The Walking Dead: Staffel 7 schließt mit schwachen Quoten ab

Das Finale 7.16 “The First Day Of The Rest of Your Life” brachte die siebte Staffel von The Walking Dead mit 11,3 Millionen Live-Zuschauern quotentechnisch zu einem schwachen Abschluss. Zwar konnte die 90-minütige Folge im Vergleich zu den vorangegangenen Episoden leicht zulegen, dennoch sanken die Quoten um 20 Prozent im Vergleich zu Staffel 6 und insgesamt auf das niedrigste Niveau für ein Walking-Dead-Staffelfinale seit Staffel 2.

“The First Day Of The Rest of Your Life” hatte zudem mit starker Konkurrenz, unter anderem mit dem Staffelfinale von Big Little Lies (HBO) oder dem Serienfinale von Black Sails (Starz), zu kämpfen.

Der Staffeldurchschnitt zeigt einen Einbruch der Zuschauerschaft. Mit einem Durchschnitt von 11,34 Millionen Zuschauern sinkt die aktuelle Staffel nach Staffel 1 (5,97 Mio) und Staffel 2 (8,99 Mio) auf den drittschwächsten Wert der Serie.

Erst mit der Staffelpremiere 7.01 "The Day Will Come When You Won't Be" wurde mit 17,05 Millionen Zuschauern die zweithöchste Quote in der Seriengeschichte erreicht. Die höchste Einschaltquote verzeichnete die Folge 5.01 "No Sanctuary" mit 17,34 Millionen Zuschauern.

Trotz des Quotenrückgangs ist The Walking Dead weiterhin die erfolgreichste Fernsehserie in den USA. Die achte Staffel startet wie gewohnt im Oktober.

Kritik zu The Walking Dead 7.16: The First Day of the Rest of Your Life

SPOILER

Da ist es also, das große Finale die siebten Staffel von The Walking Dead. Die Erwartungen waren hoch, denn alle Zeichen standen auf Krieg. Rick hat in den letzten Episoden immer mehr Freunde gefunden, die ihn bei seinem Vorhaben, Negan als Anführer der neuen Welt zu stürzen, unterstützen wollen.

We will win

Bevor es im (mit 60 Minuten Laufzeit überlangen, wohlgemerkt) Finale aber zum großen Aufeinandertreffen der beiden Parteien kommt, gibt es noch weitere Vorbereitungen: Auf der einen Seite haben wir Dwight, der sich ganz cliffhangermäßig am Ende der letzten Episode in Ricks Camp geschlichen hatte, um ihm seine volle Unterstützung anzubieten.

Nun weiht er Ricks Crew mit der Pistole auf der Brust Daryls Messer im Gesicht in seinen Plan ein, Negan zu stürzen. Er erzählt ihnen davon, dass er stets ausschließlich in Negans Namen gehandelt hat und er auch definitiv nicht der einzige aus Negans Reihen sei, dem ein Ende des Kults in den Kram passen würde.

Sein Plan klingt gut durchdacht (weshalb Rick sich auch darauf einlässt), wird aber letztendlich von den Bewohnern der Müllhalde zum Scheitern verurteilt. Diese haben neben ihrem Deal mit Rick auch noch einen (besseren) Deal mit Negan ausgehandelt.

Sasha, look at this crap

Auf der anderen Seite haben wir Sasha, die ebenfalls einen Deal mit Negan macht. Sie reduziert die Anzahl der Personen, die beim nächsten Treffen sterben müssen von drei auf nur eine. Außerdem soll sie ihm bei den Verhandlungen helfen.

Mithilfe der Suizid-Pille, die Eugene ihr hergestellt hat, nimmt sie sich während der Reise nach Alexandria selbst das Leben. Da sie symbolhaft in einem geschlossenen Sarg transportiert wird, gehen Tod und Reaktivierung als Walker bereits vonstatten, als sie am Zielort ankommen. Negan öffnet also den Deckel, und ihm kommt wider Erwarten keine kooperative Sasha entgegen, sondern ein hungriger Walker.

Sie erwischt ihn leider nicht, aus dem Chaos heraus entscheidet Carl jedoch, dass es Zeit ist, sich zu wehren und initiiert den Gegenschlag. Es folgt leider nicht der große Bums, den man sich zum Ende der Staffel gewünscht hätte, stattdessen wird Ricks Revolution relativ schnell niedergeknüppelt.

Unser bärtiger Anführer findet sich nach wenigen Minuten wieder in derselben Situation wie schon am Anfang der Staffel: Er kniet vor Negan, während dieser ihm droht, Carl zu töten. Doch Rick hat sich entwickelt.

Er hat keine Angst mehr vor seinem Gegenüber. Rick hat seinen gebrochenen Willen wieder zusammengesetzt und mit Stahlbeton ausgebessert. Rick ist bereit, Kaugummi zu kauen und Ärsche zu treten. Und er hat keinen Kaugummi mehr. Negan scheint dies allerdings wenig zu beeindrucken. Er hat Lucille versprochen, heute einen Kopf einzuschlagen und somit holt er aus, Carl Grimes zu töten.

Not today!

Mit dem besten Timing der Welt erscheinen nun aber König Ezekiel und seine Kämpfer des Königreichs, allen voran sein Tiger Shiva. Was folgt, könnte man dann schon eher als Krieg bezeichnen.

Ezekiels Auftritt war natürlich mehr als nur ein bisschen klischeehaft und übertrieben, wie die folgende Übersicht veranschaulichen dürfte:

  • Im allerletzten Moment mit perfektem Timing aufzutauchen: Check.
  • Bei diesem Auftritt seinem Tiger den Vortritt lassen, weil man selbst erst noch eine extremst moralisierende Rede halten will: Check.
  • Eine fetzige Hintergrundmusik für den Auftritt haben: Check.
  • Den bösen Negan in die Flucht schlagen: Check.
  • Von Negan während seiner Flucht im gepanzerten LKW den Mittelfinger gezeigt bekommen: Check.

Das mag zwar alles vor Klischees nur so triefen, aber hey: Es macht einfach ungemein Spaß, der Truppe dabei zuzuschauen. Das eigentliche Problem dabei ist, dass wir für Staffel 8 nun im Grunde dieselbe Ausgangslage wie zur Mitte der sechsten Staffel haben.

Rick und seine Crew wollen Negan den Garaus machen. Die Serie hat sich damit von “Wir haben eine sichere Zone / Oh nein, wir werden von Zombies überlaufen” weitestgehend zu “Wir haben eine sichere Zone / Oh nein, Negan will sie uns wegnehmen” entwickelt.

Auch wenn Negan einer der wohl charismatischsten Antagonisten aller Zeiten sein dürfte, spricht das nicht unbedingt für den Ideenreichtum der Produzenten. Denn auch wenn die Kostüme und die Charaktere wirklich toll sind, sollte eine Serie wie The Walking Dead dennoch dafür sorgen, dass man wie gebannt vor dem Fernseher sitzt und wissen will, wie es denn weitergehen mag. Und das war in der letzten Staffel leider immer seltener der Fall.

Uns wurden weiterhin die Whisperer Versprochen, die nochmal neuen Schwung in die Show hätten bringen können, in den Comics aber auch erst nach dem “All out War”-Arc wirklich in den Vordergrund treten.

Wir dürfen wirklich gespannt sein, wie es nun mit The Walking Dead weitergeht, denn momentan sieht es stark danach aus, als hätte Staffel 7 einzig der Vorbereitung auf 8 gedient, die sich dann aber aller Voraussicht nach auch wieder viel Zeit lässt, denn der Krieg kann unmöglich über 16 Episoden interessant bleiben.

Kritik zu The Walking Dead 7.15: Something They Need

SPOILER

Es geht mit großen Schritten auf das Finale der siebten Staffel zu. In der Episode “Something They Need” werden daher etliche Vorkehrungen getroffen, um der nächsten Episode möglichst viel Bombast zu garantieren.

Innerhalb Negans Hauptquartier erfahren wir, dass Sasha ihren Plan, Negan zu töten, nicht durchführen konnte. Sie befindet sich in einer Zelle und ist kurz davor, von einem gewissen Dave vergewaltigt zu werden. Es kommt allerdings nicht dazu, denn Negan taucht rechtzeitig auf und rettet sie vor dem widerlichen Angreifer. An dieser Stelle wird sehr schön veranschaulicht, wie ernst Negan die Einhaltung seiner Regeln nimmt:

Dave bekommt aufgrund seiner widerwärtigen Absichten kurzerhand ein Messer durch(!) den Hals gerammt. Sasha erhält daraufhin ein ähnliches Angebot wie Eugene, allerdings zögert sie noch einige Zeit, bevor sie es annimmt und sich Negans Kult anschließt.

Wo Eugene mittlerweile tatsächlich Gefallen an seinem neuen Leben gefunden zu haben scheint, macht Sasha bisher jedoch noch den Eindruck, Negans System von innen heraus zerstören zu wollen. Mal schauen, was sie sich einfallen lässt, um dem Mörder ihres Geliebten einen Strich durch die Rechnung beziehungsweise wohl eher einen Schnitt durch die Kehle machen zu können.

He’s okay, he just never killed one before

Auch die Machtverhältnisse im Hilltop scheinen langsam zu kippen: Gregory sieht sich nach eher suboptimalen Verhandlungen mit Negans Männern gezwungen, sich (wenigstens alibi-mäßig) auf Maggies Seite zu stellen, um wieder mehr Rückhalt aus der Gemeinde zu bekommen. Nachdem sie ihm außerhalb der Mauern einen Walker vom Hals gehalten hat, gesteht er ihr, entgegen seiner Prahlerei noch nie gegen einen Untoten gekämpft zu haben.

Maggie verbreitet diese Information schnell unter den Bewohnern des Hilltops und sägt damit fleißig weiter an Gregorys Thron. Auch hier stehen die Zeichen auf Führungswechsel; wenn auch zuvor schon Jesus der inoffizielle Anführer der Truppe war, scheint Maggie Gregory nun komplett seines Amtes entheben zu wollen. Eventuell schlägt sich aber auch Gregory komplett auf die Seite der Saviors, das werden wir nächste Woche wohl erfahren.

We need your guns. All of them.

Weniger Erfolg hat unser geliebter Rick. Sein Plan, die Bewohnerinnen von Oceanside auf seine Seite zu bekommen, scheitert: Die Frauen wollen keineswegs nochmal gegen die Saviors in den Krieg ziehen, weder mit Rick noch ohne ihn. Nach einiger Diskussion und der so fachkundig wie beeindruckenden Abwehr einer Meute Walker entscheiden sich die Damen aber immerhin, ihre Waffen Ricks Gruppe zu überlassen.

Sehr schön war, dass Ricks Gruppe wirklich von Anfang an geplant hat, niemanden zu töten, mit freundlichen Absichten nach Oceanside aufgebrochen ist und diesen Plan auch tatsächlich umsetzen konnte. Inwiefern sie eingeplant haben, mit dem Lärm Walker anzulocken, sei mal dahingestellt. Die Meute hat ihnen ja immerhin noch das Argument stärken können, auf der Seite der Guten zu kämpfen.

In aller Kürze

Die Episode diente wohl vor allem der Vorbereitung des großen Staffelfinales. Alles deutet auf den aus den Comics bekannten “All Out War” hin, und mit dem Dwight-Cliffhanger ist eine weitere Katze aus dem Sack. Die achte Staffel dürfte sehr, sehr blutig werden.

Kritik zu The Walking Dead 7.14: The Other Side

SPOILER

"The Other Side", so heißt die vierzehnte Folge der siebten Staffel, und der Titel könnte sich auf gleich mehrere Handlungsstränge beziehen. So brechen Sasha und Rosalita zu Team Negan auf, Eugene scheint die Seiten zu wechseln, der wunderbar schleimige Gregory hegt ähnliche Gedanken, die Lebenden reden über die Toten und das Auftauchen einer rätselhaften Gestalt könnte einen weiteren Seitenwechsel ankündigen.

Die Folge eröffnet mit einem der Höhepunkte, der Rückkehr der lang vermissten Maggie, deren Alltag auf dem Hügel wir in einer dialoglosen, musikuntermalten Sequenz begleiten. Zwei Dinge werden schnell klar: Dies ist keine verbitterte, in sich gekehrte Frau. Sie nimmt aktiv am Geschehen teil, bereitet den Kampf gegen die Savior vor und scheint im Gegensatz zu Daryl mit Glenns Tod abgeschlossen zu haben. Und wir erkennen ebenfalls, wie sehr die Situation, in der die Menschen in dem ehemaligen Freilichtmuseum leben, an einen Western erinnert. Sogar die Musik schafft einen Bezug dazu. Es gibt ein Fort mit hohen Palisadenzäunen, einfach betriebene Landwirtschaft und vor den Toren ein schier unendliches, feindliches Land. Und als sich die Tore öffnen und Sasha allein das Fort betritt, erkennen wir auch, dass diese Sequenz kurz vor ihrer Unterhaltung mit Sasha, in der die beiden das Attentat auf Negan beschließen, spielt.

Und sie versuchen es sogar. In der selben Folge, nicht etwa vier Folgen später, wie man bei dem Walkertempo, mit dem die Staffel bisher vor sich hin geschlurft ist, befürchten musste. Dabei arbeiten Sasha und Rosalita dann auch noch gleich ihre Konflikte auf und trauern um Abraham. Der Zeitpunkt dafür ist ein wenig unglücklich gewählt. Die beiden warten mit einem Scharfschützengewehr bewaffnet auf Negan, aber anstatt den Hof, auf dem er erwartet wird, zu beobachten, sitzen sie auf dem Boden und klären ihre Differenzen. In der Zeit, die sie dafür brauchen, hätte Negan seiner geliebten Lucille Hamlets kompletten Monolog vortragen und noch ein paar Leuten den Schädel einschlagen können, aber Drehbuch sei Dank, taucht er erst auf, als die beiden fertig sind.

Schießen können sie allerdings nicht auf ihn, da immer jemand im Weg steht. Also kehren sie zu Rosalitas ursprünglichem, an Selbstmord grenzenden Plan zurück und beschließen, ins Lager der Savior einzudringen.

Auftritt Mini-Negan

Eine Weile zuvor taucht Simon (der von Stephen Ogg großartig gespielt wird) mit einem Dutzend Savior auf dem Hügel auf, um den einzigen Arzt dort abzuholen. Selbst Gregorys Schleimerei kann ihn nicht davon abhalten, aber er begeht einen möglicherweise fatalen Fehler, indem er Gregory die Adresse der Savior gibt. Wenn er das denn wirklich getan hat. Der Grund dafür - Gregory befürchtet, dass es zu einem Putsch gegen ihn kommen könnte - erscheint ein wenig aufgesetzt. Und es wäre ihm durchaus zuzutrauen, dass er Gregory in Wirklichkeit eine Falle stellt.

Das Auftauchen der Savior dient aber noch einem anderen Zweck, denn Daryl und Maggie müssen sich vor ihnen verstecken und bekommen so nach dreizehn Folgen endlich Gelegenheit zu einer längst überfälligen Aussprache. Im Gegensatz zu der etwas hölzernen Unterhaltung zwischen Rosalita und Sasha ist diese Szene bewegend und zeigt, wie sehr Glenns Tod immer noch nachhallt. Während Maggie mit ruhiger Entschlossenheit auf einen Sieg über die Savior hin arbeitet, leidet Daryl unter Schuldgefühlen und ist erfüllt von einer wesentlich animalischeren Wut. In solchen Szenen, wenn grauenhafte Ereignisse Charaktere verändern und nicht nur benutzt werden, um Figuren in die vom Drehbuch gewünschte Richtung zu treiben, zeigt die Serie, wie gut sie sein kann. Maggie und Daryl wirken bei dieser Aussprache wie echte Menschen, nicht wie Schachfiguren, die vorbestimmte Züge einhalten müssen.

Das Gleiche kann man leider von Eugene nicht behaupten. Er wird vom Drehbuch mal in die eine, mal in die andere Richtung getrieben. In 7.11 schien er zwischen panischer Angst, berechnendem Verhalten und der Sehnsucht nach Anerkennung zu schwanken, was sehr gut funktionierte. Doch sein Monolog über Funk und seine Weigerung, sich von Sasha und Rosalita befreien zu lassen, weisen darauf hin, dass er der Macht innerhalb kurzer Zeit komplett verfallen ist. Oder spielt er auch das nur? Man weiß es nicht, aber das liegt nicht daran, dass Eugene so komplex ist, sondern dass er sich immer so verhalten muss, wie es die Handlung gerade verlangt. Das ist sehr schade, weil Charakter wie Schauspieler Besseres verdient hätten.

Am Ende rettet Sasha Rosalita vor sich selbst, was man zumindest akzeptieren kann, doch die Frage, die einen bewegt, ist eine andere: Wer ist die rätselhafte Gestalt, die mit auf dem Rücken geschnallter Armbrust aus der Dunkelheit auftaucht? Daryl oder vielleicht doch Dwight? Letzteres wäre wesentlich interessanter.

Fazit

The Walking Dead bereitet sich weiter auf den großen und wahrscheinlich blutigen Showdown vor. Mit dieser zwar langsamen, aber dank einiger gut gespielten und wichtigen Charakterszenen nicht langweiligen Folge kommt sie ihm wieder einen Schritt näher.

The Walking Dead: Showrunner verspricht explosives Finale von Staffel 7

Noch drei Folgen und die siebte Staffel von The Walking Dead ist offiziell vorbei. Während die Staffel sich bisher häufig vor allem durch ein eher langsames Erzähltempo ausgezeichnet hat, sollen die drei verbleibenden Folgen gleich einer Reihe von wichtigen Ereignissen und spannenden Wendungen bringen. Dies verspricht jedenfalls Showrunner Scott M. Gimple in einem Interview mit Entertainment Weekly.

"Wir treten nun aufs Gas und nehmen den Fuß bis zum Ende von Folge 16 nicht vom Pedal. Wobei ich gerade an Staffel 8 arbeite und auch da ist der Fuß erneut auf dem Gas. In den kommenden drei Folgen werden wir euch einige große Ereignisse zeigen und die Geschehnisse werden hochgradig intensiv."

Gimple zufolge soll das Staffelfinale dabei einen besonderen Stellenwert haben. Allerdings soll es sich von dem, von vielen Fans kritisierten Finale von Staffel 6 in einem wichtigen Punkt unterscheiden. So scheint man die Fans dieses Mal wohl nicht mit einem extremen Cliffhanger zurückzulassen, sondern plant wohl zumindest einen gewissen runden Abschluss für die Staffel.

"Das Finale ist sehr aufregend, sehr emotional und ich glaube an einigen Stellen sogar witzig. Es baut alles aufeinander auf und dann explodiert es. Und auch wenn es Erwartungen auf mehr schürt, weil wir noch so viel zu erzählen haben, gibt es ein Ende. Es ist einfach eine gewaltige Folge, weil sie alle Zutaten der bisherigen Staffel in sich vereint."

Das Finale der siebten Staffel von The Walking Dead trägt den Namen "The First Day of the Rest of Your Lives" und wird am 2. April zu sehen sein. Anschließend verabschiedet sich die Serie in die Sommerpause und kehrt vermutlich im Oktober auf die TV-Bildschirme zurück. Ein genaues Datum steht noch aus.

In der Zwischenzeit dürfte beim amerikanischen Sender AMC das Spin-off Fear the Walking Dead zu sehen sein. Auch hier fehlt allerdings noch ein Startdatum für die dritte Staffel. Staffel 2 feierte im vergangenen Jahr im April Premiere. Die neuen Folgen werden in diesem Jahr aber eher für Mai oder Juni erwartet.

Kritik zu The Walking Dead 7.13: Bury Me Here

SPOILER

In "Bury Me Here" wechselt der Schauplatz von Alexandria ins Kingdom und verfolgt die Handlungsstränge um Morgan, Carol, Richard und die anderen Bewohner von Ezekiels kleinem Reich weiter. Der wöchentliche Tribut an die Savior steht bevor; gleichzeitig will Carol endlich von Morgan erfahren, was in Alexandria wirklich passiert ist, und Ezekiel muss sich in einem symbolträchtigen Moment von seinem königlichen Garten trennen.

Subtile Gesten waren noch nie die Stärke von The Walking Dead, und diese Folge ist keine Ausnahme. Ezekiels Garten ist von Schädlingen befallen, die Pflanzen müssen verbrannt und die Erde gerodet werden, bevor die Plage auf die anderen Beete übergreifen kann. Ezekiel ist darüber natürlich nicht erfreut, aber in der einzig witzigen Szene der Folge beruhigt ihn eine Untertanin, dass alles, was man verbrennt oder ausreißt, nachwachsen kann. Diese Metapher lässt sich vielfältig einsetzen - für das Kingdom, das erneut aufblühen kann, auch wenn es vor einem schweren Kampf steht, für die Zivilisation, die erneut aufkeimen kann, und für die Menschlichkeit selbst, deren Keim noch nicht ganz verdorrt ist. Es wäre nur schön, wenn, was immer da wächst, gut gedüngt würde, denn wenn es in diesem Tempo weitergeht, werden bis zum Ende der Staffel die Schnecken alles kahl gefressen haben.

Melone des Todes

Eines der größten Probleme, unter dem diese Staffel leidet, sind die verschiedenen Handlungsstränge. Bei jedem Schauplatzwechsel verliert die Serie das bisschen Schwung, das sie in der Folge zuvor aufgebaut hatte, und muss wieder von vorne anfangen. Hinzu kommt eine seltsame Gewichtung, bei der uninteressante Themen endlos ausgewalzt und interessante beinahe nebensächlich abgehandelt werden. Ein Beispiel ist der gesamte Handlungsstrang um Morgan. Sein Pazifismus ist in dieser Welt ungefähr so sinnvoll wie der Versuch, als Veganer auf dem Planeten der Metzger zu überleben. Und nicht nur das: Er ist überheblich und egoistisch. Trotzdem stellt "Bury Me Here" Richard an den Pranger, der vor der Tributübergabe eine Melone versteckt, um eine Auseinandersetzung zwischen Team Ezekiel und Team Saviors zu provozieren. Er hofft, dass sein Tod, den er fest einkalkuliert hat, die anderen endlich dazu motivieren wird, sich gegen ihre Unterdrücker aufzulehnen.

Doch es kommt anders. Anstatt Richard stirbt Benjamin, Morgans junger Kampfsportschüler, und setzt damit die beliebte Walking-Dead-Tradition, Nebenfiguren zu opfern, um die Hauptcharaktere zum Handeln zu bewegen, fort. Dass Morgan dann in einer bizarren Szene, bei der alle Beteiligten einfach nur zusehen, Richard tötet, lässt die Folge unkommentiert stehen. Okay, man weiß noch nicht, weshalb er das getan hat, ob aus Wahnsinn oder um Richards Plan selbst umzusetzen. Dass aber nicht Richard Benjamin umgebracht hat, sondern der unglaublich unsympathische Savior, dem man bei jedem Auftritt den Tod wünscht, wird nicht einmal erwähnt. Ebenso wenig, dass Morgan das alles hätte verhindern können, wenn er seinen Schwur schon ein paar Folgen früher gebrochen hätte.

Was hat ihm dieser Pazifismus gebracht? Was hat Carol ihre Isolation gebracht? Die einzige Entwicklung, die die beiden dank ihres moralischen Höhenflugs durchlaufen haben, ist die von dreidimensionalen zu eindimensionalen Charakteren. Das Spiel mit Grauzonen, das Walking Dead lange meisterhaft beherrschte, fehlt hier völlig. Zumindest sind Carol und Morgan nun aus ihrer Erstarrung befreit worden und werden hoffentlich ohne weitere Endlosdialoge wieder in die Handlung eingreifen. Und in den längst überfälligen Kampf gegen die Savior.

Fazit

Nach zwei ganz erfreulichen Folgen leider wieder einmal eine langatmige, mühsam auf eine Dreiviertelstunde gestreckte Episode, deren Inhalt für zehn Minuten gereicht hätte. Der einzige Lichtblick sind Morgans und Carols Rückkehr in die Haupthandlung.

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