Die besten Spiele des Jahres 2017

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Horizon Zero Dawn Promo Screen

Was für ein Jahr in der Videospielindustrie. Nintendo hat mit der Switch wieder eine sehr starke Konsole herausgebracht, die den Vorgänger in den Schatten stellt. Dagegen machten große Konzerne wie EA reichlich negative Schlagzeilen, zum Beispiel mit den sogenannten Lootboxen, die in diversen Ländern bald vielleicht als Glücksspiel geltend gemacht werden sollen.

Aber abseits von den Industrieinterna interessieren natürlich einzelne Titel. 2017 war voll von Games mit Top-Bewertungen, nur zehn auszusortieren ist beinahe schade. Trotzdem möchten wir hier einen Blick auf ein paar Spiele werfen, die besonders herausgestochen sind. Alles was fehlt, ist natürlich nicht weniger gut und erfreute bestimmt unter so manchem Weihnachtsbaum die Beschenkten. Auf ein gutes 2018!

The Evil Within 2 (Bethesda)

Der Nachfolger zum Horror-Shooter von Resident-Evil-Schöpfer Shinji Mikami bringt die Reihe dahin, wo schon der Vorgänger sein wollte. Traditioneller Survival-Horror vom Feinsten wird gut gemischt mit moderneren Horror-Elementen und Open-World-Sektionen. Dazu kommt noch eine fantastische Geschichte, die den ruppigen Ex-Cop Sebastian Castellanos auch von seiner menschlichen Seite zeigt. Wenn Resident Evil nun den Genrethron der First-Person-Schocker einnimmt, landet The Evil Within bei den Spielen aus der dritten Person ganz oben.

The Evil Within 2 Obscura

Hellblade (Ninja Theory)

In Zeiten von Lootboxen und riesigen Publishern hat der kleine Entwickler Ninja theory ein spannendes Experiment gewagt, auf das die Indie-Industrie gespannt blickt. Hellblade ist ein kleines Einzelspieler-Abenteuer, das aussieht und sich anfühlt wie ein AA-Titel, also ein Blockbuster. Dafür kostet es nur die Hälfte eines Vollpreis-Videospiels. Herausgekommen ist ein Ausflug in die nordische Mythologie mit der psychisch gestörten Protagonistin Senua, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

Hellblade

Hollow Knight (Team Cherry)

Hollow Knight ist ein sogenanntes Metroidvania, das heißt es gehört zu den Spielen, die so ähnlich funktionieren wie die 2D-Metroid-Klassiker. In Hollow Knight geht es allerdings deutlich düsterer zu als in den Weltraumabenteuern von Samus. Gespielt wird ein kleiner Käfer, der in eine Stadt voller anderer Insekteneinwohner kommt. Dort kämpft er in Untergrund-Labyrinthen gegen eine Armee von Kreaturen, die direkt aus einer Geschichte von H.P. Lovecraft entsprungen sein könnten.

Hollow Knight


Horizon Zero Dawn (Sony)

Steinzeitmenschen kämpfen gegen Roboter-Dinosaurier. Das ist die einfache, aber geniale Prämisse von Horizon Zero Dawn. Protagonistin Aloy bekämpft und jagt in einer zerstörten Welt gegen mechanisierte Kreaturen. Wie die Menschheit wieder mit Pfeil und Bogen jagen muss und warum sie dabei gegen besagte Dinosaurier antritt, wird in der Geschichte ausführlich beantwortet. Außerdem sieht das Spiel fantastisch aus. So fantastisch, dass es einen eingebauten Fotomodus gibt, mitsamt lustigen Posen für Aloy.

Horizon


NieR: Automata (Square Enix)

Lange Zeit dachte man im Sci-Fi-Genre, Isaac Asimov hätte schon jede mögliche Perspektive über Androiden und Roboter ausgeführt. Jetzt gibt es zum Glück NieR: Automata und damit eine neue Art der Erzählung. Ganz so dramatisch mag es vielleicht nicht sein, aber dennoch macht NieR Dinge, die alles, was in diesem Medium bisher passiert ist übertreffen. Wer sich darauf einlassen kann, das Spiel dreimal durchzuspielen, sieht die Grenze, wozu Videospiele fähig sind. Nur damit diese Grenze in der nächsten Szene dann wieder verwischt. An dieser Stelle auch der Hinweis auf das grandiose Doki Doki Literature Club.

NieR


Nioh (Koei Tecmo)

Wenn in diesem Jahr schon kein Dark-Souls-Titel eines der besten Spiele des Jahres  werden kann, dann doch sicherlich ein klar davon inspiriertes Spiel. Nioh ist, vereinfacht gesagt, Sterben im feudalen Japan. Als der Ire William metzelt sich der Protagonist durch die Edo-Zeit und Sagenwelt des Landes der aufgehenden Sonne. Jeder Gegner kann große Schwierigkeiten mit sich bringen, auch auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad sollte sich jeder Spieler bereitmachen zu sterben. Sehr, sehr oft zu sterben. Und das Ganze macht sogar verdammt Spaß.

Nioh


Persona 5 (Atlus)

In Persona 5 kann der Protagonist ein ganzes virtuelles Jahr noch einmal die Schulzeit genießen. Hausaufgaben machen, Freundschaften knüpfen und nebenher ein wenig Taschengeld dazuverdienen.  Das Beste: Ganz ohne Fidget-Spinner! Moment, das klingt jetzt vielleicht nicht nach Spaß, aber einen kleinen Teil des Spiels dürft ihr sogar in die Träume von Menschen eindringen und Monster töten! Jetzt ist es noch komischer? Ein Teenager muss einfach jeden Tag neben der Schule die Welt vor dem Bösen retten. Aber wen interessiert das schon, wenn man virtuell Hausaufgaben machen kann? 

Persona 5


Wolfenstein 2 (Bethesda)

In der Welt von Wolfenstein 2 haben die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen. Seitdem wurde die Welt unterjocht und jeder, der nicht ins System passt, umgebracht. Im ersten Teil von Wolfenstein hat Protagonist B.J. Blazcowicz einen Sieg für den Widerstand erreicht, doch Amerika wird nur noch härter regiert. Im zweiten Teil nimmt sich die bunte Gruppe rund um den Kreisau-Zirkel einen Befreiungsschlag Richtung Washington vor. Wesentlich besser als die Konkurrenz charakterisiert Wolfenstein 2 seine Figuren, die alle Menschen bleiben und keine Terminator werden.

Wolfenstein 2


Yakuza 0 (Sega)

Durch DLCs und einen Season Pass fühlen sich große Videospiele öfters unvollständig an. Yakuza 0 ist dafür das perfekte Gegenbeispiel. In einer relativ kleinen Welt, einem echten Viertel Tokios nachempfunden, sind mehr Inhalte versteckt, als der durchschnittliche Spieler jemals zu Gesicht bekommt. Abseits der exzellent durchinszenierten Geschichte um den Yakuza-Anwärter Kiryu können alle realen Freizeitaktivitäten aus dem Viertel in digitaler Form erlebt werden. Von Glücksspiel über Karaoke bis zum Tanzen mit niemand geringerem als Michael Jackson.

Yakuza 0


The Legend of Zelda: Breath of the Wild (Nintendo)

Nintendo hatte mit der Switch ein fantastisches Jahr und da durften Marken wie Mario und Zelda natürlich nicht fehlen. Ergänzend zu Mario: Odyssey ist The Legend of Zelda: Breath of the Wild aber nicht nur ein sehr gutes Spiel, sondern erfindet die Reihe wie aus dem Nichts neu. Zelda ist jetzt auch mit einer offenen Welt ausgestattet, die so extrem detailverliebt ist, wie vielleicht keine andere. Ja, die Erzählung darf beim nächsten Mal vielleicht noch nachlegen, aber wenn das zweite Jahr der Nintendo Switch auch nur einen Titel ähnlichen Kalibers bietet, hat es sich schon gelohnt.

Zelda

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