Star Wars: Die letzten Jedi - Regisseur Rian Johnson über den Humor & seine kreative Freiheit

Seit seinem Start in der vergangenen Woche sorgt Star Wars: Die letzten Jedi für Diskussionen unter den Fans. Während viele Fans mit dem Film ihren Spaß hatten, scheint er bei anderen fast schon Hass auszulösen. Unabhängig davon, wie man am Ende zu Episode VIII steht, lässt sich aber festhalten, dass der Film in jedem Falle ein paar Überraschungen im Gepäck hatte, die man so nicht hatte kommen sehen.

In einem Interview mit Deadline sprach Regisseur Rian Johnson über seinen Ansatz beim Schreiben des Drehbuchs. Dabei bestätigte er auch noch einmal, was in den vergangenen Wochen immer wieder angedeutet wurde. Demnach scheint es bei Lucasfilm keinen fertigen inhaltlichen Plan für die gesamte Trilogie zu geben. Johnson hatte vollkommene Freiheit beim Schreiben des Drehbuchs und bekam keine Vorgaben in Hinblick auf die Art und Weise, wie sein Film eventuell die Geschehnisse in Episode IX vorbereiten soll.

"Das war eines der wirklich coolen Dinge am Erzählprozess. Es handelt sich um eine Geschichte in drei Filmen. Wir wissen, der erste Film ist die Einführung, dann folgt in der Mitte das Training, was bedeutet, dass wir die Charaktere vor Herausforderungen stellen. Und der dritte Teil bringt dann alle zusammen und du musst die Geschichte auflösen.

Ich war in der Lage, den Film zu schreiben ohne irgendwelche Vorgaben oder einen vorgegebenen großen Handlungsstrang. Das bedeutet, ich konnte auf die Dinge aus Das Erwachen der Macht aufbauen, von denen ich mehr sehen wollte. Ich konnte einen persönlichen Film machen. Ich konnte die Figuren nehmen und sie in Richtungen bewegen, die am interessantesten waren und die sich richtig anfühlten.

Ich glaube einer der Gründe, warum wir einige überraschende Dinge mit den Charakteren machen konnten, ist, weil wir diese Freiheit hatten. Wäre alles schon im Vorfeld geplant und geschrieben gewesen, hätte es sich vermutlich arrangiert angefühlt."

Ein großer Kritikpunkt, den viele Fans an Die letzten Jedi hatten, war der Einsatz von Humor. Auch zu diesem Thema wurde Rian Johnson in einem Interview mit Vanity Fair befragt, wobei er seinen Ansatz deutlich verteidigte und erklärte, warum er den Film mit einem Witz begann.

"Der Humor war etwas, das mir sehr wichtig ist. Dieser Teil gehört zu den Dingen, die ich an Filmen und in Star Wars liebe. Ich denke an Szenen wie Han, Leia und Luke, die sich Sprüche klopfend durch den Todesstern kämpften. Die Filme hatten für mich immer diesen Humor. Vor allem, wenn du das mittlere Kapitel der Trilogie erzählt, das immer dieses Stigma des düsteren Teils hat. Ich wusste der Film würde an manchen Stellen düster werden, einfach aufgrund der Geschichte, die wir erzählen wollten. Daher war es mir sehr wichtig, früh ein Zeichen zu setzen, dass wir auch Spaß haben wollten. Entspannt euch, ihr könnt auch lachen. Es ist keine Beerdingung."

Star Wars: Die letzten Jedi Poster
Originaltitel:
Star Wars: The Last Jedi
Kinostart:
14.12.17
Regie:
Rian Johnson
Drehbuch:
Rian Johnson
Darsteller:
Daisy Ridley (Rey), Oscar Isaac (Poe Dameron), John Boyega (Finn), Mark Hamill (Luke Skywalker), Gwendoline Christie (Captain Phasma), Adam Driver (Kylo Ren), Carrie Fisher (Leia), Benicio Del Toro, Lupita Nyong'o (Maz Kanata), Andy Serkis (Snoke)
Star Wars: Episode VIII setzt die Handlung von Das Erwachen der Macht fort.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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