Hello Kitty - The Movie: Sanrio und Warner Bros. kündigen Kinofilm an

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Hello Kitty

Nach Detektiv Pikachu, der Transformers-Saga oder gar einer Kino-Adaption von Whatsapp-Emojis (Emoji - Der Film) ist klar: Es gibt praktisch nichts, woraus man keinen Kinofilm machen kann. Ein Film über die japanische Marke Hello Kitty ist daher keine große Überraschung. Nun erwartet die Kinogänger also demnächst mit Hello Kitty - The Movie eine weitere Filmadaption einer Merchandising-Ikone, wie Warner Bros. zusammen mit der japanischen Merchandise-Firma Sanrio ankündigte.

Die Marke Hello Kitty ist dabei älter, als man gemeinhin annimmt. Im Jahr 1974 erfand die japanische Designerin Yuko Shimizo für Sanrio das Wesen mit dem überdimensionalen Kopf und dem niedlichen Aussehen mit Schleife. Zunächst war Kitty als Verzierung von diversen Produkten wie Geldbörsen, Uhren, Schreibwaren und Spielzeug gedacht, später wurde die Produktreihe auch auf Haushaltswaren wie Toaster, Waffeleisen, Bettwäsche und dergleichen mehr ausgeweitet. In den 1990ern war der Hello-Kitty-Kult auf seinem Höhepunkt angelangt und hatte mitterweile auch eine ganze Reihe Nebencharaktere hervorgebracht.

Um Hello Kitty gibt es eine ausgearbeitete Hintergrundgeschichte: Das katzenhafte Wesen heißt offiziell Kitty White. Es ist als Kind von Mary und George White in London zur Welt gekommen. Kitty hat eine Zwillingsschwester namens Mimmy, eine eigene (tatsächlich tierische) Katze namens Charmmy Kitty und einen Zwerghamster mit Namen Sugar. Kittys Geburtstag ist der 1. November, ihr Alter ist allerdings nicht genau bekannt. Sie soll eine Art Kindwesen darstellen, das in die dritte Klasse geht.

Das Katzenwesen steht ganz im japanischen Sinne des Kawaii, ein ästhetisches Konzept, das besonders in der Manga-Kultur Eingang gefunden hat. Die reduzierte Form soll Unschuld und Kindlichkeit darstellen. Die Figur ist mittlerweile eine Ikone der Popkultur in Asien und in den USA. Ihr Geburtsort London erklärt sich aus einem großen Interesse der Japaner für die britische Kultur in den 70er Jahren. 

Ästhetisch gibt es allerdings einige Zweifel an der Originalität von Hello Kitty. So beanspruchte der niederländische Künstler Dick Bruna die Idee eines menschenartigen Tierwesens mit sehr ähnlichen Zügen für sich. Er erfand den Hasen Miffy bereits in den 1950er Jahren. Auch der belgische Illustrator Ray Goossens meldete Ansprüche auf das Design an. Seine Darstellung der Katze Musti, die der japanischen Katze verblüffend ähnlich sieht, fand bereits ab 1969 Eingang in Zeichentrickserien.

Um die Marke Hello Kitty gibt es auch eine Zeichentrick-Reihe und diverse Computer- und Smartphone-Spiele. Ob der Kinofilm ebenfalls in Zeichentrick umgesetzt werden soll, ob man sich auf eine CGI-Version oder gar eine Real Life-Variante einspielt, ist bisher noch unbekannt. Auch zur Handlung hüllen sich die Firmen noch in Schweigen. Wann der Film in die Kinos kommen soll, wurde nicht bekanntgegeben.

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