Filmkritik: Tales of Halloween

Der Herbst hält hartnäckig Einzug und somit naht auch wieder Halloween. In bereits 52 Tagen stehen die geschnitzten Kürbisse schon parat. Zeit also, sich um die passenden Filme für eine Halloween-Filmnacht zu kümmern.

Im Rahmen des Fantasy Filmfestes lief der Episodenfilm Tales of Halloween. Verantwortlich für die Zusammenstellung war Axelle Carolyn, die für den Film einen bunten Strauß Namen aus dem Genre gewinnen konnte. 

Bereits im Vorspann gibt es die erste Hommage. Eine Radiomoderatorin ist zu hören - es ist niemand geringerer als Adrienne Barbeau, die damit an ihre Rolle in The Fog erinnert. Im Anschluss an das Intro folgen die 10 Episoden:

Sweet Tooth, The Night Billy Raised Hell, Trick, The Weak and The Wicked, Grimm Grinning Ghost, Ding Dong, This Means War, Friday the 31st, The Ransom of Rusty Rex sowie Bad Seed.

"Sweet Tooth" reiht sich ein in die klassischen Geschichten um Grusel-Legenden, während Billy in" The Night Billy Raised Hell" einen Halloween-Abend der anderen Art verbringen wird. "Trick" beweist, dass nicht alle Kinder immer niedlich und harmlos sind. "In The Weak and The Wicked" bekommt ein Junge die Chance, Rache zu nehmen. Ganz klassische Gruselkost bietet hingegen "Grimm Grinning Ghost" mit dem "Sieh dich nicht um!"-Element. "Ding Dong" beweist, welch Auswirkungen eine traumatische Erfahrung auf eine Frau haben kann - und "This Means War" zettelt einen formvollendeten Nachbarschaftskrieg an. Splatterfreunde kommen in "Friday the 31st" auf ihre Kosten, die Freunde der Schadenfreude wiederum bei "The Ransom of Rusty Rex".

Und wie die Geschichten sich dann doch alle irgendwie verbinden, das zeigt dann "Bad Seed" nebst durchgedrehtem Kürbis.

Die Geschichten könnten somit unterschiedlicher nicht sein; und gerade das macht den Film zu einem bunten Potpourri passend zu Halloween. Es gibt Geschichten, die beweisen, dass man einfach zur falschen Zeit am falschen Ort sein kann. Andere bemühen sich erst gar nicht um Logik, sondern packen alles aus, was an Horrorfilmen Spaß machen kann.

Tales of Halloween bietet eine gelungene Mischung aus Momenten, in denen sich der eine oder andere die Augen vor Spannung zuhalten wird, um dann letztendlich doch entsetzt ein Stück von der Couch zu hüpfen - und in denen der eine oder andere Lacher garantiert ist. Dies passiert immer genau dann, wenn die liebevollen Details ins Auge fallen oder es das Filmblut anscheinend zum Sonderpreis gab; es darf in einigen Episoden großzügig über die Leinwand spritzen. Eins haben fast alle Geschichten gemeinsam: den überraschenden Twist am Ende. Zwar ist dieser nicht immer ganz logisch, aber es schmälert den Spaß nicht. 

Die DVD zu Tales of Halloween ist ab dem 23. Oktober erhältlich und ist die richtige Kost für einen gelungenen Filmabend am Halloween. Der Film macht einfach nur Spaß und ist äußerst unterhaltsam, weil er sich niemals ernst nimmt. 

Unser Vorschlag hierzu übrigens wäre ein Trinkspiel für jede richtig erratene Anspielung und für jeden richtig erkannten Schauspieler bzw. jede richtig erkannte Schauspielerin.

TALES OF HALLOWEEN - Official Comic Con 2015 Trailer [HD]

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