Deadpool 2

Einspielergebnis: Avengers, Deadpool 2 & Jurassic World - Die erfolgreichsten Filme des Sommers

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Avengers: Infinity War

Der Blockbustersommer 2018 ist offiziell vorbei. Traditionell zählen die Monate zwischen dem 1. Mai und dem Labour-Day (Tag der Arbeit) am ersten Montag im September zu der ertragreichsten Zeit im Jahr für die Filmstudios, was dazu führt, dass viele namhafte Filme in diesem Zeitraum an den Start gehen.

In diesem Jahr eröffnete Disney den Blockbuster-Sommer schon eine Woche eher, indem man Avengers: Infinity War bereits am letzten Aprilwochenende in die Kinos brachte. Da der Film aber den Großteil seiner Einnahmen während der traditionellen Blockbuster-Sommerzeit erzielte, zählen wir ihn in der diesjährigen Liste der einspielstärksten Filme dazu.

Mit über 2 Milliarden Dollar ließ das dritte Avengers-Abenteuer jegliche Konkurrenz hinter sich und steht unangefochten auf Platz 1. Generell lief es für Disney in diesem Sommer wieder alles andere als schlecht. Mit Die Unglauchlichen 2, Ant-Man and the Wasp und sogar Solo: A Star Wars Story haben es drei weitere Filme in die Top 10 des Blockbuster-Sommers geschafft. Allein diese vier Kinostarts kreierten ein Einspielergebnis von über 4 Milliarden Dollar.

Bei Universal dürfte man sich ebenfalls nicht beklagen. Jurassic World: Das gefallene Königreich kam zwar an die Zahlen des Vorgängers nicht heran. Mit 1,3 Milliarden Dollar reichte es aber trotzdem zum zweiterfolgreichsten Film des Sommers. Auch Fox und Paramount sind durch Deadpool 2 und Mission: Impossible – Fallout mit zwei Fortsetzungen vertreten. Bei Warner Bros. setzte man dagegen im Sommer voll auf Monster-Action und war mit Rampage und Meg ebenfalls nicht unerfolgreich. Hier die internationalen Top 10 in der Übersicht:

Platz 1 – Avengers: Infinity War (2,046 Milliarden Dollar)
Platz 2 – Jurassic World: Das gefallene Königreich (1,3 Milliarden Dollar)
Platz 3 – Die Unglaublichen 2 (1,116 Milliarden Dollar)
Platz 4 – Deadpool 2 (734 Millionen Dollar)
Platz 5 – Mission: Impossible – Fallout (649 Millionen Dollar)
Platz 6 – Ant-Man and the Wasp (597 Millionen Dollar)
Platz 7 – Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub (486 Millionen Dollar)
Platz 8 – Meg (467 Millionen Dollar)
Platz 9 – Rampage (426 Millionen Dollar)
Platz 10 – Solo: A Star Wars Story (392 Millionen Dollar)

Dass die Kinos in Deutschland in diesem Sommer einige Probleme hatten, haben wir schon vor ein paar Wochen berichtet. Entsprechend haben es auch nur sieben Filme in diesem Sommer geschafft, die Marke von 1 Million Zuschauer zu überspringen. Die Spitzenpositionen gleichen dabei der internationalen Top-Liste. Lediglich Die Unglaublichen 2 fehlt in den Top 4, was allerdings auch daran liegt, dass das Pixar-Abenteuer hierzulande erst am 27. September anläuft. Hier die deutschen Top 10 des Sommers:

Platz 1 – Avengers: Infinity War (3,38 Millionen Besucher)
Platz 2 – Jurassic World: Das gefallene Königreich (2,38 Millionen Besucher)
Platz 3 – Deadpool 2 (2,23 Millionen Besucher)
Platz 4 – Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub (2,06 Millionen Besucher)
Platz 5 – Mama Mia – Here We Go Again (1,97 Millionen Besucher)
Platz 6 – Solo: A Star Wars Story (1,37 Millionen Besucher)
Platz 7 – Mission: Impossible – Fallout (1,09 Millionen Besucher)
Platz 8 – Ocean's 8 (778.000 Besucher)
Platz 9 – Ant-Man and the Wasp (776.000 Besucher)
Platz 10 – Sauerkrautoma (731.000 Besucher)

Deadpool 2: Tim Millers Version enthielt die Fantastischen Vier

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Fantastic Four 2015 Banner

Nachdem Darsteller Ryan Reynolds, Regisseur Tim Miller und die beiden Autoren Rhett Reese und Paul Wernick Deadpool 2016 erfolgreich in die Kinos gebracht hatten, sollte das Team auch gemeinsam die Fortsetzung realisieren. Allerdings verließ Miller das Projekt im Oktober 2016, nachdem es zu kreativen Differenzen zwischen dem Regisseur und Ryan Reynolds gekommen war.

In den Wochen zuvor hatte Miller allerdings schon an der Fortsetzung gearbeitet. Und wäre es zu der Version des Regisseurs gekommen, dann hätte Deadpool 2 wohl ein paar prominente Gäste gehabt. So veröffentlichte Konzeptzeichner Alexander Lozana auf Instagram ein paar seiner Entwürfe für den Film, die unter anderem auch die Fantastischen Vier zeigen. Interessanterweise sind bei den Konzeptzeichnungen die Darsteller aus dem gefloppten Reboot von 2015 zu sehen. Inwiefern es der Plan war, Miles Teller, Michael B. Jordan, Kate Mara und Jamie Bell zurückzubringen, ist nicht bekannt.

Darüber hinaus gibt Lozana auch einen Einblick in die frühen Entwürfe ein paar anderer Figuren. Zu diesen gehören unter anderem auch Domino und Cable, die im tatsächlichen Film von Zazie Beetz und Josh Brolin gespielt wurden. Beide Figuren haben sich im Laufe der Produktion allerdings optisch deutlich verändert.

Für Tim Miller war der Ausstieg aus Deadpool 2 nur ein kleiner Rückschlag. Der Regisseur konnte sich mit dem nächsten Terminator relativ schnell ein weiteres namhaftes Projekt sichern. In Deadpool 2 übernahm David Leitch die Regie. Die Fortsetzung spielte in diesem Jahr 733 Millionen Dollar ein.

Deadpool 2: Teaser-Trailer & neue Szene aus der Extended Fassung veröffentlicht

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Deadpool 2

20th Century Fox hat einen Trailer zur Extended Version von Deadpool 2 veröffentlicht. Die Fassung, die unter dem Titel Deadpool 2 Super Duper Cut in den Handel kommt, enthält nicht nur 15 Minuten neue Szenen, sondern auch jede Menge Bonusmaterial. Eine der neuen Szenen wurde ebenfalls schon als Appetithappen veröffentlicht. In Deutschland erscheint die Fassung am 27. September.

In der Fortsetzung nimmt nicht nur Ryan Reynolds die titelgebende Hauptrolle aus dem ersten Teil wieder auf, Leslie Uggams, Morena Baccarin und Brianna Hildebrand sind ebenfalls wieder mit an Bord. Neu zum Cast stoßen Josh Brolin (Avengers: Infinity War) als Cable, Zazie Beetz als Domino, Terry Crews als Bedlam, Lewis Tan als Shatterstar, Bill Skarsgård als Zeitgeist sowie Shioli Kutsuna und Julian Dennison.

Wade Wilson alias Deadpool und seine Freundin Vanessa bekommen es in Deadpool 2 nicht nur mit jeder Menge neuer Gangster zu tun,  sondern vor allem mit dem grimmigen Cable, einem übermächtig starken Zeitreisenden. Er ist auf der Suche nach dem Teenager Russell, um ihn zu töten. Russell ist ein Mutant und wurde jahrelang in einem Waisenhaus brutalen Experimenten unterzogen. Nun setzt er sich als Firefist allen zur Wehr, die ihm zu nahe kommen.

Deadpool No. 2 | 20th Century FOX

Deadpool 2: Exclusive Deleted X-Mansion Scene

San Diego Comic-Con 2018: Überblick über die wichtigsten Panels am Samstag & Sonntag

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Aquaman

Der gestrige Freitag von der San Diego Comic-Con hielt einiges parat. So gab es zu The Walking Dead einen langen Trailer zu Staffel 9, den ersten Trailer zu Staffel 2 von Star Trek: Discovery, den wie erwartet ersten Trailer zu Glass, immerhin ein neues Poster zu Bumblebee, die Ankündigung einer Staffel 2 von Cloak & Dagger, eine ganze Reihe neuer Spider-Man-Inkarnationen, die Weltpremiere von Castle Rock und einige Neuigkeiten zu DuckTales.

Damit aber noch nicht genug – auch das Wochenende hält das eine oder andere Highlight parat. Wir haben die wichtigsten Panels wieder für euch zusammengestellt:

Samstag, 21. Juli 2018

10.30 Uhr (19.30 Uhr) Warner Brothers Theatrical

Das Panel des Studios gehört mit Sicherheit zu den am meist erwarteten Veranstaltungen auf der diesjährigen Comic-Con. Bestätigt hierfür ist der erste Trailer zu Aquaman. Das Panel dauert zwei Stunden, konkrete Gäste sind jedoch nicht angekündigt. Es ist aber davon auszugehen, dass Jason Mamoa mit weiteren Darstellern aus Aquaman teilnehmen wird. Gerüchten zufolge könnte es auch Neuigkeiten zu Wonder Woman 2, Phantastische Tierwesen 2, Godzilla 2 und Shazam geben.

11.00 Uhr (20.00 Uhr), Black Lightning

Wer genau von der DC-Serie an der Convention teilnimmt, ist noch unbekannt. Zu erwarten ist aber auf jeden Fall ein ausgiebiger Ausblick auf Staffel 2.

11.00 Uhr, (20.00 Uhr), The Good Place

Für eine Fragerunde sind die Darsteller Ted Danson, Kristen Bell, William Jackson Harper, Jameela Jamil, D'Arcy Carden und Manny Jacinto anwesend.

12.00 Uhr (21.00 Uhr), Krypton

Über Staffel 1 sprechen die Darsteller Cameron Cuffe, Ann Ogbomo, Wallis Day und Shaun Sipos, die auch einen Ausblick auf Staffel 2 der Serie geben werden.

13.00 Uhr (22.00 Uhr), Manifest

Im Oktober feiert die neue Serie ihre Premiere. Manifest erzählt die Geschichte des Flugs 828 von Montego Ari, der nach einem turbulenten, aber routinierten Flug in New York landet. Allerdings müssen die Passagiere feststellen, dass fünf Jahre vergangen sind – und man sie verschollen glaubte. Robert Zemeckis ist Ausführender Produzent, zum Cast gehören Melissa Roxburgh, Josh Dallas, Athena Karkanis, J. R. Ramirez, Luna Blaise, Jack Messina und Parveen Kaur. Auf der San Diego Comic-Con gibt es eine Special Video Presentation mit einer anschließenden Fragerunde. Wer an dem Panel teilnimmt, ist aktuell noch unbekannt.

14.30 Uhr (23.30 Uhr), The Gifted

Einen ausführlichen Sneak Peek auf Staffel 2 der X-Men-Serie geben Stephen Moyer, Sean Teale, Jamie Chung, Emma Dumont,Blair Redford, Natalie Alyn Lind und Skyler Samuels.

15.30 Uhr (00.30), Supergirl

Neben einer Fragerunde gibt es eine Special Video Presentation zu Staffel 4. Die konkreten Teilnehmer für das Panel sind aktuell noch unbekannt.

16.00 Uhr (01.00 Uhr), The Orville

Seth MacFarlane, Adrianne Palicki, Penny Johnson Jerald und Scott Grimes gewähren exklusive Einblicke auf Staffel 2.

16.15 Uhr (01.15 Uhr), Arrow

Die Teilnehmer für dieses Panel sind zwar noch nicht bekannt, jedoch dürfte damit zu rechnen sein, dass Hauptdarsteller Stephen Amell anwesend sein wird, um einen Ausblick auf Staffel 7 der Serie zu geben.

16.15 Uhr (01.15 Uhr), The Man in the High Castle

Alexa Davalos, Rufus Sewell, Stephen Root und Jason O'Mara werden da sein, um über Staffel 3 der Serie zu sprechen.

17.15 Uhr (02.15 Uhr) Deadpool 2

Deadpool und seine Freunde übernehmen die Hall H für eine Stunde. Die Besucher sollen sich vorbereiten auf schmutzige Witze, das Durchbrechen der vierten Wand, vielleicht mehr Spandex und echte, lebende Einhörner – oder vielleicht auch keine Sagengestalten.

17.15 Uhr (02.15 Uhr), The Purge

Wie sich die Filme zur TV-Serie entwickeln, erzählt Jason Blum gemeinsam mit weiteren Gästen.

17.30 Uhr (02.30 Uhr), Disenchantment

Matt Groening und Netflix geben einen Ausblick auf das, was von der neuen Fantasyserie rund um die dem Alkohol zugeneigten Prinzessin Bean, den Kobold Elfo und Damon Luci zu erwarten ist.

17.45 Uhr (02.45 Uhr), The Flash

Darsteller und Schöpfer der Serie sprechen über die kommende Staffel 5.

18.00 Uhr (03.00 Uhr), Deadly Class

Einen exklusiven Ausblick auf die neue Serie, für die die Russo-Brüder aus Ausführende Produzenten fungieren, geben Benjamin Wadsworth, Benedict Wong, Lana Condor, María Gabriela De Faría, und Luke Tennie.

Sonntag, 22. Juli 2018

10.30 Uhr (19.30 Uhr), Supernatural

Traditionell gehört die Hall H am Sonntagmorgen dem Team von Supernatural, die den anwesenden Fans Fragen beantworten und meist das eine oder andere Video im Gepräck haben.

11.45 Uhr (20.45 Uhr), Riverdale

Beim dritten Besuch auf der San Diego Comic-Con ist die Serie nun in Hall H befördert worden. Die noch nicht näher benannten Gäste stellen sich den Fragen zur Serie.

14.15 Uhr (23.15 Uhr), Legion

Neben den Produzenten Noah Hawley, John Cameron und Jeph Loeb werden Darsteller der Serie für eine Fragerunde und einen Ausblick auf Staffel 3 erwartet.

Deadpool 2: Extended-Set mit reichlich Bonusmaterial angekündigt

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Deadpool 2

Mehr Deadpool fürs Geld: Was die Hauptdarsteller bereits auf der Pressetour zu Deadpool 2 haben durchblicken lassen, wurde nun von 20th Century Fox Home Entertainment bestätigt. Für den US-Markt soll es im August eine spezielle Blu-ray beziehungsweise DVD namens "Deadpool 2: Super Duper Cut" geben. Dies hatte Ryan Reynolds auch per Twitter angekündigt.

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Hier sollen zusätzlich zum Kinofilm noch einmal 15 Minuten Material draufgelegt werden. Zu sehen gibt es noch mehr Actionszenen aus Deadpool 2 und ein paar neue Gags, zudem sollen bestimmte Szenen als neue Drehbuchversion mit alternativen Handlungssträngen veröffentlicht werden.

Außerdem wird es eine Kommentarspur mit Deadpool-Darsteller Reynolds geben. Auch Regisseur David Leitch sowie die beiden Drehbuchautoren Rhett Reese and Paul Wernick sollen zu hören sein. Außerdem warten sowohl die Blu-Ray sowie die DVD-Version mit Easter Eggs, einem Interview mit dem Regisseur, einem "Prison Experiment" und weiteren Specials auf.

Für den US-Markt gibt es die Ditital DVD ab dem 7. August zu kaufen, die Versionen auf 4K Ultra HD, Blu-ray und herkömmlicher DVD soll ab dem 21. August erhältlich sein.

In Deutschland müssen sich die Fans für den "Super Duper Cut" bis zum September gedulden. Hierzulande erscheint die Fassung am 13. September.

Einspielergebnis - Solo: A Star Wars Story weiter schwach, Avengers nähert sich den 2 Milliarden Dollar

Die Hoffnungen der Disney-Verantwortlichen, dass die guten Kritiken und Meinungen zu Solo: A Star Wars Story vielleicht am zweiten Wochenende für bessere Besucherzahlen sorgen könnten, haben sich nicht erfüllt. In den USA blieb das Star-Wars-Spin-off zwar an der Spitze der Kinocharts, trotzdem gab es im Vergleich zum Startwochenende einen Rückgang des Einspielergebnisses um 65 Prozent. So konnte Solo nur vergleichsweise schwache 29,3 Millionen Dollar einspielen.

Auch weltweit läuft es für das Spin-off weiterhin nicht wirklich rund. Außerhalb der USA kamen noch einmal 30,3 Millionen dazu. Damit steht Solo nun in den Vereinigten Staaten bei 148 Millionen Dollar und weltweit bei 264 Millionen Dollar. Vor diesem Hintergrund dürfte es der Film schwer haben, die Marke von 400 Millionen Dollar zu überspringen. Das Budget soll mindestens 250 Millionen Dollar betragen haben.

Deutlich besser als bei Solo läuft es für die Fortsetzung von Deadpool. Mit 23,2 Millionen Dollar sicherte man sich erneut Platz 2 in den amerikanischen Kinocharts. Insgesamt steht der Film mittlerweile bei 598 Millionen Dollar. Zu den 783 Millionen Dollar des ersten Teils fehlt allerdings noch ein Stück.

Avengers: Infinity War kann ebenfalls weiter an den Kinokassen überzeugen. Über einem Monat nach dem Kinostart nähert sich der dritte Avengers nun den 2 Milliarden Dollar. Nach dem vergangenen Wochenende steht der Film bei einem weltweiten Gesamteinspielergebnis von 1,96 Milliarden Dollar.

An den deutschen Kinokassen gestaltete sich das Bild ähnlich wie in den USA. Solo: A Star Wars Story behauptete Platz 1. Mit 290.000 Besuchern und 3,2 Millionen Euro Einspielergebnis lief das Spin-off aber stabiler als in den USA, da die Besucherzahlen im Vergleich zum ersten Wochenende nur um rund 20 Prozent zurückgingen. Insgesamt steht Solo nach zwei Wochenenden bei 750.000 Besuchern.

Auf Platz 2 folgt auch hierzulande Deadpool 2. Rund 250.000 Besucher und 2,35 Millionen Euro an den Kinokassen sind eine solide Leistung in der dritten Woche. Insgesamt konnte die Fortsetzung in Deutschland bisher 1,65 Millionen Kinokarten verkaufen.

Avengers: Infinity War lockte noch einmal 80.000 Besucher in die Kinos und baut damit seinen Status als erfolgreichste Film des Jahres in Deutschland aus. Insgesamt steht Avengers 3 hierzulande jetzt bei 3,25 Millionen Besuchern.

"Thank you for being a friend." - Deadpool bedankt sich bei den Fans

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Deadpool 2

An den Kinokassen sorgt Deadpool 2 aktuell dafür, dass einige Rekorde purzeln. Unter anderem reichte es für einen Rekord als bester Preview-Tag und der beste Starttag für einen R-Rated-Film.

Für Hauptdarsteller Ryan Reynolds Grund genug, sich bei allen zu bedanken, die den Film bereits gesehen haben und sich noch angucken. Auf seinem Instagram-Kanal postete er ein entsprechendes Video dazu - im Stile des Intros zu den Golden Girls. Unterlegt mit dem Lied "Thank you for being a friend", das von Andrew Gold stammt, orientiert sich das Video an dem Intro der Serie rund um Dorothy (Beatrice Arthur), Sophia (Estelle Getty), Blanche (Rue McClanahan) und Rose (Betty White).

Damit bleibt der Film seiner Marketingkampagne treu. Unter anderem nahm man vorher die Spoiler-Politik von Marvel auf die Schippe oder der titelgebende Held entschuldigte sich bei David Beckham für einen Spruch aus dem ersten Teil.

Deadpool 2 ist am 17. Mai in den deutschen Kinos gestartet. Unsere Kritik gibt es hier ebenso wie einen kleinen Rückblick auf die Pressekonferenz, die am 11. Mai in Berlin stattfand.

Everyone seeing #deadpool2 this weekend: Thank You For Being A Friend.

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Einspielergebnis - Deadpool startet stark, Avengers peilt langsam die 2 Milliarden an

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Deadpool 2

Deadpool 2 hat für die zu erwartende Wachablösung in den weltweiten Kinocharts gesorgt. Die Fortsetzung spielte an seinem ersten Wochenende weltweit 301 Millionen Dollar ein. Damit startete Deadpool 2 besser als sein Vorgänger, der 2016 zum Auftakt 264 Millionen Dollar an den Kinokassen einnehmen konnte.

Die über 300 Millionen Dollar bedeuten auch, dass wieder einmal ein paar Rekorde purzeln. In den USA gelang Deadpool 2 beispielsweise der beste Preview-Tag und der beste Starttag für einen R-Rated-Film. Für das beste Startwochenende in dieser Kategorie reichte es nicht ganz, auch wenn sich die Comicverfilmung in den Vereinigten Staaten mit 125 Millionen Dollar ohne Probleme an die Chartspitze setzte.

Mit 264 Millionen Dollar ist der Film zudem der finanziell beste Kinostart für 20th Century Fox außerhalb der USA. Bisheriger Rekordhalter war X-Men: Zukunft ist Vergangenheit mit 174 Millionen Dollar. In Deutschland kommt Deadpool 2 auf geschätzte 725.000 Besucher, was ebenfalls Platz 1 in den Charts bedeutet. Allerdings blieb man wohl knapp unter den Zahlen des Vorgängers (771.641 verkaufte Karten). Aufgrund des Pfingstwochenendes sind die Werte aber bisher nur Schätzungen.

Nach drei Wochen ohne Konkurrenz musste sich Avengers: Infinity War nun in dieser Woche mit Platz 2 begnügen. Allerdings nimmt das Marvel-Abenteuer trotzdem so langsam die Marke von 2 Milliarden Dollar ins Visier. Insgesamt steht der Film aktuell bei einem Ergebnis 1,81 Milliarden Dollar und befindet sich damit auf Platz 4 der einspielstärksten Kinofilme aller Zeiten. Für Platz 3 muss sich Infinity War aber noch etwas strecken. Dieser wird aktuell von Star Wars: Das Erwachen der Macht gehalten, der seinerzeit 2,06 Milliarden Dollar einspielen konnte.

Deadpool 2: Autoren enthüllen Abspannenszene, die es nicht in den Film schaffte

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Deadpool 2

Abspannszenen sind auch im X-Men-Universum ein gern eingesetztes Mittel und so ist es wenig überraschend, dass sie auch in Deadpool 2 eine Rolle spielen. Allerdings haben es nicht alle Ideen der Autoren Rhett Reese und Paul Wernick in den Abspann beziehungsweise den Film geschafft, wie die beiden in einem Interview mit Uproxx erklärten.

Eine frühe Idee des Teams war es, Chris Evans im Abspann als Johnny Storm aka Die Menschliche Fackel im Zuge der X-Force-Interviews auftreten zu lassen. Bevor der Darsteller im MCU als Captain America eine wichtige Rolle spielte, war er bereits zwei Mal in Fantastic Four im Einsatz. Die Idee der Autoren wurde jedoch nur kurz diskutiert und nie gedreht.

Etwas anders sieht es bei einer Szene aus, in der Adolf Hitler eine Rolle spielt. Diese wurde tatsächlich für den Abspann gefilmt, allerdings entschied man sich dann dafür, sie herauszuschneiden.

Rhett Reese: "Deadpool reist in der Zeitzurück und tötet am Ende Baby-Hitler. Das war unser Plan."

Paul Wernick: "Das war nicht nur unser Plan, wir haben es tatsächlich gedreht."

Rhett Reese: "Wir haben es gedreht und einem Testpublikum gezeigt. Deadpool stand in einem Kinderzimmer, er lehnt sich über das Kinderbett und dann gab es dieses Ohhhh der Zuschauer. Und wir wollten den Film nicht mit einem Ohhhh enden lassen, darum haben wir es herausgenommen."

Paul Wernick: "In einer frühen Version der Szene war es sogar noch härter. Deadpool stand vor dem Baby und sagt: 'Oh Gott das ist eine harte Nuss'. Dann zückt er einen Marker, malt einen kleinen Hitler-Bart auf das Baby und sagt 'Maximaler Einsatz'."

Auch ohne diese Szene gibt es in Deadpool 2 im Abspann und davor einiges zu sehen. Der Film läuft jetzt in den deutschen Kinos. Unsere Kritik gibt es hier.

Kritik zu Deadpool 2 - Fast so dunkel wie bei DC

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Deadpool 2

Wer trägt einen hautengen Anzug mit Gesichtsmaske, hat eine verdammt große Klappe und ist derzeit der heißeste Scheiß auf dem Superheldenmarkt? Die Rede ist nicht von Spider-Bürschchen Tom Holland, sondern von Marvels liebstem Anti-Helden Deadpool. Mit ihm konnte Ryan Reynolds 2016 einen beachtenswerten Überraschungshit landen, und nicht nur das: Bei dem Projekt handelt es sich um eine echte Herzensangelegenheit, wie Hauptdarsteller und Mitproduzent Ryan Reynolds auf der Pressetour zu Deadpool 2 immer wieder herausstellte. Deadpool 2 schlägt sogar neue Töne an und hebt sich damit auf interessante Weise vom Vorgänger ab.

Wade Wilson alias Deadpool (Ryan Reynolds) und seine Freundin Vanessa (Morena Baccarin) bekommen es in Deadpool 2 nicht nur mit jeder Menge neuer Gangster zu tun,  sondern vor allem mit dem grimmigen Cable (Josh Brolin), einem übermächtig starken Zeitreisenden. Er ist auf der Suche nach dem Teenager Russell (Julian Dennison, Shopping, Wo die wilden Menschen jagen), um ihn zu töten. Russell ist ein Mutant und wurde jahrelang in einem Waisenhaus brutalen Experimenten unterzogen. Nun setzt er sich als Firefist allen zur Wehr, die ihm zu nahe kommen.

Deadpool nimmt den Jungen unter seine Fittiche und versucht, zusammen mit seinen neuen Mitstreitern (unter ihnen Bill Skarsgard als Zeitgeist oder Zazie Beetz als Domino) den düsteren Cable aufzuhalten. Dabei benötigt Deadpool allerdings auch die Hilfe der Unterabteilung der X-Men mit Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand) und Kolossus (Stefan Kapicic), um nicht nur das Ziel seiner Mission, sondern auch sich selbst zu finden.

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Action, Spaß und … Herz!

Man kann nicht gerade behaupten, dass er es leicht hat, dieser Deadpool. Die Figur selbst ist ziemlich mitgenommen (wer wünscht sich schon Krebsgeschwüre als Begleiterscheinung von Superkräften?), aber auch der Produktion der beiden Filme lagen immer wieder Steine im Weg.

Doch Ryan Reynolds, der sich als ausgemachter Fan des Anti-Helden ganz vorn aufgestellt hat, ist bei der sprichwörtlichen Stange geblieben und hat sein Projekt weitergeführt. Natürlich wurde dieses Vorhaben nicht zuletzt durch den massiven Erfolg des ersten Deadpool-Filmes aus dem Jahr 2016 erleichtert. Ein zweiter Teil stand jedoch trotz der frühen Bekanntgabe unter keinem guten Stern. Regisseur Tim Miller stieg aus und wurde durch David Leitch (John Wick, Atomic Blonde) ersetzt, und im vergangenen Sommer kam eine Stuntfrau bei den Dreharbeiten zu Tode.

Tatsächlich ist all dies nicht spurlos an Deadpool 2 vorübergegangen. Doch während bei anderen Projekten oft ein zerhackstückter Film-Wirrwarr ohne Kontinuität herauskommt, kann Deadpool 2 für sich behaupten, vielleicht noch eine Spur mehr ans Herz zu gehen, als man bei einer solchen Superhelden-Parodie erwarten könnte.

Die Themen Zuhause, Familie und Zusammenhalt werden angestoßen, und nicht nur die Hauptfigur bekommt einen tragischen und menschlichen Anstrich. Genau dies, so Reynolds, sei beabsichtigt gewesen - schließlich sollte sich der Zuschauer um das Schicksal der Figuren Gedanken machen, statt wie in anderen Superhelden-Epen von Knalleffekten ohne Ende geplättet zu werden.

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Deadpool 2 Blind Al

Weniger Meta, aber mehr um die Ohren

Und tatsächlich funktioniert die neue Tonalität erstaunlich gut. So gut sogar, dass man sich vielleicht sogar eine Spur mehr Leichtigkeit und Anarcho-Humor wünscht, um beispielsweise den Auftritt des sehr überzeugenden Julian Dennison als Firefist noch mehr genießen zu können, ohne ständig den bitteren Beigeschmack einer dunklen Missbrauchsgeschichte im Hinterkopf zu haben. Wird Deadpool hier etwa zur Neuauflage von Professor X’ Mutantenschule?

Ruhig Blut - es ist weiterhin in erster Linie eine Actionkomödie, und gerade blutige und brutale Action sowie die eine oder andere Szene mit Pennäler-Humor, der (wortwörtlich!) deutlich unter die Gürtellinie geht, gibt es mehr als genug. Vor allem die Zusammenkunft und der erste Einsatz der X-Force ist besonders gelungen, und hier wird auch der Meta-Humor der Reihe, der sich gerne auch aus Fan-Theorien über die Bedeutung der Figuren speist, vollständig ausgespielt. Besonders Peter (Rob Delaney) kann punkten und dürfte sich schnerll zum der Publikumsliebling entwickeln. Allerdings geht die deutlich dichtere Story ein wenig auf Kosten der Zuschaueransprache mittels der beliebten Vierten Wand. Aber schließlich hat Deadpool auch bedeutend mehr um die Ohren als im ersten Teil.



Kamera, Schnitt und Musik machen ihre Sache sehr solide. Auch haben die neuen Darsteller, unter ihnen vor allem Josh Brolin, sichtlich Spaß an ihren Rollen. Brolin darf sämtliche Terminator-artigen Klischees ausspielen, die ein zeitreisender Supermensch eben so mit sich bringt, wie nahezu unverwundbar zu sein, möglichst grimmig dreinzublicken und sich mit Deadpool selbst um den Sonderpreis für Schlagfertigkeit zu streiten. Man kann sich kaum entscheiden, mit wem man lieber mitfiebern möchte.

Fazit

Bei Deadpool 2 werden Fanherzen sehr wahrscheinlich höher schlagen. Der Film meidet zuverlässig die gängigen Fallen von Nachfolgefilmen und legt stattdessen eine gute Schippe an Humor, Action und merklich auch an Herzblut drauf. Dabei kommt ein Film heraus, der streckenweise düsterer ist als das Original, aber eben auch interessanter. Die verhandelten Themen passen gut in die Welt des Deadpool, die neu hinzukommenden Figuren fügen sich ebenfalls nahtlos ein. Man darf sich schon jetzt auf die Fortsetzung der Fortsetzung freuen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© 20th Century Fox

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