Final Fantasy 7 Remake

Final Fantasy VII Remake: frühe Ankündigung, um Leaks zu vermeiden

Wie wir berichteten, waren Fans von den Ankündigungen von Square Enix auf der E3 eher enttäuscht. Bis auf das Erscheinungsdatum von Kingdom Hearts 3 und einigen mysteriösen Trailern zu neuen Spielen enthüllte der Publisher vor allem nichts zu einem heiß erwarteten Titel: Dem auf der E3 2015 angekündigten Remake von Final Fantasy VII.

Dazu äußerte sich der Game Director von Square Enix, Tetsuya Nomura, auf der großen Spielemesse gegenüber dem italienischen Spielemagazin Multiplayer in einem Interview:

„Zu Entscheiden, wann man ein Spiel der Öffentlichkeit ankündigt, ist immer schwierig. […]
Die Leute warten auf neue Informationen, egal ob das Spiel angekündigt wurde oder nicht. Es ist toll, wenn wir ein Geheimnis so lange wie möglich für uns behalten können, aber heutzutage werden viele wichtige Projekte Opfer von Gerüchten und Leaks. Um ehrlich zu sein bevorzuge ist es, ein Spiel offiziell anzukündigen, anstatt ein Gerücht oder ein Leak online zirkulieren zu sehen. Besonders wenn ein Teil der Entwicklung an ein fremdes Unternehmen ausgelagert ist, geht man immer das Risiko ein, dass Leute außerhalb des eigenen Teams Informationen und Bilder online verbreiten. Es ist noch schlimmer, wenn ein falsches Gerücht während der Entwicklung die Runde macht, und die Leute das dann glauben. Dann wird es nötig zu entscheiden, ob man darauf eingeht.

Dasselbe ist mit dem Remake von Final Fantasy VII geschehen. Ich bin mir sehr bewusst darüber, dass wir [das Spiel] zu früh angekündigt haben, aber sogar in der Spieleindustrie verbreite sich die Nachricht, dass wir am Spiel arbeiten, also haben wir uns entschlossen, dies nicht geheim zu halten und es offiziell anzukündigen.“

Es ist also deutlich, dass die Entwicklung des Remakes von Final Fantasy VII noch Zeit in Anspruch nehmen könnte. Bekannt ist bisher, dass das Spiel in mehreren Teilen veröffentlicht wird. Denkbar ist, dass der Abschluss des dritten Teils von Kingdom Hearts, der Anfang 2019 herauskommen soll, die Entwicklung des Remakes beschleunigt, da so bei Square Enix wieder Kapazitäten frei werden.

Square-Enix-Pressekonferenz auf der E3: Trailer zu Shadow of the Tomb Raider, Just Cause 4, Ankündigung von Babylon's Fall und The Quiet Man

Der japanische Publisher und Entwickler Square Enix ist in der Vergangenheit vor allem für seine Rollenspiele bekannt: Final Fantasy und Dragon Quest sind die bekanntesten Namen. Aber vor allem von Final Fantasy war auf der E3-Pressekonferenz von Sony nichts zu sehen. Viele Fans waren enttäuscht, hatten sie doch auf Neuigkeiten zum Remake von Final Fantasy VII gehofft, dass Square Enix bereits auf der gleichen Messe im Jahr 2015 angekündigt hatte. Doch Square Enix schwieg sich aus, stellte lediglich zwei neue Titel vor und zeigte sonst nur Trailer für Spiele, die bereits beispielsweise bei der Microsoft-Pressekonferenz liefen.

Zu den Neuankündigungen gehört Babylon's Fall, welches in Zusammenarbeit mit Platinum Games entwickelt wird. Da sich das Studio bereits mit Bayonetta und Nier: Automata als Action-Spezialist etabliert hat, wird auch dieser Titel wahrscheinlich in die Action-Sparte fallen. Das Spiel soll 2019 für die PS4 und den PC erscheinen.

The Quiet Man stellt laut Square Enix eine story-getriebene „Action-Erfahrung“ dar, in dem sich der taube Protagonist mit anderen Leuten prügelt. Bemerkenswert ist die Mischung zwischen Realfilm- und Spielgrafik-Sequenzen, die nahtlos ineinander übergehen sollen. Der Publisher verspricht eine filmreife Erfahrung. Mehr Informationen werden für August diesen Jahres versprochen.

Ansonsten zeigte Square Enix weitere Trailer für Shadow of the Tomb Raider und Just Cause 4 sowie eine Featurette zu The Awesome Adventures of Captain Spirit. Zudem folgten kleinere Trailer zum bereits am Montag angekündigten Kingdom Hearts III, einem Update für das MMO Final Fantasy XIV sowie Trailer zu Monster Hunter: World, Dragon Quest XI und dem Switch-exklusive Octopath Traveler.

BABYLON’S FALL – E3 2018 Announcement Trailer

THE QUIET MAN - OFFICIAL E3 TEASER

Shadow of the Tomb Raider: One with the Jungle Gameplay Reveal [ESRB]

Just Cause 4: Gameplay Showcase [ESRB]

Octopath Traveler Trailer E3 2018

Remake von Final Fantasy 7 erscheint wohl nicht mehr 2017

So manche Spiele hat der Publisher Square Enix in der Pipeline – allen voran die von Fans heiß erwarteten Titel Kingdom Hearts 3 und das Remake von Final Fantasy 7. Letzteres wurde auf der E3 2015 angekündigt, Fans warten daher nun schon seit fast zwei Jahren auf Nachrichten zum Spiel.

Ein Investoren-Briefing von Square Enix hat nun Zweifel aufkommen lassen, ob es noch dieses Jahr gute Neuigkeiten zur Entwicklung zu berichten gibt. Im Briefing waren sowohl Kingdom Hearts 3 als auch Final Fantasy 7 aufgeführt, aber ohne konkretes Erscheinungsdatum versehen.

Es ist für beide Spiele lediglich ein Erscheinungszeitraum im „Fiskaljahr 2018" angegeben. Je nachdem, wann Square Enix seinen Rechnungsabschluss macht, könnten die Titel sogar erst 2019 herauskommen.

Gut möglich allerdings, dass der Publisher weitere Informationen auf den kommenden Spielemessen im Sommer enthüllt. Wie zuverlässig die Wirtschaftsplanungen großer Spielefirmen sind, zeigt ein aktuelles Beispiel: Mass Effect: Andromeda erschien wie im EA Fiskalplan vorausgeplant noch zum Ende des Geschäftsjahres 2016 im März diesen Jahres. Nur: Bugs und schaurige Animationen führten unter Fans und Kritikern zu Protesten.

PlayStation Experience 2015: Final Fantasy VII Remake - PSX 2015 Trailer | PS4

Final Fantasy VII Remake: "Nichts ist unantastbar" sagt Produzent

Im Interview mit dem Online-Magazin Game Informer hat der Produzent des Remakes von Final Fantasy VII sowohl über die Pläne für das Episodenformat gesprochen, als auch über Änderungen gegenüber dem Original, die das Team am Spiel vornehmen wird. Dazu gehört in erster Linie das Kampfsystem: Wie schon im Gameplay-Video aus dem letzten Jahr zu sehen (siehe unten), werden die Kämpfe actionreicher ausfallen.

Produzent Yoshinori Kitase hat in diesem Zusammenhang die Dissidia-Reihe als Beispiel genommen. Dissidia Final Fantasy ist eine Art Beat-'em-Up im Universum von Final Fantasy. Es werde allerdings nicht ganz so actionlastig, meint Kitase:

Was das Kampfsystem angeht, nehmen wir uns ein Vorbild am Spielgefühl. Es wird selbstverständlich nicht so auf Action fokussiert sein wie Dissidia, aber die Bilder und das Gameplay wird sich an diesem Dissidia-Stil orientieren.

Außerdem werde man versuchen, Begebenheiten und Charaktere aus dem Universum von Final Fantasy VII einzubauen, verspricht der Produzent. Allerdings könne man nicht alle Veröffentlichungen berücksichtigen. Das wäre auch eine Mammutaufgabe: Drei Spiele und zwei Filme umfasst die erweiterte Handlung von Final Fantasy VII, daneben zahlreiche Kurzgeschichten und kleinere Auftritte in anderen Spielen.

Größere Sorgen machen sich Fans allerdings über Änderungen an der Geschichte des Originals von 1997. Die seien aber nötig, sagt Kitase, denn immerhin seien fast zwanzig Jahre seitdem vergangen und es hätten sich Trends und Geschmäcker geändert. Auch überlege man, storytechnisch für Überraschungen zu sorgen, da Nostalgie nicht genug sei, um ein Spiel spannend zu gestalten:

Wenn es nur um Nostalgie geht, dann folgt man einfach der Story, und es gäbe keine Überraschungen. In diesem Sinne versuchen wir also auszubalancieren, in welchen Bereichen wir Änderungen wollen und in welchen nicht, um Nostalgie zu haben, um schließlich auch für Überraschungen zu sorgen.

Da aber Kitase zusammen mit Tetsuya Nomura und Kazushige Nojima gemeinsam am Original gearbeitet hätten, sei ihnen nichts heilig:

Wir waren diejenigen, die es erschaffen haben; in diesem Sinne glauben wir nicht, dass irgendetwas unantastbar wäre. Das soll aber nicht heißen, dass wir alles verändern! [...] Aber wir glauben die Balance zwischen dem, was geändert werden kann und dem, was geschützt werden muss, zu kennen.

Zuletzt wurde bekannt, dass das Remake von Final Fantasy VII in mehreren Episoden erscheinen werde. Diese Episoden würden sich vom Umfang her an den verschiedenen Teilen von Final Fantsy XIII orientieren.  Zur Anzahl an Episoden des Remakes gibt es noch keine konkreten Aussagen.

PlayStation Experience 2015: Final Fantasy VII Remake - PSX 2015 Trailer | PS4

Der Produzent des Remakes von Final Fantasy 7 äußert sich zum Episodenformat

Die Ankündigung eines Remakes von Final Fantasy VII schlug im letzten Jahr hohe Wellen. Später sorgte dann der Plan von Square Enix, das Remake in mehreren Episoden herauszubringen, für ein wenig Verwirrung. Jetzt bringt der Produzent der Final-Fantasy-Serie, Yoshinori Kitase, ein wenig Licht ins Dunkel. So wolle man sich an einem bereits erschienen Teil der Rollenspielreihe orientieren, sagte Kitase dem Online-Magazin Game Informer gegenüber.

Man werde sich Final Fantasy XIII zum Vorbild nehmen, dass ebenfalls in mehreren Teilen erschien. Die drei Episoden des Spiels erzählten ihre Geschichten allerdings aus der Perspektive eines jeweils anderen Charakters. Dieser Zugang böte sich bei der bereits bekannten und bestehenden Handlung von Final Fantasy VII allerdings nicht wirklich an, so Kitase. Statt an der Anzahl würde man sich viel eher am Umfang der Episoden von Final Fantasy XIII orientieren, so dass jeder Teil des Remakes einen angemessen großen Umfang hätte. Das passt zusammen mit den Überlegungen, die Yoshinori Kitase bereits im Dezember 2015 äußerte: Er wolle die Originalgeschichte von Final Fantasy VII um mehrere Kapitel erweitern.

Final Fantasy VII erschien 1997 und ist mit über zehn Millionen verkauften Exemplaren der erfolgreichste Teil der Rollenspielreihe aus Japan. Die Story ist einigermaßen Komplex: Der mürrische Ex-Soldat Cloud Strife kämpft darin einigermaßen widerwillig gegen den Shinra-Konzern, welche die Lebensenergie des Planete, das Mako, ausplündern will. Allerdings entdeckt Cloud einen noch viel finsteren Plan eines alten Bekannten, worauf es an ihm und seinen Begleiterinnen und Begleitern liegt, den Untergang des Planeten abzuwenden.

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