Star Wars

Star Wars: Visions - Erstes Vorschauvideo zum Anime-Kurzfilmprojekt

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Star Wars: Visions Logo

Lucasfilm und Disney+ haben ein erstes Vorschauvideo zu Star Wars: Visions veröffentlicht. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kurzfilmreihe, bei der bekannte Anime-Studios aus Japan verschiedene Geschichten aus dem Star-Wars-Universum erzählen. Jeder Kurzfilm wird dabei seinen eigenen Stil haben und somit einen etwas neuen Blick auf die Welt von George Lucas werfen.

Insgesamt arbeiten sieben Animationsstudios an verschiedenen Filmen für Lucasfilm, wobei am Ende neun Kurzfilme entstehen. Die jeweiligen Studios und die Titel der Film wurden ebenfalls schon enthüllt und gestalten sich folgendermaßen:

Kamikaze Douga – The Duel
Geno Studio (Twin Engine) – Lop and Ochō
Studio Colorido (Twin Engine) – Tatooine Rhapsody
Trigger – The Twins
Trigger – The Elder
Kinema Citrus – The Village Bride
Science Saru – Akakiri
Science Saru – T0-B1
Production IG – The Ninth Jedi

Erscheinen soll Star Wars: Visions im September exklusiv bei Disney+. Einen konkreten Termin hat der Streaming-Dienst bisher allerdings noch nicht bekannt gegeben.

STAR WARS: VISIONS | SPECIAL LOOK | DISNEY+

Star Wars - Episode 9: Fan-Comic erzählt ursprüngliche Fassung des Films nach

Mit Star Wars: Episode IX – Der Aufstieg Skywalkers brachte J.J. Abrams die Skywalker-Saga zu einem Ende. Dieses Ende kam nicht bei allen Fans und Kritikern gut an. Neben Abrams Version kursiert aber auch noch eine Drehbuchfassung des ersten Autors der Geschichte, Regisseur Colin Trevorrow, schon eine ganze Weile im Netz. Seine Fassung, die den Namen Duel of the Fates tragen solle, hatte es aber aufgrund kreativer Differenzen nicht ins Kino geschafft.

Dafür wurde der erste Teil seiner Geschichte aber jetzt als Fan-Comic umgesetzt. Via Twitter veröffentlichte der Künstler Andrew Winegarner nämlich den ersten Band eines Webcomics, der Trevorrows geplantem Finale möglichst nahekommen soll. Und das Ergebnis seiner Arbeit des letzten Jahres kann sich durchaus sehen lassen.

Insgesamt plant Winegarner, die Geschichte in sieben Bänden zu erzählen. Wie er mit seinen Plänen vorankommt und wann die Fans den nächsten Comic sehen können, ließ der Künstler aber noch offen. Die durchaus positive Resonanz auf seiner Arbeit erhöht aber zumindest die Chancen, dass Winegarner sein Projekt fortsetzt. Sowohl Colin Trevorrow als auch sein damaliger Co-Autor Derek Connolly haben den Tweet bereits geliked.

Star Wars: Frühe Konzeptzeichnung von Kylo Ren veröffentlicht

Der dritte Teil der letzten Star-Wars-Trilogie ist mittlerweile mehr als ein Jahr alt. Das ein oder andere neue Detail aus der Produktion und zum Film taucht dann aber doch hin und wieder auf. Zu diesen Fundstücken gesellt sich nun eine frühe Konzeptzeichnung von Kylo Ren, die den späteren Anführer der Ersten Ordnung noch ein bisschen düsterer erscheinen lässt.

Veröffentlicht wurde das Ganze über den Twitter-Account Star Wars Facts. Offenbar gab es in der frühen Phase der Produktion eine Version von Kylo Ren, in der er als The Grave Robber (dt. Der Grabräuber) bekannt sein sollte. Diesen Titel hätte sich der junge Sith dadurch verdient, dass er mit den Überresten von Darth Vader gesehen wurde – vor allem mit dessen Helm.

Auch die Maske wäre noch eine Spur technischer und düsterer gewesen als die Variante, die die Fans schließlich im Film zu sehen bekamen. Die Konzeptzeichnung sah außerdem vor, dass Kylo Ren eine Cyborg-Hand haben sollte.

Es ist nicht die erste Konzeptzeichnung, die von Kylo Ren aufgetaucht ist. Bereits 2019 erschien eine Arbeit des Creative Art Managers von Lucasfilm Phil Szostak. Seine Version zeigt Snokes Schüler mit einer Art Halbmaske, die lediglich Mund und Nase bedeckt.

Ubisoft entwickelt ein Spiel im Universum von Star Wars

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Star Wars Logo

Heute gaben Ubisoft und Lucasfilm bekannt, zusammen an einem Spiel im Star-Wars-Universum zu arbeiten. Laut Ankündigung auf der offiziellen Star-Wars-Webseite wird das noch namenlose Spiel von Ubisoft Massive entwickelt, einem Studio in Schweden, das bereits an Titeln wie The Division 2 und The Crew arbeitete.

Erste Planungen hätten schon vor rund einem Jahr begonnen, so der Vizepräsident von Lucasfilm Games, Douglas Reilly. Er berichtet weiter von der Zusammenarbeit mit Ubisoft Massive:

„Wir wissen, wie wichtig den Fans von Star Wars die Immersion ist – das Abtauchen in die Star-Wars-Galaxie und Durchwandern von detailreichen Umgebungen. […] Es macht Spaß sich vorzustellen, was das Team bei Massive in der Star-Wars-Welt machen kann, mit ihren innovativen Geist und ihrer Hingabe zu Qualität.“

Das Spiel ist noch nicht weit genug fortgeschritten, dass über das Setting oder die Handlung Auskunft gegeben wurde. Auch ein Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt. Letztes Jahr hieß es allerdings, dass ein ebenfalls bei Ubisoft Massive in Entwicklung befindliches Spiel zu den Avatar-Filmen von James Cameron erst 2022 erscheinen werde – vor dessen Erscheinen ist wahrscheinlich nicht mit dem Star-Wars-Spiel zu rechnen. Ubisoft sah sich im übrigens letztes Jahr mehreren massiven Anschuldigungen der sexuellen Belästigung und der Ausbeutung seiner Mitarbeiter ausgesetzt, die zu vielen Veränderungen in der Organisation der Firma und seiner kreativen Führungskräfte führte.

Die heutige Ankündigung löste zudem ein wenig Überraschung aus – bisher war EA der einzige Entwickler, der Star-Wars-Spiele veröffentlichen durfte (von den Lego-Titeln mal abgesehen). Zwar waren die letzten beiden Titel, Star Wars Jedi: Fallen Order und Star Wars: Squadrons Achtungserfolge, zuvor brachte EA aber lediglich die Multiplayer-Shooter Star Wars: Battlefront und Star Wars: Battlefront II heraus. Vor allem mit letzterem Spiel zog EA große Kritik auf sich, da das System der Lootboxen als zu glücksspiellastig beschrieben wurde. Dass nun Ubisoft ein Star-Wars-Spiel entwickeln darf deutet darauf hin, dass der Exklusivvertrag zwischen Disney und EA entweder aufgelöst oder zumindest gelockert wurde.

Allerdings: Doug Reilly deutete an, dass es, neben dem Star-Wars- und dem gestern angekündigten Indiana-Jones-Projekt noch weitere Titel gäbe, die in der Entwicklung wären – und zwar bei EA. Ganz aus dem Rennen ist der Entwickler also nicht.

Die Ankündigung geht einher mit der Reaktivierung der Marke Lucasfilm Games, die ein Überbleibsel des 2013 geschlossenen Entwicklerstudios LucasArts sind. Über die Arbeit bei Lucasfilm Games berichtet Vizepräsident Douglas Reilly:

„Wir haben hier bei Lucasfilm Games eine Gruppe von Profis, die mit den Entwicklern zusammenarbeiten kann, welche die Geschichten formt, die kreativen Ideen formt, die Spiele formt, damit all dies bei den Fans funktioniert und die eine breiten Palette an Plattformen, Genres und Erfahrungen anbietet, damit alle unsere Fans an dieser Marke, die sie so gut kennen und lieben, Spaß haben können.“

LucasArts zeichneten sowohl für eine Reihe an Lizenzspielen wie das Adventure Indiana Jones and the Fate of Atlantis oder das Weltraumspiel Star Wars: X-Wing verantwortlich, als auch für eine ganze Reihe eigener Marken wie die klassischen Adventure-Titel Maniac Mansion, The Secret of Monkey Island oder Grim Fandango. Klar wird aus dem Statement von Reilly allerdings, dass die Entwicklung von Titeln nur noch durch Lucasfilm Games betreut wird und es nicht angestrebt wird, selbst wieder in die Spieleentwicklung einzusteigen.

Abschied von Jeremy Bulloch

Jeremy Bulloch, vor allem bekannt durch seine legendäre Rolle als Boba Fett in Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter, ist verstorben. Dies berichtet Daniel Logan, der diese Rolle in Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger übernommen hatte, via Instagram.

Bulloch wurde 1945 in Market Harborough, er hatte fünf Geschwister. Bereits als in der Schule übernahm er Rollen in Schulproduktionen. Seine Schauspielausbildung erhielt er an der Corona Stage Academy. Mit gerade einmal 17 Jahren war er als Hamlet zu sehen. In den Bond-Filmen James Bond 007 – Der Spion, der mich liebteJames Bond 007 – In tödlicher Mission und f spielte er Smithers, den Assistenen von Q. 

Am bekanntesten dürfte Bulloch jedoch für die Rolle des Boba Fett gewesen sein - und das obwohl die Figur nicht viel Zeit auf der Leinwand eingeräumt wurde. Bullochs Halbbruder Robert Watts, der am Set als Associate Producer tätig war, wurde mit der Aufgabe betraut, jemanden zu finden, "der in das Kostüm von Boba Fett passt". Er rief Bulloch an, der zu einer Kostümanprobe erschien. Das Anlegen das Kostüm dauerte 20 Minuten - Bulloch hatte die Rolle.

Bekannt war der Darsteller aber auch für seine Teilnahme an verschiedenen Conventions, so war er unter anderem seit dem Jahr 2000 regelmäßig bei den Star Wars Weekends mit von der Partie. Im Mai 2002 nahm die 501st Legion ihn als Ehrenmitglied auf. Im November 2009 wurde er auch offzielles Mitglied mit einem Boba-Fett-Kostüm. Im August 2018 nahm Bulloch dann offiziell Abschied von der Conventionwelt. 

Jeremy Bulloch wurde 75 Jahre alt. 

David Prowse: Darth-Vader-Darsteller verstirbt im Alter von 85 Jahren

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Boba Fett

Der britische Schauspieler David Prowse ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Das berichtet unter anderem BBC News unter Berufung auf den Prowses Agenten Thomas Bowington. Prowese erlangte vor allem durch seine Rolle als Darth Vader weltweite Berühmtheit.

Bowington zufolge sei Prowse nach kurzer Krankheit verstorben. Den Tod des Schauspielers beschreibt sein Agent als Verlust für Millionen Fans auf der ganzen Welt.

Vor allem seine Statur von etwa zwei Metern Körpergröße habe dem Briten zu seiner Rolle als Darth Vader im ersten Krieg der Sterne verholfen, wenngleich sein Gesicht niemals auf der Leinwand zu sehen oder seine Stimme in den ersten Star-Wars-Filmen zu hören war. Darth Vaders markante Stimme verdankt der Charakter im Original James Earl Jones. In Kampfszenen trat hingegen der im Jahr 2012 verstorbene Fechter Bob Anderson als Darth Vader auf.

Vor allem innerhalb von Großbritannien war Prowse auch für andere Rollen bekannt. Beispielsweise seine Darstellung als Werbefigur Green Cross Code Man oder seine Rolle in Circus der Vampire sowie seinen Auftritt in Staffel 9 von Doctor Who.

"Obwohl er berühmt dafür war, viele Monster zu spielen - für mich und alle, die Dave kannten und mit ihm arbeiteten, war er ein Held in unserem Leben"

Auf Instagram äußerte sich auch Mark Hamill zum Tod seines ehemaligen Schauspieler-Kollegen. Prowse sei ein wunderbarer Mensch und soviel mehr als Darth Vader gewesen. 

Star Wars: George Lucas wollte Darth Maul zum Hauptbösewicht in seiner Sequel-Trilogie machen

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Fast ein Jahr ist es her, dass die Sequel-Trilogie von Lucasfilm im Kino ihren Abschluss fand. Das Studio entschied sich nach dem Kauf durch Disney und dem Abschied von George Lucas, nicht auf die Ideen des Star-Wars-Schöpfers zurückzugreifen, sondern einen ganz eigenen Weg zu gehen. Lucas selbst hatte zuvor schon mit den ersten Planungen zu der abschließenden Trilogie seiner Saga begonnen, sich dann aber gegen eine Umsetzung entschieden. In einem neuen Buch gab der Produzent nun einen kleinen Einblick in seine ursprünglichen Pläne.

Für das Buch The Star Wars Archives: 1999-2005 sprach Lucas nicht nur ausführlich über die Prequel-Trilogie, sondern auch darüber, dass er geplant hatte, Darth Maul für die abschließenden drei Filme zurückzubringen. Nach dem Ende des Imperiums hätte Maul das Machtvakuum genutzt und wäre so etwas wie der Pate des Verbrechens in der Galaxie geworden. An seine Seite hätte die aus der Comic-Reihe Star Wars: Legacy bekannte Darth Talon gekämpft.

Währenddessen hätte Prinzessin Leia versucht, die Republik wieder aufzubauen, wobei sie von Luke und einer neuen Generation von Jedi unterstützt worden wäre. Die Aufgabe wäre allerdings alles andere als einfach gewesen, da die verbliebenen Sturmtruppler eine Art ISIS geformt und als Terroristen gegen Republik gekämpft hätten. Am Ende wäre Leia aber natürlich siegreich aus dem Konflikt hervorgegangen und zur Obersten Kanzlerin aufgestiegen. Lucas zufolge hätte sich Leia schließlich als die Auserwählte herausgestellt.

Dass sich Lucas am Ende entschied, seine Version nicht umzusetzen, lag nach eigenen Angaben sowohl an seiner Familie als auch am großen Zeitraum, den die Trilogie verschlungen hätte. So stand die Geburt seiner Tochter kurz bevor, während Lucas gleichzeitig von einem Zeitraum von zehn Jahren ausging, den er für die drei Filme benötigen würde. So entstand schließlich der Entschluss, Lucasfilm im Jahr 2012 an Disney zu verkaufen.

Star Wars: Leslye Headland verrät Details zur Serie bei Disney+

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Im April wurde bekannt, dass Leslye Headland als Showrunner für eine weitere Serie im Star-Wars-Universum bei Disney+ gewonnen fungieren wird. Viele Details waren anschließend nicht bekannt - die Serie soll aber eine weibliche Figur in den Mittelpunkt stellen.

In einem Interview mit Fantasic Frankey ließ Headland sich nun ein paar weitere Details entlocken.

"Ich würde sagen, dass es in einer Nische des Universums spielt und in einer Nische der Zeitlinie, von der wir nicht viel wissen. Ich verstehe, dass Star Wars so etwas wie eine Religion ist. Ich betrachte meine Serie gerne als Zeltzusammenkunft Gläubiger. Man kann vorbeikommen, wenn man das möchte. Wir werden über wirklich cooles Zeug sprechen.

Es wird ein paar Dinge geben, über die wir im Kanon noch nicht gesprochen haben. Es wird Figuren, um die man noch nichts weiß."

Zudem enthüllte Headland, dass Indiana Jones ihren Pitch an Lucasfilm für die Serie beeinflusst hat:

"Für mich geht es weniger darum, das Star-Wars-Universum filmerisch oder künstlerisch zu durchlaufen. Ich kämme mich viel mehr durch die Geographie und begebe mich buchstäblich auf eine Reise. Als wir den Pitch gemacht haben, habe ich meinen Desigener eine Indiana-Jones-Figur erschaffen lassen, die auf einer Karte mit einer gepunkteten roten Linie zeigt, wo es hingeht."

Bei dem Projekt handelt es sich um die vierte Serie im Star-Wars-Universum, die für den Streaming-Dienst Disney+ entwickelt wird. Zu The Mandalorian läuft aktuell Staffel 2, zudem sind Serien zu Rogue One und Obi-Wan Kenobi in Entwicklung.

Interview with Leslye Headland

Kritik zu Star Wars: Squadrons - Und ich flieg' wie ein X-Flügler

Zu einer Zeit, als Star-Wars-Videospiele noch nicht ausschließlich seltene Veröffentlichungen des Publishers Electronic Arts (EA) waren, gehörten die Flugsimulationen in den Raumschiffen mal zu den ganz großen Titeln am Spielehimmel. Die nach den jeweiligen Modellen benannten Spiele X-Wing und TIE Fighter sind 1993 und 1994 erschienen, doch für den Glanz der vergangenen Tage sprechen digitale Versionen und die wiederkehrende Benennung in Bestenlisten von Star-Wars-Videospielen und sogar Flugsimulatoren im Weltraum. Doch modernere Titel mit diesem Fokus existieren quasi nicht, der Markt ist aber definitiv vorhanden, wie die finanziellen Erfolge der Genre-Riesen Elite Dangerous und Star Citizen beweisen können. Trotzdem hat es viele überrascht, dass EA mit der Ankündigung von Star Wars: Squadrons den Weg eines etwas günstigeren Spin-Offs der Battlefront-Reihe gegangen ist. In den Titeln war der Kampf im Cockpit stark vereinfacht - kann Squadrons auch das Herz von Simulationsfans zurückerobern?

Im Gegensatz zum Erfolgsrezept Lichtschwert gibt es keine Action, bei der sich die Gegenspieler näher als 50 Meter kommen. Doch das Spiel nimmt sich einen Aspekt, den auch viele andere aktuelle Medien in einer weit, weit entfernten Galaxie seit einigen Jahren auffällig häufig beachten und ignoriert die Prequel-Trilogie. Damit geht es vor allem mit TIE-Fightern und X-Wings in die luftleeren Höhen - ganz klassisch Imperium gegen Rebellen-Allianz. Spieler können gegeneinander antreten oder auf beiden Seiten in der Kampagne eine - nicht großartig überraschende, aber dennoch zufriedenstellende - Geschichte erleben. Doch was das Spiel in allen Spielmodi schnell hervorragend inszeniert, ist das Gefühl, Star Wars zu erleben. Am besten lässt es sich mit der Sekunde beschreiben, in der ein Fan im Kino sitzt und eigentlich nicht von den Trailern überzeugt war, aber mit dem Beginn des Opening-Crawls und den ersten Noten der Musik wieder voll dabei ist.

Im Schatten eines Photonentorpedos

Doch bevor der Spieler Platz im Cockpit eines Raumjägers nehmen darf und mit enormer Geschwindigkeit in die unendlichen Weiten abhebt, geht es an einen Charakter-Editor. Weil die Kampagne Lust auf Imperium und Rebellen-Allianz machen soll, kann für jede Seite jeweils eine Figur aus einer kleinen Auswahl an Gesichtern, Körperformen und Stimmen erstellt werden. Das ist verwirrend, weil es mehr zu einem Rollenspiel passt und hat danach auch keine großen Auswirkungen - so wird der eigene Charakter ausschließlich mit seinem Rufzeichen angesprochen. Der Rest der Besetzung sind etwas ausgereifter und füllen den Rest der etwa zehnstündigen Handlung mit genug Emotionen, um den Spieler bei Laune zu halten. Sehr holprig wird allerdings der Einstieg. Hier greifen die Autoren in die abgenutzte EA-Trickkiste der Star-Wars-Handlungen und lassen einen imperialen Piloten zur Realisierung kommen, dass seine Fraktion womöglich eine sehr dunkle Seite hat.

SW Squadrons Dogfight

Nach dem Start erklärt ein gewisser dunkler Sith-Lord in Atemnot mit obligatorisch dilettantischer Propaganda, wie Alderaan von einer gewissen Raumstation zerlegt wurde und Flüchtlinge aufgespürt und eliminiert werden sollen. Diese verstecken sich an einem Schmugglerhafen, den das Imperium aus unbekannten Gründen relativ frei operieren lässt. Der vorgesetzte Squad-Leader wandelt damit plötzlich seine Meinung und verrät den Spieler während der Mission. All die Jahre als Veteran des Imperiums hat er von den Schandtaten des Imperiums wohl nichts mitgekriegt, anders ist der plötzliche Sinneswandel kaum zu begründen. Die Rebellen fliehen, und eine wütende Kollegin ist nicht erfreut darüber, dass ihr ehemaliger Befehlshaber unschuldige Flüchtlinge vor Folter und Tod gerettet hat.

Lord Vader, are we the baddies?

Auch Jahre später nach dem Fall des Imperators ist die imperiale Pilotin, inzwischen ein hohes Tier in den Überbleibseln der imperialen Rangordnung, immer noch wütend. Ihr abtrünniger Kollege unterstützt inzwischen die Neue Republik. Auf der Spur eines geheimen Projektes, was die Balance der Nachkriegszeit entscheidend verändern könnte, geraten die beiden ehemaligen Kollegen erneut aneinander. Der Aufhänger ist nicht sonderlich kreativ und gibt sich auch keine Mühe, besonders sein zu wollen. Das vorletzte Star-Wars-Videospiel, Battlefront 2, drehte sich ebenfalls um eine übergelaufene imperiale Agentin, in der Vergangenheit sind viele Autoren im erweiterten Universum einen ähnlichen Weg gegangen. Squadrons wird dann interessant, wenn eine Seite die Auswirkungen der zuletzt gespielten Mission einer anderen Seite zu spüren bekommt, doch das Imperium als faschistisches Regime zu durchleuchten, schafft das Spiel nicht wirklich.

Aber all diese Aspekte können eigentlich nebensächlich sein, wenn die Missionen doch ein Vehikel sein können, um den Spieler wild herumfliegen zu lassen. Und je nach Plattform klappt das hervorragend - genauer gesagt je nach Eingabegerät. Die Steuerung auf Controllern ist intuitiv und vereinfacht, lässt sich aber auf allen Plattformen in den Einstellungen je nach Geschmack umstellen. Wer sich nur auf der Couch ausbreiten und ein paar dreckige Rebellen in die Luft jagen möchte, muss nicht lange nachdenken und kann mit allerhand Schiffsmodellen loslegen. Doch auch Spieler, die mit voller Immersion am liebsten direkt im Cockpit sitzen wollen, können das Optionsmenü voll auskosten. Am besten spielt sich Squadrons nach einigen Tests mit den sogenannten Flight Sticks, die durch die Veröffentlichung des Spiels weltweit im Preis gestiegen sind.

SW Squadrons Empire

Schlecht schneidet dagegen die Maus als Joystick-Ersatz ab. In einer noch schnelleren und sensiblen Variante der Helikopterkontrollen aus GTA V ist Fingerspitzengefühl angesagt, auch wenn der Erfahrung nach die Controller einen präziseren Flug ermöglichen. Doch gut absolvierte Manöver sind in Squadrons nur die halbe Miete. Die Energie des Schiffes muss mit Ressourcen genau im Auge behalten werden, genau wie die Beschleunigung des eigenen Schiffes. Mit schnellem Knopfdruck können Ziele gewechselt und den Kameraden Befehle erteilt werden. Ein Verfolger wird so nicht nur ausmanövriert, sondern auch unerwartet in die Zange genommen, wenn der Spieler denn so entscheidet. Auch hier helfen die erweiterten Einstellungen eine passende Spielweise zu finden - damit Simulations-Veteranen und auch Neulinge passende Herausforderungen erleben können.

Fazit

Star Wars: Squadrons bringt ein Genre unerwartet in den Vordergrund, ganz ohne Schnickschnack und mit einem vergleichsweise günstigen Preis. Die Balance für Simulationsfans und neuen Spielern zu finden war sicher nicht einfach, doch welcher Angestellte bei EA den Pitch vorgetragen hat, beide Seiten mit optionalen Einstellungen bei Laune halten zu wollen, dem gehört von einer galaktischen Prinzessin eine Medaille verliehen. Die simple Idee funktioniert, Potential verschenkt hingegen die oberflächliche Kampagne. Doch eigentlich ist es auch sehr oberflächlich, in einem digitalen X-Wing-Cockpit zu sitzen und sich diebisch darüber zu freuen. Aber vielleicht hat der fiktionale Angestellte bei EA auch genau darauf gesetzt.

Star Wars: Squadrons ist für PlayStation 4, Xbox One und PC erhältlich.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© EA

Star Wars: Squadrons – Official Reveal Trailer

Offiziell bestätigt: Taika Waititi übernimmt Regie für einen Star-Wars-Film

Bereits Anfang des Jahres keimten Gerüchte auf, dass Taika Waititi (Thor: Ragnarök, JoJo Rabbit) einen neuen Star-Wars-Film inszenieren könnte. Mit dem heutigen Star Wars Day bestätigte man via starwars.com dies nun auch offiziell.

Waititi ist in dem Franchise nicht unerfahren, immerhin zeichnet er für die Regie der finalen Episode der 1. Staffel von The Mandalorian verantwortlich. Für den neuen Film wird er nicht nur auf dem Regiestuhl Platz nehmen, sondern auch mit für das Drehbuch verantwortlich sein. Ihm zur Seite steht die britische Drehbuchautorin Krysty Wilson-Cairns, die zuletzt für ihre Arbeit an 1917 eine Oscar-Nominierung erhielt und den BAFTA-Award für Outstanding British Film of the Year gewinnen konnte.

Zusätzlich kündigte man eine weitere Star-Wars-Serie für Disney+ an. Hierfür verpflichtete man Leslye Headland (Russian Doll, Bachelorette). Headland wird in Personalunion als Drehbuchautorin, Ausführende Produzentin und Showrunner tätig sein.

Weitere Details ließ Disney sich zu den Projekten bislang nicht entlocken - ein voraussichtlicher Starttermin für sowohl den Film als auch die Serie ist bis dato unbekannt. Die Planung von Disney sieht allerdings für den 16. Dezember 2022 den Kinostart für einen bislang unbetitelten Star-Wars-Film vor. Unklar ist, ob es sich dabei um den Film handeln wird, den Waititi inszenieren wird. 

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