The Orville

Deutsche TV-Premiere im Doppelpack: Kritik zu The Orville 1.01 und 1.02

Mit Spannung erwartet, nun ist es endlich soweit: The Orville feiert heute seine Deutschlandpremiere. ProSieben zeigt die hoch gelobte Sci-Fi-Hommage von Seth MacFarlane zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Zum Start gibt es direkt zwei Folgen im Doppelpack.

Prämisse

Im 25. Jahrhundert ist die Erde Teil einer Union aus mehreren Planeten mit einer fortschrittlichen, überwiegend friedlichen Bevölkerung und einer Flotte von 3000 Raumschiffen. Obwohl ein schwieriges Jahr hinter Ed Mercer (Seth MacFarlane) liegt, bekommt er das Kommando über die U.S.S. Orville, einem Mittelklasse-Raumschiff zur Erkundung fremder Galaxien, übertragen.

Die Besatzung besteht sowohl aus Menschen als auch aus Aliens. An Bord kann Mercer sich auf seinen alten Freund Gordon Malloy (Scott Grimes) verlassen. Dieser ist zwar auch wegen Fehlverhalten in der Vergangenheit in Ungnade gefallen und vom aktiven Dienst zu Bürojobs zwangsversetzt, jedoch ein legendärer Raumschiffpilot. Weniger begeistert ist Mercer davon, dass ihm als Erster Offizier mangels Alternative ausgerechnet seine Ex-Frau (Adrianne Palicki) an die Seite gestellt wird.

Unsere ausführliche Kritik zu Episode 1.01 "Alte Wunden" gab es bereits nach US-Start und ist hier nachzulesen.

Mehr Star Trek als Family Guy

Mit der zweiten Folge untermauert Seth MacFarlane noch einmal: Anders als die Vorab-Promotion von Sender Fox vermuten ließ, handelt es sich bei The Orville weniger um eine Parodie als viel mehr eine sich durchaus ernst nehmende Sci-Fi-Serie mit klar erkennbarer Star-Trek-Hommage.

Dies wird schon mit dem Vorspann deutlich, der anders als beim Piloten hier zum ersten Mal komplett zu sehen ist. Und auch der Regisseur ist kein Unbekannter: Robert Duncan McNeill war als Lieutenant Tom Paris in Star Trek: Voyager noch vor der Kamera zu sehen. So findet man sich nach einem etwas holprigen Start mit noch einigen mehr oder minder flachen Witzen schnell in einem recht klassischen Star-Trek-Szenario wieder.

Kombiniert man den englischen Originaltitel "Command Performance" mit der deutschen Übersetzung des Episodennamens "Sondervorstellung", so hat man zwei Haupthandlungsstränge miteinander verbunden: Während die unerfahrene Alara sich erst in ihrer Rolle als Kommandantin zurechtfinden muss, sehen sich Captain Ed Mercer und Erste Offizierin Kelly gezwungen eine Show zu liefern, um aus einer Gefangenschaft zu entkommen.

Keine Seth-MacFarlane-Show

Dabei bietet The Orville durchaus einige Schmunzler und Komik. Die Comedy-Elemente werden jedoch bewusst eingesetzt und die dadurch zugesprochene Freiheit genutzt. Das belebt die 90er-Nostalgie und Genre-Treue mit frischen Wind.

Denn anders als die oftmals sehr militärisch-korrekt und wahlweise düster oder utopisch daherkommenden Serien kombiniert The Orville klassisches Sci-Fi mit einer guten Portion The Office. Dadurch wirken einem die Figuren schnell vertraut und nachvollziehbar.

Angenehm ist, dass Seth MacFarlane zwar die Hauptrolle spielt, sich jedoch nicht in den Vordergrund drängt. Gleich in dieser zweiten Episode nimmt Halston Sage als Alara eine wichtige Position ein und kann die Entwicklung ihres Charakters rasch vorantreiben. Auch Adriane Palicki als Commander Kelly Grayson ist weit mehr als nur ein hübscher Sidekick.

Fazit

The Orville liefert schon mit den ersten beiden Episoden eine positive Überraschung. Ernste Themen und Drama kombiniert mit der richtigen Mischung Humor für die Leichtigkeit machen die Serie sofort liebenswert. Bereits jetzt scheinen einem die Charaktere vertraut und durch die vielen bekannten Elemente ist man schnell in der Orville-Welt angekommen. Dies macht Lust auf noch viele weitere Abenteuer mit der Crew unter Captain Mercer.

The Orville - Trailer Deutsch

Bortus Lays An Egg | Season 1 Ep. 2 | THE ORVILLE

Star Trek: Discovery - Ein Trek-Veteran wechselt zu The Orville

Heute Abend startet die erste Staffel von The Orville endlich auch im deutschen Fernsehen. Ab 20.15 Uhr liefert uns ProSieben die zwölf Episoden frei Haus.

Pünktlich dazu startete gestern in den USA die Produktion der zweiten Staffel, die im Herbst bei FOX Premiere feiern soll. Neben dem etablierten Cast und zwei Neuzugängen (Jessica Szohr, Chris Johnson) wird es auch einen prominenten Zugang im Produktions- und Autorenstab geben: Joe Menosky. Der Star-Trek-Veteran ist den meisten Fans für sein Drehbuch zur beliebten Episode "Darmok" aus Star Trek: The Next Generation bekannt. Doch war er primär viele Jahre Co-Produzent bei selbiger Serie und später auch in verschiedenen Rollen bei Star Trek: Voyager und als Autor bei Star Trek: Deep Space Nine aktiv.

Zu den von ihm geschriebenen Episoden gehören "Legacy", "The Nth Degree", "In Theory", "Time's Arrow", "The Chase", "Interface" und "Masks" für Star Trek: The Next Generation, "Dramatis Personae", "Rivals", "Distant Voices" und "Time's Orphan" aus Star Trek: Deep Space Nine sowie "Remember", "Future's End", "Distant Origin", "Scorpion", "Year of Hell", "The Killing Game", "Night", "Timeless", "Dark Frontier", "11:59", "Equinox", "Muse" und "Unimatrix Zero" aus Star Trek: Voyager. Gerade bei letzterer Serie arbeitete er viel mit Brannon Braga zusammen, der ebenfalls (und wie auch David A. Goodman und André Bormanis) an The Orville beteiligt ist und eine lange Trek-Vergangenheit hat. Bei Star Trek: Discovery gehörte Joe Menosky im ersten Jahr ebenfalls zum Autorenstab und schrieb die starke und sehr klassische Episode "Lethe".

Insgesamt war er bisher an 57 Episoden im Star-Trek-Universum als Autor beteiligt.

Nach seiner Zeit auf der Voyager tauchte Menosky etwas unter. Zwischen seinen Credits für The Dead Zone (2003) und Anonymous Rex (2004) sowie dem nächsten Job an Quattrocento (2012) liegen acht Jahre Pause. Bei Salem war er 2014-2016 dann jedoch kürzlich ebenfalls an der Seite von Brannon Braga als Produzent und Autor aktiv.

Mit Joe Menosky verliert Star Trek: Discovery einen Mann, der Star Trek versteht. BeiThe Orville hingegen darf man sich in Zukunft über sein Wissen und seine Erfahrung im Genre freuen.

The Orville startet heute Abend um 20.15 Uhr auf Pro Sieben. Den deutschen Trailer haben wir euch angefügt.

The Orville - Trailer Deutsch

The Orville

Im 25. Jahrhundert erforschen Captain Mercer und seine Crew mit der U.S.S. Orville den Weltraum.

The Orville: Jessica Szohr für Staffel 2 verpflichtet

Jessica Szohr stößt zum Cast von The Orville und übernimmt in der 2. Staffel eine Hauptrolle in der Serie. Die Darstellerin, die aus Serien wie Gossip Girl, Shameless oder Twin Peaks bekannt ist, wird in der Sci-Fi-Comdey ein neues Mitglied der Crew der Orville spielen. Genauere Details sind bisher nicht bekannt.

The Orville spielt im 25. Jahrhundert. Die Erde ist Teil einer Union aus mehreren Planeten mit einer fortschrittlichen, überwiegend friedlichen Bevölkerung und einer Flotte von 3000 Raumschiffen. Obwohl ein schwieriges Jahr hinter Ed Mercer (Seth MacFarlane) liegt, bekommt er das Kommando über die U.S.S. Orville, einem Mittelklasse-Raumschiff zur Erkundung fremder Galaxien, übertragen.

Die Besatzung besteht sowohl aus Menschen als auch aus Aliens. An Bord kann Mercer sich auf seinen alten Freund Gordon Malloy (Scott Grimes) verlassen. Dieser ist zwar auch wegen Fehlverhalten in der Vergangenheit in Ungnade gefallen und vom aktiven Dienst zu Bürojobs zwangsversetzt, ist jedoch ein legendärer Raumschiffpilot. Weniger begeistert ist Mercer davon, dass ihm als Erster Offizier mangels Alternative ausgerechnet seine Ex-Frau (Adrianne Palicki) an die Seite gestellt wird.

Nachdem die 1. Staffel von The Orville in den USA bereits gelaufen ist, steht nun bald die deutsche Free-TV-Premiere an. ProSieben zeigt die zwölf Episoden ab dem 27. Februar immer dienstags um 20.15 Uhr.

Deutsche TV-Premiere: ProSieben zeigt The Orville zur Primetime

Die Sci-Fi-Gemeinde wurde schon ungeduldig, und nun geht es doch schneller als befürchtet: Schon bald startet die deutsche Erstausstrahlung von The Orville. ProSieben zeigt Seth MacFarlanes Sci-Fi-Serie ab Ende Februar sogar zur Primetime.

The Orville spielt im 25. Jahrhundert. Die Erde ist Teil einer Union aus mehreren Planeten mit einer fortschrittlichen, überwiegend friedlichen Bevölkerung und einer Flotte von 3000 Raumschiffen. Obwohl ein schwieriges Jahr hinter Ed Mercer (Seth MacFarlane) liegt, bekommt er das Kommando über die U.S.S. Orville, einem Mittelklasse-Raumschiff zur Erkundung fremder Galaxien, übertragen.Die Besatzung besteht sowohl aus Menschen als auch aus Aliens. An Bord kann Mercer sich auf seinen alten Freund Gordon Malloy (Scott Grimes) verlassen.

Dieser ist zwar auch wegen Fehlverhalten in der Vergangenheit in Ungnade gefallen und vom aktiven Dienst zu Bürojobs zwangsversetzt, ist jedoch ein legendärer Raumschiffpilot. Weniger begeistert ist Mercer davon, dass ihm als Erster Offizier mangels Alternative ausgerechnet seine Ex-Frau (Adrianne Palicki) an die Seite gestellt wird.

In den USA startete die Serie bereits im September. Das Debut sahen noch 8,6 Millionen Zuschauer, die Quote sank allerdings auf durchschnittlich 4 Millionen. Jedoch sind die Live+7, also Zugriffe binnen einer Woche nach TV-Ausstrahlung, stark und bringen The Orville auf Platz 3 der Herbstserien. Fox ist vom Erfolg der Serie, auch was die Resonanz in den (sozialen) Medien angeht, angetan und hat frühzeitig eine zweite Staffel bestellt.

Vor Serienstart vermarktete Fox The Orville eher als Comedy/Parodie. Eine naheliegende Vermutung, denn Seth MacFarlane (Family Guy, American Dad) entwickelte nicht nur das Konzept, sondern spielt auch die Hauptrolle. Doch schon mit der Pilotepisode wird klar, dass MacFarlane nicht nur der Sinn nach Klamauk steht. Ab der ersten Szene spürt man die Liebe zum Genre Sci-Fi.

Angespornt von der positiven Resonanz stellt der Showrunner für die zweite Staffel in Aussicht, dass der Science-Fiction-Aspekt noch mehr Raum einnehmen wird:

"In vielen Belangen ist die Serie ein Experiment, vor allem den richtigen Ton zu treffen. Was wir gelernt haben ist, dass wir uns deutlich mehr Richtung Science-Fiction wagen können und nicht unbedingt auf jeder Seite des Skripts einen Witz raushauen müssen.

Die Folgen sind eine Stunde lang - wir wollen und können das Geschichtenerzählen an erster Stelle haben. Die Gags kommen, wie sie kommen, die Comedy kommt wie es gerade passt.(...)

Die Episode 'Into the Fold', in der Dr. Claire Finn mit ihren Kindern und Isaac auf einem feindlichen Planeten stranden, war sehr düster und für mich ein Texst, wie weit wir mit der Serie in Bezug auf den Science-Fiction-Aspekt gehen können. Sie lief sehr erfolgreich."

ProSieben zeigt die zwölf Episoden der ersten Staffel ab dem 27. Februar immer dienstags um 20.15 Uhr.

Für mehr Information vorab kann man unsere Kritik zur Pilotepisode oder auch unser Fazit zur ersten Staffel schon jetzt lesen.

The Orville | official trailer (2017)

The Orville: Zweite Staffel etwas länger und mit mehr Science-Fiction

Im Rahmen der Winterepressetour der Television Critics Association äußerte sich Seth MacFarlane nicht nur zu Family Guy, sondern auch seinem großen Erfolg des letzten Jahres The Orville. So stellt er nicht nur eine etwas längere Staffel in Aussicht (14 statt 12 Episoden), sondern verspricht auch noch etwas mehr den Sci-Fi-Aspekt in den Vordergrund zu stellen:

"In vielen Belangen ist die Serie ein Experiment, vor allem den richtigen Ton zu treffen. Was wir gelernt haben ist, dass wir uns deutlich mehr Richtung Science-Fiction wagen können und nicht unbedingt auf jeder Seite des Skripts einen Witz raushauen müssen. Die Folgen sind eine Stunde lang - wir wollen und können das Geschichtenerzählen an erster Stelle haben. Die Gags kommen, wie sie kommen, die Comedy kommt wie es gerade passt.(...) 
Die Episode 'Into the Fold', in der Dr. Claire Finn mit ihren Kindern und Isaac auf einem feindlichen Planeten stranden, war sehr düster und für mich ein Texst, wie weit wir mit der Serie in Bezug auf den Science-Fiction-Aspekt gehen können. Sie lief sehr erfolgreich."

The Orville spielt im 25. Jahrhundert. Die Erde ist Teil einer Union aus mehreren Planeten mit einer fortschrittlichen, überwiegend friedlichen Bevölkerung und einer Flotte von 3000 Raumschiffen. Obwohl ein schwieriges Jahr hinter Ed Mercer (Seth MacFarlane) liegt, bekommt er das Kommando über die U.S.S. Orville, einem Mittelklasse-Raumschiff zur Erkundung fremder Galaxien, übertragen.

Die Besatzung besteht sowohl aus Menschen als auch aus Aliens. An Bord kann Mercer sich auf seinen alten Freund Gordon Malloy (Scott Grimes) verlassen. Dieser ist zwar auch wegen Fehlverhalten in der Vergangenheit in Ungnade gefallen und vom aktiven Dienst zu Bürojobs zwangsversetzt, ist jedoch ein legendärer Raumschiffpilot. Weniger begeistert ist Mercer davon, dass ihm als Erster Offizier mangels Alternative ausgerechnet seine Ex-Frau (Adrianne Palicki) an die Seite gestellt wird.

Die erste Staffel startete in den USA im September 2017 bei Fox. Die zweite Staffel wird für den Herbst erwartet. Wann The Orville in Deutschland Premiere feiert, ist leider immer noch nicht bekannt. 

The Orville | official trailer (2017)

Star Trek: Discovery - Überraschende Begegnung in 1.10, Frakes vergleicht mit The Orville & hat einen Rat für Tarantino

In einem bei CBS veröffentlichten Trailer, der den Bau der Kulissen der Serie in epischer Länge zeigt, wurde ganz am Ende noch ein kurzer, rund einminütiger Trailer für die neue Episode "Despite Yourself" angehängt, die diesen Sonntag in den USA und Montag auch in Deutschland auf Netflix an den Start gehen wird. Da der Clip bisher nur in den USA abzuspielen ist, beschreiben wir euch das Relevante.

Man sieht, dass die Crew direkt nach ihrem Sprung mit dem Sporenantrieb in einem Trümmerfeld aufschlägt und Besuch von einem (offenbar) vulkanischen Schiff erhält. Doch anstatt auf den Ruf von Lorca zu antworten, eröffnet das fremde Schiff das Feuer. Viel Öl ins Feuer für Theorien, wo sich die Crew nun befinden könnte.

In einem Interview mit IndieWire äußerte sich zudem der beliebte Schauspieler Jonathan Frakes (Commander Riker) über seine Regiearbeiten an The Orville und Star Trek: Discovery und sprach damit aus, was viele Fans seit vielen Monaten denken und sagen:

"Vom Stil her ist es als Regisseur von episodischem TV deine Aufgabe, eine Serie wie The Orville aussehen zu lassen, wie Star Trek: The Next Generation. Wenn du nach Kanada gehst, um Star Trek: Discovery zu machen, wollen die Verantwortlichen, dass diese Serie das Aussehen und Gefühl der Abrams-Kinofilme rüberbringt. Viel mehr vom Kino geprägt, Arbeit mit Kränen, viel Bewegung und ungewöhnliche Blickwinkel."

Er hat jedoch keine Sorge, dass beide Serien ihre Daseinsberechtigung haben. Dass er dabei The Orville genau genommen als Star Trek bezeichnet, darf man durchaus mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehmen:

"Es gibt in den Herzen der Fans offenbar Raum für beide Arten von Star Trek."

Zum Schluss gibt es noch einen guten Rat an den potentiellen Regisseur des nächsten Trek-Kinoabenteuers, Quentin Tarantino:

"Vergiss nicht das Herz! Bevor du es isst, vergiss nicht das Herz!"

Star Trek: Discovery startet am Wochenende in die letzten sechs Episoden der ersten Staffel. Eine zweite Staffel ist beschlossene Sache. The Orville wird ab Herbst mit der zweiten Staffel zurückerwartet. Ein neuer Star-Trek-Kinofilm ist noch nicht offiziell bestätigt und wird frühstens 2020 erwartet.

STAR TREK DISCOVERY - 1x10 Despite Yourself Trailer

The Orville Staffel 1 - Eine Liebeserklärung

Ob nun The Expanse, Star Trek: Discovery oder Dark Matter - nach längerer Durststrecke gibt es für Freunde von Geschichten in und um Raumschiffe endlich wieder reichlich frischen Stoff. Doch eine Serie überraschte 2017 besonders: The Orville. Nach einem ersten Eindruck durch die Pilotepisode folgt nun ein spoilerfreier Blick auf die gerade beendete erste Staffel.

Die Mischung macht's

Seth MacFarlane wurde vor allem durch Family Guy und American Dad bekannt. Der spezielle Humor stößt auf klar geteilte Meinung - während die einen schon bei Ankündigung einer Science-Fiction-Serie von MacFarlane die Augen rollten, freuten sich andere.

Die Vermarktung von The Orville ließ im Vorlauf eher auf eine Comedy oder Parodie schließen, zeigte aber bereits mit der Pilotepisode große Liebe zum Genre. Sicherlich gibt es den ein oder anderen flachen Witz oder Gags, die bestimmt nicht jedermanns Geschmack sind - doch halten sich diese erfreulich im Hintergrund und scheinen die ernsthaften Elemente sowie emotionalen Momente erst recht zu verstärken.

Und doch ist es gerade auch der Humor, der die Serie so speziell macht. Einige Dialoge könnten so oder zumindest so ähnlich aus dem Freundeskreis stammen oder erinnern an Kommentare beim gemeinschaftlichen Gucken alter Star-Trek-Episoden, was schnell eine gewisse Nähe zu den Charakteren aufkommen lässt.

"Das ist das bessere Star Trek."

Die ständigen Vergleiche der verschiedenen Science-Fiction-Serien miteinander ist zwar naheliegend, wird aber meist keiner so wirklich gerecht.

Mit Star Trek: Discovery wollte man etwas Neues wagen und das Franchise modernisieren. The Orville ist ganz klar eine Hommage an Vergangenes und dürfte jeden ansprechen, der gerne dieses wohlige Nostalgie-Gefühl bei Erinnerung an vor allem Star Trek: The Next Generation hat - gewürzt mit einigen ordentlichen Lachern.

Gut grinsen musste ich dann aber doch, als sich zwei Episoden in ihrer Handlung in gewisser Weise ähnelten. Ohne weder die eine noch die andere Serie groß spoilern zu wollen: Zwei Besatzungsmitglieder begeben sich mit einem Tarngerät auf ein gegnerisches Schiff - was in Star Trek die Klingonen, sind bei The Orville die Krill. Und zumindest beim direkten Vergleich dieser Geschichte muss auch ich zugeben, dass The Orville es deutlich charamanter - und auch überzeugender - gelöst hat.

Kompakt erzählt

Während der Trend in Serien zu immer komplexeren Erzählweisen geht, die gleich mehrere Episoden oder gar Staffeln überspannen, ist The Orville knackig geschrieben und schließt mit jeder Folge den jeweiligen Erzählstrang ab.

In knapp 45 Minuten wird jede Woche eine neue Welt erkundet, eine andere Gefahr des Weltalls überstanden oder persönliche Konflikte gelöst. Dass dennoch recht schnell eine Bindung zu den Charakteren entsteht und im Verlauf der zwölf Episoden klare Weiterentwicklungen erkennbar sind, zeugt davon, dass die Serienschaffenden ihr Handwerk verstehen.

Hierbei nutzt man auch geschickt die Freiheiten, die man durch die Positionierung als Comedy hat. So setzt man sich mit schwierigen, gesellschaftlich relevanten Themen deutlich lockerer auseinander und trifft dennoch genug den Kern der Sache, um der Serie die nötige Tiefe zu geben.

Dies ist ebenfalls das Erfolgsrezept bei den Charakteren. Keiner - nicht einmal der von sich selbst arg überzeugte Schleim-Alien - dient rein dazu, sich über sie lustig zu machen. Jeder bekommt eine Hintergrundgeschichte und eine klar erkennbare Persönlichkeit, die auch immer mal wieder plotrelevant wird. Zudem geht man nicht den oft genommenen Weg, bei dem eigentlich komplett unqualifizierte Leute durch Zufall verantwortungsvolle Jobs übernehmen müssen, sondern lässt jeden Charakter die nötigen Fähigkeiten für seine Position haben oder gar hoch ausgebildete Top-Kandidaten sein.

Hilfreich ist dafür sicherlich auch der schauspielerisch überzeugende Cast. Neben den Hauptdarstellern Seth MacFarlane, Adrianne Palicki, Penny Johnson Jerald, Scott Grimes, Peter Macon, Halston Sage, J. Lee und Mark Jackson sind unter anderen Robert Picardo, Charlize Theron, Holland Taylor, Rob Lowe und Liam Neeson in Gastrollen zu sehen.

Fazit

Seth MacFarlane und sein Team wissen, was sie tun. Durch die klar erkennbare Liebe zum Genre und der mit Bedacht eingesetzte MacFarlane-Humor ist eine ernstzunehmende Science-Fiction-Serie entstanden, die einen sowohl laut lachen lässt und doch auch zu Gesprächen über diverse ernste Themen anregt.

So ist The Orville ein gutes Beispiel dafür, dass man auch mit altbekannten Geschichten und altmodisch wirkender Optik etwas frisches Neues schaffen kann.

Noch ist The Orville in Deutschland nicht verfügbar. Die ProSiebenSat.1-Gruppe hat sich die Rechte gesichert, aber noch nichts über eine geplante Veröffentlichung bekannt gegeben. Derweil hat Fox in den USA bereits eine zweite Staffel bestellt.

FOX’s The Orville-Intro

The Orville | official trailer (2017)

The Orville: Fox bestellt 2. Staffel der Sci-Fi-Serie

Es spricht sich rum: Seth MacFarlanes The Orville ist keine Parodie mit platten Witzen, sondern eine ernstzunehmende, äußerst unterhaltsame Science-Fiction-Serie. Fans können sich freuen - Fox hat eine zweite Staffel bestellt.

The Orville spielt im 25. Jahrhundert. Die Erde ist Teil einer Union aus mehreren Planeten mit einer fortschrittlichen, überwiegend friedlichen Bevölkerung und einer Flotte von 3000 Raumschiffen. Obwohl ein schwieriges Jahr hinter Ed Mercer (Seth MacFarlane) liegt, bekommt er das Kommando über die U.S.S. Orville, einem Mittelklasse-Raumschiff zur Erkundung fremder Galaxien, übertragen.

Die Besatzung besteht sowohl aus Menschen als auch aus Aliens. An Bord kann Mercer sich auf seinen alten Freund Gordon Malloy (Scott Grimes) verlassen. Dieser ist zwar auch wegen Fehlverhalten in der Vergangenheit in Ungnade gefallen und vom aktiven Dienst zu Bürojobs zwangsversetzt, ist jedoch ein legendärer Raumschiffpilot. Weniger begeistert ist Mercer davon, dass ihm als Erster Offizier mangels Alternative ausgerechnet seine Ex-Frau (Adrianne Palicki) an die Seite gestellt wird.

Michael Thorn, Präsident von Fox Entertainment, äußert sich begeistert in einem Statement:

"Einmal mehr hat Seth den Nerv der Zuschauer getroffen. Er hat eine Serie voll Optimismus, Drama und seinem typischen Humor geschaffen. Wir möchten ihm und dem Rest des talentierten Casts, den Produzenten und der Crew für diese unglaubliche erste Staffel danken. Wir können nicht abwarten zu sehen, wohin The Orville in der zweiten Staffel reist."

Das Debut im September sahen noch 8,6 Millionen Zuschauer, die Quote sank allerdings auf durchschnittlich 4 Millionen. Jedoch sind die Live+7, also Zugriffe binnen einer Woche nach TV-Ausstrahlung, stark und bringen The Orville auf Platz 3 der Herbstserien.

Für Deutschland sicherte sich die ProSiebenSat.1-Gruppe die Ausstrahlungsrechte. Wann und wo genau The Orville hierzulande zu sehen sein wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

The Orville: Die ProSiebenSat.1-Gruppe sicherte sich die deutschen Rechte

Die Sci-Fi-Comdey The Orville hat eine deutsche Heimat gefunden. Nachdem die Serie in den USA seit September ausgestrahlt wird, sicherte sich hierzulande die ProSiebenSat.1-Gruppe die Ausstrahlungsrechte. Wann genau The Orville in Deutschland laufen wird, ist bisher allerdings noch unbekannt. Die Pilotfolge wird zwar am kommenden Wochenende auf dem Münchner Seriencamp zu sehen sein, einen regulären Ausstrahlungstermin gibt es aber noch nicht.

Gleiches gilt auch für die Serie Ghosted. Auch hier handelt es sich um eine Parodie des Senders Fox, allerdings nimmt man sich nicht Star Trek, sondern Serien wie Akte X als Vorbild. ProSieben-Sat.1 konnte sich hier ebenfalls die Rechte sichern, hat jedoch noch keinen Termin für die Ausstrahlung angekündigt. Die Premierenfolge wird aber auch auf dem Seriencamp zu sehen sein.

Die Handlung von The Orville spielt etwa 400 Jahre in der Zukunft. Im 25. Jahrhundert ist die Erde Teil einer Union aus mehreren Planeten mit einer fortschrittlichen, überwiegend friedlichen Bevölkerung und einer Flotte von 3000 Raumschiffen. Es sind eher die Umstände als seine besondere Befähigung, die Ed Mercer zum Kapitän eines dieser Schiffe macht. Er bekommt das Kommando über die U.S.S. Orville, einem mittelklassiken Raumschiffs zur Erkundung fremder Galaxien, übertragen. Die Besatzung besteht sowohl aus Menschen als auch aus Aliens. Gemeinsam begegnen sie auf ihrer Reise allerlei Wunder und Gefahren des Weltraums, haben dabei aber auch mit den alltäglichen Problemen und Auseinandersetzungen unter Kollegen am Arbeitsplatz zu tun. Dass Mercer als erster Offizier ausgerechnet seine Ex-Frau an die Seite gestellt wird, macht die Sache nicht gerade einfacher.

Seth MacFarlane entwickelte nicht nur das Konzept, sondern übernimmt auch die Hauptrolle. An seiner Seite sind Adrianne Palicki (Agents of S.H.I.E.L.D.), Scott Grimes (Justified), Halston Sage (Crisis), J. Lee (Family Guy), Peter Macon (Shameless) und Penny Johnson Jerald (24) zu sehen.

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