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Rette die Cheerleaderin, rette die Welt! – doch leider ist diese nun von uns gegangen. Wie ihr Sprecher gegenüber ABC News bestätigte, ist die Schauspielerin, Synchronsprecherin, Sängerin, Aktivistin und Model Hayden Panettiere am Sonntag, dem 16. August, verstorben. Sie wurde nur 36 Jahre alt und verstarb dabei nur wenige Tage vor ihrem 37. Geburtstag am 21. August. Die genauen Hintergründe zu ihrem Ableben sind aktuell noch nicht bekannt.
Ihr Vater Alan Lee Panettiere bat in einer Erklärung um Privatsphäre, da ihre Familie Zeit braucht, diesen unvorstellbaren Verlust zu verarbeiten:
"Mit tiefer Trauer teilen wir den tragischen Tod unserer geliebten Hayden mit. Sie war ein unglaublich lebensfroher Mensch und eine Naturgewalt, die allen, die sie kannten – und Millionen von Zuschauern – unermessliche Liebe und Freude schenkte."
Hayden Lesley Panettiere wurde am 21. August 1989 in Palisades, einem Ortsteil der Stadt Orangetown im US-amerikanischen Bundesstaat New York, geboren. Dort besuchte sie auch die Schule, während sie von der neunten Klasse bis zur High School von Privatlehrer zu Hause unterrrichtet wurde. Der Hintergrund war dabei ihre Ausbildung mit ihrer Schauspielkarrier in einklang zu bringen. Maßgeblich verantwortlich für ihre Karriere war ihre Mutter Lesley R. Vogel, eine frühere Soap-Opera-Schauspielerin, die sie bereits im Alter von elf Monaten zu Castings brachte und so ihren Einstieg ins Schauspielgeschäft ermöglichte.
Im gleichen Alter stand Hayden erstmals für einen Werbespot für Lernspielzeug der Marke Playskool vor der Kamera. Ihre erste große Rolle folgte nur wenige Jahre später im Alter von fünf Jahren in der ABC-Seifenoper One Life to Live. Von 1996 bis 2000 verkörperte sie anschließend die Rolle der Lizzie Spaulding in der Seifenoper Guiding Light. In dieser Zeit kämpfte ihre Figur gegen Leukämie. Für ihr Engagement, die Aufmerksamkeit der Zuschauer im Tagesfernsehen auf diese Krankheit zu lenken und das nationale Bewusstsein dafür zu stärken, erhielt sie von der Leukemia & Lymphoma Society den Sonderpreis.
Ihre erste Rolle auf der großen Leinwand hatte sie 1998 in der Filmkomödie Liebe in jeder Beziehung an der Seite von Paul Rudd und Jennifer Aniston. Im selben Jahr gab sie auch ihr Synchrondebüt und sprach im Pixar-Film Das große Krabbeln die Ameise Dot, die kleine Schwester von Prinzessin Atta.
Es folgten Rollen in Filmen wie Message in a Bottle – Der Beginn einer großen Liebe, Gegen jede Regel, dem Disney-Animationsfilm Dinosaurier, Joe Jedermann und Liebe auf Umwegen. Im Direct-to-DVD-Film Girls United – Alles oder nichts, dem dritten Teil der Girls United-Reihe, verkörperte sie erstmals die Hauptrolle und schlüpfte zudem erstmals in die Rolle einer Cheerleaderin.
Kurz darauf gelang ihr mit der Mystery-Science-Fiction-Serie Heroes schließlich der große Durchbruch, in der sie die Cheerleaderin Claire Bennet verkörperte, deren Überleben eine zukünftige Katastrophe verhindert. In der Fortsetzung Heroes Reborn aus dem Jahr 2015 starb sie jedoch bei der Geburt ihrer Zwillinge Malina und Tommy, die die eigentlichen Retter der Welt sind.
Ihre zweite große Serienrolle war die der Country-Pop-Sängerin Juliette Barnes in Nashville. Für ihre Performance erhielt Panettiere großes Lob – sie sang alle Songs selbst – und wurde für etliche Auszeichnungen nominiert. 2013 gewann sie schließlich den Golden Globe als beste Nebendarstellerin.
Es folgten die Rolle der Kirby Reed in Scream 4 sowie Engagements in den beiden Fortsetzungen.
Sie war auch in Videospielen zu hören und lieh den Charakteren Kairi und Xion in der Videospielreihe Kingdom Hearts ihre Stimme. In Until Dawn sprach sie hingegen Samantha " Sam" Giddings.
Nach ihrer Beziehung mit ihrem Heroes-Co-Star Milo Ventimiglia war sie mit dem mehrfachen Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko zusammen. Nachdem sie sich im Mai 2011 getrennt hatten, nahmen sie die Beziehung zwei Jahre später wieder auf. Im Dezember 2014 kam die gemeinsame Tochter Kaya zur Welt. 2018 trennten sie sich erneut, pflegen aber weiterhin ein gutes Verhältnis. Zudem gab Panettiere das alleinige Sorgerecht an Klitschko ab, nachdem sie mit Suchtproblemen und Wochenbettdepressionen zu kämpfen gehabt hatte.
Im Mai dieses Jahres erschien mit This Is Me: A Reckoning Panettiere ihre Memoiren, in denen sie einen seltenen und intimen Einblick in ihr Leben hinter verschlossenen Türen gewährt. Sie spricht offen über Wochenbettdepressionen, Sucht und Genesung, Traumata, häusliche Gewalt und Verlust. Besonders der Tod ihres Bruders vor drei Jahren hat sie schwer getroffen.
