Kritik zu Gotham 3.19: All will be judged

SPOILER

Wie auch schon in der letzten Episode läuft in “All will be judged” sehr viel parallel ab. Die verschiedenen Handlungsstränge scheinen auch hier zunächst wieder, alle ihren eigenen Lauf zu nehmen, aber je weiter die Episode voranschreitet, desto weiter nähern sich auch die Geschichten einander an.

Newsflash Ed: I’m not dead

Es ist schwer zu sagen, welche Story am meisten Spaß gemacht hat, daher wollen wir einfach mal mit der ältesten anfangen: Cobblepot und Nygma befinden sich beide im Gewahrsam des Rats und nach einiger Keiferei wird ihnen klar, dass sie nur gemeinsam entkommen können.

Ich könnte hier jetzt auf Einzelheiten ihrer gemeinsamen Szenen eingehen, aber seien wir doch mal ehrlich: Jeder, der Gotham bis hier verfolgt hat, sollte wissen, dass es einfach ein Genuss ist, "Team Nygmobblepot” bei der Interaktion zuzusehen. Der große Showdown zwischen den beiden dürfte noch auf sich warten lassen, denn den obersten Platz der Abschussliste belegt momentan ganz prominent der Rat der Eulen.

I am judge, jury and executioner

Der Rat steht unter Zugzwang, denn Gordons Vorhaben, den Rat zu stoppen schreitet immer weiter voran. Zuletzt haben sie allerdings Captain Barnes befreit, der sich nun auf die Suche nach Gordon macht, um ihn zu verurteilen. Als Richter und Henker in Personalunion wohlgemerkt.

Die “Verhandlung”, wenn man es so nennen will, ist zwar sehr schön inszeniert und das Outfit von Barnes sieht wirklich cool aus, aber dennoch war es einfach unglaublich vorhersehbar, dass Gordon da mit heiler Haut herauskommt. Zu oft hat Barnes ihm die Klinge an den Hals gehalten, nur um sie dann doch wieder wegzuziehen, bis letztendlich Verstärkung vom GCPD eintrifft und unseren Jim aus der Patsche hilft. Besonders schade ist es daher auch, dass Barnes im Anschluss keine drei Sekunden zögert, bis er Catherine vom Rat der Eulen den Kopf abschlägt.

I am the one responsible

Sehr schön zu sehen war, dass Lee endlich aus ihrer mürrischen Phase entfleuchen kann und ihr Charakter sich weiter entwickelt. Die anfängliche Traumsequenz ist zwar noch etwas seltsam, aber nach und nach ergibt es dann doch (ein wenig) Sinn.

Auch ihre Unterhaltung mit Jervis Tetch war so interessant wie wundersam. Eigentlich hätte sie sich im Anschluss bei Jim für ihre Anschuldigungen entschuldigen müssen, jetzt wo sie doch die Wahrheit kennt, oder? Was sie aber definitiv nicht hätte tun sollen ist, sich Zugriff zu Alice Tetchs Blutprobe verschaffen und sich selbst mit dem Virus infizieren. Um es mit den Worten Harvey Bullocks zu sagen “Well, this is Gotham, right?”

In aller Kürze

Die Episode hat die Geschichte an allen Enden ein gutes Stück weiter gebracht und war dabei überraschend witzig. Es gab durch die vielen, teils unfreiwilligen Kooperationen etliche Buddy-Momente, in denen alle Figuren ihre zitierwürdigen Momente hatten. Gotham darf gerne auf ewig mit dieser Qualität weitergehen, es ist Woche für Woche ein Vergnügen, diese Serie zu schauen.

Gotham

Originaltitel: Gotham (2014)
Erstaustrahlung am 22.09.2014
Darsteller: Ben McKenzie (James Gordon), Donal Logue (Harvey Bullock), David Mazouz (Bruce Wayne), Robin Lord Taylor ( Oswald Cobblepot), Erin Richards (Barbara Kean), Sean Pertwee (Alfred Pennyworth), Camren Bicondova (Selina "Cat" Kyle), Cory Michael Smith (Edward Nygma), Jada Pinkett Smith (Fish Mooney)
Produzenten: Bruno Heller, Danny Cannon, John Stephens, Ben Edlund
Staffeln: 4+
Anzahl der Episoden: 84+


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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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