Songs aus der Konverterkammer

Horst Pukallus

Mit "Songs aus der Konverterkammer" legt der Apex Verlag eine der ersten Storysammlungen Horst Pukallus ursprünglich 985 im Ullstein Verlag publiziert neu auf. Die acht geschichten stammen aus den Jahre 1981 bis 1985. Im Mittelpunkt steht die den Titel bestimmende Novelle "Songs aus der Konverterkammer".

Horst Pukallus ist vielen vor allem als Übersetzer mit einer ganzen Reihe von Auszeichnungen bekannt. Sein literarisches Werk ist ein wenig in den Hintergrund getreten, wobei vor allem seine Soloarbeiten - er hat mit Andreas Brandhorst vier Romane verfasst, oft auch mit Ronald M. Hahn oder auch Michael Iwoleit zusammengearbeitet - von seiner stilistischen Verspieltheit bis zur Provokation der Leser gekennzeichnet sind.

 "Songs aus der Konverterkammer" ist eine heute noch zwiespältige Lektüre. Während der Inhalt ausgesprochen stringent und ideenreich konzipiert worden ist und viele der Ansätze für einen ganzen Roman gereicht hätten, wirkt Horst Pukallus Stil an vielen Stellen überambitioniert, überfrachtet und unnötig experimentell. Für eine gute und spannende Unterhaltungsgeschichte mit derartigen Wendungen durchaus in der Philip K. Dick Tradition des plötzlich isolierten Antiheldens in einer Welt, in welcher nichts "sicher" erscheint und er nicht erkennen kann, wo wirklich abschließend Feind oder auch nur Verbündeter, von Freunden gar nicht zu sprechen ist, ist es unnötig, jeden längeren Satz wie ein Fanal erscheinen zu lassen. Auch die visuellen Tricks reißen den Leser aus der stringenten Handlung heraus und zeigen ihm überdeutlich, dass er eine Fiktion liest. 

Duncan ist der Henker auf dem Mars. Er bringt die Verurteilten in die Konverterkammer außerhalb der Siedlung. Nur einmal hat sich ein Mann gewehrt. Das hat Duncan einen Arm gekostet. Jetzt wartet er auf einen neuen mechanischen Arm. Die Warteliste dieser diktatorisch regierten, irgendwie der Planwirtschaft des Sozialismus unterliegenden Kolonie ist genau lang wie die Zahl der potentiellen Stadtfeinde, die hingerichtet werden müssen. Als besondere Belohnung für seine Arbeit, als Signal für die Massen soll Duncans tausenste Hinrichtung etwas Besonderes sein. Er selbst, wobei die Argumentation des Herrschers eher konstruiert erscheint. Duncan versucht aufgrund seiner körperlichen Versehrtheit Zeit zu gewinnen, denn nur „vollständige“ Menschen dürfen in die Kammer. Ein eher platter Versuch, dem Handlungsbogen mehr Spannung zu verleihen und Duncan vor eine weitere Schwierigkeit zu stellen. Ihm wird der mit zahlreichen, später an James Bond Film erinnernden Gadgets aufgefüllte Arm eines vor vielen Jahren verschollenen Wissenschaftlers angeboten, der immer wieder versucht hat, Kontakt mit einer weiteren auf dem Mars befindlichen, aber im Konflikt zerstörten zweiten Siedlung aufzunehmen. Das „Geschenk“ könnte Duncans Tage arg begrenzen.

Dieser flieht und wird zum Opfer eines Machtkampfes in der Kolonie, da eine engelsgleiche Erscheinung in ihm das Werkzeug zieht, um wiederum den Diktator zu töten.

Philip K. Dick hat viele seiner Romane auf dieser Prämisse aufgebaut. Ein Mann wird aus seinem vertrauten Umfeld gerissen. Dabei spielt es keine Rolle, ob er mehr auf die Täter oder Opferseite von nicht selten undemokratischen politischen Systemen gehört. Die Charaktere befinden sich anschließend ständig in Bewegung. Duncan muss mit seinem mechanischen Arm wider Willen fliehen, seinen Job als Henker ist er los, in der Bevölkerung findet er als ausführender Arm der Machthaber keinen Rückhalt und eine Flucht aus der Marsstadt scheint angesichts der lebensfeindlichen Atmosphäre draußen auch schwer möglich.

Religion ist in dieser Novelle kein Heilsbringer, sondern scheint Duncan noch weiter in Gefahr zu bringen.  Vor allem beschreibt Horst Pukallus diese Erscheinung eher despektierlich als eine Art Geist, vielleicht auch eine Vision allerdings mit sehr pragmatischen Vorschlägen.

Das Ende könnte auf den ersten Blick enttäuschen. Sowohl das Geheimnis der Konverterkammer – plötzlich hat Duncan auch eine Art „Erleuchtung“ – relativiert zumindest teilweise seine Position in der Gesellschaft. Anstatt den Plot dunkel oder zynisch zu Ende zu bringen, zeigt der Autor dem Leser den Eulenspiegel und entwirft außerhalb der Diktatur eine nicht unbedingt blühende, aber lebenswerte Landschaft. Dick hätte vielleicht aus dem Vorhandenen eine Art soziales Experimentierfeld gemacht, das von denen da draußen beobachtet wird. Aber Horst Pukallus beendet die Geschichte eher mit einem schmeichelhaften Happy End auch für den Henker Duncan. Selbst hier bewegt sich der Autor ein wenig unentschlossen zwischen einer technologisch interessanten Idee und dem dunklen Fanal eines Hinrichtungsortes.

Wahrscheinlich wäre „Songs aus der Konverterkammer“ sogar ein besserer Roman gewesen. Als Novelle mit immerhin mehr als siebzig Seiten Umfang überzeugen vor allem der Auftakt und einige Szenen vor dem erklärenden Epilog. Der Mittelteil wirkt ein wenig zu gehetzt, die beklemmende Atmosphäre dieser von einer brutalen Hand regierten Stadt kommt zu wenig rüber und der verzweifelte, bis dahin blind, naiv und treue Duncan wird förmlich der Boden unter den Füßen weggestoßen. Horst Pukallus zynischer Humor dringt nur an einigen wenigen Stellen dann allerdings ausgesprochen effektiv durch. So gehört der Moment, wo sich Duncan beredt gegen den neuen Arm wehrt, um nicht schneller hingerichtet zu werden, zu den besten Sequenzen der ganzen Geschichte.  Es ist schade, dass die an guten Ideen nicht arme Novelle nicht noch mehr dieser Höhepunkte hat.    

Mit "Songs aus der Konverterkammer" legt der Apex Verlag eine der ersten Storysammlungen Horst Pukallus ursprünglich 985 im Ullstein Verlag publiziert neu auf. Die acht geschichten stammen aus den Jahre 1981 bis 1985. Im Mittelpunkt steht die den Titel bestimmende Novelle "Songs aus der Konverterkammer".

Horst Pukallus ist vielen vor allem als Übersetzer mit einer ganzen Reihe von Auszeichnungen bekannt. Sein literarisches Werk ist ein wenig in den Hintergrund getreten, wobei vor allem seine Soloarbeiten - er hat mit Andreas Brandhorst vier Romane verfasst, oft auch mit Ronald M. Hahn oder auch Michael Iwoleit zusammengearbeitet - von seiner stilistischen Verspieltheit bis zur Provokation der Leser gekennzeichnet sind.

 "Songs aus der Konverterkammer" ist eine heute noch zwiespältige Lektüre. Während der Inhalt ausgesprochen stringent und ideenreich konzipiert worden ist und viele der Ansätze für einen ganzen Roman gereicht hätten, wirkt Horst Pukallus Stil an vielen Stellen überambitioniert, überfrachtet und unnötig experimentell. Für eine gute und spannende Unterhaltungsgeschichte mit derartigen Wendungen durchaus in der Philip K. Dick Tradition des plötzlich isolierten Antiheldens in einer Welt, in welcher nichts "sicher" erscheint und er nicht erkennen kann, wo wirklich abschließend Feind oder auch nur Verbündeter, von Freunden gar nicht zu sprechen ist, ist es unnötig, jeden längeren Satz wie ein Fanal erscheinen zu lassen. Auch die visuellen Tricks reißen den Leser aus der stringenten Handlung heraus und zeigen ihm überdeutlich, dass er eine Fiktion liest. 

Duncan ist der Henker auf dem Mars. Er bringt die Verurteilten in die Konverterkammer außerhalb der Siedlung. Nur einmal hat sich ein Mann gewehrt. Das hat Duncan einen Arm gekostet. Jetzt wartet er auf einen neuen mechanischen Arm. Die Warteliste dieser diktatorisch regierten, irgendwie der Planwirtschaft des Sozialismus unterliegenden Kolonie ist genau lang wie die Zahl der potentiellen Stadtfeinde, die hingerichtet werden müssen. Als besondere Belohnung für seine Arbeit, als Signal für die Massen soll Duncans tausenste Hinrichtung etwas Besonderes sein. Er selbst, wobei die Argumentation des Herrschers eher konstruiert erscheint. Duncan versucht aufgrund seiner körperlichen Versehrtheit Zeit zu gewinnen, denn nur „vollständige“ Menschen dürfen in die Kammer. Ein eher platter Versuch, dem Handlungsbogen mehr Spannung zu verleihen und Duncan vor eine weitere Schwierigkeit zu stellen. Ihm wird der mit zahlreichen, später an James Bond Film erinnernden Gadgets aufgefüllte Arm eines vor vielen Jahren verschollenen Wissenschaftlers angeboten, der immer wieder versucht hat, Kontakt mit einer weiteren auf dem Mars befindlichen, aber im Konflikt zerstörten zweiten Siedlung aufzunehmen. Das „Geschenk“ könnte Duncans Tage arg begrenzen.

Dieser flieht und wird zum Opfer eines Machtkampfes in der Kolonie, da eine engelsgleiche Erscheinung in ihm das Werkzeug sieht, um wiederum den Diktator zu töten.  Und das ist das Letzte, was Duncan machen möchte.

Philip K. Dick hat viele seiner Romane auf dieser Prämisse aufgebaut. Ein Mann wird aus seinem vertrauten Umfeld gerissen. Dabei spielt es keine Rolle, ob er mehr auf die Täter oder Opferseite von nicht selten undemokratischen politischen Systemen gehört. Die Charaktere befinden sich anschließend ständig in Bewegung. Duncan muss mit seinem mechanischen Arm wider Willen fliehen, seinen Job als Henker ist er los, in der Bevölkerung findet er als ausführender Arm der Machthaber keinen Rückhalt und eine Flucht aus der Marsstadt scheint angesichts der lebensfeindlichen Atmosphäre draußen auch schwer möglich.

Religion ist in dieser Novelle kein Heilsbringer, sondern scheint Duncan noch weiter in Gefahr zu bringen.  Vor allem beschreibt Horst Pukallus diese Erscheinung eher despektierlich als eine Art Geist, vielleicht auch eine Vision allerdings mit sehr pragmatischen Vorschlägen.

Das Ende könnte auf den ersten Blick enttäuschen. Das Geheimnis der Konverterkammer – plötzlich hat Duncan auch eine Art „Erleuchtung“ – relativiert zumindest teilweise seine Position in der Gesellschaft. Anstatt den Plot dunkel oder zynisch zu Ende zu bringen, zeigt der Autor dem Leser den Eulenspiegel und entwirft außerhalb der Diktatur eine nicht unbedingt blühende, aber lebenswerte Landschaft. Dick hätte vielleicht aus dem Vorhandenen eine Art soziales Experimentierfeld gemacht, das von denen da draußen beobachtet wird. Aber Horst Pukallus beendet die Geschichte eher mit einem schmeichelhaften Happy End auch für den Henker Duncan. Selbst hier bewegt sich der Autor ein wenig unentschlossen zwischen einer technologisch interessanten Idee und dem dunklen Fanal eines Hinrichtungsortes.

Wahrscheinlich wäre „Songs aus der Konverterkammer“ sogar ein besserer Roman gewesen. Als Novelle mit immerhin mehr als siebzig Seiten Umfang überzeugen vor allem der Auftakt und einige Szenen vor dem erklärenden Epilog. Der Mittelteil wirkt ein wenig zu gehetzt, die beklemmende Atmosphäre dieser von einer brutalen Hand regierten Stadt kommt zu wenig rüber und der verzweifelte, bis dahin blind, naiv und treue Duncan wird förmlich der Boden unter den Füßen weggestoßen. Horst Pukallus zynischer Humor dringt nur an einigen wenigen Stellen dann allerdings ausgesprochen effektiv durch. So gehört der Moment, wo sich Duncan beredt gegen den neuen Arm wehrt, um nicht schneller hingerichtet zu werden, zu den besten Sequenzen der ganzen Geschichte.  Es ist schade, dass die an guten Ideen nicht arme Novelle nicht noch mehr dieser Höhepunkte hat.    

Die sieben kürzeren Texten decken das ganze Spektrum von einer stringenten Science Fiction Abenteuergeschichte bis zu den Persiflagen ab, die vor allem auch der namentlich erwähnte Ronald M. Hahn in kürzerer und längerer Form nicht immer wirklich belustigend oder gut geschrieben hat.

 Die frühste Geschichte „Die Opferhöhle“ zeigt Horst Pukallus Fähigkeit, einen Plot dicht und spannend, aber durch den Hintergrund auch nachdenklich stimmend zu erzählen. Zwei Forscher sind in einer Höhle unter der Oberfläche des Jupitermondes IO gestrandet. Der Rückweg ist beschwerlich. Die beiden Männer kommen auch nicht sonderlich gut miteinander aus. Im Verlaufe der Handlung erfährt der Leser, dass es in dieser Zukunft möglich ist, eine Bestrafung selbst für Kapitalverbrechen zu entkommen, wenn man sich für die Raumfahrt meldet. Am Ende steht einer der Männer vor einer schweren Entscheidung, die noch schwieriger wird, weil sein „Partner“ ist unsympathischer, wehleidiger Neurotiker und gleichzeitig auch Mörder ist. Es sind diese charakterlichen Nuancen, welche den interessanten Plot aus der Masse vergleichbarer Pulpgeschichten deutlich heraushebt.

 Horst Pukallus muss der Text auch sehr gut gefallen haben. Die Kurzgeschichte bildet Wort für Wort das erste Kapitel seines Romans „Krisenzentrum Dschinnistan“, der ebenfalls 1985 im ULLSTEIN Verlag publiziert worden ist.

 „Den Sternen so nah“ überzeugt mit der guten Grundidee, allerdings kann sich Pukallus einen kleinen „Scherz“ am Ende mit einer Biographie des Chronisten nicht verkneifen, welcher den dunklen und interessanten nachdenklich stimmenden Inhalt seiner Geschichte negiert. In einer Welt, in welcher Menschen ohne Probleme mehr als einhundertzwanzig Jahre alt werden, findet der Chronist einen Hinweis auf eine junge Frau, die mit achtundzwanzig Jahren gestorben ist. Er sucht ihre Geschichte und findet sie als Teilnehmerin eines soziologischen Experiments, dessen Auswirkungen weit über die ursprüngliche Planung hinaus für Wellen der Empörung gesorgt hat. Der Plot ist gut und zeitlos aufgebaut, das zynische Ende vor allem auch in der heutigen Zeit sehr aktuell. Nur ist es schwer zu glauben, dass der Chronist nicht ohne sich weit von einer Bibliothek weg zu bewegen viele Daten mit einfacher Suchrecherche gefunden hätte. Auch wenn es Anfang der achtziger Jahre weder das Internet  noch google gegeben hat, zeigt ausgerechnet der abschließende Kasten, das unwichtige Informationen Zuhauf irgendwo archiviert werden.

 Horst Pukallus spielt gerne mit klassischen Themen der Science Fiction. Die Idee des Schläfers, der in der Zukunft ein unglaublicher reicher Mann sein wird, ergänzt er in „Dass ich die große Kluft der Zeit durchschlafe“ abschließend um eine weitere, aber sehr pragmatische Facette. Sie steht am Ende einer sehr kompakten Geschichte, die sich als Kammerspiel auf den exzentrischen wie arroganten Protagonisten und seine beiden Begleiter konzentriert.

 Noch nicht ganz Satire, aber zumindest eine Abrechnung mit dem eher katholischen Glauben ist „Preiset, Gestirne des Himmels, den Herrn“. Clifford D. Simak hat sich in einigen seiner späteren Romane mit dem Thema „Glaube“ in einer galaxisweiten Gesellschaft auseinandergesetzt. Horst Pukallus zeigt eher die Anfänge mit dem Domprobst der ersten Satellitenkathedrale. Der Leser ist dem einfältigen, beeindruckten Charaktere einen Schritt voraus und sieht das Potential deutlich früher. Aber der Autor geht noch einen Schritt weiter, in dem er Interstellarer denkt. Ob die Kirche aber einer derartigen Herausforderung auf der Erde widerstehen kann, steht auf einem anderen Blatt. Der Autor trifft aber das Sendungsbewusstsein der Kirche sehr genau, wobei Protz/ Prunk natürlich zur Lobpreisung Gottes relativiert werden.     

 „Tod und Nacht, Nacht und Tod“ ist eine ungewöhnliche Geschichte. Vor einer Art Alexandre Dumas Hintergrund beschreibt der Autor stilistisch exzentrisch überzogen die Abenteuer eines Mannes, der anscheinend Zugang zu einem Langlebigkeitsmittel hat. Immer wieder muss er sich dank seiner kämpferischen Fähigkeiten und seiner Intelligenz aus brenzligen Situationen retten. Die Geschichte hat ohne eine tiefer gehende Tragik eine Art „Highlander“ Flair, wobei der Text ohne offensichtliche Science Fiction Elemente auskommt. 

 Die Satire sowie die Persiflage gehören auch zu Horst Pukallus Erzählspektrum. „Die Vereinigten Staaten nach der Reaganeration“ soll die reaktionäre, im Grunde auch egoistische Entwicklung der USA nach Reagan zu einem Staat zeigen, der sich aus der Weltpolitik nicht nur verabschiedet hat, sondern durch Protektion und Isolation sich auf die eigenen „Probleme“ konzentriert und daran nur scheitern kann. Einige Züge dieser von Pukallus extrapolierten möglichen extremst konservativen Politik lassen sich auch im Handeln eines gegenwärtigen Politikers erkennen. Dagegen ist die letzte Story „In Abu Abaidas Diensten“ aus dem Jahr 1985 eine der angesprochenen Persiflagen. Sie kann in einem engen Zusammenhang mit Horst Pukallus Nachwort zu „Inmitten der großen Leere“ angesehen werden. Es würde niemanden überraschen, wenn Ronald M. Hahn aus dem literarischen Ei gesprungen wäre. Der Text wirkt wie eine überdrehte Hommage an die Münchhausgeschichten Karl Mays. Der Ich- Erzähler und Science Fiction Fan/ Autor in spe will sich wieder in Richtung Heimat begeben. Ohne Geld ist der Weg beschwerlich und mit mehr oder minder exzentrischer harter Arbeit verbunden. Das er einem reichen wie dummen Araber immerhin einen Paratronschirm gebaut hat, ist es der vielen kleinen Anspielungen. Der Plot pendelt zwischen Satire und Farce hin und her, ist nicht immer wirklich witzig, aber unterhält trotzdem ausgesprochen gut bis zum feurigen Ende.       

 „Songs aus der Konverterkammer“ ist auch heute noch eine interessante Lektüre. Nicht alle der Texte funktionieren wirklich gut. Nicht selten versucht Horst Pukallus den Mantel des klassischen Erzählers abzustreifen und versucht mittel intellektueller stilistischer Spielereien der Form mehr Gewicht zu geben als dem Inhalt. Bei einigen Texten ist es störend, da die Plots auch ohne diese Anhängsel sehr gut funktionieren. Alleine die Titelnovelle zerfällt gegen Ende unnötig und zu vieles relativierend plottechnisch zu sehr in dann wieder an die Klischees des Genres erinnernde Einzelteile, es wäre sinnvoller gewesen, den paranoiden und vielschichtigen Auftakt zu einem konsequenteren Ende zu führen. Wer aber den Übersetzer Horst Pukallus als Autor kennen lernen möchte, findet mit dieser Anthologie einen guten roten Faden. 

 

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(Apex-Verlag - 2016)

Erzählungen

ISBN: 978-3-7396-4872-9

Apex Verlag E Book

ca 200 Seiten

Illustriertes E-Book - 200 Seiten