Hörspiel

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers – Hörspiel erscheint im April

Das Hörspiellabel Folgenreich kündigt die Adaption des letzten Star-Wars-Kinofilm an. Das Hörspiel zu Der Aufstieg Skywalkers soll am 17. April erscheinen und eine Laufzeit von ungefähr 76 Minuten haben.

Die Umsetzung entstand wieder in Zusammenarbeit von Lucasfilm Ltd. und Walt Disney Records. So sind in dem Hörspiel die bekannten deutschen Synchronstimmen und der Originalsoundtrack zu hören.

Als Erzähler führt Joachim Kerzel, Synchronstimme von Jack Nicholson und Dustin Hoffman, durch die Geschichte. Der Sprecher war bereits in den Hörspielen zu Star Wars Episode I bis VIII sowie in Rogue One: A Star Wars Story und Solo: A Star Wars Story mit dabei.

Folgenreich hat damit alle Star-Wars-Filme adaptiert. Zudem gibt es Hörspiele zu der Serie Star Wars: The Clone Wars  sowie zu den beiden die Star-Wars-Romanen Labyrinth des Bösen und Dark Lord: Der Aufstieg des Darth Vader von James Luceno, die mittlerweile nicht mehr zum Kanon gehören. Ob es in Zukunft weitere Star-Wars-Hörspiele geben wird, zum Beispiel zur Serie The Mandalorian, ist noch nicht bekannt.

Hörmich 2020: Hörspielmesse findet dieses Jahr virtuell statt

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Hörmich

Die Hörspielmesse Hörmich fand ab 2013 meist im Spätsommer in Hannover statt. Es gab auf der Bühne interessante Talk-Runden, viele Vorstellungen neuer Produkte und unterhaltsame Live-Hörspiele. Darüber hinaus konnte man bei den Ausstellern aktuelle Neuheiten kaufen oder bei den vielen Händlern längst verschollen geglaubte Hörspielkassetten entdecken.

Dieses Jahr wird es das Treffen in dieser Form nicht mehr geben. Eine Absage stand schon Anfang des Jahres, lange vor der derzeitigen Corona-Epedemie, im Raum. Nun haben die Macher entschieden, die Messe virtuell fortzusetzen. Auf ihrer Facebook-Seite und ihrem You-Tube-Kanal werden ab 21. März um 18 Uhr unterschiedlichen Beiträge, rund um das Thema Hörspiel zu sehen beziehungsweise zu hören sein.

Ein genaues Programm gibt es bisher nicht. Geplant sind Videos, Lesungen, Hörspiele und Talk-Runden, sodass jeder Besucher der virtuellen Messe sich das Passende für sich raus suchen kann. Mit unterschiedlichen Beiträgen werden sich Hörspiel-Labels, Produzenten und Sprecher beteiligen, welche für die einzelnen Inhalte selbst verantwortlich sind. Die virtuelle Hörmich 2020 soll über mehrere Tage und Wochen laufen.

Sternenvogel: Hörspiel über ein unbekanntes Flugobjekt

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Hörspiel Headergrafik

Die Vorlage zum Hörspiel Sternenvogel verfasste der amerikanische Science-Fiction-Schriftsteller Nelson Bond. Seine Geschichte adaptierte Andreas Weber-Schäfer 1986 fürs Radio. Der Regisseur kannte sich mit phantastischen Stoffen aus. Er inszenierte schon Hörspiele nach Romanen von Gustav Meyrink, H. P. Lovecraft, Isaac Asimov und Philip K. Dick.

Als Wissenschaftler ein unbekanntes Flugobjekt im Weltall entdecken, glauben sie zunächst nicht, was sie dort sehen. Aber die rhythmischen Flugbewegungen lassen keinen anderen Schluss zu: Ein riesiger Vogel fliegt auf die Erde zu. Ein Journalist, welcher die Geschichte recherchieren und dokumentieren soll, bereitet die Aufzeichnung der vielleicht letzten Radiosendung der Weltgeschichte vor.

Bei seinen Nachforschungen stößt der Reporter auf viele alte Legenden und Mythen, in denen ein gigantischer Vogel eine Rolle spielt. Es gibt die russische Erzählung vom Feuervogel, den Phönix der Griechen und die orientalische Legende vom Vogelgott Abraxas. Niemand kann sich erklären, was der Vogel im Kosmos vor hat. Ist er auf dem Weg zu seinem Planeten-Gelege? Oder ist die Wahrheit doch in den unterschiedlichen Märchenerzählungen zu finden und das Ende der Welt steht bevor.

WDR 3 strahlt das Hörspiel Sternenvogel am Samstag, den 14. März von 19.04 bis 20 Uhr aus. Der Sender WDR 5 wiederholt Sternenvogel am 15. März 17.04 von 18 Uhr.

Sandman: Audible produziert Hörspiel zu Neil Gaimans Comicserie

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Morpheus in schwarz-weiß

Neil Gaimans dürfte durch seine verfilmten Romane American Gods, Stardust oder Good Omens einem breiteren Publikum bekannt sein. Seinen internationalen Durchbruch hatte der Autor aber mit der Comicserie Sandman. Während Netflix aktuell an einer Serienadaption arbeitet, soll die Geschichte nun von Audible zudem als Hörspiel umgesetzt werden.

Geschrieben werden die Hörspiele von Dirk Maggs, der für die BBC schon die Batman-Comics Knightfall und The Lazarus Syndrome adaptierte. Gaiman, der an dem Projekt als Produzent beteiligt ist, erklärte, dass es früher schon Pläne für eine Hörspielversion der Comics gegeben hätte.

"Vor fast 30 Jahren wandte sich Dirk Maggs an DC, um The Sandman als Hörspiel heraus zu bringen. Ich bin froh, dass es nicht klappte, weil wir uns gerade in einem goldenen Zeitalter des Hörspiels befinden und Dirk und ich viel besser in dem sind, was wir tun. Dies ist eine umfassende Hörspiel-Adaption der Sandman-Graphic-Novels, brillant hergestellt von Dirk Maggs, mit einer All-Star-Besetzung."

Sandman drehte sich um Morpheus, den König der Traumwelt, der nach langer Gefangenschaft in sein zerfallenes Reich zurückkehrte. Zwischen 1988 und 1996 wurden 75 Hefte der Comicserie Sandman veröffentlicht. Seitdem erschienen immer mal wieder Fortsetzungen und Ergänzungsbände aus der Feder von Neil Gaiman.

Außerdem gab es Comicableger, die sich mit Nebenfiguren der Ursprungsreihe beschäftigten. Zuletzt brachte das mittlerweile eingestellt DC- Label Vertigo die vier neuen Sandman-Universe-Serien The Dreaming, The House of Whispers, Lucifer und Books of Magic heraus.

Audibles Sandman-Hörspiele soll diesen Sommer erscheinen. Eine deutsche Version ist auch in Planung.

Midnight Tales: Kritik zur düsteren Hörspielserie von Christoph Piasecki

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Midnight Tales

Midnight Tales ist eine Anthologieserie, in der unterschiedliche Geschichten aus den Bereichen Horror, Thriller, Dystopie, und Science-Fiction erzählt werden. Verantwortlich für die Reihe ist der Produzent und Regisseur Christoph Piasecki, der im vergangenen November die Hörspielserie The Lovecraft 5 inszenierte.

Bei seiner neuen Serie arbeitet er unter anderem erneut mit der Autorin Julie Hoverson zusammen. Zum Auftakt haben die beiden sich wieder eine Geschichte von H.P. Lovecraft herausgesucht. "Eiskalt" basiert auf der Kurzgeschichte Kühle Luft, welche Hoverson in die Moderne versetzt.

Im Mittelpunkt ihrer Hörspielversion steht eine junge Frau, welche von zwei Polizisten zum seltsamen Verschwinden des exzentrischen Rockstars Simon Strong verhört wird. Amber ist die letzte, welche Strong in seiner stets eisgekühlten Wohnung begegnet ist. Trotz der Verhörsituation mangelt es dieser Adaption an der Originalität, welche Piasecki und Hoverson mit ihrer Serie The Lovecraft 5 erreichten.

Aber die Reihe ist, wie die weiteren Folgen zeigen, komplett anders ausgerichtet und sehr weit von der doch gemütlichen Grundstimmung der Erzählrunde der fünf Freunde in der Lovecraft-Serie entfernt. "Eiskalt" lebt von der Sprecherin Rieke Werner (Synchronstimme von Kiernan Shipka), die als Amber scheinbar mühelos zwischen Witz, Aufsässigkeit, Trauer und Angst hin und her wechselt.

"Doch in Wirklichkeit wissen Sie nichts!"

Auch die Inhaltsangaben der zweiten und vierten Folgen lesen sich wie typische Horrorgeschichten. "Das Loch in den Dielen" spielt 1912 in England. Der Wissenschaftler James Wallace besucht zusammen mit seiner Frau Anna seinen alten Professor. Doch die beiden finden das Haus des Gelehrten verlassen vor. In einer Nachricht, welche er dem Ehepaar hinterlassen hat, lädt er die beiden ein, in seinem Haus zu warten, warnt sie aber vor einem seltsamen Loch in den Dielen. Handel es sich bei der Öffnung wirklich um eine Verbindung in eine andere bedrohliche Welt?

Auch "Spurlos" schildert zunächst eine klassische Ausgangslage. 1953 verschwindet in einer Kleinstadt in Utah ein Junge. Die Eltern, die sich mit einem Nachbarn auf die Suche nach ihrem Kind begeben, stoßen während ihrer Erkundungen auf weitere seltsame Vorfälle. Wie schon in "Das Loch in den Dielen" entwickelt sich auch in "Spurlos" nicht alles so, wie es der erfahrene Hörer zu Beginn vermutet. Beide Geschichten enthalten noch interessante Wendungen, welche das Geschehen rückwirkend anders darstellen.

Anders verhält es sich in der dritten Folge. Einen kleinen Twist gibt es auch am Ende von "Futterneid". Dieser ist aber nicht so entscheidend für die Handlung, denn es handelt sich bei dem Hörspiel um eine geradlinig erzählte Dystopie. Nach einem Atomkrieg gibt es in den verbliebenen Großstädten zu wenig zu essen. Wer nicht arbeitet, erhält keine Nahrung und das größte Verbrechen in dieser kaputten Welt ist der Diebstahl von Essensrationen. Dieses Hörspiel braucht keine extravagante Erzählweise, es vermittelt auch so gut, zu welchen Grausamkeiten eine Gesellschaft fähig ist, die Hunger leidet – das recht brutale Ende, wäre dazu gar nicht nötig gewesen.

Genau wie "Futterneid" ist auch die fünfte Episode von Midnight Tales nichts für zart besaitet Hörer. In "Die Box" geht es um eine unmenschliche Game-Show, in welcher die vom Publikum erwählten Kandidaten in einer Kiste immer stärkeren Stromstößen ausgesetzt werden. "Die Box" ist die beste der bisherigen Folgen der Reihe, was nicht so sehr an der Geschichte liegt, sondern daran, wie sie erzählt wird.

Im Mittelpunkt des Hörspiels stehen nicht die Teilnehmer oder die Macher der Reality-TV-Sendung, sondern die Zuschauer. Wie sie verfolgt auch der Hörer in verschiedenen Ausschnitten die Show über mehrere Wochen bis zum Finale. Dabei springt man zwischen verschiedenen Gruppen hin und her, welche die Show kommentieren oder rechtfertigen, warum sie sich die Folter der Kandidaten anschauen. So wird "Die Box" zu einer grausamen Medienkritik – welche auch den Hörer der Geschichte indirekt mit einbezieht.

"Das klingt so fantastisch, wie in einem Science-Fiction-Roman."

Nicht nur Rieke Werner liefert als Sprecherin eine exzellente Vorstellung ab. Insgesamt haben die Macher der Reihe bei der Wahl der Sprecher ein gutes Gespür bewiesen. Als eine Art Gastgeber führt Peter Flechtner (Synchronstimme von Matthew Fox) durch die unterschiedlichen Folgen.

In den fünf Hörspielen wirken des Weiteren Martin Keßler (Synchronstimme von Vin Diesel), Sandra Schwittau (Synchronstimme von Hilary Swank), Konrad Bösher (Synchronstimme von Jesse Eisenberg), Gabrielle Pietermann (Synchronstimme von Emma Watson), Dirk Hardegen (Der letzte Tag der Schöpfung), Michael Pan (Synchronstimme von Brent Spiner) und Joachim Tennstedt (Synchronstimme von Michael Keaton) mit. Auch kleinere Nebenrollen wurden mit sehr bekannten Sprechern wie Dietmar Wunder (Synchronsprecher von Adam Sandler sowie aktueller Sprecher von John Sinclair) und Santiago Ziesmer (Synchronstimme von Steve Buscemi und Sponge Bob) besetzt.

Die Vorbilder der Serie sind klar zu erkennen: "Die Box" hätte vom Konzept und Umsetzung auch gut eine Episode von Black Mirror sein können. Andere Folgen passen eher zu Twilight Zone oder Geschichten aus der Gruft. Den Hörer wird ein wilder Mix geboten. So weiß man nie, in welchem Genre man im nächsten Hörspiel landet und ob sich dieses bis zum noch Ende nicht doch noch einmal ändert.

Die einzelnen Folgen besitzen eine Länge zwischen 35 und 42 Minuten. Lang genug, um alles Wesentliche zu erzählen und kurz genug, um keine Langweile aufkommen lassen. Der Hörer wird, nach kurzen einleitenden Worten des Erzählers, mitten ins Geschehen geworfen. Mal befindet man sich bereits mitten im Polizeiverhör, mal auf einer Farm in den USA der 50er Jahre oder es erklingt Werbung für eine merkwürdige Reality-Show.

"Ich bekomme allmählich Angst."

Auch wenn die neuen Reihe Midnight Tales heißt, sind die Hörspiele nur bedingt dafür geeignet, sie abends vor dem Einschlafen zu hören. Einige Folgen schildern brutale und verstörende Weltentwürfe und ein wirklich fröhliches Ende besitzt keine der Geschichten. Die Reihe bietet also keine gemütlichen Horrorhörspiele, in denen das Unheimliche seinen Auftritt hat, am Ende die Welt aber gerettet wird. Midnight Tales zerstörte die bekannte Ordnung und lässt den Hörer dann allein im Chaos zurück.

Wer die Radiohörspiele von Bodo Traber oder Martin Heindel mag, sollte der Reihe eine Chance geben. Wer bei allem Grauen und Schrecken nicht auf ein gewisses Maß an Optimismus verzichten will, ist bei den Reihen Geister-Schocker, Dreamland-Grusel oder Der Gruselserie besser aufgehoben.

Ab dem 6. März sind die ersten fünf Midnight-Tales-Folgen digital in allen gängigen Download-Shops und Portalen verfügbar. Knapp einen Monat später, am 3. April, sind dort die Episoden "Die endlose Nacht", "Morbide Rosen" und "Mehr Sein als Schein" zu finden. Weitere Hörspiele werden anschließend jeweils am 1. Freitag eines Monats um Mitternacht veröffentlicht.

Fazit

Midnight Tales ist unkonventionell, stellenweise brutal und sicher nicht jedermanns Sache. Wer sich auf die Hörspiele einlässt, bekommt aber sehr gute und abwechslungsreiche Unterhaltung geboten – welche man sicher nicht nach fünf Minuten schon wieder vergessen hat. Die Bandbreite reicht von modernen Lovecraft-Adaptionen bis zu experimenteller Medienkritik. Viele der Sprecher kennt man als Synchronstimme verschiedener Hollywood-Stars. Ihnen gelingt es mühelos, den düsteren Geschichten Leben einzuhauchen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Contendo Media

Neue Hörspielserie - Teaser 1

Der Horla: Gruselhörspiel nach Guy de Maupassant

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Der französische Schriftsteller Guy de Maupassant schrieb einmal "Wenn wir lange allein sind, bevölkern wir die Leere mit Gespenstern." Seine Geschichte Der Horla aus dem Jahr 1887 basiert genau auf dieser Prämisse.

Ein namenloser Dichter wird seit mehreren Tagen von Fieber und generellem Unwohlsein geplagt. Die Tatsache beunruhigt ihn, da er die Ursache nicht kennt. Als sein Gesundheitszustand sich immer weiter verschlechtert, wächst seine Angst und er beginnt Vorkehrungen für seine eigene Sicherheit zu treffen.

Denn der Dichter meint, er ist nicht allein. In seiner Wohnung schleicht ein unsichtbares Wesen herum, welches ihn quält. Als Beweise dienen ihm eine Wasserkaraffe, welche über Nacht leer getrunken ist. Die Seiten eines Buches blättern sich scheinbar wie von selbst um und der Dichter kann sein Abbild im Spiegel nicht mehr sehen, weil sich etwas dazwischen schiebt.

Seine Bemühungen, diese Beobachtungen als durch seine Einsamkeit hervorgerufen Sinnestäuschung abzutun, scheitern. Das unsichtbare Wesen scheint dem Dichter durch hypothetische Kräfte seinen Willen aufzuzwingen und ihm jegliche Lebenskraft auszusaugen.

Der Horla wurde 2001 von der Regisseurin Gerda Zschiedrich als Hörspiel adaptiert. In der Hauptrolle ist Horst Hiemer (Schlaraffenland) zu hören. Deutschlandfunk sendet das Hörspiel am Samstag, den 29. Februar um 0.05 Uhr.

Doppelmord in der Rue Morgue: Hörspiel nach einer Geschichte von Edgar Allan Poe

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1841 ließ der Schriftsteller Edgar Allan Poe erstmals den Detektiv Auguste Dupin in Der Doppelmord in der Rue Morgue ermitteln. Dupin besitzt heute vielleicht nicht mehr den Bekanntheitsgrad wie sein britischer Kollege Sherlock Holmes, war aber einer der ersten Detektive, weche ihre Fälle durch deduktive Analysen aufklären.

In Das Geheimnis der Marie Rogêt und Der entwendete Brief durfte Dupin nochmals zwei rätselhafte Kriminalfälle lösen. Sein erster Fall, Der Doppelmord in der Rue Morgue, wurde 1975 vom Rundfunk der DDR als Hörspiel adaptiert.

In Paris geht ein Mörder um. Zwei Frauen fielen in der Rue Morgue unter rätselhaften Umständen einen geheimnisvollen Mörder zum Opfer. Die Polizei tritt mit ihren Ermittlungen auf der Stelle. Niemand kann sich erklären, wie der Täter jedes Mal in die verschlossenen Wohnungen der Opfer eingedrungen ist und anschließend wieder spurlos verschwinden konnte.

Schließlich nimmt sich Auguste Dupin des Falls an. Durch exakte Beobachtung, genaue Beweisführung und logische Ausschlussverfahren kommt der Detektiv dem mysteriösen Täter auf die Spur.

In dem Hörspiel sind Friedhelm Eberle, Paul-Dolf Neis, Dieter Bellmann, Carla Valerius, Immo Zielke, Max Bernhardt, Horst Kempe, Hans-Jürgen Silbermann zu hören. Die Regie führte Klaus Zippel, der auch Geschichten von Ray Bradbury und Stanisław Lem vertonte.

Deutschlandfunk sendet das Kriminalhörspiel am Montag, den 24.02. um 22.03 Uhr.

Midnight Tales: Neue Mystery-Hörspielserie startet im März

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Midnight Tales

Das Hörspiellabel Contendo Media hat über Facebook eine neue Mystery-Serie angekündigt. Dabei plant man keine fortlaufenden Reihe rund um einen Geisterjäger, Midnight Tales ist eine Anthologiereihe, in der unterschiedliche Geschichten aus den Bereichen Horror, Thriller, Dystopie, Fantasy und Science Fiction erzählt werden.

Einige Inhaltsangaben lesen sich wie klassische Horrorgeschichten. Aber neben diesen Folgen gibt es auch Hörspiele über eine grausame Game-Show oder eine dystopische Zukunft, in welcher die überlebenden Menschen unter ständigen Hunger leiden und das schwerste Verbrechen der Diebstahl von Nahrung ist.

Verantwortlich für Midnight Tales ist der Regisseur Christoph Piasecki, der im November letzten Jahres die Hörspiel Serien The Lovecraft 5 inszenierte. Die erste Episode basiert dann auch auf der Kurzgeschichte Kühle Luft von H.P. Lovecraft, die von der Autorin Julie Hoverson in unsere moderne Zeit versetzt wurde.

In den fünf Hörspielen wirken unter anderen Rieke Werner (Synchronstimme von Kiernan Shipka), Sandra Schwittau (Synchronstimme von Hilary Swank), Konrad Bösher (Synchronstimme von Jesse Eisenberg), Martin Keßler (Synchronstimme von Nicolas Cage), Gabrielle Pietermann (Synchronstimme von Emma Watson), Dirk Hardegen (Der letzte Tag der Schöpfung), Michael Pan (Synchronstimme von Brent Spiner), Joachim Tennstedt (Synchronstimme von Michael Keaton) und Santiago Ziesmer (Synchronstimme von Steve Buscemi) mit. Als Erzähler führt Peter Flechtner (Synchronstimme von Matthew Fox) durch die unterschiedlichen Folgen.

Ab dem 6. März sind die Folgen "Eiskalt", "Das Loch in den Dielen", "Futterneid", "Spurlos" und "Die Box" digital in allen gängigen Download-Shops und Portalen verfügbar. Am 3. April geht es mit den drei weiteren Episoden weiter. Neue Hörspiel werden anschließend jeweils am 1. Freitag eines Monats um Mitternacht veröffentlicht.

Neue Hörspielserie - Teaser 1

Jan Tenner: Neuauflage der Hörspielserie wird im Juni fortgesetzt

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Jan Tenner – Ein neuer Anfang

Im September letzten Jahres erschien die ersten sechs Folgen der Fortsetzung der 80er-Jahre-Hörspielserie Jan Tenner. Die Episode "In der Hölle von Ostland" endet mit einem Cliffhanger – auf dessen Auflösung die Hörer bis jetzt warten.

Nun haben das Label R&B Company und Zauberstern Records über Facebook mitgeteilt, dass die siebte Folge in Arbeit ist. Das neue Abenteuer trägt den Titel "Schatten über Westland" und soll am 30. Juni in den Handel kommen.

Im Jahr 1980 erschien die erste Hörspielkassette der Science-Fiction-Serie Jan Tenner. Bis 1989 folgten unter der Regie von Ulli Herzog 45 weitere Folgen. Der junge sportliche Physikstudent musste ein ums andere Mal die Welt vor Riesenspinnen, außerirdischen Invasoren und den Machenschaften des wahnsinnigen Professors Zweistein retten. Jan Tenner zur Seite standen stets Professor Futura, seine Assistentin Laura und General Forbett.

Als Sprecher kehrten Lutz Riedel (Jan Tenner), Marianne Groß (Laura) und Wilfried Herbst (Mimo) zurück. Auch andere bekannte Figuren aus der alten Serie tauchen in den neuen Folgen wieder auf, haben aber andere Sprecher bekommen. Zudem gibt es eine Reihe neuer junger Helden, die das Team rund um Jan Tenner ergänzen.

In ihrer Mitteilung erklären die Macher, dass sie die Zeit zu einer Qualitätssteigerung genutzt haben und manche Kritikpunkte an den ersten sechs Folgen aufgegriffen haben. So sollen unter anderen die Dialoge der neuen Folgen knackiger werden.

Tag X: Kritik zum interaktiven Hörspiel vom Bayerischen Rundfunk

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Man kennt das Format eigentlich eher von Computerspielen – im Gegensatz zu Büchern, Filmen oder Hörspielen kann man bei vielen Adventure-Games mehr oder weniger die Handlung des Geschehens mitbestimmen. Zuletzt konnte man als Zuschauer der Black-Mirror-Folge "Bandersnatch" selbst Entscheidungen treffen, welche den Verlauf der Geschichte in verschiedene Richtungen lenkte.

Dieses Konzept haben jetzt der Autor Daniel Wild und der Regisseur Martin Heindel für ihr neues Hörspielprojekt angewendet. Tag X lässt dem Hörer die Wahl, wie er ins Geschehen eingreifen will. Dafür haben die beiden Macher ein Bürgerkriegsszenario in einer deutschen Großstadt entwickelt.

Ohne zu spoilern kann man verraten, dass es im dem Hörspiel einen Aufstand abtrünniger Polizei- und Militäreinheiten gegeben hat und zeitgleich ein mysteriöser Virus freigesetzt wurde. Wie die beiden Vorfälle zusammenhängen, erfährt der Hörer Stück für Stück – wenn er denn die richtigen Entscheidungen trifft.

Der Held erwacht blind auf einer verlassenen Straße und kann sich nicht erinnern, wie er dort hingekommen ist. Kurz darauf trifft er auf eine Sanitäterin, die ihn untersucht – dann aber in der verseuchten Sperrzone allein zurücklässt.

Schon in dieser Eingangssequenz muss der Hörer erste Entscheidungen treffen, die sich später auf dem Verlauf der Handlung auswirken. Auf sich gestellt, muss man sich nun entscheiden, dem Geräusch des wegfahrenden Sanitätsfahrzeugs zu folgen, an Ort und Stelle auf Hilfe zu warten oder der Musik zu folgen, die plötzlich erklingt.

Bei jeder aufkommenden Frage wird die Geschichte kurz unterbrochen. Entweder muss man sich nun zwischen zwei bis drei alternativen Möglichkeiten entscheiden oder die Antwort auf eine gestellte Frage eingeben. Technisch gibt es die Möglichkeit an dem interaktiven Hörspiel über Sprachsteuerung durch Alexa und Co, über eine App auf dem Smartphone oder mit seinem Computer teilzunehmen.

Im Laufe der Handlung stößt der Held auf verschiedene Bürgerkriegsparteien, wilde Tiere, Menschen in Not und auf ein kleines Mädchen. Das Szenario ist grausam und nicht alle Menschen, die man trifft, sind dem Helden freundlich gesonnen. Wer mehrere Versionen durchgespielt hat, weiß nach und nach, wem er trauen darf.

Sehr gut bauen die Macher die Informationen über die politische Situation und die Ursprünge der geheimnisvollen Viruserkrankung ein. Mal kann man etwas in den Radionachrichten aufschnappen, Informationen aus den Erzählungen eines Kleinkindes ziehen oder Personen gezielt fragen und auf ehrliche Antworten hoffen.

So bleibt die Spannung des Hörspiels auch beim dritten und vierten Durchgang gewahrt. Nur wer sich mehrere Fassungen anhört, bekommt einen Blick für die großen Zusammenhänge – und weiß rückblickend, warum einige seiner Entscheidungen für den Helden tödlichen endeten.

Denn nicht alle Entscheidungen resultieren in einem guten Ende, und manche Wege führen schnell in den sicheren Tod. Irgendwann kristallisieren sich zwei Hauptpfade der Handlung heraus, die sich aber wieder in vielen Wege aufsplitten. Die meisten Hörer werden wohl früher oder später in dem verlassenen Spätkauf landen, da man für den anderen Hauptzweig eine fragwürdige Entscheidung treffen muss.

Ein großes Problem der interaktiven Version von Tag X ist die Bedienung. Der Hörer kann, wenn er zu einem der 13 möglichen Enden gekommen ist, immer nur zur letzten Entscheidung oder ganz zum Anfang zurückspringen. So muss man, um erneut zu einen der entscheidenden Wendepunkte zu kommen, immer wieder beim Beginn einsetzen und kann nicht zu den relevanten Stellen des Hörspiels springen.

Dies hätte man sicher technisch anders lösen können. Der ein oder andere Hörer könnte das Hörspiel frustriert abbrechen, weil er nicht erneut mehrere Minuten hören und abwarten will, um wieder zu einem entscheiden Punkt der Geschichte zu gelangen.

Als Erzähler führt Christian Jungwirth durch die Geschichte, der vor allen als Sprecher von Fernsehdokumentationen und Werbespots tätig ist. Er macht seine Sache sehr gut, und seine Stimme weist oft Ähnlichkeiten zu Joachim Kerzel (Synchronstimme von Jack Nicholson und Dustin Hoffman) auf. In Tag X sind je nach Entscheidung unter anderen auch Eli Wasserscheid (Ballon), Ferdinand Dörfler (Der Pass), Wowo Habdank (Tannbach) und Ann-Sophie Ruhbaum zu hören.

Regisseur Martin Heindel inszenierte und schrieb unter anderen die Hörspiele Im Raum, Eifelgeist, NeuNuernberg, Der Wald oder Die Fabrik. Der Autor Daniel Wild hatte 2017 mit dem Kinofilm Lux – Krieger des Lichts sein Regiedebüt, zu dem er auch das Drehbuch verfasste.

Ganz neu ist die Idee eines interaktiven Hörspiels nicht. Da wäre zum Beispiel die Folge "Die Dr3i – Hotel Luxury End", in welcher die Hörer entscheiden konnten, welchen Verlauf die Ermittlungen von Justus, Peter und Bob (die in der Folge wegen Rechtsstreitigkeiten nicht als Die drei Fragezeichen auftreten durften) nehmen. Dennoch haben Heindel und Wild ein spannendes Katastrophenszenario erschaffen, welches viele Geheimnisse präsentiert und mit einer schlüssigen Auflösung der Geschehnisse aufwarten kann.

Eine bearbeitete Hörspielversionen, in der man keine Entscheidungen selbst treffen muss, kann man im Hörspielpool des Bayerischen Rundfunks finden. Die interaktive Version von Tag X ist aber zu bevorzugen, da sie deutlich mehr Spaß macht, mehr Hintergrundinformationen liefert und sich die Ansprache in der zweiten Person Singular in der reinen Hörspielversion auf Dauer recht merkwürdig anhört.

Fazit

Tag X kann durch ein sehr gutes und düsteres Grundszenario überzeugen, welches auch ohne die interaktive Version funktioniert. Besonders gelungen ist der Spannungsaufbau, in dem die unterschiedlichen Informationen nur häppchenweise in die verschiedenen Pfade der Geschichte eingestreut werden. Das macht Lust, dem Helden durch möglichst viele Versionen zu den 13 möglichen Enden zu folgen. Die Navigation hätte der Bayerische Rundfunk besser lösen können. Sogar die alte Drei-Fragezeichen-CD "Hotel Luxury End" hat dieses Problem besser gehandhabt – da wäre es für ein interaktives Online-Hörspiel im Jahr 2020 sicher auch möglich gewesen, mehr Punkte zum Wiedereinstieg in die Handlung anzubieten.

Interaktives Hörspiel - Tag X -Trailer

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