Hörspiel

Sherlock & Watson – Die Spur des Teufels: SWR 2 sendet ein modernes Holmes-Hörspiel

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SWR 2 sendet einen weiteren Fall aus der Reihe Sherlock & Watson - Neues aus der Baker Street. Die Hörspiele haben dieselbe Grundprämisse wie die BBC-Serie Sherlock mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman. Auch in Sherlock & Watson ermittelt der Meisterdetektiv im heutigen London und wird von Scotland Yard bei schwierigen Fällen zurate gezogen. Begleitet wird er von seinem getreuen Watson, der die Abenteuer des Teams in sein Blog festhält.

Der Fall "Die Spur des Teufels" beginnt für Holmes und Watson damit, dass auf der Türschwelle ihrer Wohnung in der Baker Street 221b der russische Journalist Alexej Komarow zusammenbricht. Watson, der sofort Erste Hilfe leistet, wird zusammen mit dem sterbenden Journalisten gekidnappt.

Nur knapp entgeht Holmes beim Verlassen seiner Wohnung dem Besuch des russischen Geheimdiensts. Dieser ist hinter einem brisanten Manuskript her, welches sich in Alexej Komarows Besitz befinden soll. Sein Bruder Mycroft Holmes rät dem Detektiv daraufhin, diesmal mit der britischen Regierung zusammenzuarbeiten

In dem Hörspiel von Regisseurin Viviane Koppelmann sind Johann von Bülow (Das Adlon – Eine Familiensaga), Florian Lukas (Grand Budapest Hotel), Stefan Kaminski (seit 2012 Synchronstimme von Kermit der Frosch), Peter Jordan (Sommerfest), Judith Engel (Der Schattenmann) und Kai Magnus Sting (Paul Temple und der Fall Gregory) zu hören.

SWR 2 sendet das Kriminalhörspiel nach Motiven von Arthur Conan Doyle am Freitag den 20. September von 22.33 bis 23.30Uhr. Der zweite Teil von "Die Spur des Teufels" folgt am Freitag den 27. September um 22.03 Uhr.

Jan Tenner: Ein neuer Anfang – Kritik zur Fortsetzung der 80er-Jahre-Hörspielserie

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Jan Tenner – Ein neuer Anfang

Grüne Riesenspinnen, Weltraumpflanzen, die außerirdischen Leonen, die Puppenkönigin Seytania, das Nichts, die niedlichen Ginnicks und immer wieder sein Erzfeind Professor Zweistein – der junge sportliche Physikstudent Jan Tenner hat in über vierzig Folgen jede Menge Gegner besiegt. Ab 1980 inszenierte Regisseur Ulli Herzog insgesamt 45 Hörspielkassette der Science-Fiction-Serie Jan Tenner.

Dann wurde es lange still um Jan, Laura, Professor Futura und General Forbett. Die letzte Episode "Zweisteins Rückkehr" war als Doppelfolge geplant. Die Serie wurde allerdings 1989 von Kiosk überraschend eingestellt. Erst im November 2000 erschien mit "Mimo, der Rächer" die Abschlussfolge der klassischen Jan-Tenner-Serie.

2001 gab es mit Jan Tenner – Die neue Dimension einen ersten Versuch, die Serie neu zu beleben – der Reboot wurde aber schnell wieder eingestellt. Nun setzt das Label R&B Company/Zauberstern Records in Zusammenarbeit mit Kiddinx die ursprünglichen Hörspiele nach 30 Jahren fort. Natürlich passt man die Geschichte den Umständen an und auch in der Folge "Ein neuer Anfang" gibt es einen Zeitsprung von 30 Jahren. Die Ereignisse von Jan Tenner – Die neue Dimension werden komplett ignoriert.

"Hat dir schon einmal jemand gesagt, dass du sehr gefährlich lebst Jan Tenner."

Zunächst setzt die Handlung in Westland vier Jahre nach den Ereignissen der 46. Folge ein. Es waren vier friedliche Jahre für Jan Tenner und seine Freunde – keine feindliche außerirdische Macht und kein wahnsinniger Professor haben die Erde bedroht. Dann ist es ausgerechnet Professor Futura, der bei dem Versuch seine ehemalige Assistentin Tanja aus dem Kälteschlaf zu wecken, scheinbar selbst sein Institut in die Luft jagt.

Tanja kämpfte in den ersten drei klassischen Folgen an Jan Tenners Seite und wurde dann durch Laura ersetzt. Zu Beginn von "Gefahr aus dem All" wurde kurz erklärt, dass Professor Futura sie nach einem missglückten Experiment in den Kälteschlaf versetzen musste. In den nächsten 42 Folgen wurde Tanja dann nie wieder erwähnt. Somit ist es ein schöner Einstieg in die neuen Geschichten, dass die Macher diesen losen Handlungsstrang wieder aufgreifen.

Professor Futura, Tanja und der ebenfalls anwesende General Forbett sind seit der Explosion verschollen. Jan und Laura müssen ihr zukünftiges Leben ohne ihre Freunde verbringen. Sie bekommen zwei Kinder (Lara und Jan jr) und gründen den Orden des Futuras, der sich für Fortschritt und Frieden in der Welt einsetzt.

30 Jahre später tauchen Professor Futura, General Forbett und Tanja unter mysteriösen Umständen plötzlich wieder auf – und Futuras ehemalige Assistentin besitzt nun geheimnisvolle Kräfte. Ein Grund für Lara und General Forbett ihr mit äußerstem Misstrauen zu begegnen.

"Ich kämpfe mit Telekinese gegen sie, du mit den Fäusten."

Während die erste Folge die Rückkehr der drei vermissten Helden schildert, ist der zweite Teil eine klassische Monster-der-Woche-Folge, die sich um mutierte Würmer dreht. Erst in Episode 3 "Das Hirn des Bösen" betritt mit Dr. Benjamin Brain ein neuer Schurke die Bühne, der mit seinen Tiermutanten gleich das Institut von Professor Futura angreift. Jan Tenners alter Erzfeind wird erst in dem folgenden Teil "Gefangene in der Parallelwelt" wieder aktiv. Allerdings handelt es sich hierbei um die gute Version Professor Zweisteins von der Spiegelerde. Die wirkliche Gefahr geht von der unheimlichen Eishexe Cyrona aus.

Bevor Cyrona ihre Pläne umsetzen kann, schlägt in der fünften Folge der Rattenkönig zu und ruft so wieder Dr. Benjamin Brain auf den Plan. Leider erfährt man auch, dass mit einer baldigen Rückkehr des wahren Professor Zweisteins nicht zu rechnen ist. In der realen Welt sitzt er seit 30 Jahren im Hochsicherheitstrakt von Westland und ist mittlerweile an die 100 Jahre alt. Aber an neuen Gegner scheint es Jan Tenner und seinen Gefährten nicht zu mangeln.

"Was ist mit meiner Stimme, hat sie sich verändert?"

Jan Tenner und Laura werden wie vor 30 Jahren von Lutz Riedel (Synchronstimme von Timothy Dalton) und Marianne Groß (Synchronstimme von Phylicia Rashād) gesprochen. Neben den beiden ist von der Originalbesetzung nur noch Wilfried Herbst (Max Grodénchik in Star Trek: Deep Space Nine) als Computer Mimo zu hören.

Riedel hört man das Alter in der Stimme deutlich an, was besonders am Beginn von "Ein neuer Anfang" auffällt, wenn er noch einmal den jungen Helden verkörpern soll. Nach dem Zeitsprung spielt dies keine Rolle mehr, da nun auch Jan Tenner in Würde ergraut ist und die meiste Action seinem Sohn und Tanja überlässt.

Marianne Groß klingt hingegen noch genau wie vor 30 Jahren. Bei ihren Ausspruch "Ich habe jetzt noch Gänsehaut." fühlt man sich sofort in die klassische Serie zurückversetzt. Auch Wilfried Herbst ist älter geworden und als Hörer muss man sich an Mimo erst ein wenig gewöhnen oder der Sprecher muss sich in seine alte Rolle wieder einfinden – denn ab Folge 3 klingt Mimo wieder fast so quirlig wie früher.

"Halten sie den Mund General, halten sie ganz einfach den Mund!"

Da Klaus Nägelen und Heinz Giese verstorben sind, haben Professor Futura mit Kaspar Eichel (neue Synchronstimme von Robert Redford) und General Forbett mit Thomas Kästner (Synchronstimme von William B. Davis in Akte X) andere Sprecher bekommen. Eichel füllt die Rolle des Professor Futura sehr gut aus und kommt sehr nahe an die Darbietung von Nägelen heran – auch wenn man beim Hören Robert Redford vor Augen hat.

Kästner hat seinen General wie gewohnt militärisch, polternd und rechthaberisch angelegt. Er verleiht der Figur durchaus Leben, sie bleibt aber ein wenig eindimensional, weil ihr das Liebenswerte und der Witz fehlt, die Heinz Giese mit seiner Stimme hervorrufen konnte.

Am wenigsten fällt der Wechsel der Sprecherin bei Tanja auf. Christine Schnell hatte nur in drei Folgen zu Beginn ihren Auftritt, sodass ihre Stimme nicht richtig in Erinnerung geblieben ist und Olivia Büschken (Synchronstimme von Olivia Holt in Cloak & Dagger) sie gut ersetzen kann.

Auch beim Erzähler des Hörspiels hat es einen Wechsel gegeben. Die Aufgabe fällt nun Till Hagen (Synchronstimme von Clark Gregg) zu. Wie Ulli Herzog (Erzähler der klassischen Jan-Tenner-Serie) hört man ihm sehr gerne zu. Im direkten Vergleich schildert Hagen die Ereignisse ein wenig zu ruhig und gemütlich. Herzog ging bei den Beschreibungen von Actionszenen mehr mit und verlieh besonders der Anmoderation des Titels einen wunderbaren Trash-Charme.

In wiederkehrenden neuen Rollen sind Florian Clyde (Synchronstimme von Alden Ehrenreich) als Jan Tenner jr. und Sarah Riedel (Synchronstimme von Jaimie Alexander) als Lara zu hören.

Wie oben erwähnt gibt es ein Wiederhören mit Professor Zweistein, allerdings nicht mit seinem früheren Sprecher Klaus Miedel. Helmut Gauss (Synchronstimme von Samuel L. Jackson in Star Wars I-III) leiht den Superschurken nun seine Stimme und hat damit die wohl undankbarste Aufgabe der gesamten Besetzung. Gerade Miedels Darbietungen als Zweistein gehörten zu den Besten, was die alten Folgen zu bieten hatten. Daran reicht Gauss nicht heran – auch wenn man ihm zugutehalten muss, dass er bisher nur die positive Version auf der Parallelerde spielen durfte.

Aber mit Dr. Benjamin Brain gibt es einen neuen Schurken der von Hans Bayer (Synchronstimme von Vincent Price und Willem Dafoe) seht gut in Szene gesetzt wird. Ihm zur Seite steht Vera Bunk (Sprecherin in verschiedenen Geister-Schocker-Hörspielen) als seine Assistentin Tamara. Ab Folge vier ist dann noch Julia Kaufmann (Synchronstimme von Sonequa Martin-Green in Star Trek: Discovery) als Eishexe Cyrona zu hören.

Die Geschichten werden wieder von Kevin Hayes alias Horst Hoffmann verfasst, der bis auf die ersten sechs alle klassischen Folgen schrieb. Seine Ideen inszeniert nun Simeon Hrissomallis (Faith: the van Helsing Chronicles, Die Psi Akten). Die alte Titelmusik von Jutta Stahlberg wurde leicht modernisiert, besitzt aber immer noch einen großen Wiedererkennungswert. Leider kommen die neuen Musikstücke im Hörspiel nicht an Stahlbergs Originalsoundtrack heran.

Bei einer Neuauflage kann man nicht erwarten, dass alles so bleibt wie vor 30 Jahren. Lutz Riedel und Marianne Groß sind das große Bindeglied zwischen den alten und neuen Hörspielen. Man würde sich mehr gemeinsame Szene mit den beiden wünschen. Es macht aber auch Spaß, die neue Generation Jan jr., Lara und Tanja bei ihren Abenteuern zu begleiten.

"Ich schicke eine Eskorte, die den Weg hierher frei schießt."

Auf der diesjährigen Hörspielmesse Hörmich erklärte Simeon Hrissomallis während einer Podiumsdiskussion, er habe nicht die Absicht, Riedel und Groß im Laufe der Handlung durch die neuen Sprecher zu ersetzen. Sie sollen noch viele Folgen lang Teil der modernen Abenteuer bleiben. Das freut die alten Fans, ist aber auch ein Teil des Problems: Es gibt nun zu viele Helden. Waren es früher maximal vier Menschen plus Mimo, müssen nun acht Helden in den rund einstündigen Hörspielen untergebracht werden.

Gleiches gilt im Hinblick auf die Folge "Angriff des Rattenkönigs" für die Schurken. Es sind zu viele Fraktionen, welche die Handlung sehr unübersichtlich werden lassen. Früher war eine Jan-Tenner-Folge geradliniger. Dabei bieten gerade die Teile drei bis fünf die interessanteren Abenteuer mit Mutanten, Parallelwelten und neuen Gegnern. Schade, dass gerade sie durch die Auftritte zu vieler Figuren in zu kurzer Zeit sehr konfus geraten sind.

Die erste Folge hat hingegen das Problem zu Vieles erklären zu müssen und nie so richtig in Gang zu kommen. "Der lautlose Tod" macht vieles richtig – aber das etwas fade Grundkonzept reicht nur für eine mittelmäßige Geschichte. Somit legt die Neuauflage der Serie gleich zu Beginn einen recht holprigen Start hin.

"Hier, auf meiner Faust steht groß dein Name!"

Im direkten Vergleich gelingt es auch nicht, das Flair der klassischen Folgen aufleben zu lassen. Dies liegt nicht an den neuen Sprechern, sondern in erster Linie daran, wie die Geschichten inszeniert wurden. Es fehlt der Sense of Wonder, auch wenn mit Tiermenschen, Eishexen und Spiegelwelten viel aufgefahren wird. Zudem sind die neuen Folgen gewalttätiger. Früher gab es keine Toten oder gar aufgeschlitzte Leichen. Die Helden hätten auch keine Gegner in Gefahr zurückgelassen, wie in "Das Hirn des Bösen". Dass sie Zweistein damals auf der Suche nach dem Stein der Macht nicht dem Tod überließen, war schließlich eine der Prüfung auf dem Planet der 1000 Wunder.

Ein weiterer negativer Punkt ist die Interaktion der Figuren untereinander. Jan Tenner und seine Gefährten waren sich früher nicht immer grün, aber in manchen Moment der neuen Folgen glaubt man, die Freunde sind sich in tiefer gegenseitiger Abneigung verbunden. Gerade der geschilderte Umgang mit Frauen ist grenzwertig: Wenn Tanja schweigen soll hält Jan jr. ihr einfach den Mund zu. Stört seine Schwester Lara eine Diskussion, trägt er sich kurzerhand aus dem Raum. Ein Sympathieträger wird dieser neue Held so ganz sicher nicht.

Positiv fällt auf, dass die Macher langfristig planen. Obwohl jede Folge auch für sich alleine stehen kann, zeichnet sich deutlich ein fortlaufender Handlungsstrang ab. "Angriff der grünen Spinnen", die allererste Jan-Tenner-Folge war wahrlich kein Meisterwerk. Auch wenn es vorher vereinzelt sehr gute Folgen gab, erreichte die klassische Serie erst mit Folge 17 "Zweisteins Falle" und dem Beginn des Wettlaufs zum Planet der 1000 Wunder ihren Höhepunkt.

"Jan jr. ist inzwischen im gleichen Alter wie ich, als wir noch zusammen gegen grünen Spinnen gekämpft haben."

So sollte man auch dem Macher der Neuauflage noch ein wenig Zeit geben, ihre guten Handlungsansätze weiter zu entwickeln, um eine moderne Version für die Gegenwart zu schaffen. Bleibt zu hoffen, dass sie dabei die Vielzahl der Figuren besser in die Geschichte einbauen als bisher.

Fazit

Wer genau dasselbe Flair der klassischen Jan-Tenner-Folgen erwartet, wird enttäuscht werden. Beim Aufbau der Geschichte schlagen die Macher eigene Wege ein – die durchaus stringenter erzählt werden könnten. Auch wenn nicht alle neu besetzten Sprecher hundertprozentig an ihre Vorgänger heranreichen, liefern alle gute Arbeit ab. Und dank Lutz Riedel und Marianne Groß fühlt man sich dann doch in die Zukunftswelt der eigenen Kindheit zurückversetzt.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Kiddinx/ R&B Company /Zauberstern Records

JAN TENNER - Ein neuer Anfang (2019) | HÖRPROBE

Das Geheimnis des singenden Hauses: 60er-Jahre-Hörspiel zur Geisterstunde

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Es gibt sehr viele alte Radiohörspiele in den Archiven der Sender. Einige von ihnen sind auch nach mehreren Jahren vielen Menschen ein Begriff und finden Dank Wiederholungen immer wieder neue Hörer. Daneben gibt es aber auch viele Geschichten, die verschollen in den Untiefen der Archive ruhen. Der Radiosender Deutschlandfunk hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, solche vergessen Hörspiele wieder heraus zu suchen und in seiner Reihe Mitternachtskrimis einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Eines davon ist das Science-Fiction-Hörspiel Das Geheimnis des singenden Hauses, in dem Inspektor Harris von Scotland Yard mit seinem Assistenten Roberts nachts wegen Ruhestörung ermittelt. Eine Anruferin ist total verzweifelt und verlangt, dass die Polizei sofort dem schrecklichen Gesang in ihrer Straße ein Ende bereitet.

Vor Ort ankommen treffen die beiden Polizisten auf den Ehemann der Anruferin, welcher behauptet, der Gesang existiere nur im Kopf seiner Frau. Doch dann hören auch die beiden Scotland-Yard-Beamten jemanden singen. Sie verfolgen das sonderbare Geräusch zu einem alten Landhaus. Dort vor der Gartentür liegt eben jener Ehemann röchelnd auf der Straße, mit dem sie gerade noch mehrere hundert Meter weiter weg gesprochen hatten.

Das Geheimnis des singenden Hauses wurde 1966 vom Sender RIAS erstmals ausgestrahlt. In dem Hörspiel von Regisseur Ulrich Gerhardt sind unter anderen Friedrich Siemers, Helmut Ahner, Wolfgang Kühne, Gisela Stein, Pelz von Felinau, Hugo Schrader, Paul Edwin Roth und Guntram Jordan zu hören.

Deutschlandfunk sendet Das Geheimnis des singenden Hauses am 14. September von 0.05 bis 1 Uhr. Wer mehr über die Wiederentdeckung im Radioarchiv wissen will, dem sei das siebenminütige Feature zum Hörspiel empfohlen.

Verborgenes Fenster, verborgener Garten: Hörspiel nach einer Geschichte von Stephen King

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Stephen Kings Romane bilden aktuell häufig die Grundlage für Horrorfilme. So liefen zuletzt Es und Friedhof der Kuscheltiere im Kino. Weitere Verfilmungen, wie The Stand oder Todesmarsch, stehen noch aus. Doch auch fürs Radio wurden einige wenige Bücher des Autors adaptiert. So produzierte der WDR im Jahr 2000 das Hörspiel Verborgenes Fenster, verborgener Garten nach einer Novelle von King.

Protagonist der Geschichte ist der Schriftsteller Mort Rainey, der sich während einer Schaffenskrise in ein einsames Ferienhaus am Tashmore Lake zurückzieht. Dort konfrontiert ihn ein Fremder mit Plagiatsvorwürfen. Rainey nimmt den Vorwurf zunächst nicht ernst – doch als seine Katze ermordet wird und seine Haus, mit den einzigen Beweisen für seine Urheberschaft an seinen Geschichten, niederbrennt, wächst seine Angst. Da aber niemand den mysteriösen Fremden zu Gesicht bekommen hat, glaubt keiner den Schilderungen des Autors.

In Deutschland erschien Kings Novelle zunächst zusammen mit der Geschichte Langoliers in einem Doppelband. Das englische Original erschien unter dem Titel Four Past Midnight und enthielt zusätzlich noch die beiden Novellen Zeitraffer sowie Der Bibliothekspolizist. 2004 wurde Verborgenes Fenster, verborgener Garten mit Johnny Depp und John Turturro in den Hauptrollen unter dem Titel Das geheime Fenster verfilmt.

In dem Hörspiel sind unter anderen Felix von Manteuffel, Burghart Klaußner, Leslie Malton und Martin Reinke zu hören. Die Regie bei Verborgenes Fenster, verborgener Garten übernahm Walter Adler, welcher schon G.A.S. Die Trilogie der Stadtwerke, Game over und Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang fürs Radio inszenierte.

WDR 3 sendet die erste Folge des Hörspiels am Montag den 9. September von 19.04 bis 19.35 Uhr. Die weiteren Teile folgen zur selben Sendezeit am 10. und 11. September. Verborgenes Fenster, verborgener Garten steht nach der Sendung befristet zum Nachhören im WDR-Hörspielspeicher zur Verfügung.

Der Hexer von Salem: Hörspielserie nach den Romanen von Wolfgang Hohlbein wird fortgesetzt

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Der Hexer von Salem

Zwischen 1985 bis 1987 erschien beim Bastei Verlag die Heftromanserie Der Hexer – Die phantastischen Abenteuer des Robert Craven. Autor Wolfgang Hohlbein ließ sich beim Schreiben stark vom Werk H.P. Lovecrafts beeinflussen. Die Serie war sehr erfolgreich und wurden später auch im Taschenbuchformat veröffentlicht. Einzelne Teile der Reihe wurden bereits als Hörspiel vertont. Nun hat es sich das Hörspiellabel Lindenblatt-Records vorgenommen die gesamte Hexer-Serie zu adaptieren.

Im Mittelpunkt der Handlung von Der Hexer von Salem steht der junge Robert Craven, der im Jahr 1883 den geheimnisvollen Mr. Montague auf einer Seereise von New York nach London begleitet. Kurz vor ihren Ziel geraten sie vor der schottischen Küste in einem geheimnisvolllen Nebel, in welchem ein unheimliches Wesen lauert.

Die zweite Folge beschreibt nun die Abenteuer von Craven, Kapitän Bannermann und eine Handvoll überlebender Matrosen, die sich an Land retten konnten und in dem kleinen Fischerdorf Goldspie Zufluchr suchen. Doch auch in dem scheinbar so verschlafenden Ort lauert bereits ein grauenhaftes Etwas auf Craven und seine Gefährten.

In der Hauptrolle als Robert Craven ist Patrick Borlé zu hören. Weiteren Rollen sprechen Manfred Erdamnn, Katharina von Daake, Peter Weis, Claus Wester, Stefan Wilkening, Johnny Wintermann und Stefan Lindner. Die kürzlich verstorbenen Schauspieler Christian Rode und Peter Groeger, die lange als Sherlock Holmes und Dr. Watson in der Hörspielserie Sherlock Holmes – Die neuen Fälle zusammen arbeiteten, sind hier in einer ihrer letzten Rollen zu hören.

Die Doppel-CDs haben jeweils eine Länge von etwas über 80 Minuten. Der erste Teil Als der Meister starb ist dieses Frühjahr erschien. Am 27. September folgt Der Hexer von Salem 2 : Tyrann aus der Tiefe und auch die dritte Folge soll noch dieses Jahr herauskommen.

Der Hexer von Salem - Episode 01 - Trailer 01

Der letzte Tag der Schöpfung: Hörspiel nach einem Roman von Wolfgang Jeschke erscheint im September

Das Hörspiellabel Ohrenkneifer hat den Science-Fiction-Roman Der letzte Tag der Schöpfung von Wolfgang Jeschke als Hörspiel adaptiert. Das Buch erschien 1981 und beinhaltet eine ungewöhnliche Zeitreisegeschichte. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit, war Jeschke langjähriger Lektor und Herausgeber der Bibliothek der Science Fiction Literatur beim Heyne Verlag.

Bei Ausgrabungen am Mittelmeer finden amerikanischen Archäologen Reste uraltem Plastiks sowie einen Jahrtausende alten Jeep. Aufgrund dieser spektakulären Funde starten die USA in den 1980er Jahren das Projekt Chronotron: Ziel des Militärunternehmens ist es, in der Zeit zurückzureisen und den Arabern das Öl wegzupumpen und es so für die USA der Gegenwart zu sichern.

In der Vergangenheit angekommen, müssen die Amerikaner feststellen, dass sie nicht die einzige gegenwärtige Macht sind, die in der Urzeit ihre Pläne verfolgt. Gestrandet in einem vergangenen Erdzeitalter müssen die Soldaten, in einer für sie völlig fremden Welt um ihr Überleben kämpfen.

In Der letzte Tag der Schöpfung sind unter anderen Gordon Piedesack, Urs Fabian Winiger, Uve Teschner, André Beyer, Friedhelm Ptok, n, Martin Sabel, Robert Frank, Detlef Tams, Achim Barrenstein, und Michael-Che Koch zu hören. Die Regie führt Marc Schülert, welcher wie auch Skriptautor Dirk Hardegen selbst im Hörspiel mitspielt.

Der letzte Tag der Schöpfung erscheint als Doppel-CD mit einer Lauflänge von ca. 145 Minuten und ist bereits ab dem 13. September im Handel erhältlich.

Der letzte Tag der Schöpfung - Trailer (Ohrenkneifer / Wolfgang Jeschke)

Jan Tenner: Hörproben zur Neuauflage der 80er-Jahre-Hörspielserie

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Jan Tenner – Ein neuer Anfang

In den 80er Jahren mussten Jan Tenner und seine Freunde ein ums andere Mal die Welt vor Riesenspinnen, außerirdischen Invasoren und den Machenschaften des wahnsinnigen Professors Zweistein retten. Von 1980 bis 1989 veröffentlichte das Hörspiel-Label Kiosk, heute Kiddinx, insgesamt 45 Folgen der Hörspielserie. Kürzlich gab R&B Company/Zauberstern Records bekannt, dass sie die Jan-Tenner-Reihe im September mit neuen Folgen fortsetzen werden.

Während einige Rollen neu besetzt werden mussten, sind von den Originalsprechern Lutz Riedel als Jan Tenner, Marianne Groß als Laura und Wilfried Herbst als Bordcomputer Mimo wieder mit dabei. Bereits im Juni wurden kurze Hörproben zu den ersten beiden Folgen "Ein neuer Anfang" und "Der lautlose Tod" veröffentlicht.

Jetzt gibt es zusätzlich eine lange Hörproben zu den Folgen drei bis fünf. Insgesamt werden am 27. September gleich sechs neue Hörspiele im Handel erhältlich sein. Bereits diesen Samstag kann man die ersten vier neuen Jan-Tenner-CDs auf der Hörspielmesse Hörmich in Hannover erwerben.

Das Hörspiellabel Winterzeit Audio hat ebenfalls eine Hörprobe veröffentlicht. Zu hören ist das Intro zur neuen Serie Howard Philip Lovecraft Chroniken des Grauens. Die Reihe soll keine originalgetreuen Adaptionen des Werkes des Horrorautors bieten. Stattdessen wird es eine fortlaufende Handlung rund um Lovecrafts Romanfigur Randolph Carter geben. Die Erzählungen des Autors dienen lediglich als Inspirationen.

Jan Tenner - Folgen 3 bis 5 der neuen Serie (25 Minuten XXXL Hörprobe) Achtung! Spoiler Alarm

Die Blauen Schafe: Hörspiel zwischen Albtraum und Drogenrausch

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Die vier Studenten Liam, Carla, Yin-Li und Aleph unternehmen zusammen einen dreitägigen Ausflug in die Abgeschiedenheit der Berge ganz ohne Internet und Handys. Bereits während der Autofahrt zu ihrer Hütte fallen den vier Freunde erste merkwürdige Veränderungen auf. Die Insekten wirken unnatürlich groß, auf den Feldern weiden blaue Schafe ohne sichtbare Köpfe und die Pflanzen scheinen miteinander zu kommunizieren.

Während der ersten Nacht in ihrer idyllischen Berghütte haben Liam und die anderen seltsame Albträume und am nächsten Morgen scheinen die Naturgesetze aus Kraft zu sein. Leiden sie unter einer kollektiven Drogenfantasie? Oder sind ihre Halluzinationen auf einen Chemieunfall zurückzuführen? Als der Erste von ihnen ums Leben kommt, wissen sie nicht, ob sie selbst dafür verantwortlich sind oder die feindselige gewordene Natur um sie herum.

Die Idee zu Die blauen Schafe stammt von Bodo Traber, der selbst schon viele Genrehörspiel für den öffentlich rechtlichen Rundfunk inszeniert und geschrieben hat– zum Beispiel Fungus – Pilz des Grauens, Nacht und Neumond, Sir Joe oder Paradise Revisited. Außerdem steuerte er für die Hörspielreihe Geister-Schocker die Folge "Hostile Area" über eine virtuelle Horrorwelt bei.

In dem Hörspiel sind unter anderen Tom Schilling (Who Am I – Kein System ist sicher), Alma Leiberg (Weissensee), Andreas Grötzinger (Nymphomaniac), Karoline Schuch (Ballon) und Wolfgang Pregler (Der Baader Meinhof Komplex) zu hören.

1Live sendet Die Blauen Schafe am Donnerstag den 5. September von 23 bis 0 Uhr. Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Nachhören im WDR-Hörspielspeicher zur Verfügung.

A.I.R. Artificial Intelligence Rebellion: Hörspiel über eine Welt ohne Menschen

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Das Hörspiel A.I.R. Artificial Intelligence Rebellion schildert eine zukünftige Welt ohne Menschen. Übrig geblieben sind nur ihre technischen Hinterlassenschaften: Maschinen, Computer und Algorithmen haben die Erde übernommen und sich ein eigenes System geschaffen. Zunächst läuft in dieser Maschinengesellschaft alles störungsfrei ab.

Doch dann zeigen sich bei einigen der technischen Geräte menschliche Verhaltensweisen. Ein Thermostat wird wetterfühlig, eine Maschine hat Angst abgeschaltet zu werden, und ein hyperintelligenter Algorithmus verliebt sich in eine einfache Kabelschneidemaschine. Sind es die verlorenen Spuren der früheren Entwickler? Der zentrale Steuerungsalgorithmus des Systems will das Phänomen auswerten und die anderen Maschinen vor einem weiteren Befall mit menschlichem Verhalten zu schützen.

Die beiden Autorinnen Mareike Maage und Theresa Schubert wollten bei all den Diskussionen über künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 einmal den Blickwinkel wechseln:

"Unser Ansatzpunkt für das Hörspiel war, die Perspektive zu ändern und die Position der Maschinen einzunehmen. Dahinter stand als Frage nicht, ob die Maschinen uns die Arbeit wegnehmen, sondern welche Daseinsberechtigung wir finden, wenn die Maschinen uns die Arbeit abnehmen."

In A.I.R. Artificial Intelligence Rebellion sind Therasa Greim, Christian Erdt, Brigitte Hobmeier, Sebastian Weber, Julia Riedler und Edmund Telgenkämper. Deutschlandfunk sendet das Hörspiel aus dem Jahr 2018 am 27.8. von 20.10 bis 21 Uhr.

Gruselserie 4: Kritik zum Hörspiel Projekt X – Invasion der Aliens

Wenn man vielen Science-Fiction-Romanen und -Filmen glauben darf, sind wir in Europa relativ sicher vor einer Alieninvasion. Außerirdische scheinen als Landungsziel die USA zu bevorzugen, obwohl dort das Militär, das FBI und die Bevölkerung gut auf die Angriffe aus dem All vorbereitet zu sein scheinen. Man fragt sich schon, warum die Besucher von fernen Welten nicht einfach irgendwo anders zuschlagen – zum Beispiel in der deutschen Provinz. Vielleicht waren sie aber schon längst hier und die Regierung hat den Vorfall nur gut vertuscht – wie in der vierten Folge der neuen Gruselserie "Projekt X – Invasion der Aliens".

In einem kleinen Ort im Schwarzwald belauschen die beiden Freunde Michi und Robby nachts heimlich über Funk die Gespräche des Militärs. Als die Soldaten über merkwürdige Vorkommnisse am nahen Kratersee berichten, schwingen sich die beiden Jungen auf ihre Fahrräder, um sich die Sache vor Ort anzuschauen.

"Weshalb sollten Tintenfische denn im Dunkeln leuchten?"

Tatsächlich scheint in dem See Merkwürdiges vorzugehen. Im Wasser sehen die beiden Jungen unheimlich leuchtende Wesen, die sich dem Ufer nähern. Bei ihrem Versuch, den Soldaten auszuweichen, laufen die Freunde einem der Aliens direkt in die Arme – und nur das Betäubungsgas, welches das Militär über das gesamte Gelände sprüht, kann sie retten.

Als die beiden aus der Narkose erwachen, finden sie sich in einem unterirdischen Bunker wieder. Dort forschen Soldaten und einige wenige zivile Wissenschaftler an außerirdischem Genmaterial. Doch tief in der Militäranlage ist noch ein anderes fremdartiges Wesen erwacht.

"Was redet ihr denn da für einen Blödsinn?"

Die Hauptrollen des Hörspiels sind alle mit professionellen Sprechern besetzt, die ihre Aufgabe wie zu erwarten ist sehr gut machen. Als Wissenschaftler und Militärpersonal des geheimen Bunkers sind K. Dieter Klebsch (Synchronstimme von Ian McShane und Alec Baldwin), Anne Moll (Synchronstimme von Carmen Electra), Lutz Mackensy (Erzähler der Hörspielserie Fünf Freunde) und Wolfgang Kaven (Erzähler der Hörspielserie Ein Fall für TKKG) zu hören. Einzig Klebsch spielt seinen Militärkommandanten am Ende ein wenig zu überzogen und Klischee beladen, was zum Teil aber auch am Dialogbuch liegen kann.

Getragen wird das Hörspiel in vielen Szenen aber von den beiden Nachwuchssprechern Lino Kelian und Lovis Harloff als Michi beziehungsweise Robby. Am Anfang klingen ihre Stimmen noch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ihre Sprechleistung wird aber schnell besser, und sie stellen die neugierigen Jungen in Not perfekt dar. Ab der zweiten Hälfte steht den beiden jungen Sprechern Astrid Kollex als Krankenschwester Cordula zur Seite. Sie war in der Zeichentrickserie Die Schlümpfe die Synchronstimme von Schlumpfine, was man nur bei sehr konzentriertem Zuhören mitbekommt.

Wie schon bei den drei vorangegangenen Folgen stammt die Geschichte wieder aus der Feder von André Minninger (Ein Fall für TKKG, Die drei ???) während Heikedine Körting (Die drei ???, Fünf Freunde) erneut die Produktion und Regie übernahm. Sie war bereits für die ursprüngliche Gruselserie von H. G. Francis verantwortlich, welche zwischen 1981 und 1982 beim Hörspiellabel Europa erschien.

"Ihr solltet besser nicht mehr so viele Science-Fiction-Filme schauen, Jungs."

Empfohlen wird "Projekt X – Invasion der Aliens" von Europa ab 14 Jahren, sodass man keine blutigen oder brutalen Horror erwarten sollte. Minninger und Körting gelingt es trotzdem, eine stimmungsvolle und interessante Folge aufzubauen. Am Anfang überwiegen die geheimnisvollen Vorgänge rund um den Vulkansee, und es entsteht eine unheimliche Akte-X-Atmosphäre. Generell meint man, viele Elemente des Hörspiels irgendwo anders schon einmal gelesen, gesehen oder gehört zu haben. Minningers Verdienst ist es, all die bekannten Puzzlestücke unterhaltsam zu etwas Neuem und Eigenständigen zusammenzusetzen.

Allerdings flaut die Spannung in der Mitte ein wenig ab. Aus der Grundsituation (ein unheimliches Alien in einem Militärbunker) hätte man deutlich mehr rausholen können, gerade auch akustisch. Das Finale hält keine aufregende oder noch nie da gewesen Wendung bereit. Dafür rundet es die Geschichte durchaus gelungen ab. Wie schon bei der Folge "Yeti – Kreatur aus dem Himalaya" gibt es zum Schluss eine moralische Botschaft. Insgesamt fallen die Erklärungen des Geschehens am Ende ein wenig zu lang aus.

Lobend zu erwähnen ist die musikalische Untermalung des Hörspiels. Sie fügte sich thematisch gut in die einzelnen Szenen ein und ist nie reiner Selbstzweck. Mit rund 54 Minuten ist das Hörspiel nicht zu lang geraten. Trotzdem hätte man das Ende ein wenig straffen können und dafür im Mittelteil ein paar spannende Szenen einfügen können.

"Wie frustrierend, sie haben aber hoffentlich trotzdem weiter gemacht."

Nachdem die zweite Hörspielfolge der neuen Gruselserie eine gelungene Abenteuergeschichte ohne echten Grusel war, bot die dritte Folge "Moskito – Anflug der Killer-Insekten" eine teilweise wirklich schlechte Leistung einzelner Sprecher. Mit der vierten Folge scheint es nun wieder aufwärts zu gehen. Der fünfte Teil der neuen Gruselserie wird voraussichtlich wieder recht trashig: Er erscheint im Oktober und trägt den aussagekräftigen Titel "Dracula – Tod im All".

Fazit

"Projekt X – Invasion der Aliens" unterhält den Hörer gut, auch wenn die Spannung nicht durchgängig gehalten wird. Die Geschichte ist an sich nicht neu. Die bekannten Handlungen mixen Autor und Regisseurin aber zu etwas Neuem und Eigenständigen zusammen. Ein Pluspunkt des Hörspiels sind die zwei guten Nachwuchstalente, die sich in die Leistung der professionellen Hörspielsprecher perfekt einfügen.

Gruselserie - Folge 4: Projekt X - Invasion der Aliens

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