Hörspiel

Babylon Berlin: WDR 3 sendet das Hörspiel nach dem Krimi von Volker Kutscher

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Nachdem der Sender Sky und die ARD dem Krimi Der nasse Fisch unter dem Titel Babylon Berlin als Serie verfilmten, adaptierte der WDR den Roman nun als Hörspiel. Die Vorlage stammt von Volker Kutscher, der mittlerweile sechs weitere Krimis rund um den Ermittler Gereon Rath geschrieben hat.

Im Jahr 1929 wird der Kölner Kommissar Rath nach Berlin versetzt. Dort soll er am neuen Einsatzort seinen Dienst bei der Sitte verrichten. Während seine neuen Kollegen vom Berliner Morddezernat eine Leiche im Landwehrkanal finden, muss Rath bei diesen Ermittlungen nur zu sehen. Als weitere Leichen auftauchen, stellt er auf eigene Faust Nachforschungen an. Seine privaten Ermittlungen führen ihn tief in die Berliner Unterwelt und das Nachtleben der 20er Jahre.

In der Hauptrolle als Gereon Rath ist der Theaterschauspieler Ole Lagerpusch zu hören. Außerdem wirken in dem Hörspiel Peter Lohmeyer (Das Wunder von Bern), Alice Dwyer (3 Zimmer/Küche/Bad), Ulrich Noethen (Oh Boy), Meret Becker (Synchronsprecherin von Milla Jovovich in der Resident-Evil-Reihe), Uwe Ochsenknecht (Das Boot), Udo Schenk (Synchronstimme von Kevin Bacon und Gary Oldman), Reiner Schöne (deutsche Stimme von Darth Vader in Star Wars: Episode III und Star Wars Rebels) und Stefan Kaminski (Synchronsprecher von Jared Leto in Suicide Squad) mit. Das Hörspiel inszenierte der Film- und Hörspielregisseur Benjamin Quabeck (Verschwende deine Jugend).

WDR 3 sendet die Krimiserie in acht Folgen jeweils von 19.04 bis 19.35 Uhr. Los geht es am 22. Oktober. Die weiteren Teile folgen 23. Oktober, 24. Oktober, 25. Oktober, 29. Oktober, 30. Oktober, 31. Oktober und 1. November. Die Hörspielserie steht im Anschluss befristet zum Download im WDR-Hörspielspeicher zur Verfügung. Ab dem 29. Oktober um 19.05 Uhr wird die Hörspielserie auf dem Sender SWR2 wiederholt.

Donjon: Neue Hörspiele nach den Comics von Lewis Trondheim und Joann Sfar

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Donjon

Der Schweizer Radiosender SFR 2 Kultur setzt die Hörspieladaption der Comicreihe Donjon fort. Die Serie stammt von Lewis Trondheim (Ralph Azham, Herrn Hases haarsträubende Abenteuer) und Joann Sfar (Die Katze des Rabbiners).

Das Donjon ist ein Verlies, welches wie ein Wirtschaftsunternehmen geführt wird. Die Helden und Schatzsucher werden durch Gold und andere Reichtümer angelockt, zahlen am Eingang Eintritt und werden dann von den verschiedenen Monstern des Donjons nach Möglichkeit umgebracht. Die beiden Hauptfiguren sind die Ente Herbert und der rote Drache Marvin, welche beide im Donjon angestellt sind.

Neben der Hauptreihe Donjon – Zenit gibt es noch vier Nebenserien, die sich mit anderen Figuren und Zeitaltern befassen. In Deutschland erscheinen die Bände aktuell im Reprodukt Verlag.

SFR 2 Kultur vertont diesmal die Nebenreihe Donjon Parade. Der Sender hält sich dabei aber nicht an die Reihenfolge der Comics, die eigentlich mit dem Band Noch ein Donjon beginnt. Der vierte Band Gören, Grünzeug und Geziefer wird gar nicht umgesetzt, dafür gibt es Hans-Hans der Schreckliche aus der Unterserie Donjon Monster.

Die Hauptrollen übernehmen Hans-Georg Panczak (Synchronstimme von Mark Hamill) als Ente Herbert und Jörg Döring (Synchronstimme von Colm Meaney) als Drache Marvin. In weiteren Rollen sind Wolfgang Pampel (Synchronstimme von Harrison Ford ), Marco Kröger (Synchronstimme von Vin Diesel) und Olaf Reichmann (Synchronstimme von Nick Frost) zu hören.

Die erste Folge der neuen Staffel Der Weise aus dem Ghetto kann man sich hier anhören. Die weiteren Episoden werden jeweils an den kommenden Sonntagen um 17 Uhr gesendet. Teil 2 Der Tag der Frösche am 14. Oktober, Teil 3 Noch ein Donjon am 21. Oktober, Teil 4 Nubbeltechnik am 28. Oktober und Teil 5 Hans-Hans der Schreckliche am 4. November.

Bayern 2 sendet die Hörspiele Demolition und Per Anhalter ins All

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In diesem Herbst sendet der Sender Bayern 2 mehrere Science-Fiction-Hörspiele. Am Samstag, den 29. September von 15.05 bis 16.47 Uhr wird das Hörspiel Demolition ausgestrahlt. Es handelt von dem Wirtschatsmagnaten Ben Reich, der in einer Welt voller Telepathen den perfekten Mord plant. Der Science-Fiction-Krimi basiert auf einem Roman von Alfred Bester aus dem Jahr 1952.

Demolition wurde 1973 vom Sender Rias als Kunstkopf-Produktion vertont und war das erste deutsche Hörspiel, welche die neue Aufnahmetechnik einsetzte. Die inzwischen in Vergessenheit geratene Produktionsmethode lieferte Hörspiele, in denen der Zuhörer über Kopfhörer Geräusche sowohl nach rechts links, oben unten und vorne hinten unterscheiden kann.

In dem Hörspiel sind Hans Peter Hallwachs (Aragorn im Herr-der-Ringe-Hörspiel), Gert Günther Hoffmann (Synchronstimme von William Shatner) und Arnold Marquis (deutsche Stimme von Admiral Ackbar in Star Wars Epsiode IV – VI) zu hören.

Anfang Oktober folgt die sechsteilige Hörspielreihe Per Anhalter ins All aus dem Jahr 1981. Sie basiert auf Douglas Adams' Roman Per Anhalter durch die Galaxis, in dem sich Arthur Dent nach der Zerstörung der Erde auf eine bizarre Reise durch Raum und Zeit begibt. In dem Hörspiel wirken Felix von Manteuffel, Markus Boysen, Siemen Rühaak, Doris Schade und Rolf Boysen mit.

Die ersten beiden Folgen werden am 6. Oktober von 15.05 bis 17 Uhr gesendet. Die weiteren Teile folgen am 13. und 20. Oktober jeweils zur selben Sendezeit.

Am Sonntag, den 7. Oktober sendet Bayern 2 von 20.05 bis 21 Uhr zudem Sibyllen im Herkules oder: Instant Biester von Wolfgang Jeschke (Der letzte Tag der Schöpfung). In dem Hörspiel strandet ein amerikanisches U-Boot mit 200 Atomsprengköpfen im russischen Hoheitsgebiet. Ein Atomkrieg steht kurz bevor, als eine Warnung aus der Zukunft auf der Erde eintrifft.

In dem Hörspiel aus dem Jahr 1985 sind Matthias Ponnier, Ralf Schermul, Karin Anselm und Cornelia Froboess zu hören. Einen Tag später wird Sibyllen im Herkules oder: Instant Biester um 20.05 Uhr wiederholt.

Noch mehr Science-Fiction gibt es im Oktober auf WDR 5. Am 1. Oktober startet dort das Hörspiel Der dunkle Wald nach dem Roman von Cixin Liu. Einen Trailer zum Hörspiel gibt es hier.

Howard Phillips Lovecraft – Chroniken des Grauens: Neue Hörspielserie in Planung

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Larry Brent – Die neuen Fälle

Nachdem das Hörspiellabel WinterZeit Audiobooks die Serie Larry Brent aus rechtlichen Gründen nicht mehr fortführen durfte, hat man nach einem Nachfolger gesucht und ist fündig geworden. Das ehemalige Larry-Brent-Team soll nun die Reihe Howard Phillips Lovecraft – Chroniken des Grauens produzieren.

Die Chroniken des Grauens sollen aber keine originalgetreuen Adaptionen des Werkes des Horrorautors werden. Die bekannteren Geschichten Lovecrafts wurde bereits mehrfach von verschiedenen Labels als Hörspiele umgesetzt. WinterZeit Audiobooks will es nun mit einem anderen Ansatz versuchen.

Die Serie wird von Markus Winter geschrieben. Howard Phillips Lovecraft – Chroniken des Grauens soll eine fortlaufende Handlung bekommen sowie, mit der von Lovecraft erdachten Romanfigur Randolph Carter, einen durchgängigen Helden besitzen. Lovecraft Erzählungen dienen lediglich als Inspirationen und Aufhänger für die Nebenhandlung, welche in Etappen zum großen Ziel führen sollen.

H. P. Lovecraft schrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen Geschichten über Cthulhu und andere kosmische Wesen, welchen die Menschen allein durch ihre Präsenz in den Wahnsinn treiben. Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderen Schatten über Innsmouth, Berge des Wahnsinns, Cthulhus Ruf, Pickmans Modell, Der Fall des Charles Dexter Ward und Die Farbe aus dem All.

Etwas gedulden müssen sich die Hörer aber noch. Als grober Erscheinungstermin für die erste Folge ist erst der Herbst 2019 angedacht. Etwas früher wird hingegen die 2. Staffel der Hörspielreihe Das Schwarze Auge veröffentlicht. Die Fortsetzung der Fantasyserie ist auf der Facebook-Seite des Labels bereits für diesen Winter angekündigt.

An der Eisgrenze: Deutschlandfunk sendet das Hörspiel über eine neue Eiszeit

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Eine neue Eiszeit ist angebrochen. Immer weiter breitet sich die Kälte vom Norden her aus. Die Eisgrenze verläuft mittlerweile quer durch den europäischen Kontinent. Weite Flächen ehemals bewohnter Gebiete sind bereits unter den vordringenden Gletschermassen begraben.

Die wenigen Menschen, die Jenseits der Klimagrenze unter widrigen Umständen noch ausharren, fühlen sich von dem Rest der menschlichen Zivilisation vergessen. In das Grenzgebiet darf man nur mit einer speziellen Genehmigung einreisen - oder ausreisen. Lebensmittel und bewohnbare Unterkünfte sind dort knapp. Im Süden wird in den Medien nie über den kalten Norden berichtet.

Das soll sich mit der Reise von Carla Cavallero ändern. Sie wird vom Sekretariat für Wetter und Energie beauftragt, über die Tätigkeit einer Klimastation jenseits der Eisgrenze zu berichten. Mit ihrem ortskundigen Führer Duschek reist sie zu einer Ruine, in deren Keller der Forscher Dr. Feininger lebt, der einst mit seiner Eiszeittheorie für Aufsehen sorgte. Doch Carla muss feststellen, dass der Forscher und ihr Führer eigene Ziele verfolgen, die ihren geheimen Plänen zu wider laufen.

In dem Hörspiel An der Eisgrenze aus dem Jahr 1981 führte Andreas Weber-Schäfer Regie. Zu hören sind unter anderen Hans Peter Hallwachs (Aragorn im Herr-der-Ringe-Hörspiel) Marie-Luise Etzel (Paul Temple und der Fall Gilbert), Heinz Schacht (Thorin im Hörspiel Der kleine Hobbit), Heidemarie Rohweder (Fleisch ist mein Gemüse), Gert Haucke (Didi auf vollen Touren) und Walter Renneisen (Gimli im Herr-der-Ringe-Hörspiel).

Deutschlandfunk sendet das Hörspiel am 15. September von 0.05 bis 1 Uhr.

Der dunkle Wald: Der WDR setzt das Hörspiel Die drei Sonnen im Oktober fort

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Die drei Sonnen

Nachdem letzte Weihnachten das Hörspiel Die drei Sonnen nach dem gleichnamigen ersten Teil der Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu im WDR lief, war zu erwarten, dass der Sender zeitnah auch den zweiten Band adaptieren würde. Nun kommt die Fortsetzung Der dunkle Wald schneller als erwartet ins Radio. Bereits am 1. Oktober wird die erste Folge auf WDR 5 ausgestrahlt.

Die Handlung von Die drei Sonnen begann in den 60er-Jahren, inmitten der chinesischen Kulturrevolution. Eine Gruppe von Forschern arbeitete in einem chinesischen Geheimprojekt an einem möglichen Erstkontakt mit Außerirdischen. Das Projekt glückt und auch die Außerirdischen freuen sich über die Nachrichten von der Erde - sind sie doch auf der Suche nach einer neuen Heimat, da ihr Planet vor dem Untergang steht.

Die Menschheit hat noch einige Jahre Zeit, um sich auf die Invasion der Trisolarier vorzubereiten. Jedoch haben die Aliens bereits aus der Ferne damit begonnen, die Erde mit ihnen getreuen menschlichen Vasallen zu unterwandern. Außerdem haben die Trisolarier Zugriff auf sämtliche Daten der Menschheit, was die Vorbereitungen auf ihre Ankunft zusätzlich erschwert.

In der Hörspieladaption wirken unter anderen Walter Renneisen (Gimli im Herr-der-Ringe-Hörspiel), Santiago Ziesmer (Synchronsprecher von Sponge Bob), Ilse Strambowski (Die Vampirschwestern), Carlos Lobo (Synchronsprecher von Javier Bardem), Max Mauff (Sense8) und Sebastian Rudolph (Dark) mit.

WDR 5 sendet das Hörspiel Der dunkle Wald in vier Teilen jeweils von 15.05 bis 16 Uhr. Als Wiederholung sind sie jeweils am selben Tag von 21.04 bis 22.00 Uhr auf WDR 3 zu hören. Los geht es am 1. Oktober. Die weiteren Teile folgen am 2., 3. und 4. Oktober. Alle Folgen des Hörspiels stehen nach der Sendung im WDR-Hörspielspeicher zum befristeten Download zur Verfügung.

Gruselkabinett und Dreamland-Grusel kündigen neue Hörspiele an

UPDATE

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Dreamland-Grusel Galgendorf

Update

Auf der Webseite von Dreamland Production finden sich jetzt doch die Erscheinungstermine für die nächsten beiden Folgen. Galgendorf erscheint bereits am 28. September und Epsiode 37 Die dämonische Statue folgt auch schon im November 2018.

Originalmeldung

Zwei Hörspiellabels haben ihre Horrortitel für das kommende Jahr bekannt gegeben. Titania Medien bringt am 28. Februar bereits die 144. Folge in der Reihe Gruselkabinett heraus. Dafür haben die Produzenten Der gewaltige Gott Pan von Arthur Machen ausgewählt. In der 1894 erschienen Erzählung geht es um zwei Wissenschaftler, die durch ein Experiment in die Dimensionen des antiken Gottes Pan vorstoßen wollen.

Mit Der rote Raum folgt am 29. März ein weiteres Hörspiel nach H. G. Wells. Die eher unbekannte Geschichte handelt von einem jungen Mann, der mit modernster Technik den Spuk in einem alten Schloss aufklären will.

Folge 147 Die Höllenfahrt des Schörgen-Toni basiert, anders als die meisten Gruselkabinett-Produktionen, nicht auf einer literarischen Vorlage. In ihr hat das Ermittlerduo Colin und Alwyne Hargreaves aus Allen Upwards Heimgesucht seinen vierten Auftritt in der Reihe.

Außerdem werden 2019 die Hörspiele Das unheimliche Puppenhaus (M. R. James), Im Labyrinth der großen Pyramide (Louisa May Alcott) und Flaxman Low – Der Fall Teufelsmoor (E. & H. Heron) erscheinen.

Bei Dreamland Production scheint man bei der Planung noch nicht so weit zu sein. Dort werden nur die Titel und Autoren der nächsten Hörspiele ohne Erscheinungstermine angekündigt. Informationen zu den Inhalten der jeweiligen Folgen gib es bisher nicht.

Nur zu Folge 36 findet man auf der Facebook-Seite ein paar weitere Hinweise. Galgendorf stammt aus der Feder von Paul Burghardt und Tom Steinbrecher und ist nach Im Bann der Teufelskrähe eine zweite Hommage an die Jugendkrimiserie Tom und Locke von TKKG-Erfinder Stefan Wolf. Neben Sascha und Kerstin Draeger ist in der Episode auch Andreas Fröhlich (Die drei ???) zu hören.

Außerdem sind Der letzte Tropfen (Michael Harich), Geisternebel (Evelyn R. Boyd) sowie von Raimund Junker die Folgen Die dämonische Statue und Mutter in Produktion. Wer die Horrorreihe noch nicht kennt, für den hat das Label die erste Dreamland-Grusel-Folge auf You Tube hochgeladen.

Sherlock Holmes ermittelt im Fall Der schwarze Peter: Hörspiel nach Arthur Conan Doyle

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1904 erschien die Geschichte Der schwarze Peter von Arthur Conan Doyle in dem Sammelband Die Rückkehr des Sherlock Holmes. Genau 100 Jahre später, im Jahr 2004, wurde die Erzählung gemeinsam von SWR, MDR und RBB vertont. In dem Hörspiel ermittelt der Meisterdetektiv im Fall eines ermordeten Seemannes.

Für Dr. Watson beginnt dieses Abenteuer wieder einmal sehr merkwürdig, als sein Freund Sherlock Holmes eines Morgens im Jahr 1895 das Zimmer mit einem riesigen Speer unter dem Arm betritt. Damit, so erklärt der Detektiv, hat er im Schlachthaus vergeblich versucht, ein totes Schwein zu durchbohren.

Holmes wurde von Polizeiinspektor Hopkins um Hilfe gebeten. Dieser kommt im Mordfall des alten Seemanns Peter Carey nicht weiter. Der wegen seiner Wutanfälle und seines Jähzorns bekannte Kapitän wurde in seinem Haus von einer stählernen Harpune durchbohrt. Womit sich für Watsons Holmes Versuche im Schlachthaus erklären lassen.

Für den Inspektor ist der Bankierssohn John Hopley Nelligan der Hauptverdächtigen. Nelligan hatte versucht, in Careys Hütte einzubrechen. Doch während für die Polizei der Fall geklärt zu sein scheint, stellt Holmes seine ganz eigenen Ermittlungen an, die ihn tief in die Welt der Seefahrer führt.

In dem Hörspiel sind unter anderem Walter Renneisen (Gimli im Herr-der-Ringe-Hörspiel) und Peter Fitz (23 – Nichts ist so wie es scheint), sowie die Theaterschauspieler Christian Brey, Philipp Otto und Marius Marx zu hören.

Deutschlandfunk sendet das Kriminalhörspiel am 1. September von 0.05 bis 1 Uhr in der Reihe Mitternachtskrimi.

NeuNuernberg: 1Live veröffentlicht Trailer zur Hörspielserie

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Der Radiosender 1Live hat einen kurzen Trailer zu NeuNuernberg von Martin Heindel veröffentlicht. Das Hörspiel besteht aus insgesamt 12 Teilen und erzählt in einer nahen Zukunft über einen deutschen Bürgerkrieg in Bayern.

In einem zukünftigen Deutschland ist der Süden, insbesondere Bayern, zum Sammelbecken einer neuen Nationalbewegung geworden. Während sich Baden-Württemberg zunächst neutral verhält, ruft man in Bayern den Freistaat Deutschland aus. Nach einem Bürgerkrieg steht die Zone NeuNuernberg unter UN-Mandat – faktisch herrscht dort aber Anarchie.

Mit einer Gruppe Journalisten reist die Praktikantin Luzy Pape in die entmilitarisierte Zone ein. Kurz nach ihrer Landung werden die Presseleute angegriffen. Luzy schafft es nicht zurück zum Hubschrauber und muss sich nun allein durchs Kampfgebiet durchschlagen. Nachdem sie Zeugin eines Massakers an Zivilisten wird, beschließt sie NeuNuernberg nicht zu verlassen, sondern als neutrale Berichterstatterin aus der Zone zu senden.

Die Regie übernahm der Autor Martin Heindel selbst, der auch schon die Genrehörspiele Eifelgeist, Der Wald, Die Fabrik und Eigentlich müssten wir tanzen inszenierte. In dem Hörspiel sind unter anderen Marleen Lohse (Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt), Tommi Piper (Synchronstimme von Alf), Michael Schenk (Der Baader Meinhof Komplex), Hans Peter Hallwachs (Aragorn im Herr-der-Ringe-Hörspiel) und Max Mauff (Sense8) zu hören.

1Live sendet die ersten vier Folgen am Donnerstag den 20. September von 23 bis 0 Uhr. Die Episoden 5 bis 8 folgen am 27. September zur selben Sendezeit. Das Ende der Serie ist dann am 4. Oktober zu hören. NeuNuernberg steht nach der Sendung befristet im WDR-Hörspielspeicher zum Download zur Verfügung.

Geister-Schocker 76: Kritik zum Hörspiel Kreuzfahrt in die Hölle

In den 70er- und 80er-Jahren, als sich nur sehr wohlhabende Menschen eine Kreuzfahrt leisten konnten, öffneten TV-Serien wie Das Traumschiff und The Loveboat ein Fenster in eine Luxuswelt voller Exotik und Liebeswirren. Das scheint auch auf mehrere Autoren der damals beliebten Gruselromanhelfte inspirierend gewirkt zu haben. Eine dieser Geschichten von Bob Collins hat Romantruhe Audio nun unter den Titel Kreuzfahrt in die Hölle vertont.

Auffallend ist, dass sich in der Geister-Schocker-Reihe bereits zwei weitere Hörspiele zum Thema Kreuzfahrt befinden: Geister-Schocker 41: Das Monster aus dem Jenseits und die Folge 13: Kreuzfahrt in die Hölle aus der Feder von Wolfgang Hohlbein. Einen Punkt für mangelnde Kreativität kann man für den doppelten Titel also gleich zu Beginn abziehen.

"Alles, was wir auf der Sardonia erlebt haben, ist scheinbar weit hergeholt – aber alles ist geschehen oder zweifeln Sie daran?"

Die Geschichte beginnt auf den Galapagos-Inseln. Das Kreuzfahrtschiff Sardonia will gerade aus dem Hafen von St. Christobal auslaufen, als zwei FBI-Agenten mit einem mysteriösen Gefangenen zusteigen. Darauf wird der Reporter Guy Grant aufmerksam, der sich an die Ferse der beiden Polizisten heftet. So wird er Zeuge eines mysteriösen Mordes. Als sich Kapitän Fancher dazu entschließt, das Festland anzusteuern, um die beiden FBI-Agenten und ihren Gefangenen los zu werden, ist es bereits zu spät.

Es kommt zu weiteren unheimlichen Todesfällen und übersinnlichen Ereignissen. Zuletzt scheinen sich auch das Meer und das Wetter gegen das Kreuzfahrtschiff zu wenden. Der Journalist Grant versucht, zusammen mit der Schiffsärztin Dr. Meredith und dem Ersten Offizier Holcomb, den Täter zu ermitteln und so den drohenden Untergang des Schiffes zu verhindern.

"Ich fasse es nicht. Sie haben den Mistkerl k.o. geschlagen, und das Schiff ist wieder zur Ruhe gekommen."

Die Geister-Schocker hatten schon immer einen großen Hang zum Trash. Es gab durchaus gelungen spannende Folgen wie Der Satansorden von Chalderon oder Der Götze vom anderen Stern, die sich deutlich an Filmvorbildern orientieren. Dazwischen gab es Episoden wie Die Geliebte der Bestie mit gewollt lustigen Anspielungen an Lost und Star Wars.

Kreuzfahrt in die Hölle fällt in eine andere Kategorie. Die Story über einen übersinnlich begabten Killer auf einem Passagierschiff hat durchaus gute Ansätze für eine solide Horrorerzählung. Auf die üblichen beliebten Trash-Zutaten wie Riesenmonster, glupschäugige Außerirdische oder wahnsinnige Wissenschaftler wird nicht zurückgegriffen. Dennoch schaffen es die Machern nicht, eine unheimliche Stimmung zu erzeugen.

Dies liegt nicht in der Geschichte begründet, sondern daran, wie sie erzählt wird. Es wird gleich in die Handlung eingestiegen, ohne erst mal die Stimmung auf dem Kreuzfahrtschiff einzufangen. Der Erzähler kommt eigentlich immer zu Wort, wenn er nicht gebraucht wird. Gerade am Ende fehlt er hingegen, sodass es zu Handlungssprüngen kommt, welche der Hörer schwer einordnen kann. So sind plötzlich Personen tot, die in der Szene zuvor gerade noch gesprochen haben. Das es einen Orts- und Zeitwechsel gab, ist nur schwer nachzuvollziehen.

Außerdem kommt es zu unlogischen Entwicklungen, und die Motivation der einzelnen Personen sind zum Teil recht schleierhaft. So lässt sich vielleicht noch erklären, warum der Reporter Grant das Kommando übernimmt – als Held der Geschichte ist es einfach seine Berufung. Aber warum die Brücken-Crew des Schiffes ihn ohne große Bedenken als neuen Anführer akzeptiert, wird nie klar.

"John, John ... Scheiße, dieses scheiß Tablett hat ihn geköpft"

Das größte Manko für eine unheimliche Atmosphäre sind aber die Dialoge. Sie lassen den Hörer öfter laut auflachen als vor Angst zusammenzucken. In einer Szene zu Beginn wird jemand auf mysteriöse Weise durch ein fliegendes Silbertablett geköpft. Der Erzähler schildert auch pflichtbewusst, wie der Kopf vom Körper fällt. Trotzdem spricht der Zeuge der Bluttat seinen Kollegen zweimal an, ehe er feststellt, dass dieser tot ist und wohl nicht mehr antworten wird.

Solche absurden Dialoge werden in dem Hörspiel noch öfter geführt. Dennoch ist zu erkennen, dass man versucht hat, ein ernsthaftes Gruselhörspiel zu produzieren. Die Macher sind nur auf äußerst amüsante Art und Weise daran gescheitert. Gerade diese Tatsache macht die Folge so unterhaltsam. Während manche Trash-Komödien nicht wirklich lustig sind, gibt es bei Kreuzfahrt in die Hölle einige, wenn auch unfreiwillige, gute Lacher.

Immerhin muss man der Geschichte zugute halten, dass es zum Ende noch eine nicht vorhersehbare Wendung gibt. Produziert wurde das Hörspiel auch auf dem hohen Niveau der anderen Folgen der Reihe. Niemand scheint lustlos oder bewusst reinen Trash abliefern zu wollen.

"Wie sah der Mann aus?" „So wie er beschrieben wurde, Sir."

So hat man auch bei dieser Folge wieder drauf geachtet, erfahrene Synchron- und Hörspielsprecher zu engagieren. Diese liefern auch alle einen guten Job ab – sind aber manchmal Opfer ihrer Dialogzeilen, die sie sprechen müssen.

Als Reporter Guy Grant ist Alexander Doering zu hören. Es ist der Synchronsprecher von Dominic Monaghan in Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie. Ihm zur Seite stehen Tanja Geke (Synchronsprecherin von Zoe Saldana) als Dr. Meredith und Martin Kessler (Synchronsprecher von Nicolas Cage und Vin Diesel) als Gregory Holcomb.

In weiteren Rollen sind Marius Claren (Synchronsprecher von Jake Gyllenhaal und Tobey Maguire), Tim Knauer (Synchronsprecher von Dean O'Gorman in der Hobbit-Trilogie), Dirk Hardegen (Sprecher in den Hörspielen Drachenlanze, Geisterjäger John Sinclair und Bernhard Hennens Die Elfen) und Jörg Adae (Ödipussi) zu hören.

"Keine Panik, na der hat gut reden."

Einzig Helgo Liebig (Sprecher von verschiedenen Rollen in den alten Masters-of-the-Universe-Hörspielen) als Erzähler und einige kleinere Nebenrollen fallen im Vergleich zu den anderen Sprechern in ihrer Leistung ab. Das wirkt sich gerade in Liebigs Fall negativ aus. Gute Erzähler wie Christian Rode (Dreamland Grusel), Joachim Kerzel (Geisterjäger John Sinclair) oder Karlheinz Tafel (Erzähler der ersten Geister-Schocker-Folgen) konnten mit ihren markanten Stimmen auch bei schwachen Geschichten eine unheimliche Grundstimmung erzeugen.

Jeder, der schon einmal Halloween, Pyscho oder Der Weiße Hai gesehen hat, weiß auch wie sehr die Musik zur Erzeugung von Angst eingesetzt werden kann. Die musikalische Begleitung der Kreuzfahrt in die Hölle plätschert leider völlig belanglos am Ohr des Hörers vorbei.

"Warum, Sie haben doch ein Mittel gegen Smith und seine magische Fähigkeiten gefunden – Ihre Faust."

Den Umfang des CD-Booklets hat das Hörspiel-Label auch gekürzt. Zum Start der Reihe umfasste es noch zehn Seiten voller Informationen zu den Sprechern, dem Künstler der Covers, den Autoren der Folge, Kurzgeschichten, Minicomics oder Beiträge zur Geschichte der Gruselwelle der 70er und 80er Jahre. Zuletzt gab es auf wenigen Seiten zumindest noch Basisinformationen zu Autoren, Sprechern und der Romanvorlage.

In der aktuellen Folge werden nun nur noch die Sprecher und ihre Rolle aufgeführt. So kann man auch nicht mehr nachvollziehen, ob der doppelte Titel Kreuzfahrt in die Hölle bei Geister-Schocker 13 und 76 erst bei den Hörspielen auftrat oder auf die original Gruselromane zurückgeht.

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. So hat sich Romantruhe Audio nur den Standard angepasst, den man bei den meisten Hörspielen zurzeit vorfindet, die im Booklet alle ohne große Extras auskommen. Die Aufmachung der CD ist insgesamt gelungen. Das Coverbild hat zwar nur wenig mit der Geschichte zu tun, gibt aber durchaus die Trash-Stimmung des Hörspiels wieder.

"Mein Bedarf an Schiffen ist vorläufig gedeckt."

Fazit

Die Geister-Schocker-Reihe bleibt eine Wundertüte – man weiß nie genau, was man bekommt. Mit der Folge 76 ist Romantruhe Audio sicher kein Meisterwerk gelungen. Die Macher sind auf amüsante Weise daran gescheitert Gruselstimmung zu erzeugen – aber die Kreuzfahrt in Hölle ist dennoch unterhaltsam und streckenweise unfreiwillig komisch.

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