Lost

Lost: Showrunner wollten die Serie eigentlich nach drei Staffeln beenden

Kontroverse Serienenden gibt es nicht erst seit Game of Thrones im vergangenen Jahr. In den 2000ern war Lost das klassische Beispiel für eine Serie, die nach ihrem Ende viele enttäuschte Zuschauer zurückließ. In einem neuen Interview hat sich nun Damon Lindelof, der damals gemeinsam mit Carlton Cuse als Showrunner fungierte, zu den damaligen Arbeiten an Lost geäußert und enthüllt, dass das Duo die Serie eigentlich nach Staffel 3 beenden wollte.

Dieser Plan stieß bei den Verantwortlichen des Senders ABC jedoch auf wenig Gegenliebe, vor allem nachdem der Serienpilot Lost direkt zu einem Hit machte.

"Bei Lost ging es um Fragen wie 'Was ist befindet sich unter der Luke?', 'Woher kommt das Monster?', 'Wer war der originale Sawyer?', 'Wie landete Locke im Rollstuhl?', 'Was ist die Insel?". 'Wieso bewegt sie sich?', 'Wer sind die Anderen?'. Es gab all diese spannenden Mysterien und wir sagten uns: 'Diese Dinge wollen wir zum Ende von Staffel 1 beantworten, diese bis zum Ende von Staffel 2 und dann endet die Serie praktisch nach drei Jahren'.

Das war der ursprüngliche Plan, aber der Sender wollte davon nichts wissen. ... Sie sagten: 'Wisst ihr, wie schwer es ist, eine Serie zu machen, die Leute unbedingt schauen wollen? Warum wollt ihr sie beenden? Man beendet keine Serie, die Leute schauen.'"

Die Macher versuchten den Senderverantwortlichen zu erklären, dass gerade die Flashbacks endlich sein und nicht ewig gemolken werden konnten. Zunächst hatten sie damit jedoch nur wenig Erfolg. Erst als die ersten Episoden der 3. Staffel gemischte Publikumsreaktionen hervorriefen, setzte man sich wieder zusammen, um über das Serienende zu sprechen.

"Sie sagten uns: 'Wir haben beschlossen, dass ihr die Serie beenden dürft' ... Ich sagte zu [ABC-Präsident] Steve McPherson 'Dankeschön, das ist die beste Entscheidung für die Serie' und er sagte 'Wir hatten an zehn Staffeln gedacht'. Zu diesem Zeitpunkt waren wir wohlgemerkt bei der Hälfte von Staffel 3, wir hatten keine Schimmer, wie wir es bis Staffel 10 schaffen sollten. Ich antworte 'Wir dachten eher an vier Staffeln' und sie sagen 'Wie sieht es mit neun aus?' Am Ende landeten wir bei sechs mit ein paar Episoden weniger, damit wir mehr Zeit zwischen Staffeln zur Planung hatten."

Der Plan wurde umgesetzt, wobei ein Autorenstreik dafür sorgte, dass noch ein paar weitere Folgen gestrichen wurden. Am Ende lief das Staffelfinale von Lost in den USA am 23. Mai 2010.

Jubiläen 2020: Willkommen im Jahr der Astronauten und Drachen

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Herrschaft des Feuers

Wenn man dem Kino-Orakel glauben darf, geht die größte Gefahr für das kommende Jahr von Drachen aus. Aber es gibt auch gute Nachrichten: So sagte Hollywood schon vor zwanzig Jahren voraus, dass 2020 die erste bemannte Mission zum Mars startet – und außerdem es gibt wieder viele Jubiläen zu feiern.

Bevor Cthulhu und die anderen Großen Alten vor Äonen das Licht der Welt erblickten, wurde am 20. August 1890, vor 130 Jahren, ihr Schöpfer Howard Phillip Lovecraft geboren. 20 Jahre später am 17. Oktober 1910 starb Kurd Laßwitz (Auf zwei Planeten). Heute erinnert noch der nach Laßwitz benannte Preis an den Pionier der deutschen Science-Fiction.

1920 brachte United Artists ihren ersten Film ins Kino. Das Zeichen des Zorros macht vor 100 Jahren den Schauspieler Douglas Fairbanks senior zum Star. Im selben Jahr wurden die Science-Fiction-Schriftsteller Isaac Asimov und Ray Bradbury sowie der Filmtrickspezialist Ray Harryhausen geboren.

Zehn Jahre später starb Arthur Conan Doyle – unsterblich geblieben ist hingegen, der von ihm erfundene Meisterdetektiv Sherlock Holmes. 1930 wurde Wolfgang Völz geboren. Der 2018 verstorbene Schauspieler war in Raumpatrouille Orion und mehreren Edgar-Wallace-Filmen zu sehen und lieh seine Stimme unter anderen dem Androiden Otto in der Zeichentrickserie Captain Future. Clint Eastwood und Sean Connery könnten, wenn sie wollten, dieses Jahr zusammen ihren 90. Geburtstag feiern.

2019 war Joker einer der großen Erfolge an der Kinokasse. Batmans Lieblingsgegenspieler wurde 1940 von dem Assistenzzeichner Jerry Robinson entworfen und von Bob Kane und Bill Finger überarbeitet. Im selben Jahr hatte auch der Superheld Jay Garrick alias The Flash seinen ersten Auftritt in einem Comicheft. Der vor 80 Jahren geborene Regisseur George A. Romero ist nicht so sehr für seine Helden, sondern für die von ihm etablierten wandelnden Toten bekannt.

Der Regisseur Jack Arnold drehte 1955 gleich zwei Monsterfilme und der junge Clint Eastwood trat vor 65 Jahren sowohl in Tarantula als auch in Die Rache des Ungeheuers in einer Nebenrolle auf.

Alfred Hitchcocks Psycho lief 1960 in den US-Kinos an. Der schottische Comicautor Grant Morrison (Batman: Arkham Asylum, Happy!) und der englische Fantasy-Autor Neil Gaiman (Niemalsland, American Gods) kamen vor 60 Jahren auf die Welt. Somit dürften die beiden den Filmklassiker damals nicht im Kino gesehen haben.

Am 18. Oktober 1970 strahlte die ARD Das Millionenspiel aus. In pseudodokumentarischen Stil zeigte der Film eine TV-Show, in der ein Kandidat von Jäger live zu Tode gehetzt wird. Aufgrund von Urheberstreitigkeiten war Das Millionenspiel, in dem vor 50 Jahren Dieter Hallervorden und Dieter Thomas Heck mitwirkten, mehrere Jahrzehnte nicht zu sehen.

1980 hatte das Warten für viele Star-Wars-Fans ein Ende: George Lucas brachte die Fortsetzung Das Imperium schlägt zurück in die Kinos – Luke verlor vor 40 Jahren seine Hand, und Han Solo wurde in Karbonit eingefroren. John Carpenters Horrorfilm The Fog – Nebel des Grauens hatte es gegen die Konkurrenz aus der weit weit entfernten Galaxie nicht leicht – war aber so erfolgreich, dass man vor 15 Jahren ein Remake des Films drehte.

Der vor 35 erschienene Film Die Goonies ist eine der Inspirationsquellen für die Serie Stranger Things. In deren dritter Staffel schauen sich Robin und Steve ziemlich zugedröhnt Zurück in die Zukunft an, der ebenfalls 1985 in die Kinos kam.

Vor 30 Jahren sahen sich die Menschen Edward mit den Scherenhänden, Total Recall, Tremors – Im Land der Raketenwürmer oder die erste Realverfilmung der Teenage Mutant Ninja Turtles im Kino an. Doch es gab auch Leute, die 1990 lieber zu Hause blieben, um das Point-and-Click-Adventure The Secret of Monkey Island zu spielen. Außerdem erschien in Polen der erste Band mit Kurzgeschichten um den Hexer Geralt von Riva von Andrzej Sapkowski – welcher Jahre später die Grundlage für eine andere erfolgreiche Computerspielreihe und eine TV-Serie bilden sollte.

Dieselben Menschen saßen fünf Jahre später schon wieder oder immer noch vor dem Computer – LucasArts hatte 1995 mit Full Throttle ein weiteres lustiges Adventure-Game herausgebracht. Im Kino klärte Jumanji über die Gefahren von Brettspielen auf und Toy Story bewies vor 25 Jahren, dass computeranimierte Filme abendfüllende Unterhaltung bieten können. Und im Fernsehen startete Captain Janeway mit dem Raumschiff Voyager ihre Rückreise aus dem Delta-Quadranten.

Carl Barks hat Donald Duck nicht erfunden, aber wesentlich zum Weltruhm der Ente beigetragen. Zudem stammt ein Großteil der bekannten Bevölkerung von Entenhausen (Dagobert Duck, Daniel Düsentrieb, Gustav Gans, Gundel Gaukeley und die Panzerknacker) aus seiner Feder. Der Autor und Zeichner starb vor 20 Jahren am 25. August 2000.

2005 trug die dunkle Seite der Macht den Sieg davon, und Darth Vader vernichtete den Orden der Jedi. Vor 15 Jahren endete mit Episode III – Die Rache der Sith die Star-Wars-Prequel-Trilogie. In Australien und Nordamerika wurde das Spiel World of Warcraft schon im November des Vorjahres veröffentlicht. Aber in Europa konnten die Spieler erst ab 2005 an dem Multiplayer-Online-Game teilnehmen. Im selben Jahr kehrte Doctor Who nach längerer Pause mit Christopher Eccleston als neunter Doctor auf den TV-Bildschirm zurück.

Nicht alle Geheimnisse wurden 2010 aufgeklärt, und nicht alle Fans waren mit dem Ende der Serie zufrieden – vor 10 Jahren lief die finale Folge von Lost. Im selben Jahr startete die Zombieserie The Walking Dead – im Herbst 2020 soll die 11. Staffel starten.

Terry Pratchett erschuf mit der Scheibenwelt die Heimat des Zauberers Rincewind, der Hexe Oma Wetterwachs und des Stadtwächters Samuel Mumm. Vor 5 Jahren verstarb einer der besten und lustigsten Fantasy-Autoren. Einen Anfang gab es hingegen für eine Reihe neuer Helden in Star Wars: Das Erwachen der Macht, die an der Seite von Han Solo, Leia und Chewbacca in der Fortsetzung der Skywalker-Saga auftraten. Außerdem war 2015 das Jahr, in dem allen Menschen klar wurde, dass die Autoren von Zurück in die Zukunft II sich geirrt hatten und es doch noch keine funktionsfähigen Hoverboards gab.

Und 2020? Werden Drachen auf der Erde die Macht an sich reißen, während die ersten Astronauten auf dem Mars landen? – Zumindest wenn es nach den Visionen der Drehbuchautoren der frühen 2000er geht. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass Regisseur Rob Bowman mit der Voraussage der Zukunft in Die Herrschaft des Feuers daneben lag. Aber auch ein bemannter Marsflug ist für dieses Jahr zumindest nicht absehbar. Aber immerhin ist Brian De Palma mit Mission to Mars ein wenig näher an die Realität herangekommen.

Die Herrschaft des Feuers - VHS Video Trailer

Mission to Mars (2000) - Trailer deutsch/german

Lost: ABC-Chefin wünscht sich eine Neuauflage

Eine totale Überraschung wäre es nicht - in den letzten Jahren äußerten Serienmacher wie Damon Lindelof, J.J. Abrams oder auch Produzent Carlton Cuse immer mal wieder ihre Meinung bezüglich einer möglichen Fortsetzung oder Neuauflage ihre Erfolgsserie Lost.

Allerdings sehen sie sich nicht selbst beteiligt, sondern ein neues Team kreativer Köpfe soll frischen Wind in das Universum bringen. Im Rahmen der TCA-Pressetour sprach nun auch Karey Burke, Chefin von ABC Entertainment, über eine mögliche Zukunft:

"Es ist an einem Punkt, wo ich sogar schon davon träume. Noch habe ich weder mit Carlton (Cuse), J.J. (Abrams) oder auch nur ABC Studios darüber gesprochen. Aber ich bekomme oft die Frage gestellt, welche Serie ich neu auflegen wollen würde, und meine Antwort ist immer 'Lost'. Es gibt noch nichts zu berichten, vielleicht auch niemals. Aber es wäre eine schöne Sache sich am mal drüber zu unterhalten."

Die mysteriösen Geschichten der Überlebenden eines Flugzeugabsturzes im Pazifik und der rätselhaften Insel war bereits bei Serienstart im Jahr 2004 ein weltweites Phänomen. Jedoch spaltet 2010 die finale Staffel und insbesondere die letzten Episoden von Lost werden auch heute noch immer mal wieder hitzig diskutiert.

Jubiläen 2019: 90 Jahre Tim und Struppi, 80 Jahre Batman und 30 Jahre Die Simpsons

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Szenenbild Tim und Struppi

Das nächste Jahr dürfte für viele Science-Fiction-Fans genauso enttäuschend werden, wie 2015 – es sind immer noch keine fliegenden Autos in Sicht. Wie Zurück in die Zukunft II versprach 1982 bereits der im Jahr 2019 angesiedelte Film Blade Runner eine Welt voller schwebender Verkehrsmittel. Trotzdem gibt es 2019 viele fantastische Jubiläen zu feiern.

1859 wurde Arthur Conan Doyle geboren. Als 1869 der Roman 20.000 Meilen unter dem Meer erschien, war er noch weit von der Veröffentlichung seiner Sherlock-Holmes-Geschichten entfernt. Sein französischer Schriftstellerkollege Jules Verne war vor 150 Jahren bereits ein sehr aktiver Autor.

Im Juli vor 125 Jahren wurde Aldous Huxley geboren. Rein theoretisch hätte der spätere Autor von Schöne Neue Welt, dem Verfasser von Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde noch persönlich begegnen können. Robert Louis Stevenson verstarb im Dezember 1894 mit nur 44 Jahren.

1904 kam Sir Alec Guinness zur Welt. Seiner Überzeugung nach zählte die Rolle in Star Wars Episode IV nicht zu seinen besten schauspielerischen Leistungen. Trotzdem bleibt er wohl immer mit der Rolle des Obi-Wan Kenobis verbunden. Sein Stars-Wars-Kollege Peter Cushing wurde zuerst durch die Dracula- und Frankensteinstreifen von Terence Fisher berühmt. Der Regisseur der berüchtigten Hammer-Studios wurde ebenfalls vor 115 Jahre geboren.

Vor 100 Jahre erblickte Agostino de Laurentiis das Licht der Welt. Besser bekannt wurde der Italiener später, als er unter dem Namen Dino De Laurentiis die Kinofilme Barbarella, Conan, der Barbar, Der Wüstenplanet und Armee der Finsternis produzierte.

Ein junger Reporter und sein Hund machten sich vor 90 Jahre auf ins Abenteuer: 1929 veröffentlichte Hergé die erste Geschichte mit dem Gespann Tim und Struppi. Im selben Jahr wurde Ursula K. Le Guin geboren. Die am 22. Januar 2018 verstorbene Science-Fiction-Autorin wurde durch ihre Romane Die linke Hand der Dunkelheit, Planet der Habenichtse und ihren Erdsee-Zyklus weltbekannt.

Donald Duck wurde zwar drei Jahre zuvor in einem Bilderbuch bereits erwähnt, aber erst 1934 bekam die Ente in den Zeichentrickfilm Die kluge kleine Henne ihren ersten Auftritt. Vor 85 Jahren spielte sie in dem Cartoon zunächst neben seinem Kumpel Micky nur eine kleine Rolle.

Das Disney-Trio war fünf Jahre später komplett. Die Figur Dippy Dawg wurde 1939 offiziell in Goofy umbenannt. Unter den Achtzigjährigen Superhelden steht Supergoof allerdings im Schatten von Batman. Im März 1939 erschien in Detective Comics # 27 das erste Abenteuer des dunklen Ritters. Geboren wurde im selben Jahr zudem der Autor Michael Moorcock (Elric von Melniboné).

Am 29. Juli 1954 veröffentlicht John Ronald R. Tolkien in England den ersten Band seiner Fantasy-Trilogie Der Herr der Ringe. Japan wurde im selben Jahr zum ersten Mal von Godzilla heimgesucht. Von den ersten Angriffen der Monsterechsen unberührt wurde in der Präfektur Miyagi vor 65 Jahren der Manga-Zeichner Katsuhiro Otomo (Akira) geboren.

In Stuttgart fand vor 60 Jahren die Uraufführung von Der Frosch mit der Maske statt. So begann 1959 die berühmt berüchtigte Edgar-Wallace-Filmreihe der deutschen Nachkriegszeit.

1969 kamen endlich auch deutsche Leser dank der ersten Übersetzung von Tolkiens Werk in den Genuss, den Herrn der Ringe zu lesen. Kinder freuten sich vor 50 Jahre sicher mehr über die Fernsehadaption der Augsburger Puppenkiste des Kinderbuchklassikers Urmel aus dem Eis. Die Fernsehserie Raumschiff Enterprise endete hingegen vor 50 Jahren. Der zweite Ableger Star Trek – Das nächste Jahrhundert ging vor 25 Jahren zu Ende und die letzte Folge von Deep Space Nine lief vor 20 Jahren.

In den USA kam 1974 das Pen-and-Paper-Rollenspiel Dungeons & Dragons von Gary Gygax und Dave Arneson heraus. Ebenfalls vor 45 Jahren lief in den US-Kinos das Texas Kettensägenmassaker von Regisseur Tobe Hooper an.

Seit 1979 wissen die Leser dank Douglas Adams, wie man Per Anhalter durch die Galaxis reist. In den Kinos konkurrierten vor 40 Jahren so unterschiedliche Science-Fiction-Streifen wie Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, Das Imperium schlägt zurück und Star Trek: Der Film um die Gunst des Publikums.

Die Geschichte Aventuriens reicht sicher viel weiter zurück, aber erst seit 35 Jahren können Rollenspieler die Welt von Das Schwarze Auge erkunden. 1984 begründete William Gibson mit seinem Roman Neuromancer das Cyberpunk-Genre, und im Kino sorgte Freddy Krueger für mörderische Träume.

Sylvester McCoy hatte die Rolle des Doctors zwei Jahre zuvor übernommen, als die klassische Doctor-Who-Serie 1989 endete und mit Ausnahme eines TV-Films erst 2005 in neuer Form zurückkehrte. Dafür wurde vor 30 Jahren in den USA die erste eigenständige Folge der Simpsons ausgestrahlt. In den Kinos sorgten 1989 Tim Burtons Batman und Indiana Jones und der letzte Kreuzzug für volle Kinosäle.

Der durch Terence Fishers Horrorfilme und seine Rolle als Großmoff Tarkin in Star Wars Episode IV bekannte Schauspieler Peter Cushing starb am 11. August 1994. 2016 gab es in Rogue One: A Star Wars Story ein digitales Wiedersehen mit Tarkin. Quentin Tarantino feierte vor 25 Jahren mit seinem zweiten Kinofilm Pulp Fiction seinen endgültigen Durchbruch als Regisseur.

1999 hatte das Warten ein Ende – seit 1983 hatte es keinen neuen Star-Wars-Film gegeben. Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung spielte rund eine Milliarde Dollar ein. Der Found-Footage-Film Blair Witch Project startete im selben Jahr und spielte bei Produktionskosten von 60.000 Dollar am Ende 141 Millionen Dollar ein. Vor 20 Jahren und 10 Jahre nach den Simpsons begann mit Futurama Matt Groenings zweite Trickfilmserie. Ebenfalls 1999 veröffentlichte Comiczeichner Walter Moers mit Die 13½ Leben des Käpt'n Blaubär seinen ersten Roman – für 2019 ist mit Der Bücherdrache bereits das neunte Zamonien-Buch angekündigt.

Vor 15 Jahren konnte man am Fernsehbildschirm das Schicksal mehrerer Überlebender eines Flugzeugabsturzes verfolgen, welche auf einer geheimnisvollen Insel um ihr Überleben kämpften. Der Sender ABC sendet am 22. September 2004 die erste Folge der Mystery-Serie Lost.

Zack Snyder verfilmte vor 10 Jahren Alan Moores Graphic Novel Watchmen zum ersten Mal. Als TV-Serie soll die Superheldensaga 2019 auf dem US-Sender HBO anlaufen. Ein Jahr länger müssen sich die Avatar-Fans noch gedulden. 2009 begeisterte Avatar – Aufbruch nach Pandora mit seinen 3D-Bildern eines fernen Paradieses. Die Erste von zwei geplanten Fortsetzungen soll erst 2020 in die Kinos kommen.

Man sollte über die fehlenden fliegenden Autos nicht zu traurig sein – eigentlich kann man insgesamt froh sein, dass nicht alle Zukunftsvisionen aus Ridley Scotts Blade Runner wahr geworden sind. Vielleicht schafft es noch jemand bis November ein fliegendes Auto auf den Markt zu bringen, um so drohende Dieselfahrverbote zu umgehen. Ansonsten kann man sich damit trösten, dass das Schreckensszenario aus dem Film Die Insel, welcher ebenfalls im Jahr 2019 spielt, auch nicht eingetroffen ist.

Die Insel Trailer (German)

Blade Runner (1982) Trailer #2 Deutsch / German - Offiziell (HD)

Lost: Damon Lindelof äußert sich zu einer möglichen Rückkehr der Serie

Damon Lindelof, einer der Schöpfer von Lost, hat sich zu einer möglichen Rückkehr der Serie geäußert. Der Produzent und Drehbuchautor bleibt bei seiner Aussage sehr vage – konkreter wird er nur, was seinen Anteil an einer möglichen Fortsetzung oder einem Reboot angeht.

Eine neue Generation Filmschaffender soll sich der Mystry-Serie annehmen, erklärt Lindelof und zieht einen Vergleich zu der von George Lucas geschaffenen Star-Wars-Saga:

Carlton [Cuse] und ich habe immer gesagt, dass wir jede zukünftige Arbeit an unserem geistigen Eigentum begrüßen würden. Lost war größer als wir und größer als J.J. [Abrams]. Es ist aufregend zu sehen, dass George Lucas das Star-Wars-Universum verkauft hat und das es jetzt von den Leuten fortgesetzt wird, die mit ihm aufwuchsen. Vielleicht könnte das gleiche mit Lost passieren."

Lost lief von September 2004 bis Mai 2010 und brachte es auf insgesamt sechs Staffeln. J.J. Abrams gehörte zusammen mit Damon Lidelof zu den Schöpfern der Serie. Carlton Cuse war als Drehbuchautor und ausführender Produzent mit an Bord.

Lindelof äußerte er sich bereits 2014 zu einer möglichen Fortsetzung der Serie. Bisher sind seinen Äußerungen keine konkreten Schritte gefolgt. Bis die Generation, die mit Lost groß wurde, im Filmgeschäft das Sagen hat, dürften auch noch ein paar Jahre vergehen. So leicht scheint die Insel ihre Schöpfer auf jeden Fall nicht loszulassen.

Lost: Eine Rückkehr auf die Insel ist nur eine Frage der Zeit

Erinnert ihr euch noch? Die Serie über die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes auf einer Insel im Pazifik, auf der komische Dinge passieren, könnte bald auf die Bildschirme zurückkehren. Lost-Produzent Carlton Cuse denkt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Serie zur weiteren Verwertung aus der Besenkammer geholt wird:

"Disney besitzt die Rechte am Franchise und es hat ihnen einen Batzen Geld eingebracht. Es ist schwer vorstellbar, dass sie es für alle Ewigkeit ruhen lassen. Damon [Lindelof] und ich habe unseren Teil der Geschichte in dieser Welt erzählt. Jemand anderes wird kommen und, inspiriert durch unsere Geschichte, oder unsere Vision der Geschichte, ihre eigene erzählen.

Es ist vergleichbar mit Die Chroniken von Narnia. Es gibt sieben Bücher, die alle von C.S. Lewis geschrieben wurden. Jedes Buch besucht Narnia zu einem anderen Zeitpunkt mit jeweils unterschiedlicher Ausgestaltung. Jemand wird einen Weg finden, andere andere Lost-Geschichte zu erzählen. Es ist unausweichlich. Ich habe keine Ahnung, um was es gehen könnte, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das Franchise abgeschlossen ist."

Lost lief von 2004-2010 und brachte es auf 121 Episoden.

Fortsetzung? Reboot? - Damon Lindelof spricht über Lost

Lost-Produzent und Autor Damon Lindelof (Prometheus) geht davon aus, dass es in einer gewissen Zukunft eine Rückkehr in dieses Universum, oder aber einen Neustart geben wird. Jedoch wird er nicht Teil davon sein:

"Ich denke, dass wir mehr von Lost sehen werden. Es wird jedoch nicht von uns kommen [dem Team der Originalserie]. Es wird eine andere Gruppe von kreativen Köpfen kommen und sich dem Material annehmen, was ich sehr aufregend finde.

Wir haben unsere Geschichte zuende erzählt und soviel Energie hinein gesteckt, um sie zu beenden - um wieder Energie in einen Neustart zu stecken...Die Serie war sehr erfolgreich. Vielleicht war sie etwas zu lang. Ich denke aber, es wird mehr [Lost] geben, aber es wird nicht von uns kommen."

Was man auch immer vom Handlungsverlauf der Serie Lost halten mag, Lindelof ist zufrieden mit dem Weg, den der Handlungsbogen genommen hat:

"Die Serie lebte von den offenen Fragen, sie endete mit offenen Fragen. Ich bin froh, dass Fragen Teil des Vermächtnisses sind."

Lost lief über sechs Staffeln von 2004-2010.

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