Lost: Showrunner wollten die Serie eigentlich nach drei Staffeln beenden

Kontroverse Serienenden gibt es nicht erst seit Game of Thrones im vergangenen Jahr. In den 2000ern war Lost das klassische Beispiel für eine Serie, die nach ihrem Ende viele enttäuschte Zuschauer zurückließ. In einem neuen Interview hat sich nun Damon Lindelof, der damals gemeinsam mit Carlton Cuse als Showrunner fungierte, zu den damaligen Arbeiten an Lost geäußert und enthüllt, dass das Duo die Serie eigentlich nach Staffel 3 beenden wollte.

Dieser Plan stieß bei den Verantwortlichen des Senders ABC jedoch auf wenig Gegenliebe, vor allem nachdem der Serienpilot Lost direkt zu einem Hit machte.

"Bei Lost ging es um Fragen wie 'Was ist befindet sich unter der Luke?', 'Woher kommt das Monster?', 'Wer war der originale Sawyer?', 'Wie landete Locke im Rollstuhl?', 'Was ist die Insel?". 'Wieso bewegt sie sich?', 'Wer sind die Anderen?'. Es gab all diese spannenden Mysterien und wir sagten uns: 'Diese Dinge wollen wir zum Ende von Staffel 1 beantworten, diese bis zum Ende von Staffel 2 und dann endet die Serie praktisch nach drei Jahren'.

Das war der ursprüngliche Plan, aber der Sender wollte davon nichts wissen. ... Sie sagten: 'Wisst ihr, wie schwer es ist, eine Serie zu machen, die Leute unbedingt schauen wollen? Warum wollt ihr sie beenden? Man beendet keine Serie, die Leute schauen.'"

Die Macher versuchten den Senderverantwortlichen zu erklären, dass gerade die Flashbacks endlich sein und nicht ewig gemolken werden konnten. Zunächst hatten sie damit jedoch nur wenig Erfolg. Erst als die ersten Episoden der 3. Staffel gemischte Publikumsreaktionen hervorriefen, setzte man sich wieder zusammen, um über das Serienende zu sprechen.

"Sie sagten uns: 'Wir haben beschlossen, dass ihr die Serie beenden dürft' ... Ich sagte zu [ABC-Präsident] Steve McPherson 'Dankeschön, das ist die beste Entscheidung für die Serie' und er sagte 'Wir hatten an zehn Staffeln gedacht'. Zu diesem Zeitpunkt waren wir wohlgemerkt bei der Hälfte von Staffel 3, wir hatten keine Schimmer, wie wir es bis Staffel 10 schaffen sollten. Ich antworte 'Wir dachten eher an vier Staffeln' und sie sagen 'Wie sieht es mit neun aus?' Am Ende landeten wir bei sechs mit ein paar Episoden weniger, damit wir mehr Zeit zwischen Staffeln zur Planung hatten."

Der Plan wurde umgesetzt, wobei ein Autorenstreik dafür sorgte, dass noch ein paar weitere Folgen gestrichen wurden. Am Ende lief das Staffelfinale von Lost in den USA am 23. Mai 2010.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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