Spider Man

Spider-Man: Neue Trilogie mit Tom Holland soll in Arbeit sein

Im kommenden Monat soll - sofern es die derzeitige Pandemielage erlauben - Spider-Man: No Way Home in den Kinos starten. Damit wäre die Arbeit von Tom Holland, der seit Captain America: Civil War die Rolle der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft übernommen hatte, eigentlich erledigt gewesen. Eigentlich.

In einem Interview mit Fandango verkündigte Sony-Produzentin Amy Pascal nun, dass Tom Holland nicht nur weiterhin als Peter Parker alias Spider-Man zu sehen sein werde. Zudem sei auch eine weitere Spider-Man-Trilogie mit Holland in Arbeit, wie sie erklärte:

"Dies ist nicht der letzte Film, den wir mit Marvel machen werden - [dies ist nicht] der letzte Spider-Man-Film. Wir bereiten uns darauf vor, den nächsten Spider-Man-Film mit Tom Holland und Marvel zu machen. Wir haben dies als drei Filme betrachtet sind, und jetzt gehen wir zu den nächsten drei Filmen über. Dies ist nicht der letzte unserer MCU-Filme."

Amy Pascal hatte vom Jahr 2006 für neun Jahre den Posten des Co-Vorstandes von Sony Pictures inne. Nachdem es im Jahr 2014 zu einem Daten-Hack bei Sony kam und E-Mails von Pascal öffentlich wurden, in denen sie unter anderem abfällig über den damaligen US-Präsidenten Barack Obama äußerte, trennten sich die Wege von Sony und Pascal Anfang 2015. Pascal gründete daraufhin aber ihre eigene Produktionsfirma, die eng mit Sony zusammenarbeitet.

Die Produzentin war jedoch nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der früheren Spider-Man-Filme mit Tobey Maguire und Andrew Garfield in den Hauptrollen, sondern sie war auch eine Schlüsselfigur bei den Verhandlungen über die Zusammenarbeit zwischen Sony Pictures, welches die Filmrechte für Spider-Man besitzen, und Marvel Studios, die Filme und Fernsehsendungen für Disneys Marvel Cinematic Universe produzieren.

In einem Interview mit GQ ließ Pascal schon ähnliche Gedanken über eine neue Trilogie beziehungsweise einer weiteren Verpflichtung von Tom Holland verlauten:

“Ich werde nie wieder Spider-Man-Filme ohne ihn machen. Macht ihr Witze?”

Interessant ist jedoch, dass Holland in demselben Artikel mit GQ ein paar Bedenken äußerte, weiterhin in das Kostüm von Spider-Man zu schlüpfen:

"Vielleicht ist es für mich an der Zeit, weiterzuziehen. Vielleicht ist es das Beste für Spider-Man, wenn sie einen Miles-Morales-Film machen. Ich muss auch Peter Parker in Betracht ziehen, denn er ist ein wichtiger Teil meines Lebens. [...] Wenn ich Spider-Man spiele, wenn ich 30 bin, habe ich etwas falsch gemacht."

Ein Spider-Man-Film mit Holland steht jedenfalls noch aus. Sofern ein Kinobesuch dann noch möglich sein sollte, startet Spider-Man: No Way Home am 16. Dezember in den deutschen Kinos.

Kritik zu Spider-Man: Die freundliche Spinne auf der Playstation

Während Tom Holland auf der Kinoleinwand bereits drei Auftritte als neueste Interpretation von Spider-Man hatte, ging der Kultheld aus dem Hause Marvel bei Videospielen lange leer aus. Den Anstoß für einen neuen Titel für die Playstation 4, der auf den uninspirierten Namen und Suchmaschinen-Albtraum Spider-Man hört, hat wohl ironischerweise die Konkurrenz von DC gegeben. In vier Ablegern der Arkham-Reihe hat ein gewisser dunkler Ritter quasi im Alleingang Superheldenspiele wieder cool gemacht. Bei Spider-Man ist diese Inspiration deutlich erkennbar: In einer offenen Spielwelt, der digitalen Nachbildung von Manhattan, schwingt sich der Spieler von einem Ort zum Anderen, während die Stadt langsam von Schurken zerstört wird.

Interessant ist wie bei Batman auch hier der Ansatz: Die Geschichte richtet sich nicht nach aktuellen Filmen, sondern übernimmt einen Comicbuch-Kanon, der an manchen Stellen abgeändert wurde. Kenner und langjährige Fans des Wandkrabblers sollen so auch noch überrascht werden, nur Sonys PR-Abteilung hat das scheinbar niemand mitgeteilt. Als größter Twist und “Spoiler” wurde die Identität des Anführers der Sinister Six im Spiel gehandelt. Wer neben Rhino, Electro, Mr. Negative, Vulture und Scorpion der große Oberbösewicht ist, ist aber auch für Neulinge sehr absehbar. Nur so viel: Der erwachsene Peter Parker arbeitet mit dem genialen Wissenschaftler Otto Octavius an Prothesen-Armen. Das ist kein versteckter Hinweis, sondern ein Wink mit dem Zaunpfahl, oder eher den vier mechanischen Riesententakeln.

New York - Acht Jahre nach Onkel Ben

Die Handlung setzt, konträr zu dem Ansatz von Homecoming, nicht nur nach der Schulzeit an, Peter Parker hat auch schon studiert und arbeitet in dem Labor von Octavius. Durch die Schluchten der Wolkenkratzer schwingt er sich seit acht Jahren und hat reichlich Erfahrung im Kampf mit seinen übermenschlichen Widersachern gesammelt. Die Sinister Six existieren zu Beginn des Spiels nicht, Gwen Stacy scheint nie gelebt zu haben und Miles Morales ist ein normaler Teenager, der mit Peter privat in Kontakt kommt. Der Kingpin Wilson Fisk wandert gleich am Anfang hinter Gitter und macht so Bürgermeister Norman Osborn und seine Firma Oscorp zur größten Macht in der Stadt.

Spider-Man Selfie

Nach dieser Machtübernahme nimmt die Geschichte langsam Fahrt auf. Doch bis zu dem Auftritt der sechs Antagonisten lässt sich Entwickler Insomniac Zeit. Die ersten zwei Akte fokussieren sich fast ausschließlich auf den relativ neuen Mr. Negative. Dieser nutzt die Abwesenheit des Kingpins um das Machtvakuum, was dieser in der Unterwelt hinterlassen hat, zu füllen. Sein Ziel ist eine Vendetta, die vor Klischees nur so trieft. Dies zieht sich leider durch das ganze Spielerlebnis. Spider-Man und die Polizei sind die Guten und alle Parteien mit anderen Meinungen die Bösen. Ganz ohne Grauzone. Obwohl er der einzige Held im Spiel ist - die Avengers existieren, sind aber abwesend - hinterfragt Spidey niemals seine Motive oder seine Rolle als Held.

Zugegeben, er ist schon seit acht Jahren dabei - seine Rolle mag bereits in Stein gemeißelt sein, dennoch hätte das Erforschen der Heldenrolle dem Charakter ein wenig mehr Tiefe gegeben. Besser steht es da um Peter Parker oder generell alle Charaktere außerhalb der “Super”-Kategorie. Insomniac hat die meisten Rollen exzellent besetzt, jeder der Synchronsprecher leistet hervorragende Arbeit. Im Englischen sticht als Parkers Stimme Yuri Lowenthal besonders hervor, der dem Helden privat viel Persönlichkeit verleiht und mit guten Pointen und Gags für die passende Portion Humor sorgt. So tragen die Interaktionen zwischen einem verzweifelten Otto Octavius, dem Norman Osborn gerade das Budget gekürzt hat, und seinem Assistenten Peter viel mehr zum Eindruck der folgenden Ereignisse bei, als filmisch inszenierte Zwischensequenzen ohne großartige Substanz.

Öffentlicher Nahverkehr ist besser, wenn du Spider-Man bist

Die Chemie stimmt auch zwischen anderen Charakteren. Mary-Jane Watson arbeitet als Reporterin beim Daily Bugle. Die Zeitung hat in der Handlung bereits vor Jahren ihren impulsiven Chefredakteur J. Jonah Jameson verloren, der im Spiel eine Radiosendung nach Art von Infowars moderiert. MJ und Pete haben sich vor Beginn der Handlung getrennt, damit sie im Spiel wieder zusammenfinden können. Die rothaarige Journalistin agiert als eine Art zweite Hauptfigur. Sie begibt sich für Sensationsmeldungen immer wieder direkt in Gefahr, und der Spieler lenkt sie in diesen Schleichpassagen. Immerhin ist sie damit keine Jungfrau in Nöten, doch das Schleichen fühlt sich beim dritten Mal schon sehr aufgesetzt an und spielt sich auch nicht so gut wie der Wandkrabbler.

Spider-Man Battle

Die Fortbewegung durch Manhattan als Spider-Man ist eindeutig die größte Stärke des Spiels. Das Schwingen ist intuitiv, rasant und kommt jedes Mal mit einem befriedigenden Adrenalinschub für den Spieler. In vergangenen Spielen der Marke funktionierte diese Mechanik noch mit einer unsichtbaren Decke über den Hochhäusern, an der sich die Figur überall entlangschwingen konnte. Auf der Playstation kann nur geschwungen werden, wo auch ein Haus steht. In Manhattan ist die Wohnsituation freilich kein Problem, weshalb es so schön ist, einen eigenen Weg über die Dächer der Großstadt zu finden. So kann man es auch fast verschmerzen, dass die offene Welt, in der man sich befindet, leider gnadenlos überholt ist. Selbst Ubisoft hat schon die Praxis mit Funktürmen, großen Camps von Gegnern und unzähligen Sammelobjekten aufgegeben, sodass dieses Manhattan in der Videospiel-Industrie leider nicht mehr zeitgemäß ist.

Besser ist wiederum das Kampfsystem und die vielen Gadgets und Anzüge aus dem Hause Parker. Verbrecher sollen natürlich lebendig festgenommen werden, dafür müssen sie mit roher Gewalt ohnmächtig geschlagen oder eingesponnen werden. Das funktioniert auch gut, erfindet das Rad aber auch nicht neu. Besonders ist nur die geringe Lebensenergie der Figur, Spieler sind angehalten mit dem Spinnensinn, der durch optische Warnhinweise umgesetzt ist, Kugeln und Schlägen auszuweichen. Wesentlich langweiliger sind hingegen die Bosskämpfe. Schurken lassen sich alle nach der gleichen Formel besiegen: In Phase Eins muss der Gegner solange geschwächt werden, bis er in Phase Zwei verwundbar ist. Das wird solange wiederholt, bis der Boss besiegt ist. Das geht besser.

Fazit

Spider-Man wird dem großen Hype und den Verkaufszahlen dann gerecht, wenn es darum geht, sich von Punkt A nach Punkt B zu bewegen. Das fühlt sich viel besser an als alles, was die Konkurrenz bietet. Die Erzählung erfüllt die Erwartungen, auch hier geht aber Potential durch keine geschickt platzierten Wendungen verloren. Doch dass Manhattan nur gut aussieht und nicht mit abwechslungsreichen Aktivitäten gefüllt ist, ist nach der Open-World-Revolution in den letzten Jahren durch Titel wie das aktuelle Zelda oder Horizon Zero Dawn ein strafbarer Fehler, den Entwickler Insomniac im Sequel unbedingt angehen muss.

Spider-Man ist für die Playstation 4 erhältlich.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Sony

Marvel’s Spider-Man – SDCC 2018 Story Trailer | PS4

Sony-Pressekonferenz auf der E3: Neue Trailer zu The Last of Us 2, Death Stranding & Spider-Man

The Last of US: Part 2

The Last of US: Part 2

Nachdem die Konkurrenz von Microsoft am Sonntag vorgelegt hatte, war in der Nacht zum Dienstag Sony mit seiner Pressekonferenz an der Reihe, die Fans für kommende Spiele zu begeistern. Wie von vielen Spielern erhofft, gab es gleich zu Beginn neues Material von The Last of Us Part II zu sehen. Das fast 12-minütige Video zeigte einiges vom Gameplay der Fortsetzung sowie eine Zwischensequenz. Bis zu Bekanntgabe eines Veröffentlichungstermins müssen sich die Fans allerdings weiter gedulden. Hier gab es keine Neuigkeiten.

Neues Material wurde auch zu Death Stranding gezeigt. Das neue Spiel von Hideo Kojima sorgte schon auf der letzten E3 für Begeisterung. Auch der in diesem Jahr gezeigte Trailer überzeugte wieder durch seine tolle Grafik und enthüllte zudem die Mitwirkung der beiden Darstellerinnen Léa Seydoux und Lindsay Wagner. Bereits bestätigt waren Norman Reedus und Mads Mikkelsen. Auch hier lässt ein Veröffentlichungstermin aber noch auf sich warten.

Etwas anders sieht die Sache bei Marvel's Spider-Man aus. Für das Spiel war schon vor der E3 ein Release am 7. September bestätigt. Im Zuge der Pressekonferenz wurde noch einmal ein neuer Trailer mit jeder Menge Spielmaterial gezeigt. Dabei gaben sich bekannte Spider-Man-Schurken wie Electro, Vulture oder Rhino die Ehre.

Darüber hinaus wurden auf der Veranstaltung die Spiele Nioh 2, Resident Evil II HD, Déraciné, Trover Saves the Universe und Control angekündigt und es gab weitere Trailer zu Ghost of Tsushima, Destiny 2: Forsaken und Kingdom Hearts III.

The Last of Us Part II – E3 2018 Gameplay Reveal Trailer | PS4

Death Stranding - E3 2018 4K Trailer | PS4

Marvel’s Spider-Man – E3 2018 Showcase Demo Video | PS4

Ghost of Tsushima - E3 2018 Gameplay Debut | PS4

Déraciné - E3 2018 Announce Video | PS VR

Kingdom Hearts III - E3 2018 Pirates of the Caribbean Trailer | PS4

Control - E3 2018 Announce Trailer | PS4

Resident Evil 2 – E3 2018 Playstation Showcase Trailer | PS4

Resident Evil 2 – E3 2018 Announcement Trailer | PS4

Trover Saves the Universe - E3 2018 Announce Trailer | PS4, PS VR

Destiny 2: Forsaken - E3 2018 Story Reveal Trailer | PS4

NIOH 2 Trailer (E3 2018)

Morbius: Sony plant weiteres Spider-Man-Spin-off

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Morbius Marvel

Während die Kameras zu Sonys Spider-Man-Spin-off Venom mit Tom Hardy in der Hauptrolle seit einigen Wochen laufen, soll das Studio bereits an einem weiteren Ableger des Wandkrabblers arbeiten. Wie der Hollywood Reporter berichtet, befindet sich ein Film über den Comiccharakter Michael Morbius in Entwicklung.

Dem Bericht zufolge hat Sony die beiden Autoren Burk Sharpless und Matt Sazama mit den Arbeiten am Drehbuch beauftragt. Dieses wurde kürzlich abgeschlossen und liegt den Verantwortlichen des Studios nun vor. Sharpless und Sazama arbeiteten zuletzt unter anderem an der Kinoverfilmung der Power Rangers. Zudem zählen Dracula Untold und The Last Witch Hunter zu ihrer Vita.

Dr. Michael Morbius trat als Comicfigur 1971 erstmals in Erscheinung. Der Charakter lit an einer besonderen Blutkrankheit, was Morbius dazu verleitete sich selbst zu heilen. Dies ging jedoch schief und statt einer Heilung infizierte er sich mit einer Form des Vampirismus. In den folgenden Jahren trat Morbius zunächst als Gegenspieler von Spider-Man auf, später wurde er in gewisser Weise aber selbst zu einem Helden.

Es ist noch unklar, welchen Ansatz Sony für seine Verfilmung wählt. Das Spin-off dürfte wie Venom und der geplante Film über Black Cat und Sable zu einem eigenen Filmuniversum gehören, das nicht mit Marvels Cinematic Universe in Verbindung steht.

Spider-Man im MCU - Tom Holland bestätigt Peter Parker in Iron Man 2

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Spider-Man: Homecoming

Kurz bevor Spider-Man: Homecoming hierzulande in die Kinos kommt, hat Tom Holland in einem Interview noch weitere Informationen zu der Rolle von Peter Parker im MCU enthüllt. Der junge Spider-Man-Darsteller bestätigt eine weitverbreitete und alte Fan-Theorie. So gab es das erste offizielle Auftreten von Peter Parker in den Marvel-Filmen nun nicht mehr erst in Captain America: Civil War, sondern dem sieben Jahre alten Iron Man 2.

Im dritten Akt des Films starrt ein kleiner Junge mit Iron-Man-Maske auf der Stark Expo eine der aggressiven Drohnen von Justin Hammer und Bösewicht Ivan Vanko an. Die Drohne erfasst den Jungen als Iron Man und aktiviert ihre Waffensysteme, um das vermeintliche Ziel zu eliminieren. Im nächsten Moment erscheint jedoch der echte Tony Stark, zerstört den Roboter mühelos und dankt dem Jungen. Da Peter Parker in Civil War erst ein Teenager ist, treffe das Alter des Jungen in Iron Man 2 also perfekt zu, argumentierten viele Fans. Den Clip aus dem Film könnt ihr euch unter dieser Meldung ansehen.

"Ich kann ab heute bestätigen, dass es Peter Parker ist. Erst vor 20 Minuten habe ich mit Kevin Feige darüber gesprochen. Vielleicht ist das ein sehr großer Spoiler, aber jetzt ist es raus. Es ist cool. Ich mag die Idee, dass Peter Parker von Beginn an Teil des Universums war."

Spider-Man: Homecoming von Regisseur Jon Watts ist eine Koproduktion von Sony und den Marvel Studios. Der erneute Neustart der Spider-Man-Filmreihe ist diesmal Teil des Marvel Cinematic Universe. Die Rolle des titelgebenden Helden übernimmt Tom Holland, der seinen Einstand bereits in Captain America: Civil War gab.

In weiteren Rollen zu sehen sind Marisa Tomei als Tante May, Robert Downey Jr. als Tony Stark, Jon Favreau als Starks Bodyguard Happy Hogan, Michael Keaton als Hauptgegner Vulture, Logan Marshall-Green spielt einen weiteren Schurken, Zendaya spielt einen Charakter, der derzeit als "Michelle" bezeichnet wird. Über die genaue Identität wird aber noch spekuliert.

Spider-Man: Homecoming startet am 13. Juli in den deutschen Kinos.

Best Moments of Iron Man 2: Little Kid Owns Iron Bots

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