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Das Videospiel Cuphead wird zur Netflix-Serie

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Cuphead Trailer Still 1

Vom Erstlingswerk zum Indie-Hit: Das kanadische Entwicklerstudio StudioMDHR veröffentliche 2017 das Spiel Cuphead, nachdem es zuvor lange in Entwicklung war. Das Jump'n'Shoot wurde zu einem Publikumsliebling und hat 2019 auch eine Portierung auf die Nintendo Switch bekommen. Nun soll Cuphead zurück auf die Computerbildschirme kommen – aber nicht als Spiel, sondern als Serie.

Das gab Netflix heute bekannt. Der Titel der neuen Animationsserie soll The Cuphead Show lauten.  Viel ist zur Handlung nicht bekannt, es soll aber um Cuphead und seinen Bruder Mughead gehen, die auf Inkwell Isle Abenteuer erleben. Die Serie werde den eher erwachsenen Themen des Spiels treu bleiben, so die Meldung. Die Brüder Chad und Jared Moldenhauer, aus deren Ideen das Spiel gewachsen ist, sollen aus ausführende Produzenten fungieren, während Netflix' eigenes Animationsstudio die eigentliche Produktion übernimmt. Das macht Netflix zusammen mit King Features Syndicate, die bekannte Marken wie Popeye und die Cartoon-Katze Garfield verwalten.

Das Spiel sticht durch seine ungewöhnliche Animation hervor: Die ist handgemacht und lehnt sich stilistisch an die Cartoons der 1930er Jahre an. Pate standen frühe Micky-Maus-Kurzfilme wie Steamboat Willie sowie die Cartoons von Max Fleischer, die durch einen bisweilen surrealen Stil auffielen. Eine große Anzahl an Bossen und ein harter Schwierigkeitsgrad trugen ebenfalls zum Erfolg des Spiels bei.

Ein Veröffentlichungsdatum hat The Cuphead Show noch nicht.

Cuphead Launch Trailer | Xbox One | Windows 10 | Steam | GOG

Netflix zeigt koreanische Fantasy-Serie Arthdal Chronicles

Netflix hat angekündigt, die südkoreanische Fantasy-Serie Arthdal Chronicles weltweit zum Streaming anzubieten. Begleitend dazu veröffentlichte das Unternehmen auch einen kurzen Teaser, der einen Vorgeschmack auf die Geschichte geben soll. Am 1. Juni sollen die Arthdal Chronicles zur Verfügung stehen.

Die Serie spielt in einem mythischen Zeitalter Koreas, in Arthdal. Im Vordergrund steht das Geschehen um Eun-seom, der unter einem seltsamen Stern geboren wird. Im Laufe seines Lebens wird er zum Eroberer des antiken Gojoseon-Reiches. Joong-Ki spielt besagten Eun-seom, daneben treten auch Jang Dong-gun, Ji-won und Ok-bin auf. Regie führt Kim Won-seok, die Serie wird von Kim Young-hyun und Park Sang-yeon geschrieben, die zuvor im koreanischen Fernsehen ebenfalls für historische Dramen zuständig waren.

Neben einigen koreanischen Drama-Serien ist Arthdal Chronicles eine zweite große, koreanische Fantasy-Serie, die Netflix zeigt. Schon mit der Zombie-Serie Kingdom, in der es um eine Zombie-Invasion in einem mittelalterlichen Korea geht, erregte Netflix aufsehen und brachte die Filmproduktion des ostasiatischen Landes in die Öffentlichkeit. Inwiefern Netflix Pläne hat, noch weitere südkoreanische Serien und Filme auf seiner Plattform zu veröffentlichen, ist noch nicht bekannt. Gut möglich aber, dass der Streaming-Dienst diese Nische weiter ausbauen könnte.

Arthdal Chronicles | Teaser [HD] | Netflix

Netfix kündigt Anime-Serien an: Capcoms Dragon's Dogma ist dabei

Gestern hat Netflix in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sie für das kommende Jahr mehrere Anime-Serien in Auftrag geben haben. Darunter sind auch einige bekannte Namen. Überraschend für Fans von japanischen Rollenspiel taucht da der Name Dragons' Dogma auf.

Neben der Anime-Umsetzung zur Netflix-Sci-Fi-Serie Altered Carbon unter dem Titel Altered Carbon: Resleeved findet sich auch eine Fortsetzung der Serie Ghost in the Shell: Stand Alone Complex. Zusammen mit dem bekannten Produktionsstudio Production I. G. (die unter anderem auch für Attack on Titan gearbeitet haben) möchte man den Nachfolger Ghost in the Shell: SAC_2045 produzieren. Außerdem will Netflix zusammen mit David Production einen Anime zur Manga-Reihe Spriggan produzieren. Zu Spriggan gab es bereits 1998 einen Anime-Film.

Hervor sticht allerdings die Ankündigung, aus dem 2012 von Capcom herausgebrachten Action-Rollenspiel Dragon's Dogma eine Trickfilmreihe zu produzieren. Partner dazu ist Sublimation, dessen Representative Director Atsushi Koishikawa sich wie folgt darüber äußerte:

„[…] Wir haben oft mit Partnerstudios an CGI-Sequenzen in bestimmten Medien gearbeitet und sind daher sehr glücklich darüber, mit Netflix zusammenarbeiten zu können. Wir freuen uns darauf, unsere einzigartige Cel-Shaded-Animation mit handgezeichneten Texturen den Anime-Fans auf der ganzen Welt näher bringen zu können.“

Diese Äußerung gibt zumindest einen Hinweis darauf, dass der Anime zu Dragon's Dogma nicht traditionell animiert wird, sondern wahrscheinlich einen ähnlichen Cel-Shaded-Stil aufweisen wird wie die 2018 ebenfalls auf Netflix gestartete Serie Der Prinz der Drachen.

Überraschend kommt die Umsetzung von Dragon's Dogma, weil das Spiel seinerzeit zwar ein moderater Erfolg war und bei der 2016 erfolgten PC-Veröffentlichung noch einmal etwas Aufmerksamkeit generieren konnte, die Marke danach aber weitgehend im Dunkeln blieb. Auch konnte das Gameplay zwar überzeugen, die Story um einen namenlosen Protagonisten und dessen durch einen Drachen gestohlenes Herz war aber eher Nebensache. Daher wird es spannend sein zu sehen, wie der Anime die Geschichte um die Insel Gran Soren präsentieren kann.

Santa Clarita Diet, Love, Death & Robots, The Order, Fluch der Karibik, Jurassic Park - Die März-Highlights bei Netflix

Die Tage werden länger, die Sonne kämpft sich immer weiter durch und sorgt für mitunter zweistellige Temperaturen - der Frühling wird greifbar. Netflix hat sich hierfür entsprechend gerüstet und hat für den März einige Highlights.

So startet am 15. März die Serie Love, Death & Robots. In acht Folgen, die verschiedene Genres wie Fantasy, Horror und auch Comedy umfasst, erzählt die animierte Anthologieserie ihre Kurzgeschichten. Verantwortlich als Schöpfer von Love, Death & Robots zeichnen Tim Miller (Deadpool) und David Fincher (Gone Girl, Mindhunter).

Ein Wiedersehen mit Drew Barrymore und Timothy Oyphant als Sheila und Joel gibt es am 29. März mit der mittlerweilen 3. Staffel von Santa Clarita Diet. Die Horror-Comedy erzählt die Geschichte von dem eigentlich normalen Makler-Ehepaar Hammond, deren Leben einen düstere Wendung nimmt. Sheila kommt ums Leben, kehrt aber als Zombie von den Toten zurück und entwickelt einen Hunger auf frisches Fleisch. Zuerst lässt sich das Problem noch mit Tieren bewältigen, mit der Zeit erwecken aber auch zunehmend Menschen den Appetit der Frau. Ihr Mann und ihre Tochter helfen ihr dabei, den Hunger zu stillen. Dummerweise sorgt dies zunehmend für Aufmerksamkeit.

Mit The Order startet am 7. März eine mystische Monster-Serie. In zehn Folgen steht der junge Jack Morton, der an der Uni einem legendären Geheimbund beitritt, im Zentrum der Handlung. Dies wirft ihn in eine Welt aus Magie, Monstern und Intrigen. Im Untergrund toben wilde Kämpfe rund um Werwölfe und schwarzer Magie. Nach und nach enthüllt Jack dunkle Familiengeheimnisse.

Der 8. März ist der Auftakt für Immortals (Die Unsterblichen). Mia will sich für ihre Verwandlung zum Vampir an dem skrupellosen Vampirführer Dmitry rächen. Dieser ist indes auf der Suche nach einem Artefakt der Unsterblichkeit.

Ebenfalls im März gehen einige Lizenztitel bei Netflix an den Start. Diese sind in chronologischer Reihenfolge:

1. März:

  • Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft 
  • Der Weiße Hai 
  • Die Bourne Identität 
  • Das Bourne Vermächtnis 
  • Die Bourne Verschwörung 
  • Das Bourne Ultimatum
  • Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn 
  • The Scorpion King 
  • The Purge – Die Säuberung 
  • Jurassic Park 
  • Vergessene Welt – Jurassic Park 
  • Jurassic Park III 
  • X-Men: Apocalypse 
  • Fast & Furious 6 

3. März

  • Resident Evil: Vendetta 

5. März

  • Pirates of the Caribbean 5 – Salazars Rache 

12. März

  • Mary Poppins 
  • Notting Hill 12.03.2019
  • Ich - Einfach unverbesserlich 
  • Ich – Einfach unverbesserlich 2 

26. März

  • Mulan 
  • Hannibal 


30. März

  • Independence Day 2: Wiederkehr 

Santa Clarita Diet: Season 3 | Announcement [HD] | Netflix

Die Kunst des toten Mannes: Trailer zum Netflix-Horrorfilm

Netflix hat einen ersten Trailer zum Horrorfilm Die Kunst des toten Mannes veröffentlicht. In den Hauptrollen sind Jake Gyllenhaal (Donnie Darko) und Rene Russo (Nightcrawler) als Kunstkritiker zu sehen. Was zunächst wie ein Arthouse-Film über die Kunstszene erscheint, entpuppt sich nach der Hälfte des Trailers als Horrorfilm. Es geht um einen Künstler, dessen Werke ein gruseliges Eigenleben entwickeln.

Es beginnt damit, das eine junge Frau (Zawe Ashton) in der Wohnung ihres verstorbenen Nachbarn auf eine umfangreiche Gemäldesammlung stößt. Der von Jake Gyllenhaal gespielte Kritiker will mehr über den Maler und seine faszinieren Hinterlassenschaft herausfinden. Bei seiner Recherche erfährt er, dass der Künstler Jahrzehnte in einer Anstalt für geistig kranke Straftäter einsaß. Unterdessen zieht die Kunst des toten Mannes immer mehr Menschen der Kunstszene von Los Angeles in ihren bösen Bann.

In weiteren Rollen sind Toni Collette (Hereditary - Das Vermächtnis), John Malkovich (R.E.D.), Tom Sturridge (On the Road), Natalia Dyer (Stranger Things), Daveed Diggs (Snowpiercer) und Billy Magnussen (Into the Woods) zu sehen. Die Regie führte Dan Gilroy (Nightcrawler), der auch das Drehbuch zum Film verfasste.

Die Kunst des toten Mannes ist ab dem 1. Februar auf Netflix abrufbar.

DIE KUNST DES TOTEN MANNES Trailer German Deutsch (2019)

Velvet Buzzsaw | Official Trailer [HD] | Netflix

Anime-Kritik zu Sirius the Jaeger: Vampirjäger zum Anbeißen

Wer spiegelt sich nicht, meidet fließendes Wasser und verabscheut Knoblauch? Wer brennt durch die Ansicht christlicher Symbole wie Feuer, zerfällt im Sonnenlicht zu Staub und verendet nur durch einen gezielten Pfahl mitten ins kalte, tote Herz? Richtig, es ist der Klischee-Vampir! So wirklich können wir uns nicht von Bram Stokers unheimlichen Biestern mit Beißern trennen, vor sechs Jahren wurde sogar Abraham Lincoln ausgegraben, um die Untoten zu jagen. Auch im fernen Japan beschäftigen Vampire noch immer die Animatoren. Bekannte Anime-Serien aus dem Genre wie Vampire Hunter D, Bakemonogatari, Shiki und Hellsing sind gute Abwandlungen des grundlegenden Mythos. Netflix hat sich jetzt die Serie Sirius the Jaeger (Ja, so heißt sie auch hierzulande) gesichert, die mit einer etwas traditionelleren Geschichte überzeugen möchte. Erste Zweifel sind nach den Trailern sicher berechtigt. Ist der besagte Klischee-Vampir noch zeitgemäß? Bieten solche altbackenen Geschichten überhaupt noch neue Perspektiven, oder sind sie auserzählt?

Verantwortlich für die Anime-Serie ist kurioserweise das Studio P. A. Works. Gewohnt sind Fans von dem Team fast ausschließlich Geschichten aus der Adoleszenz japanischer Schüler und Slice of Life. Westliche Fans und fleißige Netflix-Zuschauer kennen den hoch polierten Stil auch von Kuromukuro, einer Mecha-Serie gemischt mit Historien- und Teenage-Drama. Fast scheint es, als sichere sich das Studio mit für sie ungewöhnlichen Genre-Gehversuchen bei der Video-on-Demand-Plattform ab. Oder man möchte auf den Hype der Castlevania-Cartoons aufspringen. Wie dem auch sei: Auch Sirus the Jaeger spielt zwar teilweise in Japan, begibt sich aber nie in ein Schulsetting. Stattdessen geht es zu Beginn nach Tokio im Jahr 1930. Die titelgebenden Jäger sind eine bunte, fünfköpfige Einheit aus Vampirjägern, die einer Mordserie mit blutlosen Opfern gefolgt sind. Die Täter leben in einer vampirischen Sekte mitten unter den Menschen. Vorwiegend finden sich Vampire natürlich in der gesellschaftlichen Elite - irgendwie müssen die extravaganten Smokings und Umhänge ja bezahlt werden.

Mehr Vampire jagen als Motivationen hinterfragen

Die Handlung konzentriert sich auf den jungen, aber talentierten Jäger Yuliy. Anders als der Rest des Teams verzichtet er auf Schusswaffen und tritt im Nahkampf gegen seine Feinde an. Das kann er nur bewältigen, da eine uralte Macht in ihm steckt, die ihn in eine Rage versetzt - in der Serie das Äquivalent zu einem Werwolf. Diese Fähigkeiten liegen in seinem Blut, seinen Ahnen und natürlich seiner schrecklichen Vergangenheit. Überraschung: Yuliy ist ein Waise und die Vampire haben seine Familie umgebracht. Eine sehr aufgesetzt wirkende Motivation, die es wirklich nicht gebraucht hätte, schließlich sind die Antagonisten mordende Bestien. Die tote Familie gehörte dem Volk der namensgebenden Sirius an, ein indigenes Volk, die einmal eine fortgeschrittene antike Zivilisation waren. Die Vampire begehren das einzige Überbleibsel davon, die mysteriöse Arche der Sirius, ein allmächtiges Objekt allen kosmischen Wissens. Blöd nur, dass die Sirius vor ihrem Ableben die Arche versteckt haben und sie nur von einem ihrer Leute gefunden werden kann.

Sirius Vampir

Somit fangen die Vampire auch schnell an, den Spieß umzudrehen und Yuliy zu jagen. Die Drecksarbeit für die mächtigen Anführer dürfen normale Vampire, die mehr blutrünstigen Ghoulen ähneln, erledigen. Den Angriff gegen die Jäger führt Mikhail an, ein Sirius, der beim Überfall auf sein Volk gebissen wurde und Yuliys älterer Bruder ist. Wie sollte es auch anders sein. Damit wird die prominenteste Charakterbeziehung etabliert, die leider einem vorhersehbaren, abgelaufenen Pfad folgt. Interessanter gibt es einen ähnlichen Handlungsstrang im Vampir-Anime Owari no Seraph. Neben den beiden Brüdern bleiben sämtliche Nebencharaktere leider unbeleuchtet und teilen sich ihre Persönlichkeit mit einem Pappaufsteller. Auch ignoriert wird die Gegenseite. Ist in modernen Medien eher der Trend hin zu sympathischen Vampiren mit interessanten Persönlichkeiten, bleibt Sirius the Jaeger bei verwerflichen Kreaturen, deren jede Tat in ihrer Motivation, böse zu sein, begründet ist. Dabei waren sich aber offensichtlich nicht alle Autoren einig.

Sind zwar Serien auch in Hollywood nur noch selten von einem Autor geschrieben, gibt es doch Leitfäden, an denen sich die Drehbücher der Episoden orientieren können. In Sirius the Jaeger merkt man die klaffenden qualitativen Unterschiede zwischen Episoden und vor allem Akten. Die ersten sechs Episoden sind gleich die stärksten, wissen um ihre Schwächen und liefern hochwertige Actionsequenzen in der Kulisse eines durch westliche Kultur geprägten Tokios. Kombiniert mit den durchgängig guten Produktionswerten des Studios hätte die Serie mit dem ersten Akt ein moderner Klassiker werden können. Doch Akt #2 wirft die Vampirjagd in schmutzigen Gassen und Herrenhäusern hin. Stattdessen paktieren die Vampire plötzlich mit Klarwein, einem verrückten Wissenschaftler, wie er im Buche steht. Dieser baut im Auftakt auf Befehl des Obervampirs natürlich sofort Frankensteins Monster. Das hat nichts mit der Jagd nach der Arche der Sirius zu tun, die Vampire wollen scheinbar nur Monster in Massenproduktion herstellen und… an das japanische Militär verkaufen.

Schockierende Gesellschaftskritik: Die Blutsauger sind Kapitalisten

Der dritte Akt orientiert sich aber erneut um, weshalb die Beweggründe um Frankensteins Monster nie ganz geklärt werden. Stattdessen setzt die Handlung an den Überbleibseln des ersten Aktes an: Es geht wieder auf Vampirjagd! Leider ist es aber sofort aus mit den schönen Straßenkämpfen und das Finale verkommt zu einem übernatürlichen Kräftemessen rund um den Globus. Für nur zwölf kurze Folgen werden verschiedenste Szenarien also ohne Pause rotiert, ob die Puzzlestücke wirklich zusammenpassen, scheint niemand so richtig überprüft zu haben. Gerade die kurze Handlung rund um Klarwein ist, selbst für Anime-Serien, ein grotesker Stimmungswechsel. Immerhin hatte die Animationsabteilung scheinbar durchgehend Spaß bei der Arbeit und setzt Hintergründe, Figuren und selbst Blutspritzer passend in Szene. Letztere sind in jeder Episode üppig verteilt, womit schnell geschnittene Action auch in den eher unpassenden Handlungssträngen ihren Platz findet. Auch die Farbbalance ist erwähnenswert und wertet die dunkle Stimmung optisch auf.

Sirius Luger

Fazit

Auch nach all den Fehlern, die Sirius the Jaeger macht, bleibt am Ende die Obsession mit Vampiren. Es ist schwer, die Serie in ihrer Gesamtheit als Enttäuschung abzustempeln. Zu sehr unterscheiden sich Höhen und Tiefen, zu tief sind die Gräben zwischen den Handlungssträngen. Das Gehirn mag zwar weitgehend abgeschaltet zugesehen haben, aber trotzdem bleibt das Gesehene nicht sofort vergessen. Vielleicht würde die Serie dann am besten, wenn man sie betrachtet, wie die Elite-Vampire ihre menschlichen Mitbürger: als kurzlebiges Amüsement. Eine blutige Ablenkung.

Sirius the Jaeger gibt es im Stream auf Netflix zu sehen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Netflix

US PREMIERE of Sirius the Jaeger at Anime Expo 2018!

Netflix: Mehr als 50 neue Spielfilmproduktionen für 2019 geplant

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Netflix-Logo

Der Streaming-Dienst Netflix wird auch im kommenden Jahr weiter am Ausbau seines Angebotes arbeiten. Besonders im Fokus stehen dabei eigene Filmproduktionen. Wie die New York Times in einem neuen Artikel berichtet, sollen rund 90 Filme im Jahr 2019 für den Streaming-Dienst produziert werden.

Rund 55 Projekt sind dabei als Spielfilme geplant. Dazu kommen Dokumentationen und Animeverfilmungen, welche die Gesamtzahl auf um die 90 ansteigen lassen. Damit ist Netflix so produktiv wie kein anderes Filmstudio. Im Vergleich produziert Universal rund 30 Filme im Jahr, Disney wird 2019 sogar nur sieben Filme in die Kinos bringen und zwei weitere für das Fernsehen produzieren.

Bei den neuen Eigenproduktionen setzt Netflix weiterhin auf einen Mix. Rund 35 Filme werden in die Indie-Kategorie mit unter 20 Millionen Dollar fallen. Dazu zählen zum Beispiel romantische Komödien, die sich in diesem Jahr als eine der Erfolgssäulen von Netflix erwiesen haben, und kleinere Genre-Produktionen. Weitere 20 Filme sollen dagegen ein Budget zwischen 20 und 200 Millionen Dollar bekommen, wobei sich einige Produktionen damit auf dem finanziellen Niveau von Kinoblockbustern bewegen.

Do you hear the people sing: Netflix bestellt Mystery-Serie über Französische Revolution

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Netflix erweitert sein Angebot an Mystery-Serien. Diesmal geht es zurück in der europäischen Geschichte. Zumindest in einer fiktiven Version davon. Die alternativen Anfänge der französischen Revolution bieten das Grundgerüst der noch titellosen Serie. 

Frankreich im Jahr 1787. Joseph Guillotin, der einmal berühmt für die Erfindung der Guillotine sein wird, ermittelt in einer Serie von mysteriösen Mordfällen. Dabei entdeckt er ein dunkles Geheimnis. Ein Virus, das Blue Blood genannt wird, verbreitet sich rasend schnell in der französischen Aristokratie. Angetrieben durch die Krankheit töten sie jene ohne blaues Blut.

Aurélien Molas und Gaia Guasti schreiben gemeinsam das Drehbuch, Molas wird auch als Showrunner tätig.

Die erste Staffel soll acht Episoden mit je 50 Minuten Laufzeit enthalten und schon 2019 Premiere feiern.

Memories of the Alhambra: Trailer zur koreanischen Serie von Netflix

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"Romantic-Sci-Fi-Thriller-Drama" - Memories of the Alhambra lässt sich nicht so leicht in eine Schublade stecken, insbesondere wenn man eine (kurze) deutsche Formulierung sucht. Und auch über die Kategorisierung hinaus können asiatische Serien für westliche Sehgewohnheiten oftmals recht speziell erscheinen, erfreuen sich aber einer weltweiten starken Fangemeinde. Gerade auch Netflix hat aus diversen Bereichen und Ländern einiges im Angebot. Der Streaminganbieter veröffentlichte nun den ersten Trailer zum bald erscheinenden Neuzugang aus Südkorea.

Memories of the Alhambra handelt von Yoo Jin-Woo, der durch eine harte Zeit geht, da seine Freunde ihn betrogen haben. Eine Geschäftsreise, bei der er den Entwickler eines innovativen Augmented-Reality-Spiels ausfindig machen will, führt ihn nach Spanien. Mit der Besitzerin des Hostels, in dem er nächtigt, gerät er nicht nur in ein mysteriöses Abenteuer, sondern es entwickeln sich auch romantische Gefühle. Vor der historischen Kulisse der Alhambra in Granada mischen sich neuzeitliche Realität, fortschrittliche Technik und virtuelle Welten.

Die Serie wurde nicht nur im Studio in Südkorea gedreht, sondern auch an Schauplätzen in Granada, Barcelona, Girona, Budapest und Slowenien. Hyun Bin und Park Shin-Hye sind in den Hauptrollen zu sehen.

Ab dem 1. Dezember ist Memories of the Alhambra bei Netflix verfügbar, immer kurz nach der Erstausstrahlung in Südkorea.

Memories of the Alhambra | Official Trailer [HD] | Netflix

Netflix geht in die Anime-Offensive: Fünf neue Serien in Arbeit

Nach etlichen erfolgreichen Eigenproduktion und Einkäufen setzt Netflix weiterhin auf animierte Stoffe und verkündete zuletzt bereits den Ausbau der Kooperation mit verschiedenen japanischen Studios. Ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind nun gleich fünf Titel, deren Inhalt von gigantischen Robotern, die gegen riesige Monster kämpfen, bis hin zu postapokalyptischen Welten und einer übernatürlichen kriminellen Unterwelt reicht.

Den Anfang macht dabei die bereits vor Jahren angekündigte Serie zu Pacific Rim, welche die Welt der beiden gleichnamigen Filme erweitern wird. Im Mittelpunkt stehen zwei Geschwister, ein idealistischer pubertierender Junge und seine jüngere naive Schwester, die gezwungen sind einen verlassenen Jaeger zu meistern, um in der feindlichen Landschaft zu überleben und schließlich ihre verschollenen Eltern zu finden.

Showrunner der Serie werden dabei Craig Kyle (Thor-Trilogie), Schöpfer der Mutantin X-23, und dessen Kollegen Greg Johnson, der bereits mehrere Drehbücher zu Marvel-Zeichentrickfilmen und -Serien verwirklichte. Mit Legendary Entertainment engagierte man dabei ein Studio, welches bereits die zugrundeliegenden Filme in die Kinos brachte, aber bisher noch keine animierte Serie im Repertoire hat.

Ähnliches wie bei Pacific Rim verfolgt Netlix auch mit Altered Carbon, welche im selben Universum wie das Live-Action-Pedant angesiedelt sein wird. Ziel ist es, uns neue Elemente der Mytholgie von Richard Morgans umfangreicher Roman-Trilogie aufzuzeigen. Das Skript wird dabei aus der Feder von Dai Satô (Cowboy Bebop) und Tsukasa Kondo stammen, während sich für die Umsetzung das japanische Studio Anima verantwortlich zeigt. Zudem arbeitet Netflix auf Hochtouren an der zweiten Staffel der eigentlichen Serie.

Bei Cagaster of an Insect Cage handelt es sich hingegen um eine Anime-Umsetzung des gleichnamigen Mangas von Kachō Hashimoto, welcher im Mai 2016 seinen Abschluss fand. In einer postapokalyptischen Welt wird die Menschheit von einer mysteriösen Krankheit namens Cagaster heimgesucht, welche die Infizierten in riesige und mörderische Insekten verwandelt. Die Geschichte folgt einem jungen Paar und ihrem Kampf ums Überleben. Unter der Regie von Koichi Chigira (Mobile Suit Gundam) entsteht der Anime bei dem Studio GONZO (Afro Samurai).

Im Studio MAPPA (Banana Fish) entsteht hingegen der Original-Anime Yasuke, welcher sich an der historischen Figur des gleichnamigen afroamerikanischen Samurais bedient. Der ehemalige Schwertkämpfer muss wieder zur Waffe greifen, als dunkle Mächte ein mysteriöses Kind beseitigen wollen. Für die Regie verpflichtete man abermals LeSean Thomas, der für Netflix auch an der Umsetzung des Comics Cannon Busters arbeitet. Die musikalische Untermalung übernimmt der amerikanische DJ und Hip-Hop-Musiker Flying Lotus.

Das letzte Projekt basiert auf einem philippinischen Comic von Budjette Tan und Kajo Baldissimo und wird von BASE Entertainment verwirklicht, dessen Studios in Singapur und Jarkata beheimatet sind. Trese erzählt die Abenteuer von Alexandera Trese, die sich der kriminellen Unterwelt voller übernatürlichen Wesen zurechtfinden muss. Ausführender Produzent wird Jay Oliva (Justice League).

Wann die fünf Serien jeweils ihre Premiere auf Netflix feiern werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

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