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Die Kunst des toten Mannes: Trailer zum Netflix-Horrorfilm

Netflix hat einen ersten Trailer zum Horrorfilm Die Kunst des toten Mannes veröffentlicht. In den Hauptrollen sind Jake Gyllenhaal (Donnie Darko) und Rene Russo (Nightcrawler) als Kunstkritiker zu sehen. Was zunächst wie ein Arthouse-Film über die Kunstszene erscheint, entpuppt sich nach der Hälfte des Trailers als Horrorfilm. Es geht um einen Künstler, dessen Werke ein gruseliges Eigenleben entwickeln.

Es beginnt damit, das eine junge Frau (Zawe Ashton) in der Wohnung ihres verstorbenen Nachbarn auf eine umfangreiche Gemäldesammlung stößt. Der von Jake Gyllenhaal gespielte Kritiker will mehr über den Maler und seine faszinieren Hinterlassenschaft herausfinden. Bei seiner Recherche erfährt er, dass der Künstler Jahrzehnte in einer Anstalt für geistig kranke Straftäter einsaß. Unterdessen zieht die Kunst des toten Mannes immer mehr Menschen der Kunstszene von Los Angeles in ihren bösen Bann.

In weiteren Rollen sind Toni Collette (Hereditary - Das Vermächtnis), John Malkovich (R.E.D.), Tom Sturridge (On the Road), Natalia Dyer (Stranger Things), Daveed Diggs (Snowpiercer) und Billy Magnussen (Into the Woods) zu sehen. Die Regie führte Dan Gilroy (Nightcrawler), der auch das Drehbuch zum Film verfasste.

Die Kunst des toten Mannes ist ab dem 1. Februar auf Netflix abrufbar.

DIE KUNST DES TOTEN MANNES Trailer German Deutsch (2019)

Velvet Buzzsaw | Official Trailer [HD] | Netflix

Anime-Kritik zu Sirius the Jaeger: Vampirjäger zum Anbeißen

Wer spiegelt sich nicht, meidet fließendes Wasser und verabscheut Knoblauch? Wer brennt durch die Ansicht christlicher Symbole wie Feuer, zerfällt im Sonnenlicht zu Staub und verendet nur durch einen gezielten Pfahl mitten ins kalte, tote Herz? Richtig, es ist der Klischee-Vampir! So wirklich können wir uns nicht von Bram Stokers unheimlichen Biestern mit Beißern trennen, vor sechs Jahren wurde sogar Abraham Lincoln ausgegraben, um die Untoten zu jagen. Auch im fernen Japan beschäftigen Vampire noch immer die Animatoren. Bekannte Anime-Serien aus dem Genre wie Vampire Hunter D, Bakemonogatari, Shiki und Hellsing sind gute Abwandlungen des grundlegenden Mythos. Netflix hat sich jetzt die Serie Sirius the Jaeger (Ja, so heißt sie auch hierzulande) gesichert, die mit einer etwas traditionelleren Geschichte überzeugen möchte. Erste Zweifel sind nach den Trailern sicher berechtigt. Ist der besagte Klischee-Vampir noch zeitgemäß? Bieten solche altbackenen Geschichten überhaupt noch neue Perspektiven, oder sind sie auserzählt?

Verantwortlich für die Anime-Serie ist kurioserweise das Studio P. A. Works. Gewohnt sind Fans von dem Team fast ausschließlich Geschichten aus der Adoleszenz japanischer Schüler und Slice of Life. Westliche Fans und fleißige Netflix-Zuschauer kennen den hoch polierten Stil auch von Kuromukuro, einer Mecha-Serie gemischt mit Historien- und Teenage-Drama. Fast scheint es, als sichere sich das Studio mit für sie ungewöhnlichen Genre-Gehversuchen bei der Video-on-Demand-Plattform ab. Oder man möchte auf den Hype der Castlevania-Cartoons aufspringen. Wie dem auch sei: Auch Sirus the Jaeger spielt zwar teilweise in Japan, begibt sich aber nie in ein Schulsetting. Stattdessen geht es zu Beginn nach Tokio im Jahr 1930. Die titelgebenden Jäger sind eine bunte, fünfköpfige Einheit aus Vampirjägern, die einer Mordserie mit blutlosen Opfern gefolgt sind. Die Täter leben in einer vampirischen Sekte mitten unter den Menschen. Vorwiegend finden sich Vampire natürlich in der gesellschaftlichen Elite - irgendwie müssen die extravaganten Smokings und Umhänge ja bezahlt werden.

Mehr Vampire jagen als Motivationen hinterfragen

Die Handlung konzentriert sich auf den jungen, aber talentierten Jäger Yuliy. Anders als der Rest des Teams verzichtet er auf Schusswaffen und tritt im Nahkampf gegen seine Feinde an. Das kann er nur bewältigen, da eine uralte Macht in ihm steckt, die ihn in eine Rage versetzt - in der Serie das Äquivalent zu einem Werwolf. Diese Fähigkeiten liegen in seinem Blut, seinen Ahnen und natürlich seiner schrecklichen Vergangenheit. Überraschung: Yuliy ist ein Waise und die Vampire haben seine Familie umgebracht. Eine sehr aufgesetzt wirkende Motivation, die es wirklich nicht gebraucht hätte, schließlich sind die Antagonisten mordende Bestien. Die tote Familie gehörte dem Volk der namensgebenden Sirius an, ein indigenes Volk, die einmal eine fortgeschrittene antike Zivilisation waren. Die Vampire begehren das einzige Überbleibsel davon, die mysteriöse Arche der Sirius, ein allmächtiges Objekt allen kosmischen Wissens. Blöd nur, dass die Sirius vor ihrem Ableben die Arche versteckt haben und sie nur von einem ihrer Leute gefunden werden kann.

Sirius Vampir

Somit fangen die Vampire auch schnell an, den Spieß umzudrehen und Yuliy zu jagen. Die Drecksarbeit für die mächtigen Anführer dürfen normale Vampire, die mehr blutrünstigen Ghoulen ähneln, erledigen. Den Angriff gegen die Jäger führt Mikhail an, ein Sirius, der beim Überfall auf sein Volk gebissen wurde und Yuliys älterer Bruder ist. Wie sollte es auch anders sein. Damit wird die prominenteste Charakterbeziehung etabliert, die leider einem vorhersehbaren, abgelaufenen Pfad folgt. Interessanter gibt es einen ähnlichen Handlungsstrang im Vampir-Anime Owari no Seraph. Neben den beiden Brüdern bleiben sämtliche Nebencharaktere leider unbeleuchtet und teilen sich ihre Persönlichkeit mit einem Pappaufsteller. Auch ignoriert wird die Gegenseite. Ist in modernen Medien eher der Trend hin zu sympathischen Vampiren mit interessanten Persönlichkeiten, bleibt Sirius the Jaeger bei verwerflichen Kreaturen, deren jede Tat in ihrer Motivation, böse zu sein, begründet ist. Dabei waren sich aber offensichtlich nicht alle Autoren einig.

Sind zwar Serien auch in Hollywood nur noch selten von einem Autor geschrieben, gibt es doch Leitfäden, an denen sich die Drehbücher der Episoden orientieren können. In Sirius the Jaeger merkt man die klaffenden qualitativen Unterschiede zwischen Episoden und vor allem Akten. Die ersten sechs Episoden sind gleich die stärksten, wissen um ihre Schwächen und liefern hochwertige Actionsequenzen in der Kulisse eines durch westliche Kultur geprägten Tokios. Kombiniert mit den durchgängig guten Produktionswerten des Studios hätte die Serie mit dem ersten Akt ein moderner Klassiker werden können. Doch Akt #2 wirft die Vampirjagd in schmutzigen Gassen und Herrenhäusern hin. Stattdessen paktieren die Vampire plötzlich mit Klarwein, einem verrückten Wissenschaftler, wie er im Buche steht. Dieser baut im Auftakt auf Befehl des Obervampirs natürlich sofort Frankensteins Monster. Das hat nichts mit der Jagd nach der Arche der Sirius zu tun, die Vampire wollen scheinbar nur Monster in Massenproduktion herstellen und… an das japanische Militär verkaufen.

Schockierende Gesellschaftskritik: Die Blutsauger sind Kapitalisten

Der dritte Akt orientiert sich aber erneut um, weshalb die Beweggründe um Frankensteins Monster nie ganz geklärt werden. Stattdessen setzt die Handlung an den Überbleibseln des ersten Aktes an: Es geht wieder auf Vampirjagd! Leider ist es aber sofort aus mit den schönen Straßenkämpfen und das Finale verkommt zu einem übernatürlichen Kräftemessen rund um den Globus. Für nur zwölf kurze Folgen werden verschiedenste Szenarien also ohne Pause rotiert, ob die Puzzlestücke wirklich zusammenpassen, scheint niemand so richtig überprüft zu haben. Gerade die kurze Handlung rund um Klarwein ist, selbst für Anime-Serien, ein grotesker Stimmungswechsel. Immerhin hatte die Animationsabteilung scheinbar durchgehend Spaß bei der Arbeit und setzt Hintergründe, Figuren und selbst Blutspritzer passend in Szene. Letztere sind in jeder Episode üppig verteilt, womit schnell geschnittene Action auch in den eher unpassenden Handlungssträngen ihren Platz findet. Auch die Farbbalance ist erwähnenswert und wertet die dunkle Stimmung optisch auf.

Sirius Luger

Fazit

Auch nach all den Fehlern, die Sirius the Jaeger macht, bleibt am Ende die Obsession mit Vampiren. Es ist schwer, die Serie in ihrer Gesamtheit als Enttäuschung abzustempeln. Zu sehr unterscheiden sich Höhen und Tiefen, zu tief sind die Gräben zwischen den Handlungssträngen. Das Gehirn mag zwar weitgehend abgeschaltet zugesehen haben, aber trotzdem bleibt das Gesehene nicht sofort vergessen. Vielleicht würde die Serie dann am besten, wenn man sie betrachtet, wie die Elite-Vampire ihre menschlichen Mitbürger: als kurzlebiges Amüsement. Eine blutige Ablenkung.

Sirius the Jaeger gibt es im Stream auf Netflix zu sehen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Netflix

US PREMIERE of Sirius the Jaeger at Anime Expo 2018!

Netflix: Mehr als 50 neue Spielfilmproduktionen für 2019 geplant

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Netflix-Logo

Der Streaming-Dienst Netflix wird auch im kommenden Jahr weiter am Ausbau seines Angebotes arbeiten. Besonders im Fokus stehen dabei eigene Filmproduktionen. Wie die New York Times in einem neuen Artikel berichtet, sollen rund 90 Filme im Jahr 2019 für den Streaming-Dienst produziert werden.

Rund 55 Projekt sind dabei als Spielfilme geplant. Dazu kommen Dokumentationen und Animeverfilmungen, welche die Gesamtzahl auf um die 90 ansteigen lassen. Damit ist Netflix so produktiv wie kein anderes Filmstudio. Im Vergleich produziert Universal rund 30 Filme im Jahr, Disney wird 2019 sogar nur sieben Filme in die Kinos bringen und zwei weitere für das Fernsehen produzieren.

Bei den neuen Eigenproduktionen setzt Netflix weiterhin auf einen Mix. Rund 35 Filme werden in die Indie-Kategorie mit unter 20 Millionen Dollar fallen. Dazu zählen zum Beispiel romantische Komödien, die sich in diesem Jahr als eine der Erfolgssäulen von Netflix erwiesen haben, und kleinere Genre-Produktionen. Weitere 20 Filme sollen dagegen ein Budget zwischen 20 und 200 Millionen Dollar bekommen, wobei sich einige Produktionen damit auf dem finanziellen Niveau von Kinoblockbustern bewegen.

Do you hear the people sing: Netflix bestellt Mystery-Serie über Französische Revolution

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Netflix erweitert sein Angebot an Mystery-Serien. Diesmal geht es zurück in der europäischen Geschichte. Zumindest in einer fiktiven Version davon. Die alternativen Anfänge der französischen Revolution bieten das Grundgerüst der noch titellosen Serie. 

Frankreich im Jahr 1787. Joseph Guillotin, der einmal berühmt für die Erfindung der Guillotine sein wird, ermittelt in einer Serie von mysteriösen Mordfällen. Dabei entdeckt er ein dunkles Geheimnis. Ein Virus, das Blue Blood genannt wird, verbreitet sich rasend schnell in der französischen Aristokratie. Angetrieben durch die Krankheit töten sie jene ohne blaues Blut.

Aurélien Molas und Gaia Guasti schreiben gemeinsam das Drehbuch, Molas wird auch als Showrunner tätig.

Die erste Staffel soll acht Episoden mit je 50 Minuten Laufzeit enthalten und schon 2019 Premiere feiern.

Memories of the Alhambra: Trailer zur koreanischen Serie von Netflix

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"Romantic-Sci-Fi-Thriller-Drama" - Memories of the Alhambra lässt sich nicht so leicht in eine Schublade stecken, insbesondere wenn man eine (kurze) deutsche Formulierung sucht. Und auch über die Kategorisierung hinaus können asiatische Serien für westliche Sehgewohnheiten oftmals recht speziell erscheinen, erfreuen sich aber einer weltweiten starken Fangemeinde. Gerade auch Netflix hat aus diversen Bereichen und Ländern einiges im Angebot. Der Streaminganbieter veröffentlichte nun den ersten Trailer zum bald erscheinenden Neuzugang aus Südkorea.

Memories of the Alhambra handelt von Yoo Jin-Woo, der durch eine harte Zeit geht, da seine Freunde ihn betrogen haben. Eine Geschäftsreise, bei der er den Entwickler eines innovativen Augmented-Reality-Spiels ausfindig machen will, führt ihn nach Spanien. Mit der Besitzerin des Hostels, in dem er nächtigt, gerät er nicht nur in ein mysteriöses Abenteuer, sondern es entwickeln sich auch romantische Gefühle. Vor der historischen Kulisse der Alhambra in Granada mischen sich neuzeitliche Realität, fortschrittliche Technik und virtuelle Welten.

Die Serie wurde nicht nur im Studio in Südkorea gedreht, sondern auch an Schauplätzen in Granada, Barcelona, Girona, Budapest und Slowenien. Hyun Bin und Park Shin-Hye sind in den Hauptrollen zu sehen.

Ab dem 1. Dezember ist Memories of the Alhambra bei Netflix verfügbar, immer kurz nach der Erstausstrahlung in Südkorea.

Memories of the Alhambra | Official Trailer [HD] | Netflix

Netflix geht in die Anime-Offensive: Fünf neue Serien in Arbeit

Nach etlichen erfolgreichen Eigenproduktion und Einkäufen setzt Netflix weiterhin auf animierte Stoffe und verkündete zuletzt bereits den Ausbau der Kooperation mit verschiedenen japanischen Studios. Ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind nun gleich fünf Titel, deren Inhalt von gigantischen Robotern, die gegen riesige Monster kämpfen, bis hin zu postapokalyptischen Welten und einer übernatürlichen kriminellen Unterwelt reicht.

Den Anfang macht dabei die bereits vor Jahren angekündigte Serie zu Pacific Rim, welche die Welt der beiden gleichnamigen Filme erweitern wird. Im Mittelpunkt stehen zwei Geschwister, ein idealistischer pubertierender Junge und seine jüngere naive Schwester, die gezwungen sind einen verlassenen Jaeger zu meistern, um in der feindlichen Landschaft zu überleben und schließlich ihre verschollenen Eltern zu finden.

Showrunner der Serie werden dabei Craig Kyle (Thor-Trilogie), Schöpfer der Mutantin X-23, und dessen Kollegen Greg Johnson, der bereits mehrere Drehbücher zu Marvel-Zeichentrickfilmen und -Serien verwirklichte. Mit Legendary Entertainment engagierte man dabei ein Studio, welches bereits die zugrundeliegenden Filme in die Kinos brachte, aber bisher noch keine animierte Serie im Repertoire hat.

Ähnliches wie bei Pacific Rim verfolgt Netlix auch mit Altered Carbon, welche im selben Universum wie das Live-Action-Pedant angesiedelt sein wird. Ziel ist es, uns neue Elemente der Mytholgie von Richard Morgans umfangreicher Roman-Trilogie aufzuzeigen. Das Skript wird dabei aus der Feder von Dai Satô (Cowboy Bebop) und Tsukasa Kondo stammen, während sich für die Umsetzung das japanische Studio Anima verantwortlich zeigt. Zudem arbeitet Netflix auf Hochtouren an der zweiten Staffel der eigentlichen Serie.

Bei Cagaster of an Insect Cage handelt es sich hingegen um eine Anime-Umsetzung des gleichnamigen Mangas von Kachō Hashimoto, welcher im Mai 2016 seinen Abschluss fand. In einer postapokalyptischen Welt wird die Menschheit von einer mysteriösen Krankheit namens Cagaster heimgesucht, welche die Infizierten in riesige und mörderische Insekten verwandelt. Die Geschichte folgt einem jungen Paar und ihrem Kampf ums Überleben. Unter der Regie von Koichi Chigira (Mobile Suit Gundam) entsteht der Anime bei dem Studio GONZO (Afro Samurai).

Im Studio MAPPA (Banana Fish) entsteht hingegen der Original-Anime Yasuke, welcher sich an der historischen Figur des gleichnamigen afroamerikanischen Samurais bedient. Der ehemalige Schwertkämpfer muss wieder zur Waffe greifen, als dunkle Mächte ein mysteriöses Kind beseitigen wollen. Für die Regie verpflichtete man abermals LeSean Thomas, der für Netflix auch an der Umsetzung des Comics Cannon Busters arbeitet. Die musikalische Untermalung übernimmt der amerikanische DJ und Hip-Hop-Musiker Flying Lotus.

Das letzte Projekt basiert auf einem philippinischen Comic von Budjette Tan und Kajo Baldissimo und wird von BASE Entertainment verwirklicht, dessen Studios in Singapur und Jarkata beheimatet sind. Trese erzählt die Abenteuer von Alexandera Trese, die sich der kriminellen Unterwelt voller übernatürlichen Wesen zurechtfinden muss. Ausführender Produzent wird Jay Oliva (Justice League).

Wann die fünf Serien jeweils ihre Premiere auf Netflix feiern werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

Kingdom: Trailer zu Netflix' Historien-Zombie-Serie aus Korea

Es wird weitergeschlurft. Zombies sind irgendwie nicht so einfach tot zu kriegen. Mit der neuen Netflix-Serie Kingdom geht es in die fiktive Vergangenheit Koreas. 

Die Serie ist vor etwa 600 Jahren, in der Zeit der Chosun-Dynastie, angesiedelt. Der Ausbruch einer mysteriösen Krankheit bedroht das gesamte Königreich. Der junge Kronprinz begibt sich zur Aufklärung der Ursache und Suche nach Gegenmittel auf eine Selbstmordmission.

Ju Ji-hoon wird in der Hauptrolle zu sehen sein. Vor seiner Karriere als Schauspieler in Südkorea war er als Model für unter anderen Calvin Klein, Reebok und Levi's tätig. Kim Seong-Hun (The Tunnel) führte Regie nach einem Drehbuch von Kim Eun-hee, die sich zu dem gemeinsamen Projekt äußerte: 

"Es werden viele Köpfe abgehackt und es gibt jede Menge Blut, viel mehr als sie mir fürs Network-Fernsehen erlaubt hätten. So bin ich sehr glücklich über die kreative Freiheit, die wird durch die Zusammenarbeit mit Netflix erhalten haben."

Kingdom ist ab dem 25. Januar weltweit bei Netflix verfügbar. Schon vor Serienstart wurde kürzlich die Bestellung einer zweiten Staffel bestätigt.

Kingdom | Teaser [HD] | Netflix

Post-Apokalypse und Barbaren: Neue deutsche Eigenproduktionen von Netflix

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Im Rahmen der gerade stattfindenden Medientage in München gab Kelly Luegenbiehl von Netflix Europa bekannt, dass der Streamingdienst gleich fünf weitere deutsche Eigenproduktionen in Arbeit hat. Darunter sind auch zwei Genre-Serien, die zu einer kleinen Zeitreise einladen.

Mit Tribes of Europa gibt es einen Blick in die mögliche nahe Zukunft. Und die sieht nicht ganz so rosig aus. Im Jahr 2070 ist Europa durch eine mysteriöse Katastrophe in einer Art post-apokalyptischen Zustand. Zahlreiche Mikro-Staaten bzw. so genannte Stämme kämpfen untereinander um die Vorherrschaft. Im Zentrum stehen drei Geschwister, die aus dem Chaos heraus ein neues Europa prägen könnten. Philip Koch (Operation Zucker) übernimmt die Regie und schreibt zudem zusammen mit Jana Burbach (Bad Banks) und Benjamin Seiler (Blockbustaz) das Drehbuch. Wiedemann & Berg Television (Dark, Das Leben der Anderen) leitet die Produktion.

Eine Reise in die Vergangenheit, genauer ins Jahr 9 nach Christus, hingegen gibt es mit The Barbarians. In der nun berühmten Varusschlacht zerschlugen germanische Krieger gleich drei komplette Legionen und beendeten so die rasante Ausbreitung des römischen Reiches. Die Geschichte wird über drei Charaktere erzählt, deren Leben auf tragische Weise mit diesem kriegerischen Zusammenstoß im Teutoburger Wald verknüpft ist. Das Drehbuch stammt von Arne Nolting, Jan-Martin Scharf (Weinberg, Club der Roten Bänder) und Andreas Heckmann (Alarm für Cobra 11).

Somit sind neben den schon länger angekündigten Dark Staffel 2, Dogs of Berlin und Die Welle gleich acht deutsche Eigenproduktionen von Netflix in Arbeit. Alle sollen bereits 2019 (Dogs of Berlin sogar noch dieses Jahr) Premiere feiern.

Shonda Rhimes und Matt Reeves entwickeln Science-Fiction für Netflix

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Die us-amerikanische TV-Größe Shonda Rhimes (Grey's Anatomy, How to Get Away with Murder, Scandal) und Matt Reeves (Planet der Affen) entwicklen für Netflix gleich ein ganzes Sci-Fi-Universum. Auf Basis des im Juni 2019 erscheinenden Buches Recursion von Blake Crouchs (Wayward-Pines-Trilogie) sollen mehrere Serien und Filme für den Streamingdienst entstehen. 

In Recursion erfindet eine brilliante Wissenschaftlerin eine mächtige Technologie: Menschen können tief sitzende Erinnerungen nicht nur reaktivieren, sondern ganz neu erschaffen. Für manche ist dies die Chance, ihr Leben neu zu schreiben. Doch in den falschen Händen steht die Welt, wie wir sie kennen, auf dem Spiel. Hierbei vereinen sich Weltrettungs-Thriller, epische Liebesgeschichte und vertracktes Polizeidrama. 

Rhimes schloss im vergangenen Jahr einen umfangreichen Vertrag mit Netflix, um neue Originale für den Streaminganbieter zu entwickeln. Momentan sind bereits neun Serien von ihr in Arbeit.

"Projekte wie dieses sind der Grund, warum ich zu Netflix kam. Die Möglichkeit genreübergreifend neue Universen auf innovative Weise neu zu erkunden ist extrem aufregend. Matt und Blake haben beide enorme Fähigkeiten, tiefgründige Charaktere und phantasievolle Landschaften zu entwerfen. Ich bin begeistert, mit beiden arbeiten zu dürfen!"

Tiefergehende Informationen liegen derzeit noch nicht vor. Das Buch von Crouch erscheint erst im nächsten Jahr und die Produktion befindet sich in einer sehr frühen Phase. 

Kritik zu Flavors of Youth: Das Studio hinter Your Name kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Im vergangenen Jahr schlug der Film Your Name. – Gestern, heute und für immer große Wellen - für einen Anime. Mit der Geschichte um einen Jungen und ein Mädchen, die ihre Körper tauschen und lernen müssen, damit zu leben, konnten Regisseur Makoto Shinkai und das Studio CoMix Wave Films einen internationalen Erfolg verbuchen. Das schaffen japanische Filmemacher nur sehr selten, der Streifen konnte dabei sogar die meisten Kritiker überzeugen. Netflix hat sich, gewohnt investitionsfreudig, das nächste Projekt des Studios gesichert. Wer jetzt einen sicheren Hit erwartet, wird vielleicht überrascht, denn dem vorangegangenen Film gleicht Flavors of Youth (im Original: Si Shi Qing Chun) am ehesten im Stil.

Es handelt sich um einen Episodenfilm bestehend aus drei Kurzfilmen von mehreren Regisseuren, die ähnliche Themen behandeln. Das Thema ist in diesem Fall das alltägliche Leben in China. Shinkai selbst hält sich bei dem Projekt im Hintergrund, die Leitung übernehmen Li Haoling, Yoshitaka Takeuchi und Jiaoshou Yi Xiaoxing vom chinesischen Studio Haoliners. Doch für CoMix Wave Films ist eine solche Kooperation nichts Neues, keinesfalls muss man etwa Qualität in der Animation einbüßen. Mit dem Anime-Klassiker 5 Centimeters per Second ist schon 2007 ein bemerkenswert ähnlicher Episodenfilm entstanden. Genau diese Ähnlichkeit mag am Ende sogar etwas enttäuschen, denn so viel Neues wagt Flavors of Youth nicht.

Drei Episoden und vier Grundbedürfnisse

Der Film zeigt das Leben in China anhand eines Sprichwortes, das die Grundbedürfnisse eines Menschen nennt: Essen, Kleidung, Unterkunft und Transportwesen. Die erste Episode Die Reisnudeln widmet sich wenig überraschend in erster Linie dem Essen. Ein junger Mann aus Peking lässt seine frühesten Erinnerungen Revue passieren. In seiner Jugend in einer ländlichen Gegend lebte er ein normales Leben. Von fröhlichen Momenten mit seiner Großmutter bis zu einer ersten Liebe sind aber alle Erinnerungen eng mit dem Verzehr von Reisnudeln verbunden. Er versucht den Geschmack nachzukochen, scheitert aber an einem offensichtlichen Hindernis. Viel mehr bietet die erste Geschichte aber nicht, auch ein Voice-Over steht zu prominent im Vordergrund, wenn man die schönen Bilder für sich hätte sprechen lassen können. Denn an der Stelle kann sich das Regie-Debut von Yi Xiaoxing sehen lassen: Die besagten Reisnudeln in strahlender Suppe sehen wirklich lecker aus.

Flavors of Youth Nudeln

Für alle, die danach noch Hunger haben, geht es weiter mit dem zweiten Gang, zubereitet von CoMix-Wave-CG-Chef Yoshitaka Takeuchi. In Episode Zwei Eine kleine Modenschau geht es wieder offensichtlich um Kleidung und, viel wichtiger, um das Leitmotiv Adoleszenz. In der Hafenstadt Guangzhou tauscht sich ein populäres Model mit ihrer Schwester aus, weil sie Probleme im Job immer mehr verzweifeln lassen. Die Geschichte fühlt sich leider schnell wie eine Aufzählung von Klischees an, die man vielleicht schon aus der Modewelt kennt. Eine junge, leidenschaftliche Rivalin stiehlt dem älteren Model das Rampenlicht, ja auch hier hat der Laufsteg viele Schattenseiten. Ein weiterer Schwachpunkt als Stück im Episodenfilm ist der sehr austauschbare Handlungsort, eine echte Verbindung zu China wird nicht aufgebaut. Immerhin haben die Nebencharaktere Profil und bieten einen guten Ausgleich.

Mit Episode Nummer Drei kommt der Film endlich zur Romanze, dem wirklich essentiellen Element in einem Film von CoMix Wave. Regisseur Li Haoling repliziert hier am ehesten den Charme von Your Name - natürlich auf einer kleineren Skala, man ist schließlich bald bei der Ein-Stunden-Marke und länger als ein Fußballspiel soll der Film ja nicht gehen. In Liebe in Shanghai kehrt, in einer Hommage an Episode Eins, ein junger Mann nach vielen Jahren nach Shanghai zurück. Auch er lässt die Erinnerungen schweifen und sein Schwarm aus der Schulzeit kommt ihm in den Kopf. Die Beiden haben sich gegenseitig selbst aufgenommene Kassetten geschickt - natürlich findet der Protagonist in der Gegenwart bei seinem Umzug eine solche Aufnahme. Beim Anhören merkt er, dass die Beziehung wohl doch noch eine weitere Dimension hatte. Seine darauffolgenden Entscheidungen haben bittere Konsequenzen. Das Finale ist emotional und bietet einen gut inszenierten Höhepunkt, der die drei Episoden ein weiteres und letztes Mal verbindet.

Ein roter Faden im Vergleich mit dem Original

Insgesamt baut so die dritte Episode passend auf die ersten beiden auf, hält sich aber stark genug zurück, sodass jede Kurzgeschichte für sich allein stehen kann. Das klingt natürlich nach einem netten Ansatz, bewirkt aber auch, dass die kürzeren und schwächeren Episoden nochmal schlechter dastehen. Noch offensichtlichere Verbindungen hätten Flavors of Youth vielleicht gut getan, denn so stehen die Episoden in einem direkten Wettbewerb im Punkt der erzählerischen Qualität. Das schadet dem Gesamtwerk und ist gerade im Hinblick auf den gelungenen Episodenfilm des Studios, 5 Centimeters per Second, schade. Die Inspiration ist mehr als deutlich: Chef-Regisseur Li Haoling soll das Projekt sogar offiziell als 5 Centimeters per Second in China geplant haben. Mehr Alleinstellungsmerkmale als der Schauplatz China hätte es schon gebraucht, um das Ergebnis vom Original abzuheben.

Flavors of Youth Paar

Das gleiche gilt auch für die Qualität von Drehbuch und Animation. Wer fürchtet, das chinesische Studio verpfuscht die Bildgewalt, irrt sich aber. Der Stil von Makoto Shinkai wird geradezu irritierend gut beibehalten. Von Episode zu Episode mögen kleine Schwankungen durchaus sichtbar sein, doch dem Zuschauer werden pausenlos optische Leckerbissen angeboten. Ob hier mehr gemeinsame Motive und Regie bei der Bildkomposition vonnöten gewesen wäre, ist schwer zu sagen. Besondere Höhepunkte in der Animationsgeschichte bietet der Film nicht, aber ob dies überhaupt erwartet werden sollte, ist mehr als zweifelhaft.

Fazit

Nach einem großen Hit, den es so vorher noch nicht gab, gilt es häufig, die eigenen Erwartungen herunterzuschrauben. Das Studio als One-Hit-Wonder abzustempeln, wäre eine Gemeinheit im Hinblick auf die vorherigen Filme, doch Flavors of Youth ist deutlich anders, als der Blockbuster Your Name. Wer Ähnliches erwartet wird also zwangsläufig enttäuscht werden, aber auch langjährige Fans des Studios erwartet mit dem Episodenfilm nichts Neues. Mit dem Vorwissen ist der Film wesentlich besser zu genießen, denn nur weil Flavors of Youth nicht an die sehr guten Vorgänger herankommt, sind die sehr persönlichen Geschichten um die Jugend ja nicht ungenießbar. Ähnlich wie die bildschön gezeichneten Reisnudeln des Protagonisten aus Episode Eins.

Flavors of Youth gibt es im Stream auf Netflix zu sehen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Netflix

Flavors of Youth | Official Trailer [HD] | Netflix

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