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The Innocents: Der erste Teaser zu Netflix' übernatürlichen Serie

Die Geschichte der beiden Liebenden Romeo und Julia gehört nicht nur zu den bekanntesten der Welt, sondern wohl auch zu den am häufigsten adaptierten, sodass Shakespeares' Tragödie bereits für etliche Verfilmungen herhalten musste. Im Jahr 2018 wagt nun auch Netflix diesen Schritt und präsentiert mit The Innocents eine übernatürlich Variante des Stoffes.

June und Harry sind unsterblich ineinander verliebt, was jedoch bei ihren strengen Eltern auf wenig Gegenliebe stößt. Damit sie jedoch beim jeweils anderen sein können, entscheiden sie sich, von Zuhause auszureißen und woanders von vorne zu beginnen. Zumindest sollen sie das denken. Denn schon bald merken sie, dass nichts so ist, wie es scheint: Verborgene Geheimnisse stellen ihre Liebe auf eine Probe, während eine ungewöhnliche Gabe alles noch mehr zu verkomplizieren scheint.

Viel mehr geben die ersten bewegten Bilder zur Serie noch nicht preis. Netflix macht ebenfalls noch ein kleines Geheimnis um die Serie. Die Hauptrollend  übernehmen dabei Sorcha Groundsell (Clique) und Percelle Ascott (Wizards vs. Aliens), während Guy Pearce (Alien: Covenant) als Halvorson zu sehen sein wird.

Die Idee zur Serie lieferten dabei Hania Elkington und Simon Duric, der bisher vor allem als Storyboard Artist bei bekannten Produktion wie The Crow oder Star Wars: Das Erwachen der Macht gearbeitet hat. Für die Regie zeigen sich hingegen Jamie Donoughue, die bereits bei der BBC-Netflix-Produktion The Last Kingdom mit an Bord war, und Farren Blackburn (The Defenders) verantwortlich.

Die Dreharbeiten werden in Großbritannien und Norwegen stattfinden, während der genaue Start von The Innocents auf Netflix noch nicht bekannt ist.

The Innocents | Announcement [HD] | Netflix

The Ritual: Trailer zum neuen Horror-Streifen von Netflix

Es sollte eine schöne Gruppenreise für den kleinen Freundeskreis sein, doch die Wanderung in der skandinavischen Wildnis wird in The Ritual zu einem Horrortrip. Netflix hat einen ersten Trailer zum Horrorfilm von David Bruckner (Southbound) veröffentlicht. 

Die einstigen Studienfreunde sehen sich nur noch selten, so kommt die gemeinsam geplante Abenteuerreise Richtung Arktis in die skandinavische Wildnis genau richtig. Doch die Spannungen untereinander steigen, als man merkt, dass man nicht mehr all zu viel gemeinsam hat. Besonders Luke, der einzige der noch Single ist, wird zunehmend unzufriedener. Zudem sind sie nicht sonderlich erfahren und unzureichend für eine derartige Wildniswanderung gerüstet. Eine Abkürzung durch einen Wald soll Erleichterung bringen - doch dieser entpuppt sich als alter Sagenwald voll schrecklicher Gefahren.

Der Film basiert auf dem Roman "Im tiefen Wald" von Adam Nevill, den Joe Barton (Humans) als Drehbuch umsetzte. Die Regie übernahm David Bruckner. 

In den Hauptrollen sind Rafe Spall (The Big Short, Prometheus), Robert James-Collier (Downton Abbey), Arsher Ali (Line of Duty) und Sam Troughton (Alien vs. Predator) zu sehen.

Die kanadisch-britische Produktion lief in Kanada, Irland und Großbritannien bereits im Oktober im Kino. Netflix hat die internationalen Rechte und zeigt The Ritual als Netflix Original. Ein Datum ab wann der Film verfügbar ist wurde noch nicht genannt. 

The Ritual | Official Trailer [HD] | Netflix

Anime-Kritik zu Godzilla: Planet der Monster - Die Echse trampelt zu Netflix

Godzilla: Monster Planet full

Godzilla: Monster Planet full

Seit dem ersten Godzilla-Film von 1954 ist die Riesenbestie in vielen verschiedenen Darstellungen auf der Leinwand gelandet. Vom Schauspieler im Kostüm über CGI bis hin zu Motion Capture sind viele verschiedene Verfahren zum Einsatz gekommen. Hollywood traute sich zuletzt 2014 an den Stoff und ebnete damit weiteren Kaiju-Filmen aus dem sogenannten MonsterVerse von Legendary Pictures den Weg. Im vergangenen Jahr hat der 29. Film der Reihe aus dem Land der aufgehenden Sonne, Shin Godzilla, die menschlichen und bürokratischen Aspekte im Kampf gegen Godzilla in den Vordergrund gestellt.

Nun versuchen sich die japanischen Studios Toho Animation und Polygon Pictures auf Netflix an einem Anime. Godzilla: Planet der Monster heißt der erste Film, geplant ist eine Trilogie, die auf CGI-Animationen setzt. Das mag zwar für viele Fans nicht an einen Menschen im Kostüm herankommen, doch das Studio hat unter anderem mit Ajin: Demi-Human schon sein Können in dem Bereich unter Beweis gestellt.

Damit auch die Handlung nicht auf der Strecke bleibt, hat man sich mit Gen Urobochi (bekannt durch Madoka Magica, Fate/Zero und Psycho-Pass) Japans gefragtesten Anime-Drehbuchautor ins Boot geholt. Der Autor ist bekannt für dramatische Handlungen und plötzliche Wendungen, wird aber dafür kritisiert, Themen zu wiederholen sowie Charaktere sehr einseitig darzustellen. Da es sich bei diesem Godzilla-Film nun aber um einen sehr klaren Antagonisten dreht, kann man diese Sorgen aber fürs Erste ignorieren.

Godzilla: Monster Planet Rücken

Ein verlorener Kampf und die neue Hoffnung

Der erste Anime der Reihe fängt weder in Japan noch New York an: Stattdessen ist die Erde nach Jahrzehnten des Krieges gegen Kaiju verloren. 2048 geben die letzten Überlebenden auf und fliehen mit einem Raumschiff. Die Menschen beginnen eine 20 Jahre lange Reise zum Planeten Tau Ceti e, ein Himmelskörper, der wirklich existieren könnte, nur um bei der Ankunft festzustellen, dass dieser in der Zwischenzeit vollkommen unbewohnbar geworden ist.

Das Leben auf dem Raumschiff beginnt, sich zu verschlimmern, dies macht sich auch an den klinisch weißen Raumanzügen bemerkbar, die inzwischen zerkratzt und schmutzig sind. Waschen ist nicht möglich, das überlebensnotwendige Wasser muss rationiert werden. Der junge Haruo spricht das Offensichtliche aus: Eine Rückkehr zur Erde ist der einzig sinnvolle nächste Zug. Angetrieben wird er dabei von seiner persönlichen Vendetta gegen Godzilla, denn natürlich ist das wichtiger als das Überleben der menschlichen Rasse.

Nachdem das Schiff also wieder zuhause angekommen ist, bemerken die Flüchtigen mit großem Entsetzen, dass für sie zwar nur ein paar Jahrzehnte verstrichen sind, die Erde aber ganze 20.000 Jahre ohne Menschen hinter sich hat. Schuld daran sind bestimmt sehr relevante astrophysische Probleme, aber dafür gibt es ja Christopher Nolans Interstellar - dieser Film geht nur 89 Minuten und schließlich muss noch gegen eine Riesenbestie gekämpft werden!

Godzilla: Monster Planet Kopf

Raumschiffe gegen Godzilla - was kann schon schiefgehen?

Die geringe Spielzeit ist das größte Problem von Godzilla: Planet der Monster und sorgt an vielen Stellen für Ärgernisse, die unter weniger Zeitdruck wahrscheinlich so nicht aufgetreten wären. Die meisten Nebencharaktere sind uninteressant und zwischenmenschliche Beziehungen bleiben irgendwo zwischen militärischem Jargon und Kämpfen zurück. Diese Tatsache kombiniert mit all den identischen weißen Raumanzügen führt zu wenig emotionaler Wirkung, wenn ein Mensch im Kampf gegen Godzilla dramatisch stirbt.

Fairerweise sind in einem Kaiju-Film natürlich die Actionsequenzen wesentlich wichtiger als Charaktere. Studio Polygon Pictures beweist: Godzilla funktioniert als Anime. Nachdem die Handlung förmlich in den dritten Akt gesprintet ist, kommen die Augen vor grandios inszenierten Kampfszenen kaum mehr mit. Mit Sci-Fi-Militärgerät, was dank tollen 3D-Modellen stets stimmig wirkt, wird allen Monstern auf der Erdoberfläche eingeheizt.

Ja, die Filmemacher hetzen schnell zur entscheidenden Konfrontation mit Godzilla und wollen auch noch das Setup für das Sequel schaffen, was das Ende ein wenig unbefriedigend macht. Aber auf dem Weg dahin beweisen die Regisseure handwerkliches Geschick mit einem schönen Farbenspiel und aufregenden Einstellungen, die nur die besondere Prämisse und das Medium ermöglichen.

Fazit

Godzilla: Planet der Monster schafft es erfolgreich, den Grundstein für eine neue Trilogie zu legen und liefert den Beweis, dass ein Godzilla-Anime überfällig war. Man muss kein Fan sein, um den Film zu mögen: Die Handlung ist einfach gestrickt und verlangt keinerlei Durchhaltevermögen wie ein Shin Godzilla. Die kurze Spielzeit von 89 Minuten bringt zwar einige Probleme mit sich, dafür gibt es einiges zu sehen. Alleine als Vorbereitung für das Sequel mit Mecha Godzilla, was im Mai erscheinen soll, ist der Film lohnenswert.

Godzilla: Planet der Monster ist ab heute im Stream bei Netflix zu sehen. 

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Toho Company/Polygon Pictures

『GODZILLA 怪獣惑星』Netflixで1月17日(水)全世界同時配信決定!

Anime-Kritik zu Devilman Crybaby: Sex, Dämonen und Rock 'n' Roll

In den 70er Jahren, als in Amerika die originalen Planet-der-Affen-Filme auf der großen Leinwand zu sehen waren, gab es in Japan ein Eklat, der für das Medium Anime prägend sein sollte. Manga-Zeichner Go Nagai fiel mit einer ungewöhnlich krassen Gewaltdarstellung in seinem neuen Manga Devilman auf. Der 1972 folgende Anime war wesentlich zahmer und konnte nie die dunkle Atmosphäre der Vorlage einfangen, gilt jedoch heute als Klassiker.

Beinahe ein halbes Jahrhundert später erscheint eine Neuauflage unter dem Namen Devilman Crybaby. Heute fühlt sich durch ein paar Blutfontänen niemand mehr angegriffen, weswegen man das Budget für eine treue Adaption des Manga nutzen konnte. Doch Devilman wäre nicht Devilman, wenn es nicht auch 46 Jahre später noch polarisieren könnte.

Kult-Regisseur Masaaki Yuasa entschied sich mit der Unterstützung von Netflix aber nicht nur für eine Umsetzung der grotesken Gewaltorgien, gerade hier im Westen wird dem Zuschauer schnell eine explizite, oft ausufernde Darstellung von Nacktheit und Sex auffallen. Das schockiert vor allem Nutzer, die mit japanischen Serien weniger vertraut sind. Ein Anime gilt bei vielen noch immer als Medium für Kinder und Jugendliche, hier sollte schnell die Altersfreigabe ab 16 Jahren in die Augen springen, eine sogar noch relativ gnädig ausfallende Bewertung.

Devilman Crybaby Demon

Zeitlos, mitreißend und erschreckend relevant

Doch bevor Blut und Gedärme an alle Wände Japans gespritzt werden und sämtliche Putzkräfte überfordern, geht die Geschichte langsam und friedlicher los. Der 16-jährige Akira ist ein normaler Schüler, geradezu unauffällig. Seine einzige besondere Eigenschaft ist ein gutes Herz, weswegen er häufig weint, wenn anderen etwas Schlimmes widerfährt. Wer jetzt schon genau aufgepasst hat, erkennt im Titel der Serie Ähnlichkeiten: Richtig, Akira ist das angesprochene Crybaby (eine Heulsuse).

Sein gleichaltriger Freund Ryo taucht eines Tages mit Pelzmantel, Sportwagen und Maschinenpistole aus dem Nichts wieder auf. Er ist anders als Akira: Blond, gutaussehend, intelligent, reich und vollkommen empathielos. Weil die Beziehung der beiden etwas mehr als platonisch ist und Waffen im urbanen Japan von Devilman Crybaby, was eher einem dystopischen Amerika gleicht, keine Seltenheit sind, steigt Akira natürlich in Ryos Wagen.

Frisch von einer Forschungsreise in Südamerika zurück, ist Ryo besessen von der Idee, Dämonen mischen sich unter das normale Volk, töten auf Orgien und geheimen Drogenparties Feiernde und übernehmen deren Körper. Prompt wird eine solche Veranstaltung aufgesucht, um Beweise zu finden. Nach diversen Exzessen mit oberkörperfreien Damen zeigen sich die Dämonen natürlich prompt, um die besagten Gäste wortwörtlich von ihrem Oberkörper zu befreien.

Soll heißen im nächsten Moment fliegen Torsos und etliche weitere Gliedmaßen durch die Luft, während intoxikierte Tanzende langsam verstehen, dass die Gewalt keine “Vision” ist. Ryo schafft es, den schockierten Akira mit einem Dämon zu fusionieren, der danach aber noch, wenigstens charakterlich, ein Mensch bleibt. Die Heulsuse wird also zum Dämonenmann oder eben Devilman mit allen Vorzügen wie übermenschlichen Kräften.

Devilman Crybaby als eine treue Adaption des Manga zu bezeichnen, mag für viele schon nach der ersten Folge absurd klingen. Regisseur Masaaki Yuasa hat das Werk an vielen Stellen verändert, aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen muss die Geschichte in zehn Folgen mit jeweils 24 Minuten Spielzeit passen. Das funktioniert hervorragend, da Yuasa diese augenscheinliche Schwäche der Umsetzung für sich genutzt hat.

Erzählte Zeit ist ein wichtiger Punkt in Devilman Crybaby. Anfangs braucht jede Minute lange, um Geschehnisse zu bebildern, wenige Stunden, danach Tage vergehen. Doch nachdem die Dämonen auftauchen, verändert sich nicht nur der Körper des Protagonisten Akira. Die Gewalt nimmt zu, die Welt verändert sich ins Groteske. Wochen vergehen in einzelnen Episoden, bald Monate, wenn nicht sogar mehr. Alle Aspekte der Erzählung sind perfide getaktet, das Skript läuft anders ab als in der Vorlage, jedoch passend zum Medium.

Weitere Elemente, die man als abweichend vom Manga ansehen könnte, sind eine Metaebene, die die alte Serie in der neuen integriert, und den Tausch von Antikriegs-Thematiken gegen Kritik an Homo- und Xenophobie sowie Rassismus. Diese Änderungen passen aber wiederum perfekt in das abgebildete Japan. Wie erwähnt, erinnert es an eine Dystopie eines urbanen Amerikas. Drogen, Waffen und Slums sind weit verbreitet, Gangs regieren die Straße. Hier hat das Produktionsteam sogar bekannte japanische Rapper an Bord geholt, das Ergebnis kann sich, wie der Rest des brillanten Soundtracks, hören lassen.

Devilman Crybaby Men

Oldschool, aber gleichzeitig erfrischend

Nachdem jeder Zuschauer anfangs von den hochbrutalen und geradezu absurden Kampfszenen abgeschreckt worden ist, steht die Frage im Raum, wie man diese einordnen soll. Natürlich ist es immer wieder erstaunlich und lehrreich, wie viel Blut denn in so einen winzigen menschlichen Körper hineinpasst und herausgepresst werden kann, aber ist die Gewalt in Devilman Crybaby ein Selbstzweck?

Man könnte dies einfach dem Stil und Aufbau des Produktionsteams zuschreiben. Die Bilder und Animationen sind ganz anders als bei vergleichbaren, modernen Anime-Serien. Monochrome Sequenzen sind perfekt auf dramatische Szenen im Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation abgestimmt. Malerische Szenen mit schwachen Outlines und hervorgehobenen Arm- und Beinbewegungen charakterisieren und grenzen Menschen von Dämonen ab. Yuasa ließ sogar einzelne Animatoren die gesamten Schlüsselframes einer ganzen Episode zeichnen. Damit hatte Devilman Crybaby eine wesentlich größere kreative Freiheit als besagte moderne Produktionen.

Ob die Gewalt eine spezifische Entscheidung von ihm gewesen ist, beantwortet der Regisseur schließlich in einem Interview. Die explizite Darstellung sei wichtig für die Botschaft von Manga-Zeichner Nagai, so Yuasa. Diese Botschaft sei auch heute noch genauso relevant, weshalb die getreue Darstellung sich lohne. Ohne der Handlung viel vorwegzunehmen, spielt Yuasa auf eine Verschiebung der Gewalttaten von Dämonen auf Menschen an. Zerteilen anfangs noch ausschließlich Dämonen Haut, Muskeln und Knochen, so zeigt sich die gnadenlose Brutalität der Menschen schnell. Das funktioniert und sorgt für einer schauerlichen zweiten und dritten Akt, die eben wesentlich mehr bieten als Körperflüssigkeiten und nackte Haut.

Fazit

Devilman Crybaby ist erschreckend, hypnotisch und nachdenklich. Hervorragend ausgearbeitete Animationen machen die Serie in ihren hitzigen und ruhigen Momenten zu einem Augenschmaus, auch für Cineasten. Der Anime ist außerdem etwas für Zuschauer, die sonst nichts mit dem Medium zutun haben oder alte Füchse, die sich die Trickfilme des vergangenen Jahrhunderts zurückwünschen. Aber bitte nur die abgebrühtesten Teenager (und Eltern) mitschauen lassen. Der Soundtrack wird noch lange in Erinnerung bleiben, zusammen mit Szenen, die schon The End of Evangelion inspiriert haben.

Alle zehn Episoden von Devilman Crybaby gibt es im Stream bei Netflix zu sehen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
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DEVILMAN crybaby | Trailer [HD] | Netflix

Verschlungen, genossen, zusammen gesehen: Das Netflix-Jahr 2017

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Netflix-Logo

Netflix ist aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Täglich konsumieren über 109 Millionen Mitglieder aus 190 Ländern mehr als 125 Millionen Stunden Filme und TV-Serien über die Streamingplattform. Für 2017 hat Netflix sich die Sehgewohnheiten etwas genauer angesehen und präsentiert auch der Öffentlichkeit einige Statistiken, wenn auch ohne allzu viele konkrete Zahlen zu nennen.

Zum täglichen Leben gehört Netflix vor allem in Mexico, doch auch in der Antarktis gibt man "Netflix & Chill" eine ganz eigene Bedeutung - zumindest bei einer Person ist dort die Serie Shameless sehr beliebt. Dafür sah ein deutsches Mitglied während des Jahres 340 Mal Ocean's Eleven - ob das schon als Training für ein mögliches Superverbrechen gilt?


© Netflix

Auf Basis der Daten vom 1. November 2016 bis 1. November 2017 wurden jeweils die zehn Serien ausgemacht, die wahlweise genossen oder verschlungen wurden. Als genossen gilt, wenn eine Serie pro Tag weniger als zwei Stunden gesehen wurde. Entsprechend hat man mit über zwei Stunden eine Serie eher verschlungen.

Mit diesen Serien ging man es in Deutschland eher gemächlich an:


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Bei diesen wiederum konnten wir uns nicht zügeln:


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Gemeinsam ist es doch noch am schönsten, oder? Manche Serien und Filme sieht man am liebsten mit einem festen Freundeskreis oder der Familie. Die Favoriten dafür waren im Jahr 2017:


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Doch wie in manchen Beziehungsgeflechten möglich, kann es passieren, dass man hintergangen wird. Bei folgenden Serien hielt es mindestens einer nicht aus und sah alleine weiter. Die Daten stammen von einer Umfrage unter 60.000 Netflix-Mitgliedern, die vom 24.-30. Oktober getätigt wurde. 


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Bei der großen Auswahl an Anbietern und Serien müssen sich viele ihre Medienzeit gut einteilen. Schon längst ist es unmöglich, auch nur ansatzweise alles zu sehen. Auf was freut ihr euch 2018 besonders?

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Frontier: Netflix bestellt Staffel 3 der kanadischen Abenteurer-Serie

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Jason Momoa in der kanadischen Serie Frontier

Die Zusammenarbeit zwischen dem kanadischen Discovery-Channel und Netflix geht weiter - die Produktion der mittlerweile dritten Staffel der Historien-Abenteurer-Serie Frontier hat grünes Licht erhalten.

Mit Wurzeln in der kanadischen Geschichte dreht sich Frontier um die Probleme und chaotischen Verhältnisse mit aufkommenden Reichtum und Macht rund um den Pelzhandel im späten 18. Jahrhundert. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Auch wird der blutige Konflikt zwischen den eingewanderten Europäern und Kanadas Ureinwohnern (Aboriginal People) beleuchtet.

Jason Momoa spielt den Hauptcharakter Declan Harp. Er ist ein ehrgeiziger, selbstsicherer, charsimatischer, aber auch skrupelloser Pelzhändler, der von Gier und Rachsucht getrieben ist.

In weiteren Rollen sind u.a. Landon Liboiron (Hemlock Grove), Alun Armstrong (Braveheart), Allan Hawco (Republic of Doyle), Jessica Matten (Shadowhunters), Shawn Doyle (The Expanse) und Zoe Boyle (The Astronaut Wives Club) zu sehen.

Frontier feierte im Januar international Premiere, Staffel 2 ist seit dem 24. November über Netflix verfügbar. Mit der Veröffentlichung der dritten Staffel wird für November 2018 gerechnet.

Frontier - Season 2 | Official Trailer [HD] | Netflix

Erased: Erster Trailer zur Netflix-Serie

Netflix hat einen ersten Trailer zu der Realverfilmung der Mangaserie Erased (Boku dake ga inai Machi) veröffentlicht. In Japan wird die Serie bereits am 15. Dezember ausgestrahlt. Anschließend soll Erased noch diesen Winter in 190 weiteren Ländern zu sehen sein.

Die Mangaserie von Kei Sambe erschien in Japan zwischen 2012 und 2016. Im Mittelpunkt des Mangas steht der Künstler Satoru Fujinuma. Er besitzt die Fähigkeit, in die Vergangenheit zu reisen, um dort Verbrechen zu verhindern.

Allerdings kann er seine Zeitreisen nicht kontrollieren – dies geschieht nur, wenn in seiner Nähe eine Straftat passiert. Nachdem seine Mutter von einem Serienkiller ermordet wird, reist Satoru zurück in seine Kindheit. Im Körper eines Zehnjährigen versucht er, eine Reihe von mysteriösen Kindesentführungen und so die Ermordung seiner Mutter zu verhindern.

Die Hauptrolle des Satorus übernimmt Yuki Furukawa (Eternal Zero - Flight of no Return). Erased wurde zuvor bereits als Animeserie sowie als japanische Realverfilmung adaptiert. In Deutschland erscheint die Manga-Reihe von Kei Sanbe unter den Titel Die Stadt, in der es mich nicht gibt bei Tokyopop.

古川雄輝主演!Netflixオリジナルドラマ『僕だけがいない街』予告編

Star Trek: Die zehn meistgesehenen Episoden bei Netflix

Vor dem Sendestart von Star Trek: Discovery am 25. September hat Netflix die Liste mit den meistgesehenen Episoden aus Raumschiff Enterprise, Star Trek: The Next Generation, Star Trek: Deep Space Nine, Star Trek: Voyager und Star Trek: Enterprise veröffentlicht.

Dabei wurde das Sehverhalten von 104 Millionen Nutzern in über 190 Ländern betrachtet. Damit die Ergebnisse mehr als nur normales Nutzerverhalten widerspiegeln, wurden die ersten beiden Folge jeder ersten Staffel nicht berücksichtigt. Als “wiederholte Folge” wurde jede Episode gezählt, die nach erstmaligem Abspielen erneut für mehr als sechs Minuten angesehen wurde.

In den Top 10 der meistgesehenen Episoden wird von den Borg-Folgen von Star Trek: Voyager und The Next Generation dominiert. Weder die Original Series, noch Deep Space Nine oder Enterprise tauchen mit auf. Hier die Auflistung:

  1. Star Trek: Voyager 7.24 "Endspiel 1 & 2"
  2. Star Trek: TNG 3.26 "In den Händen der Borg (Teil 1)"
  3. Star Trek: TNG 4.01 "Angriffsziel Erde (Teil 2)"
  4. Star Trek: Voyager 3.26 "Skorpion, Teil 1"
  5. Star Trek: Voyager 4.01 "Skorpion, Teil 2"
  6. Star Trek: Voyager 4.02 "Die Gabe"
  7. Star Trek: Voyager 5.15 "Das ungewisse Dunkel, Teil 1"
  8. Star Trek: TNG 2.16 "Zeitsprung mit Q"
  9. Star Trek: Voyager 1.03 "Subraumspalten"
  10. Star Trek: TNG 4.14 "Beweise"

Little Evil: Netflix veröffentlicht ersten Trailer zur Horrorkomödie

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Little Evil

Netflix hat einen ersten Trailer zur Horrorkomödie Little Evil von Regisseur Eli Craig veröffentlicht. Bereits in der Backwood-Slasher-Parodie Tucker & Dale vs. Evil und in der Serienadaption zum Kinofilm Zombieland hat Eli Craig Elemente des Horrorfilms und der Komödie vermischt.

In Little Evil geht es um einen Mann namens Gary, gespielt von Adam Scott (Krampus). Gary wohnt in einer ruhigen Vorortssiedlung und hat gerade seine Traumfrau Samantha geheiratet. Eigentlich könnte er jetzt der glücklichste Mensch auf der Welt sein, wäre da nicht Samanthas sechsjähriger Sohn Lucas (Owen Atlas).

In der Gegenwart des seltsamen Jungen häufen sich mysteriöse Vorkommnisse. Nach und nach wächst in Gary die Gewissheit, dass es sich bei seinem Stiefsohn um die Wiedergeburt des Antichristen handelt.

Evangeline Lilly (Lost, Ant-Man) spielt Garys Ehefrau Samantha. In weiteren Rollen sind Tyler Labine (Tucker & Dale vs. Evil), Bridget Everett (Patti Cake$), Clancy Brown (Highlander) und Donald Faison (Scrubs) zu sehen.

Little Evil soll ab dem 1. September bei Netflix verfügbar sein.

Little Evil | Official Trailer [HD] | Netflix

Netflix bestellt britische Jugend-Mystery-Serie

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Netflix-Logo

Viel ist noch nicht bekannt von der sogar noch titellosen britischen Mystery-Serie, die Netflix in Auftrag gegegeben hat. Es soll sich um eine Teenager-Liebesgeschichte mit übernatürlichen Elementen handeln.

Sie ist ein weiteres Projekt des Streamingdienstes beim gezielten Ausbau der Eigenproduktionen mit einem hauptsächlich jugendlichen Publikum.

Die Neulinge Hania Elkington und Simon Duric kreieren und schreiben die Serie. Duric arbeitete bislang vor allem als Storyboard-Künstler, unter anderen für Star Wars: Das Erwachen der Macht, The Crown und Black Mirror.

Für Netflix produzieren Charlie Pattinson, Elaine Pyke und Willow Grylls mit ihrer Firma, die auch hinter der kürzlich von Netflix aufgenommenen Mystery-Serie Requiem steckt.

Die erste Staffel soll vorerst aus acht Episoden bestehen. Bei gleich sechs übernimmt Farren Blackburn (Daredevil, Doctor Who) die Regie.

Gedreht wird in Großbritannien und Norwegen.

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