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Netflix und Ubisoft produzieren Serien zu Assassin‘s Creed

In einer Pressemeldung gaben der Streaming-Dienst Netflix und Videospieleentwickler Ubisoft heute bekannt, dass sie gemeinsam an mehreren Produktionen um die Marke Assassin‘s Creed arbeiten. Allen voran soll eine Live-Action-Serie im Universum der Videospiele entwickelt werden. Als ausführende Produzenten sind Jason Altman und Danielle Kreinik angesetzt, die bei Ubisoft die Sparte Film und Fernsehen betreuen.

Weiter heißt es in den Meldungen, dass darüber hinaus noch eine animierte sowie eine Animé-Serie geplant seien. Was hier "animiert" genau heißt, ist noch nicht ganz klar. Wahrscheinlich bezieht man sich da auf eine computeranimierte Serie, vielleicht aber auch etwas völlig anderes. Über deren Realisierung wird wohl der Erfolg der Live-Action-Serie entscheiden.

Angesichts der eher kritischen Stimmen zur 2016 erschienen Realverfilmung der Videospiele-Reihe (wir fanden es auch nur so... mittel) passt ein Serienformat vielleicht wirklich besser als ein Spielfilm. Der hatte zwar große Namen wie Michael Fassbender und Michelle Cotillard, aber dafür keine große Handlung.

Außer den beiden Produzenten auf Seiten Ubisofts sind noch keine weiteren Personalien bekannt. Bis die Serie tatsächlich auf dem Streaming-Dienst landet, werden wohl noch einige Teile der Videospielreihe erscheinen.

Die wurde nämlich seit 2007 fast jährlich durch neue Titel und Ableger verstärkt. Seit dem Erscheinen des ersten Assassin‘s Creed 2007 sind insgesamt elf Spiele in der Hauptreihe und eine Handvoll Ableger erschienen. Am 10. November 2020 kommt mit Assassin‘s Creed Valhalla der zwölfte Teil der Reihe in den Handel – wahrscheinlich mit ein Grund für die heutige Meldung zum Netflix-Deal.

Im Kern dreht sich Assassin‘s Creed um den Kampf der Assassinen mit dem Templer-Orden. In den Spielen übernehmen die Spieler meist die Rolle von Assassinen, die in einer bestimmten historischen Epoche versuchen, die Pläne der Templer zu vereiteln. Die Serie sah bereits einiges an Geschichte an sich vorüberziehen: Die Zeit der Kreuzzüge, die Französische Revolution und die Industrialisierung, zuletzt das antike Ägypten kurz vor der Zeitenwende sowie das antike Griechenland zur Zeit des Peloponnesischen Krieges.

Wohin die Serie entführt oder ob sie mit beiden Beinen im Jetzt bleibt, ist noch nicht bekannt.

Kritik zu Dragon's Dogma: Von Anime-Optik und alter Spielegrafik

Es ist eine Diskussion, die sich viele Netflix-Animeserien gefallen lassen müssen: Können computergenerierte Modelle handgezeichnete Welten ergänzen - oder sogar ersetzen? Am Ende läuft das alles auf eine schwierige Geschmacksfrage hinaus, doch im Falle der siebenteiligen Serie Dragon’s Dogma liegt der Vergleich zum namensgebenden Videospiel von 2012 auf der Hand. Der Titel - ein japanisches Fantasy-Rollenspiel im Stil des europäischen Mittelalters - hat über die vergangenen acht Jahre eine kleine Fangemeinde in der Spielerschaft aufgebaut, aber trotz allerhand Gerüchten und Andeutungen ehemaliger Mitarbeiter noch kein Sequel bekommt. Die Ankündigung der Serie hat somit einige hungrige Münder zum aufhorchen gebracht, aber viele Fans haben nie damit gerechnet, enttäuscht werden zu können. Müssen sie jetzt diese Erfahrung machen?

Dazu muss auch die grundsätzliche Frage gestellt werden, ob eine animierte Serie überhaupt zu einem Videospiel passt - oder ob diese Umsetzung weg von der Interaktivität überhaupt nötig war. Denn Dragon’s Dogma bietet keine epische Fantasy-Geschichte, die sich einfach nacherzählen lässt. Die Erzählung war immer eher eine Nebensache, Standardkost mit einer bekömmlichen Wendung - sollte der Spieler das Ende sehen. Davor rückt aber klar das Gameplay in den Vordergrund, bekannt auch dafür, dass Spieler größere Monster wie Greifen, Zyklopen oder eben Drachen während des Kampfs zu beklettern können, um an Schwachpunkte zu kommen. Die Schöpfer der nur dünnen Umsetzung mit sieben Folgen versuchen das auch aufzugreifen, jedoch mit einer fragwürdigen Vorgehensweise.

Das Monster der Woche. Heute: Der Mensch

Wie im Spiel wird Protagonist Ethan harmonisch vorgestellt. Er lebt mit seiner Frau Olivia in einem wenig bemerkenswerten Dorf, was nach grotesken Visionen von einem riesigen Drachen heimgesucht wird. Damit ist die Rolle von Olivia auch beendet, die vor Ethans Augen verbrannt wird. Mit der neu eingeführten Figur wollen die Serienschöpfer wohl die Motivation des Protagonisten intensivieren, was jedoch eigentlich nicht nötig ist. Denn wie im Spiel reißt das Ungeheuer auch sein Herz aus der Brust, verspeist es und lässt ihn mit einem rachsüchtigen Ziel wiederauferstehen. An seiner Seite steht die kühle Hannah, die ihn nur als “Erweckten” bezeichnet. Die Ritterin selbst gehöre aber zu einer Gruppe namens “Vasallen”, die ihm bedingungslos dienen. Und genau an dieser Stelle weicht die Serie vom Videospiel ab - die Integration der eher als Spielmechanik taugenden, austauschbaren Vasallen bleibt weitgehend ohne Kontext. Vermutlich musste einfach eine weitere Frau her, nachdem Olivia für ihren Mann geopfert wurde.

Dragon's Dogma Pawn

Anschließend bleibt die Handlung um den Drachen quasi bis zur finalen Folge aus, stattdessen wird das bekannte “Monster der Woche”-Format adaptiert. Auch trägt jede Folge den Namen einer Todsünde, was zum Inhalt kaum und zur Vorlage so gar nicht passt. Ein übergreifendes Thema ist Menschlichkeit, denn das echte Monster hat am Ende dann doch keine Klauen und Flügel sondern zehn Finger und sanfte Haut. Auch dieses Prinzip wurde eher mäßig umgesetzt, so ist zwischen Kampfsequenzen und unumgänglichen Toden von Nebencharakteren kaum Platz für ein übergeordnetes Motiv. Dafür gibt es neben der Folge “Lust” mit obligatorischem Sukkubus viel nackte Haut, Vergewaltigungen und brutales Blutvergießen. Mit diesen Neueinführungen gegenüber des Spiels versuchen die Drehbücher wohl finsterer und erwachsener zu werden, wirkt an vielen Stellen aber eher plump, abstoßend und sogar albern.

Ist das eine Hauttextur oder kann das weg?

Statt dreidimensionale Oberweiten zu animieren und für viele weibliche Charaktere zweite, nackte Modelle zu texturieren, hätten viele Beteiligten vielleicht ihre Werke von einer gesunden Entfernung betrachten sollen. Im besten Fall einem Schritt acht Jahre zurück zur veralteten Grafik des Videospiels. Diese sieht nämlich im direkten Vergleich meistens besser aus. Oft ist das so wesentlich, dass beispielsweise gerade der so wichtige Drache fast wie eine Parodie seiner selbst wirkt. Manche Texturen wirken “matschig”, passen also kaum zu anderen Objekten, mit denen sie sich gerade in einer Szene befinden, andere Hintergründe passen aber adäquat ins Bild. Offensichtlich kommen die Inhalte nicht aus einem Guss, was nicht immens stört, aber für visuelle Verwirrung sorgen kann, wenn der Betrachter - etwa in einem Kampf -  versucht, den Überblick zu behalten.

Bekömmlicher ist hingegen die Regie, auch Kamerafahrten machen oftmals das Beste aus den vorhandenen Mitteln. Wenn Ethen gegen Zyklop, Hydra oder Greif antritt, glänzt die Serie mit Abstand am meisten. Wie auf der Playstation klettert der muskulöse Held an Beinen, Schuppen und Gefieder entlang, um den Bestien aus dem Nahkampf tödliche Schläge zukommen zu lassen. Die Animationen sind stimmig und wirken organischer als in anderen CGI-Serien. Im negativen Sinne erinnern die Bewegungen aber an Videospiele, wenn es um die Interaktion, oder mehr Kollision zwischen zwei Charakteren oder Objekten geht. Wenn Finger ein Schwert nicht umgreifen, sondern auch ein wenig in den Griff sinken oder lange Haare teilweise in der Kleidung verschwinden, nennt man “Clipping”. Das passiert in der Serie vor allem bei Berührungen zwischen Charakteren oder Monstern, was zwar nicht erheblich stört, aber das Gesamtbild auch nicht verbessert.

Dragon's Dogma Cyclops

Fazit

Es sind nur sieben 25-minütige Folgen, doch zwischen erschreckend brutalen Szenen, Nacktheit und gewöhnungsbedürftiger Optik stellt man sich als Zuschauer von Dragon’s Dogma eine Frage: Für wen genau ist dieser Anime eigentlich? Fans werden daran keinen Spaß haben, Neueinsteiger fragen sich, was genau diese obskure Adaption bedeuten soll und auch die Schöpfer scheinen ohne eine wirkliche Vision volle Fahrt ins Lizenz-Chaos gesteuert zu sein. Dass Umsetzungen ohne großartig komplexe Grundlagen alle Seiten glücklich machen, können zeigt Castlevania eindrucksvoll mit inzwischen drei Staffeln, doch Dragon’s Dogma dürfte Netflix’ Euphorie etwas dämpfen und die Verantwortlichen zukünftig hoffentlich vorsichtiger lizenzieren lassen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Netflix

Dragon's Dogma | Official Trailer | Netflix

Netflix sichert sich Rechte an Action-Abenteuer mit Ryan Reynolds

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Free Guy

Netflix hat sich die Rechte an einer weiteren Produktion mit Ryan Reynolds (Deadpool, Pokémon: Detective Pikachu) in der Hauptrolle gesichert.

Der Streaming-Anbieter hatte zuletzt mit Reynolds für 6 Underground zusammengearbeitet. Bei dem neuen Projekt handelt es sich um ein noch unbetiteltes Action-Abenteuer, die Regie wird Shawn Levy (Nachts im Museum, Stranger Things) übernehmen. Netflix hat sich die Rechte von Skydance Media gesichert, die neben 6 Underground auch für The Old Guard verantwortlich zeichneten.

Es handelt sich nach Free Guy um die nächste Zusammenarbeit von Reynolds und Levy, beide fungieren für das neue Projekt zudem als Produzenten. Jonathan Tropper (Banshee) arbeitet derzeit an dem finalen Entwurf des Drehbuchs. Die ersten Entwürfen hierzu stammten von T.S. Nowlin (The Maze Runner) sowie Mark Levin und Jennifer Flackett. Das Ehepaar Levin und Flackett verfasst gemeinsam unter anderem das Drehbuch für Wimbledon.

Reynolds' künftige Projekte sind neben Free Guy Filme wie The Croods 2, The Hitman’s Wife’s Bodyguard und Red Notice. Bei Red Notice handelt es sich wiederum um eine Netflix-Produktion, in der auch Dwayne Johnson (Jumanji: Welcome to the Jungle, Jumanji: The Next Level, Rampage) und Gal Gadot (Wonder Woman) zu sehen sein werden.

Space Force: Netflix veröffentlicht ersten Teaser zur Komödie

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Star Force

Netflix hat einen ersten Teaser zur neuen Komödie Space Force herausgebracht. In Space Force geht es um die gleichnamige Abteilung der US-Streitkräfte, die jetzt auch im All Präsenz zeigen sollen. Der Trailer ist derzeit nur auf Englisch verfügbar.

Im Zentrum der Geschichte von Space Force steht Generals Mark R. Naird, der davon träumt, eines Tages verantwortlich für die gesamte Air Force zu sein. Statt in der Luft soll er aber nun die Space Force leiten und gleich im All kämpfen – oder zumindest gefährlich genug aussehen. Naird erhält vom Weißen Haus den Auftrag, auf den Mond zurückzukehren und eine überwältigende Präsenz im Weltraum aufzubauen. Sein Enthusiasmus für den Job hält sich allerdings in Grenzen.

Die Serie ist die neuste Zusammenarbeit von Schauspieler Steve Carell und Produzent Greg Daniels, die auch schon gemeinsam an der US-Version von The Office gearbeitet haben. Von der englischen Variante von The Office ließen sich übrigens damals die Macher der deutschen Büro-Komödie Stromberg inspirieren. Die Serie erhält zudem eine gewisse aktuelle Brisanz: im letzten Jahr machte US-Präsident Donald Trump eine Ankündigung war und schuf die United States Space Force, die sich fortan statt der US Air Force um die Weltraummissionen der USA kümmern soll. Die Space Force der gleichnamigen Serie ist eine fiktive Darstellung dieser neuen Abteilung der US-Streitkräfte.

Neben Stephen Carell gehören ebenfalls zum Cast: John Malkovich als Dr. Adrian Mallory, Lisa Kudrow (Friends) als Nairds Frau Maggie, Diana Silvers (Ma) als Erin Naird, Ben Schwartz (Parks and Recreation) als F. Tony Scarapiducci, Jimmy O. Yang (Crazy Rich) als Dr. Chan Kaifang, Tawny Newsome als Angela Ali und Alex Sparrow als Bobby Telatovich.

Space Force soll in den USA ab dem 29. Mai starten.

Space Force | Official Teaser | Netflix

Netflix, Disney+ & Amazon Prime Video: Die neuen Genreproduktionen im Mai

Auch im Mai versuchen die Streaming-Dienste, ihre Abonnenten wieder mit neuen Inhalten bei der Stange zu halten. Grund genug, einmal einen Blick auf die Genre-Highlights zu werfen, welche die Zuschauer im nächsten Monat bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erwartet.

Bei Netflix können Trash-Fans den 1. Mai nutzen, um noch einmal nachzuvollziehen, warum Nintendo über Jahrzehnte keine Videospielverfilmungen basierend auf seinen Spielhelden erlaubte. So ist ab dem 1. Mai Super Mario Bros. verfügbar. Zudem wartet Ende des Monats, am 22. Mai, mit E.T. ein echter Klassiker. Ansonsten halten sich die Genreneuveröffentlichungen im kommenden Monat in Grenzen. Nennenswert ist noch The Nun, der ab dem 10. Mai verfügbar ist.

Ähnlich überschaubar wie bei den Filmen sieht es auch im Serienbereich aus. Am 29. Mai startet die neue Comedy Space Force, bei der es darum geht, dass ein General eine neue Weltraumabteilung für die amerikanischen Streitkräfte aufbauen soll, worauf er jedoch nur wenig Lust hat. Zudem startet im Mai in den USA die Serienadaption Snowpiercer, für die sich Netflix hierzulande die Ausstrahlungsrechte gesichert hat. Bisher hat der Streaming-Dienst aber noch keinen Starttermin für den deutschen Markt enthüllt.

Bei Disney+ wartet auf die Zuschauer am 1. Mai das Finale von The Mandalorian. Anschließend feiert der Streaming-Dienst den Star-Wars-Tag am 4. Mai mit dem Start von Disney Galerie: The Mandalorian, einer Doku, die auf die Entstehung der Serie eingeht. Die weiteren neuen Folgen werden dann immer freitags veröffentlicht.

Ebenfalls am Star-Wars-Tag erscheint zudem die Dokumentation Empire of Dreams: The Story of the Star Wars Trilogy. Zudem gibt es die 1. Staffel von Star Wars Resistance. Staffel 2 folgt dann am 15. Mai.

Marvel-Fans erhalten ebenfalls am 15. Mai mit Marvel Studios: Expanding the Universe einen Ausblick auf die Zukunft des MCU. Da die Dokumentation in den USA aber schon seit November verfügbar ist, dürften sich die neuen Informationen in Grenzen halten.

Abgesehen von Star Wars und Marvel erweitert Disney+ sein Repertoire zudem um drei weitere Genre-Filme. Am 15. Mai beginnt dies mit Ice Age – Kollision voraus, eine Woche später folgen am 21. Mai Tron Legacy und am 22. Mai Nachts im Museum.

Bei Amazon Prime Video gibt es im Mai ebenfalls ein paar erwähnenswerte Filmneuzugänge. Den Anfang macht der Science-Fiction-Film Code 8, der ab dem 2. Mai verfügbar ist. Zwei Tage später folgt die russische Produktion Weltengänger. Darüber hinaus gehören ab dem 24. Mai Das Haus der geheimnisvollen Uhren und ab dem 25. Mai The War of the Worlds – Krieg der Welten – Teil 1 und 2 zum Angebot.

Netflix & Boom! Studios: Streaming-Dienst und Comicverlag kündigen Zusammenarbeit an

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Mouse Guard

Der Comicverlag Boom! Studios und der Streaming-Dienst Netflix werden in Zukunft zusammenarbeiten. Wie Deadline berichtet, haben beide Unternehmen einen sogenannten First-Look-Deal unterzeichnet, der Netflix ein Erstkaufsrecht auf Adaptionen auf Basis der Comics des Verlags gewährt. Dies beinhaltet sowohl Real- als auch Animationsprojekte.

Die Partnerschaft gibt dem Streaming-Dienst Zugriff auf eine große Bibliothek an Comicvorlagen. Unter anderem umfasst das Portfolio von Boom! Studios Comics wie Mouse Guard, Lumberjanes oder Something is killing Children. Konkrete Projekte wurden bisher allerdings noch nicht angekündigt.

Vor der Zusammenarbeit mit Netflix hatte Boom! Studios einen ähnlichen Vertrag mit 20th Century Fox. Dieser endete allerdings im Januar. Das namhafteste Projekt aus der Zusammenarbeit beider Unternehmen war die angekündigte Adaption des Comics Mouse Guard, die allerdings nach dem Aufkauf von Fox durch Disney abgesagt wurde. Stattdessen wurde am Ende mit The Empty Man nur eine einzige Adaption umgesetzt. Der Film soll in diesem Jahr in die Kinos kommen. Der aktuelle deutsche Kinostart ist für den 6. August angekündigt.

Netflix drosselt wegen Corona die Datenübertragung in Europa

Der Streaming-Dienst Netflix drosselt seine Datenübertragung in Europa. Hintergrund ist die Bitte des EU-Kommissar Thierry Breton, der in den vergangenen beiden Tagen mit den Verantwortlichen des Streaming-Anbieters gesprochen hat.

Aufgrund des Corona-Virus arbeiten und bleiben immer mehr Menschen zu Hause, was zu Befürchtungen führte, dass das Internet mit dem höheren Traffic durch beispielsweise das Streaming von Filmen und Serien überlastet werden könnte.

Die Drosselung der Datenübertragung bei Netflix soll zunächst einmal 30 Tagen anhalten. In dieser Zeit sollen gestreamte Inhalte wohl weitestgehend von HD auf SD heruntergesetzt werden. Auch Ultra-HD dürfte damit vorerst nicht mehr verfügbar sein. Durch diesen Schritt will der Streaming-Dienst seinen Datenverkehr um 25 Prozent senken. Die Nutzer sollen allerdings trotzdem noch eine gute Qualität geliefert bekommen.

Betroffen ist aktuell nur Europa. Es bleibt abzuwarten, ob auch anderen Streaming-Anbieter wie Amazon, YouTube oder der in der kommenden Woche startende Disney+ ähnliche Drosselungen vornehmen.

Horse Girl: Trailer zum Horrorfilm mit Alison Brie

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Horse Girl

Netflix hat einen ersten Trailer zu Horse Girl veröffentlicht. Im Mittelpunkt des Horrorfilms steht die von Alison Brie (Glow, The Lego Movie) gespielte junge Frau, deren normales Leben plötzlich durch merkwürdige Vorfälle aus den Fugen gerät.

Sarah ist eine Außenseiterin, die sich für Kunsthandwerk, Pferde und übernatürliche Krimiserien interessiert. Doch dann bekommt sie Schlafstörungen, erwacht an fremden Orten und weiß nicht, wie sie dort hingekommen ist. Sie sucht Hilfe bei einem Psychiater, doch die mysteriösen Ereignisse nehmen zu. Im Haus findet die junge Frau Kratzspuren von Krallen und sie meint Stimme aus der Zukunft zu hören.

Sarah beginnt sich zu fragen, ob sich bei ihr dieselben Symptome zeigen wie früher bei ihrer Großmutter, die ebenfalls unter Wahnvorstellungen litt? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

Das Drehbuch hat Alison Brie zusammen mit dem Regisseur Jeff Baena (The Little Hours) geschrieben. Neben Brie sind in Horse Girl Debby Ryan (Jessie), Paul Reiser (Stranger Things), Molly Shannon (Divorce), Matthew Gray Gubler (Criminal Minds), John Ortiz (Aliens vs. Predator 2), Angela Trimbur (The Final Girls) und David Paymer (The Marvelous Mrs. Maisel) zu sehen.

Horse Girl ist ab dem 7. Februar bei dem Streamingdienst abrufbar. Zuvor läuft die Netflix-Produktion am 27. Januar im Wettbewerb des Sundance Film Festival.

Horse Girl | Offizieller Trailer | Netflix

Horse Girl | Official Trailer | Netflix

Patty Jenkins entwickelt mehrere Formate für Netflix

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Netflix-Logo

Netflix hat sich mit einem 10-Millionen-Dollar-Vertrag das Talent der Regisseurin Patty Jenkins (Wonder Woman) für mehrere Jahre gesichert. Sie soll diverse Serien exklusiv für den Streamingdienst entwickeln.

Bekannt wurde Jenkins direkt mit ihrem Regiedebüt Monster, der Charlize Theron für ihre Darstellung der Serienmörderin Aileen Wuornos sowohl einen Oscar als auch Golden Globe einbrachte. Auch bei zahlreichen TV-Produktionen wie etwa Arrested Development, Entourage, I Am the Night und The Killing übernahm Jenkins die Regie.

Ein großer Erfolg gelang ihr im Jahr 2017 mit Wonder Woman, der nicht nur Kritiker, sondern auch das Publikum und damit an den Kinokassen überzeugen konnte. Weltweit spielte der Film rund 800 Millionen Dollar ein.

Welche Formate Netflix bei der Zusammenarbeit mit Jenkins vorschweben ist noch nicht bekannt. Vorerst kann man sich aber ohnehin auf Juni 2020 freuen - dann startet Wonder Woman 1984 in den Kinos, natürlich wieder mit Gal Gadot in der Hauptrolle unter der Regie von Patty Jenkins.

Die Schöpfer von Game of Thrones sichern sich Millionen-Deal mit Netflix

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Netflix-Logo

Netflix hat sich einen millionenschweren Deal mit David Benioff und D.B. Weiss, den Schöpfern von Game of Thrones gesichert. Der Streaminganbieter konnte sich gegen fünf weitere Konkurrenten durchsetzen.

Deadline zufolge sollen David Benioff und D.B. Weiss bereits seit längerem mit neuen, potentiellen Partnern verhandelt haben. Nachdem in diesem Jahr die finale Staffel von Game of Thrones bei HBO lief, hatten die beiden offensichtlich ihren Marktwert getestet.

Benioff und Weiss sollen sich dem Bericht zufolge zusätzlich in Gesprächen mit HBO/WarnerMedia, Disney, Comcast, Amazon und Apple befunden haben. In der letzten Runde verblieben dann noch Netflix, Amazon und Disney/FX - Netflix bestätigte dann heute Deadline gegenüber, dass sie den Zuschlag bekommen haben. Der Deal soll über fünf Jahre laufen und ein Volumen von 300 Millionen US-Dollar beinhalten.

Ted Sarandos von Netflix äußerte hierzu:

"Wir freuen uns sehr, die meisterhaften Geschichtenerzähler David Benioff und Dan Weiß bei Netflix willkommen zu heißen. Sie sind eine kreative Kraft und haben mit ihrem großartigen Storytelling weltweit das Publikum erfreut. Wir können kaum abwarten, was ihre Vorstellungskraft unseren Abonnenten bringen wird."

Und auch Benioff und Weiss veröffentlichten ein entsprechendes Statement:

"Für über ein Jahrzehnt lang hatten wir einen tollen Lauf bei HBO, und wir sind dankbar für jeden, der uns daraus ein Zuhause gemacht hat. Während der letzten Monaten haben wir einige Stunden mit Cindy Holland und Peter Friedlander gesprochen, ebenso mit Ted Sarandos und Scott Stuber. Wir erinnern uns an dieselben Szenen der selben 80er-Filme; wir lieben dieselben Bücher; wir freuen uns auf dieselben Möglichkeiten des Storytellings. Netflix hat etwas Erstaunliches und Beispielloses erschaffen, und wir sind geehrt, dass sie uns eingeladen haben, ein Teil davon zu werden."

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