Santa Clarita Diet: Kritik zur 2. Staffel

Nachdem sich Joel am Ende der 1. Staffel von Santa Clarita Diet in einer Irrenanstalt wiederfand, und Sheila sich zur Sicherheit selbst im Keller an die Kette legte, geht es zum Auftakt der neuen Folgen zunächst aufwärts für die Familie Hammond. So gelingt es nach dem Überwinden einiger Hindernisse tatsächlich, Sheilas Zustand zumindest zu stabilisieren. Allerdings ist sie nach wie vor untot, und auch an ihrem Hunger nach menschlichem Fleisch hat sich wenig verändert.

Die Hammonds versuchen daher, sich nun endgültig mit dem neuen Status Quo zu arrangieren und zu einer Form des Alltags zurückzukehren. Dies ist jedoch gar nicht so einfach. Die Rückkehr eines Totgeglaubten, weitere Untote und das Mysterium um den Ursprung der Zombieseuche halten Joel und Sheila weiter auf Trab. Und dann ist da ja auch noch ihr Hunger, der durch neue Opfer gestillt werden muss.

Santa Clarita Diet war eine der Überraschungen auf Netflix im vergangenen Jahr. Die blutige Comedy kam irgendwie aus dem Nichts und konnte sofort überzeugen. Dem schon fast langweilig normalen Ehepaar Hammond und ihrer Tochter Abby dabei zuzusehen, wie ihr Leben durch die Zombieinfektion vollkommen aus den Fugen geriet, machte einfach Spaß. Vor allem die Dialoge, in denen Joel und Sheila in Alltagssituationen ihre abstruse Situation diskutierten, waren die Stärke der Serie.

Für die 2. Staffel stellte sich vor allem die Frage, ob das Konzept womöglich nach den ersten zehn Episoden bereits ausgiebig gemolken wurde und inwiefern sich der Humor langfristig halten kann. Nach den ersten fünf Folgen kann man hier aber schnell Entwarnung geben. Die neuen Episoden machen genau da weiter, wo Staffel 1 aufgehört hat.

Santa Clarita Diet

Durch die Tatsache, dass Sheilas Zustand stabilisiert werden kann, eröffnet die Serie sich allerdings einige neue Möglichkeiten. Während es in der 1. Staffel vor allem darum ging, eine Heilung zu finden, haben sich die Hammonds jetzt mit dem Zustand abgefunden. Stattdessen versuchen sie nun, zurück in den Alltag zu finden, was natürlich schwierig ist, wenn man immer wieder mal jemanden ermorden muss. Dies führt wiederum zu den so unterhaltsamen Dialogen zwischen Sheila und Joel, aber auch mit ihrer Tochter Abby und dem Nachbarsjungen Eric, die schon die 1. Staffel so spaßig gemacht haben.

Darüber hinaus beginnen die Autoren aber auch, eine Mythologie aufzubauen. Dies geschieht in den ersten fünf Episoden noch relativ langsam, da man glücklicherweise auf den Holzhammer verzichtet. Neben dem Auftritt weiterer Untoter gehen die Autoren auch dem Ursprung der Infektion auf den Grund, wobei sich ein paar Dinge entwickeln, die darauf hoffen lassen, dass Santa Clarita Diet noch genug Erzählstoff für einige weitere Staffeln zu bieten hat.

Ebenfalls wieder in Hochform sind auch die Darsteller. Drew Barrymore und Timothy Olyphant konnte man schon in der 1. Staffel ansehen, wie viel Spaß ihnen die abgedrehte Prämisse von Santa Clarita Diet machte. In den neuen Folgen sind zunächst keine Ermüdungserscheinungen der Darsteller festzustellen. Das gesamte Ensemble zeigt wieder richtig viel Spielfreude, wobei Liv Hewson und besonders Skyler Gisondo nicht unterschlagen werden sollten. Die beiden Jugendlichen müssen sich neben ihren deutlich bekannteren Kollegen nicht verstecken. Zudem holen die Macher einen Darsteller aus Staffel 1 zurück, was sich als sehr gute Entscheidung erweist.

Fazit

Wer mit Santa Clarita Diet in der 1. Staffel seinen Spaß hatte, dürfte auch von den neuen Folgen nicht enttäuscht werden. Die Dialoge und die unterhaltsame Prämisse sorgen in der 2. Staffel erneut für viele Lacher, und auch die Darsteller sind wieder in Hochform.

Santa Clarita Diet Logo

Originaltitel: Santa Clarita Diet (2017)
Erstaustrahlung am 03.02.2017
Darsteller: Drew Barrymore (Sheila Hammond), Timothy Olyphant (Joel Hammond), Liv Hewson (Abby Hammond), Ricardo Chavira (Dan), Skyler Gisondo (Eric Bemis)
Produzenten: Victor Fresco, Drew Barrymore, Timothy Olyphant, Aaron Kaplan, Tracy Katsky
Staffeln: 2+
Anzahl der Episoden: 20+


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