Jon Favreau plant eine düstere Stimmung für die Star-Wars-Serie The Mandalorian

The Mandalorian

The Mandalorian

Im Zuge der morgigen D23-Konferenz von Disney, in der auch Neuigkeiten über den vom Medienriesen geplanten Streaming-Dienst Disney+ erwartet werden, wird es auch Informationen zur Star-Wars-Serie The Mandalorian geben. Der kreative Kopf hinter der Serie, Jon Favreau, gab dazu dem Branchenmagazin The Hollywood Reporter ein Interview.

Favreau wurde gefragt, wie sich der starke Einsatz von Computergrafiken auf die Serie auswirken würde, schließlich hätten Fans schlechte Erinnerungen an Episode I bis III. Der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler antwortete, dass seine Arbeit auf der von George Lucas aufbauen würde und sich die Technologie weiter entwickelt habe. Außerdem strebe er eine ganz eigene Stimmung für die Serie an:

„Falls es ihnen aufgefallen ist: Die Hauptfigur von The Mandalorian hat einen bestimmten Look, das Raumschiff hat eine bestimmte Größe, die Maßstäbe sind im Einklang mit der ursprünglichen Trilogie. Ich will nicht nur die Ästhetik der ersten Trilogie einfangen, sondern die des ersten Films. Nicht nur des ersten Films, sondern des ersten Akts des ersten Films. Wie war es auf Tatooine? Was geschah dort in der Cantina? Das hat mich seit meiner Kindheit fasziniert, und ich mag die Idee eines dunkleren, durchgedrehteren Star Wars, diese Spur von Mad Max in Star Wars.“

Star Wars sei zudem eine wichtige Marke für Disney, so das Interview weiter. Daher laste auch viel Druck auf dem Erfolg der Serie. Für John Favreau ist das allerdings eher eine Chance, seine Version von Star Wars zu erzählen:

„Außerdem: Disney+ entsteht gerade und es gibt nun die Gelegenheit eine Geschichte zu erzählen, die größer als Fernsehen ist, aber auf der nicht dieselben Erwartungen lasten, wie zu den großen Weihnachts-Veröffentlichungen, was auch nicht die Art von Star Wars ist, die aus mir heraus kommt. Die Art von Star Wars, zu der ich inspiriert bin, sind kleinere Sachen mit neuen Charakteren.“

Gut möglich, dass Jon Favreau damit eine sinnvolle Strategie fährt. Denn die Diskussionen um die Episoden VII und VIII sowie die verhaltenen Reaktionen auf Solo: A Star Wars Story haben gezeigt, dass der Umgang Disneys mit seiner Marke Star Wars nicht immer glücklich war – was vielleicht auch dem zwangsweise epischen Fokus der Geschichte geschuldet ist.

Die Serie soll sieben Jahre nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter spielen. Im Mittelpunkt wird eine Gruppe vollkommen neuer Charakter stehen, die sich weit außerhalb der Zuständigkeit der Neuen Republik in Abenteuer stürzen. Hauptcharakter ist der titelgebende Mandalorianer. Einzige Info zur Figur ist bisher die Tatsache, dass es sich um einen Einzelkämpfer handeln soll. Die Hauptrolle spielt Pedro Pascal (Narcos, Game of Thrones). In weiteren Rollen werden Gina Carano (Deadpool) als die ehemaligen Rebellin Kara Dune, Carl Weathers als Kopfgeldjäger Greef Maga sowie Werner Herzog, Nick Nolte und Giancarlo Esposito (Breaking Bad) zu sehen sein.
 
Im Interview ging es auch um Favreaus zahlreiche andere Schauplätze, wie die Neuverfilmung von Der König der Löwen, seine verschiedenen Arbeiten für Disney, Netflix, Apple und Amazon, die er unter anderem mit seinem Produktionsstudio Golem Creations realisiert.

Favreau feierte erste Erfolge mit dem Drehbuch zur 1996 entstandenen Komödie Swingers, trat zuletzt als Schauspieler in Spider-Man: Far from Home auf und führte unter anderem Regie bei Iron Man, Iron Man 2 sowie zuletzt Der König der Löwen.

The Mandalorian: All Star Wars Celebration Footage (Best Quality)

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