Spider-Man im MCU: Tom Holland half bei der Einigung zwischen Marvel und Sony

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Spider-Man: Far From Home Scene Still

Nachdem das Tischtuch zwischen Sony und Disney in Hinblick auf Spider-Man scheinbar endgültig zerschnitten schien, kam es vor ein paar Wochen doch noch zu einer überraschenden Einigung zwischen den beiden Unternehmen. Nun hat der Hollywood Reporter einen neuen Bericht veröffentlicht, der ein paar Hintergründe des Streits und ihrer Lösung beleuchtet. So soll Spider-Man-Darsteller Tom Holland mitverantwortlich für die Rückkehr von Peter Parker im MCU gewesen sein.

Nachdem Sony das Ende der Zusammenarbeit zwischen den Filmstudios bekannt gegeben hatte, trat Holland bei der Disney-Convention D23-Expo auf, um den kommenden Pixar-Film Onwards zu bewerben. Der Darsteller wurde frenetisch gefeiert und nutzte den Fansupport, der auch online sehr stark war, um Sony-Chef Tom Rothman zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Hier dürfte auch die Tatsache eine Rolle gespielt haben, dass Holland neben Spider-Man auch in Sonys Verfilmung von Uncharted die Hauptrolle spielt und damit in gleich zwei wichtigen Franchises für das Studio ein Schlüsselfaktor ist.

Neben Rothman soll Holland auch Dsiney-CEO Bob Iger kontaktiert haben, um auch bei diesem für Neuverhandlungen zu werben. Das Hauptargument Hollands war dabei in beiden Fällen wohl der große Fansupport.

Gescheitert waren die Gespräche zuvor an der Geldfrage. Als sich das Ende des ursprünglichen Deals näherte, soll Disney eine neue Zusammenarbeit vorgeschlagen haben, bei der sich beide Unternehmen Kosten und Einnahmen zu 50 Prozent teilen. Dem Artikel des Hollywood Reporters zufolge zeigte sich Sony davon wenig begeistert, worauf Disney im Januar vorschlug, 25 Prozent des Films zu finanzieren und dafür auch zu 25 Prozent an den Einnahmen beteiligt werden wollte.

Sony soll sich anschließend fast sechs Monate lang zu diesem Vorschlag nicht geäußert haben. Kurz vor dem Start von Spider-Man: Far from Home hatte Disneys Vize-Chef Alan Horn dann genug und brach die Verhandlung zunächst ab. Als Far from Home dann auch noch an den Kinokassen mehr als 1 Milliarde Dollar einspielte, verhärteten sich die Fronten noch mehr. Sony hatte neues Selbstvertrauen gewonnen, nachdem Venom im vergangenen Jahr an den Kinokassen sehr erfolgreich war, während Disney mit Avengers: Endgame zuvor den einspielstärksten Film aller Zeiten in die Kinos gebracht hatte, woraus auch Spider-Man: Far from Home Profit schlagen konnte.

Mittlerweile haben sich die Studios auf eine neue Zusammenarbeit geeinigt. Disney finanziert 25 Prozent des nächsten Solofilms von Spider-Man und erhält dafür 25 Prozent der Einnahmen. Zudem wird Spider-Man in einem weiteren MCU-Film mit von der Partie sein. Auch wurde schon vorsichtig angedeutet, dass dies nicht das Ende der Zusammenarbeit beider Studios sein muss, wobei es abzuwarten bleibt, wie sich die Sache entwickelt.

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