Kritik zum Winterfinale: Gotham 2.11: Worse Than a Crime

SPOILER

(c) FOX

Im Gegensatz zu The Walking Dead konnte mich das Winterfinale von Gotham voll und ganz überzeugen: Der Cliffhanger der letzten Woche wurde gut weitergeführt und bis zum Ende der Episode spannend gehalten. Naürlich ist irgendwie klar, dass Bruce erstmal nicht sterben wird, aber alleine schon, dass niemand so genau wusste (oder zugeben wollte) wo Bruce steckt war schon eine coole Idee. Silver noch mal mit ihm anbandeln zu lassen war okay, obwohl ich stattdessen lieber mehr Hintergrund zur Dumas-Familie und den Mönchen gehabt hätte. Respekt aber an die beiden Schauspieler, denn so eine Situation kennt wahrscheinlich jeder auch wenn es noch so kitschig und peinlich war, waren auch wir alle mal 14 Jahre alt und haben uns ganz genau so verhalten.

Die beiden erwachsenen Galavans haben auch Streit, denn Tabitha realisiert langsam, das ihrem Bruder Theo bei seinem Racheplan nicht mal das eigene Fleisch und Blut heilig ist. Sie reagiert entsprechend und befindet sich am Ende der Episode gemenisam mit ihre Nichte Silver auf der Flucht. Theos Plan wird (natürlich) durchkreuzt und sowohl Cobblepot als auch Gordon können sich gewissermaßen an ihm rächen. Da er aber am Ende genau wie Firefly nach Indian Hill eingeliefert wird, werden wir wohl früher oder später nochmal von Theo Galavan hören.

Sehr merkwürdig fand ich, dass die verschiedenen Handlungsstränge der Staffel jetzt plötzlich alle zusammen laufen und sich zu einem Team zusammen schließen um den gemeinsamen Feind auszuschalten. Nicht, dass es unglaubwürdig scheinen würde, aber ich hatte eher damit gerechnet, dass die verschiedenen Charaktere weiter an einander vorbei leben und ihre eigenen Ziele verfolgen. Richtig bewusst wurde mir das aber auch erst, als Alfred zum ersten Mal eins von Nygmas Rätseln zu hören bekam und Gordon(?) Selina und Fox bekannt machte.

Mein Favorit war in dieser Episode Bullock, der als einziger noch Alltagsprobleme hat (die Szene auf der Treppe war Gold wert) und ganz in Indiana Jones Manier den Anführer der Dumas-Mönche zur Strecke bringt. Dicht gefolgt von Bruce, der Silver zwar durchschaut, aber auch sein eigenes Spiel spielt und am Ende sogar behauptet er hätte locker auch ohne Selina und Alfred entkommen können. Ich bin übrigens auch sehr froh, dass die drei jetzt scheinbar wieder ein Team sind, der gemeinsame Hohn gegenüber Bruce scheint Alfred und Selina zusammen zu schweißen.

Die Freundschaft zwischen Cobblepot und Nygma befindet sich nach wie vor auf ihrem Höhepunkt und ich hoffe immernoch sehr, dass beide die Staffel überleben und freue mich über jede Sekunde Screentime dieser grossartigen Bromance. Die beiden im Team mit Gordon, Bullock, Alfred, Fox und Selina ist quasi ein Wunsch, dessen man sich erst bei seiner Erfüllung bewusst wurde. Das dürfte die beste Ungleiches-Paar-Buddy-Sequenz seit langem gewesen sein. Ich habe mich während der Episode immer wieder erneut darüber gefreut, wie gut Gotham im Vergleich zur vorigen Staffel einfach geworden ist und, dass die Episoden trotz ihrer hohen Qualität trotzem noch von Woche zu Woche immer besser werden. Hut ab FOX, Hut ab!

Achja, Jims Heiratsantrag wäre natürlich auch noch zu erwähnen. Mit etwas Glück kommt Barbara dann ja doch nicht mehr zurück.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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