Axanar: Paramount möchte Gerichtsverfahren gegen den Star-Trek-Film einstellen

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Star Trek Axanar

Noch vor dem Kinostart von Star Trek Beyond möchte man sich bei Paramount eines Imageproblems mit den Star-Trek-Fans entledigen und reinen Tisch machen. Wie Produzent J. J. Abrams auf dem Fan-Event zur Trailerpremiere von Star Trek Beyond erklärte, wird das Filmstudio die umstrittene Klage gegen die Star-Trek-Independent-Produktion Axanar fallenlassen. Zu verdanken sei dieser Schritt auch Regisseur Justin Lin, der sich maßgeblich für eine friedliche Lösung dieses Konflikts einsetzte, so Abrams:

"Vor einigen Monaten kam es bei einem Fan-Film zu einem Rechtsstreit zwischen dem Studio und jeden Fans. Justin ist selbst Langzeit-Fan und zeigte sich über das Vorgehen empört. Wir haben viel darüber diskutiert und wurden uns einig, dass dies nicht die richtige Art und Weise ist, mit den Fans umzugehen. Die Star-Trek-Fans gehören nun einmal dazu. Wer haben das Studio dazu gedrängt, den Rechtsstreit einzustellen. Innerhalb der nächsten Wochen wird bekanntgegeben, dass das Verfahren eingestellt wird."

Das Drama begann im Dezember 2015: Paramount und CBS, die sich die Rechte zu Star Trek teilen, reichten Klage gegen den millionenschweren Fanfilm ein, mit der Begründung, er verletze das Urheberecht. Dabei wollte man eine einstweilige Verfügung erwirken und Schadensersatz einfordern. Das Axanar-Team um Produzent Alec Peters engagierte eine auf Schutzrechtsverletzungen spezialisierte Anwaltskanzlei, die im Februar die Firmen dazu aufforderte, die Urheberrechtsverletzungen nachweislich zu begründen und das geteilte Eigentumsrecht von Star Trek zu erklären und zu belegen.

Paramount legte im März ein 48 Seiten umfassendes Dokument vor, in dem alle strittigen Punkte aufgelistet wurden. Zu der Auflistung gehören die allgemeine Thematik, aber auch viele Details, wie das Logo der Vereinten Föderation der Planeten, allemöglichen Kostüme, die spitzen Ohren der Vulkanier, die Nutzung der Sternzeit, der Einsatz von Trek-Technik wie der Warp-Antrieb, Phaser oder das Konzept des Beamens. Auch die klingonische Sprache wird in den Urheberrechtsstreit mit einbezogen.

Paramount wird zwar nun keine weiteren gerichtlichen Schritte verfolgt, doch das bedeutet nicht, dass es keinerlei Konsequenzen nach sich zieht. So soll es in Zukunft eine neue Richtlinie für Fan-Filme geben. Wie diese aussieht, ist jedoch noch nicht bekannt.

Neben Axanar wurde auch die Produktion Star Trek Horizons durch Paramount gestoppt, noch bevor die Kickstarterkampagne starten konnte. Axanar steht in der Kritik, mit der Produktion über Umwege, z.B. dem Kauf und der Weitermietung einer kommerziellen Studiohalle, Geld zu verdienen.

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