Marvel (Allgemein)

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Guardians of the Galaxy: Neues Poster zeigt Gamora

Erst kürzlich veröffentlichte Marvel ein Postermotiv zur kommenden Science-Fiction-Comicverfilmung Guardians of the Galaxy, welches Rocket Racoon und Groot, gesprochen von Bradley Cooper und Vin Diesel, zieren. Das nächste Poster ist Gamora gewidmet, einer Auftragskillerin und letzte Verteterin der Alienrasse Zen Whoberi. Zumindest in der Comicvorlage steht sie außerdem in einem besonderen Verhältnis zu Bösewicht Thanos, der bereits in der Post-Credit-Scene von Marvel's The Avengers zu sehen war. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Dargestellt wird Gamora von Zoe Saldana, die bereits durch ihre Rollen als Lt. Nyota Uhura in J. J. Abrams Star Trek und als blauhäutige Na'vi Neytiri in James Camerons Avatar - Aufbruch nach Pandora reichlich Science-Fiction-Erfahrung sammeln konnte.

Guardians of the Galaxy kommt am 28. August 2014 in die Kinos.

Zoe Saldana als Gamora

Guardians of the Galaxy - Official Trailer (2014) Chris Pratt [HD]

Marvel: Benedict Cumberbatch und Tom Hardy als Doctor Strange?

Benedict CumberbatchIm Hause Marvel nimmt die nächste Verfilmung für Phase Drei allmählich Formen an. Für Doctor Strange scheint man zumindest schon die Favoriten für die Hauptrolle ins Visier genommen zu haben. Zu den Top-Kandidaten gehören derzeit angeblich Benedict Cumberbatch und Tom Hardy.

Beide Schauspieler waren in Dame, König, As, Spion (2011) und im Fernsehfilm Stuart: A Life backwards (2007) zu sehen. Außerdem haben sie jeweils den Schurken in einem Star-Trek-Film gemimt (Star Trek: Nemesis und Star Trek Into Darkness).

Doctor Stephen Strange ist ein Neurochirurg, der nach einem Autounfall seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann. Er lernt bei einem Heiler in Tibet seine wahren Fähigkeiten kennen und wird zum mächtigsten Magier der Welt.

Regie bei Doctor Strange übernimmt Scott Derrickson (Sinister). Das Drehbuch stammt von den Thomas Dean Donnelly (Conan) und Joshua Oppenheimer (Dylan Dog).

Regisseur für Ant-Man gefunden

MarvelMarvel hat für die kurzzeitig herrenlose Comicverfilmung Ant-Man einen neuen Regisseur gefunden und bereits offiziell bestätigt. Payton Reed übernimmt die Arbeit von Edgar Wright, der viel Jahre an dem Projekt gearbeitet, doch kurzfristig sein Engagement bei Marvel aufgrund "kreativer Meinungsverschiedenheiten" beendete.

Zu seinem bisherigen Repertoire gehören die Regiearbeiten für Kinofilme wie Girls United (Bring It On, 2000), Down with Love – Zum Teufel mit der Liebe! (Down with Love, 2003), Trennung mit Hindernissen (The Break-Up, 2008) und Der Ja-Sager (Yes Man, 2008).

Was viele nicht wissen: Reed hat viele Jahre an einer Neuauflage der Fantastic Four gearbeitet, bis Tim Story übernommen und die beiden Filme (2005 und 2007) inszeniert hat.

Weil wir gerade bei Ant-Man sind: In einem kurzen Statement äußert sich Hauptdarsteller Michael Douglas über den Ausstieg von Edgar Wright.

Michael Douglas on Ant Man

Doctor Strange: Regisseur gefunden

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Doctor Strange

Nachdem zuletzt vor allem die Regie-Wechsel bei Marvels Projekten Ant-Man und Daredevil Schlagzeilen machten, gibt es nun zu einem weiteren Projekt Neuigkeiten. Der Verfilmung von Doctor Strange hat einen Regisseur gefunden. Scott Derrickson wird die Aufgabe übernehmen und ein weiteres Teil zu Marvels Cinematic-Universe hinzufügen. Derrickson, der bisher vor allem als Regisseur von Der Exorzismus von Emily Rose sowie des letzten Remakes von Der Tag, an dem die Erde stillstand Bekanntheit erlangte, gab die Neuigkeiten selbst auf seinem Twitter-Account bekannt.

Doctor Strange wird Bestandteil von Marvels Phase 3. Ein genauer Kinostart ist bisher jedoch noch nicht festgelegt.

Fantastic Four: Geht Marvel auf Konfrontationskurs mit Fox?

Einem Bericht der Seite Bleeding Cool zu Folge plant der Comic-Riese Marvel ein Ende der Comic-Serien Fantastic Four und Ultimate FF. Dies geht auf die Aussage eines Mitarbeiters von Marvel zurück, welche zudem auch von Anweisungen berichtet, die Charaktere vorerst nicht weiter zu nutzen. Der Grund für diese Anweisung scheint der baldige Reboot des Fantastic-4-Films zu sein. So ist man bei Marvel anscheinend der Ansicht, dass die Comics zu einem möglichen Erfolg der Verfilmung beitragen könnten. Da die Rechte an den Fantastischen 4 jedoch bei Fox liegen, ist es nicht notwendigerweise im Interesse von Marvel bei der Promotion behilflich zu sein. Zudem könnte Fox im Falle eines Misserfolges sich vielleicht auch dazu entscheiden, die Rechte aufzugeben, was Marvel die Chance bieten würde die Fantastischen 4 im eigenen Cinematic-Universe einzuführen.
Ähnliches gilt zwar im Grund auch für Spider-Man und die X-Men. Bei beiden Serien sind jedoch die Comic-Verkäufe so gut, dass es schlichtweg geschäftsschädigend wäre sie einzustellen. Dies ist ein großer Unterschied zu den Fantastic Four, bei denen sich die Verkäufe in sehr überschaubaren Zahlen bewegen. Die Anweisung soll dabei von ganz oben kommen und von Marvel CEO Ike Perlmutte ausgehen. Ob an dem Gerücht etwas dran ist, wird man in den nächsten Monaten sehen. Sollte es zu einer Einstellung der Fantastic Four kommen, werden die Figuren von Marvels ältestem Superhelden-Team trotzdem weiterhin in den anderen Serien auftreten. Nur auf einen eigenen Titel müssen die Fans dann verzichten.

Josh Brolin spielt Thanos in Guardians of the Galaxy

Noch haben es die Marvel Studios nicht bestätigt, jedoch berichtet unter anderem Variety, dass Josh Brolin (Men in Black 3, Sin City: A Dame to Kill for) die Rolle des Thanos in Guardians of the Galaxy und zukünftigen Filmen des Marvel Cinematic Universe spielen wird. Thanos tauchte bereits kurz in der Post-Credit-Szene von Marvel's The Avengers auf, dort wurde er allerdings noch von Damion Poitier verkörpert. Seitdem wurden einige Vermutungen aufgestellt, wann die Marvel-Helden auf den galaktischen Bösewicht treffen würden. Seinen nächsten Auftritt soll Thanos nun bereits in James Gunns Guardians of the Galaxy bekommen, dann bereits dargestellt von Josh Brolin.

Guardians of the Galaxy startet am 28. August 2014 in den deutschen Kinos.

Der Nächste, bitte: Drew Goddard verlässt Marvels Daredevil-Serie

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Regisseur Drew Goddard (Cabin in the Woods), der in den letzten Monaten federführend mit Marvels Daredevil-Serie verknüpft war, hat das Projekt verlassen. Der Filmemacher hat nicht nur an den Drehbüchern gearbeitet, sondern sollte auch als Produzent tätig werden.

Im Gegensatz zu Ant-Man-Regisseur Edgar Wright, der sein Engagement bei Marvel aufgrund "kreativer Differenzen" erst gestern gelöst hat, gibt es bei Goddard eher ein anderes Problem. Neben Daredevil hat er sich auch als Regisseur und Autor für den Spider-Man-Ablegerfilm Sinister Six verpflichtet und wohl für eines der beiden Projekte entscheiden müssen.

Steven S. DeKnight (Spartacus) wird nun Goddards Platz bei Daredevil einnehmen. Knight hat vorher an Serien wie Angel, Buffy (zusammen mit Goddard), Dollhouse und Smallville gearbeitet.

Drew Goddard wird Daredevil immerhin als Berater erhalten bleiben. Die Serie soll im Sommer 2015 auf dem Streamingdienst Netflix starten.

Daredevil: Trailer (2003)

Marvel: Edgar Wright verlässt Ant-Man

Ant-ManMarvel und Filmemacher Edgar Wright haben in einer gemeinsamen Mitteilung bekanntgegeben, dass sich die Wege der beiden Parteien trennen werden und Wright das Projekt Ant-Man verlassen hat. Die Entscheidung wird mit "kreativen Differenzen" begründet.

Am geplanten Kinostart am 17. Juli 2015 wird vorerst festgehalten.

Die Dreharbeiten sind für diesen Sommer geplant. Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen.

Das Ensemble der Schauspieler besteht aus Paul Rudd, Evangeline Lilly, Michael Douglas, Michael Pena, Patrick Wilson und Corey Stoll.

Edgar Wright ist seit fast zehn Jahren mit Ant-Man beschäftigt. Sein Abschied so kurz vor dem Ende der Pre-Production kommt daher sehr überraschend.

Der neue Trailer zu Marvel's Guardians of the Galaxy

Immerhin drei Monate hat sich Marvel Zeit gelassen, um den zweiten Trailer zum neuesten Vertreter des hauseigenen Cinematic Universe zu präsentieren. Natürlich wurden in diesem Zeitraum einige Ausschnitte und Featurettes veröffentlicht, aber bisher präsentiert sich die Marketingkampagne, zumindest für heutige Verhältnisse, noch recht zurückhaltend. Andererseits muss natürlich beachtet werden, dass es auch noch drei Monate sind, bis Guardians of the Galaxy in den Kinos startet. Der zweite Trailer zur Comicverfilmung um Star-Lord und Co. wurde nun immerhin schon durch drei Teaser angekündigt. Die Comicabenteuer der Guardians haben bei Weitem nicht den Bekanntheitsgrad der Kollegen Spider-Man, Batman und der Avengers, auch die Trailer präsentieren die Gruppe bisher als erfrischend anders. Hoffentlich erhält Marvel diesen Zustand aufrecht und folgt nicht dem Beispiel Sony. Immerhin schien es kurz vor dem Kinostart von The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro, als könnte man sich die Handlung oder den Film durch die unzähligen Teaser, Trailer und Ausschnitte bereits selbst zusammensetzen. 

Die Teaser und der letztendliche Trailer zu Guardians of the Galaxy deuten jedenfalls weiterhin auf abwechslungsreiche Comicunterhaltung hin.

In Guardians of the Galaxy spielen unter anderem Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Bradley Cooper, Vin Diesel, Benicio del Toro, Lee Pace, Djimon Hounsou, John C. Reilly, Michael Rooker, Karen Gillan und Glenn Close.

Kinostart in Deutschland ist am 28. August 2014.

Marvel's Guardians of the Galaxy - New Trailer Teaser 1

Marvel's Guardians of the Galaxy - New Trailer Teaser 2

Marvel's Guardians of the Galaxy - New Trailer Teaser 3

Guardians of the Galaxy - Official Trailer #2 (2014) Marvel, Vin Diesel

Kritik zu X-Men: Zukunft ist Vergangenheit: Vergängliche Zukunft

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit PosterVerschiedene Heldenteams, verschiedene Zeiten, verschiedene Filmstudios. So kontinuierlich sich Comic-Charaktere aus dem Hause Marvel in mehr oder minder regelmäßigen Abständen im Kino farbenfrohe und effektstrotzende Schlachten liefern, so zerfasert ist das stetig wachsende Filmuniversum mittlerweile. Geschuldet ist dies vor allem der wirren Verteilung der Rechte durch Lizenzgeber Marvel quer über die größten Studios Hollywoods. Nachdem Disney mit The Return of the First Avenger (Captain America: The Winter Soldier) und Sony mit The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (The Amazing Spider-Man 2) in den letzten Monaten kräftig vorgelegt haben, ist nun 20th Century Fox mit dem neuesten Mutantenabenteuer X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (X-Men: Days of Future Past) an der Reihe, den Bedarf der nach Heldengeschichten dürstenden Fans zu decken. Schließlich sind es Superheldenfilme, die wie kaum ein anderes Blockbuster-Genre auf spielerische Art zu unterhalten wissen und daher von Groß und Klein gleichermaßen geliebt werden.

Nach der von Regisseur Bryan Singer im Jahr 2000 äußerst erfolgreich gestarteten X-Men-Trilogie, bestehend aus X-Men, X-Men 2 (X2, 2003) und X-Men - Der letzte Widerstand (X-Men: The Last Stand, 2006), entschied man sich 2011 für den filmischen Neustart der Reihe mit X-Men: Erste Entscheidung (X-Men: First Class) für ein Prequel. Eingeführt wurde ein verjüngtes und in der Vergangenheit tätiges Mutantenteam um James McAvoy als Professor X, das nun in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit seinen zweiten Einsatz hat. Der Clou: der neueste X-Men-Film ist nicht nur eine Fortsetzung, sondern auch in mehrfacher Hinsicht ein Comeback. So findet Bryan Singer den Weg zurück in den Regiestuhl und altbekannte Gesichter aus den ersten Filmen füllen erneut die Leinwand. Dies freut insbesondere all diejenigen, die  sich mit den in Jahren und Taten unerfahrenen X-Men bisher noch nicht richtig anfreunden konnten.

Professor X Beast und Wolverine

Beast (Nicholas Hoult) und Wolverine (Hugh Jackman) stehen immer hinter Professor X (James McAvoy)

Große Namen prangen auf den Plakaten zu X-Men: Zukunft ist Vergangenheit gleich an mehreren Stellen, denn die Liste der bekannten Schauspieler ist lang und schon der Titel weckt bei Comicfans eine Menge Erwartungen. Wie schon X-Men: Erste Entscheidung basiert allerdings auch X-Men: Zukunft ist Vergangenheit nur sehr lose auf seiner gezeichneten Vorlage. Wer eine 1:1 Umsetzung erwartet, wird enttäuscht. Dennoch merkt man den Drehbuchautoren Simon Kinberg, Matthew Vaughn (Regisseur von X-Men: Erste Entscheidung) und Jane Goldman die Liebe zu den Figuren und ihren Abenteuern auf dem Papier an.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit spielt mit der Idee der in Comics äußerst beliebten Paralleluniversen und verschiedenen Realitäten. So ist es der Professor X aus einer düsteren Zukunftsversion der Erde (Patrick Stewart), der verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, einen alles vernichtenden Krieg gegen Mutanten und Menschen zu verhindern - und zwar bevor dieser überhaupt begonnen hat. Um sein jüngeres Ich rechtzeitig auf den richtigen Weg zu bringen, schickt er den Geist von Wolverine (Hugh Jackman) mithilfe der phasenverschiebenden Kräfte von Shadowcat (Ellen Page) in die Vergangenheit. Dessen nicht-alternder und selbstheilender Körper ist für die Strapazen der Zeitreise am besten geeignet (anders als in der Vorlage, in der Kitty Pride selbst zeitreist). 2023 im letzten Gefecht Seite an Seite vereint, stehen sich Professor X (James McAvoy) und Magneto (Michael Fassbender) 50 Jahre zuvor als Erzfeinde gegenüber. Dem von Natur aus aufbrausenden und ungeduldigen Wolverine werden somit gleich mehrere, wichtige Aufgaben zuteil. Er muss einen in Selbstmitleid zerfließenden und ganz und gar nicht an Heldentaten interessierten Charles E. Xavier davon überzeugen, sich aufzuraffen und die Welt zu retten, den in einem Hochsicherheitsgefängnis untergebrachten Magneto befreien und die beiden Streithähne dazu bringen, zusammenzuarbeiten. Nur mit vereinten Kräften, so die Meinung ihrer Alter Egos in der Zukunft, können sie den Start des sogenannten Sentinel-Programms stoppen. Es sind nämlich jene waffenstrotzenden Riesenroboter, die für die Vernichtung nahezu der gesamten Erdbevölkerung verantwortlich sein werden. Die Bedeutung der Redensart "erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt" wird Wolverine bei seiner Zeitreise nur allzu schnell klar.

Freund und Feind Seite an Seite

Wolverine (Hugh Jackman, links) und Quicksilver (Evan Peters, rechts) hoffen, dass Magneto (Michael Fassbender, 2.v.l.) und Professor X (James McAvoy, 3.v.l.) nicht gleich aufeinander losgehen 

Das große Produktionsbudget merkt man X-Men: Zukunft ist Vergangenheit sofort an. Hier wird an allen Ecken und Enden geklotzt und nicht gekleckert. Die Spezialeffekte sind großartig umgesetzt und entfalten ihre Wirkung vor allem in den in 3D deutlich erkennbaren, winzigen Details. Superheldenschlachten werden diffizil ausgestaltet und zelebriert. Dabei schöpfen die Macher aus den Vollen und verhelfen einer Menge neuer Charaktere zu mehr oder weniger langen Auftritten. Die Mutanten Bishop (Omary Sy), Quicksilver (Evan Peters), und Blink (Fan Bingbing) sind nur ein paar Beispiele. Zuschauern, die mit der Welt der X-Men weniger vertraut sind, dürfte es deshalb schwer fallen, sämtliche Feinheiten zu erfassen. Fans freuen sich an unzähligen kleinen Anspielungen dafür umso mehr. Die rasant und fast ohne größere Verschnaufpausen erzählte Geschichte bildet eine geschickte Brücke zwischen den zuvor eher nebeneinanderher existierenden X-Men-Gruppen aus zwei Zeiten. Dass sie quasi auch als Abschied der „alten“ X-Men gesehen werden kann, stimmt jeden traurig, der sich fragt, wann James MyAvoy endlich seine langen Haare lässt und ob er mit Glatze wenigstens etwas mehr wie der Professor X aus den Comics wirkt. Patrick Stewart ist diese Rolle schon allein wegen seines Aussehens auf den Leib geschneidert.

Das überzeugendste Mitglied der jungen Mutantenversionen ist Michael Fassender als Magneto. Mühelos geht er in der Rolle des Superschurken auf und lässt diesen trotz vorhersehbarer Charakterentwicklung facettenreich wirken. Herrlich fies und gerissen wirkt auch Peter Dinklage als Wissenschaftler und Erfinder der Sentinels, Bolivar Trask. Dass kein Anderer für den Part des Wolverine besser in Frage käme, als Hugh Jackman, steht schon lange und nicht erst seit seinen Soloauftritten im Kino außer Zweifel. Sehr talentiert zeigt sich außerdem Jennifer Lawrence, die zum zweiten Mal als Mystique zu sehen ist. Für eine äußerst positive Überraschung sorgt Evan Peters. Seine Interpretation des blitzschnellen Mutanten Quicksilver ist extrem charmant und die Szenen mit ihm gehören zu den besten des gesamten Films. Für den nächsten Avengers-Streifen The Avengers 2: Age of Ultron (geplanter Kinostart: 2015) bleibt in Anbetracht dessen nur zu hoffen, dass Aaron Taylor-Johnson die ältere Version dieser Figur ebenso gekonnt verkörpern und dass das Regieteam den Einsatz seiner Kräfte in ähnlich beeindruckenden Bildern umsetzen wird. An der Notwendigkeit, dass für zwei Filme zwei Schauspieler für eine einzige Figur zu benötigt werden, zeigt sich die eingangs bereits erwähnte, größte Schwäche des Marvel-Filmuniversums. Unterschiedliche Zeitlinien und unterschiedliche Filmstudios lassen von Fans heiß ersehnte Crossovers und Team-Ups nicht zu - zumindest bisher.

Mit Mystique ist nicht zu spaßen

Mystique (Jennifer Lawrence) weiß sich zu wehren und macht mit jedem Angreifer kurzen Prozess

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit übertrifft seinen Vorgänger in Sachen Unterhaltsamkeit, Effekte und „echtes“ X-Men-Gefühl meilenweit. Bryan Singers Handschrift ist deutlich zu spüren. Als „Meister der Mutanten“ schafft er den nicht unanspruchsvollen Spagat zwischen zwei Zeitgefügen und rückt die unterschiedlich alten Ausführungen der Charaktere näher zueinander. Obschon ein wirklich gelungener und definitiv sehenswerter Superheldenfilm, verbleibt am Ende das Gefühl, dass in der Fortsetzung X-Men: Apocalypse (geplanter Kinostart: 2016) noch einiges getan werden muss, um die neue Truppe ähnlich routiniert und glaubwürdig aussehen zu lassen, wie Patrick Stewart, Ian McKellen und den Rest der Ur-Film-X-Men, deren Kinozukunft, mit Ausnahme der von Wolverine, vorerst so vergänglich ist, wie in der Handlung von X-Men: Zukunft ist Vergangenheit.

X-MEN: ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT Offizieller Trailer Deutsch German | 2014 Marvel [HD]

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