Star Trek: Picard

Sonette für eine bessere Welt - Zum 80. Geburtstag von Sir Patrick Stewart

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Patrick Stewart 2004

Sir Patrick Stewart feiert heute seinen 80. Geburtstag. Der Schauspieler wurde am 13. Juli 1940 in der Kleinstadt Mirfield im britischen West Yorkshire geboren. Seit seinem zwölften Lebensjahr bespielte Stewart die Theaterbühnen der Umgebung, brach im Alter von 16 Jahren die Schule ab, und nach einem kurzen Ausflug in den Journalismus erhielt er im Alter von 19 Jahren ein Stipendium für die Old Vic Theater School. Das Theater wurde bald sein zweites Zuhause, wohin er regelmäßig zwischen Film- und Seriendreharbeiten zurückkehrt. Zuletzt war er 2011 für die Royal Shakespeare Company (RSC) in Der Kaufmann von Venedig zu sehen.

Stewart hegt bis heute eine besondere Liebe zu den Stücken von William Shakespeare. Nicht nur war er von den 1960ern bis in die frühen 1980er Jahre Mitglied des Ensembles der Royal Shakespear Company und wurde hier für seine Leistungen mit diversen Preisen geehrt. Auch in seiner berühmtesten Rolle als Captain Jean-Luc Picard rezitierte Stewart des Öfteren Stellen aus Shakespeares Werken. Während der seit März 2020 geltenden Corona-Einschränkungen liest Stewart beinahe täglich ein Shakespeare-Sonett und veröffentlicht die jeweils etwa zweiminütigen Videos bei Twitter sowie auf Facebook.

Stewarts berühmteste Rolle dürfte die Darstellung des Jean-Luc Picard sein. Der salomonische Raumschiffskapitän war von 1986 bis 1994 im Star-Trek-Ableger The Next Generation im Fernsehen und von 1994 bis 2002 in den dazugehörigen Kinofilmen zu sehen. Picard, der als Archäologe und Historiker zur Sternenflotte kam, leitete in Serie und Film die Geschicke des Raumschiff Enterprise. Im Januar 2020 kehrte er mit seiner Spinoff-Serie Star Trek: Picard beim Streamingservice Amazon Prime auf die Bildschirme zurück. Hier schlüpfte er wieder in die Rolle des nun sichtlich alternden Jean-Luc, der sich merklich zerbrechlicher und menschlicher gab, aber auch von einer gewissen persönlichen Sturheit nicht Abstand nimmt.

In der neu aufgelegten Serie wird, ähnlich wie in der Netflix-Serie Star Trek: Discovery, eine merklich düstere Version der Zukunft, wie sie sich Star-Trek-Macher Gene Roddenberry ersonnen hat, dargestellt, die fast schon zwanghaft utopische Welt existiert nicht mehr. Picard ist hier ein gebrochener Mann, der sich vor der Welt zurückgezogen hat und den Verlust seiner Autorität bei der Sternenflotte und einiger Weggefährten, aber auch die Sicherheit und positive Vision einer gemeinsamen Welt betrauert.

Stewart selbst äußerte während der Promotour für die Serie auch aufgrund der aktuellen politischen Lage der USA und Großbritanniens kritische Töne zum aktuellen Weltgeschehen, auf das die Serie trotz des zeitlichen Versatzes deutlich anspielt:

“Die Welt von Next Generation existiert nicht mehr. Es ist anders. Nichts ist wirklich sicher. Nichts ist geschützt."

Auch im Marvel-Universum wurde Stewart bekannt: Er war in der Rolle des Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen zu sehen, 2017 schloss er seine Darstellung als Professor X mit dem Logan - The Wolverine ab. Auch als Synchronsprecher arbeitet Stewart regelmäßig, unter anderem für Family Guy, American Dad, zahlreiche Animationsfilme für Kinder und für diverse Videospiele.

Privat engagiert sich der Schauspieler für verschiedene Organisationen, viele Anliegen sind hier für ihn auch persönlicher Natur. Da er als Kind unter seinem gewalttätigen Vater litt, setzt er sich für Amnesty International und gegen häusliche Gewalt ein. Nachdem Stewart erfuhr, dass die Gewaltausbrüche seines Vater auch eine Nachwirkung seiner traumatischen Erfahrungen aus dem II. Weltkrieg waren, gründete er die Organisation Combat Stress. Seit 2019 ist er Sprecher für das International Rescue Committee, das sich für Geflüchtete weltweit einsetzt.

Außerdem ist er dafür bekannt, dass er regelmäßig Pflegehunde bei sich aufnimmt, bis diese eine neue Familie gefunden haben. Er unterstützt diverse Organisationen, die zum Beispiel unter anderem Hunde aus Hundekämpfen retten und spricht sich dafür aus, dass man - anstatt einen Hund bei Züchter zu kaufen - diesen Hunden lieber ein neues Zuhause geben sollten.

Bereits seit 2001 trägt Stewart den Titels eines Officer of the Order of the British Empire (OBE). Durch die Ernennung zum Knight Bachelor am 30. Dezembert 2009 darf er sich Sir Patrick Stewart nennen. Aufgrund seiner Verdienste um die Schauspielkunst erfolgte am 02. Juni 2010 der zeremonielle Ritterschlag im Buckingham Palace.

Da bleibt es uns in der Redaktion nur, dem so umtriebigen Sir, der sich seinem Spiel und auch in seinem Engagement wahrhaft ritterlich zeigt, herzlich zu gratulieren. Happy Birthday, Sir Patrick!

Discovery, Picard & Lower Decks: Drei Star-Trek-Panels für die Comic-Con@Home angekündigt

Aufgrund der weltweiten Corona-Krise findet die diesjährige Comic-Con nicht in San Diego, sondern in digitaler Form statt. Unter dem Titel Comic-Con@Home soll es zu einer Reihe von digitalen Panels kommen, welche Fans über Streams verfolgen können. Auch CBS All Access ist mit Star Trek bei der virtuellen Con vertreten. So kündigte der Streaming-Dienst kürzlich drei Star-Trek-Universe-Panels für die Veranstaltung an.

So können sich die Fans auf die Darsteller von Star Trek: Discovery freuen, die in einem Panel eine Live-Lesung des Finales der 2. Staffel abhalten werden. Anschließend soll es zudem eine kurze Frage-und-Antwort-Runde geben. Die Ankündigung eines Starttermins für die kommende 3. Staffel erscheint dagegen eher unwahrscheinlich. So erklärte Showrunner Michelle Paradise auf Twitter kürzlich, dass die Arbeiten immer noch andauern und aufgrund der Corona-Krise etwas länger in Anspruch nehmen.

Neben dem Discovery-Panel wird es auch ein Panel zur kommenden Animationsserie Star Trek: Lower Decks geben. Für diese wurde kürzlich mit dem 6. August ein Starttermin enthüllt. Zu Gast sind die Sprecher der 1. Staffel. Und auch die Crew von Captain Picard wird mit einem eigenen Panel auf der Comic-Con@Home vertreten sein.

Die Panels finden am 23. Juli statt und beginnen um 19 Uhr deutscher Zeit. Sie wieder direkt hintereinander abgehalten und können auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Comic-Con verfolgt werden.

Star Trek: Picard: Mehrere Videos zu den Effektarbeiten der 1. Staffel

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In den vergangenen Wochen sind mehrere Videos zu den Effektarbeiten an Star Trek: Picard erschienen. Hintergrund ist unter anderem die Tatsache, dass in dieser Woche die Votingphase für die nächsten Emmys begonnen hat und die Verantwortlichen von CBS All Access in der Kategorie der visuellen Effekte auf einen Preis oder zumindest eine Nominierung schielen.

Jason Zimmerman, der Verantwortliche für den Effektbereich der Star-Trek-Serien, wurde bereits für seine Arbeit an Star Trek: Discovery nominiert. Mit Star Trek: Picard geht er nun erneut ins Rennen. Im Vorfeld sprach Zimmermann unter anderem mit Deadline über seine Arbeit an der 1. Staffel von Picard und ging auf ein paar Werkzeuge ein, die er und sein Team genutzt haben.

Darüber hat auch das Effektunternehmen Pixomondo einen kleinen Einblick in seine Arbeit gewährt. Die Verantwortlichen veröffentlichten ebenfalls ein kurzes Video, in dem sie die Entstehung des Borg-Würfels zeigen.

Star Trek: Picard befindet sich im Moment in der Pause. Die Dreharbeiten zur 2. Staffel haben sich aufgrund der Corona-Krise verzögert. Währenddessen wird bei CBS All Access aktuell an der Fertigstellung der 3. Staffel von Star Trek: Discovery gearbeitet. Die neuen Folgen sollen in diesem Jahr erscheinen, einen konkreten Termin gibt es bisher allerdings nicht.

VFX Supervisor Jason Zimmerman On The Worldbuilding Of ‘Star Trek: Picard’

PICARD: Borg Cube Breakdown

Star Trek: Jonathan Frakes inszeniert auch Strange New Worlds und hofft auf eine Rückkehr als Riker

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Von der alten Star-Trek-Garde ist Jonathan Frakes mittlerweile derjenige, der mit am meisten in die Arbeiten an den neuen Star-Trek-Serien involviert ist. So inszenierte Frakes nicht nur mehrere Episoden von Star Trek: Discovery und Star Trek: Picard, er nahm auch seine Rolle als William Riker wieder.

Vor allem hinter der Kamera wird Frakes auch in Zukunft weiter eine wichtige Rolle spielen. Bei Star Trek: Discovery war er in Staffel 3 wieder als Regisseur mit von der Partie und auch im Falle von Picard kündigte er bereits seine Rückkehr an. Darüber hinaus wird Frakes auch bei der kürzlich neu angekündigten Star Trek: Strange New Worlds mindestens eine Episode der 1. Staffel inszenieren. Dies bestätigte der Regisseur in einem Interview mit Syfy Wire.

Trotz seiner Arbeit hinter der Kamera ist ein Wiedersehen mit William Riker aber ebenfalls nicht ausgeschlossen. So sprach Frakes kürzlich in einem Podcast von TrekGeeks über seine Rolle in Star Trek: Picard. Nachdem er seine schauspielerischen Fähigkeiten erst einmal wieder entstauben musste, schließlich hatte Frakes in den vergangenen Jahren primär als Regisseur gearbeitet, hatte er doch großen Spaß.

Auch sein zweiter Auftritt im Finale der 1. Staffel stellt dabei keine Ausnahm dar. Frakes war sehr zufrieden mit der Szene und scheint nun auch etwas Blut geleckt zu haben. Eine Rückkehr in die Sternenuniform wollte er daher nicht ausschließen, ganz im Gegenteil.

"Tatsächlich mag ich die Szene sehr. Ich denke das Drehbuch war sehr clever. Zunächst hatte ich meine Bedenken, da Riker ja sagte, dass er die Sternenflotte verlassen hatte. Aber ich denke, dass Akiva Goldsman, Michael Chabon und Alex Kurtzman die Sache clever in das Drehbuch gearbeitet haben. Und ich hoffe, dass wir ihn erneut sehen. Und ich hoffe, dass ich noch einmal die Uniform tragen darf."

Bevor es jedoch zu einer potenziellen Rückkehr von Riker in Staffel 2 von Star Trek: Picard kommen kann, stehen erst einmal die neuen Folgen von Star Trek: Discovery auf dem Programm. Ein Starttermin wurde für die 3. Staffel noch nicht bekannt gegeben. Die Premiere soll aber noch in diesem Jahr erfolgen.

Star Trek: Picard - Neuer Blick hinter die Kulissen der Serie veröffentlicht

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CSB gewährt einen weiteren Blick hinter die Kulissen seiner Serie Star Trek: Picard. So wurde ein neues Video veröffentlicht, bei dem Jeff Lombardi seine Arbeit an der Serie erklärt und auf ein paar Details eingeht. Lombardi war für die Erstellung der Requsiten verantwortlich, die in der 1. Staffel zum Einsatz kamen. In dem Video zeigt er unter anderem Picards Gehstock, die Abzeichen der Sternenflotte und ein paar Waffen der Förderation.

In Star Trek: Picard gab es ein Wiedersehen mit dem titelgebenden Sternenflottenkapitän. Die Serie spielt rund 20 Jahre nach Star Trek: Nemesis und zeigt einen Jean-Luc Picard zeigen, der sich im Ruhestand befindet. Der ehemalige Captain und Admiral hat sich auf ein Weingut zurückgezogen, bis ihn jedoch eines Tages ein Ereignis zurück ins Scheinwerferlicht bringt

Neben der Rückkehr von Patrick Stewart in der Hauptrolle gab es in der 1. Staffel auch Auftritte der Star-Trek-Veteranen Brent Spiner (Data), Marina Sirtis (Troi), Jonathan Frakes (Riker), Jeri Ryan (Seven of Nine) und Jonathan Del Arco (Hugh) bereits bestätigt. Zu den bekannten Gesichtern reihen sich einige Newcomer in die Darstellerriege ein. So werden Santiago Cabrera (Die Musketiere), Michelle Hurd (Daredevil), Alison Pill (The Newsroom), Harry Treadaway (Mr. Mercedes, Penny Dreadful) und Isa Briones (American Crime Story: Versace) in Hauptrollen zu sehen sein und die neue Crew rund um Picard bilden.

In Deutschland ist die Serie bei Amazon Prime Video zu sehen.

Star Trek: Picard Prop Master Jeff Lombardi Talks Props

TrekCheck - Der Podcast zu Star Trek: Picard 1.10

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Der TrekCheck zu Star Trek: Picard 1.10 - etwas verspätet, dafür mit Überlänge. Das Finale kommt bei Nele, Johannes und Anne nach wie vor nicht besonders gut weg. Und das, wo die erste Staffel an sich überwiegend doch überzeugen konnte.

Für die zweite Staffel wünschen wir uns vor allem mehr Mut, gerade auch für Konsequenzen aus dem Handeln der Figuren. Und kleinere Ziele als gleich die große geheime Geheimorganisationsverschwörung mit uralten Pseudo-Robo-Gottheiten und der Entwicklung von möglicherweise ewigen Leben. Alternativ wären wir aber auch dafür zu haben, dass Picard mit seiner La-Sirena-Crew das All nach Pizzazutaten für Riker durchforstet. Die Jagd nach Hefe, Mehl und Co. ist nicht zu unterschätzen.

Der versprochene schriftliche Staffel-Rückblick folgt auch noch grob diese Woche. Aber wie man sich durch die späte Veröffentlichung des Podcasts vielleicht denken kann - Aufnahme war bereits vergangenen Sonntag - hinken manche Dinge gerade wieder dem analogen Leben hinterher. Und noch etwas mehr Abstand zur Finalepisode tut vermutlich gut.

Star Trek: Picard - Showrunner Michael Chabon & Patrick Stewart äußern sich zum Staffelfinale

SPOILER

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Ende vergangener Woche feierte das Staffelfinale von Star Trek: Picard seine Premiere und brachte einige Handlungsstränge rund um den titelgebenden Serienveteranen zu einem Abschluss. Im Zuge der Folge haben die Produzenten der Serie sowie Hauptdarsteller Patrick Stewart auch mit dem Hollywood Reporter gesprochen und ein paar Einblicke in den Entstehungsprozess gewährt.

Das Finale brachte sowohl den finalen Tod von Data als auch ein vorübergehendes Ableben von Picard selbst. Die Entscheidung für Letzteres soll schon sehr früh in der Planung der Staffel gefallen sein, wie Showrunner Michael Chabon verrät.

"Wir haben vermutlich über rund 25 Wege diskutiert, wie wir es umsetzen. Es war ein Plan, den wir bereits sehr zeitig aufgstellt hatten. Am Anfang ist es wie bei einem Baum, bei dem du dich rückwärts bis zum Stamm vorarbeitest. Während du Entscheidungen triffst, nimmt die Zahl der Möglichkeiten immer weiter ab. Zu Beginn hatten wir vielleicht 25, dann waren wir bei acht verschiedenen Wegen, danach bei sechs und schließlich bei dem, den wir gewählt haben."

Picards Entscheidung, sein Leben für die Androiden zu riskieren, war dabei für Chabon die natürliche Entwicklung, für die Geschichte, die man rund um künstliche Leben und seine Daseinsberechtigung erzählen wollte.

"Es gab einen Moment in unserer Planung, als Akiva Goldsman, Kirsten Beyer und ich zu Alex Kurtzman gegangen sind. Wir kamen zu der Erkenntnis, dass wir unserer Aussagen in der Staffel auch Taten folgen lassen mussten. Wenn wir behaupten, dass künstliche Lebensformen ein Recht aufl Leben haben und auch darauf dieses zu verteidigen und Picard derjenige ist, der da draußen sein Leben riskiert und dafür kämpft, dann sollte er den Beweis auch mit seinem Leben antreten."

Trotz des Todes seines menschlichen Körpers müssen die Fans auf Picard in naher Zukunft aber nicht verzichten, schließlich erhielt der Admiral eine neue Chance als synthetische Lebensform. Die Veränderung soll jedoch nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden, in dem Picard einfach zum Alltag zurückkehrt. Wie Chabon erklärte, wird sich das Staffelfinale weiter auf die Figur auswirken.

"Wir werden in jedem Fall nicht einfach so tun, als wäre nichts passiert. Wie es auch immer weiter geht, die Tatsache, dass Picard einen neuen Körper und praktisch auch neuartige Gehirnstrukturen hat, werden sich auswirken. Auch wenn sein Geist und sein Wesen weiterhin identisch sind, wird all dies in der Zukunft eine Rolle spielen."

Für Hauptdarsteller Patrick Stewart brachte die finale Episode die Chance, die Beziehung zwischen Jean-Luc Picard und Data zu einem runden Abschluss zu bringen und gleichzeitig noch einmal mit seinem alten Freund Brent Spiner zusammenzuarbeiten. Sowohl für die Figuren als auch die Darsteller war dies Stewart zufolge eine intensive Angelegenheit.

"Der Inhalt der Szene war so bedeutend und so wichtig für die Figuren und gleichzeitig waren die gegenseitige Zuneigung und der Respekt so groß. Picard wusste, dass dies vermutlich das letzte Mal sein würde, dass er mit Data zusammentreffen würde und wir mussten dem gerecht werden. Picard fühlte immer noch diese Schuld wegen Datas Tod und die zwei Figuren hatten niemals einen richtigen Abschied. Wir haben fast einen ganzen Tag an der Szene gedreht, es war eine sehr intensive Erfahrung."

Mit dem Ende der 1. Staffel dürfte die Geschichte rund um Data nun endgültig abgeschlossen sein. Star Trek: Picard geht allerdings in eine zweite Runde. Einen offiziellen Starttermin hat die neue Staffel bisher aber noch nicht.

Et in Arcadia Ego Teil 2 - Kritik zu Star Trek: Picard 1.10

SPOILER

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Das war es also, das große Finale der ersten Staffel von Star Trek: Picard. Im Prinzip erwartet den Zuschauer nichts, was nicht schon in den bisherigen Episoden in Erscheinung getreten ist. Und dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack.

So nicht.

Reden wir nicht erst um den heißen Brei herum: Ich könnte vieles hinnehmen und bei einigem die guten Aspekte betonen. Ich habe an sich ein eher sonniges Gemüt und bin nicht allzu schwer zu unterhalten. Aber: Du gibst mir keine Sterbeszene von einem Charakter wie Picard nebst trauernden Freunden, nur um dies kurz danach wieder rückgängig zu machen. Schon gar nicht, wenn das auf diesem faulen, vorhersehbaren, billig umgesetzten Weg geschieht. Einfach … NEIN.

Ja, diese Entscheidung vermag eventuell, mir die komplette Staffel oder gar Serie zu verhageln. Und ebenfalls ja - wäre Picard an dieser Stelle überraschend tatsächlich von uns gegangen, hätte ich mindestens den Mut der Serienmacher gelobt und es vielleicht sogar richtig gut gefunden.

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Auf der anderen Seite kann man natürlich froh sein, dass dies noch nicht das finale Finale von Jean-Luc gewesen ist. Es wäre ihm und uns zu wünschen, dass das es in Kreisen von Charakteren passiert, die ihm und uns näher sind. So kann man die Trauer von Raffi, Seven und Rios zwar nachvollziehen, aber nicht spüren. Von Elnors Gefühlsausbruch ganz zu schweigen - dafür muss im Vorhinein mehr kommen.

Wenig überraschend hat Jurati ihre Finger im Spiel und transferiert Jean-Lucs Bewusstsein in den Golem, der praktischerweise auch gleich so angepasst wird, dass er wie der aktuelle Picard aussieht und ohne Superkräfte normal weiter altert. Es stellt sich die Frage: Warum dann überhaupt der ganze Aufbau, die Rückerinnerung an Picards Krankheit? Dieses Damoklesschwert, das über ihn und jeder Episode schwebt und zu einem endgültigen tragisch-guten Ende des geliebten Charakters führen könnte - im hohen Alter wegen einer Krankheit, der Mensch Picard. Das hätte doch richtig gut sein können und auch noch über eine zweite, vielleicht dritte Staffel getragen.

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Ja klar, sein Körper ist wirklich gestorben, aber Jean-Luc eben nicht. Und er nimmt das auch erstaunlich gelassen auf. Er hat doch an sich klar geäußert, dass er weiß, was auf ihn zukommt und der Tod während eines letzten Abenteuers begrüßenswert ist. Keine weitere Patientenverfügung.

Mit welchem Recht und ethischem Verständnis greifen da Jurati und Kollegen dermaßen drastisch ein? Und wieso übergehen die Serienmacher das, als wäre der Bewusstseinstransfer und die Wiedererweckung eines Toten ein Sonntagsspaziergang? Dazu noch handelt es sich ausgerechnet um Picard, der an seinem Erlebnis mit den Borg nach wie vor deutlich zu knabbern hat. Und der macht weiter, als wäre nichts gewesen. Es gibt da nichts zu klären, zu diskutieren, zu streiten? Keine Anpassungsschwierigkeiten? Echt nicht?

Im Daten-Limbo

Und es hört nicht einfach auf. Der Ärger und das Unverständnis über den Picard-Untod trübt gleich den an sich schönen Abschied von Data mit. Kurzzeitig war ich irritiert mit Sprung zur Entrüstung, dass wir innerhalb von Star Trek das Treffen von Picard und Data im Jenseits, vor einer Ansammlung von irdischen Götterfiguren, gezeigt bekommen. Zum Glück ist es “nur” Datas Daten-Limbo in Kombination mit dem Picard-Bewusstsein-Transferstatus.

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Ignorieren wir sämtliche “Wie zur Hölle soll das denn gehen? Was geschieht hier überhaupt?”-Fragen und konzentrieren uns auf das Gespräch der Beiden. Eigentlich will Picard nur hören, dass er sich nicht weiter schlecht fühlen muss, Data keinen Groll gegen ihn hegt und sogar lieb hat. Das bekommt er, so dass Picard ins Licht gehen und Datas ausknipsen kann.

Datas letzter Wunsch, die Vervollkommnung seiner Menschwerdung: Ein richtiger Tod, ein Leben mit einem Ende. In einer Simulation, in der er altert, stirbt, auf dem letzten Weg von seinem Captain Jean-Luc Picard begleitet wird. Blue Skies.

Das ist schön und könnte ans Herz gehen - wenn es nur nicht in einer so ärgerlichen Rahmenhandlung eingebettet wäre. Data hätte ein würdigeres Ende verdient. Nungut, immerhin ist quasi die komplette erste Staffel von Star Trek: Picard ihm gewidmet. Mit etwas Abstand blicke ich eventuell wohlwollender auf alles und kann noch vernünftig Abschied nehmen. Aber jetzt noch nicht.

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Alles egal

War sonst noch was? An sich ja, aber es ist alles so fuc**** egal. Haben wir uns echt dafür durch die belanglosen Borgwürfel-Szenen gequält? Welchen Nutzen hatte das Ganze? Zu Beginn der Folge habe ich mich gefragt, wie es sein kann, dass Narissa dort rumschlawenzelt und Narek auch einfach so durch die Vordertür hereinspazieren kann. Aber nö, egal, alles einfach egal. Das Aufeinandertreffen der Geschwister? Egal.

Der Kampf zwischen Seven und Narissa, der Sturz in die Tiefen des Artefakts - wie der komplette Charakter Narissa: egal. Der an sich funktionsfähige Borgwürfel bleibt mit den XB jetzt einfach auf Synthhausen-Planet zurück, oder wie? Nagut, was soll schon passieren.

Sutra - egal. Die wird einfach von Dr. Soong ausgeknipst. Er musste erst durch Videobeweise sehen, dass sie es in Wahrheit war, die Saga getötet hat. Als ob das alles nicht vorher klar war. Auf einmal erkennt Dr. Soong seinen Fehler. Egal. Alle anderen Synth spielen spontan ebenfalls keine Rolle mehr. Ob noch mehr Probleme bereiten könnten? Die Ethik hinter allem? Genauso egal wie die irgendwo lauernden Mega-Synth-Tentakel-Monster.

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Die Zhat Vash mit ihren 218 romulanischen Warbirds? Egal. Die Space-Wachhund-Orchideen: Hübsch, aber arg unnütz und daher egal. Dass Commodore Oh so einfach die Sternenflotte unterwandern konnte: egal. Lösen sich die Zhat Vash jetzt auf oder suchen sie sich einen neuen Zweck?

Was genau Sojis Mission gewesen sein soll, werden wir wohl nie erfahren. Und Dr. Noong halte ich nach wie vor für Lore. Vielleicht sollte ich doch mit dem Schreiben von Fanfiction anfangen.

Nicht ganz so egal

Nagut, das Auftauchen der Föderations-Flotte war, trotz ziemlich deutlichem Copy&Paste-Gewese, wirklich nett und Captain Riker sowie sein Gespräch mit Admiral Picard erfreut mein Herz. Genießen wir diesen Augenblick. Im Prinzip machen sie nämlich nichts, sie wollen nur spielen. Obwohl ihm die Uniform sehr gut steht, hoffe ich doch, dass sich Will jetzt schnell wieder auf nach Nepenthe zum Pizzabacken für seine Familie macht.

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Picard hat Rios den einen oder anderen Trick abgeguckt und kann die La Sirena immerhin gut genug steuern, um das Raumschiff nicht sofort zu crashen und noch nicht mal von einem der zig Warbirds abgeschossen zu werden. Wie praktisch, dass Rios das magische Reparatur-Dingsbums der Synth hat liegen lassen und Agnes damit sofort umgehen kann. So ein allkönnendes-Zauber-Gerät ist für faule Drehbuchschreiber natürlich arg nützlich.

Am Ende hat an Bord der La Sirena anscheinend niemand Fragen. Der nicht-tote Jean-Luc ist nun wieder Admiral Picard und Dank neuen Körper wieder voll bereit für weitere Abenteuer. Jurati ist endgültig alles vergessen und vergeben, so dass sie sich die langweilige Zeit im All wieder mit Rios vertreiben kann. Und ohne Hinführung ist Seven nun anscheinend nicht nur Teil der Crew, sondern auch in irgendeiner Weise mit Raffi verbandelt. Nagut, ist jetzt auch … egal.

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Fazit

Ich weiß es doch auch nicht. Mit etwas Abstand möchte ich mich im Lauf der nächsten Woche noch an ein Fazit der ersten Staffel machen. Jetzt gerade bin ich erstmal vor allem einfach sauer und enttäuscht. Aber hey, es hat ein richtiges Ende und kommt ohne unnötigen Cliffhanger aus. Das ist doch immerhin etwas.

TrekCheck - Der Podcast zu Star Trek: Picard 1.09

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Der erste Teil des großen Staffelfinales von Star Trek: Picard spaltet die Gemüter. Auch das TrekCheck-Trio ist sich bei Et in Arcadia Ego nicht komplett einig. Während Nele durchaus noch positive Aspekte aus der Episode ziehen kann, sind Anne und Johannes zunehmend genervt. 

Die Rollenspieltruppe rund um Jean-Luc wird erst von einem liebestollen Lügen-Romulaner angegriffen, bekommt die Show von einem impostant auftauchenden Borgwürfel gestohlen und dann sämtliches Mojo von Riesen-Space-Orchideen ausgesaugt. Auf dem Planeten geht es auf zu Synthhausen und gleich auf Zeitreise in die frühen TNG oder auch gleich Klassik-Trek-Zeiten. Wo mal wieder mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet werden.

Am Ende haben wir vor allem eine Sammlung an Dingen, wie wir auf keinen Fall am Freitag im Finale sehen wollen. Ob wir wohl sämtliche bis jetzt rausgeschnittenen Szenen zu sehen bekommen, in denen sich Elnors Charakter formt?

Et in Arcadia Ego Teil 1 - Kritik zu Star Trek: Picard 1.09

SPOILER

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Willkommen in Synthhausen - Star Trek: Picard Episode 1.09 eröffnet das große Finale der ersten Staffel. Dabei fühlt sich Et in Arcadia Ego Teil 1 zwischenzeitlich wie eine Folge aus Klassik-Zeiten an.

Alea iacta est

Nach einer schnellen Reise auf der Space-Überholspur-Achterbahn liegt er vor unserer Sirena-Crew: Coppelius, der Heimatplanet von Soji. Die Freude währt jedoch nur kurz, denn Narek ist ihnen auf den Fersen und schießt fleißig um sich.

Die Folge steigt also gleich mit ordentlich Action und hübscher Raumschlacht vor Planeten-Hintergrund ein, was durch das imposante Auftauchen des Artefakts ein Sahnehäubchen und gleich noch eine Kirsche in Form von Synth-Wachhund-Orchideen als Krönung oben drauf bekommt.

Es ist auf jeden Fall ein spannendes optisches Feuerwerk. Und dann geht es auf den Planeten. Wie schon die ganze Staffel hinsichtlich des Tons gespalten war, so ist es auch die aktuelle Episode in sich. Ganz erschließt es sich noch nicht, warum der Borgwürfel schon jetzt ins Spiel gebracht wird.

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Nachdem von den Orchideenwesen alle Raumschiffe - mit mal mehr, mal weniger Schaden - auf die Oberfläche gebracht worden ist, ist der kurze Abstecher von der Sirena-Crew rüber zum Artefakt eigentlich ziemlich überflüssig und inhaltsarm. Und das sage ich, die jede Sekunde Screentime von Seven begrüßt. Es scheint recht deutlich zu sein, dass die XBs nebst Elnor und dem Würfel noch eine entscheidende Rolle spielen werden - warum sie dafür aber schon in diesem ersten Teil des Finales auftauchen mussten, erschließt sich vermutlich erst nächste Woche.

Don’t drink the Kool-Aid

Während Star Trek: Picard mit einem langsamen Erzähltempo und einigen Umwegen begonnen hat, geht es im Vor-Finale schneller zur Sache. Statt einer denkbaren Wanderung auf dem neuen Klasse-M-Planeten mit möglichen Gefahren springen unsere Helden von ihrem Raumschiff rüber zum Borgwürfel und schließlich auch zur Coppelius-Station, Sojis “Geburtsort”.

Befand man sich eben noch in einem recht modern geschnittenen Weltraumschlacht-Action-Drama, so fühlt sich der andere Handlungsteil der Folge sehr altmodisch (oder positiver: nostalgisch) vertraut an, wie eine Episode der Klassik-Serie. Auch The Next Generation 1.08 “Justice” kam mir gleich in den Sinn, was die Grundstimmung betrifft. Trotz einiger bekannter Gesichter wirken die Figuren nämlich eher fremd, und trotz scheinbar friedlicher Hippie-Kommune im Paradies/Arkadien fühlt man von Beginn an eine gewisse Bedrohung. Eine Gemeinschaft hübscher Personen in spärlichen Walle-Gewändern und freundlichen Lächeln - das ging bisher doch fast nie gut.

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Ist die metallisch-schimmernde Haut mancher Synth eigentlich eine Modesache? Immerhin scheint es ja anders zu gehen und schon Data hat bei der Schaffung seiner Tochter Lal einen menschenähnlicheren Hautton getroffen. So wirkt es erstmal wie ein Schmink-Neuling, der es deutlich mit dem Bronzer und Highlighter übertreibt.

Kult-Führer und “Vater” der Gang ist Dr. Soong. Nicht DER Dr. Soong, aber sein Sohn, Altan Inigo. Wie viele Rollen hat Brent Spiner eigentlich mittlerweile in Star Trek schon alles gespielt? Der in der letzten Folge genannte Synth Beautiful Flower scheint also doch kein uns bekanntes Gesicht zu haben.

Der böse Zwilling. Drilling. Mehrling.

Kam euch das Leben dort nicht auch furchtbar langweilig vor? Was machen die Synth die ganze Zeit? Zumal es ja auch so scheint, als würden sie alle recht eng in und um der Station leben. Dass Maddox und Soong sich voll in ihre Forschung schmeißen, klar. Aber was war der größere Plan, was sollen die Synth mit sich anfangen? Kein Wunder, dass manche von denen etwas am Rad drehen.

Wie wir bereits wussten gibt es noch mehrere Geschwister von Soji, Dajh und Janah. Ähnlich wie Narissa ist auch sofort klar: Sutra ist das grün-gold-schimmernde schwarze Schaf der Familie. Der sprechende Hut hätte sie bestimmt dem Hause Slytherin zugeordnet. Sehr strebsam und dabei über Leichen gehend. Ob es nächste Woche ein Duell zwischen Narissa und Sutra geben wird? Und wenn einen ihre fiese Art schon durch den Fernseher anspringt, wieso fällt das niemanden der Charaktere, nicht einmal im Ansatz, auf?

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Dass diese Synth ganz besonders weiterentwickelt sind und auch natürlich über gewisse Fähigkeiten und schnelles Lernen hervorstechen - klar. Aber warum man über die reine Lektüre die vulkanische Gedankenverschmelzung lernen kann, erschließt sich mir nicht so recht. Ist aber natürlich für die Handlung sehr praktisch, endlich kann die Botschaft der Adominition entschlüsselt werden: Kurz, so unrecht haben die Romulaner gar nicht. In den Schatten jenseits der Galaxie warten seit “hunderten von tausenden Jahren” synthetische Hüter, um alle Synth vor der Bösartigkeit und den Gefahren durch biologische Lebensformen zu beschützen. Und mit beschützen meint Sutra in ihrer Interpretation: Alle töten.

Wie dem auch sei - ich bin gespannt, wer sich hinter der gottähnlichen KI-Supermacht verbirgt und bin bereit für den Auftritt der Cylonen. Aber vermutlich steckt eh Synth-Spot hinter allem. Katzen und Weltherrschaft halt.

I love you - I know

Für Jurati ist Coppelius natürlich ein Traum. Zwar glaube ich, dass sie noch etwas im Schilde führt, aber es ist nicht verwunderlich, dass Sutra keine Lüge bei ihr entdeckt, als Jurati erklärt, sie würde sich voll uns ganz dem Schutz der Synth und der Fortsetzung der Arbeit von Maddox und Soong verschreiben. Wie auch immer man sich die Bewusstseins-Transplantation vorzustellen hat.

Vielleicht wird die ja auch noch eine Art “Rettung” für Picard? Nach einem Schwächeanfall hat dieser seiner Crew nun endlich reinen Wein eingeschüttet, was insbesondere bei Jurati und Raffi zu sichtbaren Gefühlsausbrüchen führt. Und auch wenn am Charakter Raffi teils heftige Kritik geäußert wird, Michelle Hurds schauspielerische Leistung ist durchgehend stark und überzeugt auch diesmal wieder. Daher funktioniert die Szene, in der sich JL und Raffi ihre (freundschaftliche) Liebe gestehen. Etwas, das für Picard schon ein ziemlicher Schritt ist.

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Wie passend ist da auch die kurze Konversation von Elnor und Jean-Luc: Abschiede sind härter, wenn man nicht weiß, ob man einander noch einmal wiedersieht. Was ja eigentlich immer der Fall ist, auch wenn den meisten von uns das glücklicherweise eher selten bewusst ist.

Kurz hatte ich die Befürchtung, dass Soji sich von Nareks Gesäusel einlullen lässt. Aber nein, sie bleibt stabil und stutzt den Kerl ordentlich zurecht. Leider, leider wird der Romulaner für Sutras bösen Plan der Boshaftigkeit gebraucht und so wird die liebliche Saga geopfert.

Selbst die isoliert lebenden Synth glauben nicht (mehr) an Picards warme Worte und Macht in der Sternenflotte. Allerdings hätten sie ihn ja statt in Hausarrest zu stecken auch gleich töten können, wenn sie das nun eh mit allem biologischen Leben vorhaben. Wieso warten? Und wer rettet die Lage nun zuerst? Soji, Narek, die Ex-Borg, die Sternenflotte oder Riker mit dem klapprigen Schiff von Captain Randall?

I googled it, so you don’t have to

Ausflug in mein altes Schulwissen-Hirn, heftig unterstützt von Wikipedia: Der Titel der Episode ist auf ein Bild (oder eher zwei, wie Datas Gemälde) von Nicolas Poussin zurückzuführen. “Et in Arcadia Ego” -  “Auch ich bin in Arkadien” soll daran erinnern, dass man selbst im Paradies dem Tod nicht entfliehen kann. Eigentlich geht es ja ohnehin meist wahlweise um Liebe und/oder Sex und/oder Tod. Wenn ich Arkadien höre, singt in meinem Kopf aber immer gleich Theo Lingen (angelehnt an Offenbachs “Orpheus in der Unterwelt”).

Der Synth-Planet teilt sich den Namen mit einem Charakter aus E.T.A. Hoffmanns “Der Sandmann”. Coppelius ist ein als hässlich beschriebener Mann mit erdgelber Haut und grünen Augen. Passend zu Coppelius heimlichen Experimenten kann man den Namen sowohl vom italienischen Wort für Augenhöhle oder dem lateinischen für verschmelzen herleiten.

Fazit

Die vorletzte Episode der Staffel zeigt einiges und wirft doch auch gleich wieder mehr Fragen auf. Vom Stil bleibt man sich treu - sowohl bombastisch-dramatisch als auch alberne Elemente mit einer Portion Trek-Nostalgie können bei Star Trek: Picard gut zusammen existieren. Und wieder habe ich keine Ahnung, was uns nächste Woche im großen Finale erwartet.

Es ist das erste Mal in dieser Staffel, dass ich es unschön finde, nicht gleich weiter gucken zu können. Ein gutes Zeichen. Bislang fand ich diese quasi lineare "Old-School-Variante" bislang ja ganz nett.

Star Trek: Picard - S01E10 - "Et in Arcadia Ego, Part 2" Trailer / Season Finale

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