Star Trek: Discovery

Die Serie spielt im Star-Trek-Prime-Universum, zehn Jahre vor der Classic-Serie und der Fünf-Jahres-Mission von Captain Kirk.

TrekCheck - Der Podcast zu Star Trek: Discovery 2.14

PODCAST

"Finale, oh-oh, Finale, oh-oh-oh-oh" In unserem nun 15. TrekCheck wundern wir uns über die große Auflösung zum Ende der zweiten Staffel von Star Trek: Discovery. Wir haben Fragen. Viele. Dabei blicken wir auch ein wenig auf die bisherigen beiden Staffeln zurück und überlegen, was die Zukunft wohl bringen könnte.

Anne hat sich in ihr Superspeedkampfshuttle geschwungen, um rechtzeitig zur Aufnahme dabei zu sein und Stefan, Nele und Johannes Gesellschaft zu leisten. Aber auch sie hatte mehr Fragen als Antworten. Verzeiht bitte die teils schwankende Audioqualität - da Ostern ist haben wir uns für die Aufnahme alle von der Familie in irgendwelche Kellerecken mit einigermaßen Internetempfang und Reiseequipment zurückgezogen ;) Die Schlachtszenen sind aber immer noch hübsch. Und Anson Mount ist immer noch ein toller Captain Pike.

Den erwähnten Podcast von Branan Edgens und Anson Mount, bei dem es unter anderen mehrteilige äußerst hörenswerte Interviews mit Ethan Peck und Doug Jones gibt, findet ihr übrigens hier. Oder auch wenn man nach "The Well" bei allen gängigen Podcatchern sucht.

Wir bedanken uns bei allen Zuhörern und den tollen Kommentatoren - und auch natürlich noch einmal für die freundliche Unterstützung bei der FedCon GmbH. Auf der diesjährigen FedCon (7.-10. Juni in Bonn) sind neben dem nahezu kompletten Hauptcast von The Expanse und Hauptdarstellern aus The Orville und Killjoys nämlich auch Anson Mount, Ethan Peck, Wilson Cruz und Shazad Latif von Star Trek: Discovery zu Gast.

Die jazzige Musik zum Ein- beziehungsweise Ausgrooven der TrekChecks verdanken wir nach wie vor dem wunderbaren Jens Dewald. Diesmal haben wir zum Schluss die komplette, lange Version eingefügt.

Star Trek: Discovery - Alex Kurtzman über das Staffelfinale und die Zukunft von Star Trek

Die 2. Staffel von Star Trek: Discovery ist offiziell vorüber und endete mit einem einschneidenden Erlebnis für die Crew des titelgebenden Schiffes. Dabei blieben allerdings auch einige Fragen offen. Nach der Ausstrahlung traf sich Showrunner Alex Kurtzman mit den Kollegen des Hollywood Reporters, um auf ein paar Dinge einzugehen und einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der Serie und Star Trek bei CBS All Access im Allgemeinen zu geben.

Zunächst bestätigte Kurtzman, dass es die Discovery in Staffel 3 tatsächlich 950 Jahre in die Zukunft verschlagen wird. Damit lässt man die bisher bekannte Zeitlinie hinter sich und stößt in neue Gefilde vor. Eine Tatsache, auf die sich die Autoren der Serie anscheinend sehr freuen, gerade auch aufgrund der immer präsenten Kanon-Thematik.

"Wir lieben es, innerhalb des Kanons zu spielen. Es war eine Freude und ein Privileg. Es macht Spaß, kleine Ecken des Universums zu erforschen, die bisher noch unerforscht waren. Trotzdem hatten wir das Gefühl, dass wir für Staffel 3 eine ganze neue Energie brauchten mit neuen Anforderungen. Wir sind nun weiter als jede Trek-Serie jemals war.

Ich habe die Erfahrung auch bei den Filmen gemacht, wo wir ähnliche Kanon-Probleme hatten. Wir wissen alle, wie Kirk stirbt, weshalb es schwer war, ihn einer Gefahr auszusetzen. Darum haben wir uns damals für die alternative Zeitlinie entschieden. Plötzlich kannst du die Geschichte ganz anders erzählen. Der gleiche Gedanke ist der Hintergrund für den 950-Jahre Zeitsprung. Wir sind nun komplett frei vom Kanon und können ein ganz neues Universum erkunden."

Trotz des Sprungs in die Zukunft versprach Kurtzman aber, dass der Kanon weiterhin eine Rolle spielen wird. Alles, was in Star Trek bisher passiert ist, wurde nicht ausgelöscht. Allerdings fand es so lange in der Vergangenheit statt, dass es nun nur noch eine entfernte Erinnerung ist.

Abgeschlossen soll aber in jedem Falle die Story rund um Control sein. Auch wenn die Discovery die AI technisch gesehen mit in die Zukunft gebracht hat, erklärte Kurtzman, dass die Gefahr offiziell neutralisiert wurde. Stattdessen sollen ganz neue Probleme auf der anderen Seite des Wurmloches warten.

Interessant für die Zukunft von Star Trek ist auch die Sektion 31. Diese wurde in Discovery nicht nur deutlich anders dargestellt, als sie Fans aus Deep Space Nine kennen, die Organisation soll auch in einer eigenen Serie bald selbst in den Mittelpunkt rücken. Dann wohl auch in deutlich vertrautere Form, wie Kurtzman andeutete.

"Wenn du ein Fan von Deep Space Nine bist, hast du die letzten beiden Jahre vermutlich damit verbracht zu sagen: 'Was zur Hölle machen die mit Sektion 31? Das ist nicht die Sektion 31, die wir kennen.' Das ist vollkommen richtig. In Deep Space Nine haben sie keine Abzeichen oder Schiffe. Sie sind eine Untergrundorganisation. Was ihr in Discovery und der kommenden Serie mit Michelle Yeoh zu sehen bekommt, ist, wie Sektion 31 zu dieser Organisation wurde, und warum sie zur Zeit von Deep Space Nine im Untergrund arbeitet."

Neben Discovery befinden sich aktuell noch mehrere weitere Star-Trek-Serien in Entwicklung. Für die Zukunft deutete Alex Kurtzman Pläne an, dass die Fans das ganze Jahr über Star Trek zu sehen bekommen. Die Serien sollen aber nicht gleichzeitig laufen, sondern sich abwechseln. In zwei Jahren will man soweit sein, dass nach dem Ende einer Serie oder Staffel direkt eine weitere folgt, wobei sich die Formate alle unterschiedlich anfühlen werden. Nur eine kurze Pause soll die Ausstrahlung trennen.

Das nächste Format wird in jedem Falle die noch unbetitelte Serie rund um Captain Picard werden. Allerdings ist den Machern auch die Petition der Fans nicht verborgen geblieben, die Enterprise rund um Captain Pike zurückzubringen. So zeigte sich Kurtzman der Idee, neue Geschichte rund um die Crew zu erzählen, durchaus aufgeschlossen.

Star Trek: Discovery - Kritik zum Finale der 2. Staffel

SPOILER

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Star Trek: Discovery 2.14

Woha, in Star Trek: Discovery 2.14 ist einiges los. Mit reichlich Action bringt “Süße Trauer - Teil 2” die Handlung der zweiten Staffel im Finale zu Ende.

Star Wars: Discovery

Ohne Atempause schließt die Episode unmittelbar an ihren Vorgänger an. Die von Control kontrollierten Sektion-31-Schiffe befinden sich im Angriff, es herrscht roter Alarm an Bord der Discovery und der Enterprise. In letzter Minute wird der Rote-Engel-Anzug gedruckt und in Gemeinschaftsarbeit zusammengeschustert (wer fühlt sich noch an große Gruppenprojekte in Schule/Uni erinnert?). Zeit zur Kontrolle bleibt nicht. Ja hättet ihr mal davor nicht so ewig mit Verabschiedungszenen rumgedödelt. Überhaupt habe ich irgendwann ernsthaft laut den Fernseher mit “IHR HABT DOCH KEINE ZEIT, VERDAMMT!” angebrüllt.

Optisch ist auch Teil 2 von “Süße Trauer” eine Pracht, zudem kunstvoll die reichliche Action von Regisseur Olatunde Osunsanmi inszeniert. Allerdings wirkt diese Art der großen Raumschlacht bei Star Trek ein wenig fremd. Nicht, dass es keine Raumschiffschlachten geben würde. Aber die Vielzahl an Kampffliegern (wer steuert die eigentlich auf der Nicht-Control-Seite?) und auch die drolligen Dot-7-Reparaturroboter erinnern doch deutlich mehr an Star Wars oder Battlestar Galactica.

Aber keine Frage, fürs Auge und Spacebattle-Liebhaber wurde kräftig aufgefahren. Es gilt das alte Mantra: Nur nicht nachdenken!

Zurück in die Zukunft

Die Auflösung, dass Burnham-Roter-Engel die bisherigen Signale gar nicht aus der fernen Zukunft, sondern im letzten Moment noch aus der Disco-Gegenwart als Hinweis quasi an sich selbst schickt, ist gut gelöst. Praktisch, dass der Rote-Engel-Anzug schon fast computerspielhaft eine Bremse eingebaut hat: Du musst erst all diese Quests erledigen, bevor die Karte sich erweitert.

Allerdings hätte mir das Gespräch zwischen Spock und Michael völlig gereicht, das nochmalige Anschneiden jeder einzelnen Erscheinung nimmt unnötig viel Raum - und Zeit - ein. Die Signale waren ständiges Thema in der kompletten Staffel und kein weit zurückliegendes Konzept, das noch einmal aufgefrischt werden muss.

Als klar wird, dass Spock zurückbleibt, ist der Charaktermoment für Burnham und ihn zwar mit Blick auf seine Zukunft ein schöner - aber gerade hier mit dem tobenden Kampf im Hintergrund, bei dem es jede Sekunde um Leben und Tod geht, habe schon ich als Zuschauer keine Geduld für lange Abschiedsworte. IHR HABT KEINE ZEIT, EY!

Hilfe in der Not

Unter der sicheren Führung von Captain Pike ist man an Bord der Enterprise erbittert dran, unter höchstem Risiko die Discovery zu schützen und die Mission zu einem Erfolg werden zu lassen. Obwohl es zwischenzeitlich anders aussieht, hält sich der Schaden an Mensch und Maschine am Ende in Grenzen. Zum Glück, immerhin wurde das Schiff sehr liebevoll gestaltet und die Besatzung braucht man noch.

Außer Admiral Cornwell, die ja zwischenzeitlich ohne Erwähnung auch spontan über zwei Folgen hinweg einfach wegfallen kann. Logischer Schritt, dass sie sich opfert. Von diesem sicheren Tod sollte es diesmal wirklich kein Zurückkommen geben. Auf einmal ist das sicher besiegelte Schicksal von Captain Pike durch den Zeitkristall auch nur noch eine mögliche Zukunft - aber immerhin hat er ausgesprochen, was ich mir schon zuvor dachte: Lasst ihn doch die Sache mit der Bombe regeln, der stirbt erst später irgendwann mal.

Der dickste Brocken jedoch ist das Auftauchen von gänzlich unerwarteten Mitstreitern. Einmal, weil diesmal bei Star Trek alles nach Orville schreit statt sonst wie meist andersherum. Zum anderen aber viel mehr: In der vergangenen Episode hatte man noch ungefähr eine Stunde Zeit bis zum Eintreffen von Control. Beziehungsweise am Ende, an dem sich Tyler aufmacht, nur noch wenige Minuten. Nun ist es ihm gelungen, in kürzester Zeit sich per Shuttle in klingonisches Gebiet aufzumachen, die Kanzlerin zu finden und sie vom Einsatz zu überzeugen? Alleine die Logistik! Ganz von den politischen Turbulenzen abgesehen. Hieß es gerade nicht noch, dass Tyler und das Baby als tot gelten und das ungemein wichtig für die Anerkennung von L’Rell als Herrscherin ist? Nun steht Tyler neben ihr auf der Brücke eines klingonischen Kriegsschiffes und grölt fröhlich klingonische Kampfrufe aus. Ooookay.

Der Konflikt zwischen den Ba’ul und den Kelpianern auf Kaminar liegt auch noch nicht so lange zurück. Da musste sich ein kompletter Planet mit zwei Völkern neu strukturieren und nach Jahrhunderten der gegenseitigen Nahezu-Ausrottung irgendwie klarkommen. Nun fliegt Sarus Schwester Sirannah, bislang technologiefrei aufgewachsen, einen Kampfflieger der Ba’ul zusammen mit den “Kriegern von Kaminar”. Nagut, Saru lernete ja auch schnell. Aber auch hier gilt: Wie kommen die überhaupt so schnell zur Discovery?

Hauptsache es gibt auf’s Maul

So. Also. AI-Leland gelingt es,  in einem Moment schwacher Schilde auf die Discovery zu beamen. Zur Freude von Georgiou und Nhan, die ihm in den Hintern treten wollen. Aus welchen Gründen auch immer meinen sie, gegen Nanobot-Leland klar zu kommen. Und irgendwie kann man die Spheren-AI nun doch verstecken. Und ohne weitere Erklärung weiß Georgiou, dass die Sporen gegen die Nanobots helfen. Hauptsache vorher viel zu lange unnötige Nahkampfszenen einbauen. Egal.

Also es reicht, dass AI-Leland als besiegt angesehen wird, damit sich auch der Rest erledigt und es ist kein Problem, dass die Bots noch an Bord der Discovery sind, die in die Zukunft fliegt. Wo man sich eigentlich vor dem Zugriff von Control verstecken will, weil das da nicht hinkommt. Nun nehmen sie es ja schon irgendwie mit -  so gut kannten sie sich mit Control ja nun nicht aus, um völlig auszuschließen, dass noch eine Gefahr droht. Mal ganz davon ab: Wenn Control als besiegt gilt, warum überhaupt noch in die Zukunft fliehen? Das war doch der einzige Grund.

Aber schön zu sehen, dass nicht nur die kleine Brückenbesatzung weiterhin Crew der Discovery ist. Als man den verletzten Stamets in die Krankenstation bringt, sieht man zahlreiches weiteres Personal, unter anderen Doctor Pollard. Und auch Hugh Culber hat sich besonnen. Er will doch nicht auf die Enterprise (Narr!) und überschüttet seinen Hugh mit liebevollen Worten von Heimatgefühlen, solange man zusammen sei.

Überhaupt ist ein positiver Aspekt der beiden Finalepisoden, wie auch der gesamten zweiten Staffel, dass man mehr von der Crew zu sehen bekommt, deren Darsteller alle mit ihrem guten Schauspiel überzeugen. Allen voran Doug Jones als Captain Saru, der über den Lauf der Serie eine beeindruckend sichtbare Entwicklung vollzogen hat.

Lass einfach nie wieder drüber reden

Äußerst unelegant billig und doch irgendwie effektiv, wie man sich dem Prequel-Kanon-Problem entledigen will. Wobei “lass einfach vergessen und nie wieder drüber reden” auch das Motto der enttäuschten Trek-Fan-Fraktion bezüglich Discovery sein könnte.

Das ist also Spocks genialer Vorschlag. Der natürlich super einfach umzusetzen ist. Jeder Beteiligte muss schwören, nie mehr über Roter-Engel-Anzug und die Erlebnisse rund um die Discovery zu sprechen. Überhaupt am besten das Schiff und Burnham an sich nie wieder erwähnen. Mag ja für die Sternenflottenmitglieder eventuell vielleicht eine Option sein. Aber was ist mit Po? Kaminar? Den Klingonen?

Und warum wird über die wirklichen Geschehnisse der Discovery gelogen? Kein Vertrauen in die Sternenflotte? Warum sollte Spock Burnham nie wieder erwähnen, wenn doch die offizielle Version ist, dass sie gestorben sei. Mit wem reden sie da eigentlich? Das Gesicht wird nicht gezeigt. Handelt es sich eventuell gar nicht um eine Sternenflottenführungsperson, sondern einem Zeitagenten, der das Chaos aufräumen muss?

Zum Schluss geht es noch einmal zurück auf die Enterprise. Nach vielen Tagen des Wartens das erlösende Signal: Burnham hat es geschafft. Zur Feier des Tages erstmal den Bart abrasieren.

Eine gute Entscheidung, dass man das Schicksal der Discovery selbst noch nicht zu sehen bekommt. Das dürfte dann wohl Handlung der bereits bestellten dritten Staffel werden. Und da Georgiou mitgeflogen ist, bleibt offen, wann die Spin-off-Serie Sektion 31 handeln wird.

Fazit

Ich wäre gerne begeistert. Das fühlte sich super an letzte Woche. Leider ist Teil 2 von “Süße Trauer” aber unausgegoren. Durch den nun spürbaren Zeitdruck wirken die eigentlich emotionalen Charaktermomente mitunter deplatziert. So bleibt das Finale optisch reizvoll, aber bloß nicht nachdenken.

Welcher Rote Engel hat eigentlich die Leute aus der Kirche (samt Gebäude) umgesiedelt und vor allem wie? Die Fragen enden wohl nie. Gehen sie weiter, hier ist nichts geschehen.

Trailer - Star Trek Discovery - S02E14 2x14 - Part 2

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbilder zum Staffelfinale 2.14 online

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Star Trek: Discovery 2.14

Es ist soweit: Das große Staffelfinale von Star Trek: Discovery steht vor der Tür. Am Freitag erscheint bei Netflix die 14. Episode der Serie, die gleichzeitig auch die letzte der 2. Staffel ist. Für "Such Sweet Sorrow, Part 2" wurden im Vorfeld, wie gewohnt, nicht nur ein Teaser-Trailer, sondern auch eine Reihe von Bildern veröffentlicht. Diese geben schon einmal einen kleinen Eindruck davon, was auf die Zuschauer zukommt.

In "Such Sweet Sorrow, Part 2" ist der Kampf um die Zukunft des organischen Lebens im vollen Gange. Die Enterprise und die Discovery stellen sich Control und der Sektion entgegen und bekommen dabei unerwartete Hilfe von ein paar Freunden. Spock und Burnham entdecken währenddessen eine neue Verbindung zwischen den roten Signalen, worauf Burnham lernen muss, dass die richtigen Entscheidungen im Leben oft auch die schwersten sind.

Wie bereits beim ersten Teil des zweiteiligen Staffelfinales nahm auch bei "Such Sweet Sorrow, Part 2" Olatunde Osunsanmi auf dem Regiestuhl Platz. Der Regisseur erhöht damit die Zahl, der von ihm inszenierten Discovery-Episoden, auf fünf. Damit hat Osunsanmi auch die meisten Episoden der Serie inszeniert. Im Falle des Staffelfinales tritt er die Nachfolge von Akiva Goldsman an. Dieser war für das Finale der 1. Staffel verantwortlich.

Auch das Drehbuch stammt wieder von Alex Kurtzman, Jenny Lumet und Michelle Paradise. Damit bleibt auch das Skript zum Finale weiterhin Chefsache. Kurtzman ist der aktuelle Showrunner der Serie, ein Job, den er sich in der kommenden Staffel mit Paradise teilen wird. Für Jenny Lumet waren die beiden Finalfolgen dagegen die ersten Autorencredits bei Star Trek: Discovery.

Auch wenn die Staffel mit "Such Sweet Sorrow, Part 2" zu ihrem Ende kommt, das Ende der Abenteuer der Discovery ist noch nicht erreicht. Die Serie wurde bereits für eine 3. Staffel verlängert. Einen Termin für die Ausstrahlung gibt es bisher allerdings noch nicht. Zwischen dem Ende von Staffel 1 und dem Start von Staffel 2 lag ungefähr ein Jahr Produktionszeit.

Wer sich die Zeit bis zum Staffelfinale noch etwas vertreiben möchte, denen empfehlen wir unseren Podcast TrekCheck. Die Kritik zu "Such Sweet Sorrow, Part 1" gibt es hier.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© CBS All Access

Trailer - Star Trek Discovery - S02E14 2x14 - Part 2

TrekCheck - Der Podcast zu Star Trek: Discovery 2.13

Wie erwartet gehen die Meinungen zu Star Trek: Discovery 2.13 mal wieder sehr auseinander. Doch Johannes, Nele und Stefan gefiel "Süße Trauer" mitunter sehr - in unterschiedlicher Ausprägung. Und obwohl wir uns einig waren, dass Space-Klappleitern albern sind, fanden wir sie halt auch cool und denken viel laut darüber nach.

Neben jeder Menge Liebesbekundungen für Anson Mount (ja, Nele hat diesmal nochmal deutlich höheren Redebedarf) und gemeinsamen Herzchenaugen für Raumschiffdinge kommen wir zwar hier und da auf Abwege, finden aber doch immer wieder den Weg zurück und philosophieren über die Zukunftsfrage von sowohl der Brückencrew als auch der Serie Star Trek: Discovery an sich.

Anders als Richtung Finale der ersten Staffel ist diesmal nicht ganz so klar, wo und wann man enden wird. Gesichert ist: Eine dritte Staffel ist bereits fest bestellt.

Such Sweet Sorrow - Kritik zu Star Trek: Discovery 2.13

SPOILER

Wartet, wartet - geht gleich wieder. Hier waren gerade ein paar zwiebelschneidende Ninjas unterwegs. Star Trek: Discovery hat mich diese Woche zum Weinen gebracht, und das nicht im negativen Sinne. Der Titel “Süße Trauer” trifft zumindest ein paar Teile der Episode auf den Punkt.

Raumschiff-Porno

Es ist die Enterprise! Von außen. Von innen. Im Ganzen. Im Manöver. Der Innenraum von außen gesehen. Ich mein, mit Blick raus ins All hat man ja ständig, aber die Kamerafahrt am Schiff entlang mit klaren Blick durchs Fenster in die Gänge. Da hatte ich Herzchenaugen. Die Griffe im Turbolift - hach. Ja, meist kann man mich mit bekloppten Kleinigkeiten sehr glücklich machen.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat man sich entweder mit dem Discovery-Stil arrangiert, mag ihn sogar oder quält sich aus welchen Gründen auch immer durch. Eine Enterprise in der Discovery-Serie kann nicht original so aussehen wie zu Klassik-Zeiten, das Gefälle wäre dann doch deutlich zu groß, selbst wenn die Discovery nicht dieses übermoderne Schiff wäre. Und die Serienmacher haben sichtlich Liebe und Mühe in eine angemessene Umsetzung gesteckt. Die Enterprise ist klar erkennbar und hat überall altbekannte Gimmicks.

Untermalt wird alles rund um die Enterprise mit nostalgisch-emotionsgeladener Musik. Eine gelungene Mischung aus dem neuen Score für Discovery und alten Klängen der Klassik-Serie. Auch die Sounds, vom Lift über Türen hin zu Torpedos, dürften bekannt vorkommen.

Dass Detmer eine astreine Pilotin ist, wurde innerhalb der Serie mehrfach erwähnt. Gleich zu Beginn kann sie ihre Fähigkeiten nun in voller Pracht zeigen. Statt zu beamen oder mit Shutteln auf die Enterprise überzusetzen, wird die komplette Crew über Gangways evakuiert. Und dafür müssen die beiden Schiffe nunmal so nah wie möglich aneinander ran. Ob ausklappende Stege von Schiff zu Schiff mitten im All wirklich die beste Idee sind und man sich so zusammengekoppelt nicht erst recht verwundbar macht, sei mal dahingestellt - cool sieht es auf jeden Fall aus. Wobei mir selbst eine solide Planke von Steg auf Segelschiff zu wackelig ist, aber gut, bevor man mit dem Schiff explodiert.

Übrigens nett von Cornwell, dass sie Pike den Sitz angewärmt hat. Man sieht nicht, ob sie erst mit der Evakuierung von der Discovery kam, oder schon mal vorgeschwommen ist. So plötzlich wie sie vor zwei Episoden verschwand, taucht sie jetzt auch wieder auf.

Als Nummer Eins schließlich ihren sichtlich erfreuten Captain wieder “Zuhause” begrüßt, kam das erste Sentimentals-Tränchen.

A Vulcan Goodbye

AI-Leland ist mit der Sektion-31-Truppe also der Enterprise und damit der davongesprungenen Discovery dicht auf den Fersen. Wenig überraschend ist das Spheren-Archiv komplett gegen seine Zerstörung und übernimmt kurzerhand alleine das Schiff. Zum Glück wird das “das hätten wir kommen sehen können” innerhalb der Episode erwähnt, denn ja, hättet ihr wirklich.

So schnell wie man sich off-screen dazu entschlossen hat, die Discovery zerstören zu müssen, will sich nun Burnham opfern. Die Ergebnisse der Analyse der roten Signale und das Unwissen von Burnhams Mutter führen zu einem logischen Schluss: Michael muss selbst in einem Roten-Engel-Anzug durch die Zeit springen.

Mit vereinten Kräften kann man so ein Ding anscheinend auch in rasender Geschwindigkeit bauen. Blöd nur, dass der Zeitkristall unfassbar viel Energie braucht. Wie gut, dass es die Short Treks gibt. Die überkluge Königin Me Hani Ika Hali Ka Po (Yadira Guevara-Prip) kann zusammen mit ihrer skurrilen Bekanntschaft Tilly - und Reeno -  gemeinsam ein wenig über Wissenschaft geeken und dabei der Crew helfen.

Dann doch blöd, denn der Energieaustoß wird unkontrolliert sein und den Zeitkristall zerstören. Es wird ein One-Way-Trip in die unbekannte Zukunft. Irgendwie wird bei den ganzen Abschiedsszenen vergessen, dass man ja nunmal davon ausgeht, dass Burnham der Rote Engel ist, der die Signale verursacht. Ganz so One-Way scheint es ja dann doch nicht zu sein, oder?

Auch tickt die Zeit, und bei all dem, was die in einer Stunde zu erledigen haben, gehören lange Abschiedsszenen eigentlich nun nicht unbedingt dazu. Und über den Glaskugel-Zeitkristall muss ich immer noch schmunzeln. So ganz komme ich auch geografisch nicht hinterher: Wie genau schaffen es Sarek und Amanda, so schnell zur Discovery zu kommen?

Das übliche Mantra: Man darf einfach nicht zu sehr nachdenken. Denn auf der Gefühlsebene hat man alles richtig gemacht. Ein guter Schachzug, eher Saru das Wort zu geben statt Burnham. Sie muss nicht alleine auf die Mission. Neben Saru schließen sich auch Tilly, Stamets, Spock, Detmer, Owosekun, Reno, Nhan, Nilsson, Rhys, Bryce und Osnullus an - und sie dulden keinen Widerspruch. Auch wenn es ob der Bedrohung im Nacken zeitlich unpassend scheint, die kurzen Einzelszenen mit vermeintlich letzten Worten aller Beteiligter an ihre Lieben lässt es wie echte Abschiede wirken. “Committing to a life amongst the stars is in itself a resolution to leave some things behind” - sorry, geht gleich wieder, muss nur kurz die Augen wischen.

Oh Captain, my Captain

Die Leistung sämtlicher Darsteller war in dieser Episode fantastisch. Sehr schön, dass Captain Pike an seinen ersten Auftritt anschließt und der “ich bin nicht Lorca”-Motivationsrede in allem Stress noch die richtigen Worte des Abschieds findet. Während er zu Beginn der zweiten Staffel sich noch jedes Mitglied der Brückencrew vorstellen lässt, spricht er nun von sich aus jeden einzeln (nagut, außer Osnullus) mit Namen an und hat persönliche Worte parat. Sie danken es ihm mit einem gebührenden Salut, ein echter Gänsehautmoment.  Die Reise, die sie gemeinsam hinter sich haben, ist in dem Moment nahezu greifbar.

Anson Mount brilliert als Captain Pike. Die Mischung der verschmitzt-verwegenen Art und des pflichtbewussten Vorzeige-Starfleet-Captains hat mich gänzlich überzeugt. Und auch Ethan Peck hat das schwere Erbe der Spock-Darstellung gut gemeistert. War ich zunächst skeptisch, was die enge Anknüpfung an die Klassik-Serie angeht, so widerrufe ich fast alles und wünsche mir nun lautstark die bereits erwähnte weitere Prequel-Serie über die frühen Abenteuer der Enterprise in der Ära vor Kirk. Ich bin mit diesem Pike noch nicht fertig. Auch wenn ich tief im Herzen immer mit Jean-Luc fliegen werde.

Und sonst?

Bei aller Dramatik kam auch der Humor nicht zu kurz und konnte vor allem auch an den selbstreferentiellen Stellen punkten. Denn ja, ‘was auch immer Georgiou da macht’. Ihr Charakter ist an sich dort gänzlich überflüssig und durch die extrem überzeichnete Art auch mitunter nervig, aber irgendwie ist sie halt doch dabei, und auf quere Art ist das auch gut so. Schon alleine für die “Das ist eine schlechte Idee”-Szene.

Mittlerweile zeichnet sich auch mehr das mögliche Bild der anstehenden Sektion-31-Serie ab. Ash Tyler (Shazad Latif) schließt sich der One-Way-Mission nicht an, weil er mit seinem Wissen innerhalb der Sektion 31 Schadensbegrenzung betreiben will. Und Georgiou amüsiert sich weiter mit Rumsticheleien.

Zumindest beim momentanen Stand scheinen sich Stamets und Culber tatsächlich getrennt zu haben. Culber geht als Arzt auf die Enterprise, und Stamets bleibt auf der Discovery. Allerdings glaube ich da noch nicht so recht an das wirklich finale Ende. Immerhin muss ja auch Spock irgendwie noch in der aktuellen Zeit bleiben beziehungsweise zurückkommen.

Fazit

Hach, was fürs Raumschiff-Sternenflotten-Herz. Das Drehbuch-Regie-Gespann der Folge übernimmt auch die kommende. Das lässt für das große Finale nächste Woche hoffen. Wenn man zurück an das Ende von Staffel 1 denkt, liegt die Latte allerdings auch nicht besonders hoch.

Ob man für die dritte Staffel mit der One-Way-Crew weit in der Zukunft weitermacht? Mit neuer Mission oder beim Versuch, nach Hause zu kommen? Wird diese Discovery das Calypso-Schiff mit weiterentwickelten Spheren-AI? Findet Burnham ihre Mutter? Springen sie aus irgendeinem Grund gar nicht in die Zukunft? Anders als die wenig überraschende Tyler/Voq-Geschichte bleibt die Auflösung diesmal tatsächlich noch spannend.

Trailer STAR TREK DISCOVERY - S02E13 "Such Sweet Sorrow"

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbilder zur Episode 2.13 online

Die 2. Staffel von Star Trek: Discovery nähert sich ihrem Ende. Am Freitag geht es in Deutschland mit der 13. und damit vorletzten Episode der aktuellen Staffel weiter. Für die Folge Such Sweet Sorrow wurden im Vorfeld erneut Bilder und ein Trailer veröffentlicht, die schon einmal einen Eindruck vermitteln.

Die offizielle Inhaltsbeschreibung zu "Such Sweet Sorrow" fällt in dieser Woche besonders vage aus: Als die wichtige Mission der Discovery nicht nach Plan verläuft, realisiert Burnham, was getan werden muss. Die Crew des Schiffes bereitet sich währenddessen auf einen harten Kampf vor, als die Schiffe von Control der Discovery immer näher kommen.

Während die offizielle Inhaltsbeschreibung relativ wenig über die Episode aussagen, verraten die veröffentlichten Fotos doch etwas mehr. So gibt es in "Such Sweet Sorrow" ein Wiedersehen mit Me Hani Ika Hali Ka Po, die erneut von Yadira Guevara-Prip gespielt wird. Po traf im erste Short Trek "Runaway" auf Tilly, nachdem sie sich heimlich auf die Discovery geschlichen hatte. Es stellte sich heraus, dass die junge Frau die Königin ihres Heimatplaneten Xahea, ein Job, auf den sie allerdings wenig Lust hatte. Tilly konnte sie schließlich von einer Rückkehr überzeugen. Nun scheinen sich ihre Wege erneut zu kreuzen.

Inszeniert wurde "Such Sweet Sorrow" von Olatunde Osunsanmi. Für den Regisseur ist es die mittlerweile vierte Episode von Star Trek: Discovery, bei der er auf dem Regiestuhl Platz nehmen durfte. Zuvor inszenierte Osunsanmi in der 1. Staffel 1.04 "The Butcher's Knife Cares Not for the Lamb's Cry" und 1.13 "What's Past Is Prologue". In der 2. Staffel war er für 2.03 "Point of Light" verantwortlich.

Das Drehbuch stammt aus der Feder von Alex Kurtzman und Michelle Paradise, die ab der kommenden Staffel gemeinsam als Showrunner von Star Trek: Discovery aktiv sein werden. Zudem erhielten sie Unterstützung von Jenny Lumet, für die es der erste offizielle Autorencredit in der Serie ist.

Wer sich bis zum Start der neuen Folge etwas die Zeit vertreiben möchte, denen empfehlen wir unseren Podcast TrekCheck. Die Kritik zur letzten Episode gibt es zudem hier.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© CBS All Access

Trailer STAR TREK DISCOVERY - S02E13 "Such Sweet Sorrow"

TrekCheck - Der Podcast zu Star Trek: Discovery 2.12

PODCAST

Zwar bewerten Johannes, Stefan und Nele "Tal der Schatten" unterschiedlich aber eben doch mit jeweils einer deutlich klarerer Meinung als es bei der letzten Episode der Fall war. Von Begeisterung über Zeitkristall-Probleme bis zu einem Hauch Resignation ist was dabei. Einig sind wir uns aber ob der Großartigkeit von Anson Mounts Captain Pike und begrüßen die kleinen Szenen, die ein wenig den Alltag der Crew zeigen.

Das bewährte Team aus Regisseur Douglas Aarniokoski und dem Autorenduo Bo Yeon Kim und Erika Lippoldt zeichnen sich für Star Trek: Discovery 2.12 verantwortlich. Zuvor inszenierten sie die Episode "Donnergrollen" aus der aktuellen Staffel. Aarniokoski führte bereits in der ersten Staffel bei "Lethe" Regie und ist sowohl bei den Short Treks als auch der kommenden Picard-Serie als ausführender Produzent beteiligt.

Wer nun Nele in der Fankurve für eine Prequel-Serie mit Pike und Spock Gesellschaft leisten möchte, hat durch unseren Sponsor, der FedCon GmbH, eine Möglichkeit dazu. Auf der diesjährigen FedCon (7.-10. Juni in Bonn) sind neben dem nahezu kompletten Hauptcast von The Expanse und Hauptdarstellern aus The Orville und Killjoys nämlich auch Anson Mount, Ethan Peck, Wilson Cruz und Shazad Latif von Star Trek: Discovery zu Gast.

Die jazzige Musik zum Ein- beziehungsweise Ausgrooven der TrekChecks verdanken wir nach wie vor dem wunderbaren Jens Dewald.

Through the Valley of Shadows - Kritik zu Star Trek: Discovery 2.12

SPOILER

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Star Trek: Discovery 2.12

Wie schon bei “Donnergrollen” aus dieser Staffel ist auch für “Tal der Schatten” wieder das Regie-Autoren-Team aus Douglas Aarniokoski, Bo Yeon Kim und Erika Lippoldt verantwortlich. Star Trek: Discovery 2.12 hat von einer Art Khazad-dûm über Riesenbabys bis zu nerdigen Tischgesprächen einiges zu bieten.

Das Spielfeld

Bringen wir für die Übersicht erst einmal die Figuren auf ihre neuen Positionen. Diesmal wird angenehm wenig in der Zeit gesprungen. Georgiou wurde Ende letzter Episode mit auf die Discovery gebeamt und ist schon wieder unterwegs. Sie ist auf eigene Faust auf der Suche nach Leland. Tyler hingegen ist an Bord geblieben, und von seinen dramatischen Verletzungen ist gar nichts mehr zu sehen.

Die oberste Aufgabe der Discovery-Crew ist es nun, das Spheren-Archiv unter allen Umständen zu beschützen und hat sich deshalb möglichst bedeckt und weit weg von Leland zu halten. Die logischste aller Taten ist es natürlich, sofort das erneut aufgetauchte rote Signal anzusteuern. Da wird sie bestimmt niemand vermuten. Ganz besonders weil es diesmal in klingonisches Gebiet führt.

Auf nach Boreth, dem Planeten, wo der Voq-L’Rell-Spross aufwächst. Dies bringt L’Rell wieder ins Spiel, was uns auch einen kurzen Blick auf einen klingonisches D7-Schiff bietet. Da weder L’Rell noch Voq die besten Kandidaten für die anstehende Außenmission sind, nimmt dies Captain Pike höchst selbst in Angriff. In einer schicken Winterjacke, die ein super Merchandise-Produkt wäre.

Saru ist der neue coole Captain und erlaubt Burnham, auf einen gefährlichen Solotrip zu gehen. Also fast, letztlich schickt er ihr dann doch noch Spock als Aufpasser mit. Schließlich wird diesmal kein roter Engel kommen, um sie zu retten.

They look like us now

Die beiden machen sich per Shuttle auf zu den letzten Koordinaten eines Schiffes der Sektion 31, das sich nicht wie vereinbart rechtzeitig gemeldet hat. Ähnlich wie der lasche Umgang der Discovery mit der Ansage, sich unauffällig zu verhalten, ist natürlich auch dieser Alleingang eigentlich ziemlich riskant und nicht unbedingt verantwortungsvoll. Immerhin wissen sie ja nun, dass Control auch Sektion 31 mit unterwandert hat. Aber nun gut - es bringt dafür jede Menge schöner Geschwistermomente zwischen Burnham und Spock, inklusive entnervten Seufzen.

Am Ziel angekommen erwartet sie ein grausiger Anblick: Überall treiben Leichen im All herum. Keine Lebenszeichen, bis auf eines. Und ja, ich habe nicht gleich vermutet, dass es sich bei Kamran Grant, der mit Burnham auf der Shenzhou diente, um einen weiteren Cylonen handelt. Genau genommen ging mir das Licht erst zeitgleich mit Burnham auf. Für mich also eine wirklich gelungene Heranführung.

Control hat mal wieder die Kontrolle über ein Schiff übernommen. Mannschaft stört eher, also alle Luken auf und einmal durchpusten. Aber was will Control überhaupt? Eine mögliche Motivation: Kriegsvermeidung, was im Prinzip eine der ursprünglichen Aufgaben in der Entwicklung des Systems war. Und logisch, wie so ein AI nunmal denkt, ist die effektivste Lösung zur Vermeidung von Kriegen, wenn man alles bewusste Leben auslöscht und die Kontrolle übernimmt. Hart, aber effektiv.

Wobei das immer noch nicht erklärt, warum ausgerechnet Burnham gebraucht wird. Mit Leland hat Control gelernt, auch andere Menschen zu imitieren. Dann würde es doch reichen, irgendein Crew-Mitglied der Discovery zu übernehmen, um an das Spheren-Archiv zu kommen. Und hätte Control nicht mehr Erfolg bei der Übernahme von Lebewesen, wenn es seine Nanobots schwarmmäßig schön verteilt rumfliegen lässt anstatt so zusammengeklumpt ein gutes Ziel abzugeben? Gibt allerdings den schöneren Horror-Effekt. Zum Glück hat Spock rechtzeitig den Supermagneten gefunden, was nun ja eine ganz neue Waffe gegen Control ins Spiel bringt.

Um schließlich an die obige Frage wieder anzuknüpfen: Es steht nach wie vor der Befehl, das Spheren-Archiv sicher und isoliert zu halten. Nun hatten Burnham und Spock gerade Begegnung mit Control. Es war an Bord ihres Shuttles. Sie waren an Bord eines von Control kontrollierten Schiffes. Sie waren Nanobots ausgesetzt. Und dennoch anscheinend sehr davon überzeugt, dass alles sicher ist. Wäre es nicht sinnvoller, sich eher in eine Art Quarantäne als ausgerechnet wieder zurück zur Discovery zu begeben?

Du bist aber groß geworden

Während Spock und Burnham mit dem Computer spielen, geht Pike ins Kloster. Ein Ort, an dem auch Worf eines Tages mal gerne rumhängen wird. Das Klosterdesign des europäischen Mittelalters hat sich ja ziemlich durchgesetzt. Selbst in fremden Welten in der fernen Zukunft sehen Klöster aus wie Klöster, und Mönche tragen weite Gewandungen mit großen Kapuzen. Nagut, bei den Klingonen kombiniert mit reichlich Khazad-dûm-Flair.

Der Fantasyaspekt endet hier leider noch nicht. Zeitkristalle sind richtige leuchtende Kristalle mit Zaubereigenschaften, an die nur die mutigsten Auserwählten gelangen können. Die Mönche sind so Wächter der Zeit und des Friedens, die die Klingonen vor sich selbst beschützen. Denn das Spiel mit der Zeit ist ein gefährliches. Allerdings sind sie auch erstaunlich schnell davon zu überzeugen, ihnen doch eine Chance zu geben. Wirklich lange bitten muss Captain Pike ja nun nicht gerade.

Obermönch Tenavik persönlich geleitet Pike in die Minen. Dass Vulkanier die Space-Elben sind, steht ja ohnehin schon fest. Nun sind Klingonen als Gegenpart die Space-Zwerge. Tenavik ist übrigens niemand geringeres als das bis dahin noch namenlose Baby von Voq und L’Rell. Also … nicht mehr so ganz das Baby. Innerhalb weniger Monate um viele Jahrzehnte gealtert. Zeitkristalle tun Dinge mit einem. Gut für Kenneth Mitchell - der Schauspieler steckte in der ersten Staffel unter der Maske von Kol, dann Kol-Sha und nun schließlich Tenavik.

Ding ist - auch wenn einem hier der Fantasy-Aspekt nahezu anschreit, fügt sich alles gut in die Episode und die Geschichte von Discovery ein. Optisch nichts Neues, aber ansprechend, dazu überzeugende Schauspieler und ein gutes Erzähltempo. Man macht also an sich viel richtig.

Höhepunkt hier liegt ganz klar in den Emotionen. Wieder einmal gelingt der Anschluss an die bereits bekannte Kanon-Geschichte der Klassikserie. Durch die Zeitkristalle erfährt Captain Pike von seinem dramatischen Schicksal. Und statt es nur erzählt zu bekommen, sieht man, wie er in einer heldenhaften Rettungsaktion selbst verstrahlt wird und entstellt im Rollstuhl landet. Ansons Mount brilliert weiter als Captain Pike. Alles wirkt glaubhaft. Der erste Schock, der später noch sichtlich nachwirkt, ebenso wie die grandiose Szene, in der er sich selbst an die edlen Auftrag eines Starfleet-Captains erinnert und so Mut zuspricht. Für das Wohl des Ganzen ist er bereit, sein Schicksal in Kauf zu nehmen.

Lol, Menschen

Obwohl alles hochdramatisch ist, bleibt an Bord der Discovery Zeit für Zwischenmenschliches. Gut so! Jett Reno war nicht einfach verschollen, sondern hat sich anscheinend kräftig mit der Crew (wo war Tilly eigentlich, muss ich mir Sorgen machen?) angefreundet. Diese kleine Alltäglichkeiten wie die Neckereien untereinander beim Essen in der Messe zu sehen, machen eine solche Serie erst lebendig. Auch die spätere Szene zwischen Reno und Culber nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, bringt aber dennoch mehr Farbe ins Spiel. Bitte mehr davon.

Und was ist aus “Die Zukunft ist noch nicht geschrieben” geworden? Mit der Mitnahme des Zeitkristalls soll Pike laut Klingonenmönch sein Schicksal fest besiegelt haben. Kann er jetzt also auf Weltraumspaziergänge ohne Anzug gehen, weil er ja sicher erst später irgendwann mal sterben wird? Wie funktioniert Schicksal?

Auf ein Wiedersehen mit der Enterprise müssen wir wohl auch nicht lange warten. Zur Rettung der Crew steht ein Rendezvous an, um dann die Discovery zu zerstören. Eine andere Lösung, um Control von der völligen Übernahme abzuhalten, scheint es nicht zu geben. Oder wird das Schiff vielleicht doch versteckt und wartet für hunderte von Jahren auf die Rückkehr der Crew? Ja, ich spiele auf Calypso an. Elegant-subtil ist aus.

Fazit

Wenn man mit Fantasy-Aspekten und klumpenden Nanobot-Schwärmen klar kommt, ist “Tal der Schatten” eine spannende Folge mit sehr angenehm-kurzer, flüssiger Erzählweise. Es passiert jede Menge an unterschiedlichen Handlungsorten, ohne dass gehetzt oder unübersichtlich wird. Meine Angst vor den Klingonen war unbegründet, der Ausflug gefällt mir diesmal sogar.

Sämtliche Darsteller liefern überzeugende Leistungen ab, allen voran Anson Mount, der eine ganze Palette von Gefühlen bei Captain Pike zeigt. Jetzt will ich erst recht die Prequel-Serie über die frühen Jahre der Enterprise mit Pike und Spock.

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbilder zur Episode 2.12 online

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Star Trek: Discovery 2.12

Die 2. Staffel von Star Trek: Discovery biegt so langsam auf die Zielgerade ein. Am Freitag setzt Netflix die Ausstrahlung in Deutschland mit der zwölften und damit drittletzten Episode der Staffel fort. Für die Folge mit dem Namen "Through the Valley of Shadows" wurden im Vorfeld ein Trailer und eine Reihe von Bildern veröffentlicht. Diese zeigen unter anderem ein paar Rückkehrer.

Rein inhaltlich muss sich die Crew der Discovery mit den Folgen der letzten Episode auseinandersetzen. Burnhams Mutter ist wieder in der Zukunft verschollen, doch ein neues Signal macht dem Commander Hoffnung. Das Signal führt die Discovery zu einem abgelegenen Planeten, der Tyler allerdings mehr als bekannt ist. Gleichzeitig sind Burnham und Spock auch auf der Jagd nach dem Schiff der Section 31, auf dem sich Leland befindet. Bei ihrer Suche stoßen die beiden auf eine Entdeckung, die katastrophale Konsequenzen haben könnte.

In "Through the Valley of Shadows" gibt es gleich zwei Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern. So kehrt zunächst Mary Chieffo als L'Rell zurück. Die Anführerin der Klingonen war bisher in einer Episode der 2. Staffel mit von der Partie. Darüber hinaus wird auch Tig Notaro ihre Rolle als Commander Jett Reno wieder aufnehmen.

Die Inszenierung der Episode übernahm Douglas Aarniokoski. Für den Regisseur ist es die insgesamt dritte Regiearbeit für Star Trek: Discovery. Zuvor war Aarniokoski für die Folge "Lethe" in Staffel 1 verantwortlich. Für die 2. Staffel inszenierte er "The Sound of Thunder" beziehungsweise "Donnerhall", die Folge, in der Saru auf seinen Heimatplaneten zurückkehrt. Bei den Autoren wurde auf die gleiche Kombination wie bei Aarniokoski letzter Folge gesetzt. So stammt das Skript zu "Through the Valley of Shadows" wie bei "The Sound of Thunder" von Bo Yeon Kim und Erika Lippoldt.

Wer sich vor dem Start der neuen Folge am Freitag noch etwas die Zeit vertreiben möchte, denen empfehlen wir unseren Podcast TrekCheck. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit der letzten Folge "Perpetual Infinity". Die passende Kritik zu der Episode gibt es hier.

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