Star Trek: Discovery

Die Serie spielt im Star-Trek-Prime-Universum, zehn Jahre vor der Classic-Serie und der Fünf-Jahres-Mission von Captain Kirk.

TrekCheck - Der Podcast zu Star Trek: Discovery 2.08

PODCAST

Diese Woche ist der TrekCheck kein Nörgel-Podcast. Stefan, Nele und Anne freuen sich statt über Zeit- lieber über Qualitätssprünge bei Star Trek: Discovery und zeigen sich von Episode 2.08 "Gedächtniskraft" positiv überrascht.

Wie schon der Trailer verriet, schaffen es Burnham und Spock tatsächlich nach Talos IV. Trotz großer Bedenken nach der Offenbarung, dass die Discovery-Macher tatsächlich die Classic-Serie kreuzen möchten, hat das in diesem Fall erstaunlich gut funktioniert - inklusive singender blauer Blumen. Während dessen hat Captain Pike auf der Discovery alle Hände voll zu tun, seinen Sack Flöhe auf Kurs zu halten.

Wir trauern schon jetzt Stamets/Culber hinterher und selbst zur Sektion 31, die etwas deplatziert wirkt, finden wir zumindest ein paar nette Worte. Aber wir wollen mal nicht gleich übertreiben.

 

If Memory Serves - Kritik zu Star Trek: Discovery 2.08

SPOILER

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Star Trek: Discovery

Star Trek: Discovery scheint sich warmgelaufen zu haben - Episode 2.08 präsentiert endlich ein paar Antworten. Dank “Gedächtniskraft” ist der Weg frei für die zweite Staffelhälfte und die Rettung des Universums. Die Zeit läuft, wenn auch nicht unbedingt linear.

A blast from the past

“Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2257. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise Discovery …”. Gleich zu Beginn der Episode klärt sich die Frage, wie man denn nun den Nichtkennern von Raumschiff Enterprise die Sache mit Talos IV erklären will. Ganz einfach: Man kreiert aus der originalen Pilotepisode einfach ein kleines Best-of und nutzt dieses als Einstiegssequenz der neuen Discovery-Folge. Das ist nun nicht sonderlich elegant und lässt vermuten, dass die Drehbuchschreiber wahlweise aufgegeben oder gar nicht erst versucht haben, die nötigen Informationen innerhalb des eigenen Drehbuches vernünftig unterzubringen - aber es funktioniert!

Zugegeben müssten sich jetzt mal die zu Wort melden, die bislang von Talos IV so gar nichts gehört haben, aber an sich kam alles Wesentliche in der kurzen Zusammenstellung vor und wurde vereinzelt in der Episode selbst genannt. Obwohl ich beim Anblick der TOS-Szenen erstmal ungläubig lachen musste, wurden doch die nostalgischen Gefühle geweckt und die Überblende vom alten Pike (Jeffrey Hunter) der Enterprise hin zu Anson Mounts Version an Bord der Discovery ist gelungen.

Into the woods

Wie schon der Trailer zur Episode verriet, schaffen es Burnham und Spock tatsächlich nach Talos IV. Es klärt sich auch rasch die offengebliebene Frage, ab wann der Planet zum Sperrgebiet erklärt wird beziehungsweise wurde - wohl doch bereits direkt nach dem ersten Besuch von der Enterprise im Jahr 2254. Der Bordcomputer warnt nämlich mit zunehmender Eindringlichkeit vor dem Überqueren der Grenze, und auch die Talosianer selbst ziehen alle Illusionsregister, um möglichst abschreckend zu wirken.

Trotz großer Bedenken nach der Offenbarung, dass die Discovery-Macher tatsächlich die Classic-Serie kreuzen möchten, hat das in diesem Fall erstaunlich gut funktioniert - inklusive singender blauer Blumen. Auch wenn die Talosianer und Vina (!) selbst eher Mittel zum Zweck sind. Als mächtige Telepathen sind sie Spocks Rettung. Bei ihm ist nämlich seit einem vulkanischen Mind-Meld-Versuch mit dem Roten Engel alles ein wenig zu sehr timey-wimey: Er erlebt die Zeit nicht mehr linear, sondern wild durcheinander und alles auf einmal. Inklusive anstehender Zerstörung der Erde, Andoria und vielen weiteren Planeten. Das war dann doch alles ein wenig zu viel für Spock.

Die Talosianer rücken ihm den Kopf wieder gerade und bringen auch uns Zuschauern durch ihren Gegenleistungswunsch endlich Klarheit. Burnham muss mit ihnen das schrecklich dunkle Geheimnis teilen, wie es genau zum Bruch mit ihrem Bruder kam: Sie hat ihre innere Slytherin gechannelt und ihn Schlammblut genannt! Quasi. Allerdings eigentlich nur, um ihn zu beschützen. Zumindest rückblickend dankt er Burnham schon beinahe dafür, immerhin habe ihn das seine Emotionen abkapseln und sich gänzlich zur vulkanischen Logiklehre hinwenden lassen.

Eine Bitte: Sollte ich jemals andeuten in die Wälder Vulkans gehen zu wollen - haltet mich ab, auch wenn ich euch beschimpfe. Was war das denn für ein Viech, und wieviele gibt es davon noch? Jessas, das komplette Haus Sarek braucht dringend eine gemeinsame Therapie inklusive Familienaufstellung.

Eine Frage an die Trek-Tech-Experten - auf Talos IV lässt sich Burnham die Koordinaten zum untergründigen Treffpunkt mit den Talosianern geben und beamt sich und Spock direkt dorthin. Mir ist zuvor noch nirgends in Star Trek bewusst aufgefallen, dass Shuttles eigene kleine Transporter mit an Bord haben, sondern dass dies in der Regel über ein in Umlaufbahn befindliches Raumschiff mit Transporterraum geschieht. Mag mich aber täuschen und bitte um Erleuchtung in den Kommentaren.

Star Trek: Discovery High

Während Burnham sich um Spock kümmert, hat Pike alle Hände voll zu tun. Sowohl mit ordentlich Druck von Seiten der Sternenflotte und Sektion 31 als auch mit angespannter Stimmung an Bord der Discovery. Irgendwas liegt im Argen, immerhin versucht man, Spock Morde in die Schuhe zu schieben, die er definitiv nicht begangen hat. Georgiou wettert erwartbar gegen Leland und gewinnt an hoher Sternenflottenstelle zunehmend an Ansehen. Burnham gilt wieder als Meuterin. Und von der sabotierenden Rotaugen-Airiam weiß Pike noch gar nichts. Auch hier fügen sich also diverse Nebenhandlungen der vergangenen Staffel zueinander.

Stamets freut sich derweil unbändig über die unerwartete Rückkehr von seinem Hugh und möchte ihm alles so vertraut wie möglich machen. Der erinnert sich zwar an alles, aber kann nichts fühlen. So gut die Chemie zwischen beiden vorher war, so befremdlich wirkt es jetzt. Eine gute schauspielerische Leistung von Wilson Cruz und Anthony Rapp also.

Und was war ich erleichtert, als die deplatziert wirkende Pausenhofschlägerei im Showdown zwischen Tyler und Culber inklusive umstehender Schaulustiger, die sicherlich auch gegen so ziemlich alle Regularien verstößt, noch in der Episode selbst kommentiert wurde. Gleich in einem Aufwasch mit der Frage, ob Saru vor seiner Vahar’ai  wohl die gleiche Entscheidung getroffen hätte. Allerdings hat er wohl recht, über den Umgang mit einem Mensch-Klingonen-Frankensteinversuch im Clinch mit einem vom Tode Auferstandenen sagen die Sternenflottenregeln vermutlich wirklich wenig. Übrigens wird ähnlich direkt die scheinbar miese Sicherheit der Sektion 31 aufgegriffen, als Leland für Spocks Verschwinden eins auf den Deckel bekommt. Ich werte das mal als sympathische Selbstironie der Serienmacher. Und Pike darf auch noch ein wenig den Captain rauslassen. Kurz und knapp, ohne dass viel Zeit dafür verbraten wird und doch erkennbar aufgegriffen. Sehr gut. Vielleicht werden Tyler und Culber jetzt noch beste Freunde, immerhin wissen beide nicht, wer sie sind.

Die Discovery könnte eine Counselor Troi vertragen.

Und alle für einen

Den Bogen zwischen den beiden Haupthandlungsorten und auch gleich über Jahrzehnte Seriengeschichte hinweg spannt Vina. Dank konzentrierter Telepathenkraft gelingt die geistige Übertragung über lange Strecke bis hin in Pikes Quartiere. Praktisch, denn so können Burnham, Spock und er kommunizieren, ohne dass die Signale von irgendwem abgefangen werden können.

Leider, leider ist der Sporenantrieb ausgefallen (Cylonen-Airiam!), so dass man auf den banalen Warpantrieb zurückgreifen muss, um nach Talos IV zu gelangen. Pike missachtet damit seine Befehle. Zu Beginn der Staffel wäre es vermutlich noch anders ausgegangen (man erinnere sich an die “Ich bin nicht Lorca”-Rede), doch mittlerweile weiß er die Crew ganz auf seiner Seite, so dass niemand das Angebot ergreift, die Brücke zu verlassen. Yeah, Meuterei für alle!

Mit der Sektion 31 im Nacken ergibt sich über Talos eine klassische Patt-Situation. Beide Schiffe erfassen Burnham und Spock. “Wenn du nicht loslässt, lass ich auch nicht los, dann machen wir sie kaputt”. Talosianer zur Hilfe. Bekommen die einen halt eine Illusion und die anderen die Echten. Sektion 31 nicht nur mit schlechter Sicherheit, sondern auch nicht die Cleversten. Abermals gilt: Nicht sonderlich originell, aber es funktioniert!

Diesmal durfte Ethan Peck endlich etwas mehr von seinem Spock zeigen und bei aller Dramatik sogar für Lacher sorgen. So flach es ist, aber bei “Hallo, Spock” inklusive vulkanischen Gruß hat es mich fast gerissen. Außerdem sehr erfreulich zu sehen, dass trotz nur weniger Sekunden gemeinsamer Screentime am Ende schon jetzt die Harmonie zwischen Pike und Spock sofort deutlich rüberkommt.

Fazit

Eine runde Sache. Es gibt endlich Antworten, die die Handlung vorantreiben. Auch einzelne Nebengeschichtchen werden weitergebracht, und die Darsteller haben sichtlich Spaß an ihren Charakteren. Vor allem aber: Überraschenderweise ist das Einbinden von Talos IV gelungen. Mehr noch, “Gedächtniskraft” bildet für Pike, Vina und Spock eine wunderbar passende Brücke zwischen der TOS-Pilotepisode “Der Käfig” und dem späteren Zweiteiler “Talos IV - Tabu”.

Sehe ich da etwa ein Lächeln?

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbilder zur Episode 2.08 online

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Star Trek: Discovery

Bei Star Trek: Discovery geht es in der 2. Staffel in dieser Woche mit achten Episode weiter. In Deutschland setzt Netflix die Ausstrahlung wie gewohnt am Freitagvormittag fort. Die Freischaltung erfolgt wie immer um 9 Uhr. Als Einstimmung auf die Episode "If Memory Serves" haben Netflix und CBS auch in dieser Woche eine ganze Reihe von Bildern sowie einen Trailer veröffentlicht.

Nachdem Burnham Spock gefunden hat, macht sie sich nun an die Heilung ihres Bruders. Dazu hat es die beiden nach Talos IV verschlagen. Der Heilungsprozess zwingt die beiden Geschwister allerdings dazu, sich ihrer gemeinsamen Vergangenheit zu stellen, was sich als schwierig erweist.

Alles andere als einfach ist auch das Leben von Tyler auf der Discovery. Aufgrund seiner Vergangenheit als Voq begegnen ihm viele Crewmitglieder mit Misstrauen. Und auch Staments ist trotz der Rückkehr von Hugh nicht glücklich. Zwischen den beiden scheint sich ein Rift geöffnet zu haben und Staments ist sich nicht sicher, wie er dieses schließen kann.

Inszeniert wurde "If Memory Serves" von T.J. Scott. Der Regisseur inszenierte bereits im Zuge der 1. Staffel eine Folge von Star Trek: Discovery. Es handelte sich um die Episode "The Wolf Inside", deren Ende die Rückkehr von Michelle Yeoh brachte, die in die Rolle von Imperator Philippa Georgiou schlüpfte. Anderen Serien, an denen Scott in der Vergangenheit gearbeitet hat, waren zum Beispiel Gotham, Dark Matter oder The Strain.

Im Gegensatz zu T.J. Scott waren für das Drehbuch von "If Memory Serves" zwei Star-Trek-Neulinge verantwortlich. Dan Dworkin und Jay Beattie sind ein eingespieltes Team und schufen in den vergangenen Jahren beispielsweise Serien wie The Crossing oder Scream, bei denen sie auch als Produzenten aktiv war. Mit "If Memory Serves" wagen sie nun erstmals einen Schritt in die Welt von Star Trek.

Wer sich vor dem Start der neuen Folge noch etwas einstimmen möchte, den empfehlen wir die aktuelle Folge unseres Podcasts TrekCheck. Die Kritik zur letzten Episode Licht und Schatten findet ihr hier.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© CBS All Access

TrekCheck - Der Podcast zu Star Trek: Discovery 2.07

PODCAST

Wibbly-wobbly-timey-wimey: In "Licht und Schatten" spielt Star Trek: Discovery mit der Zeit. Sowohl inhaltlich, als auch was die Menge an Geschehnissen, die man in eine Serien-Stunde packen kann, angeht.

Timelord Stamets rettet den Tag der Discovery mit sehr viel Glück innerhalb gigantischen wissenschaftlichen Unwägbarkeiten. Tilly kann Mathe. Pike kann fliegen. Tyler versucht sich als Hobby-Psychologe. Der Rote Engel bewirkt einen Zeitriss über Kaminar, durch den Matrix-Killer-Sonden aus der Zukunft kommen. Und Burnham macht Planetenhopping, mit dem wiedergefundenen, dyslektischen Spock von Vulkan Richtung Talos IV mit Stippvisite bei der Sektion 31. 

Das vermag Stefan, Johannes und Nele nicht so recht zu begeistern und so sprechen wir in TrekCheck #8 auch darüber, warum man trotz der Vielzahl an durchweg guten Serien dennoch bei Star Trek: Discovery dranbleibt. Spoiler: Auch, weil es halt dennoch irgendwie Spaß macht und unterhält.

Light and Shadows - Kritik zu Star Trek: Discovery 2.07

SPOILER

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Star Trek Discovery 207

Kam Star Trek: Discovery auf der Suche nach Spock und dem Roten Engel zuletzt nicht recht voran, so macht Episode 2.07 gleich an mehreren Stellen einen gehörigen Sprung. Wortwörtlich.

Butter bei die Fische

Na endlich darf Ethan Peck auch mal ran. Nach langwierigem Vorspiel kann man für “Licht und Schatten” die erste Spock-Sichtung vermelden. Zumindest irgendwie - es ist derzeit nicht so recht der Vulkanier, den wir gewohnt sind. Zuerst fasst Burnham jedoch abermals in einem Voiceover einige wichtige Geschehnisse und Erkenntnisse noch einmal zusammen. Was bisher mehr so als mögliche Theorie rumwaberte, scheint nun als Fakt zu gelten: Der Rote Engel ist ein humanoides Wesen aus der Zukunft.

Wie zum Ende der letzten Episode angekündigt, zieht es Burnham nach Vulkan. Anstatt die komplette Discovery nebst Crew mitzunehmen, begibt sie sich mit offizieller Erlaubnis von Captain Pike auf privaten Heimaturlaub. Auch hier verschwenden die Serienmacher keine Zeit und kommen gleich zum Punkt: Burnham ahnt, dass Amanda mehr weiß und konfrontiert ihre Adoptivmutter. Ein kurzes Nein-Doch-Oh später geleitet Amanda Burnham zu ihrem Bruder.

Spock sei hilfesuchend zu ihr gekommen und sie hat ihre Privilegien als Botschafter-Gattin genutzt, um ihn in einer von abschirmenden Kristallen umlagerten Höhle versteckt zu halten. Eine wirkliche Hilfe ist Spock jedoch nicht. Er befindet sich deutlich in einer psychischen Ausnahmesituation und wiederholt nur wieder und wieder die gleiche Zahlenreihe sowie zugrundeliegender Lehrsätze der Logik, etwa “Der einfachste Fall der Anwendung der deduktiven Methode ist die Beseitigung einer Implikation mit Hilfe der Abtrennungsregel”. Damit ist er nicht nur ein eher schwieriger Gesprächspartner, sondern braucht vor allem eine gute medizinische Betreuung.

In der Kürze der Zeit gelingt es Mia Kirshner (Amanda) und James Frain (Sarek) erneut überzeugend das ungewöhnliche menschlich-vulkanische Ehepaar darzustellen. Doch nicht nur die unterschiedlichen Ansichten von Amanda und Sarek, wie man mit Spock nun umgehen muss, zeigen den Konflikt zwischen dem menschlichen Wesen versus der vulkanischen Logik auf. In Rückblenden sieht man erneut Burnham und Spock als Kinder. Während Burnham über ihre Unfähigkeit, den vulkanischen Gruß richtig hinzubekommen, herzlich lachen kann, ist Spock über diese Reaktion äußerst irritiert. Emotionen verstören ihn. Wobei er das mit Burnham durchaus gemein hat, worüber die beiden sich näher kommen.

Hinter den Spiegeln

In der Auseinandersetzung zwischen Amanda und Sarek kommt heraus, dass Spock einst sehr unter einer Lernschwäche/Dyslexie litt. Etwas, das unter Vulkaniern sehr selten und verpönt ist und da es wohl von seiner menschlichen Seite kommt, verweigerte man ihm in der Schule auch die nötige Hilfe. Zwar griff Amanda ein, unter anderen um über die Geschichte “Alice im Wunderland” Spock bei der Entwicklung seiner emotionalen Stabilität zu helfen, doch blieb es für den Halbvulkanier eine schwierige, einsame, verwirrende Zeit - die allerdings seine spätere Performance auf der Enterprise nicht sonderlich zu beeinflussen scheint.

Burnham und Sarek können sich schließlich gegen Amanda durchsetzen. Spock wird von seiner Schwester auf das Schiff der Sektion 31 unter Kommandant Leland gebracht. Dort sichert man ihr die beste Versorgung von Spock zu, doch sie möge doch bitte schon einmal mit einem Shuttle zur Basis voraus fliegen, immerhin seien die Räumlichkeiten der Sektion 31 streng geheim. Leland scheint sehr vertrauenserweckend zu sein, denn überraschenderweise fügt sich Burnham. Doch ausgerechnet Georgiou eilt zur Rettung - mit einem ausgeklügelten Plan inklusive Kampfeinlage warnt sie Burnham: Es ist geplant, Spocks Erinnerungen gewaltsam zu gewinnen und dabei sicherlich keine Rücksicht auf sein Wohlbefinden zu nehmen.

Zum Glück hat aber nicht nur die Discovery, sondern auch die Sektion 31 lausige Sicherheitsvorkehrungen, so dass Burnham mit Spock die Flucht gelingt. Es braucht dann auch nur noch einen kurzen Moment, ehe Burnham die Offenbarung, dass Spock Dyslexie hat(te), auf die Idee bringt, die Zahlenreihe mal in umgekehrter Reihenfolge durch den Computer zu jagen. Und Bingo, es sind Koordinaten: Auf nach Talos IV.

Gruß aus der Vergangenheit

Spannend, dass der Bordcomputer nicht sofort Alarm schlägt. Neu-Trekkies und solchen, die nie die Klassikserie gesehen haben, sagt der Planet vermutlich nichts. Beim Rest dürfte es in dem Moment gehörig geklingelt haben. Spock war schon einmal auf Talos IV. Zusammen mit Captain Pike. Zur Zeit der zweiten Staffel Star Trek: Discovery liegen die Geschehnisse der Pilotepisode von Raumschiff Enterprise erst etwa 5 Jahre zurück.

Ohne an dieser Stelle den kompletten Inhalt von “Der Käfig” zu erzählen eine kurze Erinnerung: Die Talosianer sind geistig weit fortentwickelte Telepathen und leben in selbstkreierten Traumwelten, die sie auch für andere schaffen können. Darüber haben sie jedoch nahezu alle anderen Fähigkeiten verloren und brauchen nun ein anderes Volk, das ihren Planeten bewirtschaften kann. Dabei fragen sie aber nicht einfach nett, sondern schaffen ein scheinbar sehr angenehmes Gefängnis aus Traumwelten. Pike und Team eignen sich aber nicht so recht als Sklaven, die Menschen haben einfach einen zu großen Freiheitsdrang.

Da die Talosianer auch über weite Entfernungen ihre telepathischen Fähigkeiten nutzen können, erklärt die Sternenflotte später das Gebiet rund um Talos IV weiträumig als Sperrzone. Das Betreten kann gar mit dem Tode bestraft werden. Etwas, dem sich Spock zu späterer Zeit schuldig macht. In “Talos IV - Tabu Teil 1 + 2” bringt er den schwer verbrannten, gelähmten Pike nach Talos, um ihn da ein besseres Leben in den Traumwelten zu ermöglichen. Dafür setzt sich Spock über sämtliche Befehle hinweg und kapert sogar die Enterprise.

Wenn man nun noch die Produktionsgeschichte bedenkt, heißt es in Bezug zu Star Trek: Discovery einmal kräftig Luft anhalten. Ursprünglich sollte Nummer 1 (Majel Barrett Roddenberry) die kühle-sachliche Offizierin in Raumschiff Enterprise sein. Nach dem Piloten wünschten die Produzenten aber auch personelle Veränderung und Gene Roddenberry musste sich entscheiden: Entweder Spock oder Nummer 1. Tja, und so wurden Vulkanier zu dem logikfokussierten Völkchen.

An der Stelle bleibt also zu hoffen, dass die Serienmacher wissen, was sie tun. Dass Star Trek: Discovery eine Prequel-Serie ist bietet so ja schon viele Stolpersteine. Die Geschichten und einen der beliebtesten Trek-Charaktere in der Form einzubauen, erfordert schon ein ziemliches Fingerspitzengefühl.

Hallo aus der Zukunft

Natürlich bleibt die Discovery-Crew diese Woche nicht unbeschäftigt. Wofür gibt es denn den B-Plot. Und der hat es in sich. Alles ist besser, wenn man den Faktor “Zeit” hinzunimmt. Frei nach Kadett Tilly. Die Discovery ist noch in der Nähe von Kaminar geblieben. Nicht unbedingt um zu gucken, dass sich Kelpien und Ba’ul nicht gleich an die Gurgel gehen, sondern vor allem um die aufgetretenen Erscheinungen rund um den Roten Engel zu untersuchen. Dabei stoßen sie auf einen Zeitriss mit enormen Messwerten, die Tilly ganz euphorisch stimmen.

Trotz eines kurzen Einwands von Saru lässt es sich Pike nicht nehmen, sich selbst hinter die Shuttle-Steuerung zu setzen und die Untersuchungssonde persönlich zu platzieren. Immerhin war er mal Testpilot und ist einfach am besten qualifiziert. Seinen Unmut, dass Agent Tyler ihm dabei nicht von der Seite weicht, tut er dabei erneut lautstark kund.

Es kommt, wie es kommen muss: Das Shuttle gerät in die Unwägbarkeiten des Zeitrisses und scheint verloren. Wo und vor allem wann soll man sie schon finden? Doch mit Hilfe von cleveren Flugschultricks und dem Timelord-Teil-Tardigrade Stamets unter der sicheren Führung von Captain Saru gelingt die Rettungsmission.

Nun war das aber nicht einfach nur ein schicker Zeit-Nebenplot. Während Tyler und Pike im Zeitriss herumirren begegnen sie der Sonde, die sie zuvor abgeschossen haben. Diese hat ein Matrix-Terminator-Upgrade erfahren und greift das Shuttle an, um sämtliche Inhalte des Bordcomputers zu sichern. Ein kurzer Scan zeigt: Das Ding kommt 500 Jahre aus der Zukunft. Und scheint unbemerkt Airiam (die Cyborg-Android-Irgendwas auf der Brücke der Discovery) infiziert zu haben. Das dürfte sicherlich noch relevant werden.

Das gemeinsame Erlebnis lässt Pikes Abneigung Tyler gegenüber deutlich abbauen und er stimmt ihm schließlich gar zu: womöglich ist der Rote Engel eine große Gefahr für die Sternenflotte. Jedoch könnte es natürlich auch sein, dass in der Zukunft Krieg herrscht und ein Teil die Discovery/Föderation zerstören will, während der andere - Rote Engel - beschützt.

Fazit

“Licht und Schatten” ist eine reichlich vollgepackte Episode, die zwar noch keine wirkliche Aufklärung bietet, jedoch sowohl die Geschichte rund um Spock als auch des Roten Engels ein ganzes Stück voranbringt. Dabei bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, was zur Abwechslung auch mal wieder ganz nett ist, aber emotional nicht so recht zu fesseln vermag. Die Folge macht dennoch auf jeden Fall Lust auf mehr.

Star Trek Discovery - Trailer 2x08 - If Memory Serves S2-E8 Sottotitolato in Italiano

Star Trek: Discovery - Staffel 3 bestätigt, neue Showrunnerin

Die Discovery darf weiterfliegen. CBS bestätigte die Bestellung der dritten Staffel von Star Trek: Discovery für seinen Streamingdienst CBS All Access. Zudem gibt es Zuwachs hinter der Kamera. Alex Kurtzman bleibt zwar für die Serie verantwortlich, hat sich jedoch mit Michelle Paradise eine Kollegin für den Showrunner-Posten dazugeholt.

Paradise hat bereits für die zweite Staffel drei Drehbücher geschrieben und war zuvor eine treibende Kraft hinter dem Vampire-Diaries-Ableger The Originals. Kurtzman zeigt sich von der Zusammenarbeit begeistert:

"Michelle kam gegen Mitte der zweiten Staffel zu uns. Ihr riesiges Star-Trek-Wissen hat gleich den kompletten Raum kräftig angetrieben. Ihr Verständnis von Charakterentwicklung und für die Details der Geschichten, ihr Antrieb und Fokus sind schon jetzt fester Bestandteil, um das Trek-Erbe zu sichern. Dabei hat sie auch eine frische Perspektive, die uns vorwärts schauen lässt. Ich bin sehr stolz sagen zu können, dass Michelle und ich offiziell die Produktion von Star Trek: Discovery leiten."

Julie McNamara, Vizepräsidentin von CBS All Access, spricht von einem massiven Erfolg. Der Start der zweiten Staffel habe ihre Erwartungen übertroffen, sowohl was den Zuwachs an Abonnenten als auch Rückmeldungen von Fans anginge. Mit diesem Zuspruch im Rücken geht man die Ausweitung des Franchises äußerst positiv gestimmt an. McNamara stellt schon jetzt neue Star-Trek-Geschichten "für viele weitere Jahre" in Aussicht.

Noch wurde keine von Michelle Paradise geschriebene Episode ausgestrahlt. Die erste wird Folge 2.09 sein, bei der Jonathan Frakes die Regie führte. Auch die beiden finalen Episoden 2.13 und 2.14 stammen aus ihrer Feder.
Ersteinmal geht es am Freitag aber mit 2.07 "Light and Shadows" weiter.

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbilder zur Episode 2.07 online

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Star Trek Discovery 207

Die erste Hälfte der 2. Staffel von Star Trek: Discovery ist vorüber. Am Freitag geht es in Deutschland bei Netflix mit der siebten Episode weiter, die unter dem Titel "Light and Shadows" läuft. Als Vorgeschmack auf die Folge haben Netflix und CBS nicht nur einen Trailer, sondern auch ein paar Aufnahmen veröffentlicht.

Wie bereits am Ende von "The Sound of Thunder" angekündigt, kehrt Burnham in "Light and Shadows" nach Vulkan zurück. Bei der Suche nach Spock stößt sie hier auf ein paar überraschende Familiengeheimnisse. Gleichzeitig befindet sich die Discovery immer noch über Kaminar und setzt die Suche nach dem Roten Engel fort, dabei wird die Sache für Pike und Tyler zunehmend zu einem Rennen gegen die Zeit. Georgiou ist der Episode ebenfalls mit von der Partie und erweist sich selbst für Leland und die Sektion 31 als zu trickreich.

In "Light and Shadows" kehren eine Reihe von Gaststars zurück. So gibt es ein Wiedersehen mit Michelle Yeoh als Georgiou, James Frain als Sarek und Mia Kirshner als Amanda. Darüber hinaus soll es auch zum ersten Auftritt von Ethan Peck in seiner Rolle als Spock kommen. Dessen Debüt war bereits schon vor einiger Zeit für die siebte Episode angekündigt worden.

Die Inszenierung der Episode übernahm Marta Cunningham. Für die Regisseurin ist es der erste Ausflug in die Welt von Star Trek. Im Seriengenre kennt sich Cunningham allerdings durchaus aus. In den vergangenen beiden Jahren inszenierte sie beispielsweise Folgen von Serien wie How to Get Away with Murder, You, Pretty Little Liars oder The Good Fight.

Das Drehbuch von "Light and Shadows" stammt von Ted Sullivan und Vaun Wilmott. Ersterer schrieb beispielsweise am Auftrakt der zweiten Staffel von Star Trek: Discovery und war in der 1. Staffel für zwei Episoden verantwortlich. Für Vaun Wilmott ist es nach der Folge "New Eden" der zweite Autorencredit innerhalb der Serie.

"Light and Shadows" erscheint am 1. März um 9 Uhr bei Netflix. Wer sich bis dahin die Zeit vertreiben möchte, denen empfehlen wir unsere Kritik zur Episode The Sound of Thunder oder die neuste Folge unseres Podcasts TrekCheck.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© CBS All Access

TrekCheck - Der Podcast zu Star Trek: Discovery 2.06

PODCAST

Moment, ganz so schlimm fanden eigentlich weder Stefan noch Nele oder Johannes diese Episode. "Sounds of Thunder" löste bei uns kein Donnergrollen aus. Weder aus der einen, noch aus der anderen Richtung. Dennoch haben wir natürlich genug Anmerkungen und kommen über offene Fragen bezüglich der Hintergründe ins alberne philosophieren. Fazit: Zum Glück sind wir keine Drehbuchschreiber. Es könnte alles noch viel, viel schlimmer sein.

Erfreulicherweise konzentriert sich Star Trek: Discovery 2.06 auf einen Haupthandlungsstrang. Die Suche nach dem Roten Engel und die damit verbundene Jagd nach Spock und der mysteriösen Signale führt zu einem unerwarteten Wiedersehen: Die Discovery verschlägt es nach Kaminar, dem Heimatplaneten von Saru.

Sowohl beim Außeneinsatz als auch durch die Suche in den Aufzeichnungen des Planeten stellt sich heraus, dass einst die Kelpien die Jäger waren und die Ba’ul beinahe ausgerottet. Wie genau der Wechsel stattfand, wird nicht erläutert. Sicher ist aber, dass die Ba’ul sich technisch enorm fortentwickeln konnten. Anstatt selbst die Kelpien komplett auszulöschen, wird von einer ausgleichenden Balance gesprochen, die es zu bewahren gilt. Die Lösung: Kelpien werden vor der Vollendung der Vahar’ai getötet.

Sounds of Thunder - Kritik zu Star Trek: Discovery 2.06

SPOILER

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Star Trek: Discovery

“Donnergrollen”  aufs Wesentliche reduziert zusammengefasst: Spocksichtung - keine, Ignorieren der obersten Direktive - über 9000. Star Trek: Discovery bleibt diesem Trend auch in Episode 2.06 treu.

 Jäger und Gejagte

Erfreulicherweise konzentriert man sich diese Woche auf einen Haupthandlungsstrang. Die Suche nach dem Roten Engel und die damit verbundene Jagd nach Spock und der mysteriösen Signale führt zu einem unerwarteten Wiedersehen: Die Discovery verschlägt es nach Kaminar, dem Heimatplaneten von Saru.

Bei der vergleichsweise aufwendigen Ausstattung ist stark anzunehmen, dass die Episode zeitgleich mit dem Short Trek “The Brightest Star” gedreht wurde, in dem davon erzählt wird, wie Saru in der Föderation gelandet ist. Natürlich super, dass Saru total zufällig als allererstes auf seine Schwester trifft. Das spart enorm Zeit und Geld in der Maske und man braucht auch nur eine zusätzliche Schauspielerin.

Während in der Kurzepisode die Jäger-Beute-Beziehung zwischen den Goa’uld Ba’ul und den Kelpien auf Kaminar nur als gegeben beschrieben wird, bekommt man nun recht geradlinig die Hintergründe geliefert: Vahar’ai, die scheinbare Krankheit, die Saru vor wenigen Episoden dramatisch überlebte, ist in Wirklichkeit ein Transformationsprozess. Die angstanzeigenden Ganglien entwickeln sich zu körpereigenen Waffen und die charakterbestimmende Angst der Kelpien verfliegt. Sie können deutlich bestimmter, selbstsicherer bis nahezu aggressiv handeln.

Sowohl beim Außeneinsatz als auch durch die Suche in den Aufzeichnungen des Planeten stellt sich heraus, dass einst die Kelpien die Jäger waren und die Ba’ul beinahe ausgerottet. Wie genau der Wechsel stattfand, wird nicht erläutert. Sicher ist aber, dass die Ba’ul sich technisch enorm fortentwickeln konnten. Anstatt selbst die Kelpien komplett auszulöschen, wird von einer ausgleichenden Balance gesprochen, die es zu bewahren gilt. Die Lösung: Kelpien werden vor der Vollendung der Vahar’ai getötet.

Das Ding aus dem Sumpf

Die Herkunft und Funktion der Technik der Ba’ul wird zwar nicht wirklich erklärt, ist dafür aber ganz schick. Inklusive “wir haben nur ein Schiff. Haha, verarscht, sind nur in Linie geflogen. Überraschung”. Die an sich ja durchaus fortschrittlichen Systeme der Discovery können gar deren Signale nicht mehr orten, sobald es auf dem Planeten unter Wasser geht.

Nun stellt Sarus Anwesenheit - der Beweis, dass man die Vahar’ai überleben kann und gestärkt daraus hervorgeht - für die Ba’ul natürlich eine Gefahr dar. Entsprechend wird Saru und dessen Schwester an Bord eines ihrer Schiffe geholt, aus rein dramaturgischen Gründen jedoch nicht sofort getötet. Erst darf Saru seine neue Stärke gegen diverse Dronen und spektakuläre Fesselungen einsetzen, ehe sich ein einzelner Ba’ul zeigt. Bis zu diesem Punkt habe ich es übrigens noch für möglich gehalten, dass sich die Ba’ul selbst als fortentwickelte Kelpien herausstellen. Aber nö, es sind - in Anbetracht des Planeten - beeindruckend bizarr aussehende schwarze Öl-Aliens. Optisch erinnert es übrigens arg an Armus, das Wesen, das Tasha Yar in Star Trek: The Next Generation getötet hat.

Angelus Ex Machina

Saru bleibt gar keine Zeit, sich an seinen neuen Zustand nach der Vahar’ai zu gewöhnen. Durchaus spannend ihn so im Konflikt mit seinem inneren Drang und den Vorschriften eines ersten Offiziers zu sehen, was schließlich auch zu einer offenen Auseinandersetzung mit Pike führt, der ihn von der Brücke verweist. Leider wirkt dies im Gesamtkontext wieder recht übers Knie gebrochen und nicht richtig durchdacht, bringt jedoch natürlich die Handlung schnell voran.

Ob so ein aufgebrachter, persönlich hoch involvierter Saru und Burnham echt die beste alleinige Kombi als Bodentrupp sind, sei dahingestellt. Geht zumindest gleich gut los: Saru erklärt in unmittelbarer Nähe des Pylonen am Strand, dass dieser von den Ba’ul in jedem Dorf angebracht wurde, um die Kelpien zu überwachen. Der beste Ort, um sich über alles auszutauschen und sich dann später zu wundern, dass die Ba’ul konkret von Sarus Anwesenheit wissen. Konnte ja keiner ahnen.

Nun war einst die Aufnahme von Saru in die Föderation bereits eine äußerst fragwürdige Biegung der Obersten Direktive. Die Kelpien sind klar ein Vor-Warp-Volk und nur, weil es einem Einzelnen gelungen ist, ein Signal ins All zu senden an sich wirklich kein Grund, sich über das Gebot hinwegzusetzen. Zumal es ethisch hoch fragwürdig ist, als Georgiou Saru vor die Wahl stellt: Mitkommen und das Universum entdecken, dafür aber Heimatplaneten und Familie wohl nie wieder sehen. Eine Entscheidung, die er zu diesem Zeitpunkt ja noch überhaupt nicht einordnen und richtig abschätzen kann.

Spätestens seit dieser Episode möchte ich in Star Trek: Discovery nie wieder etwas über die Oberste Direktive hören. Die bewegt sich mehr auf der Ebene der “Richtlinien” in Fluch der Karibik. Da wird einfach so, ohne großes Abwägen, Rücksprache mit Föderation oder sonst irgendwem mal eben entschieden, massivst in die Geschichte eines ganzen Planeten einzugreifen. Gegen den expliziten Wunsch beziehungsweise Unwissen der Bewohner. Und auch ohne auch nur im Ansatz mal über mögliche Konsequenzen und Probleme zu sprechen.

Der Versuch, die Technik der Ba’ul auszusetzen, ist das eine. Aber die Entscheidung, die Spheren-Schwingung, die bei Saru die Vahar’ai auslöste, für alle Kelpien zu nutzen, ist hoch fragwürdig. Nur weil Saru dies möchte und seine Schwester nicht widerspricht? Niemand weiß doch, was die Vahar’ai wirklich bewirkt. Hat ja vermutlich einen Grund, warum nicht alle Kelpien zeitgleich diesen Sprung machen und es eben mindesten zwei Zustände gibt. Gehen die sich jetzt gegenseitig an die Gurgel? Können sie sich noch fortpflanzen? Was passiert mit dem Volk? Was möchte es eigentlich? Jegliche Entscheidung und eigener Wille werden abgenommen. Was soll schon schiefgehen.

Und dann sind die Ba’ul technisch auch noch so weit, dass selbst die Discovery-Crew nicht hinterherkommt, deren Waffen zu entschärfen. Zum Glück gibt es da ja noch den Roten Engel, der mal eben aufploppt und die Situation regelt. Dank Sarus besseren Augen gibt es auch etwas mehr Details zu sehen: Handelt sich wohl um ein humanoides Wesen in einem Raumanzug. Noch hoffe ich einfach mal mehr auf Iron Man, als dass es sich am Ende als Spock selbst herausstellt.

Tyler und Pike nähern sich bei der Diskussion, um was es sich beim Roten Engel nun handeln könnte und ob er eher Gefahr oder Rettung darstellt, ein wenig an. Und aus welchen Gründen auch immer inspirierte die gesamte Aktion Burnham zu einem festen Vorhaben: Sie muss nach Vulkan. Laut Vorschau dürften wir dazu zumindest schon nächste Woche mehr erfahren.

Ebenfalls eine Vorahnung gibt der kleine Seitenstrang rund um Dr. Culber. Rein medizinisch geht es ihm bestens. Sehr sogar. Da sein Körper mit Hilfe von DNA und frischen Gewebe komplett neu hergestellt wurde, ist er geradezu neu und unvernarbt. Während sich Stamets wahnsinnig wieder auf ein gemeinsames, normales Leben freut, ist sich Culber hingegen noch sichtlich nicht sicher, was er von der ganzen Sache und sich selbst halten soll. Das sieht gerade nicht nach “...und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage” aus.

Fazit

Vollgepackt und definitiv fokussiert kommt “Donnergrollen” für sich stehend eigentlich ganz rund rüber. Dass die Episode in sich geschlossen ist und wieder einmal eine Geschichte innerhalb einer Folge abgehandelt wird, ist eigentlich eher positiv zu sehen.

Leider wirkt vieles aber dann doch nicht sonderlich durchdacht und wieder werden wichtige Grundfesten von Star Trek / der Föderation allzu leicht über Bord geworfen, nur um die Handlung schnell voranzutreiben.

Trailer del Episodio 7 de la segunda temporada Star Trek Discovery “Light and Shadows” S02E07

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbilder zur Episode 2.06 online

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Star Trek: Discovery

In dieser Woche setzen CBS und Netflix die Ausstrahlung von Star Trek: Discovery mit der sechsten Episode der 2. Staffel fort. Die Folge trägt den Namen "The Sounds of Thunder" und erscheint in Deutschland am Freitagvormittag. Als kleinen Vorgeschmack wurde im Vorfeld sowohl eine Reihe von Bildern als auch ein Trailer veröffentlicht, der schon einmal einen Eindruck davon gibt, was die Zuschauer am Freitag erwartet.

In "The Sounds of Thunder" rücken erneut der rote Engel und die mysteriösen Signale in den Mittelpunkt. Ein neues Signal führt die Crew der Discovery dieses Mal auf den Heimatplaneten von Saru. Burnham, Saru und die Crew des Schiffes begeben sich auf eine kritische Mission und stehen schon bald vor der Frage, ob die Absichten des roten Engels tatsächlich gut sind. Zudem sind auch Sarus kürzliche Erkenntnisse über die Biologie seines Volkes ein kritisches Thema. Währenddessen ist Dr. Hugh Culber auf der Discovery zurück unter den Lebenden, wobei er feststellen muss, dass es nicht ganz einfach ist, sich an die neue Realität zu gewöhnen.

Inszeniert wurde "The Sounds of Thunder" von Douglas Aarniokoski. Der Regisseur war auch schon in der 1. Staffel für die sechste Folge verantwortlich. In "Lethe" befand sich Sarek auf einer Friedensmission zu den Klingonen, als er plötzlich verschwand. Daraufhin begab sich die Discovery auf die Suche nach dem Ziehvater von Burnham. Für Douglas Aarniokoski ist es eine von zwei Episoden, die er in der 2. Staffel von Discovery inszenieren durfte. So war er auch für die zwölfte Folge der Staffel verantwortlich. Das Drehbuch stammt von Bo Yeon Kim, die auch schon in Staffel 1 zum Autorenstab gehörte.

Wer sich bis zur neuen Folge die Zeit vertreiben möchte, den empfehlen wir unseren Podcast TrekCheck, dessen aktuelle Episode sich mit der Folge Saints of Imperfection beziehungsweise Die Heiligen der Unvollkommenheit beschäftigt. Unsere Kritik zur letzten Episode gibt es hier.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© CBS All Access

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