Star Trek: Discovery

Die Serie spielt im Star-Trek-Prime-Universum, zehn Jahre vor der Classic-Serie und der Fünf-Jahres-Mission von Captain Kirk.

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbilder zur Episode 2.04 online

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Star Trek Discovery

Am Freitag erscheint bei Netflix die vierte Folge der aktuellen 2. Staffel von Star Trek: Discovery. Einen ersten Eindruck davon, was auf die Zuschauer in der Folge "An Obol For Charon" zukommt, hat der Streaming-Dienst nun in Form eines neuen Trailers veröffentlicht. Zudem gibt es eine Reihe von Fotos, die ebenfalls Einblicke gewähren.

In "An Obol For Charon" kommt es nicht nur zur Rückkehr von Tig Notaro, die erstmals im Staffelauftakt als Ingeneurin Jett Reno zu sehen war, es gibt auch den ersten Auftritt von Rebecca Romijn. Die Darstellerin spielt Number One, die Pike neue Informationen rund um Spock bringt. Währenddessen müssen sich Tilly und Stamets weiter mit May auseinandersetzen, die in ihrer Originalform zunehmend zu einer Bedrohung wird. Und auch Saru erhält keine guten Nachrichten, als er mit einer traurigen Wahrheit rund um die Kelpien konfrontiert wird.

Inszeniert wurde die Episode von Regisseurin Lee Rose, die auch schon in der ersten Staffel von Star Trek: Discovery einmal auf dem Regiestuhl Platz nehmen durfte. Sie inszenierte die Folge "Choose Your Pain" beziehungsweise "Wähle deinen Schmerz", in der Lorca in die Gefangenschaft der Klingonen gerät und dabei auf Ash Tyler und Harry Mudd trifft.

In der 2. Staffel nehmen Sonequa Martin-Green, Michelle Yeoh, Doug Jones, Anthony Rapp, Mary Wiseman, James Frain, Mary Chieffo und Shazad Latif ihre bekannten Rollen wieder auf. Neu zum Cast stoßen Ethan Peck als Spock, Anson Mount als Captain Christoper Pike und Rebecca Romijn als Nummer Eins.

Unsere Kritik zur dritten Folge gibt es hier. Die neueste Ausgabe zu unserem Star-Trek-Podcast TrekCheck, die sich ebenfalls mit der Folge beschäftigt, ist hier zu finden.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© CBS All Access

TrekCheck - Podcast zu Star Trek: Discovery 2.03

PODCAST

Zwei Schritte vor und drei zurück? - Dass die aktuelle Episode von Star Trek: Discovery insbesondere nach dem vielversprechenden Staffelauftakt eher enttäuscht, darüber sind sich Johannes, Stefan und Nele einig. Wenn auch in unterschiedlicher Intensität.

"Point of Light" teilt sich recht strikt in drei Erzählungen auf, die - zumindest innerhalb der Episode - nicht wirklich miteinander verwoben sind. Zum einen gibt es ein Wiedersehen mit L'Rell, Tyler und den Klingonen sowie Philippa Georgiou, zum anderen erfährt die Geschichte rund um Tillys scheinbare Vision inklusive Verbindung zum Sporennetz einen großen Sprung in (zu?) kurzer Zeit. Außerdem wird natürlich das Rätsel rund um Spock erstmal noch ein wenig rätselhafter.

Immerhin hat die klare Trennung der drei Handlungsstränge eine einfache Struktur vorgegegben. Das ist doch auch was Schönes. Und wie immer blicken wir auch diesmal doch hoffnungsvoll und mit Wünschen an die Serienmacher in die Zukunft. Weiter geht es!

Point of Light - Kritik zu Star Trek: Discovery 2.03

Zugegeben, überraschend ist Star Trek: Discovery gerade jede Woche. Nach dem vielversprechenden Auftakt mit frischem Wind und einer neuen Mission sowie einer sehr vertraut anfühlenden zweiten Episode hat man ja schon fast hoffen können, dass man die eher verquere erste Staffel wirklich hinter sich gelassen hat. Aber nein, mit Episode 2.03 ist sie in voller Lautstärke zurück. Und mit ihr die Dunkelheit. Sowohl inhaltlich als auch visuell. Der titelgebende “Point of Light” ist nicht so recht ersichtlich.

Die Rückkehr der nuschelnden Klingonen

Schon beim Auftauchen der ersten offiziellen Bilder zur neuen Episode befürchtete ich nichts Gutes. Und es kam noch schlimmer. Es reicht nicht, dass die Klingonen mit ihren immer noch miserablen Mundstücken zurück sind. Autor Andrew Colville und Regisseur Olatunde Osunsanmi versuchen auch noch den Plot von mindestens zwei Staffeln Game of Thrones in eine halbe Folge zu bekommen.

Um aufzugreifen, dass ich in der Kritik zu Episode 2.01 Sareks Haus auf Vulcan “Future Bruchtal” nannte, so kommt das Klingonen-Hauptquartier jetzt wie ein Bruchtal daher, das die Uruk-hai übernommen haben. Sie sprechen auch ähnlich.

L’Rell ist nun also Kanzlerin der Klingonen und hat - wenig überraschend - einen eher schlechten Stand. Allerlei Oberhäupter anderer Clans möchten ihr ans Leder oder sie zumindest stürzen (was bei Klingonen scheinbar aber meist aufs Gleiche hinausläuft). Soweit, so nachvollziehbar. Dass TylerVoq, der ja eigentlich nach dem “Exorzismus” von L’Rell an ihm auf der Discovery weder Voq noch Tyler ist, dennoch weiterhin klingonisch spricht, super kämpfen kann, alles über die Klingonen weiß und als ihr Geliebter, Fackelträger, Leibwächter und Berater an der Seite steht, ist gelinde gesagt unverständlich.

Nicht genug, es taucht auch noch ein gemeinsames Baby auf. L’Rell war noch kurz vor der Umwandlung von Voq in Tyler von ihm schwanger geworden, konnte das Kind aber bislang auch noch nicht so recht annehmen. Tyler hat jedoch gleich große Vatergefühle, was L’Rell auch spontan zur liebenden Mutter macht. So einfach ist das. Allerdings gefährdet die Anwesenheit von Tyler mit seiner Verbindung zur Föderation (er und Burnham haben ab und an Skype-Dates) und erst recht das Kind den Frieden innerhalb der Klingonen und somit auch den wackeligen Waffenstillstand zwischen Empire und Föderation. Das kann man so nicht sitzen lassen.

Wir planen übrigens eine Spin-off-Serie. Guckt mal!

Auftritt Dark Georgiou, die eine neue Position gefunden hat: Die Herrscherin des Spiegeluniversums gilt offiziell weiter als ehemalige Captain Georgiou und ist nun Sicherheitsberaterin der Föderation. In anderen Worten: Mitglied der Sektion 31. Mit jeder Menge tollem Spielzeug und weitreichenden Befugnissen.

Stellt sich raus: Die Föderation hat anscheinend jetzt auch die Kontrolle über die Klingonen. Zumindest solange L’Rell an der Macht bleibt. Um dies zu sichern, überzeugt Georgiou L’Rell mit deutlichen Worten davon, ihr sowohl Tyler als auch das Kind zu übergeben. Ich weiß nicht, ob erwartet wurde, dass irgendein Zuschauer auch nur für eine Sekunde annimmt, dass die beiden tatsächlich getötet wurden. Zum Glück zieht man das aber immerhin nicht unnötig in die Länge. Tyler ist an Bord eines Schiffes der Sektion 31, das Baby wird ganz altmodisch ins Kloster geschickt. Kommt es eigentlich hin, dass dies der Albino wird, der bei Deep Space Nine eine Rolle spielt? War es das jetzt endlich für lange Zeit mit den Klingonen? Der lange Ausflug war doch für die Serie vermutlich so nötig wie Fußpilz.

Und das Interesse an Sektion 31 lässt diese Einführung mit der Holzhammermethode eher sinken. Auch wenn die Optik der Brücke irgendwie an The Expanse erinnert, aber das kann ja nicht das Positivste an einem Trek-Spin-off sein. So sehr ich es mir für den Darsteller Shazad Latif wünsche, dass er Arbeit hat, aber so einen Tyler muss man ja nun echt nicht weiterschleppen. Zumindest Georgiou und Crew wird man noch einige Male in der Staffel zu Gesicht bekommen. Neuzugang Alan Van Sprang (Shadowhunters) hatte am Ende als Leland seinen ersten Auftritt und ist noch für mehrere weitere Episoden gelistet.

Der Exorzismus von Sylvia Tilly

Auch auf der Discovery geht es heiß her. Das Rätsel rund um Spock wird immer düsterer. Noch nicht einmal seine Mutter oder der Captain erhalten irgendwelche Informationen und schon gar keinen Zugang. Stellt sich raus: Spock soll drei seiner Ärzte getötet haben und auf der Flucht sein. Jedoch kommt nicht nur dieses Verhalten, sondern auch das Vorgehen der Föderation allen äußerst untypisch vor. Da steckt also mehr dahinter.

Spocks Mutter und Burnhams Ziehmutter Amanda hat allerdings die medizinischen Daten ihres Sohnes entwendet und bittet nun Burnham um Hilfe. All zu viel Informationen erhält man nicht, abgesehen davon, dass Spock empathisch unterentwickelt und gestört sei. Das alleine sollte ja nun niemanden überraschen. Amanda gibt auch zu, dass sie auf Weisung von Sarek Spock nie viel mütterliche Liebe hat spüren lassen. Burnham allerdings schon. Und auch Burnham beichtet, dass sie die Bindung zu Spock zu seinem Schutze drastisch gebrochen habe. Wenn man nicht wüßte, wie es mit Spock weitergeht: Willkommen beim neuen Spin-off “Star Trek: Making a Murderer”.

Auch für Tilly und ihrer scheinbaren Wahnvorstellung geht es schnell voran. Neben der an sich netten Darstellung des aktiven Nachwuchsförderprogramms und der freundschaftlichen Verbindung von Burnham und Tilly wird endlich eine Vermutung bestätigt: Der kleine grüne Sporen, der beim Sprung zurück aus dem Spiegeluniversum auf Tillys Schulter landete, hatte tatsächlich eine Bedeutung. In ihr ist ein kleines Sporennetz gewachsen, das durch Stamets mit Hilfe des Asteroiden-Bruchstückes auf visuell beeindruckende Art extrahiert werden konnte. Ein wenig Ghostbusters trifft The Exorcist.

Tillys Erscheinung war keine Wahnvorstellung, sondern ein denkendes, außerirdisches Wesen, das sich dringend mitteilen wollte. Und nun isoliert im Sporenlabor äußerst sauer rumschwebt. Leider bekam das aber sehr wenig Aufmerksamkeit und wurde so eher gehetzt. Natürlich deutet alles darauf hin, dass dieser Strang noch weitergeht, aber dennoch wäre dies alleine doch ausreichend für eine nette, hübsche, in sich runde Folge gewesen. Ohne Klingonen. Ohne dunkle vulkanische Geheimnisse.

Fazit

Dafür, dass ich unmittelbar nach dem Sehen der Episode als Kritik ein einfaches “Was für eine gequirlte Scheiße” nebst einem augenrollenden Emoji bringen wollte, ist ja doch etwas Text entstanden.

Die Folge hat mich genervt. Es bringt all das Schlechte der ersten Staffel in komprimierter Form wieder. Es reicht. Die beiden Vorgängerepisoden zeigten doch, dass es besser geht.

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbilder zur Episode 2.03 online

Am Freitag setzt der Streaming-Dienst Netflix die Ausstrahlung der 2. Staffel von Star Trek: Discovery fort. In der dritten Folge gibt es einige Wiedersehen mit Figuren aus Staffel 1, wie nicht nur ein paar neu veröffentlichte Szenenbilder zeigen, sondern auch ein Teaser-Trailer. Zudem wird auch die Geschichte rund um Spock und den roten Engel fortgesetzt.

Die Episode mit dem Namen "Point of Light" lässt Burnham zunächst einmal auf ihre Adoptivmutter Amanda treffen, die der Discovery einen Besuch abstattet und ein paar schockierende Nachrichten im Gepäck hat. Auf der klingonischen Heimatwelt Qo'noS läuft es ebenfalls nur bedingt gut. Auch wenn L'Rell den Krieg beenden konnte, bedeutet dies nicht, dass alle Mitglieder ihres Volkes sie als neue Anführerin akzeptieren. So muss sich L'Rell gegen Angriffe auf ihre Autorität wehren und ist dabei auf die Hilfe von Ash Tyler angewiesen.

Amanda, Ash Tyler und L'Rell sind aber nicht die einzigen Rückkehrer in "Point of Light". Auch die ehemalige Imperatorin Philippa Georgiou ist wieder aktiv. In einer Bonusszene, die auf WonderCon veröffentlicht wurde, zeigten die Macher, dass Georgiou ein Angebot der Sektion 31 erhalten hat, um in der Geheimorganisation mitzuwirken. Nun wird das weitere Schicksal der Figur beleuchtet. Dabei feierte auch Alan Van Sprang als Leland sein offizielles Debüt in der Serie. Leland soll nicht nur ein Mitglied der Sektion 31 sein, sondern sogar ihr Anführer. Ob sich dieses Gerücht bestätigt, dürfte die Episode zeigen.

Inszeniert wurde "Point of Light" von Olatunde Osunsanmi. Für den Regisseur ist es die dritte Episode von Star Trek: Discovery. So war Osunsanmi in Staffel 1 für die Folge 1.04 "Sprung" beziehungsweise "The Butcher's Knife Cares Not for the Lamb's Cry" verantwortlich, in der Burnham eine Kreatur untersucht, die eine symbiotische Verbindung mit den Sporen eingehen kann.

Anschließend nahm Olatunde Osunsanmi bei der 13. Folge "Auftakt zur Vergangenheit" beziehungsweise "What's Past Is Prologue" auf dem Regiestuhlplatz. Dies war die letzte Episode im Spiegeluniversum, welche die Geschichte rund um Lorca und seinen Versuch, Imperatorin Georgiou zu stürzen, zu einem Ende brachte.

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TrekCheck - Podcast zu Star Trek: Discovery 2.02

PODCAST

Neuer Montag, neuer Podcast - im dritten TrekCheck sprechen Stefan, Johannes und Nele über Star Trek: Discovery 2.02. Trek-Veteran Jonathan Frakes führte Regie und liefert eine ziemlich klassische Episode ab, bei der definitiv Star-Trek-Stimmung aufkommt. Allerdings sich auch nicht bemüht, ein altes Thema in irgendeiner Form neu zu beleuchten.

In "New Eden" ist das mysteriöse rote Signal ist zurück und führt die Discovery in den weit entfernten Beta-Quadranten. Überraschenderweise stößt sie dort nicht nur auf einen erdähnlichen Planeten, sondern entdeckt auch Signale von menschlichen Bewohnern. Ein empfangener Hilferuf sorgt jedoch für Verwunderung: Ein schneller Scan der Oberfläche zeigt, dass die Menschen sehr unterentwickelt, weit vor Warp-Fähigkeit, leben. Irgendwie müssen sie hier doch hingekommen sein, warum gibt es kein Zeichen von moderner Technik? Wie es sich für Oldschool-Trek gehört, ist es für einen Teil der Crew Zeit, sich in Kostüme zu schmeißen, um den fremden Planeten zu erkunden und dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Während dessen erkennt die Schiffsbesatzung eine weit größere Gefahr: Der Planet ist bedroht, der nukleare Winter steht kurz bevor - eine schnelle Lösung ist gefragt.

Natürlich gehen wir auf Inhalt der Folge und Darstellung der Charaktere ein, diskutieren aber auch das auftretende Grundsatzthema "Religion und Wissenschaft". Der wiederkehrende rote Engel sowie ein Blick auf die nächsten Episodentitel lässt vermuten, dass dies die Staffel über ein zentraler Punkt bleiben wird.

New Eden - Kritik zu Star Trek: Discovery 2.02

SPOILER

Nach dem erfrischenden Auftakt der zweiten Staffel begibt sich Star Trek: Discovery wieder in altbekannte Trek-Gewässer. Dazu mit einem altbekannten Trek-Veteranen hinter der Kamera: Jonathan Frakes hat die Regie übernommen.

“All dies ist ist schon mal geschehen …”

Battlestar Galactica trifft Star Trek? Nicht nur die gute, alte “Glaube vs. Wissenschaft”-Debatte ist alles andere als neu. “New Eden” erinnert gleich mehrfach an diverse Episoden aus anderen Trek-Serien, vor allem Star Trek: Raumschiff Voyager.

Das mysteriöse rote Signal ist zurück und führt die Discovery in den weit entfernten Beta-Quadranten. Überraschenderweise stößt sie dort nicht nur auf einen erdähnlichen Planeten, sondern entdeckt auch Signale von menschlichen Bewohnern. Ein empfangener Hilferuf sorgt jedoch für Verwunderung: Ein schneller Scan der Oberfläche zeigt, dass die Menschen sehr unterentwickelt, weit vor Warp-Fähigkeit, leben. Irgendwie müssen sie hier doch hingekommen sein, warum gibt es kein Zeichen von moderner Technik? Fanfiction-Schreiber sind sicherlich schon aktiv - ein Crossover mit dem Finale von Battlestar Galactica ruft laut.

Wie es sich für Oldschool-Trek gehört, ist es für einen Teil der Crew Zeit, sich in Kostüme zu schmeißen, um den fremden Planeten zu erkunden und dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Während dessen erkennt die Schiffsbesatzung eine weit größere Gefahr: Der Planet ist bedroht, der nukleare Winter steht kurz bevor - eine schnelle Lösung ist gefragt.

“Man muss wohl dabei gewesen sein”

Wie sehr hat sich Captain Pike eigentlich vorab mit der Discovery beschäftigen können? Auf der einen Seite hat er den Auftrag, das Kommando zu übernehmen, von der Föderation bekommen und ja auch definitiv Wissen über Vorgänge an Bord und über die Besatzung. Dann wieder jedoch erstaunlich wenig. Ist das nun tiefes Vertrauen in Burnham, Saru und Co oder Pikes Abenteurergeist?

Der Sporenantrieb galt letzte Woche noch als eingemottet. Und zack ist er wieder da. Zugegeben, das moralische Dilemma scheint wohl hauptsächlich zu sein, dass in den Kriegswirren die Experimente und Genmanipulationen sowie Einsatz eines Menschen als Netzwerkpilot durchgingen, aber eigentlich von der Föderation verboten sind. Stamets hat die Fähigkeit zum Navigieren aber nunmal und befindet sich noch an Bord. Also wird die Abkürzung genommen, um überhaupt zeitig im Beta-Quadranten sein zu können. Und auch gleich nochmal, um rund um die Strahlung des Planeten präzise navigieren zu können. Wie … praktisch. Dabei hatten die Serienmacher doch mit der Einmottung gerade so noch die Kurve bezüglich zukünftiger Kanon-Diskrepanzen bekommen. Wieso wird die Kiste gleich wieder geöffnet?

Ich bin heute im Fragen-Modus und mache gleich weiter: Tilly ist Fähnrich. Gibt es da nicht gewisse Beschränkungen, Zugangssperren, Aufsichtspersonen? Was unterscheidet Tilly tatsächlich so sehr von all den Offizieren um sie herum? Wie ist es möglich, dass sie mal eben so Experimente am Asteroiden vornehmen kann, die das komplette Schiff in Gefahr bringen können? Und auf dem Weg von Krankenstation direkt auf die Brücke wird man nicht auch mal aufgehalten? Woher weiß Stamets eigentlich, was vor sich geht und hat auch gleich einen Lösungsvorschlag inklusive fertiger Berechnung, nur Augenblicke nachdem die Gefahr für den Planeten überhaupt erkannt wurde?

Von roten Engeln und steinernen Kirchen

Die Geschehnisse auf dem Planeten bleiben leider sehr dünn. Bei begrenzter Erzählzeit mag der Einsatz von Klischees nützlich sein, aber wirklich Stimmung und emotionale Bindung kommt so nicht auf. Beim Dritten Weltkrieg im Jahre 2053 sind auf der Erde 600 Millionen Menschen gestorben. Auf wundersame Weise haben einige überlebt, die sich in eine Kirche geflüchtet haben. Wie die heiligen Schriften, Kirchenfenster und die religiöse Führerin der Planeten-Bewohner erzählen, erschien ein roter Engel, der sie rettete. Es hat sie (samt Kirche?) in den Beta-Quadranten verschlagen. Dort lebt die Kolonie seit über 200 Jahren, alle Religionen friedlich vereint, in bescheidener Einfachheit.

Leider gibt es keinerlei Erklärung, warum eine Kolonie von Menschen aus dem 21. Jahrhundert derart lebt und sich im Verlauf der 200 Jahre auch nichts weiterentwickelt hat. Zumal durch Jacob, die einzige neue Figur, der zumindest etwas Charakter zugesprochen wird, bekannt ist, dass auch Wissenschaftler dabei gewesen sind.

Gerade im Hinblick darauf, dass die Thematik “Glaube versus Wissenschaft” sowohl eine aktuelle als auch bereits vielschichtig tausendfach beleuchtete ist, kratzt das Motiv in “New Eden” noch nicht einmal an der Oberfläche. Allerdings ist anzunehmen, dass diesbezüglich noch deutlich mehr kommt. Der Rote Engel scheint der rote Faden der Staffel zu sein. Wer weiß, vielleicht hat ja die Erscheinung den so logisch erzogenen Spock derart verstört, dass er sich in die Psychiatrie hat einweisen lassen. Man erfährt durch Pike nämlich lediglich, dass er das hat und nicht aus welchem Grund.

An Bord der Discovery gibt es zudem nun noch eine weitere Person, die scheinbar Geister sieht. Nach Stamets und seinem Hugh hat Tilly nun auch eine visualisierte innere Stimme, die sie unterstützt. In Erscheinung tritt diese als unbekanntes Crew-Mitglied, die sich später als alte Schulfreundin von Tilly herausstellt. Dass sich diese an Bord befindet scheint Tilly erstaunlich wenig zu überraschen. Um so größer die Überraschung, dass niemand unter dem Namen an Bord ist und ihre Schulfreundin laut Computeraufzeichnung vor geraumer Zeit verstorben sei. Nun verbringen Tilly und Stamets nunmal beide viel Zeit zusammen mit dem Sporen-Netzwerk. Kommt hier die kleine grüne Spore, die im Finale der ersten Staffel auf Tillys Schulter landet, wieder ins Spiel? Oder hat sie durch den ganzen Stress einfach nur Halluzinationen? Eine weitere Episode für Hoaxilla: Discovery.

Wohoo, Teamwork!

Abgesehen von den inhaltlichen Fragen und etwas dünner Erzählung erfreut das Zusammenspiel der Figuren. Wie gewünscht erhält auch die Brückencrew mehr Screentime und darf sogar mal ganze Sätze sprechen. Eine sehr gute Entscheidung, dass Lieutenant Joann Owosekun (Oyin Oladejo) zusammen mit Burnham und Pike Teil des Außenteam-Trios wurde. Es ist zwar nicht viel, aber sie bekommt tatsächlich etwas zu tun. Ähnlich ihre Kollegin Detmer, die sich an Bord der Discovery abermals als brillante Navigatorin auszeichnet. Zudem scheint die (noch namenlose?) Ärztin aus der letzten Episode nun öfter aufzutauchen.

Gegenüber Tilly hätte Saru durchaus etwas mehr den Kommandanten-Ton anschlagen können, ansonsten darf er sich aber als fähiger Captain präsentieren. Hier kommt die Aufteilung in Bodenteam und Schiffsbesatzung zu Hilfe, dass sowohl Pike als auch Saru ihrer Führungsrolle nachkommen können.  Erneut wird auch der Unterschied zu Lorca deutlich: Im Gegensatz zu Lorcas “Kontext ist nur was für Könige” ist Pike eher auf der Seite von “neuer Kontext kann unsere Perspektive verändern”. Derweil scheinen sich Burnham und Pike immer mehr aneinander zu gewöhnen.

Nicht zuletzt über die Verbindung durch Spock gibt es einiges unter vier Augen zu besprechen, wobei man mehr über die Charaktere erfährt und sich schließlich Burnham auch bezüglich ihrer Engel-Erscheinung offenbart. Pike ist Glauben ohnehin scheinbar aufgeschlossen, jedoch hat er durch die Aufzeichnung des geborgenene Soldatenhelms auch etwas Handfestes: Das Video von der Rettung der Menschen aus der Kirche zeigt deutlich die Erscheinung des Roten Engels. Dies überrascht mich nun jedoch weniger als die Tatsache, dass der alte, verstaubte Datenträger ohne Probleme sofort erkannt und abgespielt werden kann. Ich hätte da noch eine lediglich zehn Jahre alte SD-Karte, die Zicken macht. Discovery zu Hilfe!

Leider mit keinem Wort erwähnt wurde der Verbleib der Ingenieurin Reno aus der letzten Episode und auch Tyler, L’Rell und Imperatorin Georgiou wurden noch nicht gesichtet.

Fazit

“New Eden” ist definitiv Star Trek und eine Episode, die man sich noch in Staffel 1 eher nicht hat vorstellen können. Durchaus solide, aber eben auch altbacken und inhaltlich dünn.

Spannend wäre zu gucken, inwieweit sich die Ansichten von Alt-Fans, die das Thema schon zigfach durch haben, und Neu-Zuschauern hier unterscheiden. Man möge sich aber bitte nicht in der ganzen Religionskiste verrennen.

Star Trek: Discovery - Neuer Trailer zum weiteren Verlauf der 2. Staffel

Nach dem Auftakt in der vergangenen Woche und kurz vor der Ausstrahlung der zweiten Episode hat CBS All Access noch einmal einen neuen Trailer zum weiteren Verlauf der 2. Staffel von Star Trek: Discovery veröffentlicht. Zu sehen sind eine ganze Reihe von Ausschnitten aus den kommenden Folgen.

Fortgesetzt wird die 2. Staffel in Deutschland am morgigen Freitag. Die neue Folge trägt den Namen "New Eden". Die Discovery stößt auf einen Planeten, auf dem überraschend Menschen leben. Während Pike und Burnham sich auf den Planeten begeben, um dem Mysterium auf die Spur zu kommen, erfasst die Discovery im All eine Bedrohung, welche die gesamte Bevölkerung auslöschen könnte.

Die Inszenierung der Episode übernahm Star-Trek-Veteran Jonathan Frakes. Der Regisseur hatte in der 1. Staffel bereits bei der zehnten Episode auf dem Regiestuhl Platz genommen. In Staffel 2 war Frakes gleich zwei Mal als Regisseur aktiv.

In der 2. Staffel nehmen Sonequa Martin-Green, Michelle Yeoh, Doug Jones, Anthony Rapp, Mary Wiseman, James Frain, Mary Chieffo und Shazad Latif ihre bekannten Rollen wieder auf. Neu zum Cast stoßen Ethan Peck als Spock, Anson Mount als Captain Christoper Pike und Rebecca Romijn als Nummer Eins.

Unsere Kritik zum Staffelauftakt gibt es hier. Die neueste Ausgabe zu unserem Star-Trek-Podcast TrekCheck, die sich ebenfalls mit der Folge beschäftigt, ist hier zu finden.

Star Trek: Discovery 2x02 Promo "New Eden" (HD) This Season On

Star Trek: Discovery - Rekordzuwachs für CBS All Access

Die Entscheidung, Star Trek: Discovery nur über CBS All Access verfügbar zu machen, geht für CBS in den USA scheinbar voll auf. Der Sender meldet mit dem Start der zweiten Staffel erneut einen Rekordzuwachs. Wobei Discovery nicht alleine dafür verantwortlich ist, auch das AFC-Championship-Spiel sorgte für Aufmerksamkeit bei CBS' Zielgruppe.

Wie so oft bei Streaminganbietern werden keine genauen Zahlen veröffentlicht. Marc DeBevoise von CBS Interactive zeigt sich jedoch begeistert. Schon mit der Premiere von Star Trek: Discovery seien die Abonnenten sprunghaft angestiegen. Durch den Start der 2. Staffel und das Championship-Spiel am selben Wochenede konnte der Rekord noch einmal um 72% gesteigert werden.

Dies wird CBS sicherlich auch als Bestätigung für ihre Pläne sehen. Angedacht ist es, schon beinahe rund ums Jahr neuen Star-Trek-Content über CBS All Access zu veröffentlichen. Bereits bestätigt sind zwei Animationsserien, weitere Short Treks, eine noch namenlose Picard-Serie mit Patrick Stewart und der Discovery-Spin-off Sektion 31 mit Michelle Yeoh.

Aktuell läuft in den USA derzeit immer donnerstags die zweite Staffel von Star Trek: Discovery. Noch ist Netflix der internationale Partner, bei dem die neuen Episoden immer zeitnah freitags veröffentlicht werden.

Star Trek: Discovery - Trailer und Szenenbild zur Episode 2.02 online

Nachdem die 2. Staffel von Star Trek: Discovery in der vergangenen Woche angelaufen ist, geht es am Freitag in Deutschland mit der zweiten Episode weiter. Als kleinen Vorgeschmack auf die Folge hat Netflix auf Instagram einen Trailer veröffentlicht. Zudem gibt es ein Foto aus der Episode, das Pike, Burham und Owosekun zeigt.

Die neue Folge trägt den Namen "New Eden" und scheint sich um eine klassische Außenmission zu handeln. Die Discovery stößt auf einen Planeten, auf dem überraschend Menschen leben. Während Pike und Burnham sich auf den Planeten begeben, um dem Mysterium auf die Spur zu kommen, erfasst die Discovery im All eine Bedrohung, welche die gesamte Bevölkerung auslöschen könnte.

Die Inszenierung der Episode übernahm Star-Trek-Veteran Jonathan Frakes. Der Regisseur hatte in der 1. Staffel bereits bei der zehnten Episode auf dem Regiestuhl Platz genommen. In Staffel 2 war Frakes gleich zwei Mal als Regisseur aktiv.

In der 2. Staffel nehmen Sonequa Martin-Green, Michelle Yeoh, Doug Jones, Anthony Rapp, Mary Wiseman, James Frain, Mary Chieffo und Shazad Latif ihre bekannten Rollen wieder auf. Neu zum Cast stoßen Ethan Peck als Spock, Anson Mount als Captain Christoper Pike und Rebecca Romijn als Nummer Eins.

Unsere Kritik zum Staffelauftakt gibt es hier. Die neueste Ausgabe zu unserem Star-Trek-Podcast TrekCheck, die sich ebenfalls mit der Folge beschäftigt, ist hier zu finden.

Star Trek Discovery

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© CBS All Access

TrekCheck - Podcast zu Star Trek: Discovery 2.01

PODCAST

Wer unsere Kritik zum Auftakt der 2. Staffel von Star Trek: Discovery gelesen hat weiß, dass Nele sowohl überrascht als auch sehr angetan von "Brother" war. Im Gespräch mit Johannes für den neuen TrekCheck geht es allerdings nicht nur um den erfreulich anderen Ton - im Vergleich zu Staffel 1 -, sondern auch die ein oder andere Grundsatzfrage.

So nehmen wir den Inhalt der Episode rund um Junior-Spock, Burnham, Tilly, Stamets, Reno, Pike, Enterprise, Anomalien, Asteroiden und Co., um uns ein paar generelle Gedanken zu machen. Etwa, ob und wie man die gezeigte Technik sowohl für den Kanon und in unsere heutige Medienwelt passend darstellen könnte. Wir erwähnen die im Kleinen sichtbare Representation von Minderheiten, die in der Geschichte von Star Trek schon immer ihren Platz hatte. Und kamen dann auch noch über Kritik, unterschiedliche Rezeption, Ansichten und Diskussionskultur ins Philosophieren.

Damit waren wir deutlich sprunghafter als die zwar vollegepackte, aber strukturiertere Episode von Discovery. Mal sehen, was uns nächste Woche erwartet. Jonathan Frakes führte die Regie für die noch namenlose Episode 2.02. Ab Freitag bei Netflix, im TrekCheck bei uns am Montagabend. Dann auch hoffentlich wieder mit Stefan, den scheinbar alleine vom Zusehen die Erkältungswelle, die auf der Discovery umgeht, erfasst hat.

Mit vielen liebem Dank an Jens Dewald für Intro und Outro. See you, Space Cowboy!

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