Früher war mehr Lametta: Die liebsten Filme und Episoden der Redaktion zu Weihnachten

Weihnachtsfeiertage heißt oftmals auch intensiver Medienkonsum. Zwar hat dies, seit man nicht mehr auf besondere Highlights im linearen Fernsehen angewiesen ist, etwas nachgelassen, doch bei vielen stehen so einige Filme und beliebte Sonderfolgen traditionell fest auf dem Plan. Sonst ist doch kein Weihnachten!

Hannes Könitzer

An Weihnachten spielen bei mir vor allem zwei Fantasy-Erfolge eine Rolle, die zwar nicht unbedingt Weihnachten in den Mittelpunkt stellen, aber aufgrund der Verbindung zu den Festtagen immer irgendwie mit ihnen verknüpft bleiben: Der Herr der Ringe und Harry Potter.

Im Falle des Zauberlehrlings war es so, dass ich den ersten Band vor Jahren um die Nikolauszeit entdeckte und anschließend alle damals erschienen vier Bücher durch die gesamte Adventszeit las. Auch die Filme starteten später oft um die Weihnachtszeit und so war Harry Potter über Jahre immer an Weihnachten vertreten. Daher ist es bis heute immer irgendwie Pflicht, die Geschichte, oder zumindest Teile von ihr, in der Adventszeit zu lesen, zu sehen oder zu hören.

Im Falle von Der Herr der Ringe sieht die Sache ähnlich aus. Von 2001 bis 2003 gehörten die Filme von Peter Jackson einfach zu Weihnachten dazu und in den folgenden Jahren war die Trilogie ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Mittlerweile schaue ich alle drei Filme zwar nicht mehr jedes Jahr aber alle zwei drei Jahre kehrt man doch gern wieder nach Mittelerde zurück.

Anne Jerratsch

Wenn es um Weihnachten vor dem Fernseher geht, bin ich schon immer eher konservativ gewesen. Bei mir kommt kein John McClane auf den Bildschirm, auch Weihnachtsschocker oder überkitschige Santa-Klaus-Geschichten haben hier nichts verloren. Der erste Weihnachtsmorgen gehört seit meiner Kindheit einem rothaarigen, starken und frechen Mädchen, das ganz allein irgendwo in Schweden wohnt.

Für die Abenteuer von Pippi Langstrumpf lasse ich alles stehen und liegen, sogar die Geschenkeeinpackerei muss dann eben mal einen Stunde warten. Auf die einzigartige Nostalgie, die Pippi ausstrahlt, freue ich mich schon das ganze Jahr.

Nun gut, das ist noch nicht sonderlich nerdig oder Sci-Fi-mäßig. Vor einigen Jahren haben sich neben der anarchischen Pippi noch ein paar modernere Zeitgenossen dazu gesellt. Eine liebgewonnene Tradition ist es geworden, die Weihnachtsspecials von Doctor Who zu schauen - und zwar gerne auch mehrere Folgen nacheinander.

Gerade in den letzten paar Jahren gab es hier das eine oder andere erzählerische Bonbon zu bestaunen: In “The time of the Doctor”, der letzten Folge des 11. Doctors, in der Matt Smith seinen Fes nahm, erzählt Steven Moffat den großen Bogen rund um Gallifrey und die Bedeutung Claras zuende. In der darauffolgenden Weihnachtsfolge “Last Christmas” gibt es nicht nur einen spannenden Handlungsfaden rund um die Dream Crabs, sondern es weist ein wunderbar zynischer Weihnachtsmann fortwährend auf die Unmöglichkeit seiner Existenz hin.

Wer noch nicht genug von Anti-Santa hat, sollte sich unbedingt noch einmal die “X-Mas Story”, also Folge 8 der zweiten Staffel von Futurama anschauen. Hier wütet ein tödlicher Roboter-Weihnachtsmann durch Neu-New York und zeigt so auf, was passiert, wenn eine künstliche Intelligenz zu anspruchsvoll mit der moralischen Bewertung der “braven” Menschen umgeht. Mit jeder Menge hintergründigem Witz und einer ordentlichen Portion Sozialkritik findet Futurama genau die richtige Mischung für Weihnachtsfans und Weihnachtsgestresste.

Nele Bübl

Denke ich an Weihnachtsepisoden, fällt mir immer zu allererst Akte X ein. Es war die erste Serie, die ich bewußt als solche Folge für Folge, immer darauf hinfiebernd, gesehen habe. Dass es bei Serien so etwas wie lockerere Episoden für die Festtage gibt, war mir nie so recht aufgefallen. Und dann kam “How the Ghosts Stole Christmas” - wobei das einzig wirklich verbliebene Rätsel der ganzen Serie ist, was sich Mulder und Scully am Ende schenkten.

Obwohl ich Eureka nie komplett gesehen habe, sticht die Weihnachtsfolge von 2011 ganz besonders hervor. “Do you see what I see” wird mit einem ständigen Wechsel der verschiedensten Animationsformen, vom klassischen Zeichentrick über Stop-Motion-Knetfiguren zu Anime, gespielt. Kombiniert mit der hervorragenden musikalischen Untermalung von Bear McCreary ist etwas ganz Besonderes entstanden. 

Nicht sonderlich nerdig und auch nicht originell, aber zu Weihnachten gehört bei mir ganz klar Tatsächlich Liebe, die Muppets Weihnachtageschichte und Sissi (ja, ich habe die Gold-Edition-Box und kann mitsprechen) dazu - "ein kaiserlicher Genuss zu Weihnachten" ;)

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