The Flash: Kritik zur Pilotfolge

Bereits nach einer erfolgreichen Staffel von Arrow begannen die Verantwortlichen von The CW eine weitere Serie in DCs Comic-Universum in Betracht zu ziehen. Als Auserwählten traf es letztendlich The Flash, welcher sich zuerst einmal in 2 Folgen von Arrow beweisen durfte. Dies sollte letztlich jedoch ausreichen und so darf Barry Allen aka The Flash ab diesem Herbst selbst auf Verbrecherjagd gehen.



Zu Beginn spulen die Macher von The Flash die Zeit noch einmal zurück. So erfahren auch Zuschauer, die beide Arrow-Folgen nicht gesehen haben, dass Barry Allen bei der Polizei als Assistent der Spurenuntersuchung arbeitet. Besessen ist der junge Mann jedoch vor allem vom Mord an seiner Mutter. Als Barry 11 Jahre alt war, wurde seine Mutter durch ein mysteriösen Ereignis getötet, für das sein Vater nun im Gefängnis sitzt. Als Barry eines Abends seine Ermittlungen noch einmal durchgeht, wird er in seinem Büro von einem Blitz getroffen. Nach neun Monaten im Koma wacht er im berühmten S.T.A.R.-Labs-Gebäude auf. Dort erfährt er, dass ein Experiment von S.T.A.R. Labs schief gelaufen ist, was der wahre Grund für den Blitzeinschlag darstellt. Doch dies ist nicht genug, bald darauf muss Berry feststellen, dass der Blitzschlag ihn verändert hat. Er kann nun so schnell laufen wie ein Blitz.

Mit dem Piloten gehen die Produzenten keinerlei Risiko ein. Es wird eine solide Origin-Geschichte geschaffen, die vor allem dazu dient, die verschiedenen Figuren einzuführen. Im Gegensatz zu Gotham übertreibt man es in diesem Bereich auch nicht, sodass der Zuschauer alle wichtigen Figuren hinreichend kennenlernt, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Viel mehr wird in der ersten Folge allerdings auch nicht geboten. Es gibt zwar einen ersten Gegenspieler, jedoch bleibt dieser vollkommen blaß und dient eigentlich nur dazu, dass Barry seine Kräfte ausprobieren kann. Auch die CW-typische Dreiecksbeziehung (die es auch schon zu Beginn von Arrow gab) darf natürlich nicht fehlen.



Die übergreifenden Handlungsstränge sind dagegen durchaus interessant gelungen. Vor allem der Cliffhanger am Ende der Folge macht Lust auf mehr und man kann nur spekulieren, in welche Richtung die Story sich bewegen wird. Comic-Fans kommen zudem in den Genuss einiger Anspielungen, die mit großer Wahrscheinlichkeit in den kommenden Folgen eine größere Rolle spielen werden. Dabei hat The Flash einen erheblich leichteren Grundton als Arrow. Central City ist weniger düster und Barry Allen ist vom Typ her schon offener und witziger als Oliver Queen. Auch erfahren von Beginn an gleich erstaunlich viele Hauptfiguren von Barrys Fähigkeiten. Geheimniskrämerei dürfte daher bei The Flash nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Als problematisch könnte sich allerdings eine andere Tatsache erweisen. Der Unfall, der Berry zu seinen Fähigkeiten verhalf, scheint auch andere Personen verändert zu haben. Parallelen zu den Anfängen von Smallville sind daher kaum von der Hand zu weisen. Es bleibt daher nur zu hoffen, dass uns die Produzenten nicht in jeder Folge ein Monster der Woche präsentieren.

Von den schauspielerischen Fähigkeiten von Grant Gustin konnte man sich ja bereits schon in den beiden Arrow-Folgen einen Eindruck verschaffen. Der Darsteller setzt genau dort wieder an und spielt Barry Allen sehr sympathisch. Dazu hat Gustin körperlich ein wenig zugelegt, auch wenn er noch nicht ganz mit Arrow-Kollege Stephen Amell mithalten kann. Der weitere Cast ist ebenfalls sympathisch geraten. Für Fans der 90er Flash-Serie gibt es ein Wiedersehen mit John Wesley Shipp, welcher Barrys Vater spielt. Dazu kommt Tom Cavanagh als Harrison Wells, welcher aktuell vermutlich die interessanteste Figur darstellt.



Fazit:
Der Pilot von Flash erledigt seine an ihn gestellten Aufgaben, ohne große Fehler zu machen. Die Einführung der Figuren und der Handlungsstränge gelingt ohne Problem und macht Lust auf mehr. Wenn die Produzenten den Schurken etwas mehr Aufmerksamkeit widmen und das Monster-der-Woche-Schema vermeiden, steht einer unterhaltsamen Serie nichts im Wege.

Wertung: 4 von 5 Sternen

The Flash

Originaltitel: The Flash (2014)
Erstaustrahlung am 07.10.2014
Darsteller: Grant Gustin (Barry Allen/The Flash), Candice Patton (Iris West), Danielle Panabaker (Dr. Caitlin Snow), Carlos Valdes (Cisco Ramon), Tom Cavanagh (Harrison Wells), Jesse L. Martin (Joe West), Keiynan Lonsdale (Wally West)
Produzenten: Greg Berlanti, Andrew Kreisberg, Geoff Johns
Staffeln: 4+
Anzahl der Episoden: 87+


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