Kritik zu Gotham 3.20: Pretty Hate Machine

SPOILER

Der Gotham-Hype-Train ist nicht zu stoppen. Nach den letzten extremst guten Episoden geht es auch mit "Pretty Hate Machine" in einem Tempo weiter, von dem andere Serien nur träumen dürfen. Auch in der aktuellen Episode werden wieder einige Register gezogen.

I love you, Jim Gordon

Fangen wir mit Lee (Morena Baccarin) an: Diese verabschiedete sich in der letzten Episode dadurch, sich selbst mit dem Tetch-Virus zu infizieren. Dieser äußert sich bei ihr in der Form, Jim Gordon (Ben McKenzie) zu lieben, oder besser gesagt das Beste für ihn zu wollen.

Das wiederum ist in ihren Augen, ihn ebenfalls mit dem Virus zu infizieren. Dafür kidnapped und begräbt sie ihn bei lebendigem Leibe. Sein einziger Weg, aus der Falle zu entkommen besteht darin, sich selbst zu infizieren und mit der neuen Kraft auszubrechen. Klingt total logisch, oder? Genau so hätten wir das doch auch alle gemacht.

Als Harvey Bullocks Suche nach Jims Grab aussichtslos scheint, entscheidet Jim sich für Plan B und injiziert sich tatsächlich die Probe mit dem Virus. Ein mutiger Schritt, der aber darauf schließen lässt, dass es über kurz oder lang wahrscheinlich ein Heilmittel für die Infektion geben wird. Was auch der zweite Part der Episode bestätigt.

Gotham must fall by my hand

Der Zweite, der seine wahnsinnigen Pläne umzusetzen versucht, ist Bruce Wayne. Zugegeben: ein gehirngewaschener Bruce Wayne, aber dennoch Bruce Wayne. Er ist vom Training zurück und fügt sich gänzlich dem Willen seines Trainers. Welcher übrigens nicht bloß Bruce in der Hand hält, sondern praktischerweise auch den Rat der Eulen.

Als er die Mitglieder des Rats dann aber von seinen Ninjas töten lässt, stellt sich schnell heraus, dass er den Rat (genau wie Bruce) lediglich für seine eigenen Zwecke benutzt hat. Bruce ist bereit, den Zünder für die Bombe mit dem Virus selbst zu betätigen und.... tut es auch. Mal ehrlich, wer hätte erwartet, dass die Bombe wirklich hoch geht und das Tetch-Virus in Gotham versprüht? Genau. Ich nämlich auch nicht.

I just want to know where my boy is

Zwischen all diesem Trubel begleiten wir Bullock und Alfred, die noch immer super als Team funktionieren. So ungleich sie eigentlich auch sein mögen, so verfolgen sie doch das selbe Ziel: Den Menschen retten, der ihnen am meisten am Herzen liegt.

Es ist schon beachtlich, wie viele tolle Duos Gotham schon hervorgebracht hat. Alle Charaktere haben ihre eigenen Macken und Stärken, aber irgendwie passt jeder zu jedem. Ein Kunststück, das wohl auch nicht jede Serie einfach so hin bekommt.

Say my name

Aber es genügt Gotham nicht, die Häupter der Stadt zu enthaupten und die Bürger mit einem wahnsinnig-machendem Virus zu infizieren. Da würde ja die Unterwelt viel zu gut bei wegkommen. Und deshalb schreitet auch der Disput zwischen Cobblepot und Nygma immer weiter voran. Während sich Ersterer von seiner Armee der Freaks verlassen sieht, erinnert Nygma seine alten Mitstreiter an ihr Abkommen, den Pinguin zu töten.

In bester Riddler-Manier schafft Nygma es auch recht fix, seinen einstigen Freund in die Bredouille zu bringen. Er will ihn vor seinem Tod aber noch dazu zwingen, ihn bei seinem neuen Namen zu nennen. Sturr, wie Cobblepot ist, nennt er ihn natürlich weiterhin nur "Ed".

Als die Situation dann zu eskalieren droht, erscheint plötzlich niemand geringeres als die längst vergessene Fish Mooney aus dem Nichts und geleitet ihren "Umbrella Boy" in Sicherheit. Dazu noch der schnippige Spruch gegenüber Edward, der ihr gänzlich unbekannt ist und siehe da: Selbst eine Fish Mooney hat es endlich geschafft, mal positiv in Erinnerung zu bleiben.

Wir dürfen gespannt sein, ob und wie lang sie Gotham erhalten bleibt, denn entweder will sie ihren Rang zurück (was eher nur so medium-gut wäre) oder sie gibt endgültig den Löffel ab (was auch irgendwie seltsam wäre, weil sie ja gerade erst wieder gekommen ist). Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass sie Firebug und Mr. Freeze zu ihren anderen Mutanten ins Team geholt hat und gemeinsam mit dem Pinguin um Gotham kämpft.

In aller Kürze

Gotham zu schauen macht momentan einfach unglaublich viel Spaß und die Serie setzt mit jeder Episode noch einen drauf. Es ist fast schon schade, dass die dritte Staffel nun mit so großen Schritten auf ihr Ende zuschreitet. Das Finale nächste Woche wird übrigens eine Doppelfolge, also können wir uns direkt auf knapp zwei Stunden exzellente Serienkost freuen.

Gotham

Originaltitel: Gotham (2014)
Erstaustrahlung am 22.09.2014
Darsteller: Ben McKenzie (James Gordon), Donal Logue (Harvey Bullock), David Mazouz (Bruce Wayne), Robin Lord Taylor ( Oswald Cobblepot), Erin Richards (Barbara Kean), Sean Pertwee (Alfred Pennyworth), Camren Bicondova (Selina "Cat" Kyle), Cory Michael Smith (Edward Nygma), Jada Pinkett Smith (Fish Mooney)
Produzenten: Bruno Heller, Danny Cannon, John Stephens, Ben Edlund
Staffeln: 4+
Anzahl der Episoden: 84+


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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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