Star Trek: Discovery - Produzenten über die Handlung, Erzählstruktur & Kanon

Im Rahmen der Television Critics Association sprachen die Produzenten von Star Trek: Discovery über verschiedene Aspekte zur Serie. Außerdem wurde dem anwesenden Publikum erstmals die Titelmelodie von Komponist Jeff Russo (Legion) vorgestellt, welches mit einem 60-köpfigen Orchester eingespielt wurde und der klassischen Titelmelodie von Alexander Courage Tribut zollt.

Akiva Goldsman bestätigt, dass die Serie im Prime-Universum spielt, zehn Jahre vor der Fünf-Jahres-Mission von Captain Kirk auf der USS Enterprise. Die erste Staffel befasst sich ausschließlich mit dem Krieg mit den Klingonen.

"Wir finden uns in einem Teil des Kanons wieder, auf den häufig Bezug genommen wurde und um den es viele Spekulation gibt. Die Romane sind für uns nicht Teil des Kanons, aber wir uns dieser bewusst. Star-Trek-Fans werden bekannte Bestandteile erkennen. 

Es gibt diesen Zeitraum, in denen der Kontakt mit den Klingonen unklar ist. Wir versuchen, die Idee der Schaffung einer Neutralen Zone als etwas zu betrachten, was ungenau genug ist, damit wir dort ansetzen können. Unsere Geschichte in der ersten Staffel dreht sich um den Krieg mit den Klingonen."

Goldsman bestätigt, dass Discovery eine durchgehende und episodenübergreifende Handlung erzählt, jedoch viel komplexer aufgebaut ist als beispielsweise Star Trek: Deep Space Nine. Tragische Momente werden die Charaktere auf langfristig begleiten und verändern:

"Ihr werdet feststellen, dass die Handlung viel stärker ineinander verwoben ist als bei DS9 in den letzten beiden Staffeln. Sie ist die komplexeste Serie, die es bisher bei Star Trek gegeben hat und ein Charakterdrama, in dem die Figuren sich auf lange Sicht weiterentwickeln.

Ein perfektes Beispiel ist die Episode "Griff in die Geschichte" ("City on the Edge of Forever"). Jim Kirk erlebt den Tod von Edith Keeler und es bricht ihm das Herz. In der folgenden Episode hat er sich davon schon wieder erholt. In einer durchgehenden Handlung sich Auswirkungen von Ereignissen spürbar. Es gibt Entwicklungen, die sich über 15 Episoden hinziehen, man kann also nicht ignorieren, was zuvor passiert ist."

Die Showrunner Aaron Harberts und Gretchen J. Berg erklären, dass Star Trek: Discovery trotz der kreativen Freiheiten eine Serie für die ganze Familie bleiben wird und nicht auf den Pfaden von Game of Thrones und anderen Kabel- und Streamingserien wandelt:

"Jeder Autor, der bei einer Streaming-Serie ohne die vielen Einschränkungen loslegen kann, möchte erst einmal ausflippen. Aber dann überlegt man: Wie gut macht sich Nackheit bei Star Trek? Hm, es ist komisch. Wie steht es um Obszönitäten bei Star Trek? Passt nicht.

Wird es Momente geben, in denen wir an der einen oder anderen Stelle versuchen, an die Grenzen zu gehen? Ich sage es mal so: wir gehen an die Grenze, in dem verkorkste Charaktere haben, die es in einer normalen Serie im frei empfangbaren Fernsehen nicht geben würde.

Ich behaupte nicht, dass wir nicht auch gewalttätige Elemente oder auch ein paar Beschimpfungen haben. Dem kreativen Team ist das Vermächtis [von Star Trek] von großer Wichtigkeit.  Wir wollen sicherstellen, dass wir eine Serie schaffen, die Fans mit der ganzen Familie ansehen können. Wir müssen dem Franchise treu bleiben. Ich denke, dass wir [die Altersfreigabe] PG-13 nur wenig überschreiten."

Harberts bestätigt außerdem, dass die neugestalteten Klingonen auf eine Idee von Bryan Fuller zurückgehen:

"Eine Sache, die er unbedingt machen wollte, was das Design der Klingonen zu verändern. Der erste Aspekt, den er uns vorstellte, war die Ästhetik der Klingonen und wie wichtig es ist, sie ästhetisch darzustellen, [...] sie sollten mehr sexy, lebhafter und anders sein, als das, was man bisher gesehen hat.

Das Design des klingonischen Raumschiffs, des Flagschiffs, welches bereits auf einigen Bildern zu sehen ist, lag Bryan sehr am Herzen. Er hat monatelang mit [Production Designer] Mark Worthington daran gearbeitet. Wir halten es für einzigartig und sahen daher auch keinen Grund, seine Vision für die Klingonen zu verändern."

Star Trek: Discovery wird am 24. September bei CBS ausgestrahlt und parallel beim Streamingdienst CBS All Access veröffentlicht. Einen Tag später, am 25. September, erscheint sie weltweit bei Netflix.

Star Trek: Discovery | Official Trailer [HD] | Netflix

Star Trek: Discovery Logo 2017

Originaltitel: Star Trek: Discovery
Erstaustrahlung 2017 bei CBS All Access / 2017 bei Netflix
Darsteller: Sonequa Martin-Green (Michael Burnham), Jason Isaacs (Captain Lorca), Michelle Yeoh (Captain Georgiou), Doug Jones (Lt. Saru), Anthony Rapp (Lt. Stamets), Chris Obi (T’Kuvma), Shazad Latif (Kol), Mary Chieffo (L’Rell), James Frain (Sarek)
Produzenten: Gretchen Berg & Aaron Harberts, Alex Kurtzman, Nicholas Meyer, Eugene Roddenberry, Trevor Roth, Kirsten Beyer
Staffeln: 1
Anzahl der Episoden: 15


Regeln für Kommentare:

1. Seid nett zueinander.
2. Bleibt beim Thema.
3. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.

SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

Beiträge von Spammern und Stänkerern werden gelöscht.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren.
Ein Konto zu erstellen ist einfach und unkompliziert. Hier geht's zur Anmeldung.