Logan: Regisseur James Mangold spricht über die Gewaltszenen & die Entwicklung der Geschichte

logan-2.jpg

Logan und Laura Wolverine

Logan ist der erste Film in seinem Genre, der für einen Oscar nominiert wurde. Am 4. März entscheidet sich, ob der Film den begehrten Preis in der Kategorie "Bestes adaptiertes Drehbuch" gewonnen hat. Anteil hieran hält auch Regisseur James Mangold, der die Geschichte entwickelte.

Im Gespräch mit The Credits erzählte er nun davon, welchen Ansatz er für Logan wählte und seinen Gründe hierfür: 

"In Anbetracht der Tatsache, dass es Hugh Jackmans letzter Wolverine-Film war, musste ich die Frage beantworten, wovor Logan am meisten Angst hat. Er fürchtet nicht das Ende der Welt, das würde er begrüßen. Er fürchtet nicht seinen eigenen Tod, den würde er begrüßen. Er ist nicht von Rachedurst für eine bestimmte Person zerfressen, er würde eher sein Leben in Isolation verbringen. Aber dann dämmerte es mir: Logan hat totale Angst vor Nähe."

Daraus hat entstand die Geschichte über den von den vielen Kämpfen ermüdeten Logan, der sich um Professor X und Laura kümmern muss. Man habe Logan in einen verletzlicheren Zustand als je zuvor versetzen wollen, erklärte Mangold, sodass man sich für die Figur der Laura entschieden habe.

Für Mangold war es zudem ein Vorteil, dass die höhere Altersfreigabe für Logan feststand. Der Regisseur erklärte hierzu:

"Dieser Film konnte nicht an Kinder vermarktet werden, also bedeutete das keine Happy Meals, keine Actionfiguren, keine Werbung während der Zeichentrickfilme am Samstagmorgen. Ich musste mir keine Gedanken um die Aufmerksamkeitsspanne eines Zwölfjährigen machen. [...] Ich musste mir nur Gedanken darüber machen, die Erwachsenen zufrieden zu stellen. Vom Schreiben bis zur Regie hatte ich die Freiheit, einen anspruchsvolleren Film zu machen."

Ebenso hat Mangold eine klare Meinung, wenn es um die Gewaltdarstellung in Logan geht:

"Ich habe eine Menge Zweifel bezüglich Gewalt und dem PG-Rating. Ein PG-Film könnte zeigen, wie hunderte Menschen sterben, von Gebäuden fallen, von Schnellfeuergewehren umgemäht werden. Aber man fühlt diese Todesfälle nicht, weil das Bewertungssystem vorgibt, wie viel Qualen der Schauspieler darstellen soll. Auf eine merkwürdige Weise macht das Gewalt akzeptabler, denn wenn wir die erschütternden Teile herausschneiden, desensibilsieren wir uns für den Tod bis zu dem Punkt, an dem es sich fast wie ein Schießstand auf dem Jahrmarkt anfühlt. Wir haben einen Film über eine Figur gemacht, die unter der posttraumatischen Belastungsstörung von drei Lebensspannen mit Chaos und Gewalt leidet. Also war es wichtig, dass man merkt, welchen Preis all das Blutvergießen von Logans Seele gefordert hat."

Logan | Trailer 2 [HD] | 20th Century FOX

Titelposter zum 3. Wolverine-Film "Logan"
Originaltitel:
Logan
Kinostart:
02.03.17
Laufzeit:
138 min
Regie:
James Mangold
Drehbuch:
Michael Green, David James Kelly
Darsteller:
Hugh Jackman (Logan / Wolverine), Patrick Stewart (Charles Xavier / Professor X), Boyd Holbrook, Richard E. Grant, Stephen Merchant, Elise Neal, Eriq La Salle
Hugh Jackman wird ein letztes Mal in der Rolle des mürrischen Einzelgängers mit den Krallen aus Adamantium zu sehen sein.

Regeln für Kommentare:

1. Seid nett zueinander.
2. Bleibt beim Thema.
3. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.

SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

Beiträge von Spammern und Stänkerern werden gelöscht.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren.
Ein Konto zu erstellen ist einfach und unkompliziert. Hier geht's zur Anmeldung.