The Truth is out there - Akte X wird 25 Jahre alt

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Sculler und Mulder spielen Baseball in Folge 6x20 The Unnatural

Am 10. September 1993 war auf dem US-Sender Fox zum ersten Mal der charakteristische Schriftzug von Akte X zu sehen. In der Pilotfolge “Gezeichnet” traf die junge FBI-Agentin Dana Scully (Gillian Anderson) auf ihren Kollegen Fox Mulder (David Duchovny), der die X-Akten bearbeitete. Scully als studierte Medizinerin sollte mit ihrem rational-wissenschaftlichen Denken der Gegenpol zu Mulder sein, der an paranormale Phänomene, UFOs, Außerirdische und Regierungsverschwörungen glaubt.

218 Episoden auf 11 Staffeln erzählen die Geschichten rund um Akte X. Zum 25. Geburtstag der Serie haben wir einige der denkwürdigsten Momente und Folgen herausgesucht.

"Unter Kontrolle" ("Duane Berry") - Staffel 2, Folge 5

Aufgrund von Gillian Andersons Schwangerschaft entschied man sich, den Handlungsbogen für Staffel 2 so umzubauen, dass der Zuschauer nichts davon bemerkte. Als die Schwangerschaft fortgeschritten war, war Scully vornehmlich von der Brust aus aufwärts zu sehen. Zusätzlich bekam Mulder mit Alex Krycek einen neuen Partner an die Seite gestellt - Nicholas Lea ging unter den X-Philes später als “Ratboy” in die Geschichte von Akte X ein. Ohne Krycek gäbe es in der Folge “Unter Kontrolle” jedoch nicht einen Moment, der gerade in der weiblichen Fanbase für zwischenzeitliche Schnappatmung sorgte. Ausgerechnet am Swimmingpool läßt Chris Carter Krycek auf Mulder treffen, wo dieser fleißig seine Bahnen zieht. Als er dem Pool entsteigt, gewährt er einen Blick auf eine knallrote Badehose. Wenn es nach Carter gegangen wäre, hätte Duchovny in dieser Szene Shorts getragen, was der Darsteller für ungeeignet hielt. Kurzerhand griff er zu seiner eigenen Badehose und sorgte damit für einen Moment, der die Anfänge der Serie unvergessen macht.

"Der Hellseher" ("Clyde Bruckman’s Final Repose") - Staffel 3, Folge 4

Bis heute gilt die Folge zu eine der besten, die die Serie zustande gebracht hat. Sowohl Fans als auch Kritik lobten den Gastauftritt von Peter Boyle, der einen Hellseher verkörperte. Allerdings konnte Clyde Bruckman nicht alles vorhersehen, sondern nur die Todesart der Menschen, auf die er traf. Diese Fähigkeit sorgte für einige bittersüße Momente, sparte jedoch auch nicht mit leisem Witz. So durfte Bruckman in Mulders Gegenwart darauf hinweisen, dass es für ihn keinen unwürdigeren Tod als den des autoerotischen Erstickungstods gäbe.

"Andere Wahrheiten" ("Jose Chung’s 'From Outer Space'") - Staffel 3, Folge 20

Gillian Anderson zählt diese Episoden zu einer ihrer Lieblingsfolgen und es fällt nicht schwer, diese Wahl nachzuvollziehen. Gnadenlos nimmt sich die Serie hier aufs Korn, lässt die Figuren out of character agieren und hebt sich dabei mitunter auf die Meta-Ebene. Mulder darf den mulder-untypischten Schrei der gesamten Serie loslassen und verdrückt bei der Befragung eines Diner-Mitarbeiters gefühlt einen kompletten Kuchen. In der deutschen Synchronisation leiht Oliver Rohrbeck, vor allem bekannt als Justus Jonas in Die Drei Fragezeichen, Allan Zinyk seine Stimme.

 

"Mein Wille sei dein Wille" ("Pusher") - Staffel 3, Folge 17

Ein Mensch, der einen durch pure Suggestion zu Handlungen zwingen kann - “Mein Wille sei dein Wille” sorgte in Staffel 3 für Höchstspannung; und zeigte so ganz nebenbei, wie sich das Verhältnis zwischen Scully und Mulder entwickelt hat. Sei es in dem kleinen Moment, in dem Scully an Mulders Schulter eingeschlafen ist - oder im dramatischen Showdown, als Mulder Russisches Roulette mit dem Pusher spielt und erst die Waffe auf sich und schließlich auf Scully richtet.

 

"Blutschande" ("Home") - Staffel 4, Folge 2

Eine Folge, die nicht auf einem paranormalen Phänomen beruht und vermutlich deswegen schlaflose Nächte bereitet. Die Serie traut sich hier, das Thema Inzest aufzugreifen und schlägt mitunter eine für Akte X untypische Gewaltorgie los. Das Haus der Familie Peacock ist ein wahres Horrorhaus, dessen wahrer Horror jedoch nicht die Fallen sind, die im Hause versteckt sind. Gerade das Ende der Episode lässt jeden X-Phile mit einem mulmigen Gefühl zurück.

"Memento Mori" ("Memento Mori") - Staffel 4, Folge 14

Für diese Episode gewann Gillian Anderson den Emmy als beste Darstellerin. Mehr als verdient. Ihre Darstellung der an Krebs erkrankten Scully geht unter die Haut und gehört mit zu den stärksten Leistungen, die Anderson in dieser Rolle gezeigt hat.

"Der große Mutato" ("Post-Modern Prometheus") - Staffel 5, Folge 5

Komplett in schwarzweiß gedreht erzählt die Folge eine Geschichte, die an Frankenstein erinnert. Neben der herrlich erzählten Geschichte selbst ist vor allem das Ende der Episode in Erinnerung geblieben. Der große Mutato, ein großer Fan von Cher, kann sich dank Scully und Mulder ein Konzert von ihr ansehen - und wird von ihr zum Tanz aufgefordert. Da muss Mulder natürlich nachziehen und sorgt damit für einen der schönsten Shipping-Momente der Serie.

"Böses Blut" ("Bad Blood") - Staffel 5, Folge 12

Ist Luke Wilson in dieser Folge nun ein schöner Mann oder nicht? Warum rastet Scully aus, wenn sie einen Bagel mit Frischkäse in der Halbfettstufe bekommt und nicht in der Vollfettstufe? Und was veranlasst Mulder dazu, das Intro von Shaft zu singen? "Böses Blut" gibt eine sehr amüsante Antwort auf die Frage, was passiert, wenn eine Geschichte aus zwei Blickwinkeln erzählt wird.

 

"Dreamland" ("Dreamland") - Staffel 6, Folgen 4 & 5

"Dreamland" erzählt über zwei Episoden eine Geschichte im bekannten Körpertausch-Kniff. Mulder tauscht aufgrund eines mysteriösen Ereignisses in der Area 51 den Körper mit Morris Fletcher, wovon keiner etwas ahnt. Während Fletcher sein Leben als Mulder sichtlich genießt, ist Mulder mit Fletchers Leben nicht wirklich zufrieden. Einen Vorteil hat das Ereignis aber immerhin: Mulder hat nun endlich wieder ein Schlafzimmer und keine Rumpelkammer mehr.

"Montag" ("Monday") - Staffel 6, Folge 14

Es ist Murmeltier-Tag! Scully und Mulder sind in einer Zeitschleife gefangen, von der sie jedoch nichts wissen. Eins ist aber gewiss: Der Montag, den sie erleben, wird immer fürchterlich enden. Carrie Hamilton zeigt als Pam eindringlich, wie sehr eine Zeitschleife zermürben kann.

"Arkadien" ("Arcadia") - Staffel 6, Folge 15

Mulder und Scully als Vorzeige-Ehepaar? Die Agenten beziehen eine Vorstadt-Idylle, um einer mysteriösen Mordserie auf den Grund zu gehen. Und das Drehbuch schreckt glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt davor zurück, jeden klischeebehafteten Grund für einen Streit unter Ehepaaren zu erzählen. "Toilettensitz. Zweite Warnung!"

"Millennium" ("Millenium") - Staffel 7, Folge 4

Der Moment, auf den viele Shipper gewartet haben. Danke, Scully. Danke, Mulder. Für viele schöne Momente in Akte X. 

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Fox
Akte X: Der Film
Originaltitel:
X-Files: The Movie
Kinostart:
19.06.98
Laufzeit:
121 min
Regie:
Rob Bowman
Drehbuch:
Chris Carter, Frank Spotnitz
Darsteller:
David Duchovny, Gillian Anderson, Mitch Pileggi, William B. Davies, Martin Landau
Schwarze Blut, das aus der töten Kreatur austritt, sammelt sich und kriecht am Körper des Wilden hinauf.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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